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Full text of "Deutsche entomologische Zeitschrift"

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HARVARD UNIVERSITY. 




LIBRARY 



MUSEUM OF COMPARATIVE ZOOLOGY. 



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Binder 

VCof/SRiDGEMÄSS / 



AUG 26 1904 

Deutsche 

Entomologische Zeitschrift 

herausgegeben 
von der 

Deutschen Entomologischen Gesellschaft 

in Verbindung 

mit Dr. G. Kraatz. 

Jahrgang 1904. 
Erstes und zweites Heft 

ausgegeben Januar und Juli 1904. 



Mit einer Tafel uud zwei Holzschnitten. 



Preis für Nichtmitglieder des Vereins : 25 Mark. 



Redacteure: Dr. G. Kraatz und J. Weise. 



London. Berlin 1904. Paris. 

0. E. Janson, Nicolaische Verlags- P. Klincksieck, 

24 Great Rüssel Str. Buchhandlung B. Stricker. 52 Rue des Ecoles. 



Jf* 



Für den Inhalt der in dieser Zeitschrift veröffentlichten 
Aufsätze sind die Herren Autoren allein verantwortlich, die 
Deutsche Entomologische Gesellschaft ist es in keiner Weise. 

D. Red. 



Inhalts -Uebersicht des Jahrgangs 1904 
der Deutschen Entomologischen Zeitschrift : ). 

Seite 

Index . 3 — 4 

Allgemeine Angelegenheiten. 1 5 — 8 

II 459—460 

Deutsches Entomologisches National-Museum . . . 461 — 464 

Bickhardt, H.: Leptura rubra L. $ Hermaphrodit .... 303 

Faust, J- f: Revision der Gruppe Cleonides vrais .... 177 — 302 
Gebien, Hans: Revision der Pycnocerini Lacord. (Coleoptera 

Heteromera) [mit einer Tafel] 101 — 176 

— (Schlufs) 305—356 

Gerhardt, J.: Neuheiten der schlesischen Käferfauna aus dem 

Jahre 1903 365 

— Eine neue deutsche Käfer-Art [mit zwei Holzschnitten] . . 366 — 368 

— Berichtigung 368 

Hartmann, F.: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika 369 — 419 

Hauser, Prof. Dr. G.: Neue Cetoniden- Arten aus Afrika und 

eine neue Valgns-krt aus Neu-Guinea 33 — 41 

— Eine neue Nemophas-Art 42 

Heller, Prof. Dr. K.M.: Bothrorrhina Nickerli $ 12 

— Index zu Faust's Revision der Cleonides vrais .... 284 — 302 

— Berichtigung und Nachträge 303 

Hey den, Prof. Dr. L. v. : Bestand der von Heyden'schen Coleo- 

pteren-Sammlung Januar 1903 an Arten (ausschliefslich Rassen 

und Varietäten) aus der Palaearctischen Region 13 — 15 

Hintz, E.: Zur Kenntnis des Trichodes Kraatzi Reitter . . . 420 — 422 
Hörn, Dr. med. W.: Ueber die Cicindeliden- Sammlungen von 

Paris und London 81 — 99 

— 4 neue Cicindeliden gesammelt von den Herren Oscar Neu- 
mann und Baron von Erlanger auf ihrer Expedition vom 

Roten Meer zum Nil ... ■. 423—427 

— Cicindela innocentior (nov. spec.) 427 — 428 

!) Heft I (S. 5—304) ist im Januar, Heft II (S. 1—4, 305—464) im 
Juli 1904 ausgegeben. 



4 Inhalts -Uebersickt des Jahrgangs 1,904. 

Seite 

— Zur Kenntnis der Cicindeliden-Fauna von Kamerun und seiner 
Hinterländer 429—431 

— Ophryodera rufomarginata var. circumcinctoides (nov. var.). . 431 

— Megacephala ErtU (nov. spec.) 432 

Schilsky: Synonymische Bemerkungen zur Gattung Bruchus L. 

(Mylabris Geoffr.). . ' 455 — 456 

Schwarz, 0.: Bemerkung zu Anoplischius mutabilis Schw. . . 11 

— Synonymische Bemerkung zu Anoplischius basalis Schw. und 
femoralis Schw 15 

— Neue Elateriden aus Süd-Amerika 49 — 80 

Sternberg, Chr.: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. . . . 17 — 32 

Vorbringer, G. : Sammelbericht aus Ostpreufsen 43 — 45 

— Ueber Dromius cordicollis Vorbg 45 — 46 

— Sammelbericht aus Ostpreufsen 453 — 454 

Was mann, E., S. J.: Ein neuer Atemeies aus Luxemburg . . 9 — 11 

— Neue Literatur: Everts, Dr: Ed.: Coleoptera Neerlandica. 
De Schildvleugelige Insecten van Nederland en het aangrenzend 
Gebied. Deel II. ^lit 8 platen en 62 houtsneefiguren in den 
tekst, benevens een literatur- overzicht. Tweede Gedeelte. 
s'Gravenhage 1903. 6°, S. 401—798. Supplement 138 S. 

mit 6 Taf. M. Nijhoff 304 

— Homopteren -Fauna von Ceylon. Von Dr. L. Melichar. 8°, 

233 S., mit 217 Figuren auf 5 Tafeln. Berlin, F. L. Dames 458—459 

Weise, J.: Synonymische Bemerkungen 16 

— Ueber Sclerophaedon orbicularis Suffr 47 — 48 

— Pseudocolaspis substriata n. sp 100 

— Synonymische Bemerkungen zu Gorham, Biologia Centrali- 
Americana, Vol. VII. Coccinellidae 357 — 364 

— Haptoscelis melanocephala Panz. var. baltica Ws 368 

— Einige neue Cassidinen und Hispinen 433 — 452 

— Synonymische Bemerkungen über Hispinen 457 

— Neue Literatur: Entomologisches Jahrbuch. XIII. Jahrgang. 
Kalender für alle Insekten-Sammler auf das Jahr 1904. Von 
Dr. Krancher, Leipzig. Frankenstein & Wagner. (Preis 

1,60 JC, 248 Seiten) 8 

— Die Käfer Europa's. Nach der Natur beschrieben von Dr. 
C. Küster und Dr. G. Kraatz. Fortgesetzt von J. Schilsky. 
40. Heft. Nürnberg, Dezember 1903. Bauer & Raspe (Emil 
Küster). Preis 3 JC 458 



Deutsche 

Entomologische Zeitschrift 

herausgegeben 
von der 

Deutschen Entomologischen Gesellschaft 

in Verbindung 

mit Dr. G. Kraatz. 

Jahrgang 1904. 
Erstes Heft (S. 4—304) 

ausgegeben Januar 1904. 

Mit einer Tafel. 

Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 15 Mark. 

Redaoteure: Dr. G. Kraatz und J. Weise. 



London. Berlin 1904. Paris. 

0. E. Janson, Nicolaische Verlags- P. Klincksieck, 

24 Great Rüssel Str. Buchhandlung R. Stricker. 52 Rue des Eeoles. 

Deutsche Entomologische Gesellschaft. 



Inhalts-Uebersicht des Jahrgangs 1904, Heft I, 
der Deutschen Entomologischen Zeitschrift. 

Seite 

Allgemeine Angelegenheiten. I. . 5 — 8 

Bickhardt, H.: Leptura rubra L. $ Hermaphrodit .... 303 

Faust, J. f: Revision der Gruppe Cleonides vrais .... 177 — 302 
Gebien, Hans: Revision der Pycnocerini Lacord. (Coleoptera 

Heteromera) [mit einer Tafel] 101 — 176 

Haus er, Prof. Dr. G.: Neue Cetoniden -Arten aus Afrika und 

eine neue Valgus-krt aus Neu-Guinea 33 — 41 

— Eine neue Nemophas-Art 42 

Heller, Prof. Dr. K.M.: Bothrorrhina NickerliS?. 12 

— Alphabetischer Index zu Faust's Revision der Cleonides 

vrais 284—302 

— Berichtigung und Nachträge . 303 

Heyden, Prof. Dr. L. v.: Bestand der von Heyden'schen Coleo- 

pteren-Sammlung Januar 1903 an Arten (ausschliefslich Rassen 

und Varietäten) aus der Palaearctischen Region . . . . . 13 — 15 

Hörn, Dr. med. W.: Ueber die Ciciudeliden- Sammlungen von 

Paris und London . 81 — 99 

Schwarz, 0«: Bemerkung zu Anoplischius mutabilis Sclrw. . . 11 

— Synonymische Bemerkung zu Anoplischius basalis Schw. und 
femoralis Schw 15 

— Neue Elateriden aus Süd- Amerika . . ".. . . . . . . 49 — 80 

Sternberg, Chr.: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. ... 17—32 

Vorbringer, G. : Sammelbericht aus Ostpreufsen 43 — 45 

— Ueber Dromius cordicollis Vorbg \. . . 45 — 46 

Wasmann, E., S. J.: Ein neuer Atemeies aus Luxemburg . . 9 — 11 

— Neue Literatur: Everts, Dr. Ed.: Coleoptera Neerlandica. 
De Schildvleugelige Insecten van Nederland en bet aangrenzend 
Gebied. Deel IL Mit 8 platen en 62 houtsneefiguren in den 
tekst, benevens een literatur- overzicht. Tweede Gedeelte. 
s'Gravenhage 1903. 6°, S. 401—798. Supplement 138 S. 

mit 6 Taf. M. Nijhoff 304 

Weise, J.: Synonymische Bemerkungen 16 

— Ueber Sclerophaedon orbicularis Suffr 47 — 48 

— Pseudocolaspis substriata n. sp 100 

— Entomologisches Jahrbuch. XIII. Jahrgang. Kalender für alle 
Insekten-Sammler auf das Jahr 1904. Von Dr. Krancher, 
Leipzig. Frankenstein & "Wagner. (Preis 1,6 o JC, 248 Seiten) 8 



MAR 29 1904 

[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 5 



Allgemeine Angelegenheiten. I. 

Das vorliegende rechtzeitig erscheinende Heft erreicht einen 
heachtenswerten Umfang. Von grösseren Arbeiten ist vor allem 
zu erwähnen die von Prof. Dr. Heller sorgfältig und mühsam 
revidierte nachgelassene Bearbeitung der Cleoniden-Gruppe von 
Faust, welche ca. 8 Bogen füllt. Faust hatte derselben die letz- 
ten Jahre seines Lebens gewidmet. 

Unser neues Mitglied Herr Gebien aus Hamburg hat eine 
dankenswerte Revision der afrikanischen Arten der Pycnoeerinen- 
Gruppe gegeben, in der er zu abweichenden Ansichten von denen 
früherer Bearbeiter kommt. 

Herr Dr. Hörn macht Mitteilung über die Cicindeliden-Samm- 
lungen.von Paris und London, Prof. Dr. Hauser berichtet über 
neue Cetoniden- Arten aus Afrika und eine neue Valgvs- Art aus 
Neu-Guinea, O. Schwarz beschreibt eine Reihe neuer Elateriden 
aus Süd-Amerika. 

Ein interessanter Beitrag des Hrn. Sternberg in Stralsund, 
zur Kenntnis der Gattung Aegopsis Burm., konnte im vorigen Heft 
nicht mehr veröffentlicht werden. 

An kürzeren Arbeiten wäre hervorzuheben ein Sammelbericht 
aus Ostpreufsen von G. Vorbringer, sowie die Entdeckung eines 
neuen Atemeies in Luxemburg durch E. Was mann. 

Herr Prof. von Hey den gibt eine Statistik der palaearcti- 
schen Käferarten seiner Sammlung, welche er dem deutscheu ento- 
mologischen National-Museum vermacht hat. 

Am 23. Oktober besuchte auf der Durchreise nach Hamburg 
Herr Dr. Daniel aus München Berlin; da er sich bis zur nächsten 
Sitzung nicht hier aufhalten konnte, wurde eine rege besuchte 
Zusammenkunft im Spatenbräu veranstaltet. 

Herr Dr. Oh aus, unser geschätztes Hamburger Mitglied, be- 
suchte während seines Berliner Aufenthaltes (Ende October) einige 
Male den Unterzeichneten; er hatte während seines dreimonatlichen 
Aufenthaltes auf der Insel Sylt namentlich Adoretes -Arten einer 
genaueren Prüfung unterzogen und ausgezeichnete Merkmale in 
Mundteil- und Forcepsbildung gefunden, welche sowohl zur spezi- 
tischen Unterscheidung als zu Gruppen-Merkmalen zu benutzen 
waren. Er versprach die Beschreibungen neuer Popillien für un- 
sere Zeitschrift zu liefern und bedauerte Hrn. Prüf. Kolbe nicht 
gesprochen zu haben, welcher seit einigen Wochen an einer Venen 
Entzündung schwer krank liegt. 



6 Allgemeine Angelegenheiten. I. 

Der Sitzung am 26. Oktober wohnten die Herren Escalera 
und Bolivar aus Madrid bei; letzterer beschäftigt sieh hauptsäch- 
lich mit den Orthopteren, während ersterer in neuerer Zeit sich 
mit dem Studium der Käfergattung Asida und vornehmlfch mit den 
Verwandten der schönen As. Rambari beschäftigt hat; von letzteren 
hat er nicht weniger als 14 Arten festgestellt, welche er demnächst 
publizieren will. Die Herren kamen über Paris, London, Hamburg 
nach Berlin und wollten über Dresden nach der Heimat zurück- 
kehren. Herr Escalera besichtigte auch die Cicindeliden- bezw. 
Carabiden-Sammlungen der Herren Dr. Hörn und Roeschke. 

In der Sitzung am 13. Dezember zeigte Herr Constantin 
Aris aus Warschau einen Teil der Ausbeute vor, die er während 
seiner 8-monatlichen Reise in Central- Asien in diesem Jahre ge- 
macht hatte; es befanden sich in derselben namentlich interessante 
Melolonthiden und Böcke. 

Die von Herrn Oberst Schultze im vorigen Jahrgang dieser 
Zeitschrift beschriebenen russischen Ceuthorrhynchvs- Arten sind 
bereits von demselben in den Horae rossicae 1903 p. 65 u. f. 
unter denselben Namen beschrieben worden, worauf hier besonders 
aufmerksam gemacht werden mag, da es von dem Autor nicht 
geschehen ist und dieser Umstand der Redaktion der Deutschen 
Entomol. Zeitschrift ebenfalls unbekannt war. 

Nachdem Herr Prof. Heller, der Custos des Dresdener zoolo- 
gischen Museums, der Gesellschaft die Mitteilung gemacht hatte, 
dafs der Direktor des Museums fernerhin aus Sparsamkeitsrück- 
sichten nicht geneigt sei, die Deutsche Entomol. Zeitschrift zu 
halten, beschlofs die Versammlung, Hrn. Prof. Heller zum corre- 
spondierenden Mitgliede zu ernennen und demselben die Zeitschrift 
mitzuteilen, die bisher das Dresdener Museum erhalten hatte. 

Herr Dr. Hörn wurde von der New Yorker entomologischen 
Gesellschaft zum correspondierenden Mitgliede ernannt. 

Unser Mitglied Ch. Alluaud in Paris befindet sich augen- 
blicklich auf einer Sammelreise in Englisch Ostafrika. 

Dem Deutschen Entomologischen N ational - Museum 
waren seinerzeit, gegen eine bestimmte Summe, geeignete Räume 
in dem Neubau des märkischen Museums hierselbst, welches 1905 
eröffnet werden dürfte, von der Stadt Berlin versprochen worden; 
es hat sich jedoch schon jetzt herausgestellt, dafs solche nicht 
vorhanden sind. Daher kaufte der Unterzeichnete im Dezember 
1903 ein eigenes Haus, Thomasius-Str. 21, in welchem die eigenen 
und die von den Herren Prof. von Heyden, Koltze etc. vermach- 
ten Sammlungen nebst der Bibliothek Aufstellung finden sollen. 

Die Gesellschaft hat auch diesmal den Verlust von Mitgliedern 
und Entomologen zu beklagen. 



Allgemeine Angelegenheiten. I. 7 

Professor Dr. Oskar Schneider in Blasewitz- Dresden ent- 
schlief am 8. September nach langem Herzleiden, 62 Jahre alt. 
Vor allen Dingen Geograph, wurde der Verstorbene den Ento- 
mologen bekannt durch seine 1878 im Verein mit Hrn. H. Leder 
herausgegebenen „Beiträge zur Kenntnifs der kaukasischen Käfer- 
fauna", welche die Ergebnisse einer 1875 und 187G von beiden 
Autoren getrennt ausgeführten Reise sind und eine grofse Zahl 
von Beschreibungen neuer Gattungen und Arten enthalten. Von 
letzteren tragen 13 Schneiders Namen. Schon früher waren fau- 
nistische Arbeiten üher Aegypten und Palästina erschienen, später 
unternahm Prof. Schneider jedes Jahr eine längere Reise, teils 
nach dem Süden, wo er namentlich in der Umgebung von Vallom- 
brosa, San Remo und auf Corsika mit grofsem Erfolge sammelte 
und eine ganze Reihe seltener oder noch unbekannter Coleopteren 
erbeutete, teils nach Borkum. Der wiederholte Aufenthalt auf 
dieser Insel veranlafste den Verstorbenen, sich mit dem gesamten 
Tierbestande des Eilandes zu befassen und er legte seine Beob- 
achtungen in der Arbeit: „Die Tierwelt der Nordsee-Insel Borkum, 
unter Berücksichtigung der von den übrigen ostfriesischen Inseln 
bekannten Arten", Bremen 1898, nieder. Seit demselben Jahre 
war Prof. Schneider Vorsitzender der Entomologischen Gesellschaft 
„Iris" zu Dresden. 

Am 9. September verschied im 62. Lebensjahre plötzlich am 
Gehirnschlage Herr Reinhold Hiller in Berlin, welcher 20 Jahre 
(1868 — 1888) unser Mitglied war. Er wurde im Januar 1872 nach 
Japan berufen, um dort zukünftige Seminarlehrer heran zu bilden 
und erhielt als Wohnort die Stadt Hagi im südlichen Nipon ange- 
wiesen. In der herrlichen Umgebung dieses Ortes begann er eifrig 
zu sammeln und brachte in den drei Jahren, die er sich dort auf- 
hielt, eine grofsartige Ausbeute, in der auch die kleinsten Formen 
gut vertreten waren, zusammen. Viele davon wurden von den 
Herren Putzeys, Kraatz, Weise, Reitter, Eichhoff, v. Harold, 
v. Kiesenwetter, Roelofs u. A. vorzugsweise in unserer Zeitschrift 
1877 — 1879 bearbeitet. 

Am 11. Dezember verstarb in Dresden nach schwerem Leiden 
der Oberst z. D. Herr von Schliebeu zu Radebeul, Komtur des 
Königl. Sachs. Albrechtsordens und Ritter mehrerer anderer Orden, 
bis vor kurzem noch unser Mitglied. Er wurde am 15. März 1832 
in Berlin geboren, trat 1850 in die Sächsische Armee und machte 
die Feldzüge 1864, 1866 und 1870/71 mit. Er besafs umfassende 
Kenntnisse in den Naturwissenschaften und war ein leidenschaft- 
licher Käfersammler, welcher zahlreiche Touren z. B. im Sommer 
1868 mit Hrn. v. Kiesenwetter in die Karpathen und später mit den 
Herren Clemens Müller, Dr. Knauth etc. in die Alpen unternahm. 



8 Allgemeine Angelegenheiten. I. 

Unter den dahingegangenen ausländischen Coleopterologen ist 
namentlich F. Bates in London anzuführen, welcher eine reiche 
Tenebrioniden- Sammlung besafs, die das Britische Museum an- 
kaufte; später legte er eine sehr schöne Sammlung der englischen 
Coleopteren an und hinterläfst aufserdem eine ganz hervorragende 
Sammlung der Ciciudeliden und Ruteliden der ganzen Welt. 

Seit dem Erscheinen des letzten Heftes wurden in die Gesell- 
schaft aufgenommen: 
Herr Etheridge c/o. the Australian Museum, Sidney. 

- Benno Gaude, Berlin N. 58, Danziger Str. 92. 

- Hermann Müller, Pankow, Florastr. 41. 

- Georg Reineck, Berlin N. 58, Wörtherstr. 45. 

- Wilh. Schlüter, Naturalien- u. Lebrmittel-Handlg., Halle a/S. 

Ihren Wohnsitz veränderten: 
Herr Hermann Kläger, jetzt Berlin S. 42, Louisenufer 8. 

- Dr. Carl Pape, jetzt in Moskau, 

Veronja Uliza, Fabrik Koehler. 

- Siegmnnd Schenkung, jetzt Hamburg, Ifflandstr. 67. 

Durch den Tod verlor die Gesellschaft: 
Herrn Baudi di Selve, Turin. 

Prof. Dr. Schneider, Dresden. 

Ihren Austritt aus der Gesellschaft erklärten: 
Herr Lehrer Backhaus, Berlin. 

- Mart. Jacoby, London. 

- Oberst Schultze, München. 

- Wilhelm Wulff, Hamburg. 

Das königl. zoologische Museum zu Dresden. 

Dr. G. Kraatz. 



Neue Literatur. 

Entomologisches Jahrbuch. Kalender für alle Insekten- 
Sammler von Dr. O. Krancher. XIII. Jahrgang. 1904. Leipzig, 
Frankenstein & Wagner. Preis l,6o t //£. 248 Seiten. 

Auch dieser Jahrgang enthält eine Reihe von Artikeln, die 
die Entomologen, namentlich Lepido- und Hymenopterologen, in- 
teressieren dürften; die Coleopterologen finden zwei Aufsätze: 
,,üie Varietäten von Adalia bi punctata L.", von einer instruktiven 
farbigen Tafel begleitet, von A. Reichert, und „Ueber Verwandt- 
schaft und Stammform der Necropfiorus- Arten" von W. Kleffner. 
Im letztgenannten Artikel wird p. 185 eine Abänderung von Necro/ih. 
mferrupfns. mit gelbroten Fld. und einem zentralen schwarzen Punkte, 
als var. centripunctatus bezeichnet. Neubeschreibungen eignen 
sich nicht für einen Kalender, da dieselben dort niemand vermuten 
kann; auch existiert bereits (Wien. e. Z. 1895, 200) eine v.centri- 
maculatus Reitt. J, Weise. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 

Ein neuer Atemeies aus Luxemburg. 

Von 
E. Was mann S. J. (Luxemburg). 



Im Jahrgang 1887 dieser Zeitschrift (I. Heft, p. 96—107) gab 
ich eine vergleichende Uebersicht über die Europäischen Atemeies 
mit einer Bestimmungstabelle am Schlüsse. Letztere wurde 1896, 
IL, in meiner „Revision der LomecÄMsa-Gruppe" vervollständigt mit 
Einschlufs des japanischen Atemeies sinuatus Shp. (p. 253 — 256). 

Seit Ende April 1903 finde ich nun hier bei Luxemburg in 
einem Neste von Formica pratensis Deg. einen Atemeies in grofser 
Anzahl, den ich anfangs für eine dunkle Varietät von pubicollis 
Bris, hielt. Da jedoch sämtliche mitteleuropäische Atemeies- Arten, 
emarginatus, paradoxus und pubicollis bei ihren respektiven Wirts- 
ameisen hier ebenfalls vorkommen, konnte es sich nicht um eine 
Lokalvarietät oder Lokalrasse von At. pubicollis handeln. Der bei 
F. pratensis lebende Atemeies ist vielmehr als eine Anpassnngs- 
form an F. pratensis zu betrachten, ebenso wie At. paradoxus Grv. 
eine Anpassungsform an F. rufibarbis F. darstellt. 

Es fragt sich nun, welchen systematischen Wert wir der 
bei F. pratensis lebenden neuen Ateme/es-Form beizulegen haben. 

Während der typische At. pubicollis der F. rufa angepafst ist 
und ihr in der Färbung gleicht, wurde von Prof. Aug. Forel in 
den Vogesen ein sehr heller, rostroter Atemeies entdeckt, der da- 
selbst bei F. sanyuinea lebt und ihr in der Färbung angepafst ist; 
ich beschrieb die betreffende Form (1892, IL, 151) als At. pubi- 
collis var. Foreli (vgl. auch 1«96, IL, 255). Da es sich hier fast 
nur um eine Verschiedenheit des Kolorites der neuen Form von der 
Norinalform handelte, konnte man den Unterschied nur als eine 
Varietätendifferenz betrachten. 

Anders verhält es sich jedoch mit dem bei F. pratensis zu 
Luxemburg entdeckten Atemeies. Er unterscheidet sich von dem 
typischen At. pubicollis, von dem ich Exemplare aus Luxemburg, 
holländisch Limburg, Rheinland. Vorarlberg, Böhmen und Nor- 
wegen in meiner Sammlung besitze, nicht blofs durch die Färbung, 
sondern auch durch die Behaarung und Punktierung in so auffal- 
lender Weise, dafs ich ihn als eine neue Art betrachten mufs, 
welche dem At. pubicollis Bris, und paradoxus Grv. systematisch 
gleichsteht. 

Deutsche EntomoL Zeitschrift 1904. Heft I. 1 



'0 E. Wasmann S.J.: Ein neuer Atemeies aus Luxemburg. 

Da die dunkle Färbung und dichte Behaarung des neuen 
Atemeies als eine Anpassung an die dunkle Färbung und dichte 
Behaarung seiner Wirtsameise, Formica pratensis, sich darstellt, 
benenne ich die neue Art: 

Atemeies pratensoides nov. sp. 

Nigropiceus , thoracis margine laterali exfremo, elytrorum 
lateribus, antennis pedibusque piceis. Prothorax lateribus parallelis, 
angulis poslicis rectis, margine postico in medio truncato et reflexo, 
plus minusve inciso, ante basin longitudinaliter canalicu/ato ; foveolae 
thoracis profundae. Sculptura pruthoracis densissime alutacea, 
haud distincte punctata, setulis flavis longioribus et densioribus 
quam in At. pubicolli. Elytra grossius coriaceo punctata et 
densius ßavopubescentia. Abdomen supra subti/iter parce punctati/m 
et latera versus dense pilosum (praeter fasciculos magnos flavos 
laterales); infra distincte sed parce pubescens et densissime 
nigroset osum. — Long. 5 null. 

Kaum gröfser, aber merklich breiter und kürzer, als At. pubi- 
collis Bris., durch die schwarzbraune Färbung und dichtere 
Behaarung, die ihm ein matteres Aussehen verleiht, leicht zu 
unterscheiden. Die Flügeldeckenseiten sind in grösserer Aus- 
dehnung braun oder rotbraun, der Hinterleib bis auf die gelben 
Haarbüschel einfarbig schwarzbraun. Während At. pubicol/is ein 
deutlich fein punktiertes Halsschild besitzt, ist bei pratensoides die 
Punktierung wegen der dichten, lederartigen Runzelung daselbst 
völlig verloschen ; die Fld. dagegen sind gröber und dichter punk- 
tiert als bei pubicollis. Der Hauptunterschied liegt jedoch in der 
Beborstung der Unterseite des Hinterleibes. Während 
bei pubicollis die Ventralseite nur spärlich beborstet ist (nur 
je zwei Querreihen auf dem Apikaiteil der letzten 3 Ventralseg- 
mente), ist sie bei pratensoides sehr dicht beborstet (je vier 
Querreihen auf der ganzen Fläche der letzten 3 Ventralsegmente) ; 
auch sind diese abstehenden schwarzen Borsten bei pratensoides 
etwas länger als bei pubicollis. 

Wahrscheinlich kommt At. pratensoides auch anderswo bei 
Formica pratensis vor. 

In meiner Tabelle der Atemeies- Arten (1896, II, 253 — 
256) ist der neue Atemeies folgendermafsen einzureihen : 
(S. 254): 



E. Wasmann S.J.: Ein neuer Atemeies ans Luxemburg. 11 

c' Gröfsere Arten (5 mill.). Oberseite des Hinterleibs zerstreut 
punktiert, die anliegende Behaarung der Unterseite nur spärlich 
(nicht gelblich seidenschimmernd). Halssch. mit gelben Börst- 
chen besetzt, 
c« Heller oder dunkler rotbraun, meist die Scheibe des Halssch. 
und stets eine Binde vor der Hinterleibsspitze pechbraun. 
Unterseite des Hinterleibs spärlich mit abstehenden schwarzen 
Borsten besetzt. Halsschild deutlich punktiert. (Wirtsameisen 
siehe Krit. Verz., S. 63). Nord- und Mitteleuropa: 
pubicollis Bris. (Ann. S. Ent. Fr. 1860, 346), 
inflatus Kr. (B. E. Z. 1861, 412). 
(Nun folgt c 1 , c 2 , c 3 , c 4 wie auf S. 254—255.) 

(S. 255): 
cp* Schwarzbraun, mit braunen Seiten der Pld. Unterseite des 
Hinterleibs sehr dicht mit abstehenden schwarzen Borsten be- 
setzt. Halsschild sehr fein und dicht lederartig gerunzelt, 
ohne deutliche Punktierung. Luxemburg. Bei Formica praten- 
sis Deg.: 

pratensoides Wasm. 



Bemerkung zu Anoplischius mutabilis Schw. 

Von dieser Art erhielt ich kürzlich noch einige Formen aus 
Argentinien durch Hrn. Carlos Bruch; sie ist in Färbung, Gröfse 
und Behaarung sehr veränderlich, immer ziemlich glänzend; das 
2. und 3. Tarsenglied sind nur schwach und undeutlich gelappt, 
die Schenkeldecken fast vollständig einfach, ohne Zahn, die Nähte 
der Vorderbrust nur vorn schwach und wenig vertieft; die Behaa- 
rung der schwarzen Stücke ist zuweilen schwarz oder auch grau, 
zuweilen Stirn, Halsschild, Fühler, Beine und Unterseite schwarz 
und nur die Flügeldecken rot, bei der einfarbig hellgefärbten Form 
zuweilen nur das Halsschild mit schwarzer Diskoidalmakel; dahin 
gehört deshalb wahrscheinlich auch die von Candeze in seinem 
Cat. d. Elat. 1890 ebenfalls nicht erwähnte, von Blanchard in 
d'Orbigny, Vovag. d. 1. Amer. merid. VI, part. III, Ins. p. 131, 
p. 152 etc. als Dicrepidius maculicollis aufgeführte Form. 

Otto Schwarz. 



12 [Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 



Bothrorrhina Nickerli m. $. 

beschrieben von 
Dr. K, M. Heller in Dresden. 



A mare differt: super ficie nitidiore; capite cornu verticis de- 
ficiente, carina laterali haud angulatim producta, paulo rotundata, 
impressionem frontalem fere ellipticam determinante ; clipeo haud 
producto, antice subtruncato, utrinque fere rectangulato; prothorace 
ante scutellum haud emarginato ut ehjtris distinctiore punctulato; 
pygidio distincte transverse aciculato; tibiis anticis fortiter nigro- 
tridentatis (dente apicali computalo), tibiis intermediis ac posticis 
rüde punctalis, pone medium dente manifesto. 

Wie bei anderen Arten der Gattung, zeigen die beiden Ge- 
schlechter, vom Kopfputz abgesehen, sonst grofse Uebereinstimmung 
sowohl in der Gröfse, als in der Färbung. 

Der Klipeus des $ ist kaum vorgezogen und bildet im Verein 
mit der Stirn eine ungefähr elliptische, vorn etwas abgestutzte, 
scharf gerandete, stark konkave Kopfoberfläche, deren Vorderrand 
schmäler ist als die Entfernung der Augen beträgt und die fast 
rechtwinkelige Vorderecken besitzt. Der Thorax ist insofern auf- 
fallend als er bei sonst gleicher Form in beiden Geschlechtern, 
beim <j> einen fast geraden (nur in sanftem Bogen gekrümmten) 
Hinterrand besitzt; das tf zeigt , ähnlich wie bei B. reflexa, vor 
dem Schildchen eine flache Ausrandung. Die feine und dichte 
Grundpunktierung der Decken ist ebenfalls wie bei reflexa etwas 
weitläufiger, wodurch das $ glänzender erscheint. Das Pygidium 
ist kräftig quer -nadelrissig und bei dem vorliegenden Stück inten- 
siver grün angehaucht als beim $. Der Hinterleib, dem natürlich 
in der Mitte der, nur dem <$ zukommende Längseindruck fehlt, 
zeigt auf den Segmenten kräftige Querreihen von borstentragenden 
Punkten. 

Die Kenntnis des bisher unbekannten Weibchens dieser Art 
(siehe diese Zeitschrift 1903, p. 167—168) verdanke ich ebenfalls 
der Liebenswürdigkeit des Herrn Dr. O. Nick er 1 in Prag. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 13 

Bestand der von Heyden'schen Ooleopteren-Sammlung 

Januar 1903 an Arten (ausschliefslich Rassen und 

Varietäten) aus der Palaearctischen Region. 

In der Deutschen Entomologischen Zeitschrift 1894 p. 171 
gab ich eine Aufstellung des Bestandes meiner Palaearctischen 
Coleopteren- Sammlung; dieselbe wurde 1812 von meinem ver- 
storbenen Vater Senator Dr. philos. h. c. Carl von Heyden (geb. 
20. I. 1793, also vor 110 Jahren), begründet. 

Es ist gewifs interessant zu erfahren, wie eine grofse Samm- 
lung durch Neuentdeckungen und genauere Bearbeitung einzelner 
Gruppen anwachsen und sich in 9 Jahren um 2832 Arten (aus- 
schliefslich der vielen Varietäten) vermehren kann. Hierbei ist zu 
bemerken, dafs viele Arten jetzt als Varietäten angesehen werden, 
die früher als eigene Arten galten; daher auch die Differenzen 
zwischen 1894 und 1903 z. B. bei Hister, Haliplidae und Dytiscidae. 
Am meisten zugenommen haben die Cui culionidae mit 544, Cara- 
bidae 384, Tenebrionidae 293, Hydrophilidae etc. 280, Chrysomelidae 
266, Staphylinidae 198, Scarabaeidae 138. 

Stand 1903 1894 Zunahme 

Cicindelidae, Carabidae . . 2692 2308 384 

Haliplidae, Dytiscidae . . . 289 289 — 

Gyrinidae 22 20 2 

Hydrophilidae 344} t 

Geort/ssidae 6\c<j 1 

p a rJ'^ (28° 182 

Parmdae 631"* 1 

Heteroceridae 49' V 

Staphy linidae -+- 10 Micropeplidae 1777 1579 198 

Pselaphidae 325 295 30 

Clavigeridae 20 19 1 

Paussidae . 3 2 1 

Scydrnaenidae 216 205 11 

Platypsillidae 1 1 — 

Silphidae 306 ' 264 42 

Liodidae (Anisotomidae) . . . 91 90 1 

Eucinetidae „ 4 3 1 

Clambidae . 23 26 (—3) 

Sphaeriidae 1 1 — 



14 L. v. Heyden: Bestand der v. Heyden sehen Coleopleren-Sammluny 

Stand 1903 1894 Zunahm e 

Corylophidae 36 34 2 

Hydroscaphidae 1 1 — 

Trichopterygidae 73 59 14 

Scapkidiidae 15 13 2 

Phalacridae 54 41 13 

Erotylidae 33 29 4 

Endomyehidae 69 64 5 

Cryptophagidae 155 144 11 

Derodontidue 1 1 — 

Lalhridiidae 131 117 14 

Tritotnidae 33 26 7 

Nüidu/idae ....... 212 202 10 

Trogositidae 22 19 3 

Colydiidae 67 63 4 

Byturidae 2 2 — 

Dermestidae 112 98 14 

Byrrhidae (Cistelidae) ... 59 61 ( — 2) 

Thorictidae 15 16 (—1) 

Histeridae 176 209 (—33) 

Lucanidae 22 16 6 

Scarabaeidae 1200 1062 138 

Buprestidae 449 384 65 

Eucnemidae 35 33 2 

Elateridae 489 413 76 

Cebrionidae ....... 46 38 8 

Rhipiceridae 4 1 3 

DasciUidae 36 31 5 

Cantharidae 947 744 203 

Cupesidae 1 — 1 

Cleridae 79 72 7 

Ptinidae 83 73 10 

Anobiidae, Sphindidae, Lyctidae, ) 99 

Bostrychidae, Cioidae ) 

Tenebrionidae 1778 1485 293 

Lagriidae ........ 20 18 2 

Alleculidae 180 140 40 

Melandryidae 61 57 4 

Pedilidae 3 1 2 

Pyrochroidae 8 13 ( — 5) 

(andere 
Verteilung) 



Januar 1.903 an Arten aus der Palaearctischen Region. 15 

Stand 1903 1894 Zunahme 

Hylophylidae (Euglen.) . . . 14 (früher zum teil bei Anthicid.) 

Mordellidae 93 76 17 

Rhipiphuridae 12 9 o 

Meloidae 343 289 54 

Anthicidae 220 192 28 

Oedemeridae 114 90 24 

Pythidae 24 24 

Ctirculionidae 3298 2753 544 

Rhinomaceridae 4 4 

Anthribidae 48 43 5 

Larndae (Bruchidae) . ... 102 98 4 

Brentidae 3 3 

Scolytidae 139 122 17 

Platypidae 2 2 

Cerambycidae 731 G77 54 

Chrysomelidae 1486 1220 266 

Coccinellidae 141 129 12 

zusammen 19 893 17 147 2832 

Professor Dr. phil. h. c. Major a. D. 
L. von Heyden. 



Synonymische Bemerkung zu Anoplischius basalis Schw. 
(Stett. E. Z. 1 902, p. 225) u. femoralis Schw. (D. E. Z. 1902, p. 1 34). 

Die Beschreibung dieser Art hatte ich bereits anfangs 1901 
mit vielen anderen an den Stett. ent. Verein zur Publikation ge- 
sandt; diese Arbeit wurde aber über ein Jahr lang zurückgelegt, 
sodafs ich bei der in der D. E. Z. 1902 publizierten Arbeit die be- 
schriebene Art noch einmal mit einfügte. 

Diese Art ist nun aber bereits von Erichson in Wiegm. Archiv 
1847 [1], p. 77 als Dicronychus anguineus beschrieben, von Can- 
deze aber in seinem Cat. d. Elat. 1890 nicht erwähnt und daher 
von mir für neu gehalten worden. Es mufs daher heifsen: 
Anoplischius anguineus Er. 1. c. 
basalis Schw. 
femoralis Schw. 

Otto Schwarz. 



16 [Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 

Synonymische Bemerkungen. 

1. Cr yptocephalus ag gregalus Jac, Proceed. 1897, 257 
ist mit dem in Westafrika weit verbreiteten, veränderlich gefärbten 
smaragdulus F. Suffr. 196 identisch. Das Tier ist 3,5 — 4,5 mill. 
lang, sehr dunkel und nicht lebhaft metallisch grün, häufig mit 
dunkelblauen Flgd., seltener die ganze Oberseite schwarzblau, 
äufserst dicht runzelig punktiert, die Fld. mit regelmäfsigen, mehr 
oder weniger deutlich hervortretenden Punktstreifen, welche die 
runzeligen, einreihig punktierten Zwischenstreifen angreifen; Hüften, 
Schienen und Tarsen, sowie die Basis der Fühler verschieden weit 
rötlich gelbbraun bis bräunlich gelb. 

Eine Abänderung, die var. guineensis m., deutet darauf hin, 
dafs die Grundfarbe der Oberseite ähnlich wie bei unserem 10- 
maculatus L. und f'renatus Laich, ursprünglich gelbbraun sein mufs. 
Bei dem vorliegenden 2 ist der vordere Teil des Kopfes, etwas 
mehr als das Kopfschild umfassend, ein Saum am Innenrande 
jedes Auges, ein Saum am Vorderrande des Thorax und ein viel 
breiterer am Seitenrande, endlich ein Seitensaum der Fld. bräun- 
lich gelb. Letzterer ist vorn sehr schmal, in der Spitze erweitert, 
sodafs er hier wenigstens das letzte Fünftel einnimmt. An den 
Fühlern sind die ersten 4 Glieder rötlich gelbbraun, die Beine 
heller, der Rücken der Vorderschenkel und ein gröfserer Teil der 
übrigen Schenkel metallisch dunkelgrün. 

Das cT der Art besitzt eine grofse, flache Grube, welche die 
Mitte des letzten Bauchringes bis zur Basis einnimmt. Der Penis 
erweitert sich allmählich bis neben die Oeffnung, ist dann schnell 
in breitem Bogen verengt und in der Mitte in eine kurze Spitze 
vorgezogen ; der Cirrus besteht nur aus wenigen Härchen. Die 
Klappe der Oeffnung ist am Ende stark zurückgebogen und hat 
einen tiefen, dreieckigen Ausschnitt. 

2. Cryptocephalus Severini Jac, Proceed. 1900, 215 ist 
nur eine Abänderung von oblong osignatus Ws., D. E. Z. 1891, 
p. 369, bei der die Makel vor der Spitze jeder Fld. fehlt, und die 
beiden inneren Längsmakeln zu einer Längsbinde vereint sind. 

3. Im Arkif for Zool. I, 1903, 228 macht mir Jacoby den 
Vorwurf, ich hätte meine Bradylema subcastanea auf 3 Reihen be- 
schrieben; es mufs also die ausführliche Beschreibung, Archiv für 
Nat. 1901, I, 2, 152, von ihm übersehen worden sein. Die Art 

hat mit Lema camerunensis Jac. keine Aehnlichkeit. 

J. Weise. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 17 



Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 

Von 

Chr. Sternberg in Stralsund. 



Von diesem selbst in den gröfseren Sammlungen sehr schwach 
vertretenen Genus sind nur zwei Arten beschrieben, nämlich 
Aegopsis curvicornis Westw. und Aeg. Westwoodi Thomson. 
Ich besitze in meiner Sammlung 21 Exemplare. Darunter die 
beiden erwähnten und vier neue Arten *). 

Im grofsen Ganzen scheinen mir alle Arten dieses Genus sehr 
nahe verwandt zu sein: Die Hornbildung und das Halsschild, ebenso 
wie die Wölbung, Breite und Kürze der Flügeldecken scheinen bei 
ein und derselben Art — besonders bei der Aeg. curvicornis Westw. 
— ziemlich variabel zu sein und ist allein daraufhin keine Art zu 
gründen, doch gibt es andere kon stante Unterschiede, die in der 
bald feinen, kurzen, bald lang zottigen Behaarung der Unterseite, 
in der teils lack-, teils matt leder-glänzenden und bald tief, bald 
nur ganz leicht punktierten Fld., in dem einerseits glatten, unbe- 
haarten, andererseits dicht punktierten, lang behaarten Pygidium 
und endlich in der verschiedenen Färbung liegen — Unterschiede, 
welche die Scheidung der verschiedenen Arten ermöglichen. 

Uebersicht der Arten. 
I Unterseite mit groben, langen gelben Haaren, zottig behaart. 
A Flgd. lackglänzend und deutlich ziemlich tief punktiert, 
a Pygidium unbehaart, fein punktiert. Hlschd. an den Seiten 
bis zum geschwungenen Hinterrande gleichmäfsig run- 
zelig punktiert, Scheibe glatt mit zerstreuten Punkten. 



*) Durch das freundliche, nicht genug anzuerkennende Ent- 
gegenkommen des Herrn Rene Oberthür, Rennes, liegt mir auch 
dessen Aegopsis-Material vor, eine Kollektion von 32 Exemplaren in 
ebenfalls 6 Arten, wie sie so prächtig sicher in keiner anderen 
Sammlung vertreten sein dürften. In der Vereinigung dieser Kol- 
lektion mit der meinigen steht mir nun ein Material zu Gebote, wie 
keinem Bearbeiter bisher. Fast jede Art zeigt in langer, meist er- 
schöpfender Suite die verschiedenen Entwickelungsformen. Von 
ganz besonderer Wichtigkeit für die Bearbeitung der Gattung sind 
die drei typischen Exemplare der Aegopsis Westwoodi Thomson 
aus der Koll. R. Oberthür. 

Deutsche Entomol. Zeitschr. 1904. Heft I. 2 



18 Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 

1 Dunkel rotbraun, Unterseite hell rotbraun 

curvicornis Westw. 

2 Schwarz, auch die Unterseite, Seiten des Hlschdes leicht 
metallisch grün schimmernd atra n. sp. 

b Pygidium zottig behaart, dicht punktiert, Hlschd. an den 
Seiten nur zur Hälfte gleichmäfsig runzlig punktiert, 
dann bis zu dem fast ganz geraden Hinderrande glatt, 
mit zerstreuten, groben Punkten: 

1 Dunkelbraun, Unterseite kaum heller trinidadensis n. sp. 
B Flgd. matt lederglänzend sehr seicht punktiert. 

1 Flgd. hellrot, Kopf, Hlschd. und Schildchen schwärz- 
lich; Pygidium unbehaart, punktiert, an der Basis breit 
fein chagriniert, Fld. hinter der Mitte sehr verschmälert, 
Keule der Antennen ganz auffallend grofs: nigricollis n. sp. 

II Unterseite mit feinen, kurzen, grauen Haaren, nicht zottig 
behaart, Flgd. mit mattem Lederglanz und sehr seichter 
Punktierung. 

1 Hlschd. dunkelrot, Kopf und Flgd. schwarz, Unterseite 
dunkelrot, Bauchsegmente in der Mitte grob und spär- 
lich punktiert rubricollis n. sp. 

2 Kopf, Hlschd. und Flgd. einfarbig schwarz, Unterseite 
ebenso, Flgd. matt, Hlsch. an den Seiten leicht metallisch 
schimmernd, Bauchsegmente gleichmäfsig dicht runzlig 
ziemlich fein, nicht grob punktiert. West wo odi Thomson. 

Im Folgenden werde ich eine möglichst genaue, detaillierte 
Beschreibung der Aeg. curvicornis Wstw. geben, um bei Be- 
schreibung der neuen Arten vergleichender Weise auf sie hinweisen 
zu können. 

Stridulationsorgane konnten bei keiner Art auf dem Pro- 
pygidium entdeckt werden. 

1. Aegopsis curvicornis Westwood. 

Burmeister, Handbuch d. Ent. V, p. 281. 

In meiner Sammlung: 6 cT, 1 ?5 m Coli. R. Oberthür: 5 ^, 6 $. 

^ Länge: 28—37 mill.; Breite: 14—18 mill. 

2 Länge: 24—30 mill.; Breite: 15—18 mill. 

Hab. Columbia. 
Diese Art ist dunkelrotbraun, sehr glänzend, ungemein flach, 
breit und kurz. Die Flgd. sind fast genau so lang wie breit. 



Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 19 

Der Kopf kurz, breit, verschmälert sich von den Augen bis 
zum zugerundeten, leicht gehobenen Vorderrand nur wenig; vorn 
zwischen den Kopfhörnern stark vertieft, glatt mit wenigen Punkten, 
hinter denselben dagegen eben, mit verstreuten Punkten. Die 
glänzenden, allseitig punktierten Kopfhörner steigen zu beiden 
Seiten der Stirnvertiefung über dem Auge empor, laufen — zuerst 
etwas nach aufsen divergierend — gerade empor, biegen sich dann 
scharf nach hinten und endigen in eine stumpfe Spitze. Sie sind 
an der Basis und im Verlauf dreikantig, die vordere, schärfste Kante 
schiebt sich an der Basis etwas vor und verläuft in den erhöhten 
Vorderrand des Kopfes, die äufsere geht in den Augenkiel über, 
die innere, ganz zugerundete verläuft allmählich in den flachen, 
glatten Scheitelteil des Kopfes. Jedes Hörn ist an der Basis 
zwischen den Kanten — vor und hinter dem Augenkiel — ziemlich 
tief eingebuchtet. In der vorderen, tiefsten Einbuchtung steht die 
Antenne, unter der hinteren liegt der von oben sichtbare Teil des 
sehr flachen Auges. Der Augenkiel tritt als hoher, scharfer Grat 
fast dreieckig bis beinahe zur Mitte des Auges vor. Beim $ ist 
der Kopf nach vorne verschmälert, die Seitenränder sind etwas, 
der Vorderrand stark gehoben, die Oberfläche ist eben, jederseits 
vor den Augen schwach eingedrückt, über die ganze Fläche hin 
stark nadelrissig mit grofsen, tiefen Punkten dazwischen. Die bei 
c? und $ kurzen, schwarzen, aufsen seitlich und vorne zugerundeten 
Mandibeln sind tief unter dem Kopfe versteckt, denn sie stehen 
dicht neben dem Kinn, meistens von den Palpen verdeckt. Die 
rotbraunen Palpen sind bei beiden Geschlechtern gleich, kurz, ge- 
drungen, das letzte Glied der Maxillaren ist sehr kurz. Die An- 
tennen weisen keine sexuellen Unterschiede auf, die beiden ersten 
Glieder sind mit langen, gelbroten, die Keule mit kurzen, an- 
liegenden, grauen Haaren dicht besetzt. Das Kinn ist bei <$ und 
2 langoval, hinten doppelt so breit als vorn, ganz eben, grob punk- 
tiert und mit langen, gelbrötlichen Haaren dicht besetzt. Das 
Hlschd. des $ ist einigermafsen rundlich , an den Seiten nach 
vorn stark, nach hinten weniger verschmälert, daher vorn viel 
schmäler als hinten. Der Hinterrand ist breit ab-, der vordere 
etwas ausgeschnitten. Die Randung desselben ist an den Seiten 
scharf, hoch, abstehend, am Hinterrande fein, anliegend, am Vorder- 
rande breiter, flacher. Hinter den Augen ist der letztere etwas 
ausgeschnitten, die Vorderecken sind spitzig, stark vorgezogen, die 
Seitenränder verlaufen in starkem Bogen bis zu den abgerundeten, 
aber deutlich vorstehenden Hinterecken; die gröfste Breite liegt 

2* 



20 Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 

hinter der Mitte; der Hinterrand ist sanft geschwungen, die Mitte 
breit, aber nur schwach vorgezogen. Die Mitte des Hlschdes ist 
von der Basis an stark breitbuckelig gehoben, sehr nach vorne 
und oben gezogen und entspringt hier das gerade nach vorn ge- 
richtete, vor dem Ende leicht nach unten gebogene Hörn. Dieses 
schneidet bei grofsen Exemplaren vorn mit den Kopfhörnern ab, 
bleibt ziemlich gleich breit, ist flach, vorn breit abgerundet und 
ganz mit verstreuten Punkten bedeckt. Die Fläche unter dem 
Hörne fällt von der Unterseite desselben in leichter Biegung nach 
der Mitte des Vorderrandes ab; sie ist wie die Unterseite des 
Hornes und die oberen Seitenteile des Hlschdes sehr stark ge- 
runzelt, während die unteren Seitenteile sehr fein chagriniert sind. 
Die Scheibe hinter dem Hörn ist mit tiefen Punkten dicht bedeckt, 
die nach dem Hinterrande zu feiner und sehr spärlich werden. 
Das Hlschd. des $ ist in den Umrissen dem des $ gleich, oben 
konvex, eben, mit tiefen Punkten dicht besetzt, die nach hinten zu 
kleiner werden und auch entfernter stehen. Das Schildchen ist bei 
C? wie 5 breit dreieckig, mit abgerundeter Spitze und fein punktiert. 
Die Flgd. sind fast genau so breit als lang, vorn gerade abge- 
schnitten, hinten stumpf, seitlich kaum zugerundet; die Randung 
ist fein, scharf abstehend; die Oberseite ist flach, durchweg gleich- 
mäfsig mit tieferen, gröfseren Punkten bedeckt. Der aus eben- 
solchen dicht und regelmäfsig gestellten Punkten zusammengesetzte 
Nahtstreif ist deutlich , regelmäfsig. Die Punktstreifen der Flgd. 
sind verschwommen, meistens kaum bemerkbar. Die Flgd. des $ 
sind breiter als die des cT- An den Beinen des ^ sind die Vorder- 
schenkel oben sehr tief und grob, die vier ziemlich schmalen, 
hinteren, an der unteren, d. h. äufseren Seite äufserst fein und zer- 
streut punktiert und am lang beborsteten Hinterrande, hinter der 
Borstenreihe, fein chagriniert. Die breiten Vorderschienen sind 
unten sehr grob chagriniert-punktiert, oben mit zwei Reihen tiefer 
Punkte versehen, zwischen welchen kleinere verstreut stehen; am 
Rande mit vier Zacken, von welchen die erste sehr klein ist. Die 
vier ziemlich schmalen Hinterschienen sind sowohl an ihren vor- 
deren, d. h. ventralen, wie an den äufseren Seiten chagriniert- 
punktiert, an der letzteren mit 2 Querkanten, die neben kurzen, 
kräftigen Stachelbörstchen aufsen je eine spitze, längere Zacke 
haben. Eine gleiche steht aufsen neben ähnlichen Börstchen an 
dem ungleich gerundeten und erweiterten Endrande; die innere, 
dem Leibe zugekehrte Seite der vier Hinterschienen ist eben, lang 
behaart. Die SporeD sind lang und spitz. Die Tarsen sind kürzer 



Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 21 

als die Schienen, schlank, die der Vorderfüfse kürzer als die der 
hinteren. An den Vorderfüfsen sind die vier ersten Glieder zu- 
sammen nicht länger als das Klauenglied allein; bei den vier 
hinteren ist das Klauenglied kaum länger als die beiden ersten 
Glieder zusammen. Die Krallen der vorderen Füfse sind länger 
und dicker als die der vier hinteren, bieten aber keine sexuellen 
Unterschiede. Die Afterklauen aller Füfse sind kurz, breit und 
stets mit zwei langen Börstchen besetzt. Das 1. Tarsenglied der 
4 hinteren Füfse ist ebenso lang als das 2. und oben in einen sehr 
langen, rundlichen, spitzen Dorn ausgezogen. Alle Tarsenglieder 
sind seitlich mit je drei Randborsten besetzt. Hinter den Vorder- 
hüften steht als Prosternalzapfen ein kleiner, niedriger, spitzer, fast 
dreieckiger Höcker, mit halbrunder, wulstiger Basis. Die Beine 
der 2 $ sind denen der c? <3 sehr ähnlich, doch sind ihre Schienen 
und Tarsen kürzer, besonders die Vorderschienen, die oben viel 
dichter und gröber punktiert sind als beim <$. An der hell rot- 
braunen Unterseite sind beim c? die Bauchsegmente zumteil fein 
chagriniert, nur am Rande schmal glatt, mit einigen tiefen Punkten 
und seitlich schwach behaart. Vorder- und Mittelbrust sind mit 
feinen, dicht und zottig stehenden, gelbbraunen Haaren bedeckt. 
Bei den $ ist das letzte Bauchsegment nicht, wie bei den d\ kurz 
und ausgeschnitten, sondern länglich abgerundet, tief punktiert und 
behaart, hinten schwächer und gröber. Das Pygidium des <$ ist 
hoch gewölbt, glatt, fein punktiert, an der Basis und den Seiten- 
kanten fein chagriniert , vor dem Endrande jederseits neben der 
Mitte mit chagrinieitem Randeindruck. Das Pygidium des $ ist 
nicht gewölbt, sondern senkt sich in gerader Linie schräg nach 
dem Hinterrande, vor welchem es jederseits neben der vorragenden 
Mitte breit und tief eingedrückt ist. Die ganze Fläche ist mit 
tiefen Punkten bedeckt, nur die Vertiefungen sind fein chagriniert, 
die Seitenkanten schwach behaart. Das Propygidium ist auf seiner 
ganzen Fläche dicht und grob punktiert, kurz und fein behaart. 

Ein grofses Exemplar meiner Sammlung ist viel dunkler, fast 
schwarzbraun gefärbt, sonst in jeder Hinsicht den anderen grofsen 
<$<$ ähnlich. 

2. Aegopsis atra nov. spec. 
In meiner Sammlung: 3 «3 1 , 2 $; in Coli. R. Oberthür: 3 <3\ 2 $. 
& Länge: 25— 34 mill.; Breite: 13— 16 mill. 
$ Länge: 23—26 mill.; Breite: 14—15 mill. 

Hab. Chiriqui (Staudinger), Columbia, Bogota, Panama. 



22 Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 

Diese neue Art steht der Aeg. curvicornis Wstw. sehr nahe, 
ist aber ganz schwarz, auf Ober- und Unterseite, auch erheblich 
kleiner und auf den Fld. nicht so tief und deutlich punktiert. Sie 
ist breit und flach gebaut. Flgd. sind so lang als breit. 

Der Kopf des cT ist glatt, glänzend, kurz und sehr breit, er 
verschmälert sich von dem Augenkiel bis zum stumpf abgerun- 
deten, sehr erhöhten Vorderrande und ist zwischen den Kopf- 
hörnern, besonders dicht hinter dem Vorderrande, sehr vertieft, 
hinter demselben aber eben. Die bei den grofsen Exemplaren 
langen, bei den kleineren viel kürzeren, dreieckigen Kopf hörner 
steigen zu beiden Seiten der Mittelvertiefung, über den Augen ge- 
rade, aber stark nach unten divergierend, auf und krümmen sich 
dann plötzlich nach hinten bis an die abgerundeten Spitzen. Die 
vordere Leiste des Hornes verläuft in den Vorderrand des Kopfes, 
die seitliche in den Augenkiel, die hintere, mit schärferem Grat 
als bei Aeg. curvicornis, allmählich in die ebene Seitenfläche hinter 
den Hörnern. Die letzteren sind glatt, glänzend, allseitig sehr fein 
punktiert. Der Augenkiel reicht als hoher, dreieckiger Grat fast 
bis an die Mitte des Auges. Vor und hinter demselben ist die 
Basis des Hornes eingebuchtet, in der vorderen, gröfseren Einbuch- 
tung steht die Antenne. Beim $ ist der Kopf nach vorn ver- 
schmälert, die Seifenränder sind etwas, der Vorderrand stark er- 
höht. Die Kopffläche ist eben, jederseits vor dem Auge schwach 
eingedrückt, auf der ganzen Fläche stark nadelrissig, mit grofsen, 
tiefen Punkten dazwischen. Die bei <$ wie $ kurzen, schwarzen 
Mandibeln sind aufsen seitlich und vorn zugerundet und unter dem 
Kopf versteckt. Die braunen Palpen sind von gewöhnlichem Bau, 
ganz ähnlich wie bei Aeg. curvicornis. Die dunkelbraunen Anten- 
nen haben an den ersten beiden Gliedern lange, gelbrote Haare, 
die Keule ist länglicher, schlanker, glänzender und weniger behaart 
als bei Aeg. curvicornis. Das breite, länglich ovale Kinn ist hinten 
mehr als doppelt so breit wie vorn, eben, mit groben Poren be- 
deckt, die lange, gelbbraune Haare tragen. Das Hlschd. des c? ist 
breiter als lang, nach vorn viel stärker verschmälert als nach 
hinten, hier aber plötzlicher eingezogen; die gröfste Breite liegt 
hinter der Mitte. Die Randung an der Seite ist hoch, scharf, ab- 
stehend, am Hinterrande feiner, anliegend, am Vorderrande flacher, 
breiter; der erstere ist fast gerade, der letztere etwas ausgeschnitten; 
die Vorderecken sind spitzig vorgezogen, der Seitenrand stark ge- 
bogen, die Hinterecken stumpfwinklig abgerundet. Das Hlschd. ist 
von der Basis an längs der ganzen Mitte stark breitbucklig ge- 



Chr. Sternhe.rg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 23 

wölbt, sehr nach vorn und oben vorgezogen und hier in das gerade 
vorgestreckte, dann sich bis zum Ende leicht neigende Brusthorn 
verlängert. Das letztere verschmälert sich wenig bis zu dem stumpf 
abgerundeten Ende, ist sehr flach, oben ganz glatt und eben, mit 
feinen, kaum sichtbaren Pünktchen, unten aber gewölbter, mit 
gröberen Punkten. Die Fläche unter dem Brusthorn fällt von der 
Unterseite desselben leicht nach hinten und unten gebogen bis zum 
Vorderrande ab; diese Fläche ist unmittelbar unter dem Hörne 
glatt, mit wenigen, verstreuten Punkten, in den oberen Seitenteilen 
aber grob gerunzelt, in den unteren dagegen bis zum Hinterrande 
und den Seitenrändern fein chagriniert, grün metallisch glänzend. 
Die Scheibe des Hlschddes hinter dem Brusthorn ist glänzend, 
glatt, eben, vorn mit wenigen Punkten, hinten vor dem Hinterrande 
kaum punktiert, bei den kleineren Exemplaren jedoch mehr und 
stärker. Hlschd. beim $ in den äufseren Umrissen gleich dem 
des tf, oben aber leicht konvex, glänzend, ziemlich grob und dicht 
punktiert, nach vorn zu stärker, nach hinten schwächer. Hinter den 
Vorderecken und neben dem vorderen Seitenrand merklich einge- 
drückt. Das Schildchen ist breit dreieckig, die hintere Ecke abge- 
rundet, ganz eben mit einigen Punkten, beim <3* grünlich metallisch 
glänzend, bei dem $ dagegen schwarz, ohne metallischen Glanz. 
Die Flgd. sind so breit wie lang, flach, an den Seiten wenig zu- 
gerundet, Aufsenrand hoch, scharf, abstehend, die ganze Oberfläche 
mit nicht sehr tiefen, unregelmäfsig gestellten Punkten bedeckt; 
der Nahtstreifen besteht aus einer Reihe ebensolcher Punkte; die 
weiteren Punktstreifen auf den Flgd. sehr verschwommen, kaum 
mehr erkennbar. Beim $ sind die Flgd. etwas breiter, besonders 
in der hinteren Hälfte. Beine genau wie bei Aeg. curvicornis, nur 
dürften die Afterklauen bei der neuen Art etwas länger, die untere, 
d. h. nach unten gerichtete Seite der vier hinteren Schienbeine 
weniger chagriniert, aber stärker, deutlicher punktiert sein. Die 
Tarsen sind dunkelbraun, die der Vorderfüfse am dunkelsten. Die 
vier hinteren Schienbeine sind etwas grün metallisch glänzend, 
was bei Aeg. curvicornis nicht der Fall ist. An der Unterseite 
sind die fast ganz haarlosen Bauchsegmente fein chagriniert, mit 
einzelnen eingestreuten Punkten, die übrige vordere Unterseite dicht 
punktiert, behaart, an der Mittelbrust mit zottigen, gelbbraunen, 
langen Haaren bedeckt. Bei den £ ist das letzte Bauchsegment 
stumpfer abgerundet als bei Aeg. curvicornis, aber ebenso behaart 
und punktiert. Die anderenjBauchsegmente sind glatt, mit grofsen, 
tiefen Punkten besetzt, wie bei eben genannter Art. Das Pygidium 



24 Chr. Sternberg : Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 

ist beim <3* hoch gewölbt, stark glänzend, an der Basis und den 
Ecken fein cbagriniert, im übrigen fein und dicht punktiert, am 
Hinterrand jederseits mit leichter Vertiefung. Das Pygidium des 2- 
ist genau so wie bei Aeg. curvicornis, doch ist die Punktierung bei 
der neuen Art spärlicher, der hintere Randeindruck ist schmäler, 
tiefer, die Färbung hat grün metallischen Anflug. 

3. Aegopsis trinidadensis nov. spec. 

Je ein c? in Coli, mea und Coli. Oberthür. 

c? Länge: 30—38 mill.; Breite: 16—18 mill. 
Hab. Insel Trinidad. 

Diese, von der Insel Trinidad stammende, leider nur in 2 cT cT 
vorliegende neue Art gleicht in der äufseren Form Aeg. curvicornis 
Westw. am meisten. Sie ist ungemein flach und breit, wie diese, 
aber das Hlschd. ist viel breiter als bei irgend einer der anderen 
mir vorliegenden Arten. Das Brusthorn ist für die Gröfse des 
Tieres kurz. Die vorliegenden Männchen sind stark lackgläuzend, 
an Ober- wie Unterseite gleichmäfsig dunkelbraun, rot gelblich 
schimmernd. 

Der Kopf ist ungemein breit, breiter als lang, viel breiter 
zwischen den Kopfhörnern als bei irgend einer der vorliegenden 
Arten. Er verschmälert sich nur wenig von den Augen bis zu dem 
stark erhöhten, leicht zugerundeten, in der Mitte fast geraden 
Vorderrande. Die stark glänzende, mit feinen Pünktchen sehr 
•veitläufig bedeckte Vertiefung zwischen den Kopfhörnern ist sehr 
breit, vorn unmittelbar hinter dem Vorderrande sehr tief und ver- 
flacht sich allmählich nach hinten bis zu der ebenen, gleichartig 
glänzenden und mit gleichsperriger, feiner Punktierung versehenen 
Scheitelfläche. Die, wie bei den vorbesprochenen Arten dreieckigen 
Kopfhörner erheben sich nicht, wie bei den anderen Arten, über, 
sondern mehr vor den Augen, erscheinen daher als an der Basis 
mehr nach vorn gerückt und krümmen sich schon von hier an in 
fast halbkreisförmiger Biegung bis zur stumpfen Spitze, von halber 
Höhe an zugleich stark nach innen gebogen. Bei keiner anderen 
Art sind die Kopfhörner in ihrer ganzen Länge so gleichmäfsig 
gebogen; sie sind überall stark glänzend, glatt, mit feinen, ziemlich 
spärlich stehenden Pünktchen allseitig gleichmäfsig bedeckt. Die 
hintere Kante ist an der Basis in einen hohen Grat ausgezogen, 
der sich vor den Augen etwas hebt und dann in die ebene Scheitel- 
fläche neben den Augen verläuft. Die Seitenkante verläuft an der 
Basis in den Augenkiel, der als scharfer Grat im Dreieck nicht 



Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. "2. r > 

ganz bis zur Mitte des dunklen Auges verläuft. Mandibeln und 
Antennen wie bei Aeg. ciirvicornis. An den Palpen is?t das letzte 
Glied der Maxillaren sehr lang. Das Kinn ist hinten doppelt so 
breit als vorn, es ist eben, grob punktiert und mit langen, rot- 
gelben Haaren bedeckt. Das Hlschd. ist ungemein breit, viel 
breiter als lang, sehr kurz, vorn viel schmäler als hinten. Es ist 
am Vorderrande etwas ausgeschnitten, mit spitz vortretenden Vor- 
derecken, der Hinterrand ist leicht geschweift, mit breit, aber nur 
schwach vortretender Mitte und stumpfwinkligen Hinterecken; die 
Seitenränder sind stark gerundet, mit der gröfsten Breite hinter der 
Mitte; die Randung ist an den Seiten hoch, scharf, abstehend, am 
Hinterrande sehr fein, anliegend, am vorderen flach, verbreitert. 
Es hebt sich längs der ganzen Mitte von der Basis an in besonders 
hinten sehr breitem Buckel, ist aber nicht so sehr nach vorn und 
besonders nicht so nach oben vorgezogen, wie bei den vorbe- 
schriebenen Arten. Aus sehr breiter Basis entspringt das bis an 
sein zugerundetes Ende sich stark neigende Hörn. Die Fläche 
unter dem letzteren neigt sich in leichter Biegung von dessen 
Unterseite bis zum Vorderrande. Sie ist unmittelbar unter dem 
Hörn, mit der Unterseite desselben, dicht cbagriniert-punktiert, die 
seitlich vorderen und die oberen Seitenflächen neben dem Hörn 
sind ziemlich grob gerunzelt, die darunter und davor liegenden 
Seitenflächen sind dagegen fein chagriniert, jedoch reicht diese 
Chagrinierung nicht bis an den Hinter- und den hinteren Seitenrand, 
wo sie etwa von der Mitte des Seitenrandes bis zum Hinterrande 
und der Scheibe von einer glänzenden, doch ziemlich dicht punk- 
tierten Fläche begrenzt wird. Das Hörn ist auf seiner Oberseite 
sehr fein und dicht punktiert. Die sich hieran anschliefsende 
Scheibe des Halsschildes ist ungemein glänzend, nur mit wenigen 
Punkten besetzt, in der Mitte fast ganz unpunktiert. Das Schild- 
chen ist sehr breit dreickig, die hintere Spitze abgerundet; glatt, 
ziemlich gleichmäfsig punktiert. Die Flgd. sind etwas länger als 
breit, sehr flach, nach den Seiten zu ganz allmählich abfallend; 
überall gleich unregelmäfsig punktiert, die Punktreihen gänzlich ver- 
wischt, der Nahtstreif aber aus eben solchen Punktreihen regel- 
mäfsig zusammengesetzt. Der Vorderrand ist gerade abgeschnitten, 
der hintere stumpf zugerundet, die Seiten sind fast ganz gerade. 
Die Randung ist scharf, hoch, abstehend. Beine wie Aeg. curvicornis, 
nur, dafs die obere Seite der Vorderbeine viel dichter und feiner 
punktiert ist. Die Unterseite ist ebenso punktiert und behaart, wie 
bei jener Art, von den Bauchsegmenten ist jedoch nur das letzte 



26 Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 

fein chagrioiert, die anderen sind glatt, glänzend, mit verstreuten 
Punkten versehen. Das Pygidium (d*) ist hoch gewölbt, an der 
Basis ziemlich breit chagriniert, sonst glänzend, mit dicht gestellten 
ziemlich tiefen Punkten bedeckt, die alle sehr lange, feine, zottige 
Härchen tragen. Durch diesen letzteren Charakter unterscheidet 
sich diese Art von allen anderen vorliegenden, welche keine Spur 
einer so vollständigen Behaarung des ganzen Pygidiums aufweisen. 

4. Aegopsis nigrico llis nov. spec. 

In meiner Sammlung: 1 tf, 1 $; in Coli. R. Oberthür: 2 d\ 1 $• 

cT Länge: 24—31 mill.; Breite: 14—16 mill. 

9 Länge: 23 mill.; Breite 13 mill. 
Hab. Columbien. 

Durch die fast ziegelroten, matt lederglänzenden Flgd. ausge 
zeichnet, in Form und Skulptur den folgenden Arten ähnlich, aber 
die Unterseite lang zottig behaart. 

Der schwarze Kopf des cT ist breiter als lang, verschmälert 
sich vor den Augen wenig bis zu dem stark vorgerundeten, aber 
garnicht aufgebogenen Vorderrand. Die zwischen den Kopfhörnern 
liegende Mittelfläche ist glänzend, mit weitläufig stehenden Punkten 
versehen und nur in der vorderen Hälfte schwach eingedrückt. Zu 
beiden Seiten erheben sich über den Augen die dreieckigen, glän- 
zenden, allseitig punktierten Kopf hörner. Dieselben sind kurz, 
steigen gerade auf und krümmen sich erst ganz kurz vor der 
stumpfen Spitze plötzlich hakenartig nach hinten und innen. Die 
vordere Kante verläuft in den Vorderrand, die seitliche in den 
Augenkiel, die hintere in die glatte Scheitelfläche. Der Augenkiel 
tritt als hoher Grat dreieckig nicht ganz bis zur Mitte des grofsen, 
vorgewölbten Auges vor. An der Basis sind sie vor und hinter 
dem Augenkiel eingebuchtet, in der vorderen, gröfseren Einbuchtung 
steht die Antenne. Der schwarze Kopf des $. verschmälert sich 
vor den Augen stark und ist vorn gerade abgeschnitten; er ist fein 
gerandet, an dem Seiten- wie Vorderrande nur wenig aufgebogen. 
Die Oberfläche ist eben, vor den Augen beiderseits leicht einge- 
drückt und mit groben Punkten dicht besetzt, die auf der Scheibe 
am gröbsten, hinter dem Vorderrande am feinsten sind. Der 
Nacken ist glatt, glänzend, unpunktiert. Die Mandibeln wie ge- 
wöhnlich abgerundet, die Palpen sehr gedrungen; die Antennen 
sehr schlank, das erste Glied ist an der Basis sehr dünn, verdickt 
sich dann plötzlich und ist so lang wie die 6 folgenden Glieder 
zusammen; es ist wie das zweite Glied mit langen, rotgelben 
Haaren dicht besetzt. Die mit kurzen, anliegenden Härchen be- 



Chr. Sternberg : Zar Gattung Aegopsis Burmeister. 27 

kleidete Keule ist auffallend grofs. Letzteres gilt auch für das 9- 
Rinne wie bei Aeg. curvicornis. Das schwarze Hlschd. des <$ i 9t 
breiter als lang, sehr kurz, sehr niedrig, besonders in seinem 
Vorderteil; es ist vorn viel schmäler als hinten, wo die Seiten 
stark eingezogen sind, wodurch es sehr gerundet erscheint. Die 
Randung ist am Hinterrande fein, anliegend, am vorderen breiter 
flacher, an den Seiten scharf, hoch und breit abstehend, letzteres 
besonders da, wo in der hinteren Hälfte die gröfste Breite liegt. 
Die Vorderseite ist etwas ausgeschnitten, die hintere fast ganz ge- 
rade, in der Mitte kaum vorgezogen, die Seiten stark gerundet, 
die Vorderecken treten rechtwinklig, aber doch ziemlich scharf 
vor, die hinteren sind dagegen stumpfwinklig abgerundet. Es ist 
längs seiner ganzen Mitte von der Basis an breit bucklig, aber 
nicht stark gewölbt, auch nicht nach vorn vorgezogen. Das Brust- 
horn schiebt sich aus dem oberen, vorderen Teil gerade vor und 
erreicht die Spitzen der Kopfhörner kaum. Der vordere Teil des 
Brustschildes unter dem Brusthorn ist sehr niedrig, fällt fast senk- 
recht bis zum Vorderrande ab und ist mit der Unterseite des 
Brusthorns und den oberen Seitentheilen des Hlschdes grob gerun- 
zelt, während die unteren bis an den Seiten- und Hinterrand fein 
chagrinirt sind. Das Brusthorn ist eben und ebenso wie die 
Scheibe glänzend, mit feinen Punkten dicht besetzt, die nach der 
Mitte und dem Hinterrande zu kaum weitläufiger stehen. Das 
dunkelbraune oder schwarze Hlschd. des $ ist in den Umrissen 
dem des <$ sehr ähnlich, es ist an den Seiten fein gerandet, am 
Vorder- und Hinterrande jedoch nicht umrandet. Die konvexe 
Oberfläche ist mit groben Punkten dicht besetzt, am Vorderrande 
und den Seiten stehen sie am dichtesten, auf der Scheibe spärlicher, 
vor der Mitte des Hinterrandes verschwinden sie fast ganz. Das 
bei c? und 2 dunkel gefärbte Schildchen ist breit dreieckig, glatt, 
mit verstreuten, feinen Pünktchen besetzt. Die Flgd. der <$ sind 
matt lederglänzend, nur längs der Naht etwas lackglänzend; sie 
sind so breit als lang, flach, hinter der Mitte sehr stark bis zum 
stumpf zugerundeten Ende verschmälert; die Schultern sind gerade 
abgeschnitten, die Seiten nicht zugerundet. Der Rand ist sehr fein, 
anliegend; die ganze Oberfläche ist mit unregelmäfsig stehenden, 
sehr seichten Punkten bedeckt. Der Nahtstreif ist ganz ver- 
schwommen, die anderen Punktstreifen sind kaum zu erkennen. 
Die Färbung ist ein helles Rot, auf der Naht einen Schein dunkler. 
Beim $ sind die gleichgefärbten Flgd. überall lackglänzend, viel 
tiefer punktiert, mit deutlichen Punkt- und Nahtstreifen. Der Rand 
ist höher, abstehender. Beine wie bei Aeg. curvicornis Wstw., 



28 Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 

doch sind die Tarsen im allgemeinen schlanker, feiner, auch die 
Afterklauen schmäler, länger, aber gleichfalls stets mit 2 Börstchen 
besetzt. Zwischen den Vorderhüften steht als Prosternalzapfen auf 
abgerundeter, wulstiger, mit groben Haarpunkten besetzter Basis 
eine kurze, dicke, stumpf abgerundete Scheibe, die in der Mitte 
einen tiefen Eindruck hat. Sie ist somit anders gestaltet, als bei 
den vorbesprochenen Arten. Beim <$ sind die Bauchsegmente an 
der Basis chagriniert-punktiert, am Endrande glänzend, glatt, mit 
verstreuten, groben Punkten. Die übrige vordere Unterseite ist 
puuktiert, behaart, am Mesothorax mit besonders langen, zottigen 
Haaren. Beim 9 sind die Bauchsegmente glänzend, mit verstreuten, 
groben Punkten besetzt. Das Analsegment ist nicht wie beim <$ 
ausgeschnitten, sondern lang vorgerundet, an der Basis breit chagri- 
niert, sonst mit groben Punkten spärlich besetzt, überall dicht mit 
kurzen Haaren bedeckt. Das Pygidium des c? ist sehr hoch ge- 
rundet eingezogen, an der Basis und den Seitenecken fein chagri- 
niert, sonst überall glänzend, glatt, mit sehr feinen Punkten, die in 
der Mitte ganz verschwinden. Am Hinterrande jederseits neben 
der Mitte sehr schwache, chagrinirte Eindrücke. Das Pygidium 
des $ unterscheidet sich von dem des $ analog Aeg. curvicornis. 
Zu dieser Art gehört das von Thomson zu Aegopsis W>eslwoodi 
Thoms. als Varietät gestellte $ (siehe Musee Scientifique 1860, p. 18). 

5. Aegopsis rubrico llis nov. spec. 

In meiner Sammlung: 3 <$; in Coli. Oberthür: 2 cf, 1 ?. 

cT Länge: 24-32 mill.; Breite: 13 — 15 mill. 

$ Länge: 24 mill.; Breite: 13 mill. 

Hab. Rio Meta (Nebenflufs des Orinoco im inneren Südost- 
Columbien). 

Diese Art ähnelt im Umrifs der vigricollis m., welche den 
Uebergang von der ersten zur zweiten Hauptgruppe vermittelt, 
hat aber die Flgd. stärker, matt lederglänzend und viel seichter 
punktirt. Das hohe, oben stark nach vorn gezogene Hlschd. mit 
dem langen, stark nach unten gebogenen Brusthorn erinnert da- 
gegen viel mehr an curvicornis. Mit Ausnahme der mattschwarzen 
Fld. ist rubricollis dunkelrot. 

Der Kopf des c? ist breiter als lang, verschmälert sich vor 
den Augen ein wenig bis zum stark gerundeten, an den Seiten 
etwas, in der Mitte aber garnicht erhöhten Vorderrand. Die glän- 
zend glatte, mit verstreuten Punkten versehene Mittelvertiefung des 
Kopfes ist flach und verläuft nach hinten allmählich in die ebene 



Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister, 29 

Scbeitelfläche. Die zu beiden Seiten derselben über den Augen 
sich erhebenden Kopfhörner steigen, ein wenig nach aufsen diver- 
gierend, bis zur halben Höhe gerade auf und verlaufen dann in 
sanfter Biegung bis zu den schroff zurückgekrümmten, stumpfen 
Endspitzen. Sie sind dreieckig, allseitig mit feinen, verstreuten 
Punkten versehen; im übrigen weichen sie nicht von denen der 
Aeg. curciconnis ab. Der Augenkiel tritt nur wenig und nicht 
scharf auf das grofse Auge vor. Die schwarzen Mandibeln sind 
in gewöhnlicher Weise zugerundet und lief unter dem Kopfe ver- 
steckt. Das letzte Glied der Maxillarpalpen ist ungewöhnlich lang 
und dick. Die Antennen sind sehr schlank, besonders die Keule 
ist sehr lang und schmal, auch sehr glänzend und nur schwach 
behaart. Das Kinn ist verhältnifsmäfsig sehr kurz, sehr breit, vorn 
nicht so stark verschmälert wie bei den vorbeschriebenen Arten, 
in der Mitte etwas eingedrückt und mit langen Haaren, die aus 
groben Poren entspringen, dicht besetzt. Das dunkelrote Hlschd. 
des $ ist viel breiter als lang, vorn viel schmäler als hinten, der 
Rand an der Hinterseite sehr fein, anliegend, an der vorderen 
verflachter, breiter, an den Seiten hoch, scharf, weit abstehend, 
letzteres besonders da, wo auf der hinteren Hälfte die gröfste Breite 
liegt; es ist am Vorderrande leicht ausgeschnitten, die Vorder- 
ecken treten rechtwinklig, aber nicht scharf vor, die Seiten ver- 
laufen hinter denselben ganz gerade bis zur gröfsten Breite, von 
hier in gleichfalls gerader Linie zu den stumpfwinklig abgerun- 
deten Hinterecken; die Basis ist leicht geschwungen, mit breit, 
aber nur sehr schwach vortretender Mitte. Von der Basis an hebt 
sich die ganze Mitte des Hlschdes breit bucklig, stark nach vorn 
und oben gerichtet, wo das lange, schlanke Brusthorn sich gerade 
nach vorn vorstreckt. Dieses verschmälert sich schon von der 
Basis an stark, ist sehr lang, schmal, flach und bis zum stumpf 
abgerundeten Ende stark nach unten gebogen. Bei den grofsen 
Exemplaren reicht es über die Kopfhörner vor. Der vordere Teil 
des Hlschdes ist unter dem Brusthorn sehr hoch und fällt von der 
Unterseite desselben schräg nach hinten und unten auf den Vorder- 
rand ab. Diese Fläche unter dem Brusthorn ist mit der Unterseite 
des letzteren und den oberen Seitenteilen des Hlschdes gerunzelt, 
die unteren Seitenteile sind aber fein chagriniert und in der Fär- 
bung etwas heller als die oberen gerunzelten. Die obere, ganz 
ebene Fläche des Brusthornes ist nebst der sich hinten anschliefsen- 
den Scheibe des Brustschildes sehr fein chagriniert -punktiert, in 
dem hinteren Teile schwächer und unmittelbar vor der Mitte des 



30 Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 

Hinterrandes am schwächsten, hier fast unpunktiert. Das Schildchen 
ist rot wie das Halsschild gefärbt, breit dreieckig, fast glatt, mit 
feinen Pünktchen besetzt. Die Flgd. sind fast genau so lang als 
breit, sehr matt lederglänzend, nur neben und hinter dem Schild- 
chen mit etwas Lackglanz. Sie sind äufserst seicht punktirt, 
Punkte gleichsam genabelt, d. h. fein umrandet. Der aus eben 
solchen Punkten gebildete Nahtstreifen ist deutlich erkennbar, da- 
gegen ist von weiteren Punktstreifen keine Spur vorhanden, die 
Punkte stehen eben ganz unregelmäfsig. Der Rand ist scharf und 
abstehend. Die Schulter- und besonders die Hinterbuckel treten 
schärfer vor, als bei irgend einer der vorbesprochenen Arten. 
Beine rot, die Tarsen an allen Füfsen erheblich schlanker als bei 
Aeg. curvicornis , besonders die der Hinterbeine. Zwischen den 
Vorderhüften steht als Prosternalzapfen auf abgerundeter, wulstig 
vortretender, mit Borstenporen besetzter Basis eine sehr stumpf 
abgerundete Scheibe, die in der Mitte einen tiefen Eindruck zeigt. 
Unterseite rot, Bauchsegmente an der Basis fein chagriniert, die 4 
ersten wenig und schmal, die beiden letzten stark und breit, der 
übrige Teil vor dem Endrande ist glänzend, glatt, mit verstreuten, 
ziemlich groben Punkten. Der übrige, vordere Teil der Unter- 
seite ist fein punktiert und mit feinen, kurzen, grauen Härchen be- 
deckt, am stärksten auf dem Mesothorax. Das Pygidium ist beim 
cT sehr stark zugerundet eingezogen, in den Ecken und ziemlich 
breit an der Basis fein chagriniert, die Mitte stark glänzend, glatt, 
mit verstreuten, feinen Punkten. Vor dem Endrande steht zu 
beiden Seiten der Mitte ein sehr flacher, chagrinierter Randeindruck. 
Zu dieser Art gehört das von Thomson zu Aeg. Weshroodi 
gestellte £ (siehe diese Art und Musee Scientifique 1860, p. 18). 

6. Aegopsis Westwo odi Thomson. 

Musee Scientifique, Paris 1860, p. 17, pl. 6, f. 2, 2a-e. 

In meiner Sammlung: 3 ^; in Coli. Oberthür: 9 <$. 

<$ Länge: 22-36 mill.; Breite: 13—17 mill. 

Hab. Panama, Columbien, Neu-Granada, Venezuela. 

Mir liegen das typische männliche Exemplar Thomson's, ebenso 
die beiden typischen $ $ vor, welche er zu dieser Art stellte, die 
aber, wie bereits erwähnt, nicht zu derselben gehören. 

Diese Art ist der rubricollis ungemein ähnlich, doch ist sie, 
an Unter- wie Oberseite, ganz schwarz — nur die Palpen, die 
Antennen, das Kinn und die Tarsen sind mehr oder weniger 
dunkelbraun — während jene Art ganz rot und nur auf den Flgd. 



Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 31 

schwarz ist. Auch ist das Hlschd. mehr rund, da es hinten viel 
stärker eingezogen ist und die Hinterecken viel abgerundeter sind 
als bei rubricollis. 

Der Kopf der <$ ist breiter als lang, verschmälert sich von 
den Augen ein wenig bis zum sehr stumpf abgerundeten, in der 
Mitte garnicht erhöhten Vorderrand; die Mittelfläche zwischen den 
Kopfhörnern ist glänzend, mit verstreuten, feinen Punkten ver- 
sehen, hinter dem Vorderrande ein wenig eingedrückt und verläuft 
allmählich nach hinten in die ebenso glänzende, glatte, ebene 
Fläche hinter den Kopfhörnern. Diese letzteren steigen über dem 
Auge zuerst etwas gerade auf, neigen sich aber bald nach hinten 
und verlaufen in ihrer ganzen Länge leicht nach aufsen diver- 
gierend, in sanfter Biegung bis an die stumpf zugerundeten, schan 
nach hinten gebogenen Endspitzen. Sie reichen bei grofsen c? (? 
ebenso weit als das Brustborn, bei kleineren und kleinsten sind sie 
sehr kurz, gerade und krümmen sich erst am Ende hakenförmig. 
(Bei rubricollis dagegen divergieren die Kopf hörner nicht in ihrer 
ganzen Länge, sondern nur von der Basis bis zur Mitte und wen- 
den sich dann wieder etwas nach innen.) Die Kopfhörner sind 
lang, dreieckig, glänzend, allseitig mit feinen Punkten besetzt. Die 
vordere Kante verläuft in den Kopfrand, die seitliche in den Augen- 
kiel, die hintere, in der Basalhälfte ziemlich scharf vorragende, in 
die ebene Fläche hinter den Kopfhörnern. Der fein punktierte 
Augenkiel schiebt sich in scharf markiertem, wenn auch stumpfen 
Winkel von der Basis der Seitenkante in kurzem Dreieck bis nahe 
an die Mitte des Auges vor, während derselbe bei rubricollis von 
der Seitenkante in fast ganz gerader, ungewinkelter Linie sich 
zum Auge erstreckt. Dieser Unterschied ist bei allen $ konstant. 
Mandibeln nicht abweichend. Das letzte Glied der hellbraunen 
Maxillarpalpen ist sehr lang und dick, erheblich länger als bei 
rubricollis. Das Kinn gleicht dem der eben genannten Art, doch 
ist es nach vorn zu fast noch stärker verbreitert. Das Hals- 
schild des c? ist breiter als lang, gerundet, nach hinten stark ein- 
gezogen und die Hinterecken ganz abgerundet; es ist vorn viel 
schmäler als hinten. Der Rand ist hinten sehr fein, vorn sehr 
verbreitert und verflacht, an den Seiten sehr hoch, scharf und weit 
abstehend, besonders da, wo hinter der Mitte die gröfste Breite 
liegt; Vorderrand leicht ausgeschnitten, die Vorderecken treten 
rechtwinklig vor, die Seiten verlaufen hinter denselben ganz gerade 
bis zur gröfsten Breite, von hier in gleichfalls gerader Linie bis zu 
den ganz abgerundeten, nur wenig vortretenden Hinterecken. Die 



32 Chr. Sternberg: Zur Gattung Aegopsis Burmeister. 

Basis ist nur unmerklich geschwungen, mit kaum vortretender 
Mitte. Von der Basis an wölbt sich die Mitte allmählich breit- 
bucklig stark nach oben und vorn vor, wo das von der Basis an 
schon verschmälerte, sehr lange, flache, stark nach unten gebogene, 
in seiner ganzen Länge sehr schmale, am Ende stumpf zugerun- 
dete Brusthorn entspringt. Bei kleineren und kleinsten <$■ ist das 
Hlschd. sehr niedrig, ganz besonders vorn. Das Brusthorn sehr 
kurz, ganz niedergebogen. Der unmittelbar hinter der Basis der 
Brusthöruer liegende Teil des Hlschdes ist nicht so massig, so 
breit vortretend als bei rubricollis, die bierin mehr curvicornis 
ähnelt, was jedoch nur bei den grofsen Männchen sich deutlich 
markiert. Der vordere Teil des Hlschdes ist unter dem Brusthorn 
sehr hoch und fällt von der Unterseite desselben schräg nach 
hinten und unten ziemlich steil auf den Vorderrand ab. Diese 
Fläche unter dem Brusthorn ist mit der Unterseite desselben und 
den oberen Seitenteilen des Hlschdes runzlig, die unteren Seiten- 
teile sind fein chagriniert. Die obere, ganz ebene Fläche des 
Brusthornes ist nebst der dahinter liegenden Scheibe des Hlschdes 
glatt, glänzend, mit verstreuten Punkten, die nach der Mitte und 
hinten zu weitläufiger stehen und vor der Mitte des Hinterrandes 
fast ganz verschwinden. Das Schildchen ist breit dreieckig, hinten 
zugerundet, mit feinen Pünktchen dicht bedeckt. Die Flgd. sind 
fast genau so lang als breit, ungemein matt lederglänzend, nur 
um das Schildchen herum schwarz lackglänzend; Punktirung und 
Randung genau wie bei rubricollis. Die Schulter- und besonders 
die Hinterbuckel treten sehr scharf hervor. Beine wie bei curvi- 
cornis, nur die Tarsen etwas schlanker, obgleich nicht so schlank 
als bei rubricollis, mit der sie in der Form der Afterklauen über- 
einstimmt, die also schmäler und länger als bei curvicornis sind. 
Zwischen den Vorderhüften steht als Prosternalzapfen eine stumpf- 
eckige Scheibe , deren Mitte eingedrückt ist. Es fehlt ihr die 
wulstig vorspringende Basis, die wir bei anderen Arten finden. 
Bauchsegmente fein chagriniert, nur die vier ersten sind am End- 
rande ganz schmal glatt, glänzend, mit einigen verstreuten Punkten; 
Thorax, Pro-, Meso- und Metasternum fein punktiert, mit feinen, 
kurzen, grauen Härchen besetzt, am dichtesten am Mesothorax. 
Das Pygidium des $ ist stark gerundet eingezogen, in den Ecken 
und ziemlich breit an der Basis fein chagriniert, die Mitte glänzend, 
glatt, mit verstreuten Punkten. Vor dem Endrande steht zu beiden 
Seiten der Mitte je ein sehr flacher, chagrinierter R.mdeindruck. 
Das $ ist unbekannt. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft L] 33 

Neue Cetonien-Arten aus Afrika 
und eine neue Valyus-Art aus Neu-Guinea. 

Von 

Professor Dr. G. Haus er in Erlangen. 



Die hier beschriebenen Arten sind Unica meiner Sammlung 
und wurden von Herrn Hauptmann Moser, welcher die Freundlich- 
keit hatte, einen Teil meiner Cetonien durchzusehen, als neu er- 
kannt. Drei davon liefsen sich in die bekannten Gattungen nicht 
einfügen, weshalb ich sie als Vertreter neuer Gattungen beschrie- 
ben habe. 

Trap ezorr kina nov. gen. Cetonidarum. 

Corpus elongatum, sat depressum, lateribus fere parallelis. 

Clypeus trapeziformis, basi constricta, antice latior, marginibus 
elevatis, angnlis anticis rotundatis, posticis obtusis, utrinque ab 
oculis vsque ad marginem anticum carinatus. 

Caput callo longitudinali usque ad medium clypeum porrecto. 

Antennae magnitudine mediocri. 

Thorax longitudine latior, usque ad medium paullum angustatus, 
laleribus leviter marginatis et postice leviter sinuatis, angulis 
posticis obtusis, margine postico paullum producto , ante scutellum 
integro . 

Scutellum sat magnum. 

Elytra depressa, thorace paullo latiora, costata, lateribus fere 
parallelis, postice rotundata, angulis suturalibus obtusis; sutura 
antice leviter impresso. 

Pygidium latum, convexum, deßexum, apice obtuso, abdominis 
segmentum terminale perbreve. 

IHesosternum fossa rhomboidali antice acute producta, in medio 
sulcata; processus mesosternalis brevis, obtusus. 

Pedes graciles , postici paullo forliores, tibiae postici dente 
apicali crasso et obtuso. 

Die Gattung zeichnet sich durch ihren abgeflachten Körper, 
die parallelrandigen, hinten stark abgerundeten Flgd., die trapez- 
ähnliche Form des hinten stark eingeschnürten Clypeus und die 
rautenförmige, vorn spitz ausgezogene Grube, der Sternalplatte aus. 

Deutsche Eutomol. Zeitschrift 1904. Heft I. 3 



34 Prof. Dr. G. Hauser: Neue Cetoniden- Arten aus Afrika. 

1. Trapezorr hina sordida G. Hsr. 

Nigra, obscura, subtus nitidus, capite et scutello rugoso-punc- 
tatis, thorace grosse rugoso-punctato, brunneo pubescente, elytris 9 
costis paullum nitidis, antice variolosis, postice ruguloso punctatis, 
lertia et quarta fortioribus; pygidio subtiliter punctato; pectore pro- 
funde punctato , mesothorace haud dense brunneo piloso; pedibus 
nigris. — Long. 20 mill. 
Patria: Uhehe. 

Das einzige, in meiner Sammlung befindliche Exemplar dieser 
Art ist schmutzig schwarzbraun matt, nur die Rippen der Fld. sind 
wenig, die Unterseite stärker glänzend. Kopf und Schilderen etwas 
feiner, Halssch. sehr grob runzelig punktirt. Von den 9 Rippen 
der Fld. sind die äufseren etwas undeutlich, am kräftigsten sind 
die 3. und 5. entwickelt; die Oberfläche der Rippen ist runzelig 
punktiert, vorn mit flachen, breiten Grübchen versehen. Unterseite 
schwarz, Vorder-, Mittel- und Hinterbrust tief punktiert, Mittel- 
brust mit braunen Haaren spärlich besetzt. Beine ziemlich schlank, 
Hinterbeine kräftiger; Schenkel einfach, spärlich punktiert und mit 
spärlichen Borsten besetzt; Vorderschienen ziemlich breit, dreizäh- 
nig, vorderer Zahn kräftig mit etwas abgerundeter Spitze, Mittel- 
und Hinterschienen zweizähnig, Endzahn der hinteren Schienen 
sehr dick, breit abgestutzt, Oberfläche sämtlicher Schienen grob 
runzelig punktiert, sehr uneben, Innenseite der Mittel- und Hinter- 
schienen spärlich braun beborstet. Tarsen ziemlich schlank, von 
der Seite zusammengedrückt, Klauen mäfsig grofs. Fühler schwarz, 
erstes Glied grob runzelig punktiert, hinten mit langen, schwarzen 
Borsten besetzt. 

Ischyrocera nov. gen. Cetonidarum. 

Clypeus basi constrieta , lateribus leviter rotundutis et elevafis 
antjulis anticis obtusis, margine antico leviter rotundato et reßexo, 
utrinque ab oculis usque ad marginem anticum carina porreeta. 

Oculi majores, antennae permagnae, articulo primo magno 
euneiforme, leviter depresso, lamel/is reniformibus permagnis et crassis. 

Thorax paullum transversus, lateribus leviter rotundatis et 
postice sinuatis, marginatis, angulis posticis sat acutis, margine 
antico paullum sinuato , postico paullum rotundato, ante scutellum 
leviter emarginato, disco paullum convexo, profunde rugoso-punctato. 

Scutellum magnum, profunde punetatum. 

Elytra paullum convexa, antice paullo thorace latiora, sat fortiter 
costata, marginata. 



Prof. Dr. G. Hauser: Neue Cetoniden- Arten aus Afrika. 35 

Pygidium leviter convexum, trianguläre, apice obtuso, transverso- 
rugulosum. 

Processus meso-sternalis brevis, planus, sat latus, trapeziformis, 
margine antico triangulariter obtuso, sulura transversali subtilissima. 

Pedes sat longi, graciles, posfici paullo fortiores, tibiis tridentalis, 
tarsis compressis, unguiculis longis. 

Als die hauptsächlichsten Gattungsmerkmale sind hervorzu- 
heben die auffallend grofsen Fühler, der kurze Mesosternalfortsatz 
und die relativ schlanken, mit ziemlich langen Klauen versehenen 
Beine. 

2. Ischyrocera Darcisi G. Hsr. 

Niger, capite, parte clypei anteriori excepta, albo-tomentoso ; 
thorace et scutello marginibus et linea longitudinali media albo-tomen- 
tosis; elytris opaco-brunneis, subtilissime albo-pubescentibus, lateribus 
late albo-tomentosis et nigro-marginatis, callis scapularibus et api- 
calibus nigris; pygidio, pronoto , pectore lateribus albo-tomentosis, 
mesothorace albo til/oso, abdominis segmenlis marginibus anterioribus 
externe albo-tomentosis; pedibus nigris. — Long. 20 mill. 
Patria: Uhehe. 

(tf) Schwarz, der Kopf mit Ausnahme des Vorderrandes des 
Clypeus mit weifsem Toment überzogen , das Halsschild an den 
Seiten breit, vorn und hinten schmal weifs gesäumt und mit feiner, 
weifser Mittellinie; auch das schwarze Schildchen ist weifs geran- 
det und mit einer stärkeren, weifsen Mittellinie versehen. Fld. 
rostbraun, mit breitem, weifsen Saum, der äufserste, leicht aufge- 
bogene Rand schwarz, ebenso Schultern und Apikalbuckel. Die 
Oberfläche mit 8, namentlich vorn etwas unebenen, runzelig-punk- 
tierten Rippen, die innerste dicht neben der Naht, die 2. an der 
Basis des Schildchens beginnend; diese und die folgenden kräftiger, 
am Apikalbuckel sich vereinigend, die äufseren Rippen undeutlich. 
Pygidium schwarz mit weifsen Seiten. Unterseite schwarz, Vor- 
der-, Mittel- und Hinterbrust an den Seiten weifs, ebenso die 
Bauchsegmente vorn aufsen breit weifs gesäumt. Vorderbrust spär- 
lich, Mittelbrust vorn ziemlich dicht lang weifs behaart. Die Bauch- 
ringe mit zerstreuten, tiefen Punkten. Beine schwarz, ziemlich 
lang und schlank , Vorderschenkel mit gelblichen Börstchen be- 
setzt, Mittel- und Hinterschenkel an der Vorderfläche fast bis 
zum Knie weifs tomentiert. Vorderschienen 3-zähnig, der vordere 
Zahn kräftig; Mittel- und Hinterschienen vor der Mitte ebenfalls 

3* 



36 Prof. Dr. G. Hauser: Neue Cetoniden- Arten aus Afrika. 

mit einem spitzen Zahl. Innenseite der Mittelschienen spärlich, 
die Hinterschienen ziemlich dicht, mit langen bräunlich gelben 
Haaren besetzt. 

Herrn Meyer-Darcis gewidmet. 

3. Pachnoda Sauber lichi nov. sp. G. Hsr. 

Pachnodae bellae Krtz. simillima, sed pygidio sparsim 
punctata -aciculato, processu mesosternali sutura perspicua, abdominis 
seqmento terminali dense et profunde punctato, supra maculis ninris 
latioribus. — Long. 19 mill. 

Der P. bella Krtz. sehr ähnlich, wie diese gefärbt und glän- 
zend, aber das Pygidium zerstreut tief punktiert und nadelrissig. 
Der knopfförmige Proc. mesosternalis ist wie bei P. bella gestaltet, 
aber durch eine feine, deutliche Naht, welche bei bella fehlt, von 
der Sternalplatte getrennt; das letzte Bauchsegment dicht und tief 
punktiert. Die schwarze Zeichnung ist viel ausgebreiteter als bei 
bellw, auch ist das mir vorliegende Exemplar gröfser und plumper 
gebaut als diese Art. 

Kopf schwarz, Clypeus wie bei bella tief punktiert, doch die 
Punkte bisweilen zusammenfliefsend; Stirn weniger dicht, aber sehr 
grob und tief punktiert; Fühler schwarz. Halsschild schwarz, nur 
die Seitenränder breit gelb, diese wie bei bella vorn mit einem 
kleinen, in einer seichten Vertiefung gelegenen, schwarzen Fleck- 
chen. Vorderrand des Halssch. vorn zu einem stumpfen Höcker- 
chen vorgezogen. Schwarze Zeichnung der Fld. ebenfalls ausge- 
dehnter, der vordere Flecken mit dem mittleren breit verbunden, 
auch der hintere Flecken gröfser und mit den beiden, ebenfalls 
beträchtlich gröfseren, einem schräg gestellten Rechteck ähnlichen 
Seitenflecken verschmolzen. Pygidium äufserst fein runzelig, in 
der Mitte spärlich tief punktiert, an den Seiten etwas dichter tief 
punktiert und nadelrissig. Unterseite und Beine glänzend, schwarz; 
Vorder- und Mittelbrust, Vorderhüften, Schenkel der Vorder- und 
Mittelbeine fast zottig, die Hinterschenkel schwächer gelblich be- 
haart; sämmtliche Schienen innen mit hellen Haaren besetzt, Vor- 
derschienen 3-zähnig. 

Von Herrn Missionar G. Säuberlich bei Mulango in Englisch- 
Ostafrika gesammelt und ihm zu Ehren benannt. 

Parapoecilop hila nov. gen. Cetonidarum G. Hsr. 
Poecilophilae similis, sed latior, magis deplanata, supra et 
subtus nitida, glabra. 



Prof. Dr. G. Häuser: Neue Cetoniden- Arten aus Afrika. 37 

Caput partum, profunde punctatum, supra oculos grosse acicu- 
lalum et rugoso-punctatum, callo longitudinali letiter-contexo usque 
ad marginem clypei anticum porrecto. 

Clypeus aciculatus, longitudine paullo latior, margine antico 
leviter rotundato, reßexo, marginibus lateralibus fortiter deflexis, 
angulis anticis et posticis rotundatis. 

Antennae parvae. 

Thorax latitudine paullo longior, convexus, in medio paullum 
callose elevatus et paullum productus, lateribus usque ad medium 
paullum, dein fortius convergentibus, paullum marginatis, angulis 
posticis rotundatis, margine postico producto, ante scutellum emar- 
ginato, utrinque sinuato, disco profunde, in medio et ante scutellum 
subtifius punctata, antice profunde aciculato-punctato, pone medium 
utrinque impressione laterali. 

Scutellum sat magnum, apice obtuso, subtilissime ruguloso 
punctatum. 

Elytra thorace multo latiora, costata, marginibus leviter sinuatis, 
callo scapulari et apicali fortibus, sutura pone scutellum leviter im- 
presso, dein carinata, angulo suturali acuminato, leviter producto. 

Pggidium trianguläre, apice rotundato, obluse carinatum, profunde 
acicu/atum. 

lUesosternum latum, linea longitudinali, ante processum meso- 
sternalem sutura emarginata. Processus mesosternalis planus, basi 
conslricta, usque ad medium paullatim, dein subito et fortiter dila- 
latus, angulis anticis leviter obtusis, margine antico leviter rotundato. 

Pedes breves, fortes, tibiis bidentatis. 

In der Zeichnung erinnert die Art an eine Poecilophila, mit 
welcher Gattung sie auch durch die Form des Mesosternalfortsatzes 
verwandt ist. Dieser ist wie bei Poecilophila gestaltet, vorn aber 
nicht spitz vorgezogen, sondern breit abgestutzt und abgerundet. 
Der Körper ist breiter als bei Poecilophila, die Fld. mehr abge- 
flacht, mit fast parallelen Rändern und zu einer Spitze vorge- 
zogenem Nahtwinkel; auch ist die Art überall völlig glatt und 
glänzend. 

4. Par apoecilop hila Kraatzi G. Hsr. 
Sordide ochracea, nitida, capite duabus maculis, thorace maculis 
parvis et maculis longitudinalibus undulatis nigris, scutello duabus 
maculis basalibus nigris, elytris nigro-variegatis, pygidio, pectore, 
abdomine nigro-maculatis; pedibus sordide ochraceis, nigromaculatis, 
antennis, maxillis, palpis ochraceis. — Long. 18 mill. 



38 Prof. Dr. G. Hauser: Neue Cef o?ii den- Arten aus Afrika. 

Oben und unten glatt, glänzend, schmutzig ockergelb, ähnlich 
wie eine Poecilophila, schwarz geneckt. Clypeus wenig breiter als 
lang, Vorderrand leicht abgerundet, aufwärts gebogen, Seitenränder 
steil nach abwärts umgeschlagen; Kopf mit 2 schwarzen Fleckchen, 
in der Mitte tief punktiert, über den Augen grob nadelrissig und 
runzelig punktiert, Clypeus in der Mitte tief, an den Seiten fein 
nadelrissig, hier die Linien nach vorn innen konvergirend. Fühler 
klein, gelb, Unterlippe dicht und lang gelblich behaart. Thorax 
wenig länger als breit, gewölbt, Seidenränder bis zur Mitte wenig, 
dann stark konvergirend, mit kaum erhabener Leiste; vorderer 
Abschnitt des Thorax in der Mitte mit einer leichten, bis zum 
Vorderrand reichenden, wulstigen Erhebung, der Vorderrand in der 
Mitte unbedeutend vorgezogen; Hinterrand stark vorgezogen, vor 
dem Schildchen bogenförmig ausgerandet, beiderseits vom Schild- 
chen geschweift, Hinterecken abgerundet; Oberfläche des Thorax 
mit kleinen, schwarzen Fleckchen und unterbrochenen, unregel- 
mäfsigen, gewellten Längslinien, tief punktiert, in der Mitte und vor 
dem Schildchen feiner und spärlicher, an den Seiten und vorn tief 
nadelrissig punktiert, nahe den Seitenrändern hinter der Mitte beider- 
seits mit einem seichten Grübchen. Schildchen sehr fein tief 
punktiert, vor der Basis mit 2 schwarzen Fleckchen. Fld. breiter 
als der Thorax, mit schwarzen, in der Mitte zu unterbrochenen, 
unregelmäfsigen Querbinden und zu gitterförmigen Figuren zusam- 
menfliefsenden Flecken und 3 unregelmäfsig gewellt verlaufenden, 
am Apikalbuckel sich vereinigenden Längsrippen; die innere 
schwächer, die äufsere, vom Schulterbuckel entspringende, hinter 
der Mitte undeutlich; in den Zwischenrippenräumen und aufsen die 
Oberfläche unregelmäfsig nadelrissig und runzelig punktiert. Pygi- 
dium an den Seiten mit verwaschenem Fleckchen; Unterseite der 
Brust schwarz gefleckt, ebenso der Vorderrand der spärlich punk- 
tierten Bauchsegmente seitlich und in der Mitte. Schenkel und 
Schienen schmutzig gelb, an den Enden schwärzlich, Mittel- und 
Hinterschienen vor der Mitte, Hinterschenkel hinter der Mitte 
schwarz gefleckt, Tarsen schwarz. 

Von Herrn Missionar G. Säuberlich bei Mulango in Englisch- 
Ostafrika gesammelt. 

5. Pseudinca Moseri G. Hsr. nov. sp. 
Sordido-viridis, supra obscurus, subter nitidus. 
Clypeus antrorsum angustatus, angulis anticis productis, margi- 
nibus fortiter elevatis, margine antico elevatione parva conica media $ 



Prof. Dr. G. Hauser: Neue Cetoniden Arten aus Afrika. 39 

capite sparsim profunde punctato, carina lata antice callosa, intra 
hanc carinam et marginem clypei anticnm elevatione transversali in 
medio obtuso-triangulariter acuta. Thorace sparsim punctato, late- 
ribus rotundatis, usque ad medium leviter sinuatis, dein arcuato- 
anqustatis, disco in medio usque ad marginem anlicum leviter calloso; 
elytris lateribus fere parallelis, retrorsnm paullo angustatis et leviter 
sinuatis, angulo suturali paullum producto, sutura leviter impresso, 
4 costis fortibus; pygidio luteo piloso, lateribus leviter impressis. 
Pectore et abdominis segmentorum lateribus luteo-villosis; processu 
mesosternali conico, apice obtuso et leviter deflexo. Capite, thoracis 
et elytrorum lateribus, interstiliis intercostalibus, pectoris abdominis- 
que segmentorum lateribus sordido albo-squamoso variegatis; femo- 
ribus viridibus, anficis dense, mediis posticisque paullo minus luteo- 
villosis; fibiis piceis, antice nigris, tibiis anticis tridentatis; tarsis 
piceis, arliculo primo fere nigro. — Long. 25 mill. 
Patria: Nyassa. 
Die Art ist etwas kleiner als Ps. admixta und ganz besonders 
durch die sehr merkwürdige Kopfbildung ausgezeichnet. Schmutzig 
grün, oben matt, mit weifslichen Flecken, unten glänzend grün. 
Der spärlich tief punktierte Clypeus ist nach vorn verschmälert, die 
Vorderecken sind zu einer stumpfen Spitze ausgezogen, der Vorder- 
rand und die Seitenränder stark aufgeworfen, gleichzeitig der Vor- 
derrand in der Mitte mit einem kleinen, senkrechten, kegelförmigen 
Höckerchen versehen. Die zerstreut und tief punktierte Stirn zeigt 
einen breiten, anfangs ziemlich flachen, gegen den Clypeus zu 
stärker erhabenen und knopfförmig endigenden Kiel, zwischen 
dessen Ende und dem Vorderrand des Clypeus eine stark erhabene, 
scharfkantige, in der Mitte stumpf dreieckig emporgezogene Quer- 
leiste. Vorn, hinter den Augen und seitlich mit weifsen Schuppen 
besetzt. Seiten des Halssch. abgerundet, bis zur Mitte leicht ge- 
schweift, von da an bogenförmig verjüngt, seine Oberfläche zer- 
streut punktiert, in der Mitte der Länge nach bis zum Vorderrand 
wulstig erhaben und glatt, beiderseits mit landkartenförmigen, flachen, 
mit weifslichen Schuppenhaaren besetzten Vertiefungen, vor dem 
Schildchen mit 2 weifsen Fleckchen. Schildchen grün. Fld. grün, 
mit fast parallelen Rändern, hinten wenig verschmälert und leicht 
geschweift, Nahtwinkel wenig vorgezogen; Naht etwas vertieft, die 
Oberfläche mit 4 kräftigen Rippen, die innerste neben der Naht 
und bis zur Höhe des Apikalbuckels reichend, die 3 äufseren 
Rippen im Apikaibuckel sich vereinigend, die 2. Rippe vorn be- 
trächtlich verbreitert. Zwischen den Rippen und an den Seiten 



40 Prof. Dr. G. Hauser: Eine neue Valgus-Art aus Neu-Guinea. 

die Oberfläche mit unregelmäfsigen, seichten, weifslich beschuppten 
Vertiefungen und Punkten, Humeral- und Apikalbuckel stark her- 
vortretend, schwarz, glänzend. Pygidium an den Seiten leicht ein- 
gedrückt, mit weifslichen Schuppenflecken, gelb behaart, am Hiuter- 
rande dichter. Unterseite grün, glänzend, Vorder- und Mittelbrust 
und die Seiten der Bauchriuge mit langen, gelblichen Haaren be- 
setzt, Vorderrand der Bauchringe nach aufsen mit weifslichen 
Schuppenflecken. Mesosternum breit, in der Mitte mit vertiefter 
Mittellinie und spärlichen, feinen Punkten, aufsen dichter und tief 
punktiert. Mesosternalfortsatz stumpf kegelförmig, leicht abwärts 
gebogen. Schenkel grün, Vorderhüften und Vorderschenkel gelblich 
zottig behaart, Mittel- und Hinterschenkel etwas weniger dicht be- 
haart; Schienen dunkelbraun, vorn schwarz, grob punktiert. Vor- 
derschienen 3-zähnig, au der Vorderfläche und 4 zackigen, leicht 
erhabenen Längsleisten. Tarsen braun, die ersten Glieder fast 
schwarz. 

Herrn Hauptmann Moser gewidmet. 

6. Valgus Keyfseri G. Hsr. nov. sp. 

Fuscus, nididus; capite nigro , profunde punctato, sparsim et 
subtilissime liviao-squamoso, utrinque prope oculos macula fusca; 
clypeo oblongo, angulis unticis fortiter rotundatis , grosse liquido- 
squamosis, oculis, antennis, maxillis fuscis; thorace piceo, lateribus 
fuscis, marginibus elevatis, antice et postice fortiter granulatis, disco 
antice quadricarmato, profunde rugoso-punctato, sparsim liquido- 
squamoso ; scutello piceo, apice livido-squamoso ; elytris fuscis, ad 
suturam et ad latera obscurioribus, quattuor lineis vix perspicuis, ir- 
regulariter profunde striato - punctatis , cinereo-fusco-, marginibus 
anticis livido-squamosis , disco cinereo-piceo , duabus maculis livido- 
squamosis. 

Subtus fuscus, abdomine piceo, prolhorace aciculato, antice 
et postice grosse livido-squamoso, pectore et abdomine variolosis, 
epipleuris retrorsum et abdominis segmento primo densissime, pectore 
sat dense, abdominis segmentis reliquis sparsim et subtilius livido- 
squamosis ; propygidio antice obscuro-nigro, dense transversorugu- 
loso, postice fusco, rugoso-punctato, margine livido-squamoso, in 
medio duabus maculis nigro-piceis fasciculato- squamosis; pygidio sat 
profunde oblonge aciculato-punctato , antice duabus maculis nigro- 
piceis fasciculato - squamosis , apice subtus quadridentala ; pedibus 
piceis, tarsis fuscis, tibiis anticis Q-dentatis (dens sextus vix 



Prof, Dr. G. Hauser: Eine neue Valens-Art aus ISeu-Guinea. 41 

perspicuus), femoribus sparsim et subti/iter livido-squamosis. — 
Long. 8 mill. 

Patria: Deutsch Neu- Guinea, Sattelberg. 

Braun glänzend; Clypeus rotbraun, oblong, mit stark abge- 
rundeten Vorderecken, mit weifslichgelbeu, kleineu Schüppchen be- 
setzt, Augenleisten mit goldglänzenden Schüppchen; Stirn schwarz, 
tief punktiert, mit spärlichen, sehr kleinen, gelblichen Schüppchen, 
vorn neben den Augen beiderseits mit einem rotbraunen Flecken; 
Augen, Fühler und Taster hellbraun. Thorax fast schwarz, aufsen 
rotbraun, mit aufgeworfenen, vorn und hinten mit kleinen Höcker- 
chen versehenen Seitenrändern, vorn mit 4 stark erhabenen Leisten, 
die beiden äufseren kurz, die mittleren bis zur Mitte reichend, 
Oberfläche tief runzelig punktiert, spärlich gelblich beschuppt. Sku- 
ellum dunkelbraun, die Spitze gelblich beschuppt. Fld. rotbraun, 
mit 4 kaum sichtbaren Linien, neben der Naht und an den Seiten 
dunkler, der Länge nach tief runzlig punktiert, graubraun beschuppt, 
ein grösserer Flecken in der Mitte dunkelbraun beschuppt, in dessen 
Mitte beiderseits ein kleines, gelbliches Fleckchen, Vorderrand der 
tFld. ebenfalls gelblich beschuppt. Unterseite rotbraun, Bauch 
dunkelbraun; Vorderbrust der Länge nach nadelrissig, vorn und 
und hinten mit grofsen, gelblichweifsen Schuppen besetzt; Brust 
und Bauchringe mit flachen, kleinen Grübchen. Hinterer Abschnitt 
der Epipleuren und 1. Bauchring sehr dicht gelblicbweifs be- 
schuppt, Mittel- und Hinterbrust etwas weniger, noch spärlicher 
und feiner die Bauchringe. Vorletzter Bauchring vorn oben hinter 
den Fld. mattschwarz, dicht querrunzelig, hinten rotbraun, runzelig 
punktiert, Hinterrand hellbraun beschuppt, in der Mitte 2 sammet- 
braune Schuppenbüschel. Pygidium oben ziemlich tief quer nadel- 
rissig und fein punktiert, vorn mit 2 dmikelsammtbraunen Schuppen- 
büscheln, Ende des Stachels unten mit mit 4 Sägezähnen. Beine 
braun, Tarsen rotbraun, Schenkel spärlich fein weifslich beschuppt, 
Vorderscbienen 6 zäbnig, 2 Zähne vorn, 2 in der Mitte, 2 hinten, 
das letzte Zähnchen sehr klein und etwas undeutlich. 

Das einzige in meiner Sammlung befindliche Exemplar wurde 
von Herrn Missionar Keyfser auf dem Sattelberg bei Simbang ge- 
sammelt. 



42 [Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft L] 



Eine neue Nemophas- Art. 

Von 

Prof. Dr. G. Haus er 

in Erlangen. 



Nemophas Helleri G. Hsr. 

Elongatus, retrorsum fortiter convexus; niger, thorace, macula 
parva rhomboidali media et spinis lateralibus exceptis, flavo sericeo, 
eltjtris nigris, viridi-aeneo-micantibus, sparsim flavo sericeo maculatis 
scutello parvo, nigro-sericeo, apice rotimdato; subtus niger, pro- 
noto et, mesothorace flavo- serieeis, abdominis segmentis viridi-aeneo- 
micantibus, primo et seeundo marginibus anticis flavo- sericeo macu- 
latis; pygidio subtitissime ruguloso, subtiliter nigro-setoso; antennis 
medio corpore longioribus , nigris; pedibus nigris, nitidis, coerules- 
centibus. — Long. 41 mill. 

Kapala-Madang, Key-Inseln. 

Schwarz, Kopf, Vorder-, Mittel- und Hinterbrust matt, die 
hinten stark gewölbten Fld. und die Bauchringe äufserst fein run- 
zelig punktiert, glänzend, mit metallisch grünem Schimmer. Halssch- 
mit Ausnahme eines kleinen, rautenförmigem Fleckchens in der 
Mitte und den Seitendornen, Mittelbrust mit Ausnahme des vor- 
deren Abschnittes und vereinzelte, hinten zu unregelmäfsigen 
Querreihen geordnete, kleine Fleckchen der Fld., sowie 2 grofse 
Flecken am hinteren Rand des ersten und 2 kleinere Flecken am 
Hinterrand des 2. Bauchringes prachtvoll goldgelb seidenhaarig. 
Pygidium sehr fein runzelig, mit zumteil in Querreihen gestellten, 
kurzen, schwarzen, steifen Härchen besetzt. Fühler um die Hälfte 
länger als der Körper, matt schwarz, kaum sichtbar schwarz be- 
haart, die Enden der Glieder glänzend. Beine und Tarsen kräftig, 
schwarz, glänzend, mit bläulichem Schimmer. 

Von Herrn Kustos Dr. Heller als neue Art erkannt und ihm 
gewidmet. 






[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 43 

Sammelbericht aus Ostpreufsen. 

Von 

G. Vorbringer in Königsberg. 



Nachstehend gebe ich wieder ein Verzeichnis von für Ost- 
preufsen neuen* resp. durch ihre Seltenheit bemerkenswerten 
Käfern. Die angeführten Fundorte liegen alle in der Umgegend 
von Königsberg, nur das mehrfach erwähnte Schillinnen bei Goldap. 
— Es erübrigt mir noch, den Herren Bernhauer, Reitter, 
Weise, Schultze, Pape für Revision zweifelhafter Arten mei- 
nen besten Dank zu sagen. 

Dromius cordicollis Vorbg. — 1 Ex. Schillinnen s.S. 
Diachromus y ermanus L. — 1 Ex. Schillinnen s.S. 
Trackys troylody tes Gyll. — 1 Ex. Schillinnen s. 

* Byrrhus fasciutus F. var. subornatus Reitt. — Von 
Schilsky als fraglich für Deutschland aufgeführt. 3 Ex. Schillinnen 
(von Reitter bestimmt!). 

Epuraea nana Reitt. — 1 Ex. Schillinnen s.S., bisher aus 
Ostpr. nur 1 Ex. bekannt (Czwalina handschriftl.). 

* Meligethes ovatus Sturm. — 2 c? Glacis, 1 cT Schillinnen. 

* Laemophloens corticinus Er. — 1 Ex. Schillinnen s.S. 
Silvanus similis Wasm. — Diesen in Ostpr. s. s., bisher 

nur in 2 Ex. bekannten Käfer fand ich in Mengen in Schillinnen 
unter modernden Fichtenzeigen zusammen mit Alomaria turgida a. 
Lathridius rugicollis, beide ebenfalls in Menge. 

* Enicmus fungicola Thoms. — 1 Ex. Königsberg, Wilhelms- 
park s. s. 

* Telmatop hilus Schönherri Gyll. — 1 Ex. Fischhausen, 
in Steiner's Sammlung 1 Ex. Neuhausen. 

* Bythinus Stnfsineri Reitt. — 1 Ex. Gr. Raum, neu für 
Nordd. (von Reitter bestimmt!). 

*Stenus flavipalpis Thoms. — 2 Ex. Königsberger Glacis, 
1 Ex. Rauschen, 1 Ex. Warnicken, 1 Ex. Schillinen, auch von 
Czwalina in Rauschen gefunden (handschriftl.). Von Schilsky nur 
aus Tirol und Hessen angeführt. 

*Stenus eycubitor Er. — 1 Ex. Schillinnen. 



44 G. Vorbrinyer: Sammelbericht aus Ostpreußen. 

* Quedius boops Grav. var. fallaciosus Kr. — 1 Ex. Neu- 
hausen, von Schilsky nur für die Mark angeführt. 

Quedius obliteratus Er. — 3 Ex. Schillinnen s.S., aus 
Ostpr. bisher nur 1 Ex. bekannt. 

* Liogluta brunnea F. — 1 Ex. Königsberg Glacis. 

* Liogluta r ufotestacea Kr. — 1 Ex. Gr. Raum. 

* Liogluta microptera Thoms. — 1 cT Schillinnen. Für 
Norddeutschland neu nach Schilsky. 

*Homalota clancula Er. — 1 Ex. Gr. Raum. Für Nord- 
deutschland neu nach Schilsky. 

* Homalota fallax Kr. — 1 Ex. Fischhausen. 

* Placusa atrata Sahlb. — 1 Ex. Königsberg, Holzgarten. 

*Oxy poda planipennis Thoms. — 1 Ex. Gr. Raum. 

* Oxypo da Skalitzkyi Beruh, (von ihm selbst bestimmt!). 
— 1 Ex. Schillinnen. Diese Art ist von Bernhauer neuerdings 
beschrieben, die Verbreitung in Deutschland ist mir unbekannt. 

* Ernobius tabidus Kiesw. — 1 Ex. Schillinnen s.S. 
Cyrtanaspis phalerata Germ. — 1 Ex. Schillinnen s.S. 
Aus Ostpreufsen bisher nur 1 Ex. bekannt. 

* Anaspis ruficollis. — 2 Ex. Schillinnen. 
Otiorhync hus lepidopterus F. — Für Ostpreufsen bisher 
zweifelhaft. Bei Schillinnen häufig auf jungen Birken, scheint viel 
verbreiteter zu sein als in der Literatur angegeben; z. B. ver- 
zeichnet ihn Seidlitz nur in Lappland und im südlichen Europa. 

*D orytomus flavipes Panzer. — Neue Bleiche 2 Ex. 

*Bagous tempe stivus Herbst var. te ssellatus Förster. — 
Schiefspl. 1 Ex. 

* Rhyncholus elongatus Gyll. — 1 Ex. bei Königsberg. 

*Rhyncholus turbatus Seh. — 2 Ex. Schweizerthal. Ueber 
das Vorkommen sagt Seidlitz: im nördlichen Europa in Schweden 
und Finnland, die weitere Verbreitung unbekannt; Schilsky gibt 
Rheinl. an, Reitter sagt in ganz Europa (?) aber ziemlich selten. 

*Coeliodes ruber Marsh. — 7 Ex. Rauschen, 2 Ex. Metgethen. 
Ceutor hynchns Sahlb er gi (Bestimmung von Schultze be- 
stätigt). — 1 Ex. Holsteiner Wiesen bei Königsberg. Aus Deutsch- 
land wohl nur der ältere Fund von Kramer-Gilgenburg O/Pr. be- 
kannt, aufserdem Ungarn, Kaukasus, überall nur vereinzelt. 

Ceutor hynchns Javeti Bris. — 1 Ex. Schillinnen s.S. 



G. Vorbringer: Sammelbericht aus Ostpreufsen. 45 

*Ceutorhynchus Moelleri Thoms. (= rotvndatus Bris.). — 
1 Ex. Rauschen, von Schultze bestimmt; aus Deutschland wohl 
nur von Bayern bekannt, Verbreitungszentrum nach Schultze Balkan- 
gebiet. 

*Ceutorhynchus hirtulus. — 1 Ex. Eichenkrug, in Steiner's 
Sammlung 1 Ex. Neuhäuser. 

*Miarus micros Germ. — 1 Ex. Ludwigsort. 

* Brnchus rufipes Herbst. — 1 Ex. Dammkrug, von Reitter 
bestimmt, fehlt nach Schilsky in Nordd. 

* Bruchus marginalis F. — 1 Ex. Schillinnen. 
Lochmaea suturalis Thoms. — Metgethen 2 Ex., nach 
Seidlitz nur bis Westpr., nach Czwalina (handschr.) häufig, wohl 
öfters übersehen. 

Saperda Phoca Fröhl. — 1 Ex. Schillinnen s. s. 



Ueber Dromius cordicollis Vorbg. 

Von 

Gr. Vorbringer in Königsberg. 



Obiger, von mir in den Entomol. Nachrichten 1898 S. 286/7 
als neu beschriebene Käfer wurde seitdem in einem zweiten 
Exemplar von Dr. Bercio bei Insterburg gefunden, in einem 
dritten von mir bei Schillinnen O/Pr. (siehe vorstehenden Sammel- 
bericht). 

Vor einigen Monaten nun erhielt ich von Hrn. W. Masaraki 
in Petersburg ein Exemplar desselben Käfers aus der Umgegend 
von Petersburg, welches vortrefflich mit meiner Type überein- 
stimmt. Zugleich machte Herr Masaraki mir die Mitteilung, dafs 
der Käfer von ihm sowie den Herren Barowski und Jacobson 
in den letzten Jahren in 9 Exemplaren, alle in der Umgegend 
von Petersburg, aufgefunden worden. Ferner schreibt mir Herr 
Masaraki noch folgendes: 

„Im Katalog der Insekten des Mogilew'schen Gouvernements 
(West-Rufsland) von N. Arnold 1902 ist unter Drom. fenestralus F. 
zu lesen: — elytris immaculatis, certe non Dr. agilis var. obscurus 



46 G. Vorbringer: lieber Dromius cordicollis Vorbr, 

mihi (Arnold). — Ich habe diese var. obscurus Arnold in seiner 
Sammlung gesehen und habe mich überzeugt, dafs das Exemplar 
unstreitig Dr. cordicollis Vorbr. ist. Auf diese Weise steht es nun 
fest, dafs Ihr Dr. cordicollis auch im Mogilew'schen Gouvernement 
gefunden worden ist. Leider ist im Arnold'schen Katalog nicht 
angegeben, wann diese interessante Art der Gattung Dromius ge- 
funden worden ist." 

Ich bemerke hierzu, dafs Mogilew unter demselben Breitengrad 
wie Königsberg und unter demselben Längengrad wie Petersburg 
liegt. Die Angabe des Hrn. Masaraki dürfte nicht in Zweifel zu 
ziehen sein, denn abgesehen von den fehlenden Flecken auf den 
Flügeldecken dieser var. obscurus weicht Dr. fenestratus von Dr. 
cordicollis noch durch die breit gelblichbraunen Seitenränder des 
Halsschildes, die bleichgelben, nur schwach gebräunten Beine und 
die Gestalt des bis zur Basis verengten, mit stumpfwink- 
ligen Hinterecken versehenen Halsschildes beträchtlich ab. Da 
Dr. cordicollis doch noch anderwärts in Deutschland gefunden 
werden könnte, setze ich zum Schlufs eine kurze Beschreibung 
desselben hinzu. 

„Die ganze Oberseite dunkel pechbraun bis pechschwarz, nur 
die Seitenränder des Halsschildes und der Hinterrand der Flügel- 
decken rötlich-braun durchschimmernd, die Beine braun. Kopf 
zwischen den Augen stark gerunzelt, Halsschild an der breitesten 
Stelle etwa l^mal so breit als lang (nicht, wie in der Diagnose 
leider durch einen Schreibfehler steht: 1^ mal so lang als breit), 
deutlich ausgeschweift und herzförmig, mit rechtwinkligen Hinter- 
ecken, derartig, dafs im letzten Viertel etwa die Seiten 
parallel sind. Der Seitenrand ist breit abgesetzt und stark 
aufgebogen, die ganze Scheibe mit starken Querrunzeln bedeckt. 
Flügeldecken ziemlich tief gestreift, Zwischenräume gewölbt, vor 
der Spitze zwischen dem zweiten und dritten Streifen mit einem 
ziemlich grofsen undeutlichen Punkt, ebenso am sechsten Zwischen- 
raum auf der hinteren Hälfte mit einigen undeutlichen gröfseren 
Punkten." 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1903. Heft II.] 47 

Ueber Sclerophaedon orbicularis Suffr. 
Von J. "Weise. 



Diese Art sammelte ich den 31. Juli an dem von Suffrian in 
der Linnaea V, 1851, p. 244 genannten Original-Fundorte im Selke- 
tale; sie lebte dort ganz ähnlich wie die beiden übrigen Arten an 
schattigen, feuchten Abhängen an Malachium aquaticum Fries am 
Promenadenwege, der über der Chaussee von Alexisbad nach 
Mägdesprung, zwischen der Klostermühle und dem Alexisbrunnen 
hinführt, und verriet ihre Anwesenheit durch die fast völlig ske- 
lettierten Blätter der Nährpflanze. Da die gröfsere Hälfte der 
Exemplare sehr frisch, auch die Larve noch zahlreich vorbanden 
war, so. scheint dies Tier sich merklich später zu entwickeln als 
carniolicus Germ., den man in den Sudeten und Karpathen bereits 
Mitte Juli völlig ausgehärtet antrifft. Der Verbreitungsbezirk der 
Art ist noch nicht festgestellt; er scheint mehr den Westen Deutsch- 
lands zu umfassen, während carniolicus die östliche Art ist. Im 
Harze und Thüringen ist orbicularis sehr verbreitet; ich beobachtete 
ihn z. B. im Harze noch am Auerberge bei Stolberg, bei Schierke 
und Wernigerode, in Thüringen bei Engelsbach nahe Friedrichsroda, 
bei Suhl und Schwarzburg; Suffrian nennt aufserdem Schmalkalden. 

Die Unterschiede unserer 3 Arten sind D. E. Z. 1891, p. 159 
angegeben, jedoch möchte ich bemerken, dafs die allgemeine Schil- 
derung der Flügeldecken-Skulptur am Beginn der Seite eigentlich 
nur auf carniolicus und carpathicus zutrifft, welche in den Zwischen- 
streifen der groben Punktreihen je eine leicht geschlängelte und 
sehr fein eingeritzte Mittellinie besitzen, von welcher Querrisse 
zwischen je zwei Punkten einer Reihe hindurch zu den benachbarten 
Mittellinien laufen; bei orbicularis sind diese Mittellinien unvoll- 
ständig, sehr undeutlich oder fehlend; dafür besitzen die Zwischen- 
streifen feine Punkte, die stets zahlreicher und stärker sind als bei 
den anderen Arten. Zur sofortigen sicheren Trennung von orbi- 
cularis und carniolicus, die nur verwechselt werden könnten, reichen 
die beiden folgenden Merkmale aus: 

Prosternum sehr fein gerunzelt oder hinten punktiert gerunzelt, 
aber ohne scharfe, deutlich geschiedene Punkte, Zwischenstreifen 
der Fld. punktiert orbicularis, 

Prosternum mit ähnlichen scharfen Punkten wie das Metaster- 
num, Zwischenstreifen der Fld. ohne deutliche Punkte, jedoch mit 
feiner Mittellinie carniolicus. 



48 J. Weise: Ueber Sclerophaedon orbikularis Suffr. 

Die ausgewachsene Larve von orbicularis ist ähnlich gebau t 
wie eine Chrysomelen- Larve, kriechend 5 mill. lang und an de r 
breitesten Stelle, dem zweiten oder dritten Bauchringe, ungefähr 
2,5 mill. breit. Kopf und Prothorax schwarz, hornig, dicht und 
sehr zart gewirkt, fettig glänzend, sparsam mit kurzen, abstehenden 
Borstenhärchen besetzt. Oberlippe und Mund rötlich gelbbraun, 
die folgenden Thorax- und Bauchringe sind fleischig, dicht körnelig 
gerunzelt und matter als der Prothorax, jedes feine Körnchen ist 
dunkel gefärbt und steht auf gelbem Grunde, wodurch der Körper 
einen graugelben Farbenton erhält. Kopfschild grofs, oben im 
Bogen begrenzt und vertieft, die Stirn mit feiner Mittelrinne. Von 
den 5 Ocellen liegen 4 im Rhombus über dem Fühler, die fünfte 
neben diesem wenig nach aufsen. Fühler 4gliedrig, die ersten bei- 
den Glieder quer, das folgende gestreckt, kaum halb so dick als 
das vorhergehende, Glied 4 dornförmig, etwa so lang als Glied 3. 
Maxillartaster viergliedrig, die drei ersten Glieder dick, zylindrisch, 
das zweite kürzer als eins der übrigen, das Endglied schmal, dorn- 
förmig. Meso- und Metathorax kurz, zusammen kaum so lang als 
der Prothorax, mit je einer Querreihe von 8 dunklen, mit einem 
Borstenhärchen versehenen Flecken. Die ersten 6 Rückenringe sind 
übereinstimmend gebaut, an den Seiten einfach, im mittleren Teile 
durch eine Querrinne halbiert, jede Hälfte trägt eine Querreihe von 
4 dunklen Flecken, von denen jeder mit einem kurzen, aufstehen- 
den, weifslichen Borstenhärchen versehen ist. Vom einfachen Seiten- 
teile dieser Segmente ist aufsen durch eine Längsvertiefung ein 
schmaler Lappen abgeschnürt, der in der Mitte des Aufsenrandes 
2 Borstenhärchen besitzt; dicht neben diesem Lappen liegen nach 
innen das Stigma, ziemlich grofs, kegelförmig, schwarz, dann folgt 
dicht daneben ein dunkler Fleck, endlich ein ähnlicher Fleck, weiter 
nach vorn gerückt. Die Ringe 7 bis 9 sind nicht der Quere nach 
halbiert, sondern einfach, auf den ersten beiden von ihnen befindet 
sich ein Paar Stigmen und eine Querreihe von dunklen Flecken, 
beide fehlen dem Afterringe. Die Beine, wenigstens die Schenkel, 
sind dunkel gefärbt. 

Die vorliegende Larve unterscheidet sich von der des carnio- 
licus durch den fehlenden Metallschimmer auf Kopf und Prothorax, 
sowie durch die deutlichen, wenn auch nur mäfsig von der Grund- 
farbe abstechenden Flecke auf den beiden letzten Thorax- und den 
folgenden Rückenringen. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 49 



Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 

Beschrieben von 
Otto Schwarz. 



I. Teil. 
1. S emiotus svbvirescens. 

Teslaceus, nitidus, griseo-pilosuhis , elytris subvirescenti flatiis, 
glabratis; fronte inermis, antice triangulariter impresso, paulo emar- 
ginata, punctata, macula verticali brunnea; antennis nigris, articulo 
primo testaceo: prolhorace latitudine kaud longiore, depresso, a basi 
sensiin angustalo, vitta fusiformi nigra notato, dense punctalo, linea 
media laeri subelevata, angulis posticis obtusis , carinafis ; scutello 
antice truncato; elytris prolhorace sublatioribus , convexis, postice 
rolundatim atfenualis, apice emarginatis , bispinosis, strialis, striis 
nigro-punctatis , interslitiis convexiusculis; corpore svbtus testaceo, 
juxta latera nigro , siiblilifer griseo-pubescens , tarsis fuscis, ab- 
dominis segmento ultimo haud foveolato. — Long. 13 mill. , lat. 
3£ mill. 

Ecuador, Balzapamba. 

Rötlich gelb, Kopf und Halssch. fein behaart, die Fld. blafs- 
gelb mit schwachem, grünlichem Schimmer, ohne Spur von Be- 
haarung. Die Stirn ist unbewehrt, vorn leicht dreieckig einge- 
drückt, am Vorderrand in der Mitte schwach ausgerandet, mäfsig 
und ungleich dicht punktiert, an der Basis mit kleiner, schwärz- 
licher Makel. Die Fühler sind mit Ausnahme des ersten Gliedes 
schwarz und nicht deutlich gesägt. Das Halssch. ist lang wie 
breit, von der Basis an nach vorn geradlinig verengt, flach, der 
Seitenrand flach gedrückt, mit einer spindelförmigen, schwarzen 
Längsbiude und einer feinen, glatten, schwach erhabenen Mittel- 
linie, ungleichmäßig dicht punktiert, die Hinterecken sind stumpf 
und stumpf gekielt. Die Fld. sind etwas breiter als das Halssch., 
nach der Mitte zu und etwas darüber hinaus ein wenig verbreitert, 
dann gerundet verengt, an der Spitze einzeln ausgerandet, Naht- 
und Aufsenwinkel spitz vorgezogen, letzterer viel länger als der 
Mahtwinkel, die deut ichen Streifen sind ziemlich stark schwarz 
punktiert, die Zwischenräume leicht gewölbt und durchaus glatt. 
Die Unterseite und Beine sind rötlich gelbbraun, der Körper neben 
den Seiten schwarz, fein grau behaart, die Tarsen sind schwärz- 
lich, das letzte Abdominalsegment ist einfach. 

Deutsche Entomol. Zeitschr. lai>4. Heft L 4 



50 0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 

Mit juvenilis Cand. und quadricollis Kirsch verwandt, von dem 
ersten besonders durch die Behaarung, von dem zweiten durch den 
scharf vortretenden Seitenrand des Halssch. gut unterschieden. 

2. Semiotus alternatus. 

(cT) Niger, nitidus, prothoracis basi laterumque pilosttlis; fronte 
anfice impresso, dense sat fortiter punctata, margine antica utrinque 
subemarginata et flavo-maculata; antennis nigris, articulo primo 
brunneo; prothorace latitudine haud longiore, apice rotundatim an- 
gustato , tateribus longitudinaliter late impresso, flavo-marginato, 
linea media macula antica flavis ornato , dense inaequaliter sat 
fortiter punctato, angulis posticis brevibus, retusis ; scutello postice 
rotundato, antice emarginato, parce punctato, flavo-maculato; elytris 
prothorace sublatioribus, a basi sensim partim angustatis, apice in 
singulis rotundatis, punctato-striatis, interstitiis alternatis flavis an- 
gustioribusque ; corpore subtus nigro, nitido, subtiliter griseo-piloso, 
epipleuris flavis, pedibus rufis, geniculis tarsisque nigris, abdominis 
segmento ultimo subtruncato, haud foveolato, apice densissime punc- 
tato. — Long. 21 mill., lat. elytr. basi 5^- mill. 
Venezuela. 

Schwarz, mäfsig glänzend, Halssch. an der Basis und den 
Seiten fein grau behaart. Die Stirn ist vorn eingedrückt, unbe- 
wehrt, am Vorderrande beiderseits schwach etwas ausgerandet, die 
Vorderecken stumpf gerundet und gelb, Oberseite dicht und ziem- 
lich stark punktiert. Die Fühler sind schwarz, erreichen die Basis 
der Fld., ihr erstes Glied und die Wurzel des zweiten sind braun. 
Das Halssch. ist so lang wie breit, vor den Hinterecken sehr wenig 
ausgeschweift, vorn gerundet verengt, der wulstige Seitenrand, eine 
Längslinie über der Mitte und eine kleine Makel am Vorderrande 
gelb, neben dem Seitenrande der Länge nach eingedrückt, überall 
mit ungleich grofsen Punkten dicht besetzt, die Hinterecken sind 
stumpf abgerundet und aufsen fein gekielt. Das Schildchen ist 
vorn ausgerandet, hinten gerundet, so breit wie lang, beiderseits 
punktiert und hinter dem Vorderrande rötlich gelb. Die Fld. sind 
an der Basis ein wenig breiter als das Halssch., nach hinten all- 
mählich und fast geradlinig, im letzten Drittel stärker und gerun- 
det verengt, an der Spitze einzeln stampf abgerundet, punktiert- 
gestreift, die Zwischenräume sehr fein punktuliert, ein schmaler 
Streifen neben der Naht, der zweite, vierte, sechste und achte 
Zwischenraum schmaler und gelb. Die Unterseite ist schwarz, 
glänzend, fein behaart, die Epipleuren der Fld. sind gelb, die Beine 



0. Schwarz: Nene Elateriden ans Süd- Amerika. 51 

sind braunrot, Knie und Tarsen schwarz, das letzte Abdominal- 
segment ist an der Spitze sehr dicht punktiert und schwach ge- 
rundet abgestutzt, ohne Grübchen. Durch die stumpf abgerundete 
Spitze und abwechselnd gelben und schmaleren Zwischenräume der 
Fld. besonders ausgezeichnet. 

3. Anopli schius mutabilis. 

(c?) Pnrum nitidus; fronte antice late impresso, crebre saf 
fortiter punctata; antennis subelongalis, sat fortiter serratis, arli- 
culo 3 n 4° aequali; prothorace longitudine haud latiore, a basi an- 
gustato, postice parce subtiliter, antice densius fortiusque punctato 
basi fere haud canaliculato , angulis posficis divaricatis, carinatis; 
elytris prothorace sublatioribus, postice parum rotundatim attenuatis 
punctato-sfriatis, interstitiis dense, versus apicem rugose punctufatis 
et convexiuscu/is. — Long. 101— 11| mill., lat. 3— 3£ mill. 

($) Antennis haud elongatis, obtuse serratis, elytris lateribus 
subrotundatis, apice paulo rotundatim attenuatis. — Long. 13£ — 15 
mill., lat. 4— 4£ mill. 
Süd-Amerika. 

(c?) Stirn und Halssch. mit gelblicher, Flgd. mit kürzerer, 
dunkler und daher wenig bemerkbarer Behaarung. Die Stirn ist 
vorn breit, mehr oder weniger stark eingedrückt, dicht und ziem- 
lich stark punktiert. Die Fühler überragen die Hinterecken des 
Halssch. um 2 Glieder und sind vom dritten Gliede an stark ge- 
sägt. Das Halssch. ist so lang wie breit, von der Basis an nach 
vorn fast geradlinig verengt, nur an den Vorderecken etwas ge- 
rundet, hinten fein und zerstreut, vorn ziemlich dicht und mäfsig 
stark punktiert, die Hinterecken etwas mehr als die Halsschildseiten 
divergierend, gekielt, Mittellinie an der Basis fast vollständig 
fehlend. Die Fld. sind etwas breiter als das Halssch., von der 
Basis an bis zur Mitte geradlinig und schwach, dann nach hinten 
deutlicher und gerundet verengt, punktiert-gestreift, die Zwischen- 
räume sind dicht, nach der Spitze zu fein runzlig punktuliert und 
schwach gewölbt. 

Das £ hat kürzere und weniger stark gesägte Fühler, die Fld. 
sind bis über die Mitte hinaus parallel und hinten schwächer ver- 
engt und nicht kürzer als das Halssch. behaart. 

In der Färbung sehr veränderlich, 5 mir vorliegende Ex., 2 <$$ 
und 3 $$, alle verschieden gefärbt. 

1. Schwarz, Halssch. und Vorderbrust dunkelrot, die Schenkel 
der Vorderbeine und die Tarsen an der Spitze gebräunt, tf. 

4* 



52 0. Schwarz: Nene Elnleriden aus Süd- Amerika. 

2. Gelblich rotbraun, Stirn, Fühler mit Ausnahme der Basis, 
eine kleine Makel auf dem Halssch., das Schildchen, die 
Naht der Fld. ziemlich breit, der Seitenrand, vorn abgekürzt, 
schmal, schwarz, <$. 

3. Schwarz, nur die Fld. beiderseits an der Basis neben dem 
Schildchen und die Beine schwach gebräunt. $. 

4. Gelblich braunrot, Kopf, Fühler, eine kleine Makel auf dem 
Halssch. geschwärzt, Fld. an der Spitze verwaschen schwärz- 
lich braun, Unterseite braun, mit verwaschen begrenzten, nn- 
regelmäfsig zusammengeflossenen, schwärzlichen Makeln, Beine 
gebräunt. $. 

5. Einfarbig rötlich gelbbraun, nur die Fühler nach der Spitze 
zu geschwärzt. $. 

4. Anoplischius aeneipennis. 

(r^) Angustus, fusco-niger, griseo-pilosulus, elytris obscuro- 
viridi-aeneis; fronte antice subimpressa, haud porrecta, täte rotun- 
data, crebre sat fortiler punctata; antennis brunneis, haud elongatis, 
articulo 3° 4° aequali; prothorace latitudine longiore, a basi gra- 
datim partim angustato, luteribus fere recto, creberrime fortiterque 
punctato, basi breviter paulo canaliculato, angulis posticis retrorstim 
flexis, carinatis, brunnescentibus ; elytris prothoracis latitudine, pa- 
rallelis, apice rotundatis, punctato-striatis , interstitiis dense punctu- 
fatis; corpore subtus pedibusque fuscis, laminis posticis obfnse sub- 
denfatis. — Long. 10 mill., lat. 2^ miü. 

($) Latus, antennis brevibus, prothorace latitudine paulo lon- 
giore, lateribus subrotundato. — Long. 12^ mill.. lat. 3f mill. 
Brasilia, B. Retiro. 

((3*) Kopf und Halssch. bräunlich schwarz, dicht grau behaart, 
die Fld. grün metallisch, anliegend behaart und namentlich nach 
der Spitze zu mit etwas längeren und mehr abstehenden Haaren 
zerstreut besetzt. Die Stirn ist vorn nicht vorragend , flach abge- 
rundet und hinter dem Vorderrand schwach eingedrückt, sehr dicht 
und ziemlich stark punktiert. Die Fühler sind braun und über- 
ragen die Hinterecken des Halssch. um 1 Glied, ihr drittes Glied 
ist dem vierten gleich. Das Halssch. ist deutlich länger als breit, 
von der Basis an allmählich schwach verengt, an den Seiten fast 
gerade, sehr dicht wie die Stirn punktiert, an der Basis mit kurzer, 
schwacher Mittelrinne, die Hinterecken sind gekielt und mit der 
Spitze nicht in der Richtung der Halsschildseiten divergierend, 
sondern parallel nach hinten gerichtet. Die Fld. sind so breit wie 



0. Schwarz,: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 53 

das Halssch., parallel und erst an der Spitze gerundet verengt, fein 
gestreift, die Streifen mit ziemlich tiefen und meist länglichen 
Punkten besetzt und die Zwischenräume dicht und nur wenig 
feiner punktiert, daher etwas runzlig. Die Unterseite und Beine 
sind bräunlich schwarz, Tarsen etwas heller. Das letzte Abdo- 
minalsegment ist an der Spitze sehr dicht runzlich punktiert, die 
Schenkeldecken mit einer sehr stumpfen, kaum merklichen Er- 
weiterung. 

Das mir vorliegende $ ist breiter und gröfser, die Fühler er- 
reichen kaum die Basis des Halssch., das Halssch. ist nur sehr 
wenig länger als breit, an den Seiten schwach gerundet; die 
Skulptur der Fld. ist etwas stärker und so wie diejenige des 
Halssch. etwas weniger dicht. I. Sektion. 

5. Anoplischius trivittatus. 

Brunnens, flavo-griseo-pilosus ; fronte subimpressa, antice haud 
porrecla, creberrime sat fortiter punctata; antennis brunneo-rußs) 
brevibus, articulo 3° 4° multo breviore; prothorace latitudine pauto 
longiore, convexo, a basi rectolineariter parum, apice magis rotun- 
datim angustato , vitta media lateribusque nigris, dense punctato, 
angulis posticis nigris, haud divaricatis acute carinatis; elytris pro- 
thoracis latitudine , lateribus late subrotundatis , postice attenuatis, 
fuscis, sutura lateribusque vage brunneis, subtiliter punctato striatis, 
interstitiis dense subrugulose punctulatis ; corpore subtus rufo- 
brunneo, dense fulvo-pubescens, pedibus rufo -testaceis ; laminis 
posticis fere simplicibus. — Long. 11 mill., lat. fere 4 mill. 
Brasilia, B. Retiro. 

Braun, dicht gelblich grau behaart, das Halssch. längs der 
Mitte ziemlich breit und an den Seiten schmal, schwarz, das Schild- 
chen ist schwarz, die Fld. sind sehwärzlich braun, ihre Naht, 
Basis und Seiten braun. Die Stirn ist vorn kaum merklich drei- 
eckig eingedrückt, sehr dicht, fast runzlig und ziemlich stark 
punktiert, ihr Vorderrand flach gerundet, nicht vorragend und nur 
wenig von der Oberlippe abgesetzt. Die Fühler sind braunrot, 
erreichen nur die Basis der Fld., ibr drittes Glied ist nur wenig 
länger als das zweite und nur \ so lang wie das vierte. Das 
Halssch. ist etwas länger als breit, gewölbt, von der Basis an nach 
vorn zuerst schwach und geradlinig allmählich, im vordersten 
Drittel stärker und deutlich gerundet verengt, weniger dicht und 
weniger stark als die Stirn punktiert, mit kurzer Mittelrinne an 
der Basis und in der Richtung der Halsschildseiten nach hinten 



54 0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd-Amerika. 

gerichteten, scharf gekielten, schwarzen Hinterecken. Die Fld. 
sind so breit wie das Halssch., an den Seiten sehr schwach ge- 
rundet und von der Mitte an nach hinten verengt, fein punktiert- 
gestreift, die Zwischenräume nicht ganz flach, fein, dicht und etwas 
runzlig punktuliert. Die Unterseite ist mit Ausnahme des schwarzen 
Aufsenrandes der Vorderbrust und ihrer Hinterecken braunrot, 
fein und dicht gelblich behaart, die Beine sind gelblich braunrot 
die Schenkeldecken sind fast vollständig einfach. 

I. Sektion, durch die Färbung des Halssch. und das kleine 
dritte Fühlerglied besonders ausgezeichnet. 

6. Anoplischius punctatissimus. 
Fusco-niger, opacus, elytris brunneis, cinereo-pilosus ; fronte 
antice depressa, creberrime umbilicato punctata; antennis brunneis, 
brevibus, articulo 3° 2° subaequali; prolhorace latitudine longiore, 
a basi subrotundatim paulo angustato , creberrime siibrugulose um- 
bilicato -punctuto, angulis posticis subdivaricatis, subtiliter carinalis; 
scutello nigro, piano, dense punclato ; elytris prothorace haud la- 
tioribus, apice rotundatis, punctato-striatis , interstitiis dense rugu- 
lose punctulatis; corpore subtus fusco, pedibus epipleurisqne brunneis, 
laminis posticis obsolete subdentatis. — Long. 10^ milk, lat. fere 
3 mill. 

Brasilia, B. Retiro. 

Kopf und Halssch. geschwärzt, Fld. dunkelbraun, matt, mäfsig 
dicht, anliegend, gelblichgrau behaart. Die Stirn ist vorn leicht 
niedergedrückt, sehr dicht und nabelig punktiert. Die Fühler siud 
braun und erreichen nur die Basis der Fld , ihr zweites und drittes 
Glied sind klein und einander fast gleich. Das Halssch. ist länger 
als breit, von der Basis an nach vorn schwach gerundet und nur 
sehr wenig verengt, äufserst dicht und nabelig punktiert, ohne 
merkliche Mittelfurche, die Hinterecken in der Richtung der Hals- 
schildseiten nach hinten gerichtet, spitz, fein gekielt. Die Fld. 
sind so breit wie das Halssch. und erst an der Spitze gerundet 
verengt, punktiert -gestreift und dicht runzlig punktuliert. Die 
Unterseite ist dunkelbraun, Beine und Epipleuren heller rotbraun; 
die Schenkeldecken zeigen die Spur einer stumpfen und schwachen 
Erweiterung. 

I. Sektion, durch die dichte, nabelige Punktierung und das 
kleine dritte Fühlerglied besonders ausgezeichnet und erinnert 
durch die schwache Andeutung einer stumpfen Erweiterung der 
Schenkeldecken an einen IschiodontuSj, 



0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 55 

7. Anop lischius nigro laterus. 

Obscuro-nifus, ftavo-pilosus, nitidus; fronte parce punctata, siib- 
li/iler alutacea; prelhorace longitudine laliore, a medio rolundatim 
angustäto, parce punctata, basi breviter canaliculato, angulis posticis 
haud divaricatis , valde carinatis; elytris prothoracis latitudine, a 
basi attenuatis, lateribus postice abbreviatis nigris , parce subliliter 
seriatim punctulatis; corpore subtus pedibusque fere concoloribus, — 
Long. 11 — 16 mill., lat. elytr. basi 2f — 4 mill. 
Venezuela. 

Dunkelrot, glänzend, die Fld. beiderseits ungefähr bis zum 
letzten Viertel schwarz, ziemlich lang und mäfsig dicht abstehend 
gelb behaart. Die Stirn ist leicht gewölbt, vorn der Quere nach 
flach, zerstreut und ziemlich fein punktiert, sehr dicht und fein 
lederartig chagriniert. Die Fühler des tf sind von halber Körper- 
länge, die des $ nur wenig kürzer und ein wenig dünner. Das 
Halssch. ist breiter als lang, von der Mitte an nach vorn ziemlich 
stark gerundet verengt, zerstreut und ziemlich fein punktiert, mit 
kurzer Mittelfurche an der Basis, die Hinterecken sind gerade nach 
hinten gerichtet, von der Seite gesehen an der Spitze nach unten 
gebogen und die äufserste Spitze etwas abgesetzt, stark gekielt, 
der Kiel bis über die Mitte hinausreichend. Die Fld. sind an der 
Basis von der Breite des Halssch. und nach hinten allmählich ver- 
engt, mit spitzem Nahtwinkel, fein und wenig dicht gereiht punk- 
tiert, nur der Nahtstreif deutlich und an der Basis mit kurzen, 
tiefen Streifen. Unterseite und Beine sind meist einfarbig dunkel- 
rot, die Mitte der Vorderbrust zuweilen etwas dunkler, die Beine 
zuweilen etwas heller. 

Gehört in die Gruppe des laticollis und ist hier an der 
schwarzen Seitenfärbung der Fld. leicht zu erkennen. 

8. Ischiodontus laterus. 
Rufo-castaneus, dense fulvo pilosus, elytris lateribus infuscatis; 
fronte porrecta, antice rotundata, triangulär Her impresso, dense for- 
titerque punctata; antennis elongatis, crassis, fusco-carinulatis, ab- 
articula 3° valde serratis; prothorace longitudine latiore, a basi 
angustäto, crebre fortiterque punctato, basi canaliculato , angulis 
posticis acute carinatis; elytris prothoracis haud latioribus, parallelis, 
postice rolundatim atlenuatis, punctato-substriatis, interslitiis planis, 
parce punctulatis ; corpore subtus concolore, pedibus pallidioribus, — 
Long. 15 mill., lat. 4 mill. 
Peru, Vilcanota. 



56 0. Schwarz: Nene Elateriden aus Süd- Amerika. 

Rotkastanienbrauu, dicht bräunlichgelb behaart, mäfsig glän- 
zend. Die Stirn ist ziemlich stark vorragend, vorn gerundet, ziem- 
lich stark dreieckig vertieft, dicht und stark punktiert. Die Fühler 
sind kräftig, überragen die Hinterecken des Halssch. um 3 Glieder, 
sind fein schwärzlich gekielt, ihr drittes Glied so lang wie das 
vierte, das Halssch. ist breiter als lang, von der Basis an nach 
vorn allmählich verengt, die Seiten gerade, nur an den Vorder- 
ecken gerundet, dicht und stark, an den Seiten grob punktiert, mit 
kurzer Mittelfurche au der Basis, die Hinterecken in der Richtung 
der Halsschildseiten divergierend, scharf und ziemlich lang gekielt, 
der Seitenrand etwas aufgebogen. Die Fld. sind so breit wie das 
Halssch., bis zur Mitte parallel, dann nach hinten gerundet ver- 
engt, beiderseits der Länge nach verwaschen schwarz, gereiht 
punktiert, nur an der Basis deutlich gestreift, die Punktreihen an 
den Seiten stärker, an der Naht sehr fein, die Zwischenräume sind 
fein und zerstreut punkluliert. Die Unterseite ist wie die Ober- 
seite gefärbt, fein und dicht, das Prosternum stark und dicht 
punktiert und nach hinten schwärzlich, Fortsatz nach innen ge- 
bogen, die Propleuren fein und zerstreut punktiert, Zahn der 
Schenkeldecken nicht besonders scharf. 

Mit pexus Cand., auricomus Cand., elongatus Champ. ver- 
wandt, aber das Halssch. viel stärker punktiert und die Fühler 
gekielt. 

9. lschiodontus testaceus. 

Testaceus, ßavo, pilosus; fronte convexinscula, paulo porrecta, 
sat dense punctata; antennis elongatis, carinulatis , articulo 3° 4° 
subaequali; prothorace longitudine partim latiore, a basi angustato, 
minus dense punctato, basi canalicufato, angulis posticis divaricatis, 
exlrorsum carinatis; elytris prothorace paulo latioribus, a medio 
rotundatim attenuatis, punctato-substriatis ; corpore subtus pedibus- 
que concoloribus. — Long. 10 mill., lat. 2-f- mill. 
Columbia. 

Rötlich gelbbraun, dicht gelb halb abstehend behaart. Die 
Stirn ist leicht gewölbt und mäfsig dicht punktiert, der Vorder- 
rand etwas vorragend, gerundet, hinter demselben der Quere nach 
schwach vertieft. Die Fühler überragen die Hinterecken des 
Halssch. um drei Glieder und sind fein gekielt und nur schwach 
gesägt, ihr drittes Glied ist dem vierten fast gleich. Das Halssch. 
ist etwas kürzer als an der Basis breit, nach vorn allmählich 
geradlinig verengt, wenig dicht und mäfsig stark punktiert, an der 



0. Schwarz: .\ene Elateriden aus Sud- Amerika. 57 

Basis mit kurzer Mittelfurche, die Hinterecken sind in der Rich- 
tung der Halsschildseiten divergierend und neben dem Aufsenrande 
mäfsig lang gekielt. Die Fld. sind etwas breiter als das Halssch. 
und erst vongjjer Mitte an nach hinten gerundet verengt, fast nur 
gereiht punktiert, nur an der Basis mit deutlich vertieften Streifen, 
die Zwischenräume fast ganz glatt. Die Unterseite ist wie die 
Oberseite gefärbt, glänzender, fein und wenig dicht, die Seiten der 
Vorderbrust stärker punktiert, die Beine sind kaum etwas heller 
gefärbt, der Zahn der Schenkeldecken ist nur schwach, der Pro- 
sternalfortsatz mit dem Prosternum in einer Linie schwach ge- 
wölbt. 

Dem Faldermanni Cand. ähnlich, aber die Fühler länger, das 
Halssch. weniger dicht punktiert, die Fld. fast nicht gestreift, die 
Lamellen der Tarsen normal. 

10. Isc hiodontus aeneus. 
Aeneus, e/ytris brunneo-aenescentibus, griseopilosus, fronte con- 
cej-rt, obsolete subimpressa , paulo porrecta, deiise forliterque punc- 
tata; antennis nigris, articulo 3° 4° aequalis; prothorace longitudine 
paulo latiore , a basi angustato, lateribtis subrotundato, crebre sa* 
fortiter punctato, angulis posticis divaficatis, brunnescentibus , cari- 
nnlus; e/ytris prothorace latioribus, a medio rotundatim attenuatis, 
puncfato-striatis, interstitiis dense punctulatis, corpore subtus brunneo, 
pedibus rufo-testaceis. — Long. 10^ — 12 mill., lat. 1\ — 3^ mill. 
Venezuela. 
Kopf und Halssch. dunkelbronzefarbig, Fld. braun erzfarbig, 
dicht grau behaart. Die Stirn ist leicht gewölbt, ohne merklichen 
Eindruck, vorn etwas vorragend und flach gerundet, dicht und 
ziemlich stark punktiert. Die Fühler sind tief schwarz und über- 
ragen die Hinterecken des Halssch. kaum um 1 Glied, ihr drittes 
Glied ist dem vierten gleich. Das Halssch. ist ein wenig breiter 
als lang, von der Basis an nach vorn allmählich verengt, die 
Seiten nur sehr schwach etwas gerundet, dicht und mäfsig stark 
punktiert, fast ohne Mittelfurche an der Basis, die Hinterecken 
sind gebräunt, in der Richtung der Halsschildseiten divergierend, 
gekielt. Die Fld. sind breiter als das Halssch., von der Mitte an 
nach hinten gerundet verengt, punktiert -gestreift, die Zwischen- 
räume sind fein und ziemlich dicht punktiert. Die Unterseite ist 
braun, nicht metallisch, die Beine sind gelblieh braunrot. Der Pro- 
sternalfortsatz ist nach innen gebogen, der Zahn der Schenkel- 
decken ist stumpf. 



58 0. Schwarz: Neue Eluteriden aus Süd- Amerika. 

Dem chloropterus verwandt, aber dichter und stärker punktiert 
und mit ganz schwarzen Fühlern. Das $ ist etwas gröfser und 
breiter als das c?, das Halssch. im Verhältnis etwas kürzer und 
die Fühler erreichen nur die Basis des Halsschildes." 

11. Isc hiodontus bivittatus. 

Niger, flavo-griseo-pilosus ; fronte antice rotundata, obsolete 
impresso, dense fortiter punclato; antennis brunneo-rufis, haud ser- 
ratis, articulis 2 — 3 parvis aequalibusque; prothorace longitudine 
latiore, antrorsum rotvndatim fortiter angustato, dense punclato, 
punctis lateribus umbilicalis, basi leviter canaliculato, angulis posticis 
haud divaricatis, acute sat longe carinafis; elytris profhoracis lati- 
tudine, parallelis, apice rotundatis, vitta elongata apiceque brunneo- 
rufis, puncfafo-striatis , interstitiis convexiusculis, rugulose punctu- 
latis ; corpore subtus pedibusque brunneo-rufis, antepecto fusco. — 
Long. 10 mill., lat. 3 mill. 
Paraguay. 

Schwarz, gelblich grau behaart, jede Flügeldecke mit einem 
langen, braunroten Fleck und die Spitze braunrot, oder die Fld. 
als braunrot angesehen, die Basis, eine Querbinde hinter der Mitte 
und die Seiten von der Basis an bis zur Querbinde schwarz. Die 
Stirn ist leicht gewölbt, vorn gerandet und leicht gerundet, nicht 
vorragend, ohne deutliche Eindrücke, dicht und ziemlich stark 
punktiert. Die Fühler sind braunrot, dünn, nicht gesägt und über- 
ragen die Hinterecken des Halssch. kaum um 2 Glieder, Glied 
zwei und drei sind klein und einander gleich, zusammen nur so 
lang wie das vierte. Das Halssch. ist breiter als lang, an der 
Basis seitlich gerade und parallel, nach vorn stark gerundet ver- 
engt, dicht punktiert, die Punkte an den Seiten dichter, etwas 
stärker und deutlich genabelt, mit schwach angedeuteter, bis zur 
Mitte reichender Längsfurche, die Hinterecken gerade nach hinten 
gerichtet, scharf und ziemlich lang gekielt Die Fld. sind so breit 
wie das Halssch., parallel und erst an der Spitze gerundet ver- 
engt, punktiert-gestreift, die Zwischenräume gewölbt, fein punktu- 
liert und schwach gerunzelt. Unterseite und Beine sind braunrot, 
die Vorderbrust ist dunkelbraun, der Prosternalfortsatz stark nach 
innen gebogen, die Schenkeldecken scharf gezähnt. 

Dem fascialus Cand. und cruciatus Cand. verwandt. 

Das eine mir vorliegende Ex. scheint ein $ zu sein. 



(). Schwarz: Nene Elateriden aus Süd- Amerika. 59 

12. Ischiodontus ellipticus. 
Elongato-ellipticus, brunnescenti-rufus, sal longe griseo-pilosus, 

nitidus; fronte triangu/ariter leviter impresso, antice media submar- 
ginala, fortiter rugoso-punctata; antennis paulo elongatis, subser- 
ralis, articulo 3° 2° longiore sed 4° breviore, prothorace lonyitiidinc 
latiore, a basi rotundatim angustato, sat valde convexo, parce sat 
fortiter punctalo, basi fere haud canaliculato, angnlis posticis sub- 
divaricatis, carijialis; elytris medio prothorace paulo lalioribus, la- 
teribus late subrotundatis, medio subdilatatis, postice attenualis, con- 
vexis, subtiliter punctato-striatis, interslitiis subli/issime punctata! is; 
corpore subtus obscuro-brunneus, abdomine brunneo-rufo-limbalo) 
pedibus brunneo-rußs, laminis posticis leviter obtuse denlalis. — 
Long. 14 mill., lat. 4 mill. 
Peru, Chanchamajo. 

Lang elliptisch, bräunlich rot, dicht und ziemlich laug grau 
behaart, Haare des Halssch. sehr ungleich gerichtet. Die Stirn ist 
flach und wenig deutlich dreieckig eingedrückt, nicht vorragend, 
Vorderrand in der Mitte nur schwach angedeutet, sehr dicht und 
etwas runzlig punktiert. Die Fühler sind ziemlich dünn, nur un- 
deutlich gesägt, überragen die Hinterecken des Halssch. reichlich 
um 2 Glieder, ihr drittes Glied ist länger als das zweite, aber 
kürzer als das dritte. Das Halssch. ist breiter als lang, von der 
Basis au nach vorn gerundet verengt, ziemlich stark gewölbt 
mälsig stark und zerstreut punktiert, eine Mittellinie an der Basis 
kaum angedeutet, die Hinterecken sind iu der Richtung der Halssch. 
nach hinten gerichtet, nicht nach innen gekrümmt, fein gekielt, ihr 
Kiel, ihre äufserste Spitze und der Basalrand sind geschwärzt. Die 
Fld. sind an der Basis reichlich so breit und reichlich 3^ mal so 
lang wie das Halssch., an den Seiten schwach gerundet und in 
der Mitte ein wenig verbreitert, nach hinten gerundet verengt, fein 
punktiert-gestreift, die Streifen der Naht zu sehr fein, zerstreut und 
uudeutlich punktiert, die Zwischenräume nur an der Basis gewölbt, 
die haartragenden Punkte sind sehr fein. Die Unterseite ist dunkler 
als die Oberseite, die Beine und die Seiten des Abdomens sind 
braunrot, der Prosternalfortsatz ist schwach nach innen geneigt, 
die Schenkeldecken sind stumpf gezähnt, die Prosternalnähte vorn 
nur wenig geöffnet. 

Mit latus Cand. verwandt. 

13. Atractosomus angust us. 

Angustus , rufo - brunneus , dense flavo-pilosus; fronte antice 



60 0. Schwarz: ISene Elateriden aus Sud- Amerika. 

impressa, dense punctata; antennis brunneo-rufis , articulo 3° 4° 
aequali; prothorace longitudine latiore, a basi partim angustalo, 
postice depresso , sat dense subtiliter punctata, angulis posticis bre- 
vibus , subdivaricatis , carinatis ; elytris prothorace sublatioribus et 
quadruplo longioribus, ultra medium subparallelis, postice atte- 
nuatis, striis sat fortiter punctatis, interstitiis convexiusculis, sparsim 
punctulatis; corpore subtus brunneo , epipleuris pedibusque rufo- 
brunneis. — Long. 13^ mill., lat. 3^ mill. 
Brasilia. 

Schmal, rötlich braun, mit dichter, gelber, anliegender Behaa- 
rung. Die Stirn ist vorn vertieft niedergedrückt, nicht vorragend, 
beiderseits über der Fühlerwurzel erhaben und gerandet, dicht und 
mäfsig stark punktiert. Die Fühler sind rotbraun, überragen die 
Hinterecken des Halssch. fast um vier Glieder, ihr drittes Glied 
ist so lang wie das vierte. Das Halssch. ist kürzer als an der 
Basis breit, nach vorn allmählich schwach verengt, an den Seiten 
kaum merklich gerundet, hinten flach und eben, ziemlich dicht und 
ziemlich fein punktiert, mit kurzer, schwacher Mittelfurche an der 
Basis, die Hinterecken sind kurz, in der Richtung der Halsschild- 
seiten nach hinten gerichtet und gekielt. Die Fld. sind an der 
Basis kaum breiter als die Basis des Halssch. und etwa viermal 
so lang wie das Halssch., bis hinter- die Mitte allmählich schwach 
verbreitert und dann gerundet verengt, ziemlich stark punktiert- 
gestreift, die Zwischenräume leicht gewölbt, fein und sehr sparsam 
punktuliert. Die Unterseite ist braunn, die Epipleuren und Beine 
sind rötlich gelbbraun. 

Der Stirnbildung nach mit ferrugineus, robustus und cayennensis 
verwandt, aber mit keiner dieser Arten zu verwechseln. 

14. Atractosomus pedestris. 
Fuscus, elytris brunneis, dense flavo-griseo-pilosus ; fronte trian- 
gulariter subimpressa, crebre fortiter que punctata; antennis brunneis, 
articulo 3° 4° sublongiore; prothorace longitudine latiore, a basi 
fere rectolineariter angustato, minus dense, lateribus densius fortius- 
que punctato, basi breviler canaliculato , angulis posticis sat longe 
carinatis; elytris prothorace fere sublatioribus, medio late subrotun- 
datim paulo dilatis , postice angustatis , subtiliter punclato-striatis, 
interstitiis parce subtiliter punctulatis; corpore subtus brunneo, ante- 
peclo fusco, pedibus brunneo-rufis, femoribus flavis. — Long, 
llf mill., lat. 3$ mill. 

Brasilia, Espirito Santo. 



O. Schwarz: Nene Elaferiden ans Süd- Amerika . 61 

Kopf und Halsschild dunkelbraun, Flgd. etwas heller, dicht 
gelblich grau behaart, wenig glänzend. Die Stirn ist vorn schwach 
dreieckig eingedrückt dicht nnd ziemlich stark punktiert. Die 
Fühler sind braun, das dritte Glied ist ein wenig gröfser als das 
vierte. Das Halssch. ist breiter als lang, von der Basis an nach 
vorn verengt, an den Seiten fast geradlinig, nur an den Vorder- 
ecken etwas gerundet, auf der Mitte wenig dicht und ziemlich fein, 
an den Seiten dichter und stärker punktiert, mit kurzer Mittelfurche 
an der Basis, die Hinterecken in der Richtung der Halsschildseiten 
nach hinten gerichtet, scharf und ziemlich lang gekielt. Die Fld. 
sind reichlich so breit wie das Halssch., an den Seiten sehr schwach 
gerundet und in der Mitte sehr wenig breiter als an der Basis, 
nach hinten gerundet verengt, ziemlich fein punktiert-gestreift, mit 
ebenen, nur an der Basis gewölbten, fein und zerstreut punktu- 
lierten Zwischenräumen. Die Unterseite ist mit Ausnahme der 
schwärzlich braunen Vorderbrust braunrot, glänzend, die Schenkel, 
Schienen und Tarsen sind rötlich gelb. Die Seiten der Vorder- 
brust sind aufsen dicht und ziemlich stark punktiert. 

Eine charakteristische Art , durch die gelben Beine und die 
für diese Gattung verhältnismäfsig stark und lang gekielten Hinter- 
ecken des Halssch. besonders ausgezeichnet. 

15. Pomachilius brevicornis. 

Niger, nitidus, ftavo-cinereo-pubescens; fronte convexa, haud 
impresso, dense subtiliter punctata; antennis nigris , basi rufis, 
prothoracis angulis posticis haud superanfibus; prothorace lalitudine 
longiore, a basi sensim sub an gustat o , lateribus recfo, apice solum 
rotnndato, dense subtiliter punctata, haud canaliculato, angulis 
posticis parum divaricatis , subtiliter carinatis; ehjtris prothorace 
sublatioribus, parallelis, apice rotundatis, subtruncatis, brunneo-rußs, 
postice nigris, subtiliter punctato - slriatis , striis versus apicem ob- 
soletis, interstitiis dense subtiliter punctulatis ; corpore subtus nigro, 
metathorace fusco vel brunneo, pedibus ßavo-testaceis. — Long. 
6 mill., lat. lf mill. 

Brasilia merid., Nova Friburgo. 

Schwarz glänzend, fein gelblich behaart, die Fld. braunrot, 
hinten wenig scharf begrenzt schwarz. Die Stirn ist gewölbt, 
glänzend, in der Mitte ohne merklichen Eindruck, fein und 
dicht punktiert. Die Fühler sind an der Basis rot und erreichen 
beim $ nur die Spitze der Hinterecken des Halssch. Das Halssch. 
ist deutlich länger als breit, von der Basis an nach vorn schwach 



62 0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 

und allmählich geradlinig verengt, an ber Spitze schwach gerundet, 
fein und dicht punktiert, ohne merkliche Mittelfurche, die Hinter- 
ecken in der Richtung der Halsschildseiten divergierend, fein ge- 
kielt, zuweilen bräunlich. Die Fld. sind nur sehr wenig breiter 
als das Halssch., an den Seiten fast gerade und parallel und erst 
an der Spitze gerundet verengt, am Nahtwinkel schwach gestutzt, 
fein und dicht punktiert mit feinen, neben der Naht undeutlichen 
und nach hinten zum Teil ganz erloschenen, fein punktulierten 
Streifen; die schwarze Färbung reicht an den Seiten bei dem mir 
vorliegenden Pärchen nicht ganz bis zur Mitte. Die Unterseite ist 
schwarz, die Hinterbrust braunrot (cT) oder braun ($), die Beine 
sind gelb oder rötlich gelb. 

Diese Art unterscheidet sich von dem ihm ähnlichen terminatus 
Cand. durch die rote Fühlerbasis, durch das feiner und dichter 
punktierte und nach vorn stärker verengte Halssch., durch die viel 
feinere und dichtere Skulptur und an den Seiten nach vorn vorge- 
zogene schwarze Färbung der Fld. 

16. Cardiorhinus divaricatus. 

Niger, breviter obscuro-pilosus ; fronte crebre fortiterque punc- 
tata; antennis paulo-elongatis, articulo 3° 4° angustiore, prothorace 
latitudine paulo longiore, a basi subangustato, lateribus parum sub- 
rotundato, ferrugineo-testaceo, macula basali nigra notato, sat dense 
minus fortiter punctato, postice canaliculato , angulis posticis nigris, 
subito valde divaricatis, subtiliter carinatis; elytris prothorace la- 
tioribus, a medio rotundatim atfenuatis, tertio parte basali flavo- 
festaceis, punctato- striatis , interstitiis convexis, subtiliter sat dense 
punctulatis; corpore subtus pedibusque nigris, unguiculis testaceis, 
propleuris, epipleuris, macula prosternali alteraque metasternali vage 
rufis. — Long. 16 mill., lat. 4j mill. 
Brasilia, Santos. 

Schwarz, ziemlich glänzend, mit kurzer, abstehender, schwärz- 
licher Behaarung, Halssch. gelblich rotbraun, an der Basis mit 
einer länglichen, nach vorn schwach erweiterten und hier stumpf 
dreiwinkligen , schwarzen Makel , Hinterecken und Basalrand 
schwarz, Fld. im Basaldrittel gelblich rot, hinten schwarz und 
schwärzlich grau behaart. Die Stirn ist beiderseits nur schwach 
und undeutlich eingedrückt, dicht und stark punktiert. Die Fühler 
überragen die Hinterecken des Halssch. nur um 1 Glied, ihr drittes 
Glied ist nicht deutlich länger, aber schmaler als das vierte. Das 
Halssch. ist nur wenig länger als breit, an den Seiten nur sehr 



0. Schwarz: Neue Elnteriden aus Süd- Amerika. 63 

wenig gerundet und nach vorn sehr wenig verengt, mäfsig dicht 
und mäfsig stark punktiert, hinten mit vertiefter Mittelfurche, die 
Hinterecken plötzlich stark nach aufsen gerichtet und nur fein und 
schwach gekielt. Die Fld. sind breiter als das Halssch. und erst 
von der Mitte an gerundet verengt, ziemlich tief punktiert-gestreift, 
die Zwischenräume gewölbt und fein und ziemlich dicht punktulieit. 
Unterseite und Beine sind schwarz, die Klauen rötlich gelb, die 
Seiten der Vorderbrust ganz oder teilweise und die Epipleuren 
gelblich rot, das Prosternum vor den Vorderhüften und die Mitte 
der Hinterbrust mit einer verwaschen braunroten, zuweilen ge- 
teilten Makel. Das Mesosternum ist an der Basis ziemlich stark 
erhaben und nach vorn etwas vorragend. 

Mit kürzeren Fühlern und feinerer Punktierung als seminiger 
und durch die auffallend stark divergierenden Hinterecken beson- 
ders ausgezeichnet. 

17. Cardiorhinus intermedius. 

(cT) Nig er -> nigra -pilosus; fronte longitudinaliter biimpressa, 
crebre fortiterque punctata; antennis subelongatis, articulo 3° 4° 
longiore gracilioreque; prothorace latitudine longiore, a basi an- 
gustato, lateribus late rotundato, rufo-ferrugineo , vitta fusiformi 
nigra notato, crebre sat fortiter punctato , canaliculato , angulis 
posficis validis, divaricatis, carinalis; elt/tris prothorace latioribus, 
ultra medium subdilatatis, postice rotundatim attenuatis, plaga basali 
magna ferruginea, punctato-striatis, interstitiis deuse subtiliter punc- 
tulatis , versus basim convexis-, corpore subtus pedibusque nigris, 
prop/euris epipleurisque ferrugineis. — Long. 16 — 19 mill., lat. 
4|— 5 mill. 

Var: Prothorace haud maculato. 
Brasilia, St. Catharina. 

Schwarz, mit feiner, kurzer, abstehender, schwärzlicher Be- 
haarung. Die Stirn ist stark und dicht punktiert, beiderseits mit 
einem länglichen Eindruck. Die Fühler überragen die Hinterecken 
des Halssch. nur um 1 Glied, sind kräftig und stark gesägt, das 
dritte Glied ein wenig länger und dünner als das vierte. Das 
Halssch. ist länger als breit, von der Basis an nach vorn gerundet 
verengt, an den Seiten mäfsig gerundet, bräunlich rot, längs der 
Mitte mit einem nach vorn und hinten gerundet verschmälerten, 
schwarzen Fleck, dicht und stark punktiert, der Länge nach ge- 
furcht, die Hinterecken lang und ziemlich stark divergierend, an 
der Spitze meist schwarz, scharf gekielt. Das Schildchen ist 



64 0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd-Amerika. 

schwarz. Die Fld. sind breiter als das Halssch. , bis hinter die 
Mitte allmählich schwach verbreitert, dann gerundet verengt, an 
der Basis jederseits mit einem mehr oder weniger grofsen, bräun- 
lich roten Fleck, diese an der Basis zuweilen mit einander 
verschmolzen, punktiert- gestreift, die Zwischenräume dicht und 
fein punktuliert und nach der Basis zu gewölbt. Unterseite und 
Beine sind schwarz, Propleuren und Epipleuren rot. 

Diese Art ist mit rufilateris und seminiger verwandt, unter- 
scheidet sich von seminiger durch die kürzeren und kräftigeren 
Fühler, die bei seminiger $ die Hinterecken des Halssch. um 
2 Glieder überragen, von rufilateris durch das verhältnismäfsig 
längere, nach vorn von der Basis an viel stärker verschmälerte 
und weniger dicht punktierte Halssch.; wohl häufig mit seminiger 
verwechselt. 

18. Cardiorhinus ruficollis. 

Niger, nitidissimus , prothorace sanguineo; fronte biimpressa, 
dense sat fortiter punctata; antennis in <3* paulo elongatis, in £ bre- 
vibus, articulo 3° 4° longiore gracilioreque; prothorace latitudine 
haud longiore, convexo, basi apiceque angustato ; lateribus rotundato, 
dense brevissime nigro-piloso, pilis erectis, sat dense subtiliter punc- 
tata, angulis posticis divaricatis, carinalis; elgtris prothorace sub- 
latioribus, a basi usque ad apicem attenuatis, parce subtilissime 
griseo-pubescentibus, profunde punctato-striatis, interstitiis convexis, 
subtiliter punctulatis; corpore subtus pedibusque nigris, propleuris 
sanguineis. — Long. 17 — 19 mill., lat. 5 — 5^ mill. 
Brasilia, Espirito Santo. 

Schwarz, stark glänzend, das Halssch. heller oder dunkler 
blutrot und dicht, abstehend, schwarz und sehr kurz behaart; die 
Fld. sind spärlich und äufserst fein grau behaart. Die Stirn ist 
in der Mitte beiderseits eingedrückt, dicht und mäfsig stark punk- 
tiert. Die Fühler sind schwarz oder etwas bräunlich schwarz, 
überragen beim c? die Hinterecken des Halssch. um wenig mehr 
als 1 Glied, und erreichen beim $ nur die Basis des Halssch., ihr 
drittes Glied ist deutlich länger und schmaler als das vierte. Das 
Halssch. ist beim $ so breit wie lang , beim $ fast etwas breiter, 
stark gewölbt, an der Basis wenig, nach vorn mehr gerundet ver- 
engt, fein und mäfsig dicht punktiert, mit flacher, nur hinten deut- 
licher Mittelfurche, die Hinterecken sind mäfsig lang, divergierend, 
gekielt, die Spitze wie der schmale Basal- und Vorderrand des 
Halssch. geschwärzt. Die Fld. sind ein wenig breiter als das 



0. Schwarz: Neue Etat enden aus Süd- Amerika. 65 

Halssch., von der Basis an schwach gerundet, aber ziemlich stark 
verengt, tief gestreift, die Streifen nur fein punktiert, mit gewölb- 
ten, fein und mäfsig dicht punktulierten Zwischenräumen. Unter- 
seite und Beine sind schwarz, letztere zuweilen bräunlich schwarz, 
Seiten der Vorderbrust sind rot. Das Mesosternum ist an der 
Basis stark erhaben und vorragend. 

In Gröfse und Habitus dem antennalis ähnlich, aber abgesehen 
von der ganz verschiedenen Färbung, ist das Halsscb. im Ver- 
hältnis etwas breiter und an den Seiten weniger gerundet und der 
ganze Körper oben und unten feiner und weniger dicht punktiert, 
die einzelnen Eühlerglieder sind kürzer und breiter. 

19. Cardior hinus infernus. 

Testaceus, subtiliter flavo-pubescens; fronte nigra, dense punc- 
tata; antennis testaceis, elongatis, tenuibus, articulo 3° 4° longiore 
gracilioreque; prothorace latitudine longiore, basi apiceque an- 
gustato, lateribvs leviter rotundato , sat dense subtiliter punctata, 
canaliculato, angulis posticis acutis , divaricatis, subtiliter carinatis; 
scutello nigro; elytris prothorace partim latioribus, a medio sensim 
paulo rotundatim. attenuatis, postice sutura lateribusque apice nigris, 
subtiliter striatis, striis brunneo-punctatis, interstitiis planis, sparsim 
subtilissime punctulatis; corpore subtus nigro, subtiliter albo-griseo- 
pilosulus, propleuris, pedibus epipleurisque testaceis, mesostemo basi 
elevato. — Long. 13 mill., lat. 3£- mill. 
Brasilia, Espirito Santo. 

Gelblich rot, fein gelb behaart. Die Stirn ist schwarz, mit 
undeutlichen Eindrücken, dicht punktiert. Die Fühler sind dünn, 
überragen die Hinterecken des Halssch. reichlich um 2 Glieder, 
ihr drittes Glied ist etwas länger und dünner als das vierte. Das 
Halssch. ist länger als breit, an der Basis wenig, vorn wenig 
stärker verengt, mit leicht gerundeten Seiten fein und mäfsig dicht 
punktiert, Vorderrand gebräunt, mit vollständiger, deutlicher Mittel- 
furche, die Hinterecken sind ziemlich lang und spitz, divergierend 
und fein gekielt. Das Schildchen ist schwarz. Die Fld. sind 
etwas breiter als das Halssch. und von der Mitte an nach hinten 
verengt, an den Seiten leicht gerundet, Naht und Seitenrand von 
der Mitte an und die Spitze geschwärzt, fein punktiert-gestreift, 
die Punkte der Streifen dunkel, die Zwischenräume nicht gewölbt, 
sehr fein und sparsam punktuliert. Die Unterseite ist schwarz, 
fein weifsgrau, Abdomen sehr kurz, Brust länger behaart, Seiten 

Deutsche Entoniol. Zeitschrift 1904. Heft 1. 5 



66 0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 

der Vorderbrust, Beine und Epipleuren der Fld. wie die Oberseite 
gefärbt, Mesosternum an der Basis erhaben und vorragend. 

Den hellen Varietäten von rufifateris, seminiger oder castanei- 
pennis ähnlich, unterscheidet sich aber von allen besonders durch 
die feine Punktur des Halssch. und durch die verhältnismäfsig 
dünnen Fühler. 

20. Cardiorhinus dimidiatus. 

Rufo-luteus, flavo-pubescens, capite, scutello, elytrisque postice 
nigris, fusco pubescentibus ; fronte longitudinaliter biimpressa, crebre 
fortiterque punctata', antennis nigris, acute serratis, paulo elongatis, 
arliculo 3° 4° aequali vel sublongiore sed graciliore; prothorace 
latitudine parum longiore, basi parum antice magis angustato, late- 
ribus rotundata, sat dense subtiliter punctato, obsolete subcanalicu- 
lato, margine basali, angulis posticis, nigris, his valde divaricatis, 
subtiliter carinalis; scutello postice transversim impresso', elytris 
prothorace paulo latioribus , a basi sensim attenuatis (cT) vel medio 
rotundatim paulo dilatatis, fortiter punctato-striatis , punctis fuscis, 
interstitiis convexis, minus dense subtilissime punctulatis; corpore 
subtus pedibusque nigris vel brunneis, propleuris rufis vel nigris. — 
Long. 16 — 20 mill., lat. 4£ — 5£ mill. 
Brasilia, Espirito Santo. 

Gelblich rot, zuweilen gelb, zuweilen braunrot, gelb behaart, 
die Stirn, die Fühler, der Basalrand und die Spitze oder die ganzen 
Hinterecken des Halssch. und die Fld. hinten in geringerer oder 
gröfserer Ausdehnung schwarz und hier meist fein grau behaart. 
Die Stirn ist beiderseits leicht eingedrückt, dicht und stark punk. 
tiert. Die Fühler sind zuweilen am ersten Gliede oder ganz 
bräunlich schwarz, überragen beim $ die Hinterecken des Halssch. 
nur reichlich um 1 Glied, beim $ nicht, ihr drittes Glied ist ein 
wenig länger und schmaler als das vierte. Das Halssch. ist etwas 
länger als breit, an der Basis wenig, vorn stärker verengt, an den 
Seiten mäfsig gerundet, gewölbt, fein und ziemlich dicht punktiert, 
Mittelfurche meist nur an der Basis deutlich, die Hinterecken sind 
kräftig, lang und divergierend, aber nur fein und schwach, zu- 
weilen undeutlich gekielt. Die Fld. sind etwas breiter als das 
Halssch., beim c? von der Basis an nach hinten allmählich ver- 
engt, beim $ in der Mitte ein wenig gerundet verbreitert, die 
schwarze Färbung an den Seiten und der Naht etwas weiter nach 
vorn als neben der Naht, die ziemlich starken Streifen sind dunkel 
punktiert, die Zwischenräume mehr oder weniger gewölbt und sehr 



0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 67 

fein und wenig dicht punktuliert. Unterseite und Beine sind meist 
schwarz und die Seiten der Vorderbrust ganz oder zum gröfsten 
Teil rot, zuweilen sind die Beine oder auch die ganze Unterseite 
gebräunt, selten die ganze Unterseite und Beine einfarbig braunrot, 
selten mit Einschlufs der Propleuren einfarbig schwarz , in diesem 
letzten Falle auch das Halssch. und die Fld. vorn dunkler braunrot. 
Diese hier beschriebene Form ist von Candeze immer als eine 
Varietät des plagialus Cand. bestimmt worden, weicht aber in 
vielen Punkten von dieser Art so ab, dafs ich sie als eine beson- 
dere Art ansehe. Sie ist im Verhältnis gestreckter und schmaler 
als plagiatus, namentlich sind die Fld. im Verhältnis zum Halssch. 
länger, das Halssch. ist an der Basis weniger verengt, an den 
Seiten weniger stark gerundet, die Punktierung feiner und weniger 
dicht. Die Fühler sind kürzer, überragen beim tf die Hinterecken 
des Halssch. nur um wenig mehr als 1 Glied, bei plagiatus da- 
gegen fast um 3 Glieder. 

21. Cardiorhinus collaris. 

(<5*)- Niger, subtiliter obscuro- griseo-pubescens; fronte crebre 
fortiterque punctata; antennis elongatis, arliculo 3° 4° subaequali; 
prothorace basi excepto obscuro-sanguineo, latitudine haud longiore, 
convexo, basi parum, antice magis angustato, lateribus rotundato, 
dense sat fortiter punctato , postice canaliculato , angulis posticis 
divaricatis, subtiliter carinulatis ; elytris prothorace latioribus, a basi 
sensim attenuatis, subtiliter puuctato-striatis, interstitiis subtiliter 
punctulatis, versus basim convexiusculis ; corpore subtus pedibusque 
nigris, propleuris obscuro- sanguineis. — Long. JO — 12 mill., lat. 
3 — 3£ mill. 

Var. corpore totum nigrum. 
Brasilia, Sao Paulo. 

Schwarz, wenig glänzend, fein dunkelgrau behaart, das Hals- 
schild dunkelrot, an der Basis mit Einschlufs der Hinterecken 
schwarz. Die Stirn mit schwachen, kaum merklichen Eindrücken, 
dicht und stark punktiert. Die Fühler überragen die Hinterecken 
des Halssch. um 3 Glieder, ihr drittes Glied ist dem vierten fast 
gleich. Das Halssch. ist nicht länger als breit, gewölbt, an der 
Basis wenig, vorn mehr verengt, an den Seiten gerundet, dicht und 
stark punktiert, hinten mit deutlicher, nach vorn schwacher Mittel- 
furche, die Hinterecken divergierend, fein und wenig deutlich ge- 
kielt. Die Fld. sind breiter als das Halssch. und von der Basis 
an bis zur Spitze allmählich und fast geradlinig verengt, fein 

5* 



68 O. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 

punktiert-gestreift, die Zwischenräume sind fein punktuliert und 
nach der Basis zu gewölbt. Die Unterseite und Beine sind schwarz, 
die Seiten der Vorderbrust dunkelrot, das Mesosternum an der 
Basis nur schwach erhaben und nicht vorragend. 

Bei der Varietät ist der ganze Körper einfarbig schwarz. 

22. Cardiorhinus cylindricus. 

Cylindricus, f'errugineus , flavo-griseo-pilosns; fronte nigra, 
leviter biimpressa, creberrime fortiterque punctata; antennis nigris, 
crassiusculis, serratis, articulis 3° triangulari et 4° minore; pro- 
thorace latitudine longiore , parallelo , vitta media nigra notato, 
creberrime punetato, postice canaliculato, angulis posticis paulo di- 
varicatis, breriter obtuse carinulatis; scutello nigro ; elytris pro- 
thorace sublatioribus, parallelis, apice solum rotundatis, vitta suturali 
lateribusque nigris, punetato-striafis, interstitiis convexiusculis, den- 
sissime subtiliter punetatis; corpore snbtus nigro, griseo-pubescens, 
pedibus brunneis, propleuris extrorsum epipleurisque ferrugineis. — 
Long. 12^ — 13 mill., lat. 3 mill. 
Brasilia. 

Fast cylindrisch, braunrot, mit feiner, kurzer, abstehender^ 
gelblich grauer Behaarung, ziemlich matt. Die Stirn, die Fühler, 
eine Längsbinde auf dem Halsscb., das Schildchen, eine gemein- 
schaftliche Rückenbinde und die Seiten der Fld. schwarz. Die 
Stirn mit zwei flachen Eindrücken in der Mitte, stark und sehr 
dicht punktiert. Die Fühler sind kräftig, das erste Glied oder 
auch die ganzen Fühler zuweilen etwas bräunlich, überragen die 
Hinterecken des Halssch. beim (^ nur reichlich um 1 Glied, sind 
scharf gesägt, ihr drittes Glied ist dreieckig, aber etwas kürzer 
und schmaler als das vierte. Das Halssch. ist deutlich länger als 
breit, nach vorn nicht verengt, an den Seiten fast ganz gerade, 
dicht, an den Seiten sehr dicht punktiert, hinten mit feiner, an der 
Basis dreieckig verbreiteter Mittelfurche, die Hinterecken sind 
wenig, aber deutlich divergierend, fein, zuweilen undeutlich gekielt. 
Die Fld. sind so breit wie das Halssch. an der Spitze der Hinter- 
ecken, an den Seiten fast gerade und parallel, nur an der Spitze 
gerundet, punktiert-gestreift, die Zwischenräume sind gewölbt, fein 
und sehr dicht punktiert, die schwarze Nahtbinde reicht beider- 
seits bis zum zweiten, die schwarze Färbung der Seiten bis zum 
7. oder 6. Streifen. Die Unterseite ist schwarz, fein weifsgrau 
behaart, die Beine sind braun, die Seiten der Vorderbrust aufsen 
und die Epipleuren der Fld. sind braunrot, die Ränder der Meso- 



0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. t>9 

sternalgrube sind flach, an der Basis nicht erhaben, Basalfältchen 
an der Basis des Halssch. vorhanden. 

Dem taenialus Cand. ähnlich, aber gröfser, dichter punktiert 
und das Halssch. braunrot, mit schwarzer Längsbinde. 

23. Cosmesus posticinus. 
Niger, purum nitidus, fulvo -pilosus ; fronte convexa, crebre 
nmbilicalo - puncto to ; antennis brunneis; prothorace latitudine lon- 
yiore, a basi sensim angustato , dense subtiliter punctata, postice 
obsolete canaliculala, angulis poslicis brunneis, haud divaricatis, 
carinatis; elytris prothoracis latitudine, a medio rotundatim attenu- 
atis, apice feie integris, fere dimidia parte antica ruf o- brunneis, 
punctato-striatis, interstitiis dense punctulatis; corpore subtus nigro, 
metathorace pedibusque rufo- brunneis, ab domine fusco. — Long. 
9 mill., lat. 2 mill. 

Brasilia, San Leopolde 

Schwarz, wenig glänzend, dicht rötlich gelbbraun behaart. Die 
Stirn ist gewölbt und dicht, bei stärkerer Vergröfserung nabelig 
punktiert. Die Fühler sind dunkelbraun und erreichen die Basis 
der Flügeldecken. Das Halsschild ist etwas länger als breit, von 
der Basis an nach vorn allmählich verengt, die Seiten nur vorn 
schwach gerundet, dicht und fein punktiert, hinten mit schwacher, 
undeutlicher Mittelfurche, die Hinterecken sind gebräunt, in der 
Richtung der Halsscbilds«iten nach hinten gerichtet und ziemlich 
stark gekielt. Die Flügeldecken sind so breit wie das Halsschild, 
von der Mitte an nach hinten gerundet verengt, die Spitze fast 
einfach, kaum merklich etwas abgestutzt, fast die vordere Hälfte 
ist braunrot, punktiert-gestreift, die Zwischenräume sind dicht und 
fein punktiert. Die Vorderbrust ist mit Ausnahme der Hinter- 
ecken schwarz, die Hinterbrust und Beine sind dunkel braunrot, 
das Abdomen ist etwas bräunlich schwarz. 

Gehört in die IL Sektion nach Candeze und ist wegen der 
charakteristischen Färbung mit keiner bis jetzt bekannten Art zu 
verwechselu. 

In der Färbung der Flügeldecken dem Paracosmesus termi- 
natus m. und apicalis m. ähnlich, aber ein echter Cosmesus. 



70 0. Schwarz: Neue Elat enden aus Süd- Amerika. 

IL Teil. 
1. Atracto somus testa ceipennis. 

Fronte prothoraceque nigris vel fusco-nigris, flavo-pilosus; fronte 
margine antica leviler porrecla, subimpressa, dense umbilicalo-punc- 
tata; antennis rufo-brunneis, brevibus, articulo 3° 4° aequali; pro- 
thorace latiludine longitudini aequali, a basi rectolineariler angu- 
slato, sat dense subtiliter punctato, angulis poslicis sat longe dislincle 
carinatis, divaricatis ; elijtris prothorace sublatioribus, rufo-testaceis, 
basi flavo - dilutioribus , subtiliter punclato-striatis, interstüiis parce 
subtililerque punctulatis; corpore stibtus brunneo, antrorsum nigra, 
pedibus testaceis. — Long. 11 mill., lat. 3 mill. 
Brasilia. 

Kopf und Halssch. schwarz oder bräunlich schwarz, Fld. röt- 
lich gelbbraun, dicht gelb behaart, glänzend. Stirn vorn gerandet 
und etwas vorragend, schwach dreieckig eingedrückt, dicht, stark 
und etwas nabelig punktiert. Die Fühler sind rotbraun, kurz, das 
dritte Glied so lang wie das vierte. 

Das Halssch. ist so lang wie breit, von der Basis an nach 
vorn gerundet verengt, fein und mäfsig dicht punktiert, die Hinter- 
ecken sind in der Richtung der Halsschildseiten nach hinten ge- 
richtet und ziemlich lang gekielt. Die Fld. sind reichlich so breit 
wie das Halssch., an der Basis etwas heller gelb, fein punktiert- 
gestreift, mit fein und zerstreut punktulierten Zwischenräumen. 

Die Unterseite ist mehr oder weniger braun, nach vorn mehr 
oder weniger schwarz, die Beine sind gelblich rot. 

Durch Herrn Carlos Bruch. 

2. Monocrepidius chilensis. 

Brunneus , subtiliter brevissimeque flavo-pubescens; fronte crebre 
aequaliter punctata; antennis brevibus, articulo 3° 2° longiore sed 
4° minore; prothorace latitudine sublongiore, a basi sensim angu- 
stato, sat dense aequaliter punctato , angulis poslicis bicarinatis; 
elytris prothorace haud latioribus, postice rotundatim angustatis, apice 
in singulis oblique truncatis; subtiliter punclato-striatis, inlerslitiis 
dense subtiliter punctulatis ; corpore subtus brunneo, pedibus testa- 
ceis. — Long. 10, lat. 34; mill. 
Chili. 

Braun, glänzend, mit feiner, sehr kurzer und anliegender, gelb- 
licher Behaarung. Die Stirn ist flach gewölbt, dicht und ziemlich 
stark punktiert. Die Fühler sind kurz, ihr drittes Glied ist etwas 
länger als das zweite und deutlich kürzer als das vierte. Das 
Halssch. ist ein wenig länger als an der Basis breit, nach vorn all- 



0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd-Amerika. 71 

mählich deutlich verengt, mäfsig dicht und mäfsig stark punktiert, 
die Hinterecken in der Richtung der Halsschildseiten nach hinten 
gerichtet und doppelt gekielt. Die Fld. sind so breit wie das 
Halssch., im letzten Drittel gerundet verengt, an der Spitze einzeln 
nach innen abgestutzt, fein punktiert -gestreift, die Zwischenräume 
fein und dicht punktuliert. Die Unterseite ist braun, die Beine sind 
gelblich rotbraun. 

3. Aeolus dimidiatofasciatus. 

Niger, opacus, dense subtiliter griseo-pubescens , elylris vitta la- 
ier ali abbreviata testacea notatis et flavo- pilosis ; fronte densissime 
punctata; antennis brevibus, articulis 2 — 3 parvis aequalibusque ; 
prothorace latitudine longiore, apice solum rotundatim angustalo, 
confertissime punctato, lateribus late subrotundato, angulis posticis 
leviter divaricatis, acutis, bicarinatis; elytris prothorucis latitudine 
et duplo longioribus, parallelis, apice rotundatim, punctato-striatis, 
interstitiis versus basim convexiusculis, parce punctulatis corpore 
subtus pedibusque nigris. — Long. 7 mill., lat. fere 2 mill. 
Sao Paulo. 

Schwarz, ziemlich matt, fein und dicht grau behaart, die Fld. 
mit einer ziemlich breiten, ein wenig bis über die Mitte reichenden, 
rötlich gelben und ebenso behaarten Seitenbinde. Die Stirn ist sehr 
dicht und mäfsig stark punktiert; die Fühler siDd kurz, ihr zweites 
und drittes Glied klein, sehr kurz und zusammen nur so lang wie 
das vierte, diese so wie die folgenden dreieckig, nicht länger als 
an der Spitze breit. Das Halssch. ist länger als breit, an der 
Spitze gerundet verengt, dicht und fast ebenso wie die Stirn punk- 
tiert, die Hinterecken ein wenig divergierend, ziemlich lang und 
spitz, fein doppelt gekielt, der äufsere Kiel vor der Spitze erloschen, 
der innere feiner und kürzer, die Seiten des Halssch. nur kaum 
merklich schwach gerundet. Die Fld. sind so breit und nur dop- 
pelt so lang wie das Halssch. und erst im letzten Drittel schwach 
gerundet verengt, punktiert- gestreift, die Zwischenräume nach der 
Basis zu schwach gewölbt, fein und mäfsig dicht punktuliert. Unter- 
seite und Beine sind einfarbig schwarz, glänzender als die Oberseite. 

Gehört in die zweite Sektion nach Cand. und in die Gruppe 
des dorsiger Germ. 

4. Grammop horus Bruchi. 

Brunnens, nitidus subtiliter griseo-subseriseus pubescens; fronte 

longitudinaliter subcanaliculata, dense subtiliter punctata; prothorace 

'atitudirie longiore, apice subangustato , dense subtiliter punctato, 

canaliculato, angulis posticis sub divaricatis, carinalis, dilutioribus • 



72 0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd-Amerika. 

elytris prothorace sublalioribus, ultra medium pauto subdilatatis, 
postice rotundatim attenuatis, subtiliter punctata -striatis, interstiliis 
conf'ertissime rugulose punctulatis, corpore sublus brunneo, antennis 
pedibusque testaceis. — Long. 11 mill., lat. 2f- mill. 
Argentina, Gob. Neuquen. 

Braun, glänzend, mit feiner, grauer, etwas seidenartiger Be- 
haarung. Die Stirn der Länge nach flach gefurcht, fein und dicht 
punktiert; zweites und drittes Fühlerglied einander gleich und zu- 
sammen länger als das vierte. Das Halssch. ist länger als breit, 
nur an den Vordereckeu schwach gerundet verengt, fein und dicht 
punktiert, mit vollständiger, nach vorn allmählich schwächerer 
Mittelfurche, die Hinterecken nur wenig divergierend gekielt und 
wie auch zuweilen die Basis etwas heller gefärbt. Die Fld. sind 
reichlich so breit wie das Halssch., nach hinten sehr schwach, 
etwas verbreitert, dann bis zur Spitze gerundet verengt, fein punk- 
tiert-gestreift, mit sehr dicht und fein runzlig punktulierten Zwischen- 
räumen, Unterseite braun, Fühler und Beine rötlich gelb. Von allen 
Arten aus Chili durch die schmalere Gestalt und Färbung verschie- 
den, aber in allen Gattungsmerkmalen mit ihnen übereinstimmend. 

2 Ex., wahrscheinlich 1 Pärchen, durch Herrn C. Bruch -La 
Plata gütigst eingesandt und ihm gewidmet, die einzige bis jetzt 
aus Argentina bekannte Art. 

5. Grammophorus minor. 
Niger, subopacus, subtiliter griseo-pubescens ; fronte antice sub- 
impressa, densissime punctata; prothorace latitudine longiore, basi 
apiceque angustato, lateribus arcuato, creberrime punctalo, canalicu- 
lato, angulis posticis tenuibus acutis, divaricatis, carinatis; elytris 
postice rotundatim attenuatis, subtiliter punctato-strialis, interstitiis 
confertissime rugulose punctulatis; corpore subtus pedibusque nigris 
— Long. 7—8 mill., lat. 2 mill. 
Chili. 
Die kleinste von allen bisher bekannten Arten, schwarz, ziem- 
lich matt, fein grau behaart. Die Stirn ist vorn leicht eingedrückt, 
sehr dicht punktiert. Das Halssch. ist etwas länger als breit, an 
der Basis vor den Hinterecken wenig, nach vorn mehr verengt, an 
den Seiten gerundet, sehr dicht punktiert, mit einer vollständigen 
Mittelfurche, die Hinterecken sind dünn und spitz, ziemlich stark 
divergierend und gekielt. Die Fld. sind so breit wie das Halssch., 
von der Mitte an (<$) oder erst an der Spitze ($) gerundet ver-, 
engt, fein punktiert, die Zwischenräume meist flach, sehr dicht, fein 
und runzlig punktuliert, Unterseite, Fühler und Beine schwarz. 



0. Schwurt: Neue Eliiteriäen aus Süd- Amerika. 73 

6. Pomachilius fulvescens. 

Br unneus, subtiliter ßavo-yriseo-pubescens ; fronte nigra, con- 
vexa, versus basim subcanaliculala, dense sat for liier punctata; an- 
tennis fuscis, haud elongatis; prothorace latitudine longiore, parut- 
lelo, dense punclato, angulis poslicis retrorsum productis, haud ca- 
rinatis; elytris parallelis, postice rotundalim atlenuatis, apice ex- 
Irorsum aculis, sutura plus minusve angusle infuscatis, sat fortiter 
punclato-strialis, inlerslilis paulo convexiusculis, punctulatis ; corpore 
subtus, propleuris exceptis niyro, pedibus brunneis, abdominis seg- 
menlo ultimo acuminato. — Long. 6 mill., lat. 1-g- mill. 
Argentina, Buenos Aires. 

Braun, fein, kurz, gelblich grau behaart. Die Stirn ist 
schwarz, gewölbt, hinten mit schwacher Mittelfurche, dicht und 
mäfsig stark punktiert. Die Fühler sind dunkelbraun und kaum 
länger als Kopf und Halssch. zusammen. Das Halssch. ist deutlich 
länger als breit, mit geraden und parallelen Seiten, weniger dicht 
und etwas feiner als die Stirn punktiert, die Hinterecken gerade 
nach hinten gerichtet und nicht merklich gekielt. Die Fld. sind 
parallel und erst hinter der Mitte schwach gerundet verengt, an 
der Spitze einzeln schräg nach innen der Naht zu abgestutzt, der 
Aufsenwinkel spitz vorgezogen, ziemlich kräftig punktiert-gestreift, 
die Zwischenräume nicht ganz flach und ziemlich dicht punktuliert, 
die Unterseite ist dunkler braun oder schwärzlich, zuweilen auch das 
Schildchen. Die Unterseite ist mit Ausnahme der Propleuren der 
Vorderbrust schwarz, die Beine sind braun, das letzte Abdominal- 
segment mit scharfer Spitze. 

2 Ex. durch Herrn C. Bruch freundlichst eingesandt als Mega- 
penthes longicollis Cand. i. litt. IL Sektion. 

7. Pomachilius apicatus. 

Rufo-teslaceus, nitidus, subtiliter pubescens, capite, prothorace; 
elytrorumque apice nigris; fronte convexa, basi obsolete canaliculata, 
dense sat fortiter punctata; prothorace latitudine longiore, parallelo, 
minus dense, lateribusque densius punclato, angulis poslicis subdi- 
varicatis, subtiliter carinatis; elytris prol/wracis latitudine, parallelis, 
postice, rotundalim attenuatis , apice conjunclim emarginatis, extror- 
sum plus minusve spinosis; corpore subtus pedibusijue concoloribus, 
antepecto nigro. — Long. 6 mill., lat. 1^ mill. 
Brasilia. 

Rötlich gelb, Kopf, Halssch., Vorderbrust und die Fld. an der 
Spitze schwarz, mit feiner Behaarung, Halssch. mehr grau, Fld. 
gelb, an der Spitze schwärzlich behaart. Die Stirn ist gewölbt, an 



74 0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd Amerika. 

der Basis mit schwacher Längsfurche, dicht und ziemlich stark 
punktiert; die Fühler sind braun und überragen die Hinterecken 
des Halssch. nur um 2 Glieder. Das Halssch. ist länger als breit, 
parallel, nur an den Vorderecken ein wenig gerundet verengt, fein 
und wenig dicht, an den Seiten etwas dichter punktiert, die Hinter- 
ecken nur sehr wenig divergierend und fein gekielt. Die Fld. sind 
von der Breite des Halssch., parallel und erst hinter der Mitte 
schwach gerundet verengt, an der Spitze geemeinschaftlich tief aus- 
gerandet und der Aufsenwinkel mehr oder weniger stark dornartig 
vorgezogen; das letzte Abdominalsegment mit kurzem Dorn. 

Diese Art ist in der Färbung dem apicalis Schw., terminatus 
und minor Cand. ähnlich, unterscheidet sich aber von diesen drei 
Alten besonders durch die an der Spitze tiefer ausgerandeten und 
spitz dornartig vorgezogenen Aufsenecken der Fld. II. Sektion. 

2 Ex. durch Herrn C. Bruch- La Plata freundlichst eingesandt. 

8. Pomachilius perterminatus. 

Niger, griseo-pubescens, elytris brunneo-rußs, tertia parte postica 
nigris; fronte basi obsolete impresso, dense umbilicato -punctata; 
antennis nigro-fuscis, articulo 3° 2° subbreviore; prothorace latitu- 
dine paulo longiore, recto et parallelo, sat dense subtiliter umbili- 
cato-punctato, angulis brunneis, haud divaricatis, carinulatis; scutello 
brunneo-rufo ; elytris prothoracis latitudine, a basi sensim attenuatis, 
subtiliter punctato -striatis , apice in singulis emarginatis; corpore 
subtus nigro, mucrone prosternali meso-metathoraceque, abdomine di- 
midia parte antica brunneo rufis, pedibus testaceis. — Long. 6 mill., 
lat. 1-j mill. 

Brasilien (Lages). 

Dem P. terminatus Cand. ähnlich, aber die letzten drei Abdo- 
minalsegmente schwarz, der Prosternalfortsatz , die Mittel- und 
Hinterbrust, sowie die beiden ersten Abdominalsegmente braunrot, 
das letzte Abdominalsegment an der Spitze mit feinem Dorn, die 
Hinterecken des Halssch. schwach gebräunt, das Halssch. an den 
Seiten dicht und nabelig punktiert. II. Sektion. 

9. Pomachilius scriptus. 
Rufo-testaceus, ßavo-pubescens; fronte basi subcanaliculata, dense 
umbilicato-punctata ; antennis testaceis, articulo 3° 2° paulo breviore; 
prothorace latitudine partim longiore, apice paulo rotundatim angu- 
stato, nigro, margine antica brunnea, parce subtiliter punctato, 
angulis posticis brunneis sub divaricatis, breviter carinulatis ; scutello 
brunneo: elytris prothorace sublatioribus, apice paulo emarginatis, 
vitta prope sutura, fascia media alferaque ante apicem nigris notatis, 



0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 75 

subtililer punclato-striatis, interstiliis parce punclulatis ; corpore sub- 
tus brunneo-rufo, antepecto fusco, pedibus flavis. — Long. 5£ — f> mill., 
tat. 1 h mill. 

Brasilia, Pernambuco. 

Rötlich gelbbraun, fein gelblich behaart, Stirn, Halssch. mit 
Ausnahme des braunen Vorderrandes und der Hiuterecken des 
Halssch., die Fld. neben der Naht mit einer von der Basis an 
bis zur Mitte reichenden Längsbinde, eine wellenförmige Querbinde 
in der Mitte und eine ebensolche vor der Spitze schwarz. Die 
Stirn ist an der Basis schwach gefurcht, dicht nabelig punktiert; 
die Fühler sind kurz, ihr drittes Glied nur wenig kürzer als das 
zweite. Das Halssch. ist nur wenig länger als breit, an der Spitze 
schwach gerundet verengt, fein und zerstreut punktiert, die Hinter- 
ecken schwach divergierend, ihr Kiel nur kurz. Die Fld. sind ein 
wenig breiter als das Halssch., mit schwach gerundeten Seiten, 
hinter der Mitte schwach verengt, an der Spitze einzeln schwach 
ausgerandet, der Aufsenwinkel nur wenig vortretend, fein punktiert- 
gestreift, mit zerstreut und fein punktulierten Zwischenräumen, die 
Mittelbinde ist an der Naht und am Seitenraude verbreitert 
nimmt die Längsbinde neben der Naht auf, die Querbinde vor der 
Spitze ist an der Naht wenigstens vorn unterbrochen, hinten bei- 
derseits etwas ausgerandet und erreicht den Seitenrand zuweilen 
nicht. Die Unterseite ist rötlich gelbbraun, die Vorderbrust dunkler, 
braun bis schwärzlich, die Beine sind rötlich gelb. 

Die Art gehört in die II. Sektion und erinnert in der Zeich- 
nung der Fld. ein wenig an subfasciatus Germ., aber mit viel brei- 
teren schwarzen Zeichnungen und mit schwarzem Kopf und meist 
ganz schwarzem Halssch., auch viel kleiner als subfasciatus. 

10. Pomachilius multimaculatus. 
Niger, sat dense flavo-pilosus, elytris rufo-teslaceis, apice nigris 
maculis multis lineariformibus nigris variegatis; fronte convexa, basi 
medio obsolete subimpressa, dense punctata; antennis fuscis, articulo 
3° 2° breviore; prothorace latitudine longiore, versus basim rotun- 
datim paulo sinuato-angustato, parce subtililer punctato, margine antica 
utrinque brunneo, angulis posticis divaricatis, acutis, subtiliter cari- 
nulalis ; sculello nigro, elytris prothorace latioribus, subparallelis, 
ultra medium paulo attenuatis , apice in singulis oblique breviter 
truncatis, subtiliter punctato -striatis, parce subtilissimeque punclula- 
tis; corpore subtus plus minusve brunneo, autrorsum versus apicem- 
que nigrescenti, pedibus epipleurisque flava tcstaceis. — Long. 
7£— 9 mill., lat. 1^—2 mill. 
Sao Paulo. 



7ß 0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd Amerika. 

Kopf und Halssch. fast schwarz, fein grau bebaart, Fld. bräun- 
lich rot, mit vielen, kleinen, linienförmigen Makeln und an der 
Spitze in gröfserer Ausdehnung schwarz, fein gelblich behaart. Die 
Stirn ist gewölbt, dicht punktiert, mit wenig merklichem Längsein- 
druck an der Basis, der Nasalraum in der Mitte mit feinem Längs- 
kiel. Die Fühler sind braun oder schwärzlich braun, ihr drittes 
Glied sehr klein und deutlich kürzer als der zweite. Das Halssch. 
ist länger als breit, au den Seiten nach hinten beim cT schwach 
ausgeschweift verengt, beim £ fast gerade, mäfsig dicht und fein 
punktiert, am Vorderrande beiderseits gebräunt, die Hinterecken 
leicht divergierend, braun, spitz, fein gekielt. Das Schildchen ist 
schwarz. Die Fld. sind breiter als das Halssch., nach hinten 
schwach und allmählich verengt, an der Spitze einzeln schräg nach 
innen abgestutzt, der Aufsenwinkel spitz, mit vielen, längeren und 
kürzeren, linienförmigen, schwarzen Makeln, die zuweilen mehrere 
unregelmäfsige, wellen- oder zickzackförmige Querbinden andeuten, 
fein punktiert-gestreift; die Unterseite ist heller oder dunkler braun, 
nach vorn und das Abdomen an der Spitze mehr oder weniger ge- 
schwärzt und beim $ scharf und kurz zugespitzt, die Beine sind 
gelb oder rötlich gelb. 

Gehört in die II. Sektion und ist an der Zeichnung der Fld. 
leicht zu erkennen. 

11. Pomachilius varieg atus. 

Niger, nitidus, dense flavo-pubescens ; fronte dense umbilicato- 
punctata; antennis brunneis, articulo 3° 2 n breviore; prothorace 
latitudine longiore, lateribus subconcavo, sat dense punctato, margine 
anlica utrinque brunnea angnlis posticis brunneis, paulo divaricatis, 
subtiliter carinulatis ; elytris prothorace sublatioribus, a tnedio paulo 
rotundatim attenualis, apice in singulis oblique breviter truncatis, 
rufo-testaceis, fere dimidia parte antica apiceque nigris, maculis dua- 
bus postbasali rufo-testaceis, alteris ante apicem luniformibus nigris 
notatis, subtiliter tenuiterque punctato- striatis, interstifiis sparsim 
sublilissime punctulatis; corpore subtus nigra, abdomine, segmento 
ultimo excepto brunneo -rufo, pedibus ßavis. — Long. 8 mill. , lat. 
lf mill. 

Sao-Paulo. 

Schwarz, glänzend, fein gelb behaart. Die Stirn ist dicht und 
bei starker Vergröfserung nabelig punktiert, der Nasalraum in der 
Mitte mit feinem Längskiel; die Fühler sind bräunlich rot, ihr 
drittes Glied sehr klein und deutlich kürzer als das zweite. Das 
Halssch. ist länger als breit, an den Seiten hinten schwach ausge- 



0. Schwarz: Nme Elaleriden aus Süd- Amerika. 77 

schweift, sehr wenig verengt, an den Vorderecken ein wenig ge- 
rundet und schwach gebräunt, die Hinterecken leicht divergierend, 
gelblich braun, fein gekielt. Die Fld. sind reichlich so breit wie 
das Halssch., von der Basis an nach hinten allmählich schwach 
verengt, an der Spitze einzeln schräg nach innen abgestutzt der 
Aufsenwinkel spitz und kurz vorgezogen, fast die vordere Hälfte ist 
schwarz und jede Fld. in dieser schwarzen Färbung mit einer 
kleinen, braunroten Makel, hinter der schwarzen Färbung bis zum 
letzten schwarzen Fünftel rötlich gelb und jede in der Höhe des 
dritten Abdominalsegments mit einer hinten tief ausgerandeten, kleinen 
schwarzen Makel, die Unterseite ist schwarz, das Abdomen mit 
Ausnahme des letzten Segmentes braunrot, dieses mit kurzem, 
dünnen und spitzen Dorn, Beine und Hinterecken des Halssch. unten 
gelb, Epipleuren der Fld. schwarz. 

II. Sektion nach Candeze, mit mullimaculatus verwandt. 

12. Pomachilius cinctipennis. 

Brunneo-rufus, dense flato-pilosus; fronte nigra, convexa, basi 
media obsolete subcanaliculata, er eberrime umbilicato -punctata; antennis 
rufo-testaeeis; prothorace subquadrato, apice solum rotundato-angu- 
stato, disco vage infuscalo, dense umbilicato-punetato, angulis posticis 
relrorsum produetis, carinatis; scutello nigro\ elytris prothoracis 
latitudine, parallelis, posticis rotundatim attenuatis, basi, sutura la- 
teribusqiie, punetis duabus ultra medium nigris, punetato-striatis, 
interstitiis parce punetulatis ; corpore subtus nigro, propleuris ab- 
domineque brunneis, pedibus testaeeis. — Long. 9 mill., lat. 2^ mill. 
Sao Paulo. 

Rotbraun, dicht gelb behaart. Die Stirn ist schwarz, sehr dicht 
und nabelig punktiert, an der Basis schwach und undeutlich ver- 
tieft, der schmale Nasalraum in der Mitte mit feinem Längskiel. 
Das Halssch. ist nicht länger als breit, an der Spitze gerundet 
verengt, auf der Scheibe verwaschen schwärzlich, weniger dicht und 
etwas feiner als die Stirn punktiert, die Hinterecken sind gerade 
nach hinten gerichtet und fein gekielt. Das Schildchen ist schwarz. 
Die Fld. sind nicht breiter als das Halssch., parallel und erst hinter 
der Mitte schwach gerundet verengt, Basal- und Seitenrand sowie 
die Naht schmal und schwarz und eine kleine, etwas quere und 
schwach nach vorn gerichtete, zuweilen mit dem schwarzen Seiten- 
rand zusammenhängende Makel ungefähr in der Mitte schwarz, die 
Spitze ist fast gerade abgestutzt, fein punktiert-gestreift, die 
Zwischenräume zerstreut und fein punktuliert. Die Unterseite ist 
schwarz, die Seiten der Vorderbrust und das Abdomen ist rotbraun, 
die Beine sind rötlich gelb, die Epipleuren der Fld. schwarz. 



78 0. Schtcarz: Neue Blateriden aus Süd- Amerika. 

Ebenfalls in die II. Sektion und wegen der charakteristischen 
Zeichnung und des fast quadratischen Halssch. leicht zu erkennen. 

13. Pomachilius lirugi. 

Rufo-tesfaceus, flavo-pilosus; fronte nigra, sat dense punctata, 
basi medio subimpresso; antennis articulo 3° 2° breviore; protho- 
race latitudine longiore, apice rotundatim angustato, vitta media ni- 
gra notato, angulis posticis subdivaricatis , subtiliter carinolatis, 
elytris prothorace haud latioribus, parallelis, postice rotundati m alle 
nuatis, apice in singulis emarginatis , nigris, rufo-multisignatis ; sub- 
tiliter punctato-striatis ; corpore subtus nigro, prop/euris, abdomineque 
brunneis, pedibus testaceis. — Long. 6 mill., lat. 1^ mill. 
Brasilia, Apiahy. 

Rötlich gelb, fein gelb behaart. Die Stirn ist schva r z, ziem- 
lich dicht punktiert, an der Basis schwach eingedrückt. Das dritte 
Fühlerglied ist deutlich kürzer als das zweite. Das Halssch. ist 
länger als breit, nur an den Vorderecken schwach gerundet ver- 
engt, mit schwarzer Längsbinde, fein punktiert, die Hinterecken 
kaum merklich divergierend und fein gekielt. Die Fld. sind so 
breit wie das Halssch. und erst von der Mitte an schwach gerundet 
verengt, an der Spitze einzeln ausgerandet, das Abdomen scharf 
zugespitzt, die Grundfarbe als schwarz angesehen, sind auf jeder 
Fld. 1 kleiner rötlich gelber Punkt am Basalrand, eine längliche 
Makel nahe hinter der Basis, sowie je 2 kleinere und schmalere 
Makeln in der Mitte und eine gröfsere, mehr quere Makel vor der 
Spitze rötlich gelb. Die Unterseite und Beine sind braun, das Pro- 
sternum, die Mittel- und Hinterbrust, die Epipleuren der Fld. schwarz. 
1 Ex. durch Herrn Krug. 

14. Pomachilius polygrammus. 

Flavo-testaceus, subtiliter flavo-pubescens; fronte convexa, mar- 
gine antica nigra, dense punctata; prothorace latitudine longiore, 
parallelo linea media marginibusque nigris, minus dense subtiliter 
punctato, angulis posticis subtiliter carinatis; scutello nigro; elytris 
prothoracis latitudine, apice rotundatim attenuatis, singulatim trun- 
catis, sutura, lineis tribus, abbreviatis fascia transversa post medium 
alteraque areata ante apicem nigris; corpore subtus pedibusque flavo- 
testaceis, propleuris introrsum nigro -mar ginatis. — Long. 7 mill,. 
lat. 1^ mill. 

Brasilia, Apiahy. 

Rötlich gelb, fein gelb behaart. Der Mund ist schwarz, dicht 
punktiert. Das Halssch. ist länger als breit, fein und wenig dicht 
punktiert, der schmale Seitenrand und eine schmale Längslinie 



0. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd- Amerika. 79 

schwarz. Die Fld. sind erst hinter der Mitte schwach gerundet 
verengt, an der Spitze einzeln schwach abgestutzt, das Schildchen, 
die Naht, der zweite, fünfte und siebente Zwischenraum bis hinter 
die Mitte schwarz und durch eine Querbinde begrenzt, vor der 
Spitze mit einer hinten ausgerandeten schwarzen Quermakel. Unter- 
seite und Beine sind rötlich gelb, die Propleuren nur innen neben 
den Prosternalnähten der Länge nach schwarz. 

Dem P. virgulatus Schw. ähnlich. 1 Ex. durch Herrn Krug. 

15. Cosmesus crucig er. 
Niger, subliliter griseo pubescens; fronte versus basim obsolete 
canaliculata, densissime punctalu; prothorace latitudine sublongioie, 
a basi in $ rectolineariter partim angustato, in $ apice subro tun dato 
testaceo, macula rhomboidali nigra nofato, vel nigro et anguhs plus 
minusve tesfaceis, dense subumbilicalo-punctato, angulis posticis haud 
divaricatis, carinatis; elytris prothorace sublatioribus, parallelis, 
apice rotundatis, subtruncatis, vitta sublaterali flava, ante apicem 
abbreviata ornatis, subliliter punctato-striatis, interstitiis planis, dense 
subtiliter rugulose punctulatis; corpore sublus nigro, propleuris pe- 
dibusque tesfaceis. — Long. 6 mill., lat. 1^ mill. 
Argentina, Buenos Aires. 
Schwarz, fein grau behaart. Die Stirn ist gewölbt, an der 
Basis mit einer breiten und nur sehr flach eingedrückten Längs- 
furche, sehr dicht und mäfsig stark punktiert. Die Fühler sind 
schwarz. Das Halssch. ist bei dem <$ reichlich so lang wie breit, 
von der Basis an bis zur Spitze schwach und allmählich gerundet 
verengt, an den Vorder- und Hinterecken in gröfserer oder geringerer 
Ausdehnung rötlich gelbbraun, beim $ vorn etwas gerundet ver- 
engt und auf der Scheibe mit einer grofsen, viereckigen, rhomboi- 
dalen, schwarzen Makel, dicht und mäfsig stark, bei starker Ver- 
gröfserung etwas nabelig punktiert, die Hinterecken in der Richtung 
der Halsschildseiten nach hinten gerichtet und deutlich gekielt. 
Die Fld. sind reichlich so breit wie das Halssch. und erst an der 
Spitze gerundet und beim $ schwach, beim $ fast garnicht abge- 
stutzt, mit einer gelben, nahe vor der Spitze abgekürzten Längs- 
binde neben den Seiten, fein punktiert -gestreift, mit flachen, dicht 
und fein runzlig punktulierten Zwischenräumen; die Unterseite ist 
mit Ausnahme der geröteten Seiten der Vorderbrust schwarz, die 
Beine sind braun. 

Gehört in die II. Sektion nach Candeze und ist an der charak- 
teristischen Zeichnung des Halssch. und der Fld. leicht zu erkennen. 

3 Ex., 2 ^ und 1 $. Durch Herrn C. Bruch-La Plata freund- 
lichst eingesandt. 



80 Ö. Schwarz: Neue Elateriden aus Süd-Amerika. 

16. Cosmesus minus cujus. 

Niger, minulus, dense flavo- einer eo-pilosus ; fronte basi subim- 
pressa, dense punctata; antennis brunneis articulo 3° 2° paulo bre- 
viore; prothorace latitudine paulo longiore, apice solvm subangu- 
stato, dense punetato, basi breviter canaliculato angulis posticis haud 
divaricatis, subtiliter carinulatis ; elytris prothoracis latitudine, apice 
rolundatim attenualis, integris, subtiliter punetalo-striatis, corpore 
subtus nigro, pedibus brunneis. — Long. 6£ mill., lat. 2 mill. 
Chili. 

Schwarz, mäfsig glänzend, dicht gelblich grau behaart. Die 
Stirn ist hinten der Länge nach schwach eingedrückt, dicht punk- 
tiert. Die Fühler sind braun, ihr drittes Glied etwas kürzer als 
das vierte. Das Halssch. ist etwas länger als breit, parallel, nur 
an den Vorderecken schwach gerundet verengt, dicht punktiert, 
mit kurzer, schwacher Mittellinie an der Basis, die Hinterecken 
gerade nach hinten gerichtet und fein gekielt. Die Fld. sind so 
breit wie das Halssch., an der Spitze gerundet verengt und ohne 
Spur einer Ausrandung, fein punktiert-gestreift. Die Unterseite ist 
schwarz, die Beine sind braun. 

17. Cosmesus atomus. 

Flavo-testaceus, dense flavo-pubescens ; fronte convexa, subtiliter 
punctulata , antennis articulo 2° 3° paulo breviore; prothorace lati- 
tudine longitudine aequali, subtiliter punetulato, angulis posticis re- 
trorsum produetis, sat longe carinatis; elytris prothoracis latitudine, 
apice subemarginatis, subtiliter punetato-substriatis ; corpore subtus, 
pedibusque flavis. — Long. 3£ mill., lat. 1 mill. 
Argentinia, Buenos Aires (?). 

Eine auffallend kleine Art, in der Gestalt, einem Glyphonyx 
ähnlich, aber die Stirn, der Seitenrand des Halssch. und die Tarsen 
wie bei Cosmesus. IL Sektion. 

2 Ex. durch Herrn C. Bruch. 

18. Paracosmesus chiliensis. 
Niger, dense flavo-gris eo-pilosus; fronte dense punctata, basi 
subfoveolata; antennis fuscis, articulo 3° 2° breviore; prothorace 
latitudine longiore, parallelo, margine antice brunneo, dense punetato, 
angulis posticis subtiliter carinulatis; elytris prothorace sublatiori- 
bus, parallelis, apice obtusis, integris, subtiliter punctato-slriatis, 
interstitiis dense punetulatis; corpore subtus nigro, griseo-pilosus, 
pedibus fusco-brunnescentibus. — Long. 1\ mill., lat. 2 mill. 
Chili. 



[Deutsche Entnmologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 81 

Ueber die Cicindeli den -Sammlungen 
von Paris und London. 

Von 

Dr. med. Walther Hörn. 

Ein nochmaliges Studium des grofsen Cicindeliden-Materiales, 
welches in Paris aufgehäuft ist (Jardin des Plantes, Fleutiaux, 
Maindron, Alluaud etc.) und ein weiterer Besuch des British 
Museum setzen mich in den Stand, eine ganze Reihe synonymischer 
Bemerkungen zu geben. 

All den liebenswürdigen Herren am Pariser und Londoner 
Museum noch einmal meinen verbindlichsten Dank! 

Genus Po gonostoma. 

Die rauhe Skulptur des Pronotum kann nicht mehr als 
dift'erential-diagnostisch verwertbar (gegen Ctenostoma) gelten, da 
das von Hrn. Fleutiaux neuerdings beschriebene Pog. angustum 
schon den Prothorax oben halbglatt besitzt (confer weiter unten 
Ctenostoma Batest Chd.). 

P. Brullei G. u. Lap. ist sicher von P. elegans Brll. spezifisch 
verschieden. Ob aber meine Annahme (Revision der Cicindeliden, 
p. 22), dafs die von Herrn Alluaud gefangene (Diego-Suarez-) Art 
dazu zu ziehen ist, richtig ist, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall 
wäre diese Diego-Suarez-Form eine besondere Rasse, die ich nun- 
mehr als (spec? an) subspec. ? subtilis beschreibe: 

£ differt a typo $ (Pog. Brullei L. u. Gory) labro antico 
minus rede truncato; pronoto solummodo ad margines laterales 
granuüs ornato; elytrorum impressione anteriore profundiore, pone 
medium sculptura subtiliore (ut minus densa videatur). Sfalura 
majore. — Long. 12£ — 14^ mill. 

Der Typus von P. Brullei G. u. L. unterscheidet sich von der 
neuen Form auch noch durch den etwas schmäleren und feiner 
skulpirten Kopf. Die Pronotalgranulationen sind ebenfalls etwas 
feiner und stehen auch vorn hinter dem Apikalsulkus und auf der 
vorderen Hälfte neben der Mittellinie. Der Vorderrand ist ziem- 
lich dicht gerunzelt-granuliert, die Basis halb glatt. Die Fld.- 
Skulptur wird nach hinten kaum feiner und erscheint hier dem- 
entsprechend dichter (bei subtilis wird die Fld. -Punktierung hinter 
der Mitte deutlich feiner und dementsprechend weitläufiger), die 
Körperfarbe dunkler. 

Deutsche Eiitomol. Zeitschr. li*U4. Heft I. 6 



82 Dr. W. Hörn: lieber die Cicindeliden-Sammlvngen 

Von P. elegans $ unterscheidet sich P. Brüllet L. u. G. $ durch 
die etwas kürzere, vorn gerade trunkierte Oberlippe, das feiner 
skulpierte und etwas schmälere Halssch., die schmäleren und feiner 
sowie dichter punktierten Fld. und den breiteren und tieferen Naht- 
ausschnitt an der Spitze. Die neubeschriebene Form ist erheblich 
schlanker gebaut als P. elegans Brll. (conf. W. Hörn, Revision der 
Cicindeliden, p. 22). 

Genus Ctenostoma. 

Ct. Batesi Chd. subsp. rugicollis (n. v.). 

Uiffert a typo capite (supra et subtus) irregulariter ruguloso, 
Iota parte intermedia pronoti dense transversim rugata; 3° et 4° 
antennarum articulis rufescentibus; elytrorum apice angustissime 
brnnnescenfe. — Long. 13 mill. 

Sarayacu (Ecuador): specimen alterum in Museo Britannico 
alterum in mea collectione. 

Die Furchen und Borstenpunkte der Stirn sowie Apikal- und 
Basalpartie des Pronotum sind wie bei dem Typus. Die Epister- 
nen des Prothorax sind fein gerunzelt, nach den Hüften zu und 
auf der Scheibe fast glatt. Der globulöse Teil der Vorderbrust 
scheint in der Mitte noch stärker winklig gerundet vorzuspringen 
als bei der Stammform. 

Der erste Fall von gerunzeltem Pronotum im Genus (confer 
supra!). 

Ctenostoma eburatum Bat. gehört nicht zur Untergruppe 
Procephalus, sondern ist als erste Art in die 3. Untergruppe (W. 
Hörn: Rev. der Cicind. p. 27) vor Ct. luctuosum Chd. zu stellen. 

Genus Collyris. 
Mit der kürzlich von Herrn Lesne als Collyris gigas be- 
schriebenen Art ist es eine komplizierte Geschichte. Chaudoir bat > 
in der Originalbeschreibung von C. Mniszechi (Rev. Mag. Zool. 64, 
p. 75) ausdrücklich das $ mitbeschrieben ^thorax in $ sensim, in 
2 abruptius angustatus", obwohl er die Beschreibung mit 22^ mill. 
c3* beginnt. Als Fundort giebt er Siam (Jpakes coli.) an. In der 
wenige Monate später erschienenen Monographie Ann. Fr. 64, p. 493 
sagt er, dafs ihm nur 2 $$ und ein fragliches driites Ex. ($) 
der Saunders'schen Sammlung bekannt seien (abgesehen von dem 
einen c? seiner eigenen Sammlung); zwei dieser $2 seien von 
Malakka (Mniszech und Schaum) Das in der Originalbeschreibung 
erwähnte 5 mufs also das Saunders'sche Exemplar (Chaudoir war 



ron Paris und London. 83 

zum Studium der Colhjris nach London gefahren und hatte dort 
Saunders gesehen!) gewesen sein. Dieses Saunders'sche Exemplar 
ist nun aber — es ist durch Lord Dormer's Hände in meinen Be- 
sitz übergegangen — ein J 1 ! ! Allerdings macht es auf den ersten 
Blick wegen der plumpen Fld. etc. den Eindurck eines $. Es 
stammt von Laos (Mouhot). Chaudoir war also in der kurzen 
Zwischenzeit zwischen seinen beiden Publikationen selbst bereits 
betreffs der Determination dieses Exemplares zweifelhaft geworden. 
Der Typus c? hat schmale parallele Fld. und sehr ausgeprägte 
Querrunzeln in der Mitte derselben, das Saunders'sche Exemplar 
(d. i. das vermeintliche 2 von Chaud.) hat breite, nach hinten etwas 
erweiterte Flgd. und eine dichtere, aber in der Mitte nur wenig zu 
Querrunzeln neigende Skulptur. C. gigas Lesne ist identisch mit 
dieser letzteren Form. Dennoch halte ich es nicht für unwahr- 
scheinlich, dafs Chaudoir trotz alledem (er bat z. B. auch den 
Unterschied in der Fld. -Skulptur übersehen: offenbar weil er das 
Saunders'sche Exemplar nur noch aus der Erinnerung kannte), 
ohne es zu wissen, das Richtige getroffen hat, indem er ahnungs- 
los beide scheinbar so sehr verschiedenen Tiere vereinigte. C. 
robusta Dohrn gehört zur r) gigas u, -'Ra,sse. Die Halssch.-Form und 
seichte Pronotalskulptur sprächen für die Vereinigung all dieser 
Formen. 

Zur Unterscheidung von C. similis Lesne von Lesnei m. sei 
noch nachgetragen, dafs die erstere einen weniger dreieckigen Kopf 
hat; das Halssch. ist weniger konisch (Seiten mehr gerundet) 
nach vorn zugespitzt und hier auch etwas breiter. Besonders präg- 
nant ist dieser Unterschied der Breite auch im mittleren Drittel. 
Die stiftförmigen Fortsätze des 7. Abdom. -Segments beim $ sind 
bei beiden von gemeinsamer Basis ausgehend, die Aeste sind aber 
bei C. similis Lesne weniger divergierend und die ganze Bildung 
schmäler. 

Coli, pseudosignata m. hat einen kleineren Kopf bes. Vertex 
als C. Mouhoti Chd. 9, Stirn etwas weniger tief ausgehöhlt, vorn 
gekielt, in der Mitte klein wenig breiter, Orbitalplatten wenig 
steiler; Halssch. oben tiefer skulpiert. C. Mouhoti hat die Fld. 
vorn viel feiner und spärlicher, hinten erheblich feiner punktiert; 
die Episternen des Prothorax kaum quer gerunzelt, Hinterhüften 
und Metasternum ganz dicht skulpiert; der Nahtausschnitt der Fld.- 
Spitze ist deutlich ausgeprägt. 

Coli, fasciata Chd. <$ hat etwa die Fld. -Skulptur von C. sig- 
nata m., aber die Fld. sind hinten ohne Nahtausschnitt; dabei die 

6* 



84 Dr. W. Hörn: Ueber die Cicindeliden-Sammlungen 

Fld. im ganzen etwas länger und in der Mitte etwas schmäler. 
Die Mittelstirn ist vorn etwas breiter und flacher, in der Mitte und 
hinten erheblich breiter und nach hinten nicht verengt. Die Orbital- 
runzeln fehlen. Kopf bes. Vertex viel breiter (mehr rundlich und 
noch etwas kürzer resp. breiter als pseudosignata $: aber etwas 
kleiner als diese und Mittelstirn überall schmäler). Hinterhüften 
und Metasternum dichter punktiert. Das 9 von C. fasciata Chd. 
hat die Fld. vorn feiner skulpiert als C. pseudosignata §, Spitze 
einfach gerundet; Halssch. winkliger und oben viel seichter quer 
gestrichelt, Basis grob punktiert. Stirn vorn weniger gekielt, in 
der Mitte schmäler, Fufs der Orbitalplatten ohne Runzeln. Meta- 
sternum (lat.) dichter punktiert. 

Coli, tonkinensis Fit. ist synonym mit C. bicolor m. Der 
letztere Artname bat das Vorrecht, da der Band der D. E. Z. 1902 
bereits im Sommer 1902, der der Ann. Fr. 1902 aber erst im 
Januar 1903 erschienen ist. 

Genus Hiresia. 

Die Arten erweisen sich immer mehr variabel! Die Färbung 
der Anhänge und des Körpers ist ganz bedeutungslos; die Fld.- 
Skulptur scheint auch nichts Spezifisches in Merkmalen zu ent- 
halten. Die Stellung der Orbitalplatten ist ebenfalls einigen 
Schwankungen unterworfen. H. dimidiaticornis Chd. ist — ebenso 
wie Sahlbergi Chd. und versicolor Chd. — nur eine der Varietäten 
von H. binotata Klg. Dagegen halte ich H. egregia Chd. für eine 
voll berechtigte Species: Kopf und Halssch. sind bei ihr erheblich 
plumper gebaut als bei der Klug'schen Art; die Fld. kürzer als 
H. Lacordairei Dj. 

Für H. Boucardi Chvr. scheint charakteristisch zu sein, dafs 
die 2 longitudinaleti Stirnsulci durch keinen Quersulkus verbunden 
sind (es findet sich nur manchmal eine seichte Impression an 
seiner Stelle, welche den leicht erhabenen Längswulst nicht in zwei 
scharf gesonderte Teile trennt). 

Genus Euryoda. 
Meine verehrten Pariser Kollegen wollen sich noch immer 
nicht mit dem Gedanken vertraut machen, dafs die madagassischen 
Arten (Physodeutera und Megalomma im Fleutiaux'schen Sinne) als 
Genus vollkommen in der Luft schweben. Ich würde mich ja auch 
sehr freuen, wenn jemand ein Gattungsmerkmal (gegen Euryoda!) 
für diese Formen auffinden würde, judoch solange dies fehlt, bin ich 



von Paris und London. 85 

ein lieh genug, dies Fehlen offen einzugestehen. Die Bezeichnung 
^Megalomma" halte ich dementsprechend vorläufig nur für die drei 
nicht-madagassischen Arten (viridulum Quens., fulgens m. und ob- 
scurum Fl.) aufrecht. Alles Uebrige ist für mich eine Tribus von 
Eitryoda. Die Gestalt ist kein Genus-Charakteristikum, denn meine 
neu beschriebene Euryoda triumphalis von Tonkin hat ebenso schöne 
Glotzaugen wie jene Madagassen! Ich kann nur Genera anerken- 
nen, welche man definieren kann! 

Auch aus anderen Gründen scheinen diese Madagaskar- Euryo da e 
eine schreckliche crux zu werden. Meine verehrten Pariser Kol- 
legen wollen mir noch immer nicht recht glauben — sie sind zwar 
zu liebenswürdig, um es offen auszusprechen — dafs diese Arten 
aufserordentlich variieren. Ich habe mich davon immer mehr 
überzeugen müssen. Ob die soeben beschriebene biguttula Fairm. 1 ) 
wirklich eine eigene Art ist oder — was mir wahrscheinlicher — 
nur eine Rasse von maxima Fit., mufs die Zukunft zeigen! Die 
letztgenannte ist für mich auch immer noch etwas Zweifelhaftes: 
sie könnte vielleicht nur eine Rasse von viridi-eyanea Brll. sein. 

Um den Wirrwarr vollends herzustellen, hat man obendrein 
die beiden Typen von viridi-eyanea Brll. und cyanea Brll. auf 
2 Arten bezogen, die neuerdings gekommen sind, aber beide neue 
Spezies vorstellen. Ich beschreibe hiermit die eine von ihnen als 

Euryoda {Megalomma olim) breviformis 
(viridi-eyaenea Fit. non Brll.) 

Differt ab Eur. viridi-eyanea Brll. statura robustiore minore; 
labro $ vix, $ satis breviore (Q minus acuminato, dentibus 3 mediis 
minus produetis, flava); oculis minus distantibus, fronte (praeser- 
lim $) minus excavata, vertice $ crassiore, impressionibns trans- 
versalibus $ minus profundis; prothorace breviore latiore convexiore, 
lateribus magis rotvndatis, 2 postice non dilatato in medio parallelo, 
$ parallelo aut posticem versus perparum angustalo, indistinetius in 
disco striolato ; elytris brevioribus convexioribus (praesertim ad 
apicem), densius punetatis, $ angulo suturali minus recto. Signa- 
tura: <$ $ puncto parvo albo marginali ante medium punetoque lato 
humerali in $. Colore laetius cyaneo. — Long. 1\ — 10^ mill. 
2cf, Antongil-Bay (Mocquerys). 

$ primo antennarum articulo toto flavo; pedibus testaeeis (hinc 
inde paullulum obscuratis); femoribus svbtus dilutioribus . 

*) Dasselbe gilt von Eur. Alluandi Fit., welche der subsp. 
biguttula Fairm. äufserst nahe steht. 



86 Dr. W. Hörn: [jeher die Cicindeliden-Sammlungen 

2 penultimo palpornm labialium articulo inlerdum flavo, inlus 
brunnescente; primo et quarto antennarum arliculis ad basim 
ßavescentitms , ceteris (1 — 4) obscuratis; femoribvs brunneis sublus 
flavescentibus. 

Die mystische radama Kunck. i.l. war im Pariser Museum nicht 
zu finden. 

Genus dontochila. 

Od. difßcilis Chd. i. 1. ist = varians Gory, 

Od. ignita Chd. und die später beschriebene Od. cinctula Bat. 
sind identisch (dagegen ist secedens Steinh. eine davon ver- 
schiedene Art und identisch mit Od. Salvini Bat.). 

Betreffs der Unterscheidung von Od. rußscapis Bat. und 
trilbyana Thms. — welche manchmal habituell sehr ähnlich werden 
— mache ich auf die Spitze des Penis (conf. auch D. E. Z. 1902, 
p. 233) aufmerksam. Bei der Bates's«chen Art ist der Hals des 
„Hammers" dick, der nach rechts gerichtete Querforlsatz nur wenig 
länger als der linksseitige; bei trilbyana ist der Hals dünn und der 
rechtsseitige Fortsatz viel länger und dünner. 

Genus Cicindela. 

C. amoenula Chd. kann ich nicht mehr als eigene Art aufrecht 
erhalten: sie ist nur eine Rasse von C. argentata F. Bei dieser 
Gelegenheit möchte ich auf das 5. Abdominalsegment der £ $ auf- 
merksam machen. Dieses zeigt manchmal in der Median-linie eine 
Entfärbung des Chitins, die bisweilen in dreieckiger Gestalt die 
ganze Breite des Segmentes durchsetzt: bisweilen fehlt sie ganz. 
Bei mehreren Exemplaren fand ich statt der bräunlich entfärbten 
Stelle einen veritablen Ausschnitt. 

In der D. E. Z. 1892 p. 213, habe ich aufgrund einer falschen 
Bestimmung C. nebulosa Bat. mit C. venustula Gory zusammen- 
ziehen wollen. (D. E. Z. 1893 p. 336 kam ich noch einmal darauf 
zu sprechen.) Beide Arten sind zu trennen! Dementsprechend 
habe ich die echte venustula Gory noch einmal unter dem Namen 
C. afßnis m. beschrieben. Neuerdings neige ich zu der Anschauung, 
dafs C. kemichrysea Chvr. nur eine nördliche Rasse von C. venus- 
tula Gory (afßnis m.) sei, bei welcher der Randfleck vor der Fld.- 
Spitze fehlt und der Penis einen längeren schlankeren Haken auf- 
weist. Die Fld. -Spitze ist im allgemeinen bei der Chevrolat'schen 
Form (einzeln) mehr gerundet, doch variiert diese ebenso wie die 
Fld.-Skulptur und die ganze Gestalt. Der apikale Randfleck der 
C. venustula G. verlängert sich übrigens bisweilen bis zur Spitze. 



von Paris und London. 87 

Ueber die Verwandtschaft zwischen ihr und C. argentata mag die 
Zukunft entscheiden. 

Cic. zaza Alluaud erinnert — ich sah den Typus, ohne ein 
Exemplar der Perinojuey'schen Art zum Vergleich bei der Hand 
zu haben — sehr an C. dissimilis Per. 

C. semicircularis Chd. ist (wie Bates) = rugatilis Bat. — C. 
longula Chd. (wie Peringuey) eine Varietät von C. marginella Bob. 

C. diversa Chd. i. 1. ist = Friedenreichi Dokht. 

C. subfasciata Chd. i. 1. halte ich für eine Rasse von C. dis- 
creta Schm. mit geschlossener Hm.- u. Ap.-lunula. Der Randstrich 
in der Mitte der Fld. sendet einen auffallend langen geraden Ast 
schräg nach innen und abwärts. 

Der Typus von C. nivicincta Chvr. (coli. Fleutiaux) hat das 
Halssch. hinten c? sehr schwach, $ sehr stark verbreitert, 9 einen 
stark leuchtenden grofsen Spiegelfleck vorn neben der Naht. Ich 
besitze eine bemerkenswerte subspecies von ihr aus Shanghai und 
Hongkong: 

subspec. inspecularis (nov. var.). 

Di ff er t a lypo labro $ in medio perparum producto unidentato ; 
profhorace <$ parallelo, ^ evidenter (sed minus quam typo) poslice 
dilato; elytris $ macula oblonga non aut perparum nitente rubro- 
cuprea anlice juxta sufuram ornatis (minore quam speculo formae 
tgpicae); apice $ profundius exciso, $ spina suturali minus retracta. 

Cic. nivicinctoides m. ist eine Varietät von C. limosa Saund. 
(= cinctella Chvr.) mit parallelem Halssch. 

C. dubia m. ist eine Subspezies von C. undulata Dej. Der 
Vertex und das Pronotum sind gröber skulpiert als der Typus; 
das Halssch. schmäler und paralleler; die Fld. haben eine kurze 
geschlossene Schulter-lunula. 

C. barbata m. ist nur eine Rasse von C. funerata Boisd. Die 
Gröfse, Gestalt, Zeichnung, die Differenz in der Behaarung der 
Wange etc. haben sich nicht als stichhaltig erwiesen. Im allge- 
meinen ist die Stammform auf dem Festlande von Neu-Guinea 
vorherrschend, die Subspezies barbata m. stammt von den Inseln 
des Bismarck- Archipels. Die Exemplare von den Aru-Inseln sind 
C. funerata Boisd., die von Biak und Roon nähern sich ihr, die 
von Kafaur und Buru stehen etwa in der Mitte. 

Cic. Livingstoni m. ist nur eine der (wie es scheint, sehr weit 
verbreiteten) Rassen von C. saraliensis Guer. Das c? meiner Form 
unterscheidet sich vom <$ der letzteren durch die etwas vorge- 
zogenen 3 Mittelzähne der Oberlippe. Vertex und Pronotum sind 
kaum nennenswert gröber skulpiert. Fld. schmäler und nach vorn 



88 Dr. W Hörn: Ueber die Cicindefi den Sammlungen 

zu verengt, unregelmäfsig skulpiert. Die Behaarung ist vielleicht 
bei der Guerin'schen Art etwas dichter (ganze Episternen des 
Prothorax spärlich behaart etc.). Der Nahtdorn erheblich kürzer 
und die ganze Fld. -Spitze weniger verschmälert zugespitzt. Be- 
treffs der Zeichnung cotifer die Originalbeschreibung! — Die Art 1 ) 
kommt bis zum Nyassa-See vor. 

Der Typus von Cic. obliquata Kirby hat sich als identisch mit 
der Leng'schen Interpretation erwiesen (gewöhnliche breite Form 
der C. tranquebarica H. mit am Rande erweiterter Mittelbinde). 

Cic. tetragramma Boisd. {Mac Leatji Cast.) stellt sich immer 
mehr als höchst interessante Art heraus. D. E. Z. 1899, p. 41 
habe ich bereits gezeigt, dafs sie durch die fehlende Behaarung 
(ä la Euryodini) ganz isoliert in der Gruppe der Cicindelini (im 
engeren Sinne!) steht. Jetzt kann ich auf eine zweite Eigentüm- 
lichkeit hinweisen, welche vielleicht mit der ersten einigen Zusani- 
hang hat: das 2 besitzt nämlich eine tiefe Aushöhlung der Seiten- 
stücke des Mesothorax (frontal gestellte Epimeren etc.), welche 
beim tf ganz fehlt. Ob darin wirklich so zu sagen ein „Ersatz" 
der fehlenden Beborstung der Unterseite des $ zu sehen ist, 
mag derjenige entscheiden, der die Art in Kopulation beobachten 
kann. Es drängt sich ja unwillkürlich ein derartiger Gedanke auf 
(bei anderen Coleoptt renfamilien sind Gruben zum Festklammern 
der cT c? nichts Unbekanntes!), doch stehen dem andererseits 
Widersprüche gegenüber (weshalb haben es nicht die echten 
Euryodini, Therates etc.?). 

Cic. macropus Chd. i. 1. (Cat. Coli. p. 19) ist ein einfacher 
Schreibfehler für „marginata Chd. i. 1.", wie aus der Chaudoir'schen 
Sammlung zweifellos hervorgeht! Es steckt dort an Stelle der nicht 
vorhandenen „macropus"" ein Exemplar etiquettiert „marginala 
Laferte i. 1. Chd.". Fairmaire hat die Art später unter dem 
Chaudoir'schen i. 1. Namen (marginata) beschrieben. 

Ganz besondere Schwierigkeiten haben mir seit Jahren die 
Arten der C. triloma Seh. G. -Gruppe gemacht. Jetzt endlich glaube 
ich nach Vergleich fast aller Typen (nur der Typus von C. Bramani 
Dokht. ist mir unbekannt) Klarheit schaffen zu können. Die 
Synonymie ist recht verwickelt: 

1 ) Die verschollene C. tenebrosa Dokht. mufs mit C. saralien- 
sis/Livingstoni äufserst nahe verwandt sein. Ich bemerke aus- 
drücklich, dafs Dokhtourow wie in allem so auch in der Angabe 
der Millimeter sehr flüchtig war, was ich durch den Typus von 
C. bisignata, elegantula etc. beweisen kann. 



von Paris und London. 89 

Die echte C. tritoma Schm. G. gehört dicht neben C. Laurae 
Gestro und Andrewesi m. 

Die folgenden Formen 1 ) sind meiner Ansicht nach nur 
Rassen von C. Monhoti Chd.: 

interruptofasciata Fit. 2 ) (non Sehm.G.) = Bramani Dokht. 
elegantula Dokht. — tritoma Fit. 
cariana Gestro. - 
Goebeli m. = tritoma Gestro. 
anometallescens m. 
Der Eindruck des letzten Abd. -Segmentes $ schwankt ganz 
regellos, z. B. bei cariana manchmal fast fehlend, manchmal schmal 
longitudinal, manchmal breit transversal. 

Die Rasse elegantula Dokht. hat relativ die gröbste Vertex- 
Skulptur (auch am deutlichsten quer gerunzelt). Der Mittelteil der 
Oberlippe ist stark vorgezogen, sein lateraler Zahn ist klein und 
dem nächst-inneren genähert; der Basalteil hat eine zahnartige 
Vorderecke. Halssch. bauchiger als die übrigen Formen. Die 
Behaarung der Unterseite zeigt spärliche Borsten auf den Epi- 
meren des Mesothorax und in der Mitte des Abdominalrandes, 
einige in der äufsersten Hinterecke der Episternen des Metathorax 
und eine dichtere Beborstung der Hinterhüften sowie des lateralen 
Teiles des Metasternum. Trochanteren gelb oder braun-metallisch. 
Die Rasse interruplofasciuta Fit. hat die 5 Oberlippenzäbne 
gleichmäfsig entwickelt (Mittelteil nicht besonders stark vorgezogen). 
Episternen der Vorderbrust mit einigen Borsten nach den Hüften 
zu; Epimeren des Mesothorax, laterale Teil der Hinterhüften sowie 
des Metasternum und der Abdominalrand dicht weifs. Trochan- 
teren schwarz. Tarsen (?) kürzer als bei Goebeli m. 

Die Rasse cariana Gestro $ cT hat die Oberlippe wie elegan- 
tula, nur das Mittelstück weniger vorgezogen. Pronotum etwas 
abgeflacht. Abdomen etwas spärlicher beborstet als elegantula 
Dokht. 

Die Rasse Goebeli m. cT hat längere Hintertarsen 3 ) als ano- 
metallescens m. Die Behaarung etwa bei beiden gleich (ein Exem- 



1 ) Auf Zeichnung und Farbe gehe ich hier nicht ein (conf. 
die Beschreibungen und Fleutiaux Ann. Fr. 1893, p. 492 — 94). 

2 ) Die echte C. interruptofasciata Schm. G. ist von Gestro 
und mir richtig gedeutet worden (= flavolineata Chd. = ditissima 
Bat.). — C. Dejeani Hope {obliquevittala Fit.) ist eine Varietät von 
C. cyanea F. — C. bicolor F. ist eigene Art. 

3 ) Aber kürzer und dünner als interruptofasciata Fit. 



90 Dr. W. Hörn: Ueber die Cicindeliden- Sammlungen 

plar der ersteren ist allerdings fast kahl, abgesehen von dem late- 
ralen Rand der Hinterhiiften und ziemlich weifsen Seitenpartie des 
Metasterniim). Ebenso haben beide eine nur 3 zähnige Oberlippe 
(bei Goebeli $ ist der laterale Zahn sehr klein) und gelbe Trochan- 
teren. Bei anometallescens m. tf ist das Hlschd. schmäler als bei 
Goebeli; die Episternen des Prothorax tragen ein paar Borsten; 
Epimeren des Mesothorax, Episternen des Metathorax, Seitenpartie 
des Metasternum und Abdominalrand sehr spärlich beborstet. 

Was schliefslich C. Moulioli Chd. selbst betrifft, so ist die 
Oberlippe etwa wie elegantula Dokht.; Vertex fein granuliert, 
Episternen der Vorderbrust mit ein paar Borsten nach den Hüften 
zu. Innere Hälfte der Epimeren des Mesothorax, Seitenpartie des 
Metasternum und Hinterhüftenrand dicht weifs. Abdominalrand 
zwischen interrvptofasciata Fit. und Goebeli beborstet. Trochanteren 
gelblich-rot. 

Eine unbenannte Rasse (2 aus Birma) ist mir noch bekannt: 
Sie steht der anometallescens nahe; Oberlippe mäfsig vorgezogen, 
5- zähnig, gelb; vorletztes Gld. der K. -Taster und Trochanteren 
gelb; Episternen der Vorder- und Hinterbrust sowie Seitenpartie 
des Metasternum spärlich beborstet; Mesothorax und Abd. kahl. 
Der Schulterfleck breit longitudinal rechteckig (innen leicht ausge- 
schnitten); der Mittelneck ist gröfser, etwas mehr nach vorn ge- 
stellt und dichter zum Rande; der Ap. Fleck auch etwas gröfser 
und den Rand berührend. 

Cic. singularis Chd. wird wohl in Zukunft in der Liste der 
paläarktischen Arten geführt werden müssen! Sie gehört mit 
demselben relativen Anrecht wie z. B. Cic. resplendens Dokht. 
ebensogut zur paläarktischen wie zur exotischen Fauna. Ihr Ver- 
breitungsgebiet sind die Küstenländer am Ausflufs des Roten Meeres: 
Erythraea, Ins. Dahlak, Obok, Danakil-Wüste, Berbera, Aden. 

Genus Dromica (subg. Myrmecoptera, subg. Cosmema). 

Cosmema tj-mactilata Per. (nee Chaud.) Cat. I ist eine Varietät 
von C. citreo guttata Chd. mit erheblich schmäleren Fld.; Schulter- 
makel grofs und etwas nach hinten verlängert; Mittel- und Spitzen- 
makel stark verkleinert. 

Cosm. brevipennis Chd. und intermedia m. sind — wie Perioguey 
bereits publiziert hat — mit C. elegantula Boh. zu vereinigen. Die 
Form des suturalen Domes (und auch etwas die der Fld.-Spitze) 
unterliegt bei vielen Alten dieser Gattung grofsen Schwankungen 
(z. B. den Varietäten von Dromica tuberculata: immaculata Per., 
transvaalensis Per., acumivula Chd.). 



ron Paris und London. 91 

Der nochmalige Vergleich des Original-Ex. der von Per. er- 
wähnten Varietät von Myrm. (Cosm.) f'oveolata Per. (Tr. Phil. Soc 
S. Afr. 88, p. 71) hat meine in der D. E. Z. 03, p. 318, ausge- 
sprochene Vermutung bestätigt: es ist eine neue Art, welche im 
British Museum von Peringuey als „specialis" ettiquettiert wor- 
den war. 

Cosmema Gruti Chaud. und cordicollis Chd. sind von Peringuey 
falsch interpretiert worden. Beides sind selbständig- Arten, während 
C. Gruli Per. mit C. sexmaculata Chd. zu vereinigen ist. 

Dromica micans m. ist vielleicht nur eine Subspecies von 
Dr. Gunningi Per. 

Von Myrm. algoensis Per. kenne ich jetzt beide Geschlechter: 
sie ist eine Zeichnungsvarietät von Myrm. Junodi Per. 

Myrm. Ritsemae m. scheint mir nur eine Rasse von M. specta- 
bilis Per. zu sein. Bei der letzteren ist der Vertex etwas feiner 
quergestrichelt; das Halsscb. in der Mitte so breit wie vorn, nur 
hinten verengt; die Fld. -Skulptur weniger in Längslinien zusammen- 
fliefsend. Nur die Spitze des . letzten K.- und L.-Taster-Glds. 
dunkel; aufserdem Zeichnung der Fld.! 

Myrm. polyhirmoides Bat. erweist sich als immer mehr variations- 
fähig. M. mima Per. kann ich auch nur als eine ihrer Rassen be- 
trachten: Sie ist schlanker gebaut; das Halssch. schmäler und 
feiner sknlpiert; die Fld. länger und ovaler (bei der Stammform 
ovoid: hinten breit!). Der Zwischenraum zwischen l. 1 ) und 2., 
sowie 3. und 4. Rippe ist mit groben Gruben besetzt, die anderen 
mit feineu Septa. Die 4. Rippe ist relativ stark entwickelt. — Ein 
$ von Gazaland (mit der Zeichnung der var. compteta m.) hat 
einen sehr kurzen breiten Thorax und auffallend breite kurze Fld. 
— Das nachstehend beschriebene Tier halte ich auch nur für eine 
extreme Form (und zwar die der Rasse mima Per. entgegenge 
setzte subspecies!) derselben Art: 

Myrm. polyhirmoides Bat. subsp. irr egularis m. 
Differt a typo elytris anticem versus va/de angustatis, pone 
medium magis dilatatis, postice latius breviusqne rotundatis; costis 
irregularibus undulalis (interstitiis inaequulibvs), quarla et quinta 
approximafis et in Iota tertia parle postica con/Iuentibus, ut spativm 
lalum levigatum exoriatur; spatiis intei cosla/ibus iiregularitei 
scu/ptis, ti t tola elytrorum scu/ptttra atypica rideatvr. Spina suhirali 



l ) d. i. der medialen Rippe. 



92 Dr. W. Hörn: Veber die Cicindeliden Sammlungen 

(brevi!) paullo fortiore; penultimo palporum maxillarum articulo 
brunneo; tibiis posticis brevioribus. — LoDg. 18 mill. 
1 $, Mashona-Land. 

Die Zeichnung besteht in einem apikalen Randstrich, welcher 
weit vor der Spitze erloschen ist. Die Fld.-Skulptur verhält sich 
zu derjenigen des Typus etwa ebenso wie die von Myrm. Bertolonii 
Thms. zur M. fossulata Wallgr. {Bertolonii Per.). 

Im letzten Heft dieser Zeitschrift habe ich M. fossulata Wall. 
{Bertolonii Per.) als Rasse zu M. Bertolonii Thms. gezogen und 
eine neue subsp. quadricostata m. dazu beschrieben. Jetzt hatte 
ich Gelegenheit, mehr Material der letzteren aus der Junod'schen 
Ausbeute zu vergleichen und bin zu dem Schlufs gekommen, dafs 
auch M. costata Per. als Subspezies dazu gehört — trotz aller 
Skulpturdifferenzen! Ich ergänze zunächst die Beschreibung meiner 
subsp. quadricostata: 

cT differt a subsp. costata Per. (£ typ!) fronte verticeque paullo, 
intermedia pronoti parte aliquanto grossius sculptis; elijtrorum costis 
4 longioribus {evidenter ultra medium prolongatis). 

Subsp. fossulata Wall, c? ist gröfser und plumper gebaut, hat 
meist 5 deutlich entwickelte Rippen (auf jeder Fld.), die erheblich 
weiter nach hinten reichen. Die Skulptur ist — besonders in der 
Höhe des 3. und 4. Fünftels der Fld.-Länge — viel gröber und 
unregelmäfsiger. Die Kopfskulptur ist etwa gleich. Die Episternen 
des Metathorax sind beborstet. — Das zu subsp. quadricostata m. 
gehörige $ hat, wie es scheint, meist einen grofsen Scheibenfleck 
vor der Spitze der Fld., welche weniger verlängert zulaufend ist 
als bei subsp. fossulata Wall. — Der Typus $ von subsp. costata 
Per. hat das Pronotum etwa so fein skulpiert wie subsp. fossulata 
Wall, (bei dem Typus Bertolonii Thms. ist dasselbe etwas gröber 
skulpiert, aber immer noch etwas feiner als bei quadricostata m.). 

Die Differenzen in der Fld.-Skulptur sind bei den 4 Formen 
annähernd gleichmäfsig gradatim fortschreitend entwickelt: am 
gröbsten und unregelmäfsigsten beim Typus Bertolonii Thms., am 
gleichmäfsigsten und feinsten bei subsp. costata Per. Meine sub- 
sp. quadricostata würde der letzteren zunächst kommen. Beson- 
ders mufs ich übrigens auf den sexuellen Unterschied in der Fld.- 
Skulptur aufmerksam machen, der sich in dem ganzen Genus oft 
wiederholt: das <$ zeigt eine gröbere Skulptur als das $ (beson- 
ders sichtbar nach der Fld. -Spitze zu). 

Myrm. limbata Chd. (non Bert.!) $ ist mit M. Saundersi Chd. 2 
zu vereinigen. Die von Chaudoir angegebenen Unterschiede halte 
ich für ganz individuelle. 



von Paris und London. 93 

Die von mir Ent. Nachr. 1898, p. 347 als „Myrrnecoptera" 
beschriebene Gerstaeckeri m. ist als aberrante Form in die Gattung 
Cicindela zu stellen, wo sie mit den Arten Cic. Bennigseni m., 
4-slriata m., laeta Tat. (= Revoili Fairm.) zusammen eine kleine 
Untergruppe bildet. 

Genus Pseudoxychila. 

Schon früher habe ich publiziert, dafs nach meiner Ansicht 
die meisten der als Arten beschriebenen Formen nur Abänderungen 
einer und derselben Spezies sind. Jetzt halte ich alle, auch cera- 
toma Chd.! nur für Varietäten von P. bipustulata Latr. — Die 
erstere und tarsalis Bat. sind zweifelsohne gut begründete sub- 
species (geogr. Rassen): ob angustata Chd., lateguttata Chd. und 
Chaudoiri Dokht. ebenso berechtigte Rassen oder nur unbedeutende 
Aberrationen sind, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall findet man 
oft Exemplare, auf welche keine der vorhandenen Beschreibungen 
pafst. Subspez. ceratoma variiert in der Gröfse, Farbe, Hlschd- 
Form, Fld.-Skulptur; auch die hervortretenden Schultern finden 
sich bei anderen Varietäten schon angedeutet. 

Betreffs der Lebensweise der schönen ceratoma Chd. kann ich 
eine Notiz des Herrn Haensch bringen , welcher das Tier neuer- 
dings in Anzahl in Ecuador gefangen hat. Es lebt auf steinigem 
Boden und läuft tagsüber mäfsig schnell umher. 

Genus Chiloxia. 

Meine Ch. longipennis ist nur eine Rasse von Ch. binotata Cast., 
die sich von letzterer durch die Gröfse; den längeren Vertex, Thorax 
und Flgd. (diese auch im vorderen Drittel stärker verengt); die 
schmälere und mehr nach vorn gestellte Fld. -Makel etc. unterschei- 
det. Die Castelnau'sche Stammform scheint nur an der Atlantic 
(Guyana), meine subspecies an der Pacific (Ecuador) vorzukommen. 
Eine Aberration der ersteren besitze ich von Cayenne: ein kleines 
stahlblaues c? ; Kopf und Hlschd. schmäler, Fld. ziemlich glänzend. 
Eine Aberration von subsp. longipennis m. habe ich neuerdings aus 
Peru (Juanjui) erhalten: <$ Kopf und Hlschd. etwa gleich der blauen 
Cayenne-Form (mit der sie auch in der Kleinheit übereinstimmt); 
Färbung bräunlicb-erzfarben, Fld. -Spitze an der Naht schräger 
zugestutzt (Nahtwinkel kleiner). 

Subsp. longipennis ist von Hrn. Haensch in Anzahl an Flufs- 
läufen in Ecuador gesammelt worden. Das Tier lebt auf dem das 
Wasser überhängenden Buschwerk, von wo es aufgescheucht in 
trägem Fluge scharenweise davonfliegt. 



94 Dr. W. Hörn: Ueber die Cicindeliden- Stimm hin gen 

Genus Me gacep hala (subg. Styphloderma, subg. Tetracha). 

Megacephala Neutnanni Kolbe ist nur eine Rasse von M. exce/sa 
Bat. mit längeren Fld. und gröberer Skulptur auf der hinteren 
Hälfte derselben (beim Typus hier mehr oder weniger glatt: nur 
vordere Hälfte rauh skulpiert). Das $ von den Original-Ex. der 
M. Neumanni hat zufälligerweise das Hlschd. hinten etwas stärker 
verengt und steiler zur Basis abfallend. 

Von ähnlicher Skulptur wie M. Baxteri Bat. sind mir nun- 
mehr 3 verschiedene Arten bekannt: M. Baxteri Bat., Revoili Luc. 
und eine nov. spezies, welche Hr. Peringuey demnächst aus Süd- 
Afrika vom Sebaqwe beschreiben wird. Die Bates'sche Art ist die 
gröfste, mit auffallend langen parallelen Fld.; das Pronotum weist 
(dem Rande mehr genähert als der Mittellinie) eine Reihe von 
Borstenpunkten auf, welche sich vom Vorderrande bis zum Basal- 
sulkus hinzieht. Aufserdem hat der hintere Teil der Pronotal- 
Epipleuren 1 —8 und die Episternalplatte des Pro- und Metathorax 
1 — 3 (allerdings in einzelnen Fällen fehlende) Borstenpunkte 1 ). 
Die neue Art vom Sebaqwe hat nur die Episternen des Metathorax 
und, wie es scheint, beim <$ noch die des Mesothorax mit der- 
artigen Punkten. Am nächsten steht ihr M. Revoili Luc: diese 
unterscheidet sich jedoch von der neu zu beschreibenden Peringuey- 
schen Spezies durch das viel weniger seitlich gerundete (manchmal 
annähernd parallele) Hlschd. Die Fld. sind hinten ein klein wenig 
flacher, die Tuberkeln vorn etwas feiner und dichter, an der Naht 
kleiner (erscheinen mehr geglättet), hinten spärlicher (nur hinten 
nahe der Naht dichter!) und kleiner. Die Gestalt der Fld. ist 
annähernd gleich, nur erscheint M. Revoili Luc. etwas schlanker, 
da die Fld. nach vorn zu sich mehr verschmälern. Die Fld. -Be- 
haarung ist bei beiden gleich. 

Meg. regalis Chd. ist, wie ich schon früher vermutet hatte, = 
Peringuey i m. 

Meg. cylindrica Chd. et Dokht. ist = Frenchi Sloane. 

Alle bisher beschriebenen Styphloderma- Arten ziehe ich jetzt 
als Rassen einer einzigen Art (St. asperatum Wat.) zusammen. 
Weder in der Gröfse, noch Gestalt, noch Skulptur des Pronotum 
sowie der Flgd., noch in der Färbung und Zeichnung sind spezi- 
fische Unterschiede gefunden worden. Besonders möchte ich auf 
die sexuellen Differenzen aufmerksam machen, welche in der Form 



1 ) JH. Hauseri m. hat ähnliche Borstenpunkte, jedoch fehlt die 
Punktreihe auf der Oberseite des Pronotum gänzlich. 



von Paris und London. 95 

und Skuptur der Fld. liegen: 2 oft ganz auffallend breit und kor- 
pulent, c? schmal und flacher; $ mit breiten flachen Tuberkeln, 
c? mit (z. T. sehr erheblich: subopaca Fairm.) schärferen und dichter 
gestellten Höckerchen. Es scheint auch, als ob die $$ öfters uu- 
gefleckter sind als die $$, doch könnte dies nach den Gegenden 
verschieden sein. Die mir vorliegenden ziemlich zahlreichen c? $ 
von subsp. subopaca (Lindi und Lukuledi) haben auf jeden Fall 
fast alle 4 grofse Makeln, die 2$ sind meist ganz ungefleckt. — 
Im Speziellen gilt folgendes: 

Subsp. Schaumi m. ist die schmälste Form mit der dichtesten, 
feinsten und schärfsten Granulierung der Fld. — subsp. Morsi Fairm. 
(mit der oblongula Fairm. wohl ohne weiteres vereinigt werden 
kann: die letztere ist etwas schlanker) und der Typus asperatum Wut. 
haben ähnlich scharfe Tuberkeln, die aber etwas weniger genähert 
und etwas gröber sind. — subsp. levicollis hat scharfe und grofse, 
aber nicht sehr dicht stehende Höcker. — subsp. subopaca $ hat 
mäfsig scharfe und ziemlich grobe, £ grobe aber sehr seichte Tu- 
berkeln. Hr. Peringuey wird demnächst eine sehr interessante neue 
Rasse $ von S. -Afrika beschreiben, bei welcher die Tuberkeln fast 
ganz verloschen und nur ihre äufserste Spitzen übrig geblieben 
sind. Die Fld. erscheinen dadurch ganz auffallend spärlich und 
äufserst fein granuliert. Eine weitere kleine Rasse besitze ich vom 
äufsersten Süden von Deutsch Ostafrika 1 ): 2c? haben die seichten 
aber groben Tuberkeln von subsp. subopaca Fairm. $ und die Fär- 
bung von subsp. oblongula Fairm. (cT schmale, $ auffallend bauchige 
und kurze Fld.). — Was die Färbung betrifft, so ist subsp. Schaumi m. 
und Morsi Fairm. ziemlich hell metallisch gefärbt; asperatum, levicollis 
und subopaca sind mehr oder weniger schwärzlich (levicollis hat 
eine etwas glänzende Oberseite, subopaca ist matt 2 ). — Der ein- 
zige Typus von subsp. Schaumi hat nur eine Ap. -Makel; subsp. 
Morsi Fairm. (oblongula Fairm.) hat Ap.- und Hum.-Makel, subsp. 
subopaca Fairm. kommt fleckenlos, mit Ap. -Makel oder mit Ap.- 
und Hm. -Makel vor; der Typus asperatum Wat. hat eine Hm. -Makel 



*) Lindi und Lukuledi! Die Ex. messen 18 — '20 mill.; jede 
Flgd. mit "2 Makeln, Oberlippe nur schwarz umsäumt, Schenkel- 
spitzen und Fühler (1. und 2. Glied z. T. etwas heller) schwarz. 
Ich gebe dieser Rasse den Namen subsp. gratiosa m. 

a ) Diese Form scheint am meisten zu variieren: ich kenne Ex., 
welche den Uebergang zum Typus (asperatum Wat.) in allen Nyancen 
der Tuberkeln zeigen. Manche Ex. sind auffallend bauchig und 
plump gebaut, manche <3* umgekehrt sehr flach und schmal. Ich 
besitze auch ein matt-gläuzendes $ von D. 0. -Afrika. 



96 Dr. W. Hörn: (Jeher die Cicindeliden-Sammlnngen 

oder Ap.- und Hm. -Makel, subsp. levicollis Wat. ist fleckenlos. — 
Hinsichtlich der geographischen Verbreitung ist natürlich noch man- 
ches unsicher: In Deutsch Ostafrika kommen vielleicht alle Formen 
vor, mit Ausnahme von subsp. Schaumi (ägypt. Sudan) und der neu 
zu beschreibenden äufserst fein granulierten Rasse aus Südafrika. 
Der Typus scheint auch hauptsächlich vom Zambesi zu kommen, 
subsp. levicollis vielleicht besonders aus Brit. Ostafrika. 

Die Beschreibung von Tetracha curacaoica van d. Poll. ist stark 
reparationsbedürftig! Der Autor scheint T. gracilis Rehe, garnicht 
gekannt zu haben! 

Ebenso wie subsp. infuscata Mannh., Sommeri Chd., punctata 
Cast. und confusa Chd. sind auch longipennis Chd. und Erichsoni m. 1 ) 
meiner Ansicht nach nur Rassen von T. sobrina Dej. Die beiden 
letzten stehen sich untereinander am nächsten: subsp. Erichsoni 
hat c? eine fast zahnlose Oberlippe, £ 4 zähnig (subsp. longipennis 
cT 4zähnig: die 2 Mittelzähne genähert und vorgezogen); Flgd. 
überall gröber skulpiert, im hinteren Drittel fast 2 ) nur eingestochene 
Punkte (bei subsp. longipennis tritt hier die schindelartige Skulptur 
stärker hervor); die Punkte stehen — abgesehen nahe den Schul- 
tern — weiter auseinander; die Fld. -Spitze 2c? (einzeln) weniger 
gerundet; der Fld.-Rand und die hintere Hälfte der Fld. dunkel- 
blau, sodafs nur die dreieckige Diskoidal-Fläche (gemeinschaftlich!) 
auf der vorderen Hälfte erzgrün bleibt (subsp. longipennis Chd. hat 
manchmal keine längeren Fld. als subsp. Erichsoni m.). Die Rasse 
Erichsoni m. kenne ich mit den Fundorten Brasilien und Surinam; 
subsp. longipennis ist in neuerer Zeit zahlreich aus Jatahy (Goyaz: 
Pujol!) gekommen. 

T. lucifera Er. 3 ) und T. bilunata Klg. s ) sind zwei berechtigte 
Spezies, obwohl sie einander recht nahe zu stehen scheinen. Die 
letztere hat eine auffallend stark ausgeprägte Vertex-Strangulation 
und so gut wie fehlende 4 ) (mittlere) Oberlippen-Zähne. T. lucifera 
hat das Hlschd. hinten weniger verengt, die Querfurchen (bes. auf 
der Scheibe) seichter und winklig nach der Mitte des Pronotnm 
vorspringend (die zwei so gebildeten dreieckigen Felder sind ebener, 



J ) Als fragliche Varietät von T. lucifera Er. seiner Zeit be- 
schrieben; conf. auch Proc. Ent. Soc. Wash. V 1903, p. 333. 

2 ) Nur zwischen den Ap. -Makeln zeigt sich etwas von jener 
schindelartigen Skulptur. 

3 ) Ich verglich die Typen im Berliner Museum. 

4 ) T. lucifera Er. c? hat in der Mitte zwei Zähne, die einander 
näher stehen als bei T. bilunata Klg. $. 



von Paris und London. 97 

das basale etwas rauher skulpiert). Die Scheibe des Pronotum ist 
flacher, der Vorderrand nicht vorgezogen. Die Fld. ^ an der 
Nabtspitze noch etwas breiter rechtwinklig gerundet; Ap.-Makel 
grofser und breit die Naht berührend. Bei beiden Arten ist die 
Fld. -Skulptur so ziemlich die gleiche: vordere Hälfte grob z. t. 
zusaminenfliefsend, hintere fein punktiert ; letztere mit vereinzelten 
gröfseren Grübchen, von welchen jedes vorn ein Höckerchen trägt. 
Bei beiden existiert ein seichter longitudinaler Eindruck nahe dem 
Fld.-Rande im mittleren Drittel (zwischen ihm und dem Rande 
eine glattere Stelle, dicht am Rande eine Reihe gröberer Punkte). 
Tetr. coerulea Luc. 1 ) ist keine Varietät von T. femoralis Perty, 
sondern eine eigene Art, die neben T. oxychiloides m. zu stellen 
ist. Sie unterscheidet sich von T. femoralis P. (^) durch den 
kleineren schmäleren Kopf, prominentere Augen, schmäleres Hlschd. 
Letzteres weist eine deutliche und ziemlich starke apikale und eine 
noch stärkere basale Strangulation auf (der dazwischen liegende 
Teil tritt mäfsig stark und gerundet vor). Die Flgd. sind hinten 
mehr zugespitzt (Spitze selbst abgerundet), hinter den Schultern 
etwas stärker dilatiert, ihre Punktierung ist überall (bes. in der 
Mitte und hinten) dichter und — abgesehen vom vorderen Drittel — 
auch gröber; der Spitzenteil mit Tuberkelchen, nicht Grübchen, 
der Rand abschüssiger und dichter punktiert. Vorn fiiefsr die Fld.- 
Skulptur ziemlich stark zusammen, auch in der Mitte zeigt sich 
noch eine gewisse Tendenz zur Berührung der eingestochenen 
Punkte. Betreffs der Färbung confer die Beschreibungen. 

Genus Amblychila. 

Nach Vergleich des Typus von Ambl. Piccolomini Reiche 

I (Pariser Museum) und des zweiten Ex. von A. Piccolomini Rivers 

| (meine Sammlung) kann ich jetzt die Synonymie der Gattung 

jendgiltig feststellen. An der Artberechtigung der 3 Spezies bleibt 

kein Zweifel. Man hat zu zitieren: 

I. Ambl. Baroni Riv. 

II. - cylindriformis Say. 

cylindriformis subsp. Piccolomini Rehe, (et Leconte 

[et G. Hörn) 2 ). 
; 

') Ob die von Lucas Voy. Cast. 1857, p. 29 erwähnte Varietät 
Izu 7'. femoralis zu ziehen ist, habe ich nicht konstatieren können. 
jEines der Original-Ex. von T. coerulea Luc. bat die O.-Lippe und 
U ersteu Fühlerglieder schwarz. 

'-) Leconte und G. Hörn haben also Recht behalten! 

Deutache liuiomol. Zeitschrift 1904. Ueft I. 7 






98 Dr. W Hörn: Ueber die Cicindeliden-Sammlungen 



syn. cylindrifortnis Thms. et Lee. olim Proc. Ac. N. S. 

[Phil. VII, 1854, p. 32. 
syn. Piccolomini Leng ex parte. 
III. Ämbl. Schwarzi m. D. E. Z. 1903, p. 196. 

syn. Piccolomini Riv. Zoe 1893, Vol. IV, p. 218—23. 
syn. Piccolomini Leng ex parte. 

Zur Vervollständigung dessen, was ich im letzten Heft dieser 
Zeitschrift über Ambl, Schwarzi m. (Piccolomini Riv.) geschrieben, 
diene noch folgendes: das zweite $ hat die Epipleural-Platte des 
Pronotum etwas schwächer gebogen als das erste, aber deutlich 
stärker als Ambl. Baroni und cylindriformis. Meine Art hat 15 — 19 
Borstenpunkte auf der Stirn ("2 davon ganz vorn: jederseits einer 
hinter dem Klipeus); Baroni hat 7 — 12, cylindriformis 3 — 8 (ich 
habe bei ihr nie einen symmetrisch jederseits vorn nahe dem Kli- 
peus gesehen: allerdings sind bei allen 3 Arten diese Borstenpunkte 
oft etwas unsymmetrisch). A. Schwarzi hat die Mandibelspitze 
kürzer, dicker und stärker gebogen als A. Baroni Riv., die medialen 
Fld. -Rippen sind nach hinten etwas konvergent und nach innen 
etwas konkav verlaufend: bei cylindriformis parallel oder es findet 
sogar manchmal hinter der Mitte eine gewisse Divergenz statt. Bei 
Schwarzi m. treten die Schultern stark (gerundet) vor; die Fld. 
sind kürzer, breiter und bauchiger als bei cylindriformis (bei deren 
subsp. Piccolomini Rehe, die Fld. manchmal noch paralleler und 
länger sind als bei der Stammform). Die Fld. fallen bei A. Schwarzi 
und Baroni Riv. 1 ) zur Spitze flach ab, bei A. cylindriformis et subsp. 
Piccolomini Rehe, steil. Bei A. Schwarzi m. stehen die groben 
grübchenartigen Punkte im Zwischen- Rippenraum erheblich dichter 
(2 — 3 unregelmäfsig alternierende Reihen), dagegen fehlen diese 
Punkte an der Spitze und neben der Naht (bei cylindriformis S. 
et var. Piccolomini Rehe, umgekehrt). 

Auch an den Mundteilen habe ich einige Differenzen konsta- 
tieren können: A. cylindriformis S. et var. Piccolomini Rehe, haben 
den Kinnzahn vorn etwas (seitlich) komprimiert und die Spitze 
schmal zulaufend, die grofsen dreieckigen Seitenstücke sind weniger 
scharf und lang zugespitzt als bei A. Schwarzi und Baroni, wo 
anderseits der Mittelzahn nicht (seitlich) komprimiert und vorn breit 
gerundet ist. Das vorletzte Glied der K. -Taster scheint (?) bei 
A. Schwarzi m. relativ etwas kürzer zu sein als bei den beiden 



J ) Diese hat, wie gesagt, einen Om«s-artigen Habitus! 



von Paris und London. 99 

anderen Arten. A. Baroni 1 ) hat längere Hintertibien und Hinter- 
tarsen als A. Schwarzi. 

Die Borsienpunkte der Unterseite lassen ebenfalls Verschieden- 
heiten erkennen. A. Baroni Riv. hat eine Anzahl Borstenpunkte 
am Prosternum vor, zwischen und hinter den Hüften, am Meso- 
sternum zwischen den Hüften und am Metasternum hinter den 
Mittelhüften. Die Hinterhüften selbst sind ebenfalls mäfsig punk- 
tiert. A. Schwarzi unterscheidet sich von ihr durch die zwischen 
und hinter den Hüften nicht oder kaum beborstete Vorderbrust; 
A. cylindriformis hat die ganzen Sternal-Abscbnitte nicht oder kaum, 
die Hinterhüften spärlicher beborstet. Die Episternen des Pro- 
und Mesothorax sind bei A. Baroni und Schwarzi unpunktiert, die 
des Mesothorax bei A. cylindriformis bisweilen mit Borstenpunkten. 
Am Hinterrande der Abdominal-Segmente besitzt A. Schwarzi eine 
dichte, A. Baroni eine spärliche Punktreihe, A. cylindriformis zeigt 
gar keine oder nur 1 — 3 Punkte. 

Ob das c? von A. Baroni und Schwarzi denselben sexuellen 
Unterschied in der Form der Hinterhüften zeigt wie A. cylindri- 
formis bleibt abzuwarten. 

Betreffs des Typus von A. cylindriformis Say subsp. Picco- 
lomini Rehe, sei noch ausdrücklich bemerkt, dafs er mit der Stamm- 
form in allen Art-Charakteren übereinstimmt: die Stirn weist nur 
jederseits 2 Borstenpunkte neben dem Auge auf; die Mundteile wie 
beim Typus. Die Flgd. lang, auffallend cylindrisch und parallel 
mit sehr schwach entwickelter allgemeiner sekundärer und dichter 
grober (bes. lateralwärts) Punktierung an der Spitze (jederseits 
auch ein Grübchen neben der Naht); Rippen mäfsig entwickelt 
und parallel, Zwischen-Rippenraum mit einer 2 ) Reihe grober Punkte, 
nach dem Apex zu steil abfallend. Der ganze Körper ist stark 
glänzend, die Epipleuren des Pronotum, die Beborstung der Sternal- 
Teile, der Hinterhüften und Abdominal-Segmente wie beim Typus; 
die Episternen des Mesothorax mäfsig punktiert. 



*) Fld. ohne Rippen (bei meinem Ex. fehlt selbst die Spur 
derselben, welche beim Typus an der Schulter durch eine kurze 
Kettenreihe angedeutet ist: nicht einmal der freie Seitenrand der 
Fld. ist bei meinem Stück als scharfe Kante durchlaufend, sondern 
etwas gekerbt. 

2 ) Nur ganz vorn stehen ein paarmal zwei Grübchen neben 
einander ! 



100 [Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 



Pseudocolaspis substriata n. sp. 

Subtus nigro-aenea, supra obscure coerulea, leviter viridi-micans, 
palpis antennisque obscure ferrugineis, pedibus piceo-nigris, capite 
prothoraceque creberrime punctatis. subopacis, elytris dense punctatis, 
nitidulis, longitudinaliter impressis, interstitiis leviter convexis, seria- 
tim brevissimeque cinereo setulosis. — Long. 5 mill. 
Mesopotamien: Diarbekir (Staudinger). 
Die bis jetzt bekannte nördlichste Art der Gattung (die seit- 
her dazu gerechneten Arten aus Griechenland, Kleinasien und 
Nordafrika gehören zu Eubrachis Baly), durch die verloschenen 
Längsfurchen der Fld. leicht kenntlich. Oberseite dunkelblau, 
namentlich auf den Fld. mit grünlichem Schimmer. Kopf dicht 
punktiert, das Kopfschild vorn dreieckig ausgeschnitten, Taster und 
Fähler dunkel rostrot, das zweite Glied der letzteren so lang als 
das dritte, Stirn und Scheitel ziemlich eben, oben mit einer feinen 
Mittelrinne. Thorax kissenartig gewölbt, kaum breiter als lang, 
äufserst dicht punktiert, matt, an den Seiten stark gerundet, nahe 
der Mitte am breitesten und nach vorn wenig mehr als nach hinten 
verengt. Schildchen schwach quer, viereckig, hinten leicht gebogen, 
punktiert. Fld. weitläufiger punktiert als der Thorax, glänzender, 
mit je 7 bis 8 leicht vertieften Längsstreifen und etwas gwölbten, 
Zwischenstreifen, in beiden sind die Punkte unregelmäfsig gereiht, 
die Zwischenräume sind aufserdem mit einer Reihe sehr kurzer, 
weifslich grauer, aufstehender Borstenhärchen besetzt, sodafs jede 
Decke etwa 9, hinter der Mitte einfache, davor unregelmäfsig ver- 
doppelte Haarreihen trägt. Unterseite schwärzlich metallisch-grün, 
ziemlich dicht punktiert und ähnlich wie Kopf und Halssch., nicht 
dicht, aber äufserst fein und kurz, anliegend grau behaart. Beine 
pechschwarz, alle Schenkel mit einem langen und starken Zahne 
(an den Vorderschenkeln gröfser als an den übrigen), welcher 
nicht schmal dornförmig und mehr oder weniger senkrecht ab- 
stehend ist, wie in den meisten anderen Arten, sondern in der 
Schenkelrichtung liegt und dadurch entsteht, dafs die Schenkel am 
unteren Rande geradlinig nach aufsen erweitert sind und einen sehr 
tief-bogenförmigen Ausschnitt an der Spitze haben. Der Vorder- 
rand des Thoraxepisternum ist konvex, vor den Hüften hoch auf- 
stehend und hier vom tiefer liegenden Vorderrande des Prosternum 
deutlich geschieden. 

J. Weise. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 101 

Revision der Pycnocerini Lacord. 
(Coleoptera Heteromera.) 

(Mit einer Tafel) 

Von 
Hans Gebien, Hamburg. 

Erklärung der Tafel. 
Fig. la Die äufseren weiblichen Geschlechtsorgane von 
Chiroscelis digitata F. (Ventralseite) 

- lb - - (Dorsalseite) 

2 - bifenestrella Westw. (Ventralseite) 

3 Chirocharis australis Westw. 

4 Hemipristis ukamia Kolbe 

- 5 - Mülleri Kr. 

6 Pristophilus passaloides Westw. 

7 Prioproctus Oertzeni Kolbe 

8 Prioscelis serrata F. 

9 Prioscelides rugosus Kolbe 

- 10 Calostega purpuripennis Westw. 

11 Metattonotus aerugineus Gerst. 

12 Labium von Pristophilus passaloides Westw. 

- 13 - - Prioscelis Westwoodi Kolbe (altes Tier) 

- 14 - - Metattonotus asperatus Pasc. 

- 15 - - - physopterus Har. 

16 Maxille von Prioproctus Oertzeni Kolbe 

17 Rechte Mandibel von Prioscelis Westwoodi Kolbe 

(daneben Mahlzahn) 

- 18 - - - Metattonotus physopterus Har. 
19 Linke Vordertibie von 

Chiroscelis digitata F. (v. innen gesehen) 

- 20 Pristophilus passaloides Westw. (v. i. g.) 

- 21 Prioscelis tridens Kolbe (v. i. g.) 

- 22 Rechte Vordertibie von Prioscelis Fabricii Hope (v. inn. ges.) 

- 23 Linke Vordertibie von Odontopezus cupreus F. c? (v. inn. g.) 

- 24 Rechte Hintertibie von Prioscelis Fabricii Hope (v. i. g.) 

- 25 Linke - serrata Hope (v. aufsen g.) 

- 26 - - - Fipirocus Ritsemae Fairm. (v. i. g.) 

- 27 Rechte - - Pycnocerus hercules Fairm. (v. i. g.) 

- 28 - Mitteltibie - Prioscelis Fabricii Hope (v. aufsen g.) 

- 29 - - - Thomsoni Gbn. (v. a. g.). 



Gebien : Pycnocerini. Taf. I. 




H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 103 



Vorwort. 

Die vorliegende Arbeit fafst diese Tenebrioniden-Gruppe in 
dem von Lacordaire, Genera V, p. 399, gegebenen Sinne, mit der 
einzigen Ausnahme, dafs auch die von diesem Autor zu den 
Strongyliinen gestellte Gattung Aspidosternum hineingezogen wird. 
Die Zugehörigkeit dieser GattuDg zu den Pycnocerinen wurde schon 
von Gerstäcker, Harold etc. betont. Alluaud führt in den Bull. 
Soc. Ent. Fr. 1889, p. XLIV, aus, dafs das umstrittene Genus 
identisch ist mit der alten Pycnoceriden- Gattung Metallonolus. 
Aber die Verwandtschaft geht noch weiter; ist doch das lange be- 
kannte Asp. anüquum Har. (= rugulosum Fairm.) nichts als eine 
ausgezeichnete Abart des Metallonotus denticollis Gray. 

Von den Gattungen und Arten dieser Gruppe liegen zwei 
vorzügliche Arbeiten vor: eine ältere von Westwood in den Transact. 
zool. Soc. Lond. III, 1843, p. 207 ff., und eine ganz neue von Prof. 
H. J. Kolbe im Archiv für Naturgesch. 1903, Bd. I, H. 2, p. 161 ff. 
Das Erscheinen einer dritten Arbeit bedarf daher der Rechtfertigung, 
zumal, wenn man bedenkt, welch' ungeheures, revisionsbedürftiges 
Material innerhalb der Familie der Tenebrioniden noch vorliegt. 
Westwood kannte, wie es die Verkehrsverhältnisse seiner Zeit er- 
klärlich machen, keine Arten, sondern Individuen, und das ist bei 
der vorliegenden Gruppe besonders verhängnisvoll. Kolbe dagegen 
behandelt in seiner Arbeit nur die erste Abteilung und auch diese 
nicht monographisch, da er nur eine Anzahl Gattungen und Arten 
neu beschreibt und nur da Beschreibungen bekannter Tiere gibt, 
wo der Zweck seiner Arbeit es absolut erforderlich macht. Kolbe 
fafst die erste Gruppe der Pycnocerinen (mit den Gattungen: 
Chiroscelis, Chirocharis, Hemipristis, Pristophilus, Prioproctus, Prios- 
celis und Pheugonius) als Chiroscelinen zusammen und betrachtet 
sie als eigene Unterfamilie der Tenebrioniden. Eine Teilung der 
Pycnocerinen in mehrere Abteilungen von dem Werte der Sub- 
familien dürfte wenig empfehlenswert sein, wie aus dem folgenden 
hervorgeht. Nach Kolbe sind die Chirosceles von der Priosceliden- 
Gruppe abzuleiten, welche aus den Gattungen Sipirocus, Prioscelides 
und Apristopus besteht; diese kleine Gattungsgruppe ist nach ihm 
am nächsten verwandt mit den neuweltlichen Goniaderae. Wenn 
sich auch die nahe Verwandtschaft dieser Gruppen nicht leugnen 
läfst, so ist doch zu betonen, dafs Kolbe's Gattung Apristopus (von 
ihm auf die Art crassicornis Westw. beschränkt) sicher eine echte 



104 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Calostega darstellt, wie bei dieser Gattung weiter ausgeführt wer- 
den wird. Diese letztere aber scheidet der Autor aus den ge- 
nannten Gruppen aus, mit Unrecht, wie mir scheint, denn Calostega 
gehört nach dem Bau der Mandibeln und andrer wichtiger Merkmale 
zu der ersten Abteilung der Pycnocerinen. Andererseits ist diese 
Gattung wieder mit der ersten Gattung der zweiten Hauptgruppe 
der Pycnocerinen s. str. Odontopezus so nahe verwandt, dafs man un- 
möglich die fraglichen Genera in verschiedene Subfamilien bringen 
kann. Kurz gesagt bilden also die Pycnoceriden eine in sich ab- 
geschlossene Gruppe, trotz der ganz aufserordentlichen morpho- 
logischen Verschiedenheiten, die innerhalb derselben auftreten. 
Sie schliefsen sich eng an die Goniaderae der Subfamilie Tenebriomm. 
Die vorliegende Gruppe ist an morphologischen Eigentümlich- 
keiten so reich wie kaum eine andere Abteilung der Käfer. Merk- 
male, die sonst zur Scheidung grofser Gruppen, ja ganzer Familien 
dienen müssen, finden sich in Fülle, zuweilen innerhalb einer 
Gattung. 

Charaktere der Pycnoceriden. 

Kopf grofs, frei; die Augen weit vom Thorax entfernt, läng- 
lich, mehr oder weniger stark von vorn her eingeschnürt, ja bei 
einigen Individuen von Chirocharis australis auf eine lange Strecke 
geteilt. Sie sind entweder aufserord entlich fein (bei den ersten 
5 Genera) oder sehr grob facettiert. Der Canthus ist stark ent- 
wickelt. Der Vorderkopf ist von der Stirn durch eine breite 
Furche getrennt. Der Clypeus ist nicht, oder mehr oder weniger 
stark, bis halbkreisförmig ausgeschnitten; demnach ist die stets 
vorhandene Oberlippe (die niemals einen Epipharynx besitzt), frei, 
oder in das Epistom eingelassen. Die Antennen sind kurz und 
kräftig und überragen nie den Hinterrand des Prothorax; ihr 
drittes Glied ist so lang oder länger als das vierte, die mittleren 
Glieder sind perlig oder schalenförmig (Pristophilus, Prioproctus), 
sie sind entweder gleichbreit oder nach dem Grunde zu eingeschnürt, 
aber nie gleichmäfsig konisch. Das letzte Fühlerglied zeigt bei 
vielen Gattungen eine scharfe Querfurche, sodafs man in manchen 
Fällen (bei gewissen Prioscelis- Arten) ein deutliches zwölftes Glied 
zu sehen glaubt. Das Mentum ist breit nieren förmig oder herz- 
förmig, stets nach dem Grunde zu verengt, mit gerader Basalnaht. 
Ligula frei oder zum gröfsten Teil vom Mentum bedeckt; ihr 
Vorderrand ist gerade, oder nach vorn gezogen oder ausgebuchtet. 
An der Mundseite findet sich stets ein kielförmiger Hypopharynx, 



H. Gebiert: Revision der Pycvocerini Lac. 105 

dessen Seiten abstehend huschelig behaart sind, und der oft lang 
zahnförmig vorgezogen ist und dadurch den Schein erweckt, als 
sei der Vorderrand der Ligula gezähnt. Zwischen den Labial- 
palpen steht eine Tuberkel oder eine Scheidewand; der Vorderrand 
ist gewulstet und bewimpert oder der Wulst mit den Wimper- 
borsten tritt weit zurück (siehe Taf. 1, Fig. 14). Das letzte Glied 
der Maxillarpalpen ist zylindrisch (Fig. 12) oder mehr oder 
weniger beilformig. Die innere Lade der Maxillen ist beborstet, 
das Ende ist hakenförmig und zwar einfach oder geteilt; die äufsere 
Lade ist bebürstet, dreieckig und überragt meist die innere Lade. 
In der Regel ist eine grofse squama palpigera vorhanden, nur bei 
einigen Gattungen der Chiroscelis-Gruppe fehlt dieselbe oder ist nur 
angedeutet (Fig. 16). Von hervorragender Wichtigkeit für die 
Systematik ist die Gestalt der Mandibeln. Es lassen sich bei 
denselben zwei scharf getrennte Formen unterscheiden. Die erste 
Gruppe hat schwach (etwa in einem Viertelkreisbogen) gekrümmte 
Mandibeln, die in mindestens zwei Spitzen auslaufen; die zweite 
Gruppe besitzt fast rechtwinklig geknickte Oberkiefer, deren Ende 
meifselartig breit, ungeteilt ist, im ersteren Falle greifen die Spitzen 
übereinander; im letzteren die Schneiden gegeneinander. In der 
grofsen Ausbuchtung der Mandibeln steht meist der häutige Teil, 
der in dieser Gruppe zweifellos ein Sekretionsorgan ist, als sack- 
artiges Gebilde, er fehlt bei den ersten fünf Gattungen, ist sehr 
klein bei Prioscelis etc., bei den meisten anderen aber stark ent- 
wickelt. Der Mahlzahn ist meist trapezisch und hat aufser der 
scharf abgesetzten Oberkante, die durch einen tiefen Eindruck auf 
der Mahlfläche zahnförmig vortritt, zwei oder drei parallele Kau- 
leisten. In welchem Mal'se die Gestalt und Skulptur der Mandi- 
beln durch die Abnutzung entstellt wird, ist bei den Gattungen 
Chiroscelis, Chirocharis und Metallonotus ausgeführt. Das Sub- 
mentum hat meist einen rechtwinkligen Zahn neben den Maxillen, 
zuweilen ist dieser in einem langen Lappen nach vorn gezogen 
oder in zwei lange Zähne geteilt. Von gröfserem Interesse ist der 
Verlauf der Kehlnähte aus dem Grunde, weil die Gestalt der 
Kehle der Ansicht des Herrn Prof. Kolbe widerspricht, der im 
Arcb. f. Naturg. 1901, p. 94, dem Verlauf der Kehlnähte als 
Kriterium bei grofsen Kafergruppen ziemliche Bedeutung beilegt. 
Die Nähte bilden entweder einen Halbkreis oder ein scharfes Drei- 
eck, von dessen Spitze eine einzelne Naht an das Submentum 
herantritt, oder sie laufen schmal neben einander und ver- 
einigen sich am Submentum; in diesem Falle ist auch das Ende 



106 H. Gebiert, : Revision der Pi/cnocerini Lac. 

stark vertieft, sonst finden sich zwei tiefe, längliche Einstiche bei 
der Vereinigung der Nähte oder in der Mitte derselben. Die Vor- 
derecken des Halsschildes sind nicht oder nur unbedeutend 
nach vorn gezogen; sein Hinterrand ist gerade oder schwach zwei- 
buchtig. Das Schildchen wechselt in Gestalt und besonders in 
Gröfse bedeutend. Ueber die Flügeldecken läfst sich nichts 
Gemeinsames sagen. Bei den Gattungen Pristophilus und Prio- 
proctus bilden die Epipleuren einen wulstigen Saum des hinteren 
Körpers und sind für die Bestimmung des Geschlechts von 
Wichtigkeit. Unterflügel fehlen oder sind vorhanden. Ihr Ge- 
äder ist von Gattung zu Gattung verschieden. Vermutlich wird 
das Geäder bei der Scheidung von Subfamilien der Tenebrioniden 
eine Rolle spielen, doch konnte ich die Untersuchungen nicht 
abschliefsen, da mir zu viele Gattungen der verwandten Grup- 
pen unbekannt blieben. Sehr wichtig in der Systematik der 
Pycnoceriden sind die Beine, über die kaum etwas allgemein 
Gültiges zu sagen ist. Stets aber ist das letzte Tarsenglied so lang 
wie die anderen zusammen. Die Sohlen sind weich und dicht 
oder borstig und sparsam behaart, bei einigen der ersten Gattun- 
gen ist jedes der ersten Glieder in einem spitzen Dorn nach unten 
gezogen. Ein Onychium fehlt meist, ist aber deutlich bei den 
Gattungen Hemipristis, Pristophilus und Prioproctus und stellt 
einen sehr kurzen Zapfen dar, an dessen Ende zwei lange, sehr 
zarte Borsten stehen. Das Sternum ist sehr breit oder schmal. 
Die Länge der Hinterbrust, d. h. der Abstand der Hinterhüften 
von den Mittelhüften, wird durch das Vorhandensein oder Fehlen 
der Unterflügel bedingt, ebenso auch die Gestalt der Flügeldecken, 
da die geflügelten Pycnocerinen stets eine deutliche Schulterbeule 
besitzen. Das erste Abdominalsegment tritt als abgerundeter, mehr 
oder weniger langer Lappen zwischen die Hüften. 

Sexueller Dimorphismus ist bei den Pycnoceriden unge- 
mein mannigfaltig ausgeprägt. Bei Metallonotus- Arten und bei 
Catamerus zeigt er sich im ganzen Habitus, die Männchen sind 
schlanker als die Weibchen. Bei Chiroscelis, Chirocharis und zwei 
Arten Hemipristis finden sich gelbe Tomentflecken am zweiten Ab- 
dominalsegment der Männchen, welche die ältesten Autoren für 
Leuchtflecken hielten; sie galten bisher als Merkmal des Weibchens. 
Zwei andere Arten Hemipristis haben statt der Flecke fein skulp- 
tierte Eindrücke. Ferner unterscheidet man die Geschlechter in 
der Schenkelbildung {Catamerus), in der Schienenbildung (Prioscelides, 
Sipirocus, Catamerus), iu der Halsschildform (Pycnocerus), in der 
Bildung der Epipleuren (Pristophilus, Prioproctus). 



H. Gehren: Revision der Pycnocerini Lac. 107 

Ueber die Biologie der Tiere ist wenig bekannt. In zwei 
untersuchten Weibchen konnten vollständig entwickelte Eier kon- 
statiert werden, und zwar fanden sich bei Catamerus Eevoili 128 
vollkommen elliptische Eier von 1 mm Länge, bei Metallonotus 
denticollis ca. 80—100 ebenso grofse Eier, die aber an der einen 
Seite eine tiefe Längsfurche zeigten, sodafs die Eier kleinen Gersten- 
körnern sehr ähnlich waren. Von den Arten Catamerus Revoili, 
Hemipristis stygica und Prioscelis serrata kennt Kolbe die Larven. 
Die sehr kurze, wohl kaum ausreichende Beschreibung derselben 
findet sich in: Stuhlmann's Ostafrika, Bd. IV, p. 243 und 244. 

Will man den Umfang und Wert einer Art dieser Gruppe 
richtig bestimmen, so darf man nicht vergessen, die Variations- 
fähigkeit der Pycnoceriden in Rechnung zu stellen. Die Veränder- 
lichkeit der Tiere der letzten Abteilung, besonders der Gattungen 
Odontopezus, Catamerus, Metallonotus, ist eine fabelhafte. Wer 
z. B. nur Metallonotus antiquus und denticollis kennt, aber nicht 
ihre selteneren Zwischenformen, ^ird es für unbegreiflich halten, 
dafs man diese Tiere zu einer Art zusammenzieht, glaubt man es 
ja fast mit verschiedenen Gattungen zu tun zu haben. Bei Odonto- 
pezus und Catamerus mufsten alle beschriebenen Arten zu einer 
einzigen zusammengezogen werden. 

Es bleibt mir noch übrig, den Herren meinen Dank abzu- 
statten, die mich durch Uebersendung ihrer Pycnoceriden unter- 
stützten; es sind dies die Herren Vorstände der Museen in Berlin, 
Hamburg, Stettin, Kopenhagen, Stockholm, Brüssel, Leiden, Paris; 
ferner stand mir das nicht unbeträchtliche Material der Kollektionen 
überndorffer und Clavareau zur Verfügung. Zu besonderem Danke 
bin ich Herrn Dr. O h a u s in Hamburg verpflichtet, der mir, dem 
Anfänger in der deskriptiven Entomologie, mit Rat und Tat zur 
Seite stand. 



Uebersicht über die Genera der Pycnoceriden. 

Mandibeln am Ende zugespitzt, mit mehreren Zähnen, die 
Aufsenkante wenig stark in gleich mäfsigem Bogen ge- 
krümmt 1. 

Mandibeln am Ende breit meifselförmig, ungezähnt, die 
Aufsenkante plötzlich fast rechtwinklig gekniet . . .10. 
1. Mentum nierenförmig, die Ligula zum gröfsten Teil be- 
deckend, sodafs nur das letzte Glied oder die beiden 
letzten Glieder der Palpen frei liegen; Vorderschienen 
platt und breit, oft handförmig 2. 



108 H. Gebiert: Revision der Pi/cnocerini Lac. 

— Mentum höchstens breit herzförmig, die Ligula freilassend, 
Vorderschienen nicht zusammengedrückt, aber oft stark 
gekrümmt 6. 

2. Vorderschienen am Ende gefingert, nach dem Grunde zu 
stark verjüngt, Mittel- und Hinterschienen nicht zusam- 
mengedrückt; letztes Fühlerglied knopfig, $ mit Toment- 
fleck oder fein skulptiertem Eindruck am 2. Abdominal- 
segment; äufsere weibliche Geschlechtsorgane ohne seit- 
liche Anhänge 3. 

— Vorderschienen nicht gefingert, etwa parallelseitig, Mittel- 
und Hinterschienen breit und platt, letztes Fühlerglied 
nicht knopfförmig abgesetzt; <$ ohne Flecke am Abdomen, 
äufsere weibliche Geschlechtsorgane mit langen, seitlichen 
Anhängen 5. 

3. Körper geflügelt, dementsprechend mit langem Metaster- 
num und deutlichen Schulterbeulen, Flügeldecken parallel- 
seitig; Vorderschienen ohne Tarsalfurche; Mentum unbe- 
haart Chiroscelis Lam. 

— Körper ungeflügelt oder mit rudimentären Flügeln, dem- 
entsprechend mit kurzem Metasternuoi und ovalem Hinter- 
körper, Flügeldecken ohne Schulterbeule; Vorderschienen 
mit Tarsalfurche 4. 

4. Mentum unbehaart, Vorderschenkel mit medianem Zahn, 
Vorderschienen mit einem grofsen Zahn an der Aufsen- 
kante und mehreren Endzähnen, Mittel schienen bis zum Ende 
schmal, Schildchen deutlich, halbkreisförmig 

Chirocharis Kolbe. 

— Mentum behaart, Vorderschenkel ohne Zahn, Vorder- 
schienen an der Aulsenkante mit vielen kleinen Zähnen, 
Mitteltibien am Ende plötzlich verbreitert. Scbildchen sehr 
klein, zugespitzt Hemipristis Kolbe, 

5. Körper ungeflügelt, Hinterkörper oval, ohne Schultern, 
Endglied der Fühler schmaler als das vorhergehende, 
Vorderrand der Flügeldecken zweibuchtig Prioproctus Kolbe, 

— Körper geflügelt, Flügeldecken parallelseitig mit recht- 
winkligen Schultern; ihr Vorderrand gerade, Endglied der 
Fühler schwach verbreitert .... Pristophilus Kolbe 

6. Drittes Fühlerglied so lang wie das folgende, Seitenrand 
des Halsschildes glatt, äufsere weibliche Geschlechts- 
organe an der Spitze verbreitert 7 



//. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 109 

Drittes Fühlerglied verlängert, Seitenrand des Halsschildes 
krenuliert, die äufseren Anhänge der weiblichen Ge- 
schlechtsorgane in zwei mehrgliedrige Griffel ausgezogen 8. 
Vorderschenkel ohne medianen Zahn, die Endzähne schwach, 
Vordertibien mit zweiEndüornen; letztes Fühlerglied mit ein- 
gedrückter Teilungslinie; afrikanische Gattung Priosce lis Hope. 
Vorderschenkel mit grofsem medianen Zahn, die Endzähne 
aller Schenkel sehr stark, Vordertibien mit einem End- 
dorn; letztes Fühlerglied ohne eingedrückte Teilungslinie; 

asiatische Gattung Pheugonius Fairm. 

Clypeus im Viertelkreis ausgeschnitten ; beim Männchen 
sind die Vorderschienen stark gekrümmt, alle anderen 

gesägt 9. 

Clypeus als halber Kreisbogen ausgeschnitten; alle Schie- 
nen sind gerade, ungesagt Calostega Westw. 

Flügeldecken mit 4 Rippen; Schienen ohne Enddornen, 
vorletztes Glied der weiblichen Geschlechtsorgane in einen 
langen Griffel ausgezogen; asiatische Gattung Sipirocus Fairm. 
Flügeldecken mit 9 Punktstreifen; Schienen mit End- 
dornen, vorletztes Glied der weiblichen Geschlechtsorgane 
kurz und breit; afrikanische Gattung . Prioscelides Kolbe. 
Hüften weit auseinanderstehend, Prosternum zwischen den 
Vorderhüften platten förmig, viel breiter als der Durch- 
schnitt einer Hüfte; Mentum stark gehöckert (Aspidosternwn) 

Metallonotus Westw. 
Prosternum zwischen den Hüften schmal, so breit oder 
schmaler als der Durchschnitt einer Hüfte; Mentum unge- 

höckert 11. 

Flügeldecken gebaucht, ihre Seiten nach hinten diver- 
gierend, ihre Oberfläche meist verworren punktiert, nur 
hier und da reihig, Seitenrand des Halsschildes gezähnt 

Odontopezua Alluaud. 
Flügeldecken zylindrisch oder oval, mit 9 tiefen Punkt- 
streifen; Seitenrand des Halsschildes fast stets glatt . .12. 
Flügeldecken zylindrisch, geschlechtlicher Dimorphismus 
nur in der Bildung des Halsschildes ausgeprägt .... 

Pycnocerus Westw. 
Flugeidecken oval, geschlechtlicher Dimorphismus in der 
Körpergestalt und in der Beinbildung ausgeprägt . . . 

Catamerus Fairm. 



110 H. Gebiert: tievision der Pycnocerini Lac. 

Gemminger und Harold führen in ihrem Katalog (1870) 19 
Pycnoceriden auf (mit Aspidosternum); Champions Nachtrag bringt 
1895 noch 29 Arten, vergessen sind in diesem Katalog 2 Arten, 
nach 1895 neu beschrieben 14 Arten, sodafs bisher 64 Arten be- 
kannt waren, von diesen fallen als Synonyme oder Varietäten 28 
Arten fort, dagegen werden in vorliegender Arbeit nur 7 Arten 
neu beschrieben, sodafs die Pycnoceriden-Gruppe aus 43 Arten 
gebildet wird. 



Chiroscelis Lamarck. 

Ann. Mus. II, 1804, p. 260. 

Westwood: Trans, zool. Soc. 1843, p. 207. 

Lacordaire: Genera des Col. V, p. 403. 

Kolbe: Arch. f. Naturgesch., Jahrg. 1903, Bd. 1, H. 2, p. 179. 

Lamarck stellt seine Gattung für eine Art auf, die »vraisem- 
blablement« von Neuholland stammen soll. Das Tier nennt er 
bifenestrata. Abbildung und Beschreibung bei ihm sowohl als bei 
Guerin (Iconographie p. 118, tab. 30), lassen keinen Zweifel, dafs 
wir es mit dem Tenebrio digitatus F. zu tun haben. Bis jetzt hat 
sich in Australien kein Tier gefunden , welches der afrikanischen 
Form so nahe steht, dafs überhaupt eine Verwechslung stattge- 
funden haben kann. Die in Gemminger und Harold's Katalog 
p. 1901 aufgeführte Synonymie scheint mir daher ganz berechtigt, 
obgleich Westwood in den Trans, zool. Soc. 1843 (auf dem Titel- 
blatt steht übrigens 1849) sagt: »I therefore for the present, regard 
Lamarck's insect as speciücally distinct, both in size and locality, 
from those of the african contiuent.« Da die Gröfse aber variabel 
und mit »un peu plus de 4 cm« wohl vereinbar ist, so dürfen wir 
wohl Lamarcks bifenestrata auf digitata F. beziehen, und Lamarck 
kann als Autor für unsere Gattung gelten. 

Die Gattung Chiroscelis vereinigte bei den früheren Autoren 
recht heterogene Elemente. Kolbe war daher berechtigt, eine 
Teilung des Genus vorzunehmen Es ist jetzt beschränkt auf 
digitata F. und bifenestrella Westw. Ueber den Wert der letz- 
teren Art scheint man recht verschiedener Meiung gewesen zu sein. 
Kolbe vermutet, dafs beide Arten identisch seien. Wenn auch 
eine Trennung nach den von Westwood angegebenen Merkmalen 
schwierig ist, so ist dieselbe doch notwendig, da eine gröfsere 
Anzahl mir vorliegender Tiere beider Arten die Artberechtigung 
der bifenestrella vollkommen klarzustellen scheint. 



H. Gebien: Revision der Pijcnocerini Lac. lll 

Charaktere des Genus. 
Unterflüge] sind vorbanden. Dementsprechend finden sich 
wohlausgebildete Schultern und eine stark entwickelte Hinterbrust; 
Mittel- und Hinterhüften stehen weit voneinander. Kopf hinter 
den Augen etwas zu einem Hals verengt; Augen schwach vor- 
tretend, sehr fein facettiert, sodafs sie sich, namentlich im mittleren 
Teil, durch die Skulptur nicht von dem übrigen Kopf abheben, 
sie sind durch den Canthus eingeschnürt aber nicht geteilt. Clypeus 
von der Stirn durch eine gebogene, scharfe Querfurche abgetrennt, 
ziemlich tief ausgerandet, in der Mitte geradlinig; zwei parallele 
Längsfalten stehen auf demselben dicht beieinander in der Mitte, 
sind aber oft undeutlich. Die ganze Oberseite des Kopfes erscheint 
ziemlich glatt, ohne aufstehende Tuberkeln, höchstens schwach ge- 
höckert. Die Fühler sind kurz, bis zum ersten Viertel des Halsschil- 
des reichend, die Glieder perlig, glänzend, das letzte matt, knopfartig 
verbreitert, das dritte so kurz wie das vierte. Die Oberlippe ist 
etwas unsymmetrisch, die linke Vorderecke steht etwas vor, ent- 
sprechend der überragenden linken Mandibel , die Oberfläche ist 
runzlig skulptiert. Die Mandibeln sind verschieden grofs und ver- 
schieden gezähnt. An der linken steht vor der geteilten Spitze 
auf der Oberseite, entfernt von dem Ende, ein starker Zahn; dieser 
fehlt an der rechten Mandibel ganz oder ist nur schwach als 
Winkel angedeutet. Uebrigens variiert die Zahnbildung an den 
Mandibeln ganz bedeutend; durch starke Abnutzung werden sie so 
kurz, dafs sie den Mund nicht mehr schliefsen. Bei älteren Tieren 
kann daher von einer Zabnbildung keine Rede sein; zuerst wird 
die Teilung der Spitze undeutlich. Unausgefärbte (braune) Stücke 
zeigen die Zahnbildung stets sehr scharf. Ein altes Tier mufs Kolbe 
vor sich gehabt haben, der a. a. O. p. 144 sagt: »Bei Chiroscelis 
sind die Mandibeln am Ende abgerundet.« Uebrigens sagt er von 
Chirocharis, dafs sie mit Chiroscelis übereinstimme, bemerkt dann 
aber für Chirocharis: mandibulae apice triapicatae. In dem tiefen 
unteren Bogen fehlt der häutige Teil. Der Mahlzahn hat zwei 
scharfkantige, unter sich und mit dem Unterrand parallele Quer- 
lamellen. Mentum sehr breit herzförmig, unbehaart, so grofs, 
dafs es die Ligula ganz verdeckt. Von den Labialpalpen sind nur 
die zwei letzten Glieder sichtbar. Maxillen ohne Tasterschuppe; 
beide Laden dicht beborstet; die innere deutlich zweispitzig; von 
den Palpen ist das zweite Glied am gröfsten, das letzte ist breiter 
als das vorletzte und etwas beilförmig. Submentum mit je zwei 
starken, seitlichen Zähnen, deren innerer von dem Mentum nicht 



112 //. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

berührt wird; die vier durch die Loben des Submentums gebildeten 
Ausbuchtungen gestatten den Maxillen und deren Palpen freie Be- 
wegung. Kehle sehr breit, dreieckig. Die Spitze des Dreiecks 
liegt im Submentum. Vor dem Ende der Kehle findet sich in jeder 
Naht ein tiefer Einstich. Halsschild quer, die Winkel, nament- 
lich die hinteren, schräg abgeschnitten und verrundet. Er ist rings 
gerandet, der Hinterrand mehr oder weniger nach vorn vorgezogen. 
Schildchen grofs, hinten etwas spitz. Flügeldecken parallel- 
seitig, mit 9 Punktstreifen, von denen 6 bis zur Schulterbeule, 
3 vorn abgekürzte jenseits derselben. Der Seitenrand ist, nament- 
lich an den Schultern, scharf leistenartig abgesetzt. Die Epipleuren 
sind von den Hinterhüften an etwa auf die Hälfte der Breite ver- 
schmälert; am Innenrande derselben läuft eine Reihe dichtstehender, 
grober Punkte. Die Flgd. haben der gut entwickelten Unterflügel 
wegen deutliche Schultern. Vordertibien stark verbreitert mit 
fingerartigen Zähnen, von denen der kleinste an der Aufsenseite 
steht; ohne Tarsalfurche auf der Vorderfläche. Mittel- und Hinter- 
tibien gerade, stielrund, am Ende ungezähnt, mit langer Rille an 
der Hinterkante. Schienen, mit Ausnahme der vorderen, mit zwei 
ziemlich gleichen Enddornen. Westwood gibt an, dafs bei den 
Vorderschienen die Enddornen auf einem Zahn sitzen, doch korri- 
giert Lacoruaire in seinen Genera V, p. 404, diesen »Irrtum«. 
Untersucht man frische Exemplare genau, so findet man eine sehr 
feine Abschnürung der Spitze des unteren grofsen Zahnes. Dafs 
dies der zu einem Zahn gewordene Enddorn ist, zeigt sich deutlich 
bei Pristophilus, bei dem zwar auch schon eine Verwachsung ein- 
getreten ist, dieselbe hat aber den Charakter eines Enddornes 
noch nicht zerstört. Das Auftreten dieser Eigentümlichkeit dürfte 
die Bildung mancher Anhangsorgane der Schienen erklären. Tarsen 
sehr klein, von weniger als halber Schienenlänge, ohne Onychium 
zwischen den Klauen; die drei oder vier ersten Glieder an der 
Unterseite mit spitzen Hornzäpfchen und einzelnen Borsten. Pro- 
stern um hinter den Vorderhüften höckeraitig vortretend; Mittelbrust 
flach ausgehöhlt. Der zwischen die Hinterhüften tretende Fortsatz 
des ersten Abdominalsegments und der vordere Fortsatz der Hinter- 
brust breit abgerundet und gerandet. Analsegment ungerandet. 

Was die Geschlechter betrifft, so läfst sich die interessante 
Tatsache konstatieren , dafs sie bisher miteinander verwechselt 
wurden. Veranlafst ist dieser merkwürdige Irrtum durch Westwood, 
der in den Transact. zool. Soc. 1843 die Tiere mit den Toment- 
flecken am zweiten Abdominalsegment für Weibchen erklärt 
und die Gründe für seine Ansicht in »Introduction to modern 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 113 

Classification of Insecta«, vol I, p. 320 und 322, auseinandersetzt. 
Man findet nicht selten Tiere, bei denen die Geschlechtsorgane 
herausragen. Diese sind höchst eigentümlich gebildet, sodafs 
man wirklich, ohne genauere Untersuchung der inneren Organe, 
oder, da das ja meistens nicht mehr möglich ist, des andern Ge- 
schlechts, auf die Meinung verfällt, das männliche Geschlecht vor 
sich zu haben. Die äufseren Teile der weiblichen Geschlechts- 
organe sind in der Tat höchst auffallend, während die Forcipes 
der Männchen klein, unscheinbar sind, und in der Form bei den 
ganzen Pycnoceriden kaum variieren. 

Die Tiere mit den Tomentflecken sind also Männchen. Der 
Forceps ist für die Gröfse des Tieres aufserordentlich klein, nach 
der Spitze zu allmählich verengt, kontinuierlich gebogen, das Ende 
also nicht in besonderem Bogen gekrümmt. Die chitinösen Be- 
standteile der weiblichen Geschlechtsorgane bei den beiden Arten 
nicht unerheblich verschieden. Aus diesem Grunde kann man die 
bifenestrella nicht als Varietät von digitata auffassen. 

Die beiden Arten bewohnen West- und Zentralafrika. 

1. Chiroscelis digitata F. 

Tenebrio digitatus Fabr.: Syst. El. I, p. 145. 

Chiroscelis digitata Hope: Coleopt. Manual III, p. 185, t. 3, fig. 3a-l. 

Westwood: Trans, zool. Soc. III, p. 208, t. 14, fig. 1 a-g; 

Arcana entom II, p. 159, t. 87, fig. a $ b,c tf", Kolbe: 

Archiv f. Naturg. 1903, Band I, p. 179. 
Chiroscelis bifenestrata Lam. : Ann. Mus. II, p. 263, tab. 22, fig. 2; 

Guer. Ic. p. 118, tab. 30, fig. 5a-b. 
Chiroscelis striatopunctata Fairm. : Ann. Belg. 1894, p. 667. 

Flügeldecken flachgedrückt, zylindrisch, Körper gewöhnlich 
schwarz, oft heller bis gelbbraun oder selbst gelb. Kopf bei hellen 
Stücken oft dunkler. 

Kopf ziemlich glatt, ohne auffallende Tuberkeln, dicht und 
fein punktiert. Clypeus von der Stirn durch eine feine, seitlich 
grubig vertiefte Querfurche getrennt, zwei weitere Grübchen liegen 
am Innenrand der Augen. Vorderecken des Clypeus stark zahn- 
förmig vorspringend, in der Mitte stehen zwei schwache Längsleist- 
chen dicht beieinander, sodafs der Vorderrand schwach 3 buchtig 
erscheint. Oberlippe grob narbig punktiert, etwas unsymmetrisch. 
Fühler bis zum ersten Viertel des Halsschildes reichend. Die 
ersten Glieder perlig, glänzend, die letzten sparsam gelb bewimpert, 
das letzte gleichmäfsig knopfartig nach beiden Seiten verbreitert, 
durch Toment matt. Schildchen dreieckig mit gerundeten Seiten, 

Deutsche Entomol. Zeitschr. 1904. Heft L 8 



114 //. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

spitz, einzeln punktiert. Halsschild ziemlich stark quer, in der 
Mitte am breitesten, rings gerandet, die Randung an den Vorder- 
ecken breiter abgesetzt, die Seilen in der Mitte parallel, nach hinten 
stärker als nach vorn verengt, Hinterrand sehr schwach nach vorn 
gebuchtet; die Oberfläche ist spiegelglatt, äufserst fein und wenig 
dicht punktiert; in der Regel ist eine sehr feine mittlere Längs- 
linie vorhanden. Keines der 260 mir vorliegenden Exemplare 
aus allen Gegenden hat den eingestochenen Punkt am Vorderrande 
des Halssch., der bei dem Männchen (bei Westwood Weibchen) nach 
diesem Autor für die Unterscheidung von bifenestrella wichtig sein 
soll. Es handelt sich also um ein ganz vereinzelt auftretendes 
Merkmal. Ebenso sind 2 oder mehrere tiefe, symmetrische Ein- 
drücke auf dem Halssch. individuell. Flügeldecken mit 9 Punkt- 
streifen und eioem oft undeutlichen Skutellarstreifen ; zu diesen 
kommt ein zehnter, unmittelbar am Seitenrande; dieser letztere ist 
von oben überall sichtbar, er läuft scharfkantig von der Schulter 
bis zur Spitze. Raum zwischen dem 9. Streifen und dem Seiten- 
rand mit einzeln stehenden Körnchenpunkten. Die inneren Streifen 
furchig bis zum Ende. Spitze der Fld. körnig punktiert. Frische 
Stücke (braune oder gelbe) sind in den Streifen fein goldgelb, ab- 
stehend behaart. Die Streifen vereinigen sich vor der Spitze in 
sehr verschiedener Weise oder sie laufen einzeln aus; sehr häufig 
sind die beiden Flügeid. desselben Individuums verschieden. Alle 
Schenkel mit 2 Unterkanten, die vorderen in der Mitte mit 
winkligem Zahn, ebenso tritt hier der Trochaiiter und das Ende 
der Schenkel zahnförmig vor. Vorderschienen (siehe Fig. 19) 
handartig mit 5 Zähnen, von denen einer an der Aufsenkante und 
4 am Ende; von diesen 4 sind aber von vorn nur 3 zu sehen, da 
einer hinten liegt. Vorderseite glatt, ohne Tarsalfurche, die Hinter- 
seite grob runzlig punktiert. Mittel- und Hinterschienen nicht ver- 
breitert, fast gerade, rund, am Ende nicht gezähnt, mit 2 gleich- 
grofsen Enddornen, an der Rückseite bis über die Mitte mit deut- 
licher Furche. Tarsen sehr kurz, etwa ein Drittel der Schienen- 
länge erreichend, Sohle wenig beborstet, das Endglied zwischen 
den Klauen gerade abgestutzt. Unterseite glänzend, glatt, nur 
die Seiten des Körpers durch feine, scharfe Graneln rauh; Pro- 
sternum durch 2 Furchen undeutlich gekielt, das Ende nicht nieder- 
gedrückt, messerartig nach hinten gerichtet. 

c?. Als einziges, sekundäres Geschlechtsmerkmal fallen zwei 
leuchtend gelbe Tomentflecken am Hinterrande des zweiten Ab- 
domiualsegments auf, dieselben sind dreieckig mit abgerundeten 
Ecken und nehmen über die halbe Segmentbreite ein. Forceps auf- 



//. Gebien: Revision der Ptjcnocerini Lac. 115 

fallend klein, 4 — 5 mm lang, stark gekrümmt, einfach, an der 
Spitze höchstens mit schwachem Eindruck. 

$ ohne Tomentflecken. Die äufseren Teile der weiblichen 
Geschlechtsorgane (siehe Fig. 1 a u. b) kurz und breit. Die Ober- 
(Anus-) Seite ist flach gedrückt. Das Basallstuck mit einer An- 
zahl Chitinzungen; das Mittelstück viel breiter und nach vorn 
als etwa gleichseitiges Dreieck zusammenlaufend, die beiden Teile 
mit gerader Kante aneinanderstofsend. Das folgende, die Spitze 
bildende Glied trägt einen flügelartigen Anhang und dicht vor der 
Spitze eine kleine runde Grube, in der das winzige, körnchen- 
artige, mit pinselartiger Behaarung versehene Endglied steckt, das- 
selbe ragt über die Grube kaum hervor. Au der Ventralseite ist 
jeder der beiden Teile hoch gehöckert, und in der Mitte von dem 
andern entfernt, zwischen beide tritt eine Chitinzunge; jedem 
breiten ersten Glied des Mittelteils liegt ein Chitindreieck auf. 

Fairmaire stellt in den Ann. Belg. 1894, p. 667 die Art Gh. 
striato-punctatus vom Congo auf. Dieselbe ist von digitata nicht 
spezifisch verschieden. Es liegen mir aus dem Pariser Museum 
mehrere Stücke vom Gabun und Congo vor, auf welche die Be- 
schreibung genau pafst. Die vom Autor angegebenen Punkte: 
Bildung des Halssch., Struktur der Fld. etc. sind nicht unbeträcht- 
lichen individuellen Schwankungen unterworfen. Das Tier kann 
auf Artberechtigung keinen Anspruch erheben und ist selbst nicht 
als Varietät haltbar. 

Länge: 29 — 42 mill. Revidiert 261 Exemplare. 

In allen Sammlungen. Die Art ist in Guinea gemein. 

Senegal, Liberia (Junkriver, Monrovia), Dahomey, Accra (Gold- 
küste), Buguma (Neu-Calabar), Aschantis, Assinie, Kamerun, Gabun, 
(Sibange), Congo franc., Congo (Zambi, Stanleyfälle, Zonge-Mokuan- 
guay, Banzville, Beni-Bendi-Sankuru, Ibembo, Loulouaburg, Banana, 
Haute Maringa, Mukimbungu), Urwald an der Ituri-Fähre (Albert- 
Nyansa). 

2. Chiroscelis bifenestrella Westw. 
Trans, zool. Soc. III, 1843, p. 209, t. 14, fig. 12; Arcana ent. II, 
p. 160, t. 87, fig. 3a. 

Die Art ist mit der vorigen sehr nahe verwandt, sodafs sie 
bei flüchtiger Untersuchung den Eindruck einer schmalen, kleinen 
Varietät macht. Der Verbreitungsbezirk ist derselbe wie derjenige 
der vorigen Art. Die Bildung der Geschlechtsorgane, sowohl der 
weiblichen als auch der männlichen, der primären, wie der sekun- 
dären, macht aber die Trennung der beiden Arten notwendig. 

8* 



116 



H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 



Westwood gibt für seine Art eine Anzahl von Unterscheidungs- 
merkmalen an, die aber nur auf das ihm vorliegende Individuum 
passen. In der Gestalt der letzten Glieder beider Palpenpaare 
findet sich kein greifbarer Unterschied. Dafs die Zähnung der 
Mandibeln durch Abnutzung verwischt, ist in der Gattungsbe- 
schreibung ausgeführt. Es hat Westwood zweifellos ein altes Tier 
vorgelegen. Die Skulptur des Kopfes ist variabel und unterscheidet 
sich nur in der unten angegebenen Weise; auch der in der Bildung 
der Beine angegebene Unterschied ist bei den mir vorliegenden Ex. 
nicht vorhanden oder nicht erwähnenswert. Trotzdem bin ich nicht 
im Zweifel, dafs ich die Art richtig beziehe. Das Wesen der Art 
wird am besten durch eine Gegenüberstellung mit Gh. digitata klar. 

Chir. digitata F. Chir. bifenestrella Westw. 

Breiter, flacher. Flügeldecken Schmaler, gewölbter. Flügel- 
höchstens 2^ mal so lang als j decken 2^ mal so lang als an 



an der Schulter breit. 

Gröfser: 29-42 mill. lang. 

Halssch. stark quer: lf- mal so 
breit als lang. 

Clypeus ziemlich glatt, höchstens 
mit einigen Längsrunzeln; 
deutlich, nicht sehr dicht punk- 
tiert. Skutellarstreif gewöhn- 
lich undeutlich, aus einer ein- 
fachen Punktreihe bestehend. 

tf. Tomentflecken am zweiten 
Abdominalsegment abgerundet 
dreieckig, die Hälfte und mehr 
der Segmentbreite einnehmend. 
Forceps an der Spitze höch- 
stens mit schwach grubigem 
Eindruck. 
$. Chitinige Bestandteile der weib- 
lichen Geschlechtsorgane breit, 
doppelt herzförmig, da die 
Spitze noch einmal plötzlich 
erweitert ist. Letztes Glied- 
chen ist vollständig in einer 
Grube auf der Dorsalseite des 
verbreiterten vorletzten Gliedes 
verborgen und nur durch die 
feine Beborstung auffallend. 



der Schulter breit. 

Kleiner: 27—32 mill. lang. 

Halssch. schwach quer: 1-g- — 1^- 
mal so breit als lang. 

Clypeus lederartig gerunzelt; 
Punktierung auf dem vorderen 
Teil des Kopfes undeutlich. 
Skutellarstreif in der Regel 
furchenförmig vertieft , aus 
einer Doppelpunktreihe be- 
stehend. 

<5*. Tomentflecken am zweiten 
Abdominalsegment rund, klei- 
ner als die Hälfte der Segment- 
breite, meist nur £. Forceps 
an der Spitze stark rinnen- 
förmig eingedrückt. 

$. Chitinige Bestandteile der weib- 
lichen Geschlechtsorgane (Fig. 
2) schmal, an der Spitze nicht 
plötzlich erweitert, ihre Aufsen- 
kante dort der Innenkante 
parallel laufend. Letztes Glied 
am Ende liegend und aus dem 
schräg abgeschnittenen vor- 
letzten heraussehend. 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 117 

Länge 27—32 mill. — Revidiert 44 Expl. 
In den Museen Paris, Stockholm, Stettin, Brüssel, Koll. Gebien. 
Sierra Leone, Cote d'Ivoir, Goldküste, Gabun, Congo francais, 
Djabbir (Quelle), River N'Gamie (Chütes de Samlia). 



Chirocharis Kolbe. 
Archiv f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, p. 166, 179. 

Kolbe leitet mit Recht diese Gattung von der vorhergehenden 
ab. Die Aehnlichkeit der beiden Genera ist auffallend, nament- 
lich in der Beinbildung, die für diese erste Gattungsgruppe ein 
wichtiges Charakteristikum bildet. Doch finden sich Merkmale 
genug, die eine Abtrennung der vorliegenden Gattung von Chiroscelis 
notwendig machen. 

Kopf hauptsächlich in der Clypeusbildung abweichend. Der 
Clypeus ist dick mit doppeltem Rand, der obere ist stark, der 
untere schwach zweibuchtig. Die Mitte wird durch eine einzelne 
Längsfalte, die zuweilen zu einer Tuberkel zusammenschmilzt, be- 
zeichnet. Vorderecken vortretend. Der Canthus ist sehr dick, er 
schnürt die Augen stark ein, oder teilt sie ganz (bei einigen grofsen 
Exemplaren des Pariser Museums). Auge n fein facettiert. Fühler 
wie bei Chiroscelis, Endknopf sehr breit. Mentum sehr breit, die 
inneren Zähne des Submentums fast berührend, unbehaart, grob 
skulptiert. Ligula und Maxillen wie bei Chiroscelis. Das letzte 
Glied der Maxillarpalpen so breit wie das vorletzte, viel länger als 
breit. Die Bildung der Mandibeln entspricht durchaus derjenigen 
der vorigen Gattung. Auch hier geht oft die Abnutzung so weit, 
dafs der Mund nicht mehr verschlossen wird. Bei solchen Indivi- 
duen ist natürlich von einer Zahnbildung keine Rede mehr. Kehl- 
nähte nach innen konvergierend; Kehle aber viel schmaler als 
bei Chiroscelis, im letzten Drittel fast parallelseitig. Halsschild 
rings gerandet, die Seiten vom letzten Drittel an stark verengt. 
Schildchen deutlich. Flügeldecken oval, nicht parallelseitig, 
Schultern fehlen, da Unterflügel nicht vorhanden sind; aus demsel- 
ben Grunde ist auch die Hinferbrust stark verkürzt. Oberfläche der 
Decken mit ueun Punktstreifen, Epipleuren von den Mittelhüften an 
schmal, scharfkantig begrenzt, am Aufsenrand mit Punktreihe. In 
der Beinbildung sind beide Genera sehr ähnlich, aber in folgenden 
Punkten abweichend. Vordertibien mit sechs fingerartigen Zähnen, 
der sechste sitzt an der Mitte der Innenseite; die Vorderseite zeigt 
eine Tarsalfurche vom unteren Zahn nach dem Zahn an der 



118 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

Aufsenseite; Vorderschenkel mit starkem Zahn in der Mitte der 
Unterseite, auch der Trochanter tritt zapfenförmig vor. Tarsen- 
bildung durchaus gleich; auch hier fehlt das Onychium. P ro- 
ste rnalkiel längsgefurcht. 

c? mit zwei gelben Tomentflecken an den Seiten des zweiten 
Abdominalsegments. Forceps wie bei andern Gattungen sehr klein, 
3 tumpfspitzig, ohne Auszeichnung. 

2. Die äufseren weiblichen Geschlechtsorgane muldig vertieft, 
die beiden Seitenlappen einfach nach vorn verjüngt, ohne noch- 
malige Ausbuchtung. Das letzte körnchenartige Glied steht am 
Ende des griffelartigen vorletzten nach hinten, ist also von allen 
Seiten sichtbar. 

Afrikanische Gattung mit einer Art. 

Chirocharis australis Westw. 
Arcana entom. II, p. 160, tab. 87, fig. 2, 2a. 

Kopf rauh skulptiert: je eine Falte am Innenrande der 
Augen , dazwischen auf dem Scheitel zwei Tuberkeln, die Augen- 
falten sind mit dem Canthus durch eine scharfe Chitinfalte ver- 
bunden, welche die Gruben begrenzt, die durch die scharfe, nach 
oben gebogene Clypealfurche gebildet werden. Clypeus sehr aus- 
gezeichnet, die Vorderecken spitz, die Mitte stumpf vortretend. 
Der Vorderrand des dicken Clypeus tritt also zweibuchtig zu- 
rück und zwar doppelt, da die Oberkante weiter zurücktritt als 
die Unterkante; die Mitte wird durch eine einzelne Längsfalte be- 
zeichnet, die oft zu einer Tuberkel zusammenschmilzt. Die Mund- 
teile durchaus wie bei Chiroscelis digitata F. Die Loben des Sub- 
mentums rauh, mit 2 gleich grofsen Zähnen. Fühler perlschnur- 
artig, aber nur Glied 1—4 ohne Borstenpunkte, die mittleren 
Glieder mit zahlreichen, gelben Borsten, die letzten matt, schwarz, 
Glied elf stark quer, knopfartig, aber schief. Halsschild im 
ersten Drittel am breitesten, von dort erst allmählich, dann plötz- 
lich nach hinten verengt, Hinterrand schmal und deutlich einge- 
buchtet. Seitenrand von oben überall sichtbar, vor der Basis 
jederseits etwas nach oben gezogen. Eindrücke auf dem Diskus, 
die oft symmetrisch auftreten, sind individuell; die Oberfläche er" 
scheint dem blofsen Auge vollkommen glatt. Schildchen zuge- 
spitzt dreieckig, rauh oder glatt. Flügeldecken lang oval, ohne 
Schultern; tief furchig gestreift punktiert, die Punkte in den Streifen 
sind auf der Scheibe oft, undeutlich ; ein zehnter Punktstr. steht bar* 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 119 

am Seitenrand, der von oben überall siebtbar ist, Streifen 5 und 6 
sind die kürzesten, die Enden aller Streifen sind deutlich, sie laufen 
entweder einzeln aus oder verbinden sich miteinander in mannig- 
facher Weise; Zwischenräume gewölbt, glatt. Die Rinnen an der 
Unterseite aller Schenkel uud der Rückseite der beiden hinteren 
Schienenpaare vollständig und scharf. An der Vorderkante der 
Vorderschenkel treten der Trochanter, die Mitte und das Ende 
zahnförmig vor wie bei Chir. digitata, nur viel stärker. Vorder- 
tibien mit sechs Zähnen, von denen 2 an der Rückseite liegen, es 
sind von hinten alle sechs, von vorn nur 4 gleichzeitig sichtbar, 
neben dem Aufsenrand läuft eine starke Chitinkante, der unterste 
und der äufserste Zahn sind an der Vorderseite durch eine ge- 
bogene Chitinkante verbunden, sodafs eine kurze Tarsalfurche ent- 
steht, auch die Vorderseite ist rauh. Mittel- und Hintertibien ge- 
rade, stielrund, am Ende nicht verbreitert und ungezähnt, mit zwei 
starken, etwas ungleichen Enddornen. Die Schenkel sind äufserst 
fein skulptiert, die 4 hinteren Schienen mit ziemlich groben, läng- 
lichen Punkten bedeckt, namentlich in der ersten Hälfte. Unter- 
seite glänzend, die Seiten fein, reibeisenartig gekörnt. Prosternum 
zwischen den Hüften mit Mittelkiel, der oft sehr scharf und längs- 
runzlig, oft aber nur angedeutet ist, das Ende niedergedrückt und 
mit einzelner Tuberkel vortretend. 

c? mit zwei gelben Tomentflecken am zweiten Abdominalseg- 
ment, deren Gestalt und Gröfse variiert, sie sind zuweilen eckig, 
zuweilen rund und nehmen meist die halbe Segmentbreite ein. 
Forceps sehr klein, ganz einfach, fast nicht gebogen. 

$ ohne sekundäre Geschlechtsmerkmale (siehe Fig. 3). Die 
äufseren Geschlechtsorgane ohne seitliche Anhänge, die beiden Teile 
stark verjüngt, am Ende griffeiförmig, gegen einander gerichtet, be- 
borstet, das Ende schräg abgeschnitten und als Grube vertieft, welche 
die ganze Breite einnimmt. In dieser Grube steht das körnchenartige 
letzte Glied, welches aber die eigentliche, beborstete Spitze bildet. 
In der Form ist das Organ geringen Schwankungen unterworfen. 
Länge 40—45 mill. — Revidiert 39 Expl. 
Museen Paris, Berlin, Hamburg, Stettin, Brüssel, Koll. Gebien. 
Westafrika, scheint überall selten zu sein. 
Sierra Leone, Cöte dTvoir, Goldküste, Kamerun, Gabun, 
Congo francais, Chinchoxo, oberer Cassai, River N'Gamie (Chütes 
de Samlia), Djabbir (Quelle). 



120 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

Hemipristis Kolbe. 
Arch. f. Naturgesch. 1903, Bd. I, H. 2, p. 165. 177. 

Diese Gattung bildet durch die Bauart verschiedener Organe 
den Uebergang zwischen den beiden vorhergehenden Gattungen 
einerseits und den beiden folgenden, ebenfalls nahe verwandten 
andererseits, namentlich in bezug auf die Bildung der Vorderschie- 
nen, der Fühler, der weiblichen und der sekundären männlichen 
Geschlechtsorgane. 

Kopf ohne Hals, hinter den Augen dick geschwollen, durch 
2 Paar Tuberkeln (2 auf dem Scheitel und 2 auf dem Clypeus) 
uneben. Die Höcker auf dem Clypeus stehen weit auseinander und 
teilen denselben in drei etwa gleich grofse Bogen. Oberlippe in 
der Mitte winklig oder zahnförmig vorgezogen. Augen durch den 
Canthus nie ganz geteilt, sehr fein facettiert. Fühler sehr kurz, 
eben den Vorderrand des Halsschildes überragend, lose gegliedert, 
die Glieder quer, perlig, vom vierten an gelb beborstet, letztes 
Glied knopfförmig. Mentum sehr breit, herzförmig, vorn tief 
winklig eingezogen, dicht bürstenartig behaart. Die Behaarung 
läfst stets die Mittellinie und die Ränder frei. Ligula fast garz 
unter dem Mentum liegend, nur der Vorderrand und (wegen des 
tief ausgeschnittenen Mentums) die Mitte sind sichtbar. Innere 
Lade der Maxillen zweispitzig 1 ). Letztes Glied der Maxillarpalpen 
langgestreckt, nicht breiter als das vorletzte. Die Tasterschuppe 
fehlt oder ist nur als kleine runde Tuberkel angedeutet. Beide 
Mandibeln mit dreizähniger Spitze, nicht, wie Kolbe angibt, zwei- 
zähnig. Der obere Zahn entspricht der winkligen Erweiterung an 
der rechten Mandibel bei den vorhergehenden Gattungen ; der 
untere, der Spitze nähere Zahn winzig. Zahnbildung wie bei an- 
deren Gattungen an der linken Mandibel viel deutlicher. Im 
grofsen inneren Teil fehlt der häutige Sack. Der Mahlzahn hat 
zwei scharfe unter sich und mit der Unterkante parallele, mehr 
oder weniger gekrümmte Querleisten, die von der Oberkante weiter 
entfernt sind als von der unteren. Die Bildung der Mahlzähne ist 
bei den verschiedenen Arten geringen Modifikationen unterworfen. 
Sub mentum verschieden gebildet: bei stygica und Kraatzi jeder- 



*) Kolbe gibt an: „obtuse apicatus". Es sind aber zwei 
Spitzen vorhanden. Bei stygica und Kraatzi steht allerdings der 
eine Zahn von der eigentlichen Spitze entfernt und kann daher 
übersehen werden, bei Mülleri und ukamia aber ist die Spitze selbst 
scharf zweizähnig. 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 121 

seits mit zwei starken, etwa gleich grofsen Zähnen, bei Mülleri 
und ukamia mit einem grofsen, stumpfen Zahn. Kehle schmal 
dreieckig, glatt; die Nähte sehr spitzwinklig zusammenlaufend. 
Halsschild quer, rings gerandet, stark gewölbt, die Seiten in der 
mittleren Hälfte parallel. Schildchen zwischen den Flügeldecken 
kaum wahrnehmbar. Flügeldecken entsprechend den fehlenden 
Unterflügeln ohoe Schultern, lang oval, hinteu am breitesten, Basis 
zweibuchtig; Oberfläche mit 9 oft sehr schwachen Punktstreifen, 
von denen die änfseren 3 vorn stark abgekürzt sind. Rand scharf- 
kantig namentlich vorn. Die Epipleuren von den Hinterhüften an 
plötzlich bis auf ein Viertel der Breite verschmälert. Schenkel 
robust, ungezähnt, auch die vorderen. In der Tibienbildung 
schliefst sich diese Gattung an die vorhergehende. Es sind aber 
nur 3 Hauptzähne an den Vorderschienen vorhanden, die von vorn 
sichtbar sind, die hinteren sind nur stumpfe Höcker. Der untere 
Hauptzahn ist vom Aufseuzabn durch eine Tarsalfurche getrennt, 
welche die Schiene der Länge nach teilt. Aufsenrand mit mehreren 
Zähnchen. Der Hauptzahn der Vorderschienen zeigt keine Spur 
der Abschnürung eines Enddnrns. Mittel- und Hintertibien am 
Ende verbreitert, die ersteren stärker; beide Paare mit Stachel- 
kranz am Ende; die Verbreiterung trifft aber nur die Aufsenseite, 
sodafs von innen gesehen die Schiene geteilt erscheint. Tarsen 
kurz, die ersten Glieder an der Unterseite mit kurzem Dörnchen 
und zweizeilig behaart. Diese Gattung ist -durch ein deutliches 
Onychium ausgezeichnet, dessen zwei zarte, lange Borsten aber 
leicht abbrechen. Prosternum zwischen den Hüften mit zwei 
Längsfurchen; das Ende hinter den Hüften entweder einfach nieder- 
gebogen oder als Tuberkel aufgeworfen (Mülleri). Hinterbrust sehr 
kurz, zwischen den Hüften nicht viel länger als eine Schenkeldicke. 

c?. Forceps aufserordentlich klein (bei Kraatzi nur Vö der 
Körperlänge). An den Seiten des zweiten Abdominalsegmentes 
stehen entweder zwei grofse, runde, gelbe Tomentflecke von halber 
Segmentbreite (ukamia) oder schmale, nierenförmige von weniger 
als viertel Segmentbreite (Mülleri) oder nur runde, fein skulptierte, 
flaclie. nicht tomentierte Eindrücke (stygica, Kraatzi). 

£. Die Bildung der weiblichen Geschlechtsorgane (d. h. der 
chitinösen Teile) schliefst sich eng an diejenigen der Gattung 
Chiroscelis und ist ebenfalls denen von Prioscelis ähnlich, aber von 
denen der nächsten Gattungen ganz verschieden. Charakteristisch 
ist der breite Basalteil, der plötzlich kurz dreieckig verschmälerte 
Mittelteil* der das kleine körnchenai tige Endglied in einer Grube 



122 H. Gebiert: Revision der Pi/cnocerini Lac. 

trägt; beide Klappen liegen an der Innenseite geradlinig anein- 
ander, ihre Zweispaltigkeit tritt daher kaum hervor, zumal ein 
langer Chitinzapfen den Spalt verdeckt. 

Die Gattung ist mit den gegenwärtig bekannten vier Arten auf 
Ostafrika beschränkt und zwar scheinbar auf das deutsche Gebiet. 
Zur leicheren Bestimmung mag folgende Tabelle dienen: 
Clypeus mit zwei parallelen Längskielen, Submentum mit 
zwei etwa gleich grofsen lateralen Zähnen, cT nur mit 
feiner skulptierten Eindrücken am zweiten Abdominal- 
segment 1. 

Clypeus mit zwei divergierenden Höckern am Vorderrande, 
Submentum mit einem grofsen lateralen Zahn, während der 
zweite höchstens als winklige Erweiterung auftritt, ■f mit 
Tomentflecken am zweiten Abdominalsegment 2. 

1. Fld. tief punktiert-gestreift, Zwischenräume gewölbt; klei- 
nere Art unter 30 mill . . . . . . . . Kraatzi n. sp. 

— Fld. fein punktiert-gestreift, Zwischenräume eben, gröfsere 
Art über 30 mill stygica Kolbe. 

2. Kopf zwischen den Tuberkeln glatt, Mitteltibien aufsen grob 
punktiert, Hinterrand des Halssch. sehr schwach eingezogen, 
fast gerade, cT mit grofsen, runden, gelben Tomentflecken 
am zweiten Abdominalsegment von halber Segmentbreite 

ukamia Kolbe. 

— Kopf runzlig, Mitteltibien glatt, Hinterrand des Halssch. 
stark eingezogen, cT mit schmalen Tomentflecken von höch- 
stens ein Viertel Segmentbreite Müller i Kraatz. 

1. Hemipristis ukamia Kolbe. 
Arch. f. Naturgesch. 1903, Bd. I, H. 2, p. 178. 

Diese Art schliefst sich wegen der Bildung der sekundären 
männlichen Geschlechtsorgane an die vorige Gattung. 

Kopf in der Bildung der Tuberkeln der H. Mülleri ähnlich. 
Zwischen den Augen stehen 4 Höcker, 2 kegelförmige spitze auf dem 
Scheitel; die beiden anderen bilden scharfe Falten hart am Innen- 
rande der Augen. Die bogige, glatte Querfurche des Kopfes läuft 
seitlich direkt in die breit muldige Vertiefung des Clypeus aus, 
dessen Seitenrand aufgeboten und gewellt ist. Vorderecken etwa 
rechtwinklig, Vorderrand nur einmal, etwas winklig, tief gebuchtet, 
da die mittleren Tuberkeln den Rand nicht teilen, sondern über 
denselben hinausragen. Die mittleren Höcker entsprechen den 
parallelen Längsfalten bei Chiroscelis digitata F. und Hemipristis 



H. Gebiert: Revision der Pi/ctiocerini Lac. 123 

stygica, sie sind aber stark erhaben und divergieren und schliefsen 
eine halbkreisförmige muldige Vertiefung ein. Der ganze Kopf ist 
zwischen den Tuberkeln glatt, kaum wahrnehmbar punktiert, nur 
die Oberlippe ist mit wenigen, von vorn her eingestochenen groben 
Punkten versehen, dazwischen fein lederrunzlig, ihre Mitte vorn 
zahnartig vorgezogen. Die Augen sind fast ganz geteilt. Die 
Fühlerglieder sind runde Scheiben, deren Vorderrand dünner 
ist als der hintere, dadurch erscheint der Querschnitt jedes Gliedes 
trapezisch, die ersten Glieder wesentlich plumper als die letzten 
glatt, eng aneinander schliefsend, die mittleren vom vierten an sehr 
grob punktiert, mit abstehenden gelben Borsten, lose gegliedert» 
letztes Glied regelmäfsig, knopfig, über halbkreisförmig. Linke 
Maudibel mit 3 starken Zähnen, deren kleinerer, unterer von der 
Spitze durch eine Furche abgesetzt ist, dieser Zahn fehlt rechts 
oder ist nur angedeutet; der grofse obere Zahn ist abgeschnürt. 
Mahlzahn mit zwei scharfen Leisten und sehr stark, von der Seite 
gesehen zahnartig abgesetztem Oberrande. Mentum unregelmäfsig' 
vorn und an den Seiten winklig gerundet. Die Ligula tritt ziem- 
lich weit unter dem Mentum hervor, sodafs sogar die Spitze des 
ersten Gliedes sichtbar wird. An der inneren Lade der Maxillen 
liegen beide Zähne an der Spitze, sie sind sehr verschieden grofs. 
Letztes Glied der Maxillarpalpen nicht breiter als das vorletzte. 
Das Submentum bat nur einen, nach vorn gerichteten, glatten 
Zahn, der zweite, der in den Seitenrand des Kopfes übergeht, ist 
als Winkel angedeutet. Halsschild gewölbt, das gerade Stück 
der Seitenränder nach hinten konvergierend, dann plötzlich verengt, 
Vorderwinkel deutlich, nur die Spitze abgerundet. Der Seitenrand 
von der Seite gesehen fast gerade, nur sehr schwach nach oben 
gebuchtet; auch der Hinterrand fast gerade. Oberfläche glatt, zu- 
weilen mit einigen schwachen Eindrücken. Skutellum dreieckig 
zugespitzt, klein, aber ziemlich deutlich zwischen die Fld. tretend. 
Flügeldecken verhältnismäfsig schlank, ihre Seiten auf eine 
Strecke fast parallel, mit feinen Punktstreifen und flachen Zwischen- 
räumen. Vorderschienen mit sehr spitzen Zähnen am Aufsen- 
und Unterrand, die hintere Aufsenkante ohne Zahn. Mittelschienen 
fast schon vom Grunde an verbreitert, aber nur die Aufsenseite, 
die grob punktiert erscheint und am Ende gesägt ist. Hintertibien 
gegen das Ende sehr schwach erweitert. Prosternum hinter den 
Hüften einfach niedergebogen, nicht meifselartig vortretend. Unter- 
seite glänzend, nur die ersten Abdominalsegmente mit wenigen 
Körnchen. Hinterbrust nach vorn spitzbogig vorgezogen. 



124 ff. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

cT. Am zweiten Abdominalsegment finden sich zwei grofse 
gelbe Tomentflecke von halber Segmentbreite, dieselben sind ellip- 
tisch mit schräg abgeschnittenem Ende. 

$. An den äufseren weiblichen Geschlechtsorgauen (siehe Fig. 4) 
reichen die Seitenanhänge des Basalstückes auf der Ventralseite 
nicht auf das Mittelstück, sondern sind kurz und schmal, die 
Spitzen des Mittelstückes sind seitlich mit schmalen, gewellten, 
flügeligen Anhängen versehen, das erste Glied des Mittelstückes 
grob punktiert. Die Dorsalseite ist breit, flach, glatt; die Grube, 
in welcher das letzte körnchenartige Glied steht, ist langgestreckt 
und doppelt. 

Länge 39—46 mill. — Revidiert 15 Ex. 

Meine Sammlung, von Dr. 0. Staudinger und A. Bang-Haas 
erhalten. 1 Ex. im Berliner Museum. 
Deutsch -Ostafrika: Ukami- Berge. 

2. Hemipristis Mülleri Kr. 
Deutsche Ent. Zeittschr. 1898, p. 400. 

Dieses ist die gröfste Art der Gattung, mit der vorigen Art 
durch die Gestalt des Clypeus und des Submentums und durch das 
Vorhandensein von Tomentflecken am Abdomen des Männchens 
verwandt, aber in zahlreichen Merkmalen von ukamia verschieden. 

Kopf auf dem Scheitel mit 2 spitzen kleinen Tuberkeln, hinter 
denen sich eine tiefe, gebogene Furche befindet, am Innenrande der 
Augen mit 3charfer Längsfalte, die in den Canthus übergeht. Die 
den Clypeus absetzende, scharfe, glatte Furche endet seitwärts in 
zwei Grübchen. Die Seiten des Clypeus sind nur ganz vorn grubig 
vertieft, dementsprechend der Seitenrand nur hier aufgebogen, nicht 
gewellt. Die mittleren Höcker spitz, nach vorn divergierend, über 
den Vorderrand hinausragend, hinten nicht verbunden, der Vorder- 
rand gerundet rechtwinklig ausgeschnitten, unter den Höckern ge- 
wellt. Der ganze Kopf ist mit Ausnahme der Furchen und der 
Stelle zwischen den Scheitelhöckern lederartig gerunzelt. Die Ober- 
lippe viel feiner gerunzelt. Die Mitte nicht zahnförrnig vorgezogen, 
sondern der Vorderrand stumpfwinklig. Die Fühlerglieder sind 
runde Scheiben, deren Vorderrand nicht dünner ist als der hintere, 
der Querschnitt also rechteckig erscheinend, die ersten sind plum- 
per als die letzten, glatt, die mittleren Glieder vom vierten an 
grob punktiert, mattglänzend, abstehend gelb beborstet, letztes Glied 
regelmäfsig, über halbkreisförmig, knopfig. Die Bildung der Mund- 
teile durchaus wie bei ukamia; doch tritt der kleinere Zahn an 



ff. Gehien: Revision der Pycnoeerini Lac. 125 

der inneren Lade der Maxillen von der Spitze etwas zurück, aber 
nicht so stark wie bei den folgenden Arten. Eigenartig aber ist 
das Submentum gebildet. Die Seitenloben desselben sind glatt, 
von dort an, wo das Mentum herantritt, plötzlich zur Seite gebogen 
mit nach aufsen gerichteter Spitze, die nicht zahnförmig ausgezogen 
ist, dann tritt der Rand ohne nochmalige winklige Erweiterung 
geradlinig bis zu den Mandibeln zurück. Durch diese Bildung des 
Submentums erhält der Unterkopf ein ganz anderes Aussehen als 
beiden anderen Arten der Gattung. Der Halsschild ist 1 '/a raa l so 
breit als lang, stark gewölbt, glatt, seine Seiten auf 2 /3 der Länge 
parallel, nach vorn und hinten etwa gleichviel verengt, Vorder- und 
Hinterwinkel breit venundet; der Hinterrand ist ziemlich stark 
nach vorn vorgezogen, der Vorderrand schwach nach hinten, die 
Seitenränder, von der Seite gesehen, in der Mitte in kräftigem 
Bogen nach oben gezogen. Schildchen spitz, kaum wahrnehm- 
bar zwischen die Fld. tretend. Die Flügeldecken oval, kürzer 
als bei ukamia, wie bei dieser sehr fein gestreift, bei einigen Exem- 
plaren sind die Streifen fast ganz erloschen, die Zwischenräume 
eben. Auch in der Beinbildung finden sich einige bemerkens- 
werte Abweichungen. Die Vorderschienen sind plumper, ihr Aufsen- 
rand ist viel schwächer gezähnt, der innere Hinterrand etwas wink- 
lig unterbrochen. Mittelschienen am Ende plötzlich verbreitert, 
an der verbreiterten Aufsenfläche ganz glatt, am Unterrand gezähnt, 
ebenso wie bei den Hinterschienen, die aber kaum erweitert, fast 
stielrund sind. Prosternum hinter den Hüften nicht niederge- 
bogen, sondern am Ende messerartig nach hinten gerichtet mit 
senkrecht stehender Schneide, zwischen den Hüften rund gekielt. 
Hinterbrust nach vorn breit gerundet. Unterseite glatt, glänzend, 
Seiten sehr fein gekörnt. 

j\ Forceps klein, am Ende ziemlich stumpf. Am zweiten Ab- 
dominalsegment finden sich zwei schmale, kleine Tomentflecke, die 
in der Gröfse variieren, aber stets weniger als ] /4 der Segment- 
breite einnehmen. 

2. Bei den weiblichen Geschlechtsorganen (siehe Fig. 5) ragen 
die Seitenanhänge des Basalstückes auf das Mittelstiick, die Seiten - 
stücke (1. Glied des Mittelstückes) sind gleichfalls nach unten und 
zwar lappenförmig vorgezogen. Zwischen den Spitzen liegt ein 
breiter Hautlappen, die Spitzen selbst sind einzeln ausgezogen, an 
den Seiten nicht mit gewellten, flügelartigen Ansätzen versehen. 
Die Grube an der Dorsalseite, in welcher das körnchenartige letzte 
Glied steht, ist einfach, kreisrund. 



126 // Gebieti: Revision der Pycnocerini Lac. 

Länge 45— 50 mill. — Revidiert 24 Ex. 

Museen Berlin, Brüssel, Leiden, Hamburg, Koll. Oberndorffer, 
Gebien. 

Deutsch -Ostafrika: Tanganyika, Usambara, Dar es Salaam, 
Mikindani. 4 Stücke des Brüsseler Museums tragen den sicher 
falschen Fundort Buguma, New Calabar. 

3. Hemipristis stygica Kolbe. 

Stett. ent. Zeitg. 1894, p. 182 Stuhlmanns Deutsch Ostafrika. Bd. 
IV, p. 245, Taf. III, Fig. 24. Kraatz, Deutsche ent. 

Zeitg. 1898, p. 400. 

Diese Art gehört mit der folgenden wegen der nicht tomentierten 
Flecken am 2. Abdominalsegment des Männchens, wegen der Bil- 
dung des Clypeus und des Submentums zusammen. 

Kopf mit 2 spitzen kleinen Tuberkeln auf dem Scheitel, der 
Raum zwischen denselben fast glatt, hinter denselben ein bogiger, 
schlecht begrenzter Eindruck. Am Innenrande der Augen je eine 
Falte, die vorn winklig in den Canthus übergeht. Die Furche vor 
den Tuberkeln scharf, gleichmäfsig gebogen, am Ende vertieft. 
Clypeus dreibuchtig. Die Aufsenecken und zwei Längsfalten in der 
Mitte, die parallel sind und den Rand des Clypeus selbst teilen, 
vorstehend. Die ganze Oberseite des Kopfes ist lederartig runzlig, 
die Oberlippe ist vorn dreieckig mit etwas vorgezogener Spitze, 
dicht und nicht feiner skulptiert als der übrige Kopf. Die Fühler 
sind wie bei voriger Art gebildet. Das Mentum ist breiter und 
kürzer als bei Mülleri und ufcamia, seine Vorderecken treten etwas 
winklig vor, der Vorderrand vor denselben ist geschwungen, die 
Seiten sind aber im gleichmäfsigen Bogen gerundet; die Ligula 
steht viel weiter unter dem Mentum. An der inneren Lade der 
Maxillen steht weit vor der stumpfen Spitze der sehr kleine zweite 
Zahn. Das Submentum ist wesentlich anders, seine Seitenloben 
sind gerunzelt, zweizähnig; der innere Rand des inneren Zahnes ist 
schwach nach aufsen gebogen, beide, gleich grofsen, kräftigen, 
spitzen Zähne sind nach vorn gerichtet. Halsschild gewölbt, 
l*/3 m al s° breit wie lang, seine Seiten auf ca. % der Länge pa- 
rallel, nach hinten etwas mehr als nach vorn verengt. Die Seiten- 
randlinie ist, von der Seite gesehen, in der Mitte schwach nach 
oben gebogen, von der Verengung an winklig in die Hinterecken 
heraufgezogen, der Hinterrand kräftig nach vorn gerichtet. Ober- 
fläche ganz glatt. Schildchen sehr klein, spitz, glatt Flügel- 
decken länglich oval, sehr fein gestreift, an den Schultern oftmals 



//. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac, 127 

ganz undeutlich, Streifen hinten erloschen; Epipleuren mit wenigen, 
weitläufigen, feinen Körnchen. Die Vorderschienen haben in 
der Mitte des Innenrandes einen kleinen, aber deutlichen, winkligen 
Zahn. Die Mitteltibien genau wie bei H. Mülleri mit glatter, am 
Ende plötzlich erweiterter Aufsenseite. Prostern um zwischen den 
Vorderhüften rund gekielt, das Ende aber in gleichmäfsigem Bogen 
niedergedrückt. Die Unterseite glänzend glatt, die Seiten mit spar- 
samen kleinen Körnchen. 

cT- Als sekundäres Geschlechtsmerkmal findet sich am zweiten 
Abdominalsegment des Männchens ein runder, kaum merklich ver- 
tiefter, nur durch viel feinere Skulptur auffallender, nicht tomen- 
tierter Fleck, dessen ünterrand gerade ist, von etwas weniger als 
halber Segmentbreite. 

2- Die weiblichen Geschlechtsorgane sind denen von H. Mülleri 
durchaus ähnlich, nur sind die übertagenden Seitenbben des Basal- 
stückes am Ende mehr gewinkelt. 

Länge 33-38 mill. — Revidiert 30 Ex. 

In den meisten Sammlungen. 

Deutsch Ostafrika: Usambara, Derema. Nguelo; Tanga, 
Dar es Salaam. 

4. Hemipristis Kraatzi n. spec. 

Diese Art, die ich Herrn Dr. G. Kraatz in Berlin widme, ist 
aufs nächste mit der Hemipristis stygica Kolbe verwandt. Sie ist 
aber nicht nur durch die in der Bestimmungstabelle angegebene 
sehr geringe Gröfse und die tief gestreiften, sub parallelen Flgd. 
verschieden, sondern es finden sich auch noch einige andere Merk- 
male, die eine Trennung von Kolbes Art für rätlic i erscheinen 
lassen. Die grobpunktierte Oberlippe ist nicht dreieckig vorge- 
zogen, sondern ziemlich gerade abgestutzt mit winklig vortretender 
Mitte. Die Seitenrand linie des Halssch. ist, von der Seite gesehen, 
in der Mitte gerade und im ferneren Verlauf in flachem Bogen, 
nicht winklig bis in die Hinterecken hinaufgezogen, an der Spitze 
der Fld. stehen einige weitläufige, nicht sehr tiefe Punkte. Die 
feinskulptierten Flecken am zweiten Abdominalsegment des Männ- 
chens sind vertieft, der Hinterleib ist sehr fein lederrunzlig. — 
Länge 26—28 mill. 

Die Art wurde auf 8 Exemplare in meiner Sammlung ' ge- 
gründet, 4 davon, ohne Fundort, stammen von Herrn Schulz, Ham- 
burg. 4 mit der Bezeichnung Tanganyika von Herrn Rolle. 



128 H. Gebiert: Revision der Pychocerini Lac. 

11. Prioproctus Kolbe. 
Archiv f. Naturgesch. 1903, Bd. 1, Heft 2, p. 165, 174. 

Diese Gattung und die folgende sind nahe verwandt, beide 
sind durch die Bildung der Beine, des Kopfes, der Geschlechts- 
organe und zwar der eigentlichen wie der sekundären von den 
früheren Gattungen stark geschieden. Prioproctus schliefst sich 
wegen der Flügellosigkeit (richtiger ist es, zu sagen, die Flügel sind 
rudimentär) und der damit zusammenhängenden Form der Brust 
und der Fld. leichter an Hemipristis als die folgende Gattung. 
Kopf durch Tuberkeln uneben; es stehen zwei an den Vorder 
ecken des Epistoms, zwei am Innenrand der Augen, eine auf dem 
Scheitel. Clypeus sehr dick, in einfachem, wenig tiefem Bogen 
ausgeschnitten. Oberlippe schmal, etwa quadratisch, vorn stumpf- 
winklig vorgezogen. Augen sehr fein facettiert, sehr lang, durch 
den Canthus in der Mitte auf eine lange Strecke eingeschnürt, aber 
nicht geteilt. Fühler wurm- oder wurstförmig, kurz, nur bis zum 
Vorderrand des Halssch. reichend, fest gegliedert; das erste Glied 
derb, kugelig, zweites Glied sehr klein, die folgenden sind inein- 
ander liegende Schalen, die an Umfang allmählich ab- und an 
Länge zuLehmen; das letzte ist das längste und dünnste. Jedes 
Glied am Grunde mit starken Borstenpunkten; letztes Glied matt. 
Die Fühlerbildung ist also eine ausgezeichnete, sie erinnert an die- 
jenige der Gyriniden. Mentum nierenförmig, nackt, vorn ausge- 
schnitten, mit dem Seitenrand die Loben des Submentums berührend 
oder unter denselben liegend. Ligula zum gröfsten Teil unter 
dem Mentum liegend, vorn flach ausgebuchtet. Kolbe gibt 1. c. p. 
175 an: »Ligula in der Mitte der Ausbuchtung mit einem Zahn 
versehen« und führt das Merkmal als einen der wesentlichen Unter- 
schiede von Pristophilus an. Hier liegt ein Irrtum vor. Der ver- 
meintliche Zahn, der bei einer Ansicht von vorn besonders deutlich 
wird, liegt nicht in der Ausbuchtung, sondern viel tiefer, er ist ein 
Hypopharynx, ein Kiel an der Mundseite, der dadurch gebildet 
wird, dafs sich von den Ecken der Ligula eine Chitinfalte (die bei 
den meisten Gattungen der Pycnoceriden sehr lang abstehend be- 
haart ist) nach unten zieht und sich dann am Ende in der Regel noch 
eiunuil zahnförmig vorschiebt. Dieser Hypopharynx ist bei Käfern 
ja nicht selten, tritt bei vielen Tenebriouiden auf und ist insbe- 
sondere bei den verwandten Gatiungen (Prioscelis, Pheugonius etc.) 
viel stärker entwickelt als hier; er kommt übrigens in kaum 
schwächerem Mafse auch Pristophilus zu. Innere Lade der 



H. Gehien: Revision der Pycnocerini Lac. 129 

Maxillen (siehe Fig. 16) scharf zweispitzig; das Endglied ihrer 
Palpen ist schwach gebogen zylindrisch, am Ende abgerundet. 
Mandibeln dreispitzig; an der linken Mandibel sind die Seiten- 
zähne etwa gleich weit entfernt von der Spitze und gleich grofs, 
an der rechten, deren Teilung oft undeutlich wird, ist der untere 
Zahn kleiner und der Spitze näher gerückt als der obere. Der 
Mahlzahn ist durch eine scharfe Furche (welche die Verlängerung 
der oberen Innenkante der Mandibeln bildet) abgesetzt; Kauleisten 
sfharf, unter sich und mit dem Unterrand parallel und gleich weit 
entfernt; der Oberrand ist sehr stark fast zahnförmig durch eine 
Grube abgeteilt. Pars membranacea fehlt. Subnaentum jederseits 
zweizähnig, der äufsere, unterhalb der Fühlerwurzel liegende Zahn 
ist der längere. Kehle sehr schmal dreieckig, Nähte fast parallel, 
unvereinigt bis an die Submentalfurche reichend, Einstiche in der 
Mitte liegend. Halsschild quadratisch, mit verrundeten Winkeln, 
rings gerander. Skutellum klein, scharf zugespitzt. Flügel- 
decken mit neun Punktstreifen, nach hinten etwas bauchig:, 
Schultern nur angedeutet durch den leistenartig vortretenden Seiten- 
rand; Epipleuren im vorderen Drittel stark verbreitert, sie treten 
in der hinteren Hälfte auf die Fld. und bilden den eigentlichen 
Saum derselben. Die Epipleuren sind für die Unterscheidung der 
Geschlechter von Wichtigkeit. Schenkel sehr dick, ungezähnt, 
Schienen sehr ausgezeichnet, von allen Gattungen abweichend 
und nur mit der folgenden übereinstimmend; sämtlich verbreitert 
und flach; die vorderen mit grofsem Endzahn und zahlreichen 
kleinen an der Aufsenkante, auf der Vorderseite mit langer Tarsal- 
furche. Der grofse Endzahn zeigt die schwache Abschnürung eines 
Enddorns. Die mittleren und hinteren Schienen sind an der 
Hinterkante plötzlich verbreitert, abgeflacht, am Ende mit Zahn- 
kante; die Verbreiterung trifft die Aufsen- und Körperseite, nicht 
nur die erstere wie zahlreiche ähnliche Bildungen der verwandten 
Gattungen. Tarsen ziemlich lang; Klauenglied so lang wie die 
drei vorhergehenden Glieder zusammengenommen; Onychium 
anfserordentlich klein, mit den (oft fehlenden) Borsten noch nicht 
die halbe Klauenlänge erreichend; die ersten Glieder mit Dornen 
an der Unterseite, die aber oft abgenutzt sind. Prostern um 
zwischen den Vorderhüften einfach, Metasternum kurz, etwas länger 
als eine Schenkeldicke. Intercoxaler Fortsatz des ersten Abdominal- 
segments schmal, länger als breit. 

(5 1 - Bei der grofsen Zahl der geschlechtlichen Dimorphismen, 
die sich innerhalb der Pycnoceridengruppe findet, ist der hier vorlie- 

Deutsche Entomol. Zeitschrift 1904. Heft 1. 9 



130 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

gende sekundäre Geschlechtsunterschied der interessanteste und 
dürfte bei den Käfern wohl ganz vereinzelt sein. Die Epipleuren, 
die auf der Oberfläche der Fld. liegen und in der apikalen Hälfte 
den Saum derselben bilden, sind beim $ breit, beim £ schmal, 
etwa halb so breit wie beim andern Geschlecht. 

$. Die äufseren weiblichen Geschlechtsorgane (siehe Fig. 4) 
sind ganz ausgezeichnet. Hier bildet die Gattung das letzte Glied 
der Reihe, welche durch Hemipristis ukamia, Mülleri, Pristophilus und 
Prioproctus gebildet wird. Bei der ersten Art sind zwei Chitinspan- 
gen auf dem Basalstück angedeutet, bei Mülleri (oder stygica und 
Kraatzi) reichen diese Spangen auf das Mittelstück, bei Pristophilus 
sind sie noch länger und laufen neben dem Mittelteil her; bei der 
vorliegenden Gattung erreichen sie die volle Länge des Mittelteile*, 
sodafs also das Geschlechtsglied dreiteilig erscheint; die beiden 
Klappen des mittleren Teiles sind vor der Spitze nicht erweitert. 
Das letzte, körnchenartige Gliedchen der Parameren steht in einer 
Grube der Unterseite. 

Die Gattung ist mit der einzigen Art auf Ostafrika beschränkt. 

Prioproctus Oertzeni Kolbe. 
Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, Heft 2, p. 176. 

var. Prioproctus centralis Kolbe, loc. cit. 

Schwarz oder pechbraun, unreife Stücke heller. 

Kopf durch sieben Tuberkeln uneben. Diese bilden ein auf 
der Spitze stehendes Quadrat. Oberste Tuberkel auf dem Scheitel 
zwischen den Augen, die beiden folgenden am Innenrand vor den 
Augen, sie erheben sich plötzlich aus der Augenfalte, die äufser- 
sten werden von dem dick geschwollenen Canthus gebildet, die 
beiden folgenden sind die spitz vorspringenden oberen Ecken 
des Epistoms, welche soweit voneinander entfernt sind, wie die 
Tuberkeln zwischen den Augen; die unterste Ecke des Quadrates 
wird durch die winklig vorspringende Vordeiecke der Oberlippe 
gebildet. Die Unterkante des Epit-toms ist einfach ausgerichtet, 
mit rechtwinkligen Vordereck en. Die ganze Oberseite des Kopfes 
ist runzlig, auf der vorderen Hälfte sehr grob. Die Fühler 
sind wurstförmig, in der Mitte am dicksten, das letzte Glied ist 
matt, schmäler als die vorhergehenden, alle Glieder vom vierten 
an sind am Grunde mit einem Kranz abstehender, gelber Borsten 
versehen, im übrigen glänzend glatt. Das Mentum ist doppelt 
skulptiert, es ist lederartig gerunzelt und, namentlich im breiteren 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 131 

Teil, mit einzelnen grofsen, grubigen Punkten versehen, seine 
Seiten sind gleichmäfsig gerundet, die Basis grubig vertieft; die 
stumpfen Vorderecken der Ligula stehen einwärts, die Ausbuchtung 
ist also kurz und wenig tief, Vorderrand nackt. Die Loben des 
Submentums, namentlich der lange äufsere Zahn, grob gerunzelt. 
Halsschild auf die Hälfte der Länge parallelseitig, nach hinten 
länger und allmählich, nach vorn kürzer, etwa ebenso weit verengt, 
Hinterrand in der Mitte nach vorn gezogen, Seitenrand, von der 
Seite gesehen, gerade. Oberfläche für das blofse Auge vollkommen 
glatt und glänzend, unter starker Vergrößerung (etwa 20) dagegen 
doppelt punktiert, nämlich mit einzelnen zerstreut stehenden grö- 
beren Punkten und dicht stehenden feinen Pünktchen, an den 
Seiten nur einfach, fein punktiert. Schildchen sehr spitz, meistens 
etwas gewölbt. Flugeidecken lang eiförmig, nach hinten nur 
schwach erweitert, mit tiefen Streifen und gewölbten Zwischen- 
räumen. Streifen auf dem Diskus einfach, an den Seiten sehr 
fein punktiert, sämtlich an der Basis und Spitze erloschen, Zwi- 
schenräume äufserst fein punktiert; die Basis der Fld. tritt jeder- 
seits des Schildchens breit buchtig zurück. Epipleuren mit einigen 
winzigen Körnchen. Schenkel dick, glänzend, glatt. Unter- 
kante an der Spitze stumpfwinklig vortretend. Sämtliche Schienen 
ijlatt. Vorderschienen durch eine geschwungene Tarsalfurche hal- 
biert, Aufsenrand mit 8 — 10 starken Zähnen, das Ende mit einem 
sehr grofsen und einem kleineren Zahn, der die Spitze der Innen- 
kante bildet, an der Vorderseite, und zwei kleinen Zähnen an der 
grob gerunzelten Hinterseite; die in der Basalhälfte scharf leisten- 
förmige Innenkante hört plötzlich in der Mitte mit einem spitzen 
Zahn auf. Mittel- und Hinterscbienen sehr breit, beide au der 
Aufsenkante winklig erweitert, die mittlere in der Mitte und dann 
stark gebuchter, die hinteren näher der Basis und dann schwach 
gebuchtet, bei beiden ist die Hinterkante der Länge nach scharf 
gefurcht. Aufsen- und Körperseite sind verbreitert, aber nur die 
erstere ist am Ende gezähnt, die Körperseite am Ende glattkantig. 
Wie bei den Vorderschienen, so endet auch bei den hinteren 
Schienenpaaren die innere, leistenförmige Kante mit einem spitzen 
Zäbnchen, aber erst kurz vor der Spitze. Die Hinterschienen sind 
schlanker als die Mittelschienen. Die ganze Unterseite ist glatt, 
glänzend, äufserst fein lederrunzlig, nur die Seiten sind sehr fein 
gekörnt. Prosternum zwischen den Vorderhüften ungefurcht, ein- 
fach gekielt, glatt oder mehr oder weniger gerunzelt; das Ende 
niedergebogen, etwas beulig. 

9* 



132 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

(5*. Die Epipleuren bilden in der Endhälfte der Fld. einen 
breiten, wulstigen Saum. 

£. Die Epipleuren bilden in der Endhälfte der Fld. einen 
schmalen, wulstigen Saum. Die chitinösen Seitenteile der äufseren 
weiblichen Geschlechtsorgane (siehe Fig. 7) sind so lang oder 
wenig kürzer als der Mittelteil, dreikantig; die beiden Loben des 
Mittelteils verjüngen sich allmählich nach vorn, sie sind also nicht 
wieder erweitert. Das Endglied ist länglich und tritt deutlich aus 
einem runden Grübchen an der Unterseite hervor. 

Länge 45 — 56 mill. Revidiert 26 Exemplare. 

In meiner Sammlung (von Staudinger und Bang-Haas). 
Deutsch-Ostafrika: Ukami- Berge, 

var. centralis Kolbe. 
Arch. f. Naturg. 1903, Band I, Heft 2, p. 177. 

Diese Form scheint mir nicht spezifisch verschieden. Mir 
liegt ein Stück aus dem Hamburger Museum vor (von Stuhlmann 
gesammelt, ohne genaueren Fundort), auf welche Kolbes Beschreibung 
gut pafst. Darnach haben wir es höchstens mit einer Lokalform 
zu tun, die kaum einen Namen verdient. Uebrigens sind die mir 
vorliegenden Tiere gerade in den vom Autor angegebenen Merk- 
malen Schwankungen unterworfen. Kolbes Beschreibung lautet: 

»Ein kleinerer Prioproctus (centralis n. sp.) aus Batumbi, west- 
lich vom Kiwu-See (im Grenzgebiete von Deutsch- Ostafrika und 
des Kongo-Staates) unterscheidet sich von P. Oertzeni m. folgender- 
mafsen. Der Höcker jederseits neben den Vorderecken des 
Epistoms ist gröfser. Die Vorderecken des Epistoms springen 
deutlicher spitzwinklig vor. Die Antennen sind etwas weniger 
dick und am Ende weniger verdünnt. Der intercoxale Fortsatz 
des Prosternums ist runzlig punktiert. Das Mentum ist noch 
kürzer und breiter. Die Loben des Submentums sind runzlig. 
In der Form des Kopfes, des Thorax und der Elytren gleicht diese 
Form dem P. Oertzeni. Long. corp. 45 mill. — Das Exemplar be- 
findet sich in der Sammlung des Herrn von Oertzen.« 

Es ist dazu zu bemerken, dafs auch P. Oertzeni in kleinen 
Exemplaren von 45 mill. Gröfse vor kommt, auch bei dieser Art 
sind die Loben des Submentums runzlig und einige Stücke zeigen 
einen ziemlich runzligen Intercoxalfortsatz der Vorderbrust. Es 
bleiben also nur Merkmale, die graduelle Verschiedenheiten zeigen. 



//. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 133 

Pristophilus Kolbe. 
Arch. f. Naturg. 1903, Band I, Heft 2, p. 165, 174. 

Diese von Kolbe für Chiroscelis passaloides Westw. aufgestellte 
Gattung hat ihren nächsten Verwandten in der vorigen Gattung. 
Sie schliefst die erste Gattungsreihe der Chiroscelinen, die durch 
eine bedeckte Ligula und sekundäre Geschlechtsmerkmale ausge 
zeichnet sind. Von der vorigen Gattung trennt diese im wesent- 
lichen die Bildung der Fühler und der weiblichen Geschlechtsorgane 
und das Vorhandensein von Flügeln. 

Kopf auf der Stirn mit 3 Tuberkeln, Canthus stark hervor- 
tretend, Clypeus einfach in flachem Bogen ausgerundet. Ober- 
lippe etwa quadratisch, in der Mitte winklig vorspringend. Fühler 
nicht auffallend dick, aber kurz, eng gegliedert, das letzte Glied 
etwas breiter als das vorletzte, alle Glieder scheibenförmig, vom 
vierten an abstehend gelb beborstet. Augen sehr fein facettiert, 
in der Mitte lang und schwach eingeschnürt. Mentum sehr breit, 
etwa nierenförmig, nackt, rauh skulptiert, vorne ausgeschnitten. 
Ligula tief ausgebuchtet, im übrigen von Prioproctus nicht ver- 
schieden. Die Maxillen haben die innere Lade zweispitzig, beide 
Spitzen etwa gleich grofs. Eigentümlich ist das Auftreten einer 
deutlichen Tasterschuppe, diu bei den andern Gattungen kaum an- 
gedeutet, bei den nachfolgenden Gattungen aber grofs und auf- 
fallend ist. Endglied der Palpen lang, schwach gebogen, zylindrisch. 
Submentum mit zwei lateralen Zähnen, von denen der innere, 
etwa rechtwinklige, vom Seitenrand des Submentums berührt wird, 
sodafs ein Loch entsteht, in dem die Cardo der Maxillen sichtbar 
wird. Kehle sehr schmal, die beiden Nähte liegen nach dem 
Munde zu sehr nahe beieinander und laufen parallel in einer 
Längsfurche, Einstiche in der Mitte liegend. Halsschild etwa 
quadratisch, stark gewölbt, rings gerandet, hinten kaum eingezogen, 
die Ecken verrundet. Schildchen etwa halbkreisförmig, ziemlich 
grofs. Flügeldecken zylindrisch, parallelseitig, mit Schultern (es 
sind Unterflügel vorhanden), die Epipleuren bilden einen Saum an 
den Seiten und am Ende der Fld , nur an den Schultern treten 
sie etwas unter den Körper. Die höchst eigenartige Bildung der 
Beine ist durchaus derjenigen vom Prioproctus ähnlich, nur zeigt 
sich die Abschnürung eines Enddorns an dem Hauptzahn der 
Vorderschienen viel deutlicher als bei irgend einer andern Gattung. 
Prosternum zwischen den Hüften einfach, am Ende niederge- 
bogen. Hiuterbrust sehr lang, sie erreicht die 2j-fache Länge eines 



134 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Schenkeldurchmessers. Unterseite glatt; der intercoxale Fortsatz 
des ersten Abdominalsegments ist kurz, so breit wie lang. 

Geschlechtlicher Dimorphismus zeigt sich wie bei der vorher- 
gehenden Gattung in der Bildung der Epipleuren, die beim cT 
breit, beim 2 schmal sind. 

$. Die hornigen Bestandteile der weiblichen Geschlechtsorgane 
mit seitlichen Anhängen, der Mittelteil vor der Spitze nicht er- 
weitert, letztes Glied winzig, in einer Grube das vorletzte stehend. 
Afrikanische Gattung. 

Deren einzige Art ist die folgende: 

Pristophilus passaloides Westw. 

Trans, zool. Soc. III, p. 210, tab. 14, fig. 3; Arcan. entom. II, p. 160, 
tab. 87, fig. 4 (Chiroscelis) . 

Schwarz oder braun, unreife Stücke hell ; zylindrisch, geflügelt. 

Kopf mit 7 auffallenden Tuberkeln, die ein auf die Spitze ge- 
stelltes Quadrat bilden; eine spitze Tuberkel steht genau zwischen 
den Augen, die beiden folgenden erheben sich plötzlich nach vorn 
und innen aus den schmalen Augenfalten. Canthus sehr stark, die 
beiden folgenden bilden die Vorderecken des dicken Epistoms, sie 
sind weiter voneinander entfernt als die Höcker vor den Augen, 
die unterste Ecke wird durch die Mitte der winklig vorsprin- 
genden, am Rande abstehend beborsteten Oberlippe gebildet. Das 
Quadrat ist also durch den breiten Clypeus, der übrigens flach und 
einfach ausgeschnitten ist, unregelmäfsig. Raum zwischen den 
Tuberkeln glatt, die den Clypeus absetzende Furche ist glatt und 
läuft am Ende in glatte Gruben aus; in den meisten Fällen ist die 
Furche garnicht zu erkennen, da sie durch die Augentuberkeln 
in drei scharf getrennte, runde Gruben aufgelöst wird. Hinterkopf 
und Clypeus runzlig gekörnt. Fühler kurz, kaum länger als der 
Kopf, die Glieder scheibenförmig, eng aneinander schliefsend, das 
dritte etwas länger als das vierte, von diesem an mit einem ab- 
stehenden gelben Borstenkranze am Grunde, das letzte ist matt, 
breiter als die anderen Glieder, schief dreieckig, mit abgerundeter 
Spitze. Das Mentum (Fig. 12) ist sehr breit, vorn stumpfwinklig 
eingezogen, weder vorn noch an den Seiten gewinkelt, sondern 
ziemlich gleichmäfsig gerundet, die Basis nicht abgesetzt, der Rand 
vor derselben nicht geschwungen. Oberfläche gerunzelt und in der 
vorderen Partie mit zerstreuten groben Punkten, hinten in der 
Mitte grubig vertieft. Die Zähne des Submentums weit ausein- 
ander stehend, sehr rauh skulptiert. Halsschild etwa quadratisch 
mit verrundeten Ecken. Der Seitenrand ist von der Seite gesehen 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 135 

annähernd gerade, also weder in der Mitte, noch nach hinten in 
die Höhe gezogen , Vorder- und Hinterrand schwach aber deutlich 
eingezogen. Die Hinterecken sind etwas deutlicher als die Vorder- 
ecken. Oberfläche glänzend, äufserst fein, aber nicht dicht punktiert. 
Schildchen breiter als lang, am Ende breit verrundet oder ab- 
gestutzt. Flügeldecken zylindrisch, auf dem Rücken kaum flach, 
mit deutlichen Schultern und annähernd gerader Basis. Es sind 
neun einfache Streifen vorhanden, nur die äufseren zeigen hin und 
wieder eine Andeutung von Punkten; von diesen Streifen sind die 
sechs bis zur Schulterbeule im Beginn deutlich, die drei folgenden 
sind nur in der hinteren Hälfte scharf, alle Streifen vor der Spitze 
erloschen. Im übrigen sind die Fld. vollkommen glatt. Die Beine 
sind genau wie bei Prioproctus Oertzeni, nur sind die hinteren beiden 
Schienenpaare schlanker und die mittleren auch unterhalb der wink- 
ligen Erweiterung schwach gebuchtet. Eine Abbildung der Vorder- 
fcchienen findet sich Fig. 20. Unterseite ganz glatt, nur die Seiten 
mit kleinen, flachen, weitläufigen Körnchen. 

d*. Mit breiten Epipleuren, viel breiter als ein Zwischenraum 
der Decken, die den Saum der Fld. auf ihrer Oberfläche bilden. 
Forceps kräftig, etwa 6 mill. lang, in der Basalhälfte stark, fast 
halbkreisförmig gekrümmt, dann fast gerade, das Ende stumpf ab- 
gerundet. 

$. Die Epipleuren bilden einen schmalen Saum, kaum so breit 
wie ein Zwischenraum auf der Scheibe. Die äufseren weiblichen 
Geschlechtsorgane (siehe Fig. 6) mit zwei vom Basalstück aus- 
gehenden lateralen, gekanteten, schwach gekrümmten spitz zulau- 
fenden Anhängen, die kürzer sind als das eigentliche Organ, die 
Parameren vor der Spitze nicht erweitert, grob skulptiert und be- 
borstet, an der Ventralseite flach löffeiförmig ausgehöhlt; an der 
Dorsalseite sind die beiden letzten Glieder gegeneinander gerichtet 
und stehen in dem schräg gegen die Mitte gerichteten, grubig ver- 
tieften Abschnitt der vorletzten Glieder so, dafs sie eben über das 
Ende hinaus sichtbar sind. 

Länge 37—47 mill. — Revidiert 140 Exemplare. 

In den meisten Sammlungen. 

Westafrika, Guinea: Akkra, Old Calabar, Dahomey, Kamerun, 
Gabun, Sibange (auch Si-Banghi geschrieben), Zonge (Mokoanguay), 
Haute-Maringa, Chütes de Samlia (River N'Gamie), Beni-Bendi 
(Sankuru), Mukenge, Lubilasch, und die Gegend des Albert-Edward- 
Sees (Andetei-Wald). 2 Exemplare des Stettiner Museums tragen 
den zweifellos falschen Fundort: Natal. 



136 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Prioscelis Hope. 

The Coleopterist's Manual III, 1840, p. 128. 

Westwood: Trans, zool. Soc. III, 1843, p. 211. 

Thomson: Archiv entom. II, p. 89. 

Lacordaire : Genera des Coleopt. V, p. 405. 

Kolbe: Arch. f. Naturgesch. 1903, Bd. I, H. 2, p. 165, 168. 
Iphius Dejean: Cat. ed. 3, p. 225. 
Priopus Hope: 1. c. p. 73., olim. 

Ueber den Wert und Umfang dieser Gattung hat (ausgenommen 
die Art crassicornis, jetzt eine Calostega) bei keinem der zahlreichen 
Autoren, die über dieselbe geschrieben haben, ein Zweifel bestan- 
den, da ihr erst vor wenigen Jahren eine verwandte Gattung, 
sonderbarerweise aus einem ganz andern Erdteil an die Seite 
gestellt werden konnte. Mit dieser Gattung beginnt die zweite 
Gruppe der echten Chiroscelinen, welche durch eine freie Ligula 
und nicht verbreiterte Schienen ausgezeichnet ist. 

Körper gestreckt, parallelseitig, geflügelt, in Gestalt den Gat- 
tungen Chiroscelis und Pristophilus sehr ähnlich. 

Kopf hinter den Augen zu einem, wenn auch ziemlich dicken 
Hals verengt, ohne auffallende Tuberkeln. Vor den Augen steht 
eine gebogene Querfurche, deren Enden sich nach hinten vertiefen. 
Clypeus an den Seiten vor den Augen plötzlich verengt, vorn tief 
ausgebuchtet; die rauh skulpierte, gelb beborstete Oberlippe ist 
vorn nie winklig oder zahnförmig vorgezogen. Augen grob facet- 
tiert, sodafs sie sich auch für das blofse Auge von der umgebenden 
Kopfpartie durch die Skulptur abheben. Sie sind nierenförmig, 
der obere Teil ist kleiner als der untere. Die Fühler sind in 
der Gestalt variabel, länger als bei allen vorigen Gattungen, aber 
immerhin robust, nicht über die Mitte des Halssch. herausragend, 
die ersten Glieder sind glänzend, glatt, an Länge nicht wesentlich 
verschieden, die letzten quer, durch Toment matt, das letzte in der 
Regel verlängert, mit fehlendem Aufsenwinkel und auffallender, 
eingedrückter Querlinie, die gewissermafsen eine Zweiteilung des 
Gliedes vornimmt. Das Mentum ist herzförmig, der Vorderrand 
ist gerade oder höchstens schwach eingebuchtet, niemals winklig 
eingezogen, es ist nackt und hat in der Regel einen Längskiel. 
Die Ligula ist frei, also die Insertionsstelle der Palpen ist nicht 
vom Mentum bedeckt; in der normalen Lage sind die Palpen so 
breit oder breiter als das Mentum, die Ligula ist quadratisch oder 
quer rechteckig, ihr Vorderrand ist gerade oder in breitem Bogen 
vorgezogen, er erscheint etwas von vorn gesehen in der Mitte ge- 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 137 

zahnt, da der tief im Munde liegende Hypopharynx zahnförmig 
vortritt und über die Ligula herausragt. Die von den Vorderecken 
der Ligula bis zum Hypopharynx laufenden Leisten an der Mund- 
seite sind hing beborstet, sodafs der Vorderrand der Ligula selbst 
aussieht, als hätte er jederseits ein Borstenbüschel. Zwischen den 
Palpen, deren letztes Glied abgestutzt oval ist, steht ein scbarf 
begrenzter Höcker, der allen Arten, ja fast allen Gattungen zu- 
kommt und nicht nur ein spezifisches Kriterium von Pr. Raddoni 
ist, wie Westwood angibt. Unter den Palpen der Maxillen 
zeigt sich die squama palpig era als' dornförmiger, spitzer Höcker, 
das letzte Glied der Palpen ist beilförmig, viel breiter als das vor- 
letzte. Die innere Lade ist an der Spitze hakenförmig, aber dieser 
Homhaken ist fast ganz in den Haaren der Lade versteckt, er ist 
am Ende ungeteilt, flach, stumpf und schräg abgeschnitten. Die 
Mandibeln sind an der Aufsenlinie kräftig, aber nicht rechtwinklig 
gekrümmt, innen tief ausgebogen; in dieser Ausbuchtung ist stets 
ein, wenn auch oft winziger, häutiger Zwischensatz vorhanden. 
Diese eigentümliche Bildung stellt sich beim Aufkochen der Man- 
dibel als straffer häutiger Sack dar, welcher bei dieser Subfamilie 
höchst wahrscheinlich ein Sekretionsorgan darstellt; mit dem häutigen 
Teil der Lamellicornier-Mandibeln hat dies Gebilde kein«; Aehn- 
lichkeit. Die Zahnbildung der Spitzen ist auch bei dieser Gattung 
durch Abnutzung oft wenig scharf, für die Unterscheidung der 
Arten aber ein gutes Hülfscuittel, da sich innerhalb der Gattung 
die verschiedensten Bildungen finden. Beim Submentum sind 
die Loben nicht geteilt, sondern schräg abgeschnitten, die Ausbuch, 
tungen jederseits der Mentumbasis, in der sich die Cardo der 
Maxillen bewegt, flach. Kehle breit dreieckig mit al gestumpfter 
Spitze, welche nicht an das Submentum reicht, sondern durch eine 
Furche mit demselben verbunden ist. Kehle stets grob querrunzlig. 
Halsschild etwas quer oder quadratisch, so breit oder kaum 
schmäler als die Fld , meist rings gerandet, die Winkel sind ver- 
rundet, die Seitenränder glatt. Eigentümlicherweise zeigt sich dies 
Kriterium, auf das man bisher grofsen Wert legen konnte, nicht 
durchgehend. Ein Exemplar einer neuen, ausgezeichneten Prio- 
scelisart des Pariser Museums, das aber leider zu defekt ist, als 
dafs es eine gute Beschreibung gestattete, zeigt ziemlich stark kre- 
nulierte Seitenränder des Halssch. Schildchen grofs, dreieckig 
oder abgerundet. Flügeldecken parallelseitig, oben etwas flach, 
mit deutlichen Schultern, Basalrand gerade; Oberfläche mit 9 Punkt" 
streifen, 6 vollständigen bis zur Schulter, 3 stark verkürzten jen- 



138 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

seits derselben. Schenkel robust, an der Unterseite mit Furche, 
deren Vorderrand oft leistenförmig ist, meist sind beide Ränder 
krenuliert. Die Vorderschienen sind nie flach und gefingert, 
sondern etwa parallelseitig, gekrümmt (wenigstens an der Innen- 
kante), oft fast rechtwinklig, am Ende mit 2 ungleichen Enddornen 
und zahnförmig vorspringender Innenkante. Mittelschienen sehr 
verschiedenartig, Hinterschienen am Innenrande meist kräftig kre- 
nuliert. Bei den Tarsen ist das Klauenglied ohne Klaue so 
lang wie die andern unter sich gleich grofsen Glieder zusammen. 
Die Sohle ohne Hornzapfen, aber an den ersten Gliedern jeder- 
seits gelb bebüschelt; das zwischen den Krallen vorragende Ende 
des letzten Gliedes ist blattförmig, abgestutzt; ein Onychium fehlt. 
Die Unterseite ist nur bei einigen Arten in der Mitte der Abdo- 
minalsegmente glatt und glänzend, sonst aber dicht gekörnt und be- 
borstet. Prosternum schmal, hinter den Hüften verschieden, meist 
dreiteilig. Metasternum lang (Flügel vorhanden!). Die mittleren 
Abdominalsegmente meist kräftig gewulstet und gehöckert, Anal- 
segment gerandet oder ungerandet. 

Sekundäre Geschlechtsmerkmale scheinen zu fehlen. Der 
Forceps ist aufserordentlich klein und bei den verschiedenen Arten 
annähernd gleich. Ausgezeichnet und recht variabel , stets am 
Ende verbreitert, mit verstecktem Endglied, sind die äufseren weib- 
lichen Geschlechtsorgane. 

Bestimmungstabelle der Prioscelis- Arten. 
Halssch. am Vorderrand auf eine breite Strecke hin un- 
gerandet, quer, Mitteltibien ohne Auszeichnung, Clypeus 
ohne Zahn in der Mitte, weibliche Geschlechtsorgane am 

Ende 4-spitzig 1. 

Halssch. rings gerandet, etwa so lang wie breit, Mittel- 
tibien am Innenrande mit Zahn oder einer andern Erwei- 
terung, weibliche Geschlechtsorgane am Ende 2-spitzig . 2. 

1. Hintertibien am Ende plötzlich verbreitert und flachgedrückt, 
Vordertibien stark gekrümmt, sodafs die winklige Erwei- 
terung am Ende die Krümmung der Aufsenkante nicht auf- 
hebt, Analsegment und vorletztes Abdominalsegment an 
der Seite gerandet serrata F. 

— Hintertibien nicht oder schwach und ganz allmählich ver- 
breitert, Vordertibien so schwach gekrümmt, dafs die wink- 
lige Erweiterung die Krümmung der Aufsenkante aufhebt. 
Analsegment und das vorletzte Abdominalsegment an der 
Seite ungerandet Westwoodi Kolbe. 



H. Gehren: Revision der Pycnocerini Lac. 139 

2. Clypeus in der Mitte der Ausbuchtung mit zahnförmiger 
Tuberkel: Mitteltibien etwa von der Mitte ab plötzlich ver- 
breitert, der Zahn der Mitte ist stumpfwinklig .... 3. 

— Clypeus in der Mitte der Ausbuchtung ohne Tuberkel, 
Mitteltibien mit starkem, spitzem Zahn in der Mitte. Vorder- 
tibien im apikalen Drittel plötzlich, etwa rechtwinklig 
nach innen gebogen 4. 

3. Vordertibien plötzlich, etwa rechtwinklig nach innen ge- 
bogen, Schultern spitzwinklig, leistenförmig aufgebogen, 
Hintertibien am Innenrande wellig; drittes Abdominal- 
segment einfach humeridens Dohrn. 

— Vordertibien allmählich gebogen, Schultern stumpfwinklig, 
Hintertibien mit einer Doppelkante dornförmiger Zähne, 
drittes Abdominalsegment am Hinterrande wulstig abge- 
setzt Fabricii Hope. 

4. Vordertibien an der Innenkante fast von der Basis an mit 
Dörnchen, rechte Mandibel mit starkem Zahn an der 
Oberseite vor der Spitze, Hintertibien mit subbasaler, 
winkliger Erweiterung der Innenkante, erstes Abdominal - 
segment in der Mitte ohne Höcker . . . tridens Kolbe. 

— Vordertibien an der Innenkante nur in der letzten Hälfte 
mit Dörnchen, rechte Mandibel ohne auffallenden Zahn. 
Hintertibien ohne winklige Erweiterung, erstes Abdominal- 
segment mit runzligem Höcker 

Thomsoni nom. nov. (claudus Thoms). 

1. Priosceli» Wesfwoodi Kolbe. 

Arch. f. Naturg. 1903, B. I, H. 2, p. 169. 
Prioscelü serrata Westw.; Trans, zool. Soc. III, 1843, tab. XIV, fig 6. 
Westw. part. Har. Col. Hefte XII, 1879, p. 120. 

Prof. Kolbe hat loc. cit. das etwas komplizierte Synonymie- 
Verhältnis zwischen dieser Art und der folgenden auseinanderge- 
setzt, sodal's auf ihn zu verweisen ist. Die vorliegende Art ist von 
den andern der Gattung durch die verhältnismäfsig einfachen 
Schienen stark geschieden; doch liegt keine Ursache vor, eine 
neue Gattung für sie aufzustellen, da die Verwandtschaft mit serrata, 
welche ja die für die Gattung typische Art bildet, eine viel zu 
nahe ist. 

Kopf glatt, hinten sehr fein und weitläufig, auf dem Clypeus 
etwas gröber punktiert, dieser vom Kopfschild durch eine tiefe, 
gebogene Querfurehe, die seitlich in Augenfurchen endet, getrennt; 



140 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

zwischen den Augen schwach aufgetrieben und dort mit undeut- 
lichem, zuweilen fehlendem Eindruck. Clypeus tief, etwa halbkreis- 
förmig ausgeschnitten, die Mitte desselben ohne vorspringende 
Tuberkel. Die riugs beborstete Oberlippe grob skulpiert. Fühler 
bis zum ersten Viertel des Halsseh. reichend; die ersten Glieder 
perlig, glänzend, die vorletzten quer, matt, das letzte bildet ein 
Rechteck, dessen Aufsenwinkel ganz verrundet ist, die Teilungs- 
linie ist oft so deutlich, dafs man ein eingeschachteltes zwölftes 
Glied zu sehen glaubt. Mentum (siehe Fig. 13) quer, der Vorder- 
rand gerade, die Vorderecken und die Seiten abgerundet winklig, 
gröfste Breite im ersten Drittel; die Oberfläche grob gerunzelt und 
längs gekielt, jederseits des Kieles grubig vertieft. Ligula quer 
rechteckig mit verrundeten Winkeln, geradem Vorderrande, an dessen 
Seiten die Borsten der Mundseite büschelig vorragen. Die zwischen 
den Palpen vorragende Tuberkel, welche dieselben scheidet, endet 
bei jungen (braunen!) Stücken als spitzes Dreieck nach vorn, ent- 
fernt vom Vorderrande, später sind die scharfen Kanten oft abge- 
schliffen (Fig. 13). Diese Tuberkel ist nicht spezifisches Kriterium 
der Pr. Raddoni (= serrataF.), wie Westwood angibt, sondern kommt 
allen Arten zu. Letztes Glied der Maxil larpalpeu ist viel länger 
als breit. Beide Mandibeln sind sehr verschieden voneinander. 
Die Kaufläche mit 3 unter sich und mit der Unterkante parallele 
Querlamellen, von denen die oberste die schwächste ist. Häutiger 
Zwischensatz sehr klein, und am trockenen Objekt kaum wahr- 
nehmbar. An der Oberseite der rechten Mandibel (siehe Fig. 17) 
ist, entfernt von der Spitze, ein starker Zahn vorhanden, die Spitze 
selbst ist zweizähnig, oder nur gefurcht, oder einfach abgerundet, 
je nach dem Stande der Abnutzung, auf der Oberfläche setzt sich 
die Chitinleiste, welche den Mahlzahn abtrennt, nicht auf dem 
grofsen Zahn fort, sondern endet vor demselben, auch ist der Zahn 
nicht abgeschnürt. Ganz anders ist die linke Mandibel. Am 
Grunde der Einbuchtung liegt auf der Oberfläche ein kleiner Zahn 
dann kommt ein etwas gröfserer Zahn an der Innenseite, also 
zwischen Ober- und Unterkante; auf diesem Zahn ruht die Spitze 
der untergeschlagenen rechten Mandibel , nun folgt abermals ein 
Zahn auf der Oberkante, dann einer an der Unterkante näher der 
Spitze. In günstiger Lage kann man also 5 Spitzen gleichzeitig 
sehen. Eine so aufserordentliche Verschiedenheit der Mandibeln 
findet sich nur noch bei der folgenden Art. Submentum jeder- 
seits nur rechtwinklig, grob runzlig. Kehle schmal dreieckig, 
quergerunzelt; ein Exemplar meiner Sammlung von Accra zeigt 



Ff. Gebiert: Revision der Pf/cnocerini Lac. 141 

die Nähte fast parallel, fast wie bei Pristophilus , doch sind 
sie vor der Submentalgrube vereinigt. Halsschild stark quer, 
vorne nicht gerandet, glänzend, in der Mitte äufserst fein skulptiert, 
nach den Seiten zu deutlicher punktiert, nahe dem Seitenrand, 
besonders in den Hinterwinkeln deutlieh rauh durch einzelne Körn- 
chen. Hinterrand durch zwei kurze, schräge, oft undeutliche Ein- 
drücke buckelig aufgetrieben. Dadurch fällt Westiooodi zuerst auf; 
doch finden sich auch bei serrata Formen, die eine ähnliche Hals- 
schildbildung zeigen. Skutellum ogival Flügeldecken mit 
neun tiefen, bis nahe zur Spitze deutlichen Punktstreifen, der Raum 
zwischen dem letzten Streifen und dem Rand, ferner der letzte 
oder die letzten Streifen und die Spitze jeder Fld. zeigen viele 
Körnchen oder Nabelpunkte, die Zwischenräume sind breiter als 
die Streifen, diese bestehen auf dem Diskus aus einfachen, scharfen, 
vertieften Punkten. Skutellarstreifen werden durch ineinander- 
fliefsende, unregelmäfsig gestellte Punkte gebildet. Alle Schenkel 
sehr robust, dick, am Ende der Unterseite winklig erweitert; die 
Unterkante der Vorderschenkel ist glatt, die der mittleren schwach, 
die der hinteren Schenkel stark krenuliert. Tibien sehr kurz, an 
allen Beinpaaren verschieden. Vordertibien sehr schwach gekrümmt, 
viel schwächer als bei allen anderen Arten, ihre Aufsenkante fast 
gerade, mit kurzer, schiefer Tarsalfurche, die rauhe Aufsenseite 
ist gegen das Ende verbreitert, die glatte Innenseite nicht; Endzahn 
nach unten (nicht innen) gerichtet, sodafs man also drei nach unten 
gerichtete Zähne zählt. Enddornen ungleich. Mitteltibien an der 
Innen- (Vorder-)kante ganz glatt, gegen das Ende schwach und 
allmählich verbreitert , ziemlich grob punktiert; Enddornen etwa 
gleich. Hintertibien bei vielen Exemplaren sehr kurz, wie die 
Mitteltibien gerade, gegen die Spitze sehr schwach und allmählich 
erweitert; Innenseite doppelkantig gesägt, doch lange nicht so stark 
und deutlich wie bei Fabricii etc., Enddornen wenig verschieden. 
Die Unterseite ist ganz matt und zwar die Brust durch Körne- 
lung und grobe, kurze Borsten, die Seiten und die vordere Hälfte 
der Abdominalsegmente durch Körnchen; nur die Mitte der Hinter- 
länder der Segmente und das Analsegment sind glatt und glänzend, 
letzteres ist nicht gerandet. Der Prosterualkiel hat eine einge- 
drückte Furche und zeigt am niedergebogenen Ende die Andeutung 
einer Dreiteilung, alle 3 Tuberkeln sind nach hinten gerichtet. 

(5 1 ohne sekundäre Geschlechtsorgane. Penis sehr winzig, 
knapp 4 mill. 

$. Die äufseren weiblichen Geschlechtsorgane sind breit und 



142 //. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

kurz, die Mittelspitzen divergieren etwas, das Mittelstück ist auch 
seitwärts spitzwinklig erweitert, sodafs am Ende 4 Spitzen (zwei 
längere, innere und zwei kurze, äufsere) vorhanden sind. Das 
letzte Glied steht als Zapfen in den grofsen, runden, tornen- 
tierten Gruben vor den Spitzen des Mittelstückes. Der Umkreis 
der Grube ist grob punktiert. 

Länge 30 — 41 mill. — Revidiert 28 Exemplare, 

In fast allen Sammlungen. 

Hab.: Guinea, Goldküste (Accra, Old Calabar), Liberia (Junk- 
river) , Assinie, Congo, Haute-Maringa, Mukenge in Balubaland, 
Lunda-Reich, Niam-Niam, Batchasti. 

Die Form cameruna Kolbe (Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, 
PL 2, p. 170) ist durch eine ganz andere Struktur der Fld. aus- 
gezeichnet, sie kommt statt der Stammform in Kamerun und den 
beuachbarten Gebieten vor. Es sind im letzten Drittel die Streifen 
der Fld. so breit oder breiter als die Zwischenräume, die Breite 
der Streifen wird durch zwei oder mehr Reihen von Körnchen be- 
dingt; ebenso ist die Unterseite viel rauher; an der Spitze der 
Fld. stehen die Graneln so dicht, dafs diese runzlig erscheint, die 
Tiere sind breiter und flacher als die Stammform. 

Länge 34 — 41 mill. — Revidiert 12 Exemplare. 

Museum Paris, Berlin, Knll. Gebien (von Staudinger). 

Kamerun, Yaunde-Station, Ogooue et Congo espagnol (Batah 
et Mouni), Bassin Merid. du Tschad, et Haute- Sangha. 

2. Prioscelis serrata F. 

Syst. entom. p. 255. 

Westwood: Trans, zool. Soc. III, p. 213 (genauere Be- 
schreibung der Type von Fabr.). 
Kolbe: Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, p. 171. 
Prioscelis Raddoni Westw. : Trans, zool. Soc. III, p. 215. 

Diese Art ist mit der vorigen sehr nahe verwandt. Die aus- 
führliche Beschreibung der Westicoodi pafst bis auf folgende Punkte: 
Das letzte Fühlerglied ist ein Quadrat mit ganz verrundetem Aufsen- 
winkel, der aufgetriebene Teil des Kopfes ist gegen den Nacken 
durch eine scharfe, lange Querfurehe abgesetzt, die Ligula ist am 
Vorderrand in der Mitte vorgezogen, die zwischen den Palpen 
liegende Tuberkel ist vorn nicht messerartig scharf, sondern ein 
gewöhnlicher runder Höcker; Halsschild hinten meistens ein- 
fach gewölbt, nur selten durch zwei Schrägeindrücke buckelig auf 
getrieben. Die mafsgebenden Hauptunterschiede finden sich in der 



//. Gebien: Revision der h/cnocerini Lac. 143 

Beinbildung. Die Vorderschienen sind stärker gekrümmt, sodafs 
die winklige Erweiterung am Ende der Aufsenkante die Krüm- 
mung nicht aufhebt, das Ende hat nur die beiden spitzen Dornen 
nach unten gerichtet, die Innenkante ist winklig nach innen, nicht 
unten gerichtet, die Hinterschienen (siehe Fig. 25) sind nach dem 
Ende zu platt gedrückt und plötzlich verbreitert und zwar meistens 
nach vorn hin, sodafs die Hinterkante gerade ist, es ist bemerkens- 
wert, dafs die Verbreiterung an der Körper- und Aufsenseite statt- 
findet; das Analsegment ist an der Seite wulstig gerandet, seine 
Vorderwinkel, ebenso die Vorderecken des vorletzten Abdominal- 
segments sind durch Chitinfalten scharf gewinkelt. In der Bildung 
der weiblichen Geschlechtsorgane finden sich nur geringe Unter- 
schiede, die übrigens in schwächerem Mafse sich auch bei ver- 
schiedenen Individuen derselben Art zeigen, beide Arten zeigen 
ihre nahe Verwandtschaft durch die 4 nach hinten gerichteten Spitzen. 

Länge 26 — 40 mill. Revidiert 320 Exemplare. 

Die gemeinste, am weitesten verbreitete Art 

Sierra Leone, Liberia, Cap Palmas, Goldküste, Ashantis, Cote 
d'Ivoir, Togo, Benin, Kamerun, Gabun, Congo (Lunda, Baluba, 
Lubilasch, Stanley-Falls, Lulonga, Haute-Maringa, Beni-Bendi, Hte. 
SaDgha, S. Benito); Niam-Niam, aus dem Gebiet der Seen (west- 
lich vom Albert-Nyansa). 

Einige Exemplare vom Benin (G. Semper leg.) aus dem Museum 
Hamburg tragen die Notiz: Fliegt 5 — 6 Uhr nachts. 

Unbekannt ist mir die insulare Subspecies von serrata geblieben, 
deren Beschreibung ich folgen lasse: 

Prioscelis haesitans Kolbe. 
Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2 , p. 171. 

»P. serratae F. similis, major, anthracina, nitida, clypeo lato, 
simpliciter sinuato: prothorace transversa quarta parte latiore quam 
longiore, antrorsum vix attenuato, lateraliter subrecto, angulis anticis 
et posticis rotundatis, margine anteriore leviter trisinuato; eli/tris 
parallelis sublüiter punctato-striatis, interstitiis dorsalibus planus, late- 
ralibus subconvexis; femoribus pedum anticorum integris, dentibus 
tantum duobus obtusis, minutis, inter se remotis, exstructis; femoribus 
posteriorum subtus crenulatis; tibiis anticorum sat alte arcuatis. intus 
integris, arcus altitudine sub mediana; tibiis intermediis integris, posticis 
leviter arcuatis apice sat ampliatis et compressis, intus biseriatim 
serrato-denticulatis. — Long. corp. 42 mill. 
Insel St. Thome (Greeff), 1 £. 



144 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Diese Form kann als insnlare Subspezies der Prioscelis serrata 
F. gelten. Der Körper ist gröfser. Das Mentum ist schwächer 
punktiert. Der Prothorax ist noch feiner punktiert als bei der 
Stammform. Die Interstitien der Elytren sind feiner punktstreifig 
und flacher. Das Metasternum ist reichlich granuliert (hei serrata 
glatt, nur vereinzelt granuliert). Die Abdominalplatten sind feiner 
punktiert. Die Tibien der Mittelbeine sind innenseits ganzrandig. 
Die Tibien der Vorderbeine sind stärker gebogen, an der Spitze 
mehr verbreitert. Der P roste rnalforts atz ist an der Spitze stumpf, 
nicht dreieckig.« 

3. Prioscelis Fabricii Hope. 

Col. Manual III, p. 129. 

Westwood: Trans, zool. Soc. III, p. 212, t. 14, fig. 4; 

Kolbe: Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, p. 172. 
Prioscelis clauda Thoms.: Arch. entom. II, 1858, p. 89. 
Prioscelis Preussi Kolbe: Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, p. 173. 

Heller oder dunkler pechbraun bis schwarz. 

Kopf fein gerunzelt und punktiert. Clypeus gewölbt, die ihn 
vom Kopfschild absetzende Furche tief, gebogen, nach hinten am 
Ende in tiefe Gruben vor den Augen auslaufend, zwischen den 
Augen ziemlich stark aufgetrieben, diese geschwollene Stelle mit 
mehr oder weniger deutlichem Eindruck und nach dem Nacken hin 
scharf abgesetzt; die Seiten des Clypeus am Grunde subparallel, 
dann verengt, die Vorderecken lappenförmig vorspringend, der Vor- 
derrand wenig tief (in ca. einem Viertelkreis) ausgeschnitten und 
in der Mitte durch einen vorspringenden Winkel in zwei Buchten 
geteilt. Oberlippe grob faltig gerunzelt, an den Seiten und vorn 
gelb bewimpert, die Vorderecken breit verrundet. Fühler bis 
zum ersten Viertel des Halssch. reichend; die ersten Glieder perlig, 
rund, glänzend, die vorletzten matt, stark quer, das letzte bildet 
ein Rechteck mit ganz verrundetem Aufsenwinkel, auf demselben 
ist die eingedrückte Linie ungewöhnlich deutlich. Mentum fast 
doppelt so breit wie lang, die Vorderecken deutlich gewinkelt, die 
Seiten mehr verändert, die gröfste Breite liegt in der Mitte, hinter 
derselben bis zur Basis schwach eingezogen, der Vorderrand breit 
eingebuchtet, die Oberfläche sehr grob gerunzelt, mit scharfem 
Längskiel, jederseits desselben grubig vertieft. Die Ligula ist quer, 
bis zu den Palpen unter dem Mentum liegend; Vorderrand in der 
Mitte schwach vortretend, die Vorderecken stumpfwinklig, die Tuber- 
kel zwischen den Palpen dornförmig, vorn steil in eine beborstete 
Grube abfallend. Linke Mandibel mit 3 Spitzen, einer entfernt 



//. Gebien: Revision der Pycnoccri/ii Lac. 14") 

vom Ende auf der Oberkante, einer nahe demselben auf der Unter- 
kante. An der rechten Man di bei fehlt der obere Zahn, an seiner 
Stolle steht eine sehr schwache, buchtige Erweiterung, der Zahn 
nahe der Spitze an der Unterseite ist sehr schwach und geht zu- 
weilen durch Abnutzung verloren. In solchen Fällen haben wir es 
also wie bei der zweiten Gruppe der Pycnoceriden mit einer un- 
geteilten Mandibel zu tun, doch kann keine Verwechslung eintreten, 
da hier die Mandibel spitz ist, nicht messerartig scharf. Sub- 
mentum mit rechtwinkligen Seitenloben, grob gerunzelt, glatt ge- 
randet. Halsschild ringsum gerandet, so lang wie breit, undeut- 
lich achteckig, seine Seiten parallel; mit einigen undeutlichen, oft 
fehlenden Eindrücken, der Hinterrand gerade; die Oberfläche ist 
glänzend, äufserst fein punktiert. Schildchen spitzbogig. Flügel- 
decken mit einem durch Punkte angedeuteten Skutellarstreifen und 
9 tiefen Punktstreifen, die sich nahe der Spitze meistens je zwei 
und zwei vereinigen und schwächer werden. Die Zwischenräume 
sind bei Stücken mit ganz schwachen Streifen eben, bei solchen 
mit tieferen Streifen subkonvex. An der Spitze, in den letzten 
Zwischenräumen, an den Schulterwinkeln und besonders am Seiten- 
rande stehen weitläufige, aber scharfe, deutliche Körnchen. Untere 
Vorderkante der Vorderschenkel leistenartig hervortretend und 
krenuliert; Mittel- und Hinterschenkel unten flach, spärlich be- 
haart, zweizeilig gezähnelt, besonders auffallend die Hinterschenkel. 
Die Vorderschenkel entweder gekrümmt oder nicht, in ersterem 
Falle ist auch die Unterkante kräftig geschwungen, oder sie ist 
gerade, dann erscheinen sie durch die gewölbte Oberkante sehr 
breit. Das Ende der Unterkanten an allen Schenkeln mehr oder 
weniger winklig oder gar zahnförmig vortretend. Die Vorder- 
schienen (siehe Fig. 22) kräftig gebogen, etwa in der Form eines 
Viertelkreises, aber unregelmäfsig; die Höhe der Krümmung liegt. 
in der Nähe der Mitte. Die Innenseite nahe der Basis mit wink- 
liger Erweiterung, dann an der Aufsenkante krenuliert, am Ende 
mit kräftigem, einwärts gekrümmten Zahn; innerer Enddorn viel 
gröfser als der äufsere, weder die glatte Vorder- noch die rauhe 
Hinterseite ist gegen das Ende bemerkenswert erweitert. Die 
Mittelschienen (siehe Fig. 28) gerade, gegen das Ende schwach und 
allmählich erweitert, die Vorderkante nahe der Mitte durch einen 
rechtwinkligen oder stumpfen Zahn ausgezeichnet und von da an 
gewellt, Enddornen gleich. Interessant sind die Hinterschienen 
(siehe Fig. 24) gestaltet. Die Aufsenseite wird gegen das Ende 
breiter, die Körperseite schmäler, von innen sind also beide Kanten 

Deutsche Entomol. Zeitschrift 1904. Heft I. 10 



146 II. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

zu sehen, sie sind sehr stark gezähnt, die Aufsenseite, deren Ver- 
breiterung oft plötzlich stattfindet, endet als kräftiger, nach dem 
Körper zu gerichteter Zahn; Enddornen wenig verschieden. Unter- 
seite bis auf die letzten Abdominalsegmente gelb beborstet, durch 
reibeisenartige Körnelung raub, Prosternalfortsatz niedergebogen, 
am Ende mit drei zuweilen undeutlich geschiedenen Höckern. Der 
intercoxale Fortsatz des ersten Abdominalsegments ist in der Mitte 
etwas gewölbt und rauh, aber nicht mit einem spitzen Höcker ver- 
sehen, die mittleren Abdominalsegmente sind am Hinterrande buck- 
lig oder gewulstet, besonders das dritte: Analsegment ungerandet. 
Forceps winzig; nur 5 mill.' lang, höchstens £ der Körperlänge. 
Die hornigen Bestandteile der weiblichen Geschlechtsorgane 
verjüngen sich dreieckig nach hinten, die Spitze verbreitert sich 
gerundet herzförmig noch einmal, die Verbreiterung hat aber keine 
nach hinten gerichtete Spitze; auf derselben stehen die winzigen 
Endglieder in einer grofsen, im Umkreis grob punktierten Grube. 
Die Spitzen der Parameren (vorletztes Glied!) sind nach aufsen 
gerichtet. Die Ventralseite ist grob skulptiert, kurz beborstet. 

Prof. Kolbe beschreibt im Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, 
p. 173, die Prioscelis Preussi aus Kamerun. Nach Kolbe's 
Ausführungen ist diese Art auf Kamerun beschränkt; Fabricii 
kommt dort nicht vor. Die mir vorliegenden Stücke aus Kamerun 
sind also Preussi. Aber nur auf einige der gröfseren pafst Kolbe's 
Beschreibung. Es ist tatsächlich nicht möglich, die neue Form 
von Fabricii zu trennen, da Hope's Art in der Gröfse, der Krüm- 
mung der Vorderschienen, der Gestalt der Mittelschienen, Strei- 
fung der Flgd., kurz in allen von Kolbe angegebenen Unter- : 
schieden und noch manchen anderen mehr nicht geringen indi- 
viduellen Schwankungen unterworfen ist. Uebrigens kann Kolbes 
Tier auch nicht als Lokalform anfgefafst werden, da einerseits die 
echte Fabricii auch in Kamerun vorkommt, andererseits ebensolche 
Formen auch an anderen Orten gefunden wurden. — Prioscelis 
Preussi Kolbe, von der mir übrigens auch die Type vorgelegen hat, 
mufs also als Synonym zu Pr. Fabricii Hope fallen. 

Ueber Prioscelis clauda Thoms. siehe die Bemerkung bei Pr. 
Thomsoni nom. nov. 

Länge 33 — 45 mill. — Revidiert 43 Ex. 

In den meisten Sammlungen. Scheint aber nicht sehr häufig 
zu sein. 

Sierra Leone, Liberia (Junkriver), Cap Palmas, Grand Bassam, 
Togo, Dahome, Goldküste, Kamerun, Congo francais, Gabon, Ogooue, 






//. Gebien: Revision der Pycnoceri'ii Lac 147 

Congo (Riv. S. ßenito, Kwako bis Kimpoko); Aus einem Walde 
in West-Lensu, westlieh vom Albert Nyansa. 

4. Prioscelis humeridens Dohrn. 
Stett. entom. Zeitg. 1876, p. 117. 

Diese Art gehört zu Fabricii wegen der Clypeusbildung und 
der Gestalt der Mittelschienen, sie stimmt mit den folgenden Arten 
iiberein in der starken Krümmung der Vorderschienen. 

Kopf hinten rauher als vorn, am Clypeus nur grob und weit- 
läufig punktiert, aber nicht lederartig gerunzelt, die Querfurche ist 
deutlich und tief, an jedem Ende nach hinten in ein Grübchen aus- 
laufend; zwischen den Augen auf dem Scheitel findet sich ein 
glatter Fleck, die Ecken des breit ausgebuchteton Clypeus sind 
ganz verründet, jeder Seitenlappen mit einem Grübchen, die Mitte 
als kleines Körnchen vortretend. Oberlippe abgerundet rechteckig, 
mit Punkten und erhabenen Längsrunzeln. Fühler wie bei voriger 
Art, aber letztes Glied fast breiter als lang. Mentum in der 
Mitte höher, aber ohne deutlichen Kiel. Die Tuberkel zwischen 
den Wurzeln der Labialpalpen ist schuppenförmig, mit nach vorn 
gerichteter Spitze. Rechte Mandibel dreizähnig; ein grofser, 
winkliger Zahn liegt ziemlich weit vor der Spitze auf der Ober- 
seite, der kleinere Zahn an der Unterseite dicht vor der Spitze ist 
von derselben durch eine Furche abgeschnürt. Linke Mandibel 
ebenfalls mit drei Spitzen, die beiden Zähne vor der Spitze an der 
Ober- resp. Unterseite stehen gleich weit von der eigentlichen 
Spitze entfernt. Die Punktierung des Unterkopfes ist grob und 
dicht, fliefst aber nicht zu Runzeln zusammen. Die Runzeln der 
Kehle sind verwischt, nur zwischen den Kehlpunkten deutlich. 
Halsschild rings gerandet, 6 mill. lang, 7 mill. breit, der Rand 
an den Vorderecken etwas breiter abgesetzt und uneben. Ober- 
fläche sehr fein und weitläufig punktiert, aber viel deutlicher als 
bei allen anderen Arten, an den Seiten stehen die Punkte dicht, 
jederseits am Rande befindet sich eine Körnchengruppe wie an der 
Unterseite des Körpers. Schildchen halbkreisförmig, Spitze un- 
merklich vortretend, mit kurzem, tiefem Längsstrich. Flügel- 
decken mit 9 tiefen Punktstreifen und einem Skutellarstreif. Der 
letzte Zwischenraum neben dem Seitenrand zeigt grobe, tief einge- 
stochene Punkte, in denen je ein Körnchen sichtbar ist, solche 
Nabelpunkte stehen vereinzelt auch im achten Zwischenraum und 
vor der Spitze. Der leistenartige Rand der Fld. ist an der Schulter 
in einen aufwärts gerichteten, deutlichen Zahn ausgezogen. 

10* 



148 FI. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Schenkel robiiät, sämtlich an der Unterkante oder den Unter- 
kanten krennliert. Die Vorderschienen zuerst gerade; dann im 
letzten Drittel plötzlich sehr stark gekrümmt, so stark wie bei 
tridens und Thomsoni, der gerade Teil ist am Innenrande etwas 
bogig erweitert; die Dörnchenbildung beginnt erst bei der Krüm- 
mung, sodafs der ganze erste Teil glattkantig ist. Die Innenkante 
endet nicht in einen Zahn; die Enddornen sind ungleich. Die 
Mittelscbienen enden innen in einen deutlichen Zahn, der aber nicht 
so spitz hervortritt wie bei tridens; der Innenrand dieser Schienen 
ist sehr ausgezeichnet. Etwa in der Mitte der Länge ist die Innen- 
kante plötzlich und dann bis zum Ende verbreitert, dieser Ansatz 
ist dünner als die eigentliche Schiene und von ihr durch eine Kante 
abgesetzt. Hinterscbienen gekrümmt und gegen die Spitze ver- 
breitert, mit kaum angedeutetem subbasalem Zahn, der Innenrand 
krenuliert. Der schmale Prostern alkiel ist grob skulptiert und 
hinter der Hüfte in einen dreiteiligen Fortsatz ausgezogen, gerade 
wie bei tridens und kaum schwächer ausgebildet. Die Körnchen- 
bildung der Unterseite ißt viel intensiver als bei den meisten 
Arten, z. B. tridens, und erstreckt sich, soweit das Abdomen in 
Betracht kommt, nicht nur auf die Seiten und den Vorderrand der 
ersten Segmente, sondern wie bei Thomsoni über die ganze Fläche, 
jedes Segment ist überdies noch fein lederartig gerunzelt. Das 
dritte Abdominalsegment ist am Hinterrande nicht wulstig aufge- 
trieben, das vorletzte Segment zeigt ganz an der Seite in den 
Vorderwinkeln ausgeprägte Eindrücke, das Analsegment ist flach 
narbig punktiert. 

$. Die äufseren Teile der weiblichen Geschlechtsorgane haben 
divergierende Spitzen, die an den gegeneinander gerichteten Flächen 
beborstet sind. Das vorletzte Glied der Parameren ist sehr schwach 
erweitert; die in Gruben stehenden letzten Gliedchen sind auffallend 
lang, abstehend, mit Haarbüscheln. 

Länge 28 mill. 

1 $ im Stettiner Museum. 

Liberia (Dr. H. Dohrn). 

Die Art ist in Champions Nachtrag des Münchner Katalogs 
ausgelassen. 

5. Prios celis Thomsoni nom. nov. 
Prioscelis clauda, Claudius auct., nee. Thoms. 
Kolbe, Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, p. 172. 

Thomsons Beschreibung von Pr. clauda im Arch. entom. II, 



H. Gelten : Revision der Pycnocerini Lac. 149 

1858, p. 89, ist sehr dürftig; zum Vergleich zieht er Pr. serrata F. 
heran, die allerdings sehr verschieden von ihr ist. Prioscelis Fabricii 
Hopi j hat er offenbar nicht gekannt, und da ist ihm das Versehen 
passiert, dieses Tier noch einmal zu beschreiben, wie die mir vor- 
liegende Type Thomsons aus dem Brüsseler Museum beweist. 
Tatsächlich kommt aber in Gabun und in dessen Nähe eine Art 
vor, die von Fabricii gut geschieden ist. Auf dieses Tier hat man 
bisher Thomsons clauda bezogen. Es ist also notwendig, das Tier 
umzutaufen. 

Die Art ist mit Pr. tridens Kolbe am nächsten verwandt, üb- 
rigens auch der Fabricii so nahe stehend, dafs sie in den meisten 
Sammlungen mit ihr verwechselt worden ist. — Heller oder dunkler 
braun bis schwarz. 

Kopf punktiert und — namentlich vorn — gerunzelt, aber 
viel feiner als bei tridens, zwischen den Augen aufgetrieben und 
hier mit Eindruck, die Furche vor den Augen kräftig eingedrückt. 
Clypeus einfach ausgebuchtet, die Mitte des Bogens selten ange- 
deutet, die Vorderecken lappenförmig, gerundet, die Seiten in der 
Grundhälfte subparallel. Oberlippe mit groben, erhabenen Runzeln 
und kräftigen, von vorn her eingestochenen Punkten. Letztes 
Glied der Fühler quadratisch mit ganz verrundetem Aufsenwinkel. 
Die Einschnürungslinie aufserordentlich scharf, sie teilt vom letzten 
Gliede ein Basalstück ab, das dem vorletzten Gliede an Gestalt 
und Gröfse völlig gleich ist. Das Mentum ist vorn breit und sanft 
ausgebuchtet, die Vorderecken sind gerundet rechtwinklig, ebenfalls 
sind die Seiten nicht gleichmäfsig, sondern etwas winklig gebogen. 
Das Kinn ist etwa 1-f mal so breit wie lang, seine ^röfste Breite 
liegt in der Mitte. Die Oberfläche ist durch einen sehr scharfen 
Längskiel geteilt, jederseits grubig vertieft und j*rob skulptiert, oft 
sind die Seiten gewulstet. Die zwischen den Palpen liegende 
Tuberkel der Ligula fällt vorn steil ab, ja steht mrsserartig vor, 
aber die Schneide liegt hier horizontal, nicht wie bei Westwoodi 
vertikal. Die Mandibeln sind bei dieser Art ausnahmsweise fast 
gleich. Bei beiden liegt ein etwa rechtwinkliger Zahn an der 
Oberseite vor der Spitze, diese selbst ist durch eine Furche in 
zwei ungleiche Teile geteilt, der Zahn der Oberseite ist nicht durch 
eine Furche abgeschnürt. Häutiger Teil kaura sichtbar. Sub- 
mentum gerunzelt, die Seitenlobcn nur stumpfwinklig, die Spitze 
nicht, wieder vorgezogen. Halsschild so lang wie breit, rings 
geraudet, sehr fein und sparsam, an den Seiten etwas deutlicher 
punktiert, der llinterrand schwach, aber deutlicl iiac*i vorn vorge- 



150 //. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

zogen, ebenso erscheint die Randlinie des Vorderrandes in der 
Mitte fast stets stumpf gewiukelt. Flügeldecken mit 9 ziemlich 
tiefen Punktstreifen und einem schlecht begrenzten Schildchen- 
streifen, die Zwischenräume sind schwach konvex. Die äufsersten 
Zwischenräume und die Spitze mit weitläufig stehenden Nabel- 
punkten. Sämtliche Schenkel mit krenulierten Unterkanten, die 
hinteren beiden Paare zweireihig gezähnt. Die Vorderschienen 
sind zuerst gerade, dann im apikalen Drittel plötzlich fast recht- 
winklig gekrümmt; an der Innenseite steht entfernt von der Basis 
nahe der Mitte eine schwache bogige Erweiterung, die Krenulierung 
beginnt von hier an, läfst also die ganze Basalhälfte frei; die Innen- 
kante endet mit einem nach innen gerichteten Zahn, die Aufsenseite 
mit einem winkligen Lappen; Enddornen ungleich. Mittelschienen 
(siehe Fig. 29) gerade, nur das Ende nach vorn erweitert, in der 
Mitte der Innen- (Vorder-) kante steht ein spitzwinkliger, kräftiger, 
nach unten gerichteter Zahn; derselbe ist viel dünner als die 
Schiene, bei welcher der Verlauf der Kanten deutlich bleibt; ober- 
halb und unterhalb des Zahnes ist die Vorderkante namentlich 
nach der Körperseite zu krenuliert. Hinterschienen gerade, gegen 
das Ende hin plötzlich und stark dreieckig nach vorn erweitert, 
die Innenkante ganz krenuliert, ohne subbasale Erweiterung; Kör- 
per- und Aufsenseite gleich breit, sodafs man nur eine Kante zu 
sehen glaubt. Enddornen an beiden Schienenpaaren etwa gleich. 
Unterseite durch Körnelung sehr rauh, die Körner sind beson- 
ders grob auf dem Abdomen und finden sich auf der ganzen Seg- 
mentbreite, Analsegment ohne Körnelung, jedes Körnchen mit Borste. 
Das Prosternum endet hinter den Hüften mit drei kräftigen Höckern; 
eine grofse, runzlige Tuberkel steht auf dem ersten Abdominalseg- 
ment zwischen den Hüften, das dritte Segment am Hinterrand 
ist schwach gewulstet. 

Die Erweiterung am Ende der weiblichen Geschlechtsorgane 
ist deutlich, aber weder die Seiten noch das Ende sind spitz vor- 
gezogen. Das letzte, körnchenartige Glied ist winzig. 

Länge 33 — 39 mill. — Revidiert 36 Ex. 

In den Sammlungen des Berliner, Stettiner, Pariser, Brüsseler 
Museums. Koll. Gebien. 

Guinea: Kamerun (Kribri, Barombi, Johann- Albrechtshöhe), 
Gabun, Ogooue (Lambarene), Franceville, Haute Sangha. Gongo, 
Riv. S. Benito, Chütes de Samlia (River N'Gamie), Lukula, Kwako 
bis Kimpoko. 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 151 

6. Prioscelis tridens Kolbe. 
Stett. ent. Zeitg. 1894, p. 183. 
? Prioscelis rugatifrons Fairm., Ann. Soc. ent. Belg. 1894, p. 393. 

Die Ait ist der vorigen täuschend ähnlich, aber doch durch 
eine ganze Reihe von Merkmalen gut geschieden. 

Der Clypeus ist grob gerunzelt, die vorletzten Fühlerglieder 
sind sehr stark quer, das Mentum ist rauher, seine Vordereckon 
ganz abgerundet, der Kiel ist vorn undeutlich und nirgends scharf, 
der Vorderrand der Ligula ist kräftig vorgezogen, die Tuberkel 
zwischen den Palpen ist zwar stark aufstehend, aber nicht messer- 
artig scharf, die linke Mandibei ist wie bei Thomsoni dreizähnig, 
an der rechten Mandibei fehlt der obere Zahn gänzlich, der Ober- 
rand ist höchstens uneben, der untere Zahn aber ist kräftiger als 
bei der verwandten Art, der häutige Lappen in der grofsen Aus- 
buchtung ist grofs und ragt fast über den verlängert gedachten 
Mahl zahn hinweg, die Kauleisten aufserordentlich scharf. Der 
Halssch. zeigt die Winkel etwas deutlicher, sein Vorder- und Hinter- 
rand sind gerade. Die Vorderschienen sind im apikalen Drittel 
rechtwinklig nach innen gekrümmt, am Innenrand fehlt die buch- 
tige Erweiterung, dementsprechend beginnt die Zähuelung schon 
oberhalb der Mitte; die ganze Innenseite ist breiter und das Ende 
in einen sehr langen Zahn nach innen gezogen. Die Mittelschienen 
sind gleich, an den Hinterschienen jedoch findet sich eine subbasale 
winklige Erweiterung, welche bewirkt, dafs der Vorderrand in den 
apikalen zwei Dritteln kräftig gebuchtet ist. Die Unterseite der 
Schenkel zeigt höchstens schwach krenulierte Kauten, keine doppel- 
reihige Zähnung. Auch hier ist die Unterseite stark gekörnt, 
doch beschränkt sie sich am Abdomen auf je efne kleine Körn- 
chengruppe in der Mitte des Vorderrandes, die Taberkel zwischen 
den Hinterhüften auf dem ersten Abdominalsegment fehSt, das dritte 
Segment hat einen kräftigen, runzligen Querwulst in d?r Mitte des 
Hinterrandes. 

Bei den weiblichen Geschlechtsorganen sind die Parameren 
kaum abgeschnürt, sehr klein, sodafs bei flüchtigBtn Suseheu das 
ganze Organ einfach nach hinten verjüngt ersef eint die Enden 
aber deutlich zugespitzt, etwas divergierend; auf den Mittelstück 
lindet sich ganz an den Seiten auf der Dorsalse 5 e jf ein -kurzer 
Längseindruck. 

Länge 28 — 36 mill. — Revidiert 160 Ex. 

Mus. Hamburg, Berlin, Stettin, Paris, K» 1. Uberndorffer, 
Gebien. 



152 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

In Deutsch -Ostafrika gemein. Dar es Salaam, Zanzibar; 
Mikindani, Tanga, Mhonda Ungü. (Usegua), Usambara, Tanganyika, 
Bagamoyo. 

Auffallend ist ein Ex. meiner Sammlung (von Staudinger), 
dessen ganze Unterseite, namentlich das Abdomen, grob gerunzelt 
ist; die stark gewölbten Zwischenräume der Fld. sind der ganzen 
Länge nach grob querrunzlig, auf dem Halssch. finden sich sym- 
metrische Quereindrücke auf jeder Seite. Das Tier macht den 
Eindruck einer guten Art, doch halte ich die angegebenen Eigen- 
tümlichkeiten für individuelle Abweichungen, die auf Störungen in 
der Puppenruhe zurückzuführen sind. Ein ähnliches Tier, das die 
Runzeln nur schwächer zeigte, lag mir auch von Pr. serrata vor. 

Es ist zweifelhaft, ob die Prioscelis rugatifrons Fairm. auf 
die Art bezogen werden mufs. Dafür spricht das gleiche Vor- 
kommen (Ostafrika, wo Fairmaires Art am Kilimandjaro und bei 
Zanguebar vorkommen soll, also eine weite Verbreitung haben 
mufs), die gleiche Gröfse (31 — 36 mill.) und besonders auch der 
Umstand, dafs die Beschreibung der beiden Arten gleichzeitig er- 
folgte. Fairmaires dürftige Beschreibung lä'fst auch die angegebene 
Deutung zu. Sie lautet: 

Prioscelis rugatifrons: L. 31 — 36 mill. Ressemble extremement 
au P. Fabricii, du Gabon, en differe par la tete couverte de fortes 
asperites jusque sur le vertex, le corselet plus interne ä peine 
erenele, les 4 premiers tibias sont semblables, les femurs posterieurs 
sont a peine creneles, les tibias plus fortement arques, le dessous 
du corps est plus densement granuleux. Kilimandjaro (P. Leroy), 
Zanguebar (ma collection). 



Pheugonius Fairm. 
Bull. Soc. ent. France 1899, p. 313. 

Die Gattung Prioscelis steht auf dem afrikanischen Kontinent 
isoliert da, sie hat nur eine verwandte Gattung, das ist die vor- 
liegende des indo-malayischen Archipels. Diese Tatsache ist für 
die Tiergeographie von Wichtigkeit. Ganz dieselbe Erscheinung 
liegt vor bei Prioscelides von Afrika, die nur einen Verwandten in 
Sipiroms (Java, Sumatra) hat. Es ist übrigens bemerkenswert, 
dafs sich Pheugonius besser an westafrikanische Prioscelis anschliefst 
als an triclens, ebenso ist die Gattung Prioscelides eine westafrika- 
nisehe. Die Aehnlichkeit von Pheugonius und Prioscelis ist eine 
aufserordentliche und erstreckt sich auch auf die Bildung der weib- 
lichen Geschlechtsorgane. 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 153 

Körper geflügelt. Kopf ziemlich glatt, ohne Höcker, hinter 
den Augen zu einem Hals verengt; die den Clypeus absetzende 
Furche endet seitwärts nicht in Gruben vor den Augen, diese grob 
facettiert, sodafs sich ihre Skulptur von der umgebenden Kopf- 
partie gut abhebt. Der Canthus schwach, die Seiten des Kopfes 
vor demselben nicht plötzlich, sondern allmählich verengt. Clypeus 
ziemlich schmal, flach ausgerundet (in etwa einem Sechstelkreise), 
die Mitte angedeutet, die Seitenloben breit verrundet. Oberlippe 
gerade abgestutzt, in der vorderen Hälfte glatt. Antennen kurz, 
nur eben über den Vorderrand des Halssch. reichend, Glied 3 nicht 
länger als 4, alle Glieder quer bis auf das letzte, die Endglieder 
durch Toment matt, das letzte etwas verlängert, ohne eingedrückte 
Teilungslinie. Mentum breit herzförmig, die Seiten winklig ver- 
rundet, bei den beiden Arten verschieden. Die Ligula quer, vorn 
tief ausgeschnitten, statt der Tuberkel zwischen den Labialpalpen 
findet sich ein breiter Querwulst, an dessen Enden die Palpen ein- 
gelenkt sind. Der Hypopharynx wird durch die beiden von den 
Vorderecken der Ligula ausgehenden Chitinfalten gebildet, die bei 
ihrer Vereinigung einfach zurücktreten, also auch nicht den Anschein 
erwecken, als sei die Ligula in ihrer Ausbuchtung gezähnt. Letztes 
Glied der Labialpalpen stark verlängert, am Ende abgestutzt. Die 
Maxillen erscheinen weniger behaart, die äufsere Lade nackt, nur 
mit einem Kranz von Haaren, die innere am Ende zweizähnig, der 
zweite, kleine Zahn weit von der Spitze und daher leicht zu 
übersehen, Tasterschuppe deutlich, rund. Endglied der Maxillar- 
palpen viel länger als breit, etwa birnförmig. Mandibeln denen 
von Prioscelis Tliomsonim. am ähnlichsten, aber ohne pars membranacea 
in der tiefen Ausbuchtung, beide mit 3 Spitzen; der Mahlzahn mit 
drei grofsen, parallelen Kauleisten und einer kleinen davor in der 
Vertiefung. Das S üb mentum hat wie bei Prioscelis nur einen 
seitlichen Zahn neben dem Mentum. Die Kehle breit dreieckig, 
an der Spitze mit 2 tiefen Einstichen. Von der Spitze geht eine 
Furche nach dem Submentum. Halsschild rings gerandet, quer, 
flach gewölbt, seine Seitenränder glatt. Schildchen grofs, drei- 
eckig mit stark gerundeten Seiten. Flügeldecken mit Schultern 
(Flügel vorhanden), ihre Oberfläche mit 9 Punktstreifen, 6 bis zur 
Schulter und 3 vorn abgekürzte jenseits derselben. Skutellar- 
streif vorhanden. Seitenrand scharfkantig bis über die Schultern 
hinaus. Epipleuren schmal. Hinter- und Vorderschenkel 
kurz und dick, die vorderen mit einem Zahn vor dem Ende an der 
vorderen Innenkante, die mittleren und hinteren Schenkel mit zwei 



154 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

Zähnen; besonders stark ist bei beiden Arten der innere Zahn an 
den Hinterschenkeln; der Rand oder die Ränder der Furche unter 
den Schenkeln sind nicht krenuliert. Schienen robust, die vor- 
deren gekrümmt, mit einem Endsporn, aufserdem springt eine 
Spitze der Schiene vor. Mittel- und Hinterschienen ziemlich ge- 
rade, mit zwei gleichen Enddornen. Tarsen kurz und dick, 
Klauenglied so lang wie die ersten zusammengenommen; ihre ganze 
Sohle behaart, die Behaarung aber leicht abgerieben; Glieder ohne 
Dornen; Klauenglied nackt, glänzend; Onychium fehlt. Prostern um 
zwischen den Vorderhüften schmal, in eine einzelne Tuberkel aus- 
laufend. Mittelbrust steil abfallend, ausgehöhlt. 

Forceps klein, allmählich verjüngt, nicht wesentlich von denen 
der Prioscelisarten verschieden. Auch bei dieser Gattung sitzt das 
letzte Glied der äufseren weiblichen Geschlechtsorgane als Körnchen 
in einer Grube des flachen vorletzten Gliedes. Da ich annehme, 
dafs auch bei dieser Gattung das Organ artliche Verschieden- 
heiten zeigt, so erfolgt seiue Beschreibung bei Ph. borneensis; von 
der Art giganteus lag mir nur ein Männchen vor. 

Die Gattung scheint auf Borneo beschränkt zu sein. Ihre 
beiden Arten lassen sich folgendermafsen unterscheiden: 

Sämtliche Schenkel schlank, d. h. ihre Dicke beträgt 
weniger als ^ ihrer Länge, die vorderen mit einem kleinen, 
winkligen Zahn. Sämtliche Winkel des Halssch. breit ver- 
rundet. Streifen der Fld. schon vom ersten an hin und 

wieder zweizeilig . giganteus n. sp. 

Sämtliche Schenkel robust, d. h. ihre Dicke beträgt die 
Hälfte ihrer Länge, die vorderen mit einem sehr grofsen 
gekrümmten Zahn im apikalen Drittel. Die vorderen Hals- 
schildwinkel deutlich. Streifen der Fld. erst vom fünften 
oder sechsten an zweizeilig punktiert . . borneensis Fairm. 

1. Pheugonius borneensis Fairm. 
Bull. Soc. ent. France 1899, p. 314. 

Schwarz, glänzend, ganz von der Gröfse und Körperform der 
afrikanischen Prioscelis, nur etwas flacher. 

Kopf zwischen den Augen flach eingedrückt, der Eindruck 
hinten noch einmal furchig vertieft, die den Clypeus absetzende, 
etwa in einem Viertelkreis gebogene Furche verflacht sich an den 
Enden, ohne in Gruben auszulaufen. Diese Furche ist glatt, ihre 
Umgebung, besonders aber der flache Stirneindruck sehr dicht und 
grob, Hinterkopf und Ciypeus feiner und weitläufiger punktiert. 



//. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 155 

Der den Stirneindruck begrenzende Wulst geht vorn schräg in den 
kleinen Canthus über, der etwas von den Augen entfernt ist. Vor- 
derrand des Clypeus mit der Kopffurche parallel laufend, die 
Mitte tritt unmerklich hervor, die Seitenloben sind flach veriundet, 
mit je einem flachen Grübchen versehen. Hinterkopf mit glattem 
Querstreif, der Nacken grob punktiert. Oberlippe breit, hinten 
grob punktiert, vorn fast glatt, seitlich und besonders vorn ziemlich 
breit gerandet, der zurücktretende Rand gelb beborstet, die Mitte 
des Vorderrandes jedoch gauz, glatt vorspringend, unbeborstet. 
Fühler lose gegliedert, Glied 1 — 4 glatt und glänzend, 5 — 7 an 
der Vorderseite grob punktiert, 8 — 11 durch dichte Punktierung 
matt, die Glieder vom zweiten an quer, sich allmählich verbreiternd, 
sämtlich mit vier deutlichen Winkeln; Glied 11 verlängert mit ab- 
gerundetem Innen- und fehlendem Aufsenwinkel. Mentum quer, 
sechseckig, die äufseren, etwas vor der Mitte des Seiterjrandes lie- 
genden Ecken abgerundet, die Vorder- und selbstverständlich die 
Hinterecken deutlich. Vorderrand ausgebuchtet. Von den Vorder- 
ecken geht je eine geschwungene, erhabene Linie bis in die Mitte 
des Mentums, von dort bis an den Hinterrand eine vertiefte Längs- 
furche bildend. (Mentum also nicht gekielt.) Oberfläche weitläufig 
und grob punktiert, an der Basis jederseits mit grubigem Eindruck 
Vorderrand der Ligula tief ausgeschnitten, die Ecken des Aus- 
schnittes höckerig vortretend; der Querwulst zwischen den Palpen 
grob skulptiert, nicht an den Vorderrand tretend, auch nicht am 
Ausschnitt, da er selbst dort zurückgekrümmt ist; letztes Glied der 
Labialpalpen gegen das Ende nicht verbreitert. Oberkiefer 
o zähnig; ein kleinerer Zahn liegt nahe der Spitze an der Unter- 
seite, ein gröfserer, von derselben entfernter an der Oberseite. 
Letztes Glied der Maxillarpalpen gegen das Ende verbreitert. 
Sub mentum grob skulptiert. Halsschild quer, -J so lang wie 
breit, rings gerandet, der Rand an den Seiten abgesetzt nnd gleich- 
mäfsig gerundet; die Winkel, namentlich die vorderen, deutlich, 
Vorderrand gerade, Hinterrand in der Mitte etwas vorgezogen, die 
mittlere Partie des Hinterrandes durch zwei seitliche Schrägein- 
drücke kräftig aufgetrieben, gerade wie bei Prioscelis Weatwoodi. 
Die ganze Oberfläche glatt und glänzend, auf der Scheibe äufserst 
fein und weitläufig, nach den Seiten hin enger und viel gröber 
punktiert. Schildchen halbkreisförmig mit etwas winklig ausge- 
zogener Spitze, deutlich und weitläufig punktiert. Flügeldecken 
mit Schultern, auf dem Rücken etwas abgeflacht; die Punkte der 
9 Streifen sind scharf eingestochen und stehen eng aneinander. 



156 H. Gebien: Revision der Pi/cnocerini Lac. 

Zwischenräume flach, die ersten Streifen sind ganz regelmässig, 
etwa vom fünften an ist die Punktierung stellenweise zweireihig, 
der letzte Streif ist undeutlich, da der ganze Raum zwischen ihm 
und dem Seitenrand grob punktiert ist; der äufserste Seitenrand 
mit einer regelmäfsigen Reihe starker Punkte. Sämtliche Streifen 
enden vor der Spitze, der erste an der Naht ist hinten vertieft, 
die andern vereinigen sich in der Regel untereinander. Die Spitze 
selbst ist grob punktiert und lederrunzlig. Epipleuren mit wenigen, 
äufserst feinen Körnchen, sonst ganz glatt. Alle Schenkel ver- 
schieden gebildet. Das vordere Paar ist dick geschwollen, etwa 
halb so dick wie lang, mit einem starken, spitzen, gekrümmten Zahn 
in der Nähe der Mitte an der inneren Vorderkante, der Zahn am 
Ende der Aufsenkanten fehlt, die Unterkante ist glattrandig ge- 
furcht, der Trochanter durch eine längliche Grube vertieft. Mittel- 
schenkel viel schlanker, am Ende mit je einem Zähnchen innen 
und aufsen. Hinterschenkel sehr stark geschwollen, am Ende mit 
je einem grofsen Zahn innen und aufsen. Alle Schenkel sind stark 
glänzend, sparsam und fein punktiert. Schienen sehr kurz und 
kräftig, plumper als bei Prioscelis. Die vorderen im oberen Drittel 
gekrümmt, die Körperseite parallelkantig, glatt, die Aufsenseite 
verbreitert, gerunzelt, sodafs eine Tarsalfurche von f Schienenlänge 
auf der Vorderkante entsteht. Das Ende plötzlich verbreitert, mit 
einem grofsen Enddorn und schwach nach innen springender Spitze 
Die Mittelschienen mit ziemlich gerader Vorderseite, deren Körper- 
kante jedoch in der Mitte schwach erweitert ist. Die Hinterseite 
mit dreieckiger Tarsalfurche von f Schienenlänge, Ende schwach 
erweitert. Hinterschienen gerade, die Kanten der Vorderseite treten 
stark leistenförmig vor, und zwar ist die dem Körper naheliegende 
krenuliert, die äufsere glatt, nur mit schwacher winkliger Erweite- 
rung. Das Ende steht wie bei den Mittel- und Vorderschienen mit 
den Kanten stark über, sodafs die Tarsen in einer tiefen Furche 
eingelenkt sind. Unterseite glänzend, die Propleuren längsgestri- 
chelt. Das Prosternum zwischen den Vorderhüften schmal, undeut- 
lich gekielt, sein Ende als eine einzelne Tuberkel vortretend; dieser 
Vorsprung pafst in den Ausschnitt der steil abfallenden Mittelbrust. 
Hinterbrust der ganzen Länge nach durch eine eingedrückte Linie 
geteilt, äufserst fein querrunzlig, bei der Hüfte fein gekörnt. Hinter- 
leib glänzend, in der Mitte sehr fein lederrunzlig, die Seiten durch 
Körnchen rauh; an den ersten Segmenten findet sich je ein in der 
rauhen Skulptur abgehobener spiegelglatter Fleck. Analsegment 
fein punktiert, dieses und das vorletzte Segmeut sind in den Vor- 
derwinkeln scharf gerandet. 



H. deinen: Revision der Pycnocerini Lac. 157 

<$. Forceps von normaler Gröfse, d. h. sehr klein, die Spitze 
lang vorragend, am Ende abgerundet, vor demselben eingedrückt. 

$. Die äufseren weiblichen Geschlechtsorgane sind breit, flach. 
Das letzte Glied steht als behaartes, kleines Körnehen in einem 
runden Grübchen des vorletzten Gliedes auf der Dorsalseite, das 
Mittelstück ist punktiert, ihre Innenseiten laufen scharfkantig neben- 
einander, die Enden sind plötzlich nach der Ventralseite gebogen, 
spitz, und neben der Spitze mit je einem Zahn versehen, sodafs 
das Organ am Ende in ähnlicher Weise vierspitzig erscheint wie 
das von Prioscelis Westwoodi und serrula, nur sind die Spitzen 
sämtlich nach unten gerichtet; der Seitenrand vor dem Ende ist 
Hügelig abgesetzt. 

Sekundäre Geschlechtsmerkmale scheinen wie bei Prioscelis 
zu fehlen. * 

Länge 32 — 40 mill. 

Borneo occid.: Pontianak, Museum Leyden. Das Tier scheint 
in Pontianak nicht sehr selten zu sein, da mir im ganzen 12 Stücke 
vorliegen, je mehrere aus den Jahren 1898, 1899, 1900. 

2. Pheug onius giganteus n. sp. 

Gröfser als die vorige Art, von derselben besonders durch die 
Bildung der Mundteile, der Beine, des Halssch. geschieden. Die 
Notwendigkeit, eine neue Gattung auf dieses Tier zu gründen, 
liegt trotz der durchgreifenden Unterschiede aber nicht vor. 

Kopf zwischen den Augen breit und flach eingedrückt. Die 
den Clypeus absetzende Furche ist als Viertelkreis gebogen, sie 
verschwindet an den Seiten allmählich. Diese Furche ist glatt, die 
Grube auf der Stirn flach und ziemlich grob, der Hinterkopf und 
der Clypeus sehr fein punktiert, überhaupt erscheint der Kopf viel 
glatter als bei der vorigen Art. Die Oberlippe fehlt bei dem mir 
vorliegenden Exemplar. Ich kann also nicht angeben, ob die 
interessante Bildung des Ph. borneensis generisch ist, oder nur der 
Art zukommt. Der Canthus ist sehr klein und tritt nicht ganz an 
die Augen heran, sondern zwischen beiden ist ein grob skulptierter 
Raum. Der Clypeus ist einfach und schwach ausgeschnitten, sein 
Vorderrand läuft nicht mit der Furche auf dem Kopf parallel, die 
Mitte ist nicht durch einen Vorsprung angedeutet. Die Vorder- 
ecken sind abgerundet, die Seitenloben ohne Grübchen. Fühler- 
glieder 1 — 4 glatt und glänzend, 5 — 7 vorn grob punktiert und 
matt, 8 — 11 ganz matt. Anden mittleren Gliedein ist die Aufsen- 
kante etwas länger als die Innenkante, die Glieder sind also un- 
regelmäfsig viereckig; das letzte Glied ist breiter als lang, ganz 



158 IL Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

verrundet, wenigstens an einem Fühler, da der andere an der 
Spitze lädiert ist- Mentum breit sechseckig, die Seitenecken 
scharf und nach hinten gebogen, der Hinter- und der ausgebuchtete 
Vorderrand gleich lang, die Mitte des Mentums ist erhaben und 
mit Furche versehen, die nicht bis an den Hinterrand reicht und 
etwa von der Mitte des Vorderrandes ausgeht, jederseits derselben 
grubig vertieft. Endglied der Labialpalpen kurz, gekrümmt, am 
Ende abgestutzt, letztes Glied der Maxillarpalpen unregelmäfsig 
birnenförmig. Mandibeln wie bei der vorigen Art. Genaueres 
über die Mundteile liefs sich nicht ermitteln, da ich diese Organe 
an dem einzigen mir vorliegenden Exemplar nur in situ unter- 
suchen durfte. Halsschild flach, seine Seitenränder ziemlich 
breit abgesetzt, Oberfläche trüb, äufserst fein punktiert, die Punk- 
tierung wird an den Seiten nicht gröber, sondern nur dichter, 
lederartig. Er ist f so lang wie breit, seine sämtlichen Winkel 
sind breit verrundet, der Vorderrand ist bogig nach hinten gezogen, 
.der Hinterrand etwas winklig nach vorn, die mittlere Partie des 
Hinterrandes ist durch zwei Längseindrücke schwach wulstig auf- 
getrieben. Schildchen halbkreisförmig. Flügeldecken ähnlich 
denen der vorigen Art, doch in manchen Punkten abweichend. 
Schon der erste Streif ist hin und wieder zweizeilig punktiert, un- 
regelmäfsig, die äufseren Streifen sind gar durch 3 uuregelmäfsige 
Reihen gebildet. Die inneren Zwischenräume sind vollständig flach, 
die äufseren deutlich gewölbt. Der letzte, neunte Streif fehlt, da 
der Raum neben dem Seitenrand mit dichten Punkten besetzt ist, 
die ebenso grob sind wie die Streifenpunkte. Die Spitze ist 
narbig punktiert. Vorderschenkel schlank, weniger als \ so 
dick wie lang, die Unterkante ganz gerade, leistenförmig; nur nahe 
dem Ende steht ein kleiner, winkliger Zahn an der vorderen 
Unterkante; die hintere Unterkante fehlt. Mittelschenkel gleich- 
mäfsig dick, am Ende der Unterkante jederseits mit einem Zahn, 
die Furche an der Unterseite ist nur in der apikalen Hälfte deutlich. 
Hinterschenkel gleichmäfsig [dick, nicht keulig; die innere Unter- 
kante ist ganz, leistenförmig, vor dem Ende mit einem grofsen, 
spitzen Zahn versehen, die äufsere Unterkante nur am apikalen 
Ende bemerkbar, mit einem kleinen, etwa rechtwinkligen Zahn be- 
waffnet. Sämtliche Schienen schlank. Die vorderen gleichen 
täuschend denen von PriosceKs Fabricii, sie sind in der Mitte ge- 
krümmt; die glänzende Körperseite ist vollkommen parallelseitig, am 
Ende nach aufsen gedrückt und gerade abgestutzt; die gerundete 
Aufsenseite ist an der Spitze plötzlich erweitert. Da das Ende der 
Schiene verdickt ist, und aufserdem beide Kanten überstehen, so 



H. Gehren: Revision der Pycnocerini Lac. 159 

entstellt unten und an der Vorderkante eine breite Tarsalfurche. 
Mittelschienen im ersten Drittel mit schwacher bogiger Erweite- 
rung am Vorderrande der Körperseite. Die Aufsenseite ist voll- 
kommen parallelkantig. Bei den Hinterschienen findet sich an der 
Vorderseite und zwar au der Körper- und Aufsenseite je eine 
winklige Erweiterung im basalen Drittel, die Schiene ist oberhalb 
des Zahnes kräftig, die unteren zwei Drittel sind dagegen schwach 
gebogen. Die Vorderseite bildet zwischen den beiden Kanten eine 
tiefe Furche. Die Körperseite ist gegen das Ende verbreitert, die 
Aufsenseite parallelseitig. Die Tarsen sind ohne besondere Aus- 
zeichnung. Prostern um zwischen den Hüften breit vertieft und 
in der Vertiefung fein gekielt, das Ende ist niedergedrückt, springt 
also nicht wie bei borneensis höckerig vor. Fropleuren gekörnelt. 
Hinterbrust mit feiner Längsfurche und äufserst feinen, weit- 
läufig stehenden, parallelen Querfältchen, aufserdem kräftig gekörnt. 
Das erste Abdominalsegment ist zwischen den Hüften schwach 
gehöckert. Die Segmente sind an den Seiten granuliert und in der 
Granulation mit je einem Spiegelfleck versehen. Die Mitte aller 
Segmente spiegelglatt, doch ist das zweite und dritte Segment auch 
am Vorderrande schmal granuliert. Analsegment fein lederartig 
gerunzelt, matt, das vorletzte hat eine Schrägfurche in den Vorder- 
winkeln (hat also keine gerandeten Winkel). 

Forceps von dem des borneensis nicht wesentlich verschieden. 

Länge 50 mill. 

Borneo (Muller). Ein Männchen im Leydener Museum. 



Prioscelides Kolbe. 

Stett. ent. Zeitg. 1889, p. 128. 

Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, Heft 2, p.' 166. 

Fairm.: Ann. Soc. ent. France 1893, p. 144. 

Fairm.: Ann. Soc. ent. Belg. 1894, p. 326. 
Gabonia Fairm.: Ann. Soc. ent. Belg. 1894, p. 326. 
Gabonisca Fairm.: Ann. Soc. ent. Belg. 1894, p. 395. 

Eine ausgezeichnete kleine Gattung, welche die Zwerge unter 
den Chiroscelinen enthält. 

Kopf ohne Höcker und Augenfalten; Canthus mäfsig stark. 
Die Furche, welche den Clypeus von der Stirn scheidet, in der 
Mitte undeutlich, seitlich aber stark vertieft. Clypeus schwach 
(etwa als Achtelkreisbogen) ausgeschnitten, seine Vorderecken ab- 
gerundet, die Mitte ohne Zahn. Augen grob facettiert, durch den 
Canthus etwa bis zur Mitte geteilt, der untere Teil viel gröfser als 
der obere. Oberlippe viel breiter als lang, in der Mitte sanft aus- 



160 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

gebuchtet, am Rande mit Wimperborsten. Fühler bis zur Mitte 
des Halsseb. reichend, lose gegliedert, das zweite Glied am kleinsten, 
das dritte so grofs (dentieulata) oder gröfser als das vierte, das 
letzte sehr grofs, breiter und länger als das vorletzte. Men.tum 
herzförmig, vorn gerade oder schwach nach vorn gebuchtet, die 
Seiten nur an der Basis schwach eingezogen. Ligula und Maxillen 
durchaus wie bei Prioscelis, das letzte Glied der Maxillarpalpen 
aber sehr breit und gerade abgestutzt. Mandibeln mit häutigem 
Zwischensatz, der lappenförmig oberhalb des Mahlzahnes heraus- 
ragt, die Aufsenkante ist viel kräftiger gebogen als bei den vorher- 
gehenden Gattungen, das Ende ist zweispitzig, die Zahnung der 
rechten Mandibel ist deutlicher als die der linken, an der Ober- 
seite steht wie bei gewissen Prioscelis- Arten eine schwache, wink- 
lige Erweiterung, der Mahlzahn hat zwei Kauleisten. Submentum 
und Gula wie bei Prioscelis. Halsschild viel schmaler als die 
Fld., etwa so lang wie breit, die Ecken deutlich, die seitliche 
Randung fehlt, dafür findet sich eine kräftige Krenulierung; der 
Vorder- und Hinterrand undeutlich gerandet. Schildchen grofs, 
etwa halbkreisförmig. Flügeldecken mit deutlichen, abgerundet 
rechtwinkligen Schultern, ziemlich gewölbt, beinahe parallelseitig, 
mit 9 Körnchenreihen, die an der Seite undeutlich werden. Epi- 
pleuren schmal. Die Schenkel schlank, die vorderen beim o 
schwach gekeult und vor dem Ende mit schwacher, stumpfwinkliger 
Erweiterung, die mittleren und hinteren Schenkel mit 2 spitzen 
Zähnchen nahe dem Ende, die Unterseite nur an den Vorder- 
schenkeln mit deutlicher Kante. Beim $ sind alle Schenkel schlank und 
ungezähnt, höchstens findet sich an den Hinterschenkeln die An- 
deutung eines Zahnes. Die Vorder- und Mittelschienen sind ge- 
krümmt, die hinteren nur beim c?. Der Innenrand aller Schienen 
ist beim J* kräftig gezähnt, beim $. nicht. Die Vorderschienen 
mit 2 gleichen, die mittleren und hinteren mit ungleichen End- 
dornen. Für die Tarsen gibt Kolbe in seiner ersten Beschreibung 
irrtümlicherweise Dornen an der Unterseite an. Es finden sich 
aber nur Haare, die oft büschelig zusammenstehen. Klauenglied 
so lang wie die vorhergehenden zusammen. Onychium fehlt. 
Prosternum zwischen den Vorderhüften schmal, am Ende platt 
und nicht verbreitert, mit Andeutung einer Dreiteilung. Mittel- und 
Hinterhüften weit voneinander entfernt, Epimeren lang (es sind 
Flügel vorhanden). Hinterbrust der Länge nach gefurcht. Der 
intercoxale Fortsatz des ersten Abdominalsegments breit, abgerundet. 
Kein Segment ist gewulstet. Analsegment ungerandet. 



//. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 161 

Die Gattung ist durch sexuellen Dimorphismus ausgezeichnet, 
der sich in der Verdickung der Vorderschenkel, der Krümmung 
und Zähnelung sämtlicher Schienen im männlichen Geschlecht 
ausprägt. 

Die äufseren weiblichen Geschlechtsorgane zeigen den voll- 
ständigen Uebergang der vorhergehenden Gattungen zu den fol- 
genden. Sie sind wie bei den ersteren in dem Basal- und Mittel- 
stück ziemlich breit und abgeflacht, nach vorn verjüngt, und 
stimmen mit den späteren Gattungen darin überein, dafs das letzte 
Glied am Ende des schräg abgestutzten, grubig vertieften, aber 
kurzen und kantigen vorletzten Gliedes der Parameren steht, also 
das wirkliche Ende des Orgaus bildet. 

Fairmaire stellt in den Ann. Belg. 1894, p. 326 die Gattung 
Gabonia auf, deren Namen er p. 395 in Gabonisca ändert, da 
derselbe fast gleichzeitig für eine Hemipterengattung von Montandon 
gebraucht wurde. Fairmaire's Gattung unterscheidet sich nach ihm 
von Prioscelides aufser durch das kurze dritte Fühlerglied besonders 
durch das Fehlen von Dornen an der Unterseite der Tarsen und 
durch ungezähnte Schienen. Wie oben ausgeführt gibt Kolbe die 
Dornen irrtümlicherweise an. Die zweite Differenz wird dadurch 
behoben, dafs Kolbe, wie er ja auch nicht anders wissen konnte, 
geschlechtliche Merkmale für generische ansah, er kannte nur 
Männchen, Fairmaire hat aber offenbar Weibchen vor sich gehabt. 
Prof. Kolbe legt besonders Gewicht auf die Länge des dritten 
Fühlergliedes bei den Einteilungen der Pycnoceriden. Mir scheint 
dieses Merkmal von nicht so wesentlicher Bedeutung zu sein, weil 
aufser der vorliegenden Gattung auch andere (z. B. Pycnocerus) 
eine zweifelhafte Stellung einnehmen würden. Es bleiben also für 
Gabonisca nur solche Merkmale übrig, die eine Trennung nach 
Gattungen schwerlich rechtfertigen dürften. Ich bemerke übrigens, 
dafs mir Fairmaire's Art unbekannt geblieben ist. 

Die 3 Arten lassen sich folgendermafsen unterscheiden. 

Drittes Fühlerglied nicht länger als das vierte, Halssch. 

dicht und fein punktiert denticulatus Fairm. 

Drittes Fühlerglied länger als das vierte. Halssch. dicht 

und sehr grob punktiert, gerunzelt 1 . 

1. Halssch. am Vorderrande breiter als hinten, gröfste Breite 

vor der Mitte, Fld. matt schwarz .... rugosus Kolbe. 

Halssch. vorn fast schmaler als an der Basis, gröfste Breite 

in der Mitte, Fld. glänzend striatus Kolbe. 

Deutsche Eutomol. Zeitschrift 1904. Heft I. 11 



162 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

1. Prioscelides rugosus Kolbe. 

Stett. ent. Zeitg. 1889, p. 128; Arcli. f. Natura. 1903, Bd. I, Heft 2, 

p. 166. 
Fairmaire: Ann. Soc. ent. Belg. 1894, p. 327. 

Mattschwarz, auch die Fld. 

Kopf und Halssch. dicht grubig punktiert, ersterer im Nacken 
und am Clypeus etwas feiner. Clypeus sehr schwach ausgebnchtet, 
seine Seiten nach vorn verjüngt. Die Vorderecken abgerundet. 
Die Fühler bis zur Mitte des Halssch. reichend, dicht, mit kurzen, 
steifen, schwarzen Borsten besetzt. Glied 1 — 9 grubig punktiert, 
Glied 10 und 11 sehr fein und dicht punktiert und dadurch matt- 
schwarz erscheinend, das dritte Glied ist etwa lf mal so laDg als 
das vierte, die folgenden sind schwach quer mit vier deutlichen 
Ecken, das zehnte ist quadratisch, das elfte gegen das Ende ver- 
breitert, mit abgerundetem Aufsenwinkel, seine Innenkante etwa 
doppelt so lang als die des zehnten Gliedes. Die eingedrückte 
Linie auf dem letzten Gliede ist undentlich. Das Mentum ist in 
der Basalhälfte gekielt. Die ganze Unterseite ist grob punktiert. 
Der Halsschild ist so lang wie breit, am Seitenrande mit etwa 
8 — 10 ziemlich scharfen Zähnen versehen, von denen die beiden 
vordersten die spitzen Vorderwinkel bilden, das letzte Fünftel des 
Seitenrandes ist glatt. Der gerade Vorderrand ist viel breiter als 
der Hinterrand; dieser ist beim Skutellum schwach nach vorn vor- 
gezogen. Die Randung des Halssch. ist wegen der groben Skulptur 
undeutlich, die Zwischenräume der grubigen Punkte sind zu Runzeln 
verengt , die Funkte sind oft mit erdigem Toment angefüllt. 
Schildchen dicht und grob granuliert. Flügeldecken an der 
Basis etwa 1^ mal so breit als das Halssch. an derselben Stelle, 
mit deutlichen Schultern, parallelseitig, beim $ jedoch schwach 
bauchig; Oberfläche mit 9 Körnchenstreifen, die an den Seiten un- 
deutlich werden. Die Rippen sind matt und schmaler als die 
Streifen, in denen die Körnchen meistens doppelreihig stehen. 
Schildchengegend dicht und runzlig gekörnt, dadurch wird die 
Streifenbildung undeutlich, während dieselbe auf dem Diskus bis 
zum Ende, nahe der verhältnismäfsig fein granulierten Spitze, scharf 
ausgeprägt ist. Jedes Körnchen trägt eine kurze, steife, gelbe 
Borste. Die Schenkel haben nur im männlichen Geschlecht vor 
dem Ende zwei spitze, nach rückwärts gerichtete Zähnchen, die 
Vorderschenkel sind keulig, ihre vorderen Unterkanten treten 
leistenartig vor und bilden am Ende eine stumpfwinklige Erweite- 
rung. Die Unterseite der Schenkel ist nicht krenuliert. Beim 



H. Gebien: Revision der Pycnorerin) Lac. Iß3 

Weibchen sind, alle Schenkel schlank, ungezähnt, nur an den 
hinteren findet sich die Andeutung einer stumpfwinkligen Erweite- 
rung. Die Oberfläche ist grob und dicht punktiert, jeder Punkt 
mit einem Börstchen. Die Schienen sind bei den Geschlechtern 
und unter sich verschieden. Beim Männchen sind sie sämtlich ge- 
krümmt, die vorderen im apikalen Drittel fast so stark wie be- 
Prioscelis tridens und Thomsoni, die Innenseite ist mit wenigen, 
kräftigen Zähnen versehen, das Ende springt sehr stark zahnförmig 
nach innen. Die Mittelschienen sind am Vorderrand schwach ge- 
bogen, schwach krenuliert, die Aufsenkante ist schräg abgeschnitten, 
das Ende der Innenkante springt auch hier wie bei den Hinter- 
schienen zahnförmig nach innen; die Hinterschienen sind kräftiger 
gekrümmt, beide scharfen Vorderkanten mit zahlreichen spitzen 
Zähnen bewaffnet, Körper- und Aufsenseite dieser Schiene sind 
aber gleich breit. Beim Weibchen sind nur die Vorderschienen 
schwach gekrümmt, das Ende der nicht krenulierten Innenkante 
sämtlicher Schienen springt nicht zahnförmig nach innen, die mitt- 
leren und hinteren fast gerade. Die Tarsen haben etwa -| 
Schienenlänge. Alle Glieder wie auch die Schienen grob narbig 
punktiert und in den Punkten kurz beborstet; die Sohle ist ziemlich 
lang zweizeilig büschelig behaart. Die Klauen gespreizt. Unter- 
seite des Körpers grob gekörnt. Hinterbrust und Abdomen 
glänzend, erstere mit Mittelfurche. Die Granulierung läfst auf dem 
Abdomen den Hinterrand der vier ersten Segmente frei, der darum 
spiegelglatt erscheint. 

cf. Durch die Krümmung und Zähnelung sämtlicher Schienen, 
den Endzahn am Innenrande derselben und durch die keuligen 
Vorderschenkel ausgezeichnet. Forceps aufserordentlich klein, 
2 mill. lang, ohne bemerkenswerte Auszeichnung. 

£. Durch die Beinbildung vom $ geschieden. Die hornigen 
Bestandteile der weiblichen Genitalien (siehe Fig. 9) sind breit 
und erinnern flüchtig an diejenigen von Prioscelis. Die Parameren 
sind gegeneinander gerichtet, das Ende des vorletzten Gliedes nicht 
verbreitert, sondern schräg abgeschnitten und vertieft; in dieser 
Vertiefung des stark beborsteten Gliedes steht das Endglied, das 
über die Spitze hinausragt und am Ende büschelig behaart ist. 
Die Dorselseite erscheint glatt, die Ventralseite jeder Hälfte gekantet. 

Länge 20 mill. Revidiert 4 Exemplare. Mus. Paris, Berlin, 
Koll. Gebien. 

Zuerst vom unteren Congo beschrieben (Kwako bis Kimpoko). 
Kamerun (Johann-Albrechtshöhe, Lolodorf), Gabun, Ogooue-N'Kogo 
(Franz. Congo). 11* 



164 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

2. Prioscelides striatus Kolbe. 
Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, p. 167. 

Diese Art ist der vorigen sehr ähnlich, aber durch folgende 
Merkmale gut und leicht zu unterscheiden. 

Hals sehild länger als breit, gewölbter, der Seitenrand viel 
schwächer gezähnt, fast nur gewellt, der Vorderrand ist fast etwas 
schmäler als die Basis. Die Rippen der Fld. sind glänzend, breiter 
als die gekörnten Zwischenräume; auch der neunte Streif ist noch 
ziemlich deutlich; die Streifenbildung an der Basis nicht erloschen, 
sondern gut ausgeprägt, die Spitze ist grob gekörnt. Die Vor- 
derschenkel sind beim c? nicht keulig, sondern wie beim 9 schwach. 

Mir liegen von dieser Art auch Männchen vor, Kolbe kannte 
nur Weibchen. Der geschlechtliche Dimorphismus in der Schienen- 
bildung entspricht genau demjenigen der vorigen Art. Die Gestalt 
der Genitalien und die Skulptur der Unterseite zeigt keine greif- 
baren Unterschiede. 

Länge 15 — 18 will. — Revidiert 23 Ex. 

Mus. Brüssel, Koll. Gebien (von Staudinger und Bang- Haas). 

Kamerun (Lolodorf und Baromhistation). Gabun. 

Dr. O. Staudinger und A. Bang Haas, Dresden, haben diese 
Art bisher als Pr. subniüdus Kolbe i. 1. verschickt. 

3. Prioscelides (Gabonisca) denticulatus Fairm. 
Ann. Soc. ent. Belg. 1894, p. 326. 

Diese Art ist mir unbekannt geblieben. Ich kopiere daher 
Fairmaires Beschreibung: 

Long. 10 — 11 mill. Elongato-oblongus, subparallelus, fuscus, 
nitidus, pedibus rufo-piceis; capite subtiliter punclato; sutura clypeali 
valde impresso: et utrinque profundiore; prothorace longitudine vix 
sensit n latiore, basi haud angustato, lateribus anguste marginato, dorso 
sat subtiliter dense punctato, basi marginato; scutello subtiliter punctu. 
lato; elytris ad humeros sat angalatis, apice conjunctim rotundatis, 
dorso striato-punctatis, striis parum profundis et extus obsoletis, unde 
lateribus minus regulariter punctatis, intervallis fere planis, laevibus; 
subtus dense punctulatus, pectore paulo rugosido, abdomine aequaliter 
punctato. — Congo. 

Cet insecte est extremement voisin du gerne Prioscelides Kolbe, 
Stett. ent. Zeitg. 1889, p. 128: il en differe par le corselet moins 
etroit, presque carre, non retreci ä la base, plus faiblement dente 
sur les cotes, les autennes un peu plus courtes, ä 3 e article pas 






ff. Gebien : Revision der Pycnocerini Lac. 165 

plus long que le 4°, le dernier plus trouque, la saillie intercoxale 

plus courte et les pattes bien nioins robustes, ä tibias non denti- 

cules, ni arques, sauf les deux anterieurs qui sont faiblement 
courfes, et ä tarses non epineux en dessous. 

Aus der Beschreibung der Beine geht hervor, dafs dem Autor 
nur Weibchen vorgelegen haben. 



Sipirocus Fairmaire. 

Notes from the Leyd. Mus. XVIII, p. 103. 
Kolbe: Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, p. 167. 

Diese eigentümliche Gattung ist mit der vorigen sehr nahe 
verwandt und vertritt diese auf den Sundninseln ebenso, wie Pheu- 
gonius die afrikanische Gattung Prioscelis. Die Aehnlichkeit der 
Tiere ist nicht nur eine oberflächliche, sondern erstreckt sich auf 
alle Organe, welche für die Systematik der Priosceliden von her- 
vorragender Wichtigkeit sind. 

Kopf ohne Höcker und Augenfalten, hinter den grob facet- 
tierten Augen plötzlich zu einem Hals verengt. Der Canthus 
mäfsig stark, die Augen bis über die Mitte so teilend, dafs der 
obere Teil viel kleiner ist als der untere; die den Clypeus ab- 
setzende Furche ist breit, undeutlich, an den Seiten grubig vertieft. 
Clypeus gleichmäfsig und flach ansgerundet, seine Seiten vor dem 
Canthus stark eingezogen, nach vorn sanft verengt, die Seitenloben 
abgerundet, die Mitte des Vorderrandes nicht angedeutet. Ober- 
lippe quer, vorn gerade abgestutzt mit Wimperborsten am Vorder- 
rand. Fühler bis zur Mitte des Halssch. reichend, lose gegliedert, 
die Glieder perlig, aber ganz rauh wie bei Prioscelides, das letzte 
Glied am breitesten und längsten, das dritte Glied länger als das 
vierte. Mentum breit herzförmig, der Vorderrand gerade, die 
Seiten gerundet, die Oberfläche ungekielt; Endglied der Labial- 
palpen sehr grofs; etwa eiförmig, beborstet. Vorderrand der Ligula 
gerade. Höcker zwischen den Palpen rund, aufragend. Hypo- 
pharynx spitz und vorragend. Maxillen kaum anders als bei 
Prioscelides, das letzte Glied ihrer Palpen sehr breit und kurz, am 
Ende gerade abgestutzt. Kehle schmal dreieckig, sie. selbst und 
die Naht, welche ihre Spitze mit dem Sub mentum verbindet, 
furchig vertieft. Die Loben des S u bmentums als stumpfe Winkel 
vorspringend. Halsschild viel schmäler als die Fld., etwa so 
lang wie breit oder etwas quer, alle Winkel deutlich, die Seilen 
undeutlich oder nicht gerandet, die Seitenkante deutlich krenuliert 



166 H. Gebiert: Revision der Pyenocerini Lac. 

(auch bei S. Bitsemae, dessen Type mir vorlag; derselbe soll nach 
Fairmaire nicht krenulierte Seitenränder haben). Schildchen 
grofs, ogival. Flügeldecken gewölbt, mit deutlichen Schultern, 
nach hinten scharf divergierend, Vorderrand gerade. Epipleuren 
schmal, hinten furchig, vorn plötzlich verbreitert. Auf der Scheibe 
stehen vier scharfe Längsleisten und ein kurzer Skutellarstreif« 
Die Schenkel beim <$ keulig verdickt, beim 2 schlank, die hin- 
teren beiden Paare vor dem Ende gezähnt, die Unterseite nicht 
gefurcht. Tibien beim $ gerade und ganz einfach, die vorderen 
beim <$ kräftig gekrümmt aber ungezähnt, die mittleren und hin- 
teren an der Basis krumm und dann plötzlich verbreitert, die hin- 
teren krenuliert. Enddornen fehlen. Tarsen ohne Onychium, das 
Klauenglied so lang wie die vorhergehenden zusammengenommen, 
die ganze Sohle, besonders der Hinterrand jedes Gliedes, ist lang 
behaart, das Klauenglied sparsam. Klauen grob, gespreizt. Pro- 
sternum zwischen den Vorderhüften ziemlich breit, das Ende 
niedergedrückt und verbreitert. Abdominalsegmente allmählich an 
Breite abnehmend. 

Sexueller Dimorphismus zeigt sich in der Beinbildung. Exem- 
plare mit keuligen Schenkeln und gekrümmten Schienen sind $. 

Die äufseren weiblichen Geschlechtsorgane sind im Bauprinzip 
denen von Prioscelides ähnlich, aber von ihnen durch das lang 
ausgezogene Mittelstück verschieden. Auch hier steht das letzte 
Glied als eigentliches Endglied in dem grubig vertieften, schräg 
abgeschnittenen Ende des vorletzten Gliedes. 
Asiatische Gattung. Sumatra, Java. 
Die beiden Arten sind folgendermafsen geschieden: 
Halssch. so lang wie breit, an den Seiten kaum gerundet, 
Rippen der Fld. entfernt von der Basis entspringend. Die 
Weibchen mit gezähnten Hinter- und Mittelschenkeln 

Kolbei n. sp. 
Halssch. quer, an den Seiten stark gerundet, Rippen der 
Fld. an der Basis entspringend. Die Weibchen haben 
(nach Kolbe) ungezähnte Schenkel . . . Bitsemae Fairm« 

1. Sipirocus Bitsemae Fairm. 

Notes from the Leyden Mus. Vol. XVIII, p. 104. 
Kolbe: Arch. f. Natnrg. 1903, Bd. I, H. 2, p. 167. 

Zu der Beschreibung dieses Tieres liegen mir zwei Tiere vor, 
die Type aus dem Leydener Museum (cT) und ein zweite« Manu- 
ellen vom Berliner Museum. Ich ergänze Fairmaires Beschreibung 
hauptsächlich, um die folgende Art klarzustellen. 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 167 

Gestreckt, dunkel graubraun, Oberseite matt. Kopf und 
Halsseh. sehr grob gerunzelt, in den Gruben mit erdigem Ueber- 
zug Kopf viel schmäler als der Halssch., hinten plötzlich zu 
einem Hals verengt, zwischen den Augen etwas aufgetrieben. 
Furche zwischen Clypeus und Stirn breit und tief, undeutlich be- 
grenzt. Clypeus vor den Augen fast rechtwinklig verengt, vorn in 
gleich mäfsigem Bogen sanft ausgerundet, die Seitenloben abge- 
rundet, in den grubigen Punkten gelb beborstet. Glied 1 — 7 sehr 
grob, narbig punktiert, 8 — 11 viel feiner, sämtlich beborstet; Glied 
3 U- mal so lang als 4, die folgenden allmählich an Breite zuneh- 
mend, Glied 11 so lang wie breit, mit verrundetem Aufsen- und 
zurücktretendem Innenwinkel, vielen Börstchen und deutlicher, 
dicht vor der Spitze eingedrückter Teilungsfurche. Halsschild 
1^ mal so breit als lang, mit stark gerundeten Seiten; an der un- 
gefähr in der Mitte liegenden breitesten Stelle ist der Halssch. fast 
doppelt so breit als am geraden Vorderrande; Hinterrand sanft 
nach vorn gebogen, die Seitenränder deutlich krenuliert, die Vor- 
derecken etwas nach aufsen tretend, die Hinterecken rechtwinklig, 
die Seiten vor denselben bei der Type deutlich geschwungen, beim 
Berliner Ex. sind die Hinterecken stumpf, die Seiten in gleich- 
mäfsigem Bogen gerundet; die Randung ist überall fein aber deut- 
ich, die grubigen Punkte der Oberfläche stehen so dicht, dafs ihre 
Zwischenräume nur stellenweise als glänzende Unebenheiten hervor- 
treten. Schildchen grob punktiert. Flügeldecken subparalle, 
mit schrägen Schultern. Ueber jede laufen 4 scharfe, schmale* 
leistenförmige Rippen, von denen die erste unmittelbar hinter der 
Basis beginnt, ein langer, mit der ersten Rippe parallel laufender 
Skutellarstrich geht in die erhabene Naht über. Auf der Mitte der 
Decken sind die Abstände der Streifen untereinander und von dem 
Seitenrand und der Naht genau gleich grofs. Der dritte Streifen 
biegt vor der Basis ab und läuft über die Schulterbeule, der vierte 
beginnt hinter derselben, der scharfkantige Seitenrand beginnt schon 
an der Basis. Der erste Streifen läuft am Ende der Naht parallel 
fast bis in die Spitze, der zweite ist stark abgekürzt, der dritte 
länger und noch mehr der vierte. Die Zwischenräume mit 3 — 4 un- 
regelmäfsigen Reihen scharf eingestochener Borstenpunkte; der 
letzte ist unregelmäfsig grob punktiert. Epipleuren mit einer Reihe 
tief eingestochener Funkte. Prosternum zwischen den Vorder- 
hiiften ziemlich breit, das Ende niedergebogen und flach, nur die 
Mitte als kleine Tuberkel vorspringend. Die Propleuren sind mit 
einigen weitläufigen tiefen Punkten besetzt. Ilinterbrust vorn und 



168 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

an den Seiten grob und weitläufig punktiert, die Scheibe spiegel- 
glatt. Die Mitte tritt tuberkelartig -ziemlich hoch hervor, der Raum 
vor derselben ist ausgehöhlt, die Wölbung hinter der Mitte mit 
kurzer, tiefer Längsfurche versehen. Möglicherweise liegt hier ein 
sexuelles Merkmal vor, da es wohl den beiden Männchen dieser 
Art zukommt, dem Weibchen der folgenden Art aber fehlt. Prof. 
Kolbe, der beide Geschlechter kennt, erwähnt nichts davon. Das 
Abdomen ist auf der Scheibe spiegelglatt, das Analsegment und die 
Seiten der anderen Segmente grob punktiert. 

c?. Durch die Beinbildung ausgezeichnet. Sämtliche Schenkel 
gekeult und zwar die vorderen stärker als die hinteren beiden 
Paare. An den ersten steht eine stumpfwinklige Erweiterung nahe 
der Basis an der deutlichen vorderen Unterkante, eine hintere 
Kante fehlt. Die mittleren sind gegen das Ende weniger stark 
verdickt, am äufsersten Ende plötzlich verengt, sodafs ein stumpf- 
winkliger Zahn entsteht. Die Hinterschenkel mit rechtwinkligem 
Zahn an der Unterkante der Körperseite, sämtliche Schenkel 
grob skulptiert, jedes Grübchen mit kurzer, schwarzer Borste, 
die Basis der Mittel- und Hinterschienen glatt und glänzend. Die 
Vorderschienen in gleichmäfsigem, etwa Achtelkreisbogen ge- 
krümmt, Vorder- und Hinterseite gleich breit, die Innenkante un- 
gezähnt, nur das Ende etwas zahnförmig spitz nach innen gezogen 
und länger beborstet. Mittel- und Hinterschienen (siehe Fig. 26) 
an der Basis dünn und gekrümmt, dann an der Vorderseite plötz- 
lich verbreitert, die mittleren auf -5-, die hinteren auf -f ihrer Länge. 
In den Krümmungsbogen oberhalb der Verbreiterung pafst der 
winklige Zahn an der Unterseite der Schenkel, der in der Ruhe 
darin aufgenommen ist. Diese Einrichtung ist diesem Tiere eigen- 
tümlich; bei- anderen Pycnoceriden finden sich andere Bildungen 
an Schenkel und Schienen; entweder sind am Ende zwei Zähne 
vorhanden, zwischen denen die Schiene ruht, oder es tritt ein zur 
Seite gekrümmter Zahn auf, der neben der Schiene liegt. Die 
Kante der tibialen Verbreiterung ist an den Mittelschienen nicht, 
an der Körperseite der Hinterschienen aber kräftig gezähnt. 

$. Die Weibchen haben nach Prof. Kolbe einfache, zahnlose 
Schenkel und Schienen, die Tibien des zweiten und dritten Bein- 
paares sind im Basalteil gekrümmt. 

Länge 16^—18 mill. 

Mir lagen 2 (?(? vor, die Type aus dem Leydener Museum 
Sipirok (Sumatra occ.) und ein Ex. aus dem Berliner Museum von 
Ober-Langkat (Deli, Sumatra). 



H. Gebien: Revision der Pi/cnocerini Lac. 169 

2. Sipirocus Kolbei n. sp. 

Von dieser Art liegen mir zwei Ex. vor, c? und £ voni Ley- 
dener Museum. Ich biu nicht sicher, ob die beiden Tiere der- 
selben Art angehören und ob die Metasternalbildung des Männchens 
Geschlechtsmerkmal oder Artkriterium ist, in diesem Falle müTste 
für das Weibchen noch eine Art aufgestellt werden. 

Der vorigen Art sehr ähnlich, aber durch folgende Merkmale 
gut geschieden. 

Der Kopf grofs, kaum schmäler als der Halssch. Dieser 
nicht quer, sondern fast etwas länger als breit, an den Seiten kaum 
gerundet, daher der Vorderrand unmerklich kürzer als die gröfste 
Breite in der Mitte des Halssch. Die Leisten der Fld. entspringen 
ein Stück von der Basis entfernt. Die Vordertibien des Männchens 
sind nur sehr schwach gekrümmt, in den apikalen zwei Dritteln 
fast gerade. Die Unterkante der Vorderschienen ist kräftig ge- 
schwungen. Der Zahnkamm an den Hinterschienen beschränkt sich 
auf ein paar unregelmäfsig steherde Zähnchen direkt unterhalb der 
Erweiterung. Die Hinterbrust ist viel weniger gewölbt, nach vorn 
vor der Mitte nur schwach abschüssig. Das $ hat gerade Tibien, 
die Schenkel sind vor dem Ende mit einem scharfen Zähnchen 
versehen. Hinterbrust kontinuierlich gewölbt. 

Länge 20^ mill. 

2 Ex. im Leydener Museum. 

C?. Patria dub. $>. Toegoe, Java occ. (J. D. Pasteur). 



Calostega Westwood. 

Proc. zool. Soc. 1842, p. 117; Trans, zool. Soc. III, 1843, p. 221. 
Lacordaire: Genera des Coleopteres tom. V, p. 402. 
Apristopus Kolbe: Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, p. 167. 

Diese von Westwood und bis jetzt auf die Art purpuripennis 
beschränkte Gattung bildet durch die von Prioscelis herüberge- 
zogene Art crassicornis und die neue Art vollkommen den Ueber- 
gang zwischen der ersten Gruppe der Pycnoceriden, den Chirosce- 
linen und den Pycnocerini s. str. Sie wird der Maudibelbildung 
wegen zu der ersten Abteilung gestellt, sie trennt sich durch die 
ganz andere Bildung der weiblichen Geschlechtsorgane, und die 
liier zuerst auftretende (aber nur bei purpuripennis und cylindrica) 
metallische Färbung. Eine sehr bemerkenswerte Eigentümlichkeit 
ist der Umstand, dafs die bisherigen Gattungen (incl. Caloster/a) 
gut umschlossene, verhältnismäfsig wenig variable Arten haben. 



170 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Bei allen folgenden Gattungen aber schwankt die Variationsfähig- 
keit der Tiere in aufseroidt ntlich weit gesteckten Grenzen. Wir 
haben es dort mit Arten zu tun, die im Begriff sind, sich in viele 
zu teilen. 

Geflügelt. Kopf nach hinten wenig in einen Hals verengt, 
zwischen den Augen schwach aufgetrieben. Der Canthus kräftig, 
die Furche vor den Augen deutlich, seitlich in Gruben auslaufend. 
Augen grob facettiert, durch den Canthus von vorn her bis über 
die Mute in einen kleinen oberen und einen grofsen unteren Teil 
geschieden. Clypeus vorn tief, etwa halbkreisförmig ausgeschnitten, 
seine Seiten subparallel, die Vorderecken verrundet; Oberlippe ge- 
rade abgestutzt. Fühler bis zur Mitte des Halssch. oder darüber 
hinausreichend, die ersten Glieder perlig, glänzend, die vorletzten 
quer, matt, das dritte etwas verlängert, das letzte mit einge- 
drückter Teilungsfurche. Mentum breit herzförmig, die Ligula 
freilassend, der Seitenrand an der Basis wenig eingezogen, vorn 
winklig zurücktretend, die Mitte der Oberfläche erhöht. Die Ligula 
ist abgerundet quadratisch, der Vorderrand ist gerade, seine Mitte 
stumpf vorgezogen, der Hypopharynx ist kräftig und scheint, etwas 
von vorn gesehen, als Zahn in die Mitte des Vorderraudes zu treten, 
seine Seitenkiele kräftig, lang abstehend gelb behaart, sodafsjeder- 
seits ein Haarbüschel am Seitenrand der Ligula sichtbar wird. Die 
Labialpalpen sind in natürlicher Haltung breiter als das Mentum) 
ihr zweites Glied ist verlängert, das letzte oval. Zwischen den 
Palpen steht eine grofse Tuberkel, die nach vorn sanft aber schürf- 
kantig in die Vorderecken der Ligula abfällt. Beide Laden der 
Maxillen stark beborstet, aber doch mit scharfen Umrissen, die 
äufsere gegen das Ende verbreitert, die innere mit hakenförmig 
vortretender, scharfer, ungeteilter Spitze. Die squama palpigera 
ist eine spitze, grofse Tuberkel, das Endglied der Palpen breit 
beilförmig. Die Mandibeln sind kräftig, aber nicht rechtwinklig 
gekrümmt. Beide mit dreizähniger Spitze, je einem kleinen Zahn 
dicht vor der Spitze an der Unterseite und einem gröfseren, der 
links noch weiter zurücksteht als rechts, an der Oberseite; an der 
linken Mandibel sind alle drei Spitzen gleichzeitig sichtbar. Pars 
membranacea vorhanden. Die zwei parallelen Kauleisten des Mahl- 
zahnes sind ziemlich gerade, entsprechend dem Unterrande, der 
nicht plötzlich abwärts gekrümmt ist. Die lateralen Zähne des 
S üb m ent ums stumpf, aber höckerartig abgesetzt. Kehle mit 
abgerundeter Spitze, breit, das Ende mit dem Submentum durch 
eine einfache Naht verbunden. Halsschild rings gerandet, wesent- 
lich schmäler als die Fld., die Seiten schwach gerundet, krenuliert. 



//. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 171 

Schildcheu halbkreisförmig oder nach hinten winklig vorgezogen. 
Flügeldecken parallel oder schwach bauchig, mit deutlichen 
Schultern. Oberfläche mit 9 Punktstreifen oder Punktreihen, sechs 
bis zur Schulter, drei vorn abgekürzte jenseits derselben; die letzten 
Streifen zuweilen undeutlich. Die Basis der Fld. gerade; der 
Seitenrand ist erst von der Schulterbeule an leistenförmig. Sämt- 
liche Schenkel schlank, die Unterseite entweder einfach oder 
doppelt kantig, das Ende mit einem oder zwei Zähnen. Die 
Schienen sind gerade oder sehr schwach gebogen, gegen das Ende 
höchstens beim Männchen schwach verbreitert, die Innenränder nie 
gezähnt. Die Enddornen sehr klein aber deutlich, an allen Schie- 
nen etwa gleich. Tarsen lang, mit den Klauen etwa von f Schie- 
nenlänge; von den Gliedern liegt keins unter dem Ende der Schie- 
nen, alle sind von oben sichtbar. Das Klauenglied ist so lang oder 
wenig kürzer als die andern zusammengenommen. Die Klauen 
sind grofs, gesperrt, ein Onychium fehlt. Die Sohle ist nicht, wie 
Lacordaire in seiner Genera (in der Tabelle) angibt, nackt, das 
trifft nur für alte Tiere zu, sondern wie bei den anderen Gattun- 
gen abstehend gelb behaart, und zwar an den ersten Gliedern 
büschelig, am Klauenglied zweizeilig. Das Prostern um ist zwi- 
schen den Vorderhüften schmal, gefurcht, das Ende ist niederge- 
bogen, schwach vortretend. Hinterbrust mit mittlerer Längsfurche. 
Der intercoxale Fortsatz des ersten Abdominalsegments sehr breit, 
vorn abgerundet. Das Abdomen ist nicht kontinuierlich gewölbt, 
sondern das dritte und vierte Segment sind hinten besonders ge- 
krümmt. 

cT. Forceps einfach, gröfser als bei den vorhergehenden Gat- 
tungen, aber kleiner als bei Metallonotus etc. An sekundären Ge- 
schlechtsmerkmalen, die dem Männchen zukommen, fällt die Ver- 
breiterung der Vorderschienen auf, die sich auf die halbe Länge 
erstreckt, ferner eine geringe Erweiterung der Hinterschienen. 

$. Die hornigen Bestandteile der äufseren Geschlechtsorgane 
aufen in zwei lange, kantige, viergliedrige Griffel aus, deren erstes 
Glied breit ist und sich nach vorn verjüngt, es liegt läppen- oder 
schuppenförmig auf dem zweiten Gliede an der Ventralseite; die 
Dorsalseite zeigt also nur 3 Glieder. Das letzte Glied (das dem 
in einer Grube steckenden Körnchen bei den früheren Gattungen 
entspricht) steht an dem nach aufsen (nicht oben) schräg abge- 
schnittenen dritten Gliede als zapfenförmiger, bebüsehelter Einsatz. 

Prof. Kolbe stellt für die Art crassicornis Westw. die Gattung 
Apristopus auf. Eine Abtrennung dieser Art von Priosce/is, mit 
welcher sie kaum verwandt ist, war allerdings notwendig. Es findet 



172 H. Gebien : Revision der Pycnocerini Lac. 

sich aber nicht ein wichtiges Merkmal, das nicht eine Vereinigung 

dieser Art mit Calostega zuläfst. 

Die Arten sind folgendermafsen zu unterscheiden: 
Fld. zylindrisch, tief gestreift punktiert, blaugrün, Halssch. 
glänzend. Die Vorderschienen des Männchens einfach . 

cylindrica n. sp. 
Fld. nach hinten etwas divergierend, schwarz oder purpurn, 
die Vorderschienen der Männchen in der Apikaihälfte er- 
weitert . 1, 

1. Klein, weniger als 30 mill. lang, Fld. mit Punktstreifen, 
schwarz, Halssch. glänzend .... crassicornis Westw. 

— Grofs, über 30 mill. lang, Fld. mit feinen Punktreihen, pur- 
purn, Halssch. matt purpuripennis Westw. 

1. Calostega crassicornis Westwood. 

Prioscelis crassicornis Westw.: Trans, zool. Soc. III, 1843, p. 216, 

tab. 14, fig. 7. 
Apristopus crassicornis Kolbe: Arch. f. Naturg. 1903, Bd. I, H. 2, 

p. 167. 
Prioscelis obsoleta Fairm.: Ann. Soc. ent. France, 1891, p. 258. 

Glänzend schwarz. Kopf glänzend, hinten äufserst fein und 
spärlich, nach vorn, besonders auf dem Clypeus gröber und dichter 
punktiert, Stirn zwischen den Augen schwach gewölbt, in der 
Regel mit einem Eindruck. Clypeus nach vorn etwas verengt, der 
Vorderrand tief ausgeschnitten, die Mitte angedeutet, die Furche 
zwischen Stirn und Epistom meist scharf. Drittes Fühlerglied 
etwas länger als das vierte, die ersten sechs perlig, rund, glänzend, 
das siebente gröber punktiert, die folgenden quer und matt, das 
letzte gestreckt, viel länger als breit, der Innenwinkel abgerundet 
spitzwinklig, der Aufsenwinkel durch Verrundung fortfallend, Tei- 
lungsfurche deutlich. Mentum quer, l 3 Amal so breit als lang, die 
Seiten stark, fast winklig gerundet, vor der Mitte am breitesten, 
hinter derselben eingezogen, der Vorderrand gerade, die Mitte und 
die Seitenränder wulstig erhöht, die Oberfläche grob gerunzelt. 
Die Ligula ist etwa quadratisch, die Mitte des Vorderrandes tritt 
stumpfwinklig vor. Der Halsschild ist in der Gestalt variabel, 
oft sind die Seiten fast parallel, manchmal aber sehr stark ge- 
rundet, der Vorder- und Hinterrand sind annähernd gerade, die 
Seitenränder sind kräftig gerandet und schwach, wellig krenuliert. 
Die Oberfläche ist oft mit Eindrücken versehen, stark glänzend, 
äufserst fein und weitläufig, an den Seiten deutlicher punktiert. 
Schild chen in der Form veränderlich, halbkreisförmig bis drei- 



H. Gebien: Revision der Pycnöcerini Lac. 173 

eckig. Flügeldecken mit kräftigen Schultern, an der Basis 
breiter als der Halssch. au seiner breitesten Stelle, im letzten 
Drittel am breitesten, übrigens nur schwach nach hinten erweitert. 
Die Oberfläche mit 9 ziemlich tiefen Punktstreifen, deren Zwischen- 
räume in der Mitte gewölbt sind, die ersten Streifen sind die 
längsten. Alle Streifen verlieren sich entfernt von der Spitze, sie 
sind im letzten Teil des Verlaufs nicht mehr vertieft. In den 
letzten Zwischenräumen und an der äufsersten Spitze, besonders im 
Kaum neben dem scharfen Seitenrand stehen viele grobe, weit- 
läufige Punkte, stellenweise reihig angeordnet. Schenkel schlank, 
unten mit scharf gerandeter Furche, vor dem Ende mit zwei kleinen 
aber spitzen Zähnchen. Die Schienen sind schlank, annähernd 
gerade. Die vorderen sind beim Weibchen allmählich und schwach 
verbreitert, beim Männchen an der Innenkante von der Mitte an 
ziemlich plötzlich, eine ähnliche Bildung zeigen die mehr abge- 
flachten Hinterschienen bei den Geschlechtern, diese Bildung der 
Schienen ist selten undeutlich. Die Hinterkante aller Schienen ist 
ungefurcht, die Vorderseite scharfkantig. Prosternum hinter den 
Hüften einfach niedergebogen, das Ende unregelmäfsig gerandet, 
rauh, die Seiten sind matt, fein punktiert, und gerunzelt. Der 
übrige Theil der Unterseite ist glänzend, die Seiten, besonders die 
Epimeren der Hinterbrust, sind punktiert und gerunzelt, das Abdomen 
ist in der Mitte glänzend, aber äufserst fein lederartig gerunzelt. 

$. Die äufseren weiblichen Geschlechtsorgane sind im Mittel- 
stücke verhältnismäfsig breit, breiter als bei purpuripennis, das 
vorletzte Glied ist scharf gekantet und diese Kante setzt sich auf 
das zweite Glied nach rückwärts fort. Zweites Glied gerade an 
das dritte gesetzt. 

Länge 24—28 mill. — Revidiert 33 Exemplare. 

In den meisten Sammlungen. 

Togo (Bismarckburg), OldCalabar, Kamerun (Johann- Albrechts- 
höhe, Batombi-Station, Kribri, Limbe) , Gabun , Ogooue, Cougo, 
(Maringa, Haute Congo). 

Die von Fairmaire aufgestellte Art obsoletus (Aun. Soc. ent. 
France 1891, p. 258) deren Typen (die als solche übrigens nicht 
ausgezeichnet waren) mir aus dem Brüsseler Museum vorlagen, 
bildet eine Form, deren Halssch. auf den ersten Blick stark ab- 
weicht, es finden sich aber auch in den meisten Sammlungen (auch 
in der belgischen) Tiere genug, die einen vollständigen Uebergang 
von der einen Form zur andern bilden. Aehnlich gestaltete Indi- 
viduen besitze ich auch von Gabun (Staudinger) und aus Kamerun. 



174 //. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

2. Calostega pnrpuripennis Westw. 

Proc. zool. Soc. 1842, p. 117, Trans, zool. Soc. III, 1843, 
p. 222, tab. 15, fig. 1. 

Kopf und Halssch. mattschwarz, Fld. purpurn, selten schwärz- 
lich, dann an den Seiten metallisch glänzend. 

Kopf glatt, nur am Clypeus sichtbar punktiert. Die Furche, 
welche die Grübchen vor den Augen verbindet, ist flach, in der 
Mitte oft undeutlich, ja geradezu unterbrochen. Der Clypeus ist sehr 
tief, aber nicht in regelmäfsigem Bogen ausgeschnitten, die verdickte 
Mitte des Ausschnittes ist angedeutet. Das dritte Fühlerglied 
ist nur sehr wenig länger als das vierte, die ersten Glieder sind 
perlig, glänzend, etwa so lang wie breit, vom siebenten an wer- 
den die Glieder nach und nach mehr quer, sie sind durch Toment 
matt, schwarz, das letzte ist viel länger als breit, mit spitzem 
Innen- und fehlendem Aufsenwinkel. Das Mentum ist quer, der 
Vorderrand ist gerade, seine Mitte dick und etwas eingedrückt, 
der Seitenrand ist in gleichmäfsigen Bogen gerundet, vor der Mitte 
am breitesten, dann nach der Basis zu eingezogen, die Oberfläche 
ist grob aber nicht narbig punktiert. Der Vorderrand der Liguln 
ist gerade. Der Halsschild ist so lang wie breit oder sehr 
schwach quer, die Oberfläche ist matt, kaum wahrnehmbar punktiert. 
Die Seitenränder sind meistens gebogen, nach hinten verengt und 
deutlich krenuliert, oft aber auch annähernd gerade und nahezu 
platt; die Basiswinkel sind stumpf, die Vorderwinkel verrundet, 
Vorder- und Hinterrand gerade. Schildchen mattschwarz, halb- 
kreisförmig mit angedeuteter Spitze. Flügeldecken purpurfarben 
bis schwarz, dann aber meist mit metallischen Seiten und bläu- 
licher Naht, nach hinten kaum erweitert, auf dem Rücken flach- 
gedrückt. Die Oberfläche zeigt 9 sehr feine, aber auf der Scheihe 
immer deutliche Punktreihen, deren Punkte nicht immer regelmäfsig 
stehen, und die nach der Seite und Spitze zu erloschen sind. Die 
Spitze und der Raum neben dem Seitenrand, ferner meist die 
letzten Zwischenräume zeigen sehr feine, weitläufig stehende 
Nabelpunkte, nur hart neben dem Seitenrand, der schon auf der 
Basis, jenseits der Schulterbeule kantig abgesetzt ist, sind diese 
Punkte kräftig. Beine gläuzend, schwarz, die Schenkel mit 
äufserst feinen, sehr weitläufigen Körnchen, die Schienen scharf 
längs gestrichelt. Alle Schenkel schlank, nur mit einer Kante 
an der ungefurchten Unterseite, am Ende jederseits mit einem sehr 
kleinen Zähnchen. An den Hinterschenkeln ist der innere Zahn 
gröfser und von der Spitze weiter entfernt als der äufsere. Alle 



H. Gebien : Revision der Pycnocerini Lac. 1 75 

Schienen gerade. Die vorderen beim Männchen von der Mitte 
an plötzlich verbreitert, die mittleren einfach, die hinteren etwas 
flach gedrückt, die Aufsenseite viel breiter als die Körperseite , 
sodafs von innen beide glatten Kanten gesehen werden, die Ver- 
breiterung ist namentlich beim Männchen deutlich. Unterseite 
glänzend schwarz. Prosternum zwischen den Vorderhüften breit 
furchig vertieft, das Ende niedergedrückt und als einzelne Tuberkel 
vorragend. Die Hinterbrust ist fein aber scharf längsgefurcht. 
Die Furche läuft nach vorn in dem grob gerunzelten intercoxalen 
Lappen in ein mehr oder weniger deutliches Grübchen aus. Die 
Seiten und die Epimeren der Hinterbrust sind glatt, unpunktiert. 
Das Abdomen ist äufserst fein und schwach lederrunzlig, seine 
Seiten unpunktiert. 

tf. Das männliche Geschlecht ist an den erweiterten Vorder- 
schienen kenntlich. 

$. Die hornigen Anhänge der weiblichen Geschlechtsorgane 
(siehe Fig. 10) sind sehr schlank, auch im Grundteil. Das vor- 
letzte Glied der griffelartigen Seitenteile ist undeutlich gekantet, 
es ist aber nicht wie bei der vorigen Art gerade an das zweite 
Glied gesetzt, sondern das letztere liegt schuppenförmig auf dem 
dritten, (vorletzten) Gliede , sodafs dieses an der Innenseite fast 
bis zum ei'sten Gliede hin zu verfolgen ist. 

Länge 32—38 mill. — Revidiert 47 Exemplare. 

In den meisten Sammlungen. 

Hab. Guinea: Goldküste (Akkra, Christiansburg), Asbante, 
Liberia, Assinie, Buguma, Hte. Cavally (Cöte d' Ivoir). 

3. Calostega cylindrica n. sp. 

Eine auffallende neue Art, die durch die zylindrischen, blau- 
grünen Fld. sehr ausgezeichnet ist. 

Kopf und Halssch. glänzend schwarz. Ersterer sehr fein 
aber deutlich punktiert, am Clvpeus gröber, der Epistom tief, in 
halbkreisförmigem, gleichmäfsigem Bogen ausgeschnitten, die Mitte 
nicht bezeichnet. Die Furche zwischen den Augengruben scharf, 
auch in der Mitte tief. Stirn durch flache Eindrücke uneben. Das 
dritte Fühlerglied ist etwas länger als das folgende, Glied 1 — 6 
sind perlig, glänzend, so lang wie breit, 7— 10 quer und wie das 
letzte durch gelbliches Toment matt, ihre Winkel ziemlich deutlich. 
Das letzte Glied ist so lang wie breit, mit spitzem Innen- und 
fehlendem Aufsenwinkel. Das Mentum ist höchstens l'/2 mal so 
breit als lang, der Vorderrand ist in der Mitte etwas eingezogen, 
die Seitenränder sind nicht gieichmäfsig gerundet, sondern etwas 



176 //. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

winklig, ebenso die Vorderecken, die Seiten sind wulstig abgesetzt, 
die vordere Partie der Oberfläche ist grob gerunzelt, die hintere 
Hälfte mit einigen flachen Gruben bedeckt; die gröfste Breite liegt 
in der Mitte. Der Vorderrand der Ligula ist gerade. Der Hals- 
schild ist in der Form variabel, er ist schwach quer, seine Seiten 
bei den beiden Männchen subparallel, oder doch nur sehr schwach 
gerundet, bei dem Weibchen kräftig gerundet. Diese Schwankungen 
in der Form beruhen aber wohl nicht auf geschlechtlichem Dimor- 
phismus, sondern sind nur wie bei voriger Art individuell. Die 
Überfläche ist glänzend, äufserst fein und weitläufig punktiert, 
durch individuell verschiedene Eindrücke uneben. Die Seitenränder 
sind sehr schwach krenuliert, Vorder- und Hinterrand gerade. 
Das Schildchen ist vollkommen halbkreisförmig, glatt, glänzend. 
Die Flügeldecken sind parallelseitig, stark gewölbt, von blau- 
grüner Farbe. Sie sind tief punktiert-gestreift, die Zwischenräume 
sind gewölbt, die Punkte der Streifen sind auf der Scheibe sehr 
fein, an den Seiten deutlicher. Hart neben der scharfen Seiten- 
kante, die aber erst an der Schulterbeule beginnt, an der Basis 
also nicht angedeutet ist, steht eine unregelmäfsige Reihe grober 
Punkte, der Raum daneben und die äufserste Spitze sind weitläufig, 
fein gekörnt. Die Streifen verschwinden weit vor der Spitze, ein 
Skutellarstreif ist vorhanden aber wenig deutlich. Die Schenkel 
sind schlank, die vorderen haben eine leistenförmig abgesetzte 
Unterkante, die mittleren und hinteren dagegen zwei. Alle Schenkel 
mit zwei sehr kleinen Endzähnchen an der Unterseite, nur der 
innere Zahn an den Hinterschenkeln ist gröfser, die Oberfläche ist 
glänzend, unpunktiert, die der Schienen sehr schwach nadel- 
rissig. Alle Tibien gerade, höchstens sind die der Vorderbeine 
schwach gekrümmt zu nennen, diese beim <$■ ohne Auszeichnung, 
die hinteren sind etwas abgeflacht. Die Unterseite ist schwarz, 
glänzend. Die Hinterbrust hat eine sehr schwache Längsfurche, 
ihre Seiten und die Epimeren sind punktiert. Das Abdomen ist 
glänzend glatt, sehr schwach lederrunzlig. 

Die äufseren Geschlechtsorgane der Weibchen sind denen der 
vorigen Art ähnlich; diese Aehnlichkeit ist aber eine rein äufser- 
liche, durch die schlanke Gestalt bedingt. In Wirklichkeit steht 
die Art der crassicornis was die Bildung der Genitalien betrifft, viel 
näher. Das zweite Glied setzt sich gerade an das dritte, liegt 
ihm also nicht auf. Beide Glieder sind an der Ventralseite kantig. 

Länge 32—34 mill. 2 J\ 1 2 aus dem Brüsseler Museum. 

Congo, Lingunda (L. Mairesse). (Schlufs folgt.) 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 177 



Revision der Gruppe Cleonides vrais. 

Von 
J. Faust, f 



Mandibulae nudae vel crinis parcis obsitae. 

Cicatrix mandibularum nulla. 

Pygidium obteclum. 

Epistema metathoracis lata. 

Epimera mesolhoracis haud ascendenlia? 

Epimera mesolhoracis manifesta et coxas posticas ab elytrorum 

margine disjungentia? 
Frons inter oculos quam rostrum latior. 
Antennae subgeniculafae, articulo seplimo clavam adnexo. 
Scrobs antennalis in utroque sexu fere usque ad rostri apicem 

ductus. 
Elytra 10-striata, Stria decima integra. 

Tibiae apice pseudocavernosae 1 ), apice intus mucronatae*). 
Tarsi i-articuiali. 
Trochanter seta erecfa munitus. 

Nach Erscheinen der Genera des Coleopteres par Lacordaire 
T. VI (1853) liegt nur die gröfsere Arbeit Chevrolat's über die 
Cleonides aller Länder (Mem. Soc. Liege [2] 1873) mit einem in 
Revue et Magazin Zoolog. 1871/72 p. 16 — 18 und 107—110 ent- 

l ) D. E. Z. 1883, p. 82. 

ä ) auch bei Epirhynchus; Schönherr Dispositio methodica p.87; 
nach Lacordaire 1. c. VI p. 426 „inermes au bout w . 

Anmerkung der Redaktion. 
Wir bringen hiermit Faust's letzte Arbeit (siehe Nekrolog, 
diese Zeitschrift 1903, p. 401 — 410) unverändert, so wie sie hinter- 
lassen worden ist, zum Abdruck in der Meinung, dafs trotz man- 
cher Mängel, die sich aus di j m Unterbleiben einer letzten zusam- 
menfassenden Redigiernng erklären lassen und trotz der Lücke, die 
sich bei der Gattung ßolhynoderes findet, in ihr doch eine solche 
Fülle von Arbeit und so zahlreiche synonymische Deutungen nieder- 
gelegt sind, dafs die Veröffentlichung doch zur Klärung dieser 
schwierigen Gruppe wesentlich beitragen wird. 

Deutsche Entomol. Zeitschrift 1904. Heft I. 12 



178 J. Faust: Revision der Gruppe Cteonides vrais. 

haltenen vorläufigen Katalog der Gattungen und Arten vor, in der 
eine Anzahl alter sowie neuer Gattungen und Arten beschrieben 
wird. Spätere neue Autoren von Faunen einzelner Länder haben 
die zahlreich aufgestellten Gattungen nur als Untergattungen aner- 
kannt, während die amerikanischen für ihre verbältnismäfsig ge- 
ringe Zahl von Cleonus-Arten wieder noch einige neue Gattungen 
aufgestellt haben. Die Zahl der seit Erscheinen des Münchner 
Katalogs bis 1. Januar 1901 in obigen Werken, sowie in kleineren 
faunistischen Arbeiten beschriebenen Arten ist eine recht bedeutende 
und hat mit wenigen Ausnahmen in diese Arbeit aufgenommen 
werden können. 

Das eine gewisse Anzahl von Typen enthaltende und auch 
sonst nicht unbedeutende Material des Königl. Zool. Museums in 
Dresden diente als Grundstock für diese Arbeit, die durch das 
Zool. Museum der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in 
St. Petersburg, das Museum d'histoire naturelle ä Paris, Museum 
royale d'histoire naturelle de Belgique, British Museum, das Wiener 
Hofmuseum, Museum für Naturkunde in Berlin, Museo civico di 
Storia Natorale, ferner durch viele Privatsammlungen die dankens- 
werteste Unterstützung fand. 

Von einem Eingehen auf die amerikanischen Arten mufste 
leider abgesehen werden, da sich das einschlägige Material nicht 
beschaffen liefs, dagegen konnten die amerikanischen Gattungen in 
der synoptischen Gattungstabelle berücksichtigt werden. 

Viel bedauerlicher aber war die Erfolglosigkeit sowohl pri- 
vater als auch musealer Bemühungen, aus der Sammlung des Hrn. 
Rene Oberthür in Reimes Typen von Gebier, Faldermann, Chevrolat 
und anderer Autoren zur Ansicht zu erhalten. Wie es scheint, hat 
Chevrolat diese gesehen, es aber leider unterlassen, sie näher zu 
beschreiben, wie er es mit diversen Typen Schönherr's aus dem 
Stockholmer Museum getan hat. 

Lacordaire kannte unter den Cleonides vrais nur zwei Gattun- 
gen (Leucockromas und Rhylideres Seh.) mit freien Krallen, von 
denen die zweite bereits zu den Hypsonotiden gebracht ist. Eine 
dritte (Hypsosternus Kirsch) Chevrolat unbekannt gebliebene hat 
Chevrolat nebst Leucochromus und der einkralligen Epir hynchus Seh. 
von den Cleonides vrais als Cleonides faux abgetrennt. Die Gat- 
tung von Kirsch gehört aber zu den Heilipiden in die Nähe von 
Typacrus Kirsch und die einkralligen Tarsen von Epirhynchus können 
besser als zwei vollständig verwachsene Krallen (es fehlt jegliche 
Spur einer zweiten verkrümmten Kralle) angesehen und deshalb 



J. Faust: Revision der Gruppe Cleonides vrais. 179 

die Gattung den Cleonides vrais {Cleoninae) mit nicht freien Krallen 
angereiht werden. Aufser Leucochromus gibt es nun noch sieben 
andere Gattungen mit freien Krallen, die zu den Cleonides faux 
(Paracleoninae) und zwei bisher zu den Hylobiides vrais gezählte 
Gattungen, die als Lepyrinae zu den Cleonides Lac. gehören, näm- 
lich Chrysolopus Seh. und Lepyrus Germ. 

Bei den Paracleoninae haben die Tarsen also zwei freie Krallen, 
d. h. die Krallen sind am Grunde getrennt, divergieren von hier 
aus und jede Kralle ist gebogen- pfriemenförmig und von zylindri- 
schem Querschnitt. Bei den Cleoninae kann man drei Arten von 
Krallen unterscheiden; entweder es ist nur eine pfriemenförmige 
vorhanden, oder zwei solche sind von der Basis an auf einer län- 
geren oder kürzeren Strecke verwachsen, oder die Krallen laufen 
an der Basis eine kürzere Strecke sehr schmal getrennt und parallel- 
seitig neben einander her, werden dann, indem sie am Ende dieser 
Strecke eine mehr oder minder scharfe Ecke zeigen, pfriemen- oder 
dornförmig und divergieren mehr oder weniger. 

Kennzeichen der Cleonides Lac. 

Mandibulae nudae vel crinis paucis obsitae, sed sine cicatrice. 

Epimera metathoracis manifesla inter coxas posticas et elijtrorum 
marginem sita. 

Epimera mesothoracis haud ascendentia. 

Articulus quartus tarsorum elongatus. 

Trockanteres seta ereeta muniti. 

Elytra lO-striata, Stria deeima integra. 

Tibiae apice pseudoeavernosae 1 ), apice intus mucronatae. . 

Die hierher gehörigen Gattungen zerfallen nun nach weiter 
unten folgender Tabelle in 5 Sektionen. 

Von diesen Sektionen repräsentieren die Paracleoninae und 
Cleoninae die Cleonides vrais Lac, um deren Vertreter es sich 
speziell handelt. Allerdings ist die Grenze zwischen den Cleoninae 
und Lixinae nicht scharf zu ziehen, weil einige beschriebene Arten 
der ersteren die Uebergänge zu letzteren (Trachydemus rugosus, 
Xanthochelus superciliosus, Cylindroplerus Luxerii, Lixomorphus bar- 
barus Chevr.) und umgekehrt einige der unter Lixus oder Larinus 
geführten Arten wie z. B. Larinus bombyeinus, Lixus spartii, myagri, 
meles, Scaphomorphvs vibex die Uebergänge zu den Cleoninae ver- 



l ) D. E. Z. 1883, p. 82. 

12" 



180 J. Faust: Revision der Gruppe Cleonides vrais. 

mittein. Um zu einem ganz befriedigenden Resultat zu gelangen, 
hätte gleichzeitig mit den Cleoninae auch die Revision der Lixinae 
erfolgen müssen. Aus verschiedenen Gründen mufste letztere unter- 
bleiben und jüngeren Kräften überlassen werden. Es sind daher 
in diese Arbeit solche mir bekannt gewordene Arten aufgenommen, 
die den bisher beobachteten Rahmen für die Cleonides vrais nicht 
überschreiten. 

Nicht in diesen Rahmen gehören: 
Hypsosternus setipes Kirsch, wie bereits erwähnt. 
Cleonus sycophanta Fairm. Rev. zool. 1879, p. 212 

= Lixus soricinus Mrsh. 
Eututomatus bigibbosus Desbr. Frelon 1893, III, p. 12 

= Lixus lateripictus Fairm. 

Cleonus labronicus Lopez, Atti Soc. Tose. VI, 1889, p. 127 ist von 

Baudi in Mus. civil. 1893, p. 155 als Lixus myagri erkannt. 

Mycotrichius longipilis Fairm. Ann. Belg. 1896, p. 469 gehört 

nach Ansicht des Typus zu den Lixinae. 

Die grofse habituelle Verschiedenheit einzelner Arten legte 
ihre generische Trennung nahe; zu einer solchen sind nicht nur 
die von Motschulsky und Chevrolat 1 ) angeführten Merkmale, sondern 
auch noch Entwicklung der Augenlappen, Richtung der Fühlerfurche, 
Länge der Hinterbrust und des zweiten Hintertarsengliedes, Zeich- 
nung des Abdomens, Form der Decken (mit oder ohne Schultern), 
ferner ihre Bekleidung (beschuppt oder behaart), das dritte Hinter- 
tarsenglied (ob mit, oder ohne Schwammsohle), Bewehrung der 
Vorder brüst (mit oder ohne Tuberkel vor den Hüften) benutzt 
worden. Von diesen variieren namentlich die vier letzten Merk- 
male mehr oder weniger in einigen Gattungen, die daher in den 
Tabellen wiederholt an verschiedeneu Stellen vorkommen. 



*) Die Entfernung der Augen von den Augenlappen des Hals- 
schildes, die Chevrolat in den Mem. Soc. Liege ser. 2, t. V, Sep. 
pag. V glaubte benutzen zu können, ist eine von der zufälligen 
Kopflage abhängige und vom Autor bei Aufstellung seiner fünf 
Sektionen nicht verwertet worden. 



J. Faust: Generische Ueber sieht der Cleonini. 181 

CLEONINL 

Mandibeln obne Narbe, Hinterhüften vom Deckenaufsenrande 
durch die sichtbaren Hinterbrustepimeren geschieden. 
A. Tarsenglied 4 mit 2 freien Krallen, Rüssel nie cylindrisch «. 

— Tarsenglied 4 mit 2 am Grunde eine kurze Strecke schmal 
getrennt und parallelseitig, dann eine mehr oder minder 
scharfe Ecke bildenden, dornförmigen oder im Basalteil ver- 
wachsenen Krallen, selten nur mit einer Kralle (Epirhynchus 
Scb.), dann aber Rüssel von der Stirn beiderseits durch eine 
Schrägfurche abgesetzt p*. 

a. Fühler vollständig gekniet, Geifselglied 7 von der Keule 
geschieden, Stirn zwischen den Augen schmäler oder doch 
nicht breiter als der Rüssel, Tarsenglied 3 mit vollständiger 
Schwammsohle, Schildchen deutlich, Rüssel mit ganz oder 
beinahe ganz verrundeten Seitenkanten, Hinterschienen mit 
schmalem falschen Körbchen (Ckrysolopus Seh., Lepyrus 
Seh.)- Lepyrinae. 

— Fühler unvollständig gekniet, Stirn zwischen den Augen 
breiter als der Rüssel, Tarsenglied 3 ohne oder nur mit 
unvollständiger Schwammsohle 1 ) (Paracleoninae) . . . 1. 

1. Thoraxbasis 2 buchtig, abgerundet oder beiderseits schräg 
abgestutzt 2. 

— Thoraxbasis gerade abgestutzt, Rüsselrücken mit 2 breiten 
nach hinten konvergierenden Furchen und einem nach vorn 
verbreiterten Mittelkiel, Hinterbrust kürzer als der Mittel- 
hüftendurchmesser, Geifselglied 2 länger als 1, Hintertarsen- 
glied 2 und 3 an Länge kaum verschieden 

1. Leucochromus Mots. 

2. Decken mit Schultern, Rössel höchstens 3-kielig, Hinter- 
tarsenglied 3 ohne, oder nur mit Spuren von Schwanimsohle 3. 

— Decken ohne Schultern, Rüssel 5 kielig, Hintertarseuglied 3 
mit unvollst. Schwammsohle, Hinterbrust viel kürzer als der 
Mittelliüftendurchmesser, Geifselglied 2 nicht länger als 1, 
Vorderschienen unten mit spitzigen Körnern (Afrika) . 

2. gen. n. Pentatropis. 

3. Hinterbrnst kürzer als Mittelhüftendurchmesser, Rüssel unten 
an der Basis durch eine Quei furche zahnartig abgesetzt, 
seine Seitenkanten, bis über die Augen hinaus, kielartig 
fortg setzt 3. Koenigivs Heyd. 

— Hinterbrust nicht kürzer als der Mittelhüftendurchmesser, 
Rüssel unten an der Basis ohne Querfurche , seine Seiten- 
kanteu nicht bis über die Augen hinaus fortgesetzt ... 4. 

1 ) Augenlappen stark verbreitert (ausgencmraeE Pletfrocteonvs), 



182 J. Faust: Genetische Uebersichl der Gleonini. 

4. Geifselglied 2 viel läDger als 1, Hintertarsenglied 2 länger 

als 3 6. Ckromonotus Mots. 

— Geifselglied 2 kürzer als 1 5. 

5. Hintertarsenglied 2 nicht oder kaum länger als 3, Rüssel 
kürzer als der Kopf, wenigstens die Vorderschienen unten 
mit Dornspitzen, Schienen mit sehr schmalen, falschen, bei- 
nahe offenen Körbchen 6. 

— Hintertarsenglied 2 deutlich länger als 3, Rüssel mindestens 

so lang als der Kopf, die Schienen unten ohne Dornspitzen 7. 

6. Rüssel von der Stirn nicht abgesetzt, Hinterbrust nur so lang 
als der Mittelhüftendurchmesser, Hintertarsenglied 2 = 3, 
Schuppen der Decken rundlich ... 4. Cossinoderus Chvr. 

— Rüssel von der Stirn durch einen Quereindruck abgesetzt, 
Hinterbrust fast doppelt so lang als der Mittelhüftendurch- 
messer , Hintertarsenglied 2 wenig länger als 3, Schuppen 
der Decken aus 2 gespreizten Haaren bestehend .... 

5. Trichocleonus Mots. 

7. Rüssel mit Mittelkiel, 3. und 4. Abdominalsegment mit einer 
Querreihe von 5 und 2, Abdominalsegment mit 3 Kahl- 
makeln, Augenlappen kräftig entwickelt 7. gen. n. Monolop litis. 

— Rüssel dreifurchig, Abdomen und Beine nur mit schwarzen 
Punkten irroriert, Augenlappen höchstens angedeutet . . 

8. Pleuro cleonus Mots. 
ß. Fühlerfurche bis nahe zum Mundwinkel fortgesetzt und hier 
am Ende von vorn sichtbar, Hintertarsenglied 2 ebenso 
lang oder länger, selten kürzer als 3, Rüssel beim r^ und £ 
an Länge nicht oder kaum verschieden und selten von zylin- 
drischem Querschnitt, Körper selten bepudert Cleoninae a. 

— Fühlerfurche nicht bis nahe zum Mundwinkel fortgesetzt und 
am Ende von vorn nicht sichtbar, Hintertarsenglied 2 kürzer 
oder so lang, sehr selten wenig länger als 3, Körper bepudert 8. 

8. Rüssel mit wenn auch stumpfen Seitenkanten, Fühlerfurchen- 
oberkante den Augenunterrand tangierend , Geifselglied 7 
nicht an die Keule geschlossen {Rhinocyllus Germ., Banga- 
sternus Gozis) R hinoey llinae m 

— Rüssel von zylindrischem Querschnitt . . . Lixinae s. 
s. Oberkante der Fühlerfurche tangiert den Augenunterra id 

Larinus Germ., Hyp olixus Desbr., La rin o dontus Fst. 

— Fühlerfurchenoberkante weit unter das Auge gerichtet . . C. 
£. Rüssel bis zur Spitze gleich breit 

Li xus Fabr., lleömus Seh., Slolatus Muls. 

— Rüssel zur Spitze verengt . .... Micr o larinus Hochh» 



J. Faust: Gattungstabelle der Cleoninae. 183 

Cleoninae. 

Gattungstabelle (Cleonides vrais). 

u. Rüssel nie von ganz zylindrischem Querschnitt, stets mit mehr 
oder minder deutlichen Seitenkanten, an der Spitze mehr oder 
weniger verbreitert (Gegensatz S. 189). 

ß'. Thoraxbasis abgestutzt, ihre Mitte gegen das Schildchen nicht, 
oder kaum vorgezogen. 
8'. Abdominalfortsatz so breit als die Hinterhüfte, Hintertarsenglied 
3 ohne Schwammsohle und bedeutend kürzer als 2, Geifsel- 
glied 2, wenn auch nur wenig, länger als 1, Decken hinten mit 
erhabener Schwiele, Thorax in der Basalbälfte mit mehr oder 
minder scharfem Seitenrande . . .21. Gonocleonus Chvr. 

8. Abdominal fortsatz schmäler als die Hinterhüfte, Thorax ohne 
scharfe Seitenkanten. 

9'. Fühl er furchen unten an der Rüsselbasis durch eine Querfurche 
verbunden, der Rüssel hier, von der Seite gesehen, zahnförmig 
abgesetzt, Hintertarsenglied 2 länger als 1, Geifselglied 2 nicht 
kürzer als 1 18. Leucosomus Mots. 

9. Fühlerfurchen unten nicht verbunden der Rüssel hier nicht 
zahnförmig abgesetzt. 

10'. Decken ohne Schultern, Hintertarsenglied 2 bedeutend länger 
als 3, Geifselglied 2 kürzer als 1, Hinterbrust kürzer als der 
Abdominalfortsatz breit ist. 

11'. Rüssel mit zwischen 2 Furchen liegendem und an der Spitze 
erweiterten Mittelkiel, Fühlerfurchenoberkante weit unter das 
Auge gerichtet, Bauchsegmente ohne eine Querreihe von Kahl- 
punkten, Decken behaart 25. Isomerus Mots. 

11. Rüssel weder gekielt noch gefurcht, Fühlerfurchenoberkante 
tangiert den Augenunterrand, Bauchsegmente mit einer Querreihe 
von Kahlpunkten, Decken beschuppt 10. gen. n. Microcleonus. 

10. Decken mit Schultern, Hintertarsenglied nicht oder nur wenig 

länger als 3, Geifselglied 2 länger als 1 

24. (für Exochus Chv.) Epilectus. 

ß. Thoraxbasis zweibuchtig, abgerundet oder beiderseits schräg 
abgestutzt. 

Anmerkung. Die Arten derjenigen Gattungen, die mit keiner 
Nummer versehen sind, wurden nicht analytisch bearbeitet und finden 
bich nur im Katalog der Oleoniden, am Schlufs dieser Arbeit, auf- 
gezählt 



184 J. Faust: Gathmgstabelle der Cleoninae. 

12'. Decken beschuppt, die hellen Schuppen rund lanzettlig, hirse- 
korn- oder kommaförmig, zipfelig oder aus Haaren büschelartig 
zusammengesetzt, Rüssel von der Stirn nie abgesetzt. 

13'. Geifselglied 2 nicht länger als 1. 

14'. Hintertarsenglied 2 nicht länger als 3, Abdominalsegmente mit 
einer Querreihe von Kahlpunkten oder schwarz irroriert, Fühler- 
schaft kurz, Decken mit Schultern 35. s. 38. Pachycerus Seh- 

14. Hintertarsenglied 2 viel länger als 3, Abdominalsegmente nie 
mit einer Querreihe von Kahlpunkten. 

15'. Hinterbrust länger als der Abdominalfortsatz breit, die hellen 
Schuppen auf den Decken bestehen aus 2 gabelförmig gestell- 
ten Haaren , Prosternum vor den Hüften mit einer Tuberkel, 
Decken mit Schultern . 53. siehe 40'. Co n i o cleo nus Mots. 

15. Hinterbrust kürzer als der Abdominalfortsatz breit, die hellen 
Schuppen auf den Decken bestehen nie aus 2 gabelförmig ge- 
stellten Haaren . . 56. siehe 28a. St ephanocleonus Mots. 

13. Geifselglied 2 länger als 1. 

16'. Rüssel kürzer als der Kopf und nie gefurcht, Decken parallel- 

seitig, Hinterbrust länger als Abdominalsegment breit. 
17'. Vorderhüften aneinanderstofsend , Prosternum vor den Hüften 

mit stumpfem Tuberkel, Schildchen nicht sichtbar .... 

30. Entymetopus Mots. 

17. Vorderhüften schmal getrennt, Prosternum vor den Hüften 
ohne Tuberkel, Schildchen deutlich 31. subg.? Eury sternusFst. 

16. Rüssel mindestens so lang oder länger als der Kopf, mit Mittel- 
kiel und gewöhnlich mit 2 Furchen. 

18'. Decken ohne Schultern, Hinterbrust kürzer als Mittelhüften- 
durchmesser, Basis tief dreieckig ausgeschnitten (Stephanophorus 
Chvrl. ex. p.) 26. Chromosomus Mots. 

18. Decken mit Schulter, ihre Basis flacher, aber tiefer zweibuchtig. 
19'. Hinterbrust kürzer oder kaum so lang als der Mittelhüften- 
durchmesser. 

20'. Rüssel mit 2 deutlichen Furchen und scharfem Mittelkiel, Ab- 
domen mit Kahlpunkten irroriert 27. St 'ep hanophorus Chvr. 

20. Rüssel ohne Furchen, mit stumpfem Mittelkiel, Abdomen nie 
mit. Kahlpunkten irroriert 27. M enecleonus. 

19. Hinterbrust länger oder so lang als Mittelhüftendurchmesser 

27. Bolhijno deres Seh. 

12. Decken behaart, selten beschuppt, dann aber Rüssel von der 
Stirn durch eine Querfurche abgesetzt. 

20'. Decken ohne Schultern, selten mit solchen, dann aber Bauch- 
segmente 2, 3, 4, 5 aufsen an ihrer Basis mit einem Grübchen. 



./. Faust: Gatlvvflstabelle der Vleoninae. 185 

21'. Hinterbrust mindestens so lang als der Mittelhüftendurehmesser 
und länger als der Abdominalfortsatz breit, Rüssel mit 2 nacb 
hinten zuweilen konvergierenden Furchen, Abdomen symme- 
trisch gemäkelt 42. gen. n. Cosmo rjaster. 

21. Hinterbrust kurzer als Mittelhüftendurehmesser. 

22'. Prost ernum vor den Hüften mit einem Tuberkel oder Längs- 
kiel, Hintertarsenglied 2 nicht oder kaum länger als 3, Geifsel- 
glied 1 deutlich länger als 2. 

2-H'. Rüssel von der Stirn durch eine Querfurche abgesetzt, ohne 
Mittelkiel und mit angedeuteten oder ohne Furchen; Beine und 
Abdomen schwarz irroriert, Fühlerschaft kurz, nicht länger als 
die 4 ersten Geifselglieder ; Körper zylindrisch, dann spärlich 
beschuppt, oder lang eiförmig, dann behaart, stets aber Ober- 
seite gekörnelt 37. siehe 43'. (Rhabdorhynchiis) Anisocleonus. 

23. Rüssel von der Stirn nicht abgesetzt, Rüssel mit Mittelkiel und 
mit 2 Furchen, Beine und Abdomen nicht irroriert, Fühlerschaft 
länger als die 4 ersten Geifselglieder 22. Eumecops Hocbb. 

22. Vorderbrust vor den Hüften ohne Tuberkel oder Längskiel. 
24'. Hintertarsenglied 2 länger als 3, Fühlerfurchenoberkante weit 

unter das Auge gerichtet. 
25'. Geifselglied 2 länger als 1 , oder von ihm an Länge kaum 
verschieden, Tarsenglied 2 nur wenig länger als 3, dieses mit 
vollständiger Schwammsohle, Rüssel mit Mittelkiel und 2 Fur- 
chen, Abdominalsegmente 3,4,5 aufsen an ihrer Basis mit einem 

Grübchen, Augen sehr lang oval 

45. siehe 48'. gen. n. Atacto gast er. 

25. Geifselglied 2 viel kürzer als 1, Tarsenglied 2 fast doppelt so 

lang als 3, dieses höchstens mit Spuren von Schwammsohle 

56. siehe 15. u. 28a. Stephanocleonus Mots. 

24. Hintertarsenglied 2 nicht länger als 3. 

26\ Geifselglied 2 länger als 1, Rüssel mit 2 Furchen und 3 Kielen, 
Abdominalsegmente symmetrisch gemäkelt. 

27'. Fühlerfurchenoberkante weit unter das Auge gerichtet, Rüssel- 
mittelkiel gegen die Spitze gabelförmig, Hintertarsenglied 3 
nicht oder wenig erweitert und ohne oder mit unvollständiger 
Schwammsohle 46. gen. n. Calodemas. 

27. Fühlerfurchenoberkante tangiert den Augen unterrand, Rüssel- 
mittelkiel gegen die Spitze nicht gabelförmig gespalten, Hinter- 
tarsenglied 3 stärker erweitert und mit vollständiger Schwamm- 
sohle 19. subg. Ambly somus. 



186 J. Faust: Gattnngstabelle der Cleoninae. 

26. Geifselglied 2 kürzer als 1, Rüssel nur mit Mittelkiel, Abdo- 
minalsegmente schwarz irroriert, nicht symmetrisch gemäkelt, 
Fühler fnrchenoberkante weit unter das Auge gerichtet (neben 
Mecaspis) 40. Pseudocleo?ius Mots. 

'20. Decken mit Schultern. 

28'. Hinterbrust zwischen den Hüften länger, selten kaum kürzer 
als der Mittelhüftendurchmesser, dann aber nicht kürzer als 
der Abdominalfortsatz breit. 

29'. Abdominalsegmente symmetrisch dunkel gemäkelt, die Makeln 
seitlich zuweilen zusamrnenfliefsend. 

30'. Abdominalsegmente nie mit einer Querreihe von Kahlmakelu, 
Rüssel nie mit durchgehender Mittelfurche. 

30a'. Rüssel zur Spitze leicht verengt, mit 2 unregelmäfsigen Seiten- 
furcben, 2 inneren abgekürzten basalen, um den Stirnpunkt 
konvergierenden Furchen und vorne mit einer abgekürzten 
Mittelfurche, Halsschild ungleich mäfsig nackt gekörnt, Hinter- 
tarsenglied 3 mit vollständiger Schwammsohle und nicht kürzer 
als 2, Geifselglied 2 kürzer als 1, die dunklen Abdominal- 
makeln zuweilen verblafst 14. Xenomacrus. 

30a. Rüssel zur Spitze nicht verengt. 

31'. Augen lang, unten gerundet, Augcnlappen entwickelt. 

32'. Hintertarsenglied 2 deutlich länger als 3, Geifselglied 2 länger 
als -I 9. Tetrag onol \horax Chv. 

32. Hintertarsenglied "2 nicht länger als 3, Augenlappen nicht sicht- 
bar oder gleichmäßig sehr kurz gewimpert. 

33'. Rüssel vom Kopf jederseits durch eine Schrägfurche abgesetzt 
und mit stumpfem Mittelkiel, Schildchen deutlich. 

34'. Krallenglied nur mit einer Kralle, Fühlerfurchenoberkante tan- 
giert das Auge 32. Epirhynchus Seh. 

34. Krallenglied mit 2 hinten \ erwachsenen Krallen, Fühlerfurcbe 
weit unter das Auge gerichtet .... 33. Nomimonyx. 

33. Rüssel vom Kopf nicht abgesetzt, Füblerfurchenoberkante tan- 
giert den Augenunterrand. 

35'. Rüssel mit scharfem Mittelkiel. 

36'. Mittelkiel vorn gabelförmig gespalten, Stirn kürzer oder länger 

gefurcht. 
37'. Hintertarsenglied 3 nicht erweitert und höchstens mit Spuren 

von Schwammsohle, Geifselglied 2 deutlich länger als 1, Schenkel 

ohne zahnförmige Erweiterung 17. gen n. Dicranotropis. 
37. Hintertarsenglied 3 erweitert und mit vollständiger Schwamm* 

sohle, Geifselglied 2 deutlich kürzer als 1, Vorderschenkel 



./. Faust: Gattunystabelle der Cfeoninae. 187 

unten zabnförmig abgesetzt 

(bei Calodemas) 15. Neocleonns Chv. 

36. Mittelkiel vorn nicht gabelförmig gespalten, Stirn ungefurcht, 
Geifselglied 2 deutlich länger als 1 20. gen. n. Phaulosomus. 

35. Rüssel ohne Mittelkiel, dagegen mit 2 basalen, gewöhnlich 
zum Stirnpunkt konvergierenden Furchen; Geifselglieder 1 und 
2 an Länge nicht oder kaum verschieden, Fühlerfurchenober- 
kante taugiert die Augenunterkante 16. Pycnodac tylus Chv. 

31. Augen kürzer, apfelkornförmig, unten zugespitzt, Augenlappen 
nicht entwickelt, dafür ihre Stelle verschieden lang gewimpert, 
Geifselglied 2 bedeutend länger als 1, Rüssel vorn mit gega- 
beltem Mittelkiel und hinten mit 2 basalen Furchen; Abdomi- 
nalsegmente 3 und 4 mit nicht scharfen dunklen symmetrischen 
Makeln 54. Chrom oderus Mots. 

30. Abdominalsegmente mit einer Querreihe von Kahlpunkten. 

38'. Rüssel länger, mit mehr oder weniger deutlicher Mittelfurche, 
Seitenkanten stumpf, Fühlerschaft länger als die Geifsel, Ab- 
dominalsegmente mit einer Querreihe von Kahlpunkten . 

57. Xanthoc helus Chv. 

38. Rüssel kurz, ohne Spur von Mittelfurche, seine Seitenkanten 
scharf, Fühlerschaft viel kürzer als die Geifsel, Abdominal- 
segmente mit einer Querreihe von Kahlpunkten oder schwarz 
irroriert 35. siehe 14'. Packycerus Seh. 

29. Abdominalsegmente ohne dunkel behaarte symmetrische Makeln 

und ohne eine Querreihe von Kahlmakeln. 
39'. Augenlappen nicht entwickelt, ihre Stelle mit ungleich langen 

Haaren gewimpert, Rüssel zweifurchig 48. Cyphocleonus Mots. 

39. Augenlappen entwickelt, ungewimpert oder mit gleich kurzen 
Haaren gewimpert. 

40'. Tarsenglied 2 deutlich länger als 3, Hinterbrust mindestens so 
lang als Abdominalfortsatz breit 53. s. 15'. Coniocleonus Mots. 

40. Tarsenglied 2 nicht deutlich länger als 3. 

41'. Wenigstens die Vorderschienen unten gekörnelt, Geifselglied 2 
kürzer als 1, Abdomen irroriert. 

42'. Augen kurz, Oberkante der Fühlerfurche weit unter das Auge 
gerichtet, Rüssel mit Mittelkiel, dieser im Spitzenteil gabel- 
förmig; Hinterbrust so lang als der Mittelhüftendurchmesser, 
Hintertarsenglied 3 wenig erweitert und nur teilweise mit 
Schwammsohle 47a. gen. n. Ephimeronotus. 

42. Aus;en länger, Oberkante der Fühlerfurche tangiert den Augen- 
unterrand. 



188 J. Faust: Gattungstabelle der Cteoninae. 

43'. Hinterbrust deutlich länger als Mittelhüftendurchmesser, Rüssel 
weder gekielt noch deutlich gefurcht, Thorax gekörnelt, Fühler 

dick, ihr Schaft kurz (Pachycerns subg.) 

36a. siehe 23'. Rhabdorhynchus Mots. 
-13. Hinterbrust wenig kürzer als Mittelhüftendurchmesser, Rüssel 

mit 2 Furchen und einem breiten stumpfen Mittelkiel. 
44'. Der Mittelkiel ist ungefurcht, Hintertarsenglied 3 mit unvoll- 
ständiger Schwammsohle, Thorax und Decken granuliert . . 

49. gen. n. Adosomus. 

44. Der Mittelkiel ist nur in der vorderen Hälfte oder ganz ge- 
furcht, Hintertarsenglied mit vollständiger Schwammsoble, 
Schildchen meist immer deutlich .... 51. Cleonus i. sp. 

41. Keine der Schienen unten gekörnt, Hintertarsenglied 3 mit 
vollständiger Schwammsohle. 

45'. Oberkante der Füblerfurche tangiert die Augenunterkante, 
Geifselglieder 1 und 2 an Länge kaum verschieden, Rüssel 
mit Mittelkiel und 2 Furchen. 

46'. Hinterbrust deutlich länger als der Mittelhüftendurchmesser, 
Rüssel an der Spitze nicht dreieckig eingedrückt, Decken ohne 
helle Querbinde auf dunklem Grunde, Körper Lixus artig be- 
stäubt Trachy demus Chvr. 

46. Hinterbrust kaum so lang als der Mittelhüftendurchmesser, 
Rüssel an der Spitze dreieckig eingpdiückt, Decken mit heller 
Querbinde auf dunklem Grunde, Körper nicht bestäubt, Ab- 
dominalsegment 3, 4, 5 aufsen an der Basis mit mehr oder 
weniger deutlichem Grübchen. . . 45. gen. n. Nemoxenus. 

45. Oberkante der Fühlerfurche weit unter das Auge gerichtet, 
Rüssel mit Mittelkiel, Hinterbrust so lang als der Mittelhüften- 
durchmesser. 

47'. Geifselglied 2 nie länger als 1, Schildchen nicht sichtbar . . 

55. Leucomigus Mots. 

47. Geifselglied 2 kürzer als 1, Schildchen deutlich 39. MecaspisSch. 
28. Hinterbrust kürzer als der Mittelhüftendurchmesser, Hinter- 
tarsenglied 2 länger als 3. 

28a'. Hintertarsenglied 3 mit vollständiger Schwammsohle. 

48'. Abdominalsegmente von 3, 4, 5 aufsen an ihrer Basis mit einem 
Grübchen, Geifselglieder 1 und 2 an Länge kaum verschieden, 
Hinterbrust nur etwa halb so lang als der Abdominalfortsatz, 
Prosternum ohne Tuberkel 48. siehe 25'. gen. n. Alactogast er. 

48. Abdominalsegmente ohne Grübchen aufsen an der Basis, Geifsel- 
glied 2 bedeutend kürzer als 1, Hinterbrust nur wenig kürzer 
als Abdominalfortsatz. Prosternum vor den Hüfien mit Tuberkel 

11, gen, n. Eucleontis. 



J. Faust: Gattuugslabelle der Cleoninae. 189 

28a. Hintertarsenglied nie mit vollständiger Seh warn tnsohle, Hinter- 
brnst nur etwa halb so lang als Abdominalfortsatz, Prosternum 
mit oder ohne Tuberkel 56. siebe 15. St ephan ocleonus Mots. 

a. Rüssel von nahezu, oder ganz zylindrischem Querschnitt. 

y. Rüssel zur Spitze stark konisch, Augen apfelkernförmig, Geifsel- 
glied 2 länger als 1. 

1. Decken mit rundlichen, nie mit zipfligen Schuppen, Hinterbrust 
stets kürzer als die Mittelhüften und kürzer als Segment 1 
hinter den Hüften 28. Conorhynchus Mots. 

1'. Decken mit lanzettlichen oder gezipfelten Schuppen oder mit 
einfachen oder büschelförmig gestalteten Haaren bekleidet; 
Hinterbrust nie kürzer als der Mittelhüftendurchmesser und nie 

kürzer als Segment 1 der Hinterhüften " . 

29. subg. Temnorhinus Chv. 
/'. Rüssel parallelseitig oder nahezu so. 

2. Hinterbrust kürzer als Mittelbrustdurchmesser und kürzer als 
Segment 1 hinter den Hüften, Hintertarsenglied 2 höchstens so 
lang als 3, dieses mit Schwammsohle, Geifselglied 2 kürzer als 
1, Decken ohne oder nur mit angedeuteten Schultern. 

3. Rüssel mit Mittelfurche, Bauchsegmente mit einer Querreihe 
von Kahlpunkten, Vorderschenkel mit dornförmigem Zahn . 

11. Cent rode onus Chv. 
3'. Rüssel ohne Mittelfurche, Bauchsegmente ohne Querreihe von 
Kahlpunkten, Schenkel ungezähnt. 

4. Schienen unten gezähnelt, Rüssel kürzer und dicker. 

5. Augen lang, unten gerundet, sehr flach, Augenlappen stark ent- 
wickelt, Thorax und Decken gekörnelt, Rüssel gewöhnlich mit 
2 flachen Furchen 49. siehe 44'. Adosomus. 

5'. Augen kurz, unten zugespitzt, etwas gewölbt, Augenlappen 

schwach, Thorax und Decken nicht gekörnelt 

12. Cnemodontus Chv. 

4'. Schienen unten nicht gezähnelt, Rüssel länger und dünner, mit 
feinem, an der Spitze in eine dreieckige Platte erweiterten 
Mittelkiel gen. n. Lixomorphus. 

2'. Hinterbrust so lang oder länger als Mittelhüftendurchmesser. 

6. Hintertarsenglied 2 deutlich länger als 3. 

7. Decken mit Schultern, Rüssel länger und mit wenigstens in der 
Basalhälfte deutlicher Mittelfurche, Abdominalfortsatz schmäler 
als die Hinterhüften breit, Abdomen ungemakelt 

34. Mesocleonus Fst. 
7'. Decken ohne Schultern, Rüssel kurz ohne Mittelfurche, Ab- 
dominalfortsatz so breit als die Hinterhüfte, Körper kurz, nach 



190 J. Faust: Gattunfjstabefle der Cteoninae. 

vom und hinten verengt, Abdomen symmetrisch gemäkelt . 

(bei Adosomus) gen. n. ßrachycleonus. 
6'. Hintertarsenglied 2 kürzer oder höchstens so lang als 3. 

8. Decken mit Schultern. 

9. Bauchsegmente mit einer Querreihe von Kahlpunkten, Rüssel 
mit oder ohne Mittelkiel Xant hochelus Chvr. 

9'. Banchsegmente ohne eine Querreihe von Kahlpunkten 

10. Rüssel mit Mittelfurche, Bauchsegmente einfarbig bekleidet 

Liocleonus Mots. 
10'. Rüssel ohne Mittelfurche, mit oder ohne Mittelkiel, Bauch- 
segmente schwarz, selten nicht sichtbar punktiert. 

1 1 . Hinterbrust mindestens so lang als der Mittelhüftendurchmesser 
und so lang als Segment 1 hinter den Hüften, Hintertarsen- 
glied 3 wenigstens mit partieller Schwammsohle. 

12. Augenlappen kräftig entwickelt und nicht gewimpert, Schienen 
unten mit spitzen Körnern besetzt, Decken ohne helle und 
dunkle Längslinien 13. Prionorhinus Chvr. 

1 2'. Augenlappen schwach entwickelt, aber lang gewimpert, Schienen 
unten nicht sichtbar gekörnelt, Decken mit hellen und dunklen 
Längslinien (Typus viltatus Kirby) . . . Cleonidius Cas. 

11'. Hinterbrust höchstens so lang als der Mittelhüftendurchme3ser 
und höchstens so lang oder kürzer als Bauchsegment 1 hinter 
den Hüften, Augenlappen schwach entwickelt, aber lang ge- 
wimpert. 

13. Prosternum vor den Hüften ohne Tuberkel. 

14. Rüssel dünner, ohne Mittelkiel, die 3 ersten Tarsenglieder mit 
vollständiger Schwammsohle, Geifselglied 2 deutlich länger als 1 

gen. n. Aparotopus. 

14'. Rüssel dicker mit Mittelkiel, Hintertarsenglied 3 mit partieller 

Schwammsohle, Geifselglied 2 kürzer als 1 (Type fossus Chv.) 

Apleurus Chvr. 
13'. Prosternum vor den Hüften mit Tuberkel, Hintertarsenglied 3 

ohne Schwammsohle (Typus angulatus Lac.) 

subg. Dinocleus Cas. 
8'. Decken ohne Schultern, Hinterbrust länger als Mittelhüften- 
durchmesser und länger als Bauchsegment ] hinter den Hüften, 
die drei ersten Tarsenglieder mit vollständiger Schwammsohle 

Cy lindropterus Chvr. 



J. Favst: Ueb er sieht der Paracleoninae. 191 

Paracleoninae. 

1. Leucochromus Mots. 

Bull. Ac. Petrp. 1860, II, p. 539. 

Chevrolat, Mem. Soc. Liege (2) 1873, V, Sep. p. 2. 

Prolhorax basi truncatus, rostrum bisulcatum, eculi elongali infra 
rotundati, scrobs oculum non langem , elytra ovata, metasternmii 
inier coxas pnsticas et inlermedias quam hae aeque quam lalitudo 
processu abdominalis brevius, articulus qnartus tarsorum unguiculis 
liberis, articulus seeundus funiculi primo paalo longior. 

Im Habitus und auch durch die abgestutzte Thoraxbasis hat 

die Gattung Aehnlichkeit mit Epilectus (für Exochus Chv.), der am 

Grunde verwachsene Krallen, unten zugespitzte Augen, viel längere 

Hinterbrust hat. Gattungstypus imperialis Zubk. 

1 Thorax mit weifser durchgehender und von "2 breiteren nackten 

Längsbinden flankierter Mittel furche, Decken mit mehr oder 

weniger unterbrochenen weifsen Strichen auf beinahe kahlem 

Grunde, die Streifen auf den ungeraden Spatien viel schmaler, 

die 4 letzten Segmente mit einer Querreihe von 3 Kahl makein, 

die häußg zu einer Querbinde zusammenfliefsen , Hinter tarsen- 

glied 2 und 3 gleich lang. 14 — 21,5X6 — 11. Turcmenia, 

Aulie-ata ............ imperialis Zubk. 

— Thorax ohne Mittelfurche, ohne nackte Längsbinden, Decken 
hellstreifig, die Streifen aber an Breite kaum verschieden, die 
4 letzten Bauchsegmente mit einer braun behaarten Basalbinde, 
Hintertarsenglied 2 etwas länger als 3 2. 

2 Auf den Decken herrscht die dunkle Fäibung vor. 13 — 19 X 
5,5 — 7,8. Kirghisia, fl. Emba, Aulie-ata . . Lehmanni Men 

— Auf den Decken herrscht die helle Färbung vor consobrinusFst. 

L. imperialis Zubk. Bull. Mose. 1837, p. 71, t. 4, f. 5. 

An den 3 ersten Tarsengliedern sind die Vorderecken nicht 
nur nach vorn, sondern auch nach unten stark vergezogeu und beim 
$ unten mit leichter Schwammsohle versehen. 

L. Lehmanni Men. Mem. Ac. Petrop. 1849, VI, p. 251, t. 5, f. 2. 

Beim typischen Lehmanni aus der Kirghisensteppe herrscht auf 
dem Rücken die dunkle Färbung vor. Bei Aulie-ata (Turkst.) kom- 
men aufser den typisch gefärbten Stücken auch solche vor, bei 
denen der Deckenrücken bis auf die schmalen braunen Deckenstreifen 



192 /. Faust: Ueber sieht der Paracleoninae. 

grauweifs ist, und auf die durch einen besonderen Namen var. 
consobrinus aufmerksam gemacht werden soll. 

Bei einem aberranten c? der typischen Färbung stehen die 
Vorderhüften um reichlich 1 mill. auseinander, bei den übrigen cT 
und 2 aDer dicht zusammen. 

Erwähnenswert ist ferner eine mir von Dr. Staudinger und 
Bang-Haas vorgelegte Copula eines P. Lehmanni cf von Aulie-ata 
mit einem $ von imperialis. 

2. Pentatropis gen. n. 
Corpus cylindricum, rostrum breve subconicum b-carinatum, 
prothorax basi leviter bisinuatus, eltjtra prothoracis basi non vel 
vix laliora, arliculus primus funiculi seettndo pau/o longior, pedes 
crassi, tibiis praesertim anticis subtus granulis aculis obsitis, meta- 
sternum brevissimum, arliculus 4 US unguiculis liberis. 

Durch die zylindrische Körperform unterscheidet sich die 
Gattung von allen übrigen der Paracleoninae. Die Unterkante der 
Schienen ist mit einer Reihe spitzer Körnchen besetzt, von denen 
das vorderste vor der Spitze gröfser, dornförmig, ist. Die falschen 
Körbchen der Schienen sehr schmal. Die 3 ersten Tarsenglieder 
breit und kurz (beinahe gleich), 2 beinahe kürzer als 3, dieses 
zweilappig, alle in c^$ mehr oder weniger schwammsohlig. Augen 
länglich. Oberkante der Fühlerfurche tangiert die Augenunterkante. 
Von den 5 Rüsselkielen konvergieren die paarigen mittleren nach 
hinten und stofsen vorn mit den äufseren zusammen. Gattungs- 
typus formosus Fhrs. Seh. 

1 Decken mit weifsen Punktmakeln, die in der Mitte jeder Decke 
eine kurze Querbinde auf kahlem Grunde bilden .... 2. 

— Decken ohne weifse Punktmakeln, ihre Basis tief dreieckig 
ausgeschnitten, die 2 äufseren Spatien und der breite Aufsen- 
rand dicht weifs behaart, der Rücken rötlich fleischfarbig oder 
rötlich gelb. 12,5 — 15,5X4,8—5,5. Afr. mer. (cristatus Chvr.). 

s parsus Fhrs. 

2 Thorax und Decken ohne weifse Seitenbinde, ersterer mit 
beinahe abgestutzter Basis, grübchenartig punktiert, der Grund 
der Grübchen weifs behaart, ihre Ränder kahl, die Binde in 
der Mitte jeder Decke bildet einen nach vorn offenen Bogen und 
besteht aus je einer rundlichen Makel auf den Spatien 3, 5, 7, 
Spatien 1, 3, 8 und 9 in gröfserer Ausdehnung weifs. 10,5 — 12 
X4 — 5. (Capland) formosus Fhrs. 



J. Faust: Uebersicht der Paracleoninae. 193 

— Thorax und Decken mit breiter weifser Seitenbinde, jener nur 
mit leicht geschweifter Basis, an den Seiten ohne sichtbare 
Punkte, aber mit zwei etwas erhabenen kleinen Kahlpunkten; 
je eine weifse abwechselnd kleinere und gröfsere Makel auf den 
Deckenspatien 2, 3, 4, 5 stehen auf einer gröfseren dunklen 
Makel in einer von vorn nach hinten schrägen Linie, Basis von 
Spatium 1 und 3 mit einer kleinen weifsen Makel. 8,5X3,8. 
Capland blandus sp. n. 

P. formosus Fhr. Seh. (Pachycerus) VI, 2, p. 120. Cap b. sp. 

Chevrolat, aus dessen Sammlung der Typus stammt (ein <$), 
hat aus dem Schönherr'scheu Pachycerus einen Leucomigus 1 ) ge- 
macht. Schon die freien Krallen und die unten gezähnelten 
Schienen dieser Art zeigen, dafs sie weder zu der einen, noch zur 
andern Gattung gehören. Es lagen Stücke vor von Cap d. g. H., 
Namaqualand, Transvaal, Orlog river. 

P. spar su s Fhr. Seh. (Pachycerus) VI, 2, p. 120. 

Ebenso wie die vorhergehende gehört auch diese Art, die 
Chevrolat noch in denominandus ungenannt, weder zu Pachycerus 
noch zu Leucomigus', auch unterliegt es wohl keinem Zweifel, dafs 
Leucomigus cristalus Chv. 2 ), dessen Typus ein J* ist, mit sparsus 
Fhrs. Seh. identisch ist. Wohin der Typus des sparsus mit der 
Drege'schen Sammlung gekommen ist, aus der von Schönherr eine 
stattliche Anzahl Afrikaner beschrieben sind, konnte ungeachtet 
eifriger Nachforschungen nicht mit Sicherheit festgestellt werden 3 ). 
Es lagen Stücke vom Cap d. g. H., von Namaqualand, Transvaal 
und Orlog river vor. 

P. blandus sp. n. : Minor, cylindricus, subtus laferibusque dense 
albido- pubescens; prolhorace laleribus paraUelo , apice angustato 
haud contractu, dorso leviter punetato , in laleribus albis, punetis 
duobus parvis, elevatis, nudis, notato; elytris brevioribus sat fortiter 
remoteque slriato-punclatis, interstiliis planis, medio macula brunnea, 



J ) Mem. Soc. Liege (2) 1873, V, Sep. p. 106. 

2 ) loc. cit. p. 98. 

3 ) Ein Teil der Sammlung ist wohl an das Königl. Museum 
in Brüssel gekommen, jedoch ohne Bezeichnung, ob die Stücke 
Schönherr zur Beschreibung vorgelegen haben. 

Deutsche Entoraol. Zeitschr. 1904. Heft I. 13 



194 J. Faust: Uebersicht der Paracleoninae. 

vitta obliqua maculis rotundatis minoribus albidis includente, notatis. 
Long. 8,5 mill., lat. 3,8 mill. 
Karroo (Capland). 

Kleiner als die beiden vorhergehenden Arten und viel feiner 
skulptiert. Auf dem gelblichweifsen Rüsselrücken reicht nur der 
Mittelkiel bis zur nicht gefurchten Stirn, die übrigen 4 Kiele sind 
nur vorn eine kurze Strecke sehr deutlich, die äufseren im weiteren 
Verlauf undeutlich, die abfallenden Rüsselseiten braun behaart. 
Fühler viel dünner als bei den beiden andern Arten. Thoraxrücken 
bräunlich mit nicht scharf begrenzter weifslicher Mitte. Decken 
um \ länger als breit, hinter der Basis leicht quer eingedrückt, 
der Rücken weifslich, weniger dicht behaart als die Seiten, jede 
in der Mitte mit einer gröfseren braunen Makel, die eine aus 
rundlichen Punktmakeln zusammengesetzte weifse Schrägbinde ein- 
schliefst, Spatien 2,4,5,6 an der Basis bräunlich, 1 und 3 mit 
einer Punktmakel, Unterseite mit Ausnahme der weifsen Beine hell 
isabellenförmig, das Abdomen ungemakelt. 

1 $ aus dem Mus. Peringuey. 

3. Koenigius Heyden. 
D. E. Z. 1899, p. 256. 

Metasternum inter coxas intermedias et posticas breve, processu 
mesosternalis latitudine subaequilongo, tarsi angusti, hispidi, arti- 
culus 2 n9 tertio longior quartus unguiculis liberis , rostrum subtus 
basi subito humilius , supra medio carinatum, marginis exterioribus 
acutis, postice et supra oculos valde elevatis, scrobis antennarum 
longe sub oculos ductis, prothorar lobis ocularibus triangularibus, 
basi rotundalus, elytra prothorace latiora. 

Die Gattung scheint auf den ersten Blick eine Byrospagide 
zu sein, ist aber ein von allen übrigen scheinbar sehr abweichen- 
des Cleoniden -Genus; von den auffälligen Eigenschaften finden sich 
der unten an der Basis durch eine Querfurche plötzlich abge- 
setzte Rüssel auch bei Leucosomus Mots. und Anfänge zu über 
den Augen erweiterten Rüsselseitenkanten bei Pentatropis und Gono- 
cleonus, bei keiner Gattung aber die hohe kielartige Erweiterung, 
die mit dem Augenhinterrande abschneidet. Von Pentatropis 
trennen sie der ganz andere Habitus, das kurze zweite Tarsenglied, 
die unten nicht gezähnelten Schienen, der viel längere und unten 
an der Basis abgesetzte Rüssel u.s.w., von Leucosomus und Gono- 
cleonus schon die freien Krallen. 



J. Faust: Ueber sieht der Paracleoninae. 195 

Abdominalfortsatz kaum schmäler als die Hinterhüfte breit, 
Körbchen der Schienen scheinbar offen, Geifselglieder 1 und 2 
von nahezu gleicher Kürze, 7 das längste; Vorderrand des Thorax 
hinter den Augen dicht und lang gewimpert. Gattungstypus : 

K. palaestinus Heyden D. E. Z. 1899, p. 256. 

Aufser dem Typus aus dem südlichen Palaestina haben nur 
noch Stücke aus Aegypten (Museum Berlin und Dresden) vorge- 
legen. Ihre Gröfse variiert 9 — 14x4,2 — 6,5 mill. 

4. Cossinoderus Chevr. 

Mem. Soc. Liege (2) 1873, V, Sep. p. 49. 
Porocleoniis Mts. Bull. Ac. Petr. 1860, p, 539. 

Rostrum brere, anfice medio canaliciilatnm, marginibus laterali- 
bus obtusis, oculi infra acuminati ; prothorace basi bisinuato; elytra 
prothorace pernio latiora; articulns 2 US tarsorum posticorvm tertio 
haud longior, scrobis longe sab oculos duclis; articulus primiis 
funiculi elongatus ; elytra squamulis rotundatis tecla; metasternum 
inter coxas intermedias et posticas diametro coxarum intermediarum 
aequilongum sed longitudine segmenti abdominalis primi post coxas 
brevius; tibiae anticae infra spinulis nonnullis obsilae; artien/u 2 US 
et 3 US aequibrevis, quartus urif/uiculis liberis. 

Im Petersburger Museum sind 2 Ex. von Motschulsky als 
Porocleonus scrobicollis Mts. bezettelt, die von Cossinoderus Can- 
didas Oliv, nicht abweichen. Da Mts's Tabelle der Gattung aber 
einen „bec avec une carene elevee" zuteilt, also irreführt, so er- 
scheint es angemessen, Chevrolat's jüngeren Gattungsnamen beizu- 
behalten. Gattungstypus: 

Cossinoderus Candidas Oliv. Ent. N. 83, p. 266, t. 30, f. 499. 
scrobicollis Mots. i. 1. Algeria mer. 

Decken weifs beschuppt. Deckenspatien 1 und 6 (zuweilen 
auch 3) schmäler, sowie in der Mitte auf eine längere Strecke 
unterbrochen vertieft und schwärzlich durchschimmernd. 

1. Spatieu 4 und 5 wie die übrigen gefärbt, (scrobicollis Mts. i. 1.) 

10,5 — 12x3,5 — 4,8. Algeria mer. Aegypt. Arab. candidus Oliv. 

— Spatien 4 und 5 bis auf die Basis und Spitze dunkler gefärbt. 

var. Maresi Luc. 

13* 



196 J- Faust: Ueb ersieht der Paracleoninae. 

5. subg. Trichocleonus Mots. 

Bull. Ac Petrp. 1860, II, p. 539. 

Chevrolat, Mem. Soc. Liege (2) 1873, V, Sep. p. 55. 

Die Gattung unterscheidet sich von der vorhergehenden nur 
dadurch, dafs der Rüssel von der Stirn durch eine Querfurche ab- 
gesetzt, die Hinterbrust beinahe doppelt so lang als der Mittelhüften- 
durchmesser und so lang als das 1. Bauchsegmeut hinter den Hüften, 
und Hintertarsenglied 2 wenig länger als 3 ist und die Schuppen 
auf den Decken aus 2 gespreizten Haaren bestehen. Der einzige 
Vertreter ist der lang abstehend behaarte leucophyllus Fisch. Turcm. 
Turkest. 8—11,5X2—3,9. 

6. Cliromonotus Mots. 

(Krallen frei). 

Bull. Ac. Petrp. 1860, II, p. 539. 

Chevrolat, 1. c. sep. p. 35. 

Faust, Stett. ent. Zeit. 1883, p. 88— 101 1 )- 

Metasternum inter coxas diametro coxarum inlermediarum haud 
brevius , articulus seeundus tarsorum posticorum tertius longior, 
scrobs longe inter oculos duetus, articulus seeundus funiculi elon- 
gatus. 

Aufser bei dieser Gattung, deren Halsschildbasis zweibuchtig, 
ist, ist nur noch bei Leucochromus, mit abgestutzter Halsschildbasis, 
Geifselglied 2 länger als 1. Augen mit geradem Hinter- und ge- 
bogenem Vorderrande, unten scharf zugespitzt. 
Arttabelle: Seite 218—221. 

7. Mono lop hus n. gen. 
für Mecaspis praeditus Fst. D. E. Z. 1883, p. 202. 

8. Pleurocleontis Mots. 
Arttabelle: Seite 207. 



l ) Ich habe damals übersehen, dafs die Rhytideres-M&ndibeln 
eine Narbe haben, die Gattung also nicht zu den Cleoniden, son- 
dern zu den Alophinen gehört, ferner dafs Chromonotus freie Krallen 
hat und als Gattung volle Berechtigung hat. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 197 

Arttabelle 
der zu den Cleoninae gehörenden Gattungen. 

9. Tetrag onothorax Chvr. 

A. Rössel ohne Mittelkiel, mit 2 kurzen basalen Furchen, die die 
bis hoch auf die Stirn verlängerten Seitenkanten schneiden, 
(siehe Pycnodactylus fumosus und hypocrita weiter unten S. 203). 

A'. Rüssel mit Mittelkiel und 2 begleitenden Furchen, die Seiten- 
kanten nicht hoch auf die Stirn verlängert, Segment 1 ge- 
wöhnlich mit 3 (die an den Aufsenecken der Basis verschwinden 
zuweilen), 3 und 4 mit je 4 dunklen Makeln, von denen die 
beiden mittleren selten zusammenfliefsen. 

2. Segment 2 mit 5 mit in einem vorn offenen Bogen gestellten 
dunklen Makeln, Segment 1 an der Aufsenecke der Basis noch 
mit je einer vertieften dunklen Makel. 

3. Decken hinten gemeinsam abgerundet. • 

3a. Decken -Querbinde nach aufsen sehr verbreitert, Thorax zur 
Basis mit mehr oder weniger konvergierenden Seiten, Hinter- 
schienen des cT unten lang gefranzt. 

4. Hinterschienen in cf? gerade, Schenkel ungefranzt retusus F. 
4'. Hinterschienen in cf 2 gekrümmt, Schenkel des c? im Basaldrittel 

gefranzt curvipes n. sp. 

3a'. Deckenquerbinde nach aufsen nicht verbreitert, Thorax mit 
parallelen Seiten, Hinterschienen des c? unten nicht gefranzt. 

5. Die dicke Behaarung läfst bei reinen Stücken die Körper- 
grundfarbe nicht durchschimmern, die Oberfläche aber etwas 
rauh erscheinen. Gröfse nicht unter 14 mill. sen ectus Gyllh. 

5'. Die sehr feine Behaarung läfst die Körpergrundfarbe durch- 
schimmern, die Oberfläche nicht rauh erscheinen. Gröfse nicht 
über 10 mill parvulus n. sp. 

3'. Decken an der Spitze dreieckig ausgeschnitten oder abgestutzt. 

6. Hinterhuften hinten breit kahl umrandet, Bekleidung der des 
senectus ähnlich, Deckenspatien unregelmäßig mit kleinen, sehr 
dicht bell behaarten und etwas erhaben scheinenden Punkt- 
makeln besetzt, alle Spatien gleichmäfsig erhaben, Querbinde 
schmal quadratithorax Fhrs. 

(V. Hinterhüften hinten ohne Kahlsaum, Decken am Seitenrande 
mit dunkler Makel, die sich zuweilen mit der Vorderecke der 
Querbinde vereinigt. 



198 J. Faust: Arttabelle der Cleovinae. 

7. Thorax parallelseitig, kürzer als breit, Körper kürzer (maci- 
lenhis Gyllh., Dej. Cat.) . Gyllenhali Fst. 

7'. Thorax zur Spitze verengt, so lang als breit var. Herbsti Fst. 
2'. Segment 2 nur mit 3 deutlichen dunklen Makeln, eine an der 
Spitze und je eine an der Aufsenecke der Basis. 

8. Decken hinten dreieckig ausgeschnitten, Deckenspatium 3 ohne 
dunkle Strichmakel vor der Mitte. 

9. Thorax parallelseitig, vorn deutlich gekielt, Decken mit zwei 
nach aufsen stark erweiterten, den Aufsenrand erreichenden 
und hier eine helle Makel umfassenden Querbinden, von denen 
die vordere in der Mitte ist, und die andere hintere, schmalere, 
über der Schwielenstelle liegt (cinerifer Fhrs., macilentus Oliv.) 

cinereus Hrbst. 

9'. Thorax nach vorne verengt mit beinahe durchgehender Mittel- 
furche, ohne Spur von Mittelkiel, Decken nur mit einer schma- 
len, zwischen Streifen 2 und 8 liegenden Zickzack-Binde und 
auf der Schwiele mit Kahlpunkt Feae Fst. 

8'. Decken mit einer dunklen Strichmakel vor der Mitte auf Spa- 
tium 3, die zuweilen mit der mittleren nach aufsen erweiterten 
und hier Streifen 8 erreichenden Querbinde zusammenhängt, 
Deckenspitze gerade abgestutzt, Thorax mit einer nach vorn 
beinahe geradlinig verengten und scharf begrenzten dunklen 
Dorsalbinde (bimaculalus Dej. Cat.) . . angulico llis Fhrs. 

10. Microcleonus n. gen. 
(bei Isomerus). 
Stücke mit horizontaler dreieckiger, am Hinterrande ausgebuch- 
teter Basalbinde zwischen Streifen 1 und 7 und mit deutlicher Quer- 
binde in der Mitte sind der typische Sedakovi Bhm., mit beinahe 
verloschener Querbinde, der typische P ander i Fhrs. Bei 1 Stück 
aus Sibirien von Eversmann ist der weifse Teil der Decken mit 
vielen kleinen dunklen Makeln »nregelmäfsig durchsetzt und die 
hintere Schrägbinde sehr lang und reicht von Streifen 1 bis 6. 

11. Centrocleonus Chvr. (nee Leconte). 
Von fallax Fhrs. var. p* besitze ich zwei Stücke, die aber 
kürzeren und an den Seiten gerundeten Thorax haben, das eine 
auch statt der Mittelfurche einen Mittelkiel, das andere eine nur 
vorn, und hinten bemerkbare Furche. 



J. Faust: Arttabelfe der Cleoninae. 199 

12. Cnemodontus Chvr. 

(Uebergang von echten Cleoniden zu Larinus). 

A. Thorax mit Parallel-Seiten. Abdominalsegmente 3 und 4 mit 
je 5 verschleierten dunklen Makeln, Beine und Abdomen nicht 
irroriert. 

1. Seitenkanten des Rössels wenigstens in der Basalhälfte, der 
Mittelkiel ganz, scharf kielförmig, Augen oval. 

2. Diese Kiele sind auf der Stirn gegeneinander gebogen, Ober- 
seite des Körpers ganz weifslich ohne Querbinden oder Makel 
auf den Decken (oblongus Chvr. c?) • • • gypsatus Chvr. 

2'. Diese Kiele auf der Stirn weder gebogen noch genähert, Decken 
mit 2 durch die Naht getrennten, unregelmäfsigen Querbinden, 
von denen die vordere im Basalwinkel bis etwa zum Streifen 
5, die andere bald hinter der Mitte, wenn auch zuweilen unter- 
brochen, den Aufsenrand erreicht. Thorax mit breiter heller, 
im Spitzendrittel nach oben stumpfwinkelig erweiterter Seiten- 
binde pauper Fst. 

1'. Seitenkanten des Rüssels verrundet, der Mittelkiel stumpf, 
Augen kurz oval, Thorax und Deckenzeichnung wie bei pauper, 
nur ist die hintere Deckenbinde parallelseitig und auch viel 
breiter und an der Spitze findet sich noch eine gröfsere nackte 
weifs umrandete Fläche, von der sich eine weifse Quermakel 
abhebt ambitiosus n. sp. 

A'. Abdomen und Beine dicht irroriert, Rüsselseitenkanten ver- 
rundet, Thorax mit nach oben stumpfwinklig erweiterter brei- 
ter heller Seitenbinde, Thorax mit konvergierenden Seiten, 
Augen kurz oval, Decken mit 2 mehr oder minder deutlichen 
Querbinden, von denen keine den Aufsenrand erreicht. 

3. Decken an der Basis nicht verbreitert, in Mitte am breitesten, 
von hier bis zur Spitze in gleichmäfsig flachem Bogen verengt, 
wodurch die Decken gerundet zugespitzt erscheinen, ihre Längs- 
wölbung sehr flach und namentlich hinten in langem flachen 
Bogen zur Spitze abfallend limpidus Gyllh. 

3 . Decken an Basis, wenn auch wenig, verbreitert, mit der gröfsten 
Breite hinter der Mitte, an der Spitze gemeinsam stumpf ge- 
rundet, ihre Längswölbung höher und hinten viel steiler ab- 
fallend naialensiä n. sp. 



200 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

13. Prionorhinus Chevr. 
(zur Zwischengruppe). 

«. Abdomen ungemakelt, höchstens irroriert, Augen kurz eiför- 
mig, Thorax mit deutlicher heller Seitenbinde, Augenlappen 
entwickelt und gewimpert, Decken am Aufsenrande ohne Kahl- 
makel. 

1. Deckenspatium 4 im gröfsten Teil seiner Länge kahl oder 
sehr dünn behaart und wenigstens teilweise mit länglichen 
weifsen Makeln besetzt, Punktierung der Deckenstreifen zur 
Spitze nicht, oder kaum schwächer werdend, Behaarung der 
Unterseite kürzer. 

2. Spatium 4 mit drei, 6 mit einer, gegen die vordere auf Spa- 
tium 4 etwas nach vorn verschobenen, weifsen Makel, Rüssel 
an Basis quer eingedrückt (guttatus Chvr., lacritnosus Gyllb.) 

canus Wied. 

2'. Spatium 4 mit zwei, 3 mit einer, 5 mit drei langen weifsen 
Strichmakeln, Rüsselbasis nicht quer, sondern nur Stirnpunkt 
eingedrückt lacrimans n. sp. 

1'. Deckenspatium 4 mit zwei oder drei nach hinten an Gröfse 
abnehmenden Kahlmakeln, von denen die vordere gröfste die 
Streifen 2 und 6 erreicht, jede dieser Makeln mit einer runden 
weifsen Makel, Punkte in den Deckenstreifen zur Spitze sehr 
viel kleiner, Behaarung der Unterseite länger. 

3. Rüssel an Basis nur wenig quer eingedrückt. Thorax mit 
breiter, am Vorderrande schmaler Seiten- und zwei schmalen 
weifsen Dorsalbinden, die dunkle zwischen ihnen liegende Binde 
im Spitzendrittel nach unten erweitert (sulcirostris Sparrm.?) 

stillatus Gyllh. 

3'. Rüssel an Basis garnicht, der Stirnpunkt leicht eingedrückt, 

weifse Seitenbinde auf Thorax schmal und wie die breiteren 

dorsalen parallelseitig, die breite dunkle Binde zwischen ihnen 

ebenfalls parallelseitig Peringueyi n. sp. 

«'. Jedes der Segmente 3 und 4 mit drei dunklen Makeln, Augen 
lang eiförmig, Augenlappen fehlen, dafür ungleichlange Wim- 
pern. Rüssel ohne Spur von Mittelkiel, Thorax parallelseitig 
vorn plötzlich zusammengezogen, ohne scharf begrenzte Seiten- 
binde, auf jeder Decke 4 kahle Makeln, von diesen 3 dorsale 
schräge und eine marginale, die eine wei-fse Punktmakel ein- 
schliefst (litigiosus Fst.) .... compr essithorax Bhm. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 201 

14. Xenomacrus n. gen. 

1. Abdomen gemäkelt, Deckenspatium 2 an Basis leicht erhaben, 
Deckenbasis inner- und aufserhalb dieser Erhabenheit kaum 
eingedrückt, jede Decke mit mindestens 3 kahlen Makeln und 
einigen kleinen Punktmakeln. 

2. Auf den Decken herrscht die weifse Färbung und somit die 
Ebenheit auf den Spatien vor, nur die kahlen Makeln sind 
etwas runzlig [/facialis Hrbst. 

2'. Auf den Decken herrschen die kahlen schwarzen Stellen vor 
(assimilis Fst., insidiosus Chvr. mit offenbar falscher Fundort- 
angabe, ebenso wie Thunbergi) . . . var. Thunbergi Fbrs. 

1'. Abdomen ganz ungemakelt, Deckenspatium 2 an der Basis hoch 
erhaben, Deckenbasis inner- und aufserhalb dieser Erhabenheit 
breit und ziemlich tief eingedrückt, jede Decke nur mit 2 un- 
gerunzelten Kahlmakeln nebeneinander, dicht hinter der Mitte 

A-maculatus Pering. 

15. Neocleonus Chvr. 
(mit Zahnecke am Vorderschenkel). 
x. Thorax seitlich hinter dem Vorderrande plötzlich zusammen- 
gezogen, Decken mit Eindruck hinter der Schwiele. 

1. Decken mit zu 2 deutlichen aus dunklen Makeln zusammen- 
fliefsenden Querbinden, die dunklen Makeln auf der Basis der 
Segmente deutlich (mvcidus Germ , velatus Gyllh., Coquereli, 
conspersus Dej. Cat, ? trifasciatus Chevr., ?subsianatus Walk.) 

sannio Hrbst. 

1'. Decken einfarbig grau behaart, ebenso das Abdomen, die 
dunklen Makeln auf den mittleren Segmenten kaum durch- 
schimmernd, Naht an der Spitze, Spitzenrand und Schwiele 

kahl (apicalis Buq. i. 1.) var. modestus Fst. 

«'. Thorax nach vorn gerundet verengt, seitlich hinter dem Vor- 
derrande nicht zusammengezogen, Decken ohne deutlichen 
Eindruck hinter der Schwiele. 

2. Decken ohne dunkle Querbinden, höchstens hell und dunkel 
irroriert (murinus Dej. Cat., maculipes Ghl., modestus Fst. olim) 

var. arenarius Gyllh. 

2'. Decken mit 2 deutlichen aus dunklen Makeln zusammen- 

fliefsenden Querbinden var. f rat er Chvr. 



202 J. Faust: Ar tt ab eile der Cleoninae. 

16. subg. Pycnodacty lus Chvr. 
«. Decken an der Basis gerundet erweitert, seitlich nicht einge- 
schnürt, die beiden abgekürzten Furchen auf dem Rüsselrücken 
schneiden niemals die Seitenkanten, Hintertarsenglied 2 nicht 
länger als 3. 

1. Hinterschenkel erreichen Spitze von Segment 4, Hinterhüften 
unten braun umrandet, Rüssel an Spitze mit kahlem erhabenen 
Dreieck. 

2. Thorax ungemakelt, 4 Makeln, eine basale auf der Schulter 
und 3 oft undeutliche auf jeder Decke in gröfseier oder ge- 
ringerer Ausdehnung braun (fuscoirrorahis Chvr.), Schenkel 
ungemakelt . tomentosus Fbs. 

2'. Stirn, Thoraxrücken, 2 nicht scharf begrenzte Querbinden auf 
den Decken, eine breite in der Mitte, eine schmälere vor der 
Spitze braun, Schenkel aufsen mit brauner Makel .... 

var. nov. ephippium Fst. 

1'. Hinterschenkel erreichen nur Spitze von Segment 3, Hinter- 
hüften unten nicht dunkel umrandet, Rüssel bei reinen Stücken 
ohne kahle erhabene dreieckige Spitzenfläche. 

3. Segmente 2,3,4 an Basis in der Mitte mit 2 braunen Makeln, 
die basalen Rüsselfurchen parallel oder nahezu so, vereinigen 
sich nur selten im Stirnpunkt, sind dann aber nur kurz, Körper 
länglich oval. 

4. Vorderhälfte der Schienenunterkante weder tief ausgerandet 
noch mit langen Wimperhaaren besetzt. 

5. Rüsselfurchen parallel, im Stirnpunkt nicht vereinigt, Thorax 
nicht sichtbar punktiert. 

6 Thorax ohne dunkle Scheibe, Decken ohne ausgesprochene 

Querbinde (indicus Fst. i. c.) alb og ilvus Gyllh. 

6'. Thorax mit dunkler, vorn stark zusammengezogener Scheiben- 

makel, Decken mit ausgesprochener Querbinde 

var. ophinotus Fhrs. 
5'. Rüsselfurchen kurz, zum Stirnpunkt konvergierend und sich 
vereinigend, Thorax ziemlich grob punktiert, sein dunkler 
Rückenmakel schmal, nach vorn etwas verengt, aber nicht zu- 
sammengezogen, Deckeu hinten dreieckig ausgeschnitten, mit 

' 3 deutlichen Querbinden interstiti alis Kolbe. 

4'. Vorderhälfte der Schienenunterkante tief ausgerandet und mit 
langen Wimperhaaren besetzt, die mittlere. Querbinde von innen 

nach hinten gerichtet . . tibialis n. sp« 

mit var. grisescens. 



./. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 203 

3'. Segmente 2, 3, 4 mit je 3 dunklen Makeln, die sich im Stirn- 
punkt vereinigenden Rüsselfurchen bis zur Höhe der Fühler- 
einlenkung reichend, Thorax und Deckenrücken dunkel, Körper 

lang gestreckt rnitis Gerst. 

a. Decken an der Basis seitlich eingeschnürt, die beiden irro- 
rierten sieh im Stirnpunkt vereinigenden Furchen auf Rüssel- 
rücken schneiden die Seitenkanten hinter der Mitte, Hinter- 
tarsenglied 2 länger als 3. 

7. Decken wenig breiter als Thorax, an der Basis mit kurzer 
Schweifung erweitert, Schulter nicht vortretend und lang ge- 
rundet, Hinterbrust und Abdomen an Seiten schwarz punktirt 

hypocrita Chvr. 

7'. Decken um die Hälfte breiter als Thorax, vor der Basis schräg 
erweitert, Schultern schwielig vortretend (rußrosfris Chvr.), 
Hinterbrust und Abdomen nicht sichtbar punktiert .... 

f um os as Fhrs. 

17. Dicranotropis n. gen. 
«. Hinterhüften hinten nicht kahl umrandet. 

1. Jedes der Bauchsegmente 2, 3, 4 mit 4, 5 mit 3 dunklen Basal- 
makeln; Thoraxseiten ohne Spuren von Körnern, aber vorn 
mit Andeutung eines Mittelkiels. 

2. Rüssel kürzer als die Vorderschenkel, die gröfseren Punkte auf 
dem Thorax tief, Deckenstreifen wenigstens in der Basalhälfte 
deutlich vertieft, Punkte in ihnen tief und Spatium 2 und 4 
mit dunkler Basalmakel, Mittelbrustepimeren dunkel bekleidet 

A-maculatus Mots. 

2'. Rüssel bedeutend länger als die Vorderschenkel, die gröfseren 
Punkte auf dem Thorax flach und wenig gröfser als die dichten 
kleinen, Deckenstreifen nicht vertieft, Punkte in ihnen nicht 
oder kaum bemerkbar, Spatien 2 und 4 ohne dunkle Basal- 
makel, Mittelbrustepimeren hell bekleidet Gang Ibaueri n. sp. 

1'. Jedes der Bauchsegmente 2,3,4,5 mit einer gewöhnlich bis 
zu den Aufsenecken reichenden dunklen Basalbinde, von denen 
die auf 2 gewöhnlich in der Mitte unterbrochen ist, Segment 2 
in Mitte vor der Spitze meistenteils mit einem dunklen Quer- 
strich oder Spuren eines solchen, Rüssel kürzer als Vorder- 
schenkel, Thorax an Seiten mit einigen kahlen abgeschliffenen 
Körnern und mit Spuren einer vertieften Mittellinie, Decken 
ohne oder beinahe ohne Spur von Rückenmakeln oder mit 
solchen (eendffal&tsis Gfcl.) . . . . hiero g lyp hisus Oliv. 



204 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

«'. Hinterhüften hinten breit kahl umrandet, jedes der Segmente 
2, 3, 4, 5 mit einer aufsen abgekürzten dunklen Querbinde, die 
auf 2 meist mit einer hellen Makel in der Mitte, die auf 5 
selten den Aufsenrand erreichend, zuweilen auch 2 mit einer 
dunklen Makel vor dem Hinterrande in der Mitte (brahminus Fst.) 

ascha badensis Fst. 

18. Lencosomus Mots. 

1. Decken mit 2 weifsen runden Makeln auf nacktem Grunde. 

2. Deckenstreifen sehr fein, nicht vertieft, die Punkte in ihnen 
und die auf Thorax klein und flach (lUomus Scop., 4-punctatus 
Schrank, ophthalmicus Ro?si, distinctus F., oceflatus Fhrs.) 

p edestris Poda. 

2'. Deckenstreifen vertieft, überhaupt Skulptur der Oberseite viel 

gröber .......... var. Martorelli Fairm. 

1'. Decken nur mit einer oder mit garkeiner weifsen Punktmakel. 

3. Auf den Decken ist nur eine weifse Punktmakel vorhanden 

var. pasticus Germ. 

3'. Auf den Decken sind beide weifsen Punktmakeln erloschen 

(Jcoccus Desbr.) var. pruinosns Gyllh. 

19. Amblysomus n. gen. 
(bei Neocleonus und Pycnodactylus). 

Segment 2,3,4 mitunter auch 5 mit je 2 queren, 1 zuweilen 
an Spitze mit einer dunklen Makel (cöntractus Fairm. i. 1.) . . 

brevis Fhrs. 

20. Phaulosomus n. gen. 

1. Bauchsegment 1 am Hinterrande in der Mitte mit einer, 2, 3, 4, 
5 mit je 2 dunklen Makeln an der Basis, Thorax jederseits 
der Mittellinie in der hinteren Hälfte mit einer dunklen schatten- 
haften, die dunkle Deckenquerbinde am Hinterrande auf Spa- 
tium 4 mit einer dichter behaarten hellen Makel, Rüssel mit 
2 tieferen Furchen. Senegal. 1 $. 11x4 signatellus sp. n. 

— Bauchsegment 1 ohne, 3 und 4 an der Basis mit je zwei 
dunklen Makeln 2. 

2. Mittelbrustfortsatz flach , Rüssel neben dem Mittelkiel kaum 
gefurcht, Thoraxrücken ohne Eindrücke, kaum dunkler behaart 
als die Seiten, feiner und weitläufig punktiert. Kamerun und 
fl. Kuilu cT ■ mus Kolbe. 

— Mittelbrustfortsatz quer gewölbt, Rüssel neben dem Mittelkiel 
tiefer gefurcht, Thoraxrücken mit deutlichen Eindrücken, viel 
dunkler als die Seiten und grob punktiert 3, 






J. Fav st: Arttabelle der Cleoninae. 205 

Dunkle Querbinde ohne dichter hell behaarte Makel am Hin- 
terrande. Kilimanjaro (auch im Wiener Mus.), Masinde je 1 <j>. 

11x4 kilimanus n. sp. 

Dunkle Querbinde mit einer dichter hell behaarten Makel am 
Hinterrande. Zanzibar 1 $. 11x4 . var. nov. insularis. 

21. -subg. Gonocleonus Chvrl. 
Mem. Soc. royal des sciences de Liege, serie 2, t. V. 

(bei Stephanocleonus nur Geifselglied 2 nicht kürzer als 1). 

1. Von der Seite gesehen stehen die Augen um mindestens die 
Geifseldicke niedriger als die Seitenkante der Stirn. 

2. Deckenspatien mehr oder weniger gewölbt, 7 wenigstens an 
der Basis mit einzelnen feinen, oder in ganzer Länge mit groben 
Körnern, Vorderecken der Decken nie nach aufsen vorgezogen. 

3. Thorax stark quer, mit feinem Mittelkiel und 2 zähnigem Seiten- 
rande, ohne breite hell behaarte Seitenbinde, Augenlappen breit 
gerundet mit gleich kurzen 1 ) Wimperhaareu, Körper kurz ei- 
förmig H eifert Chvr. 

3'. Thorax höchstens mit Spuren eines Mittelkiels, mit nur 1 -zäh- 
nigem Seitenrande und neben diesem mit einer dicht hell be- 
harten Seitenbinde, Spitzenrand der Decken nahe der Naht 
mit je einem kleinen Tuberkel, welche ihn flach dreieckig 
ausgeschnitten erscheinen lassen. 

4. Die helle Thoraxseitenbinde vor der Basis abgekürzt, Decken- 
spatium 7 mit einzelnen sehr kleinen und spitzigen Körnern, 
Decken hinten sehr stumpf gerundet (multicostatus 2 ') Chv. (5\ 
Munieri Bed. tf) heros Chvr. 

4'. Die helle Thoraxseitenbinde erreicht die Basis, Decken jederseits 
mit 2 dunklen Schrägbinden, von denen der Hinterrand der 
hinteren auf den Spatien 3, 4, 5 von je einer weifslichen Punkt- 
makel begrenzt ist, Decken hinten spitz gerundet. 



1 ) Die Foim der Augenlappen variiert in diesem Geschlecht, 
wie ich konstatierte, bei heros und bei Munieri, bei letzterer hat 
die Type £ von Geryville gleichmäfsig gerundete, bei den 4 Stücken 
von Nemours zu einem mehr oder weniger deutlichen Zahn erwei- 
terte Augenlappen. 

2 ) Wenn in der Beschreibung die Länge irrtümlich 41 statt 
21 mill. angegeben ist, so ist Bedel's Bemerkung Ann. d. Fr. 1887, 
bull. p. 201, es sei heros und multicostatus nach ein und demselben 
Ex. beschrieben, verständlich; die mir vorliegende Type des multi- 
costatus ist $ un d 21 mill. lang. 



206 J. Faust: Ar Ha belle der Cleoninae. 

4a. Punktstreifen ohne zusamrnenfliefsende Punkte, in den ange- 
deutet dunklen Schrägbinden Spatium 7 ohne grobe Körner, 
Augenlappen gleichmäfsig breit gerundet. Geryville 1 $ Bedel 
(£ Munieri Bed.) Muni er i Bed. 

4a'. Punkte in den dunklen Schrägbinden zu kurzen tiefen Furchen 
zusammenfliefsend, Spatium 7 besonders beim ^ niit deutlichen 
groben Körnern. Augenlappen stumpf zahnförmig. J 1 Hinter- 
tarsenglied 1 kaum länger als 2, £ bedeutend länger als 2. 
14—17x6,5—8. Nemours 2 <?, 1 $ Bedel, 1 $ Fähraeus . . 

var. fov eatus Fst. 

2'. Deckenspatien ganz flach, 7 ohne Spur von Körnern, Vorder- 
eckeu der Decken durch eine Schweifung hinter ihnen nach 
aufsen vorgezogen insignis Desbr. 

1'. Von der Seite gesehen stehen die Augen nicht niedriger, zu- 
weilen sogar mit ihrem oberen Vorderrande höher als die 
Stirn, diese stets flach, Spatium 7 mit von oben sichtbaren 
gröberen Körnern, Thorax aufser der am Seitenrande liegen- 
den Seitenbinde noch mit 2 hinten abgekürzten oder die Basis 
erreichenden Dorsallinien. 

5. Oberseite nie lang abstehend behaart, die helle Dorsallinie 
jederseits der Mitte liegt in einer schmalen vom Vorderrande 
bis höchstens zur Mitte reichenden Furche, Spatium 7 gerad- 
linig, Geifselglied 2 deutlich länger als 1. 

6. Decken ohne grofse helle, nur durch die Naht getrennte, Ba- 
salmakeln und ohne 2 scharf ausgeprägte dunkle Schrägbin- 
den, Abdomen grob irroriert, Spatien 1,3,5 sehr breit und 
in ungleich grofse Körner oder Erhöhungen aufgelöst, c? Dayu 
Oran, (Bedel), £ Sicil. (Faust) scalptus n. sp. 

6'. Decken mit heller grofser Basalmakel, Abdomen sehr fein- 
punktig irroriert (angulatus Chv., fuscifrons Marsh. Typ. Mars, 
u. Panz.); angulatus Type ist ein kleines 2 mit beinahe pa- 
rallelseitigem Thorax (kommt auch beim typischen margaritifer 
vor) und mit ziemlich gleichbreiten und gleichhohen Decken- 
spatien mar garitif'er Luc. 

5'. Oberseite, auch der Rüssel und die Stirn lang abstehend be- 
haart, helle Dorsallinie des Thorax liegt in keiner Furche und 
läuft parallel dem Innenrande der Seitenbinde bis zur Basis, 
Spatium 4 zweibuchtig, Geifselglied 2 kaum länger als 1. 

Algeria. (Weis ei Heitt. typ. Stück Dresd. Mus.) 

cristulatus Fairm. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 207 

22. Eumecops 1 ) Hochh. 

1. Vorderbrust mit der ganzen Länge nach hoch begrenztem 
Rüsselkanal, die Naht sowie die geraden Deckenspatien mit 
einer Tuberkelreihe besetzt Kittaryi Hochh. 

1'. Vorderbrust ohne hoch begrenzten Rüsselkanal, jederseits vor 
den Vorderhüften mit einem mitunter vorn etwas erweiterten 
Tuberkel. 

2. Deckenspatien 2, 4, 6 springen tuberkel- oder stumpf zahn- 
artig über die Basis nach vorn, der Schultertuberkel auch 
etwas seitlich vor, die ungeraden Spatien in Körner aufgelöst 
und mit diesen kaum niedriger als die anliegenden, Decken 
hinten garnicht oder stumpf gerundet . . lutulentus Fairm. 

2'. Deckenspatien 2, 4, 6 treten nach vorn über die Basis nicht, 
dagegen 6 hinter der Basis als Zahnspitze seitlich vor, Decken 
an der Spitze dreieckig ausgeschnitten. 

3. Spatien 2, 4, 6 ohne Haarbüschel, 2 und 4 an der Basis hoch 
höckerartig, Decken hinter der Basis mit breiter Querfurche, 
Thoraxseiteu ohne seitlichen zahnartigen Vorsprung, Stirn mit 
furchenartigem Punkt. 1 Ex. Barnaul, Berl. Mus., 1 Ex. Irtisch, 
Mus. Schönh. 15x5,7 tuberculatus Gebl. 

3'. Spatien 2, 4, 6 mit Haarbüscheln, 2 und 4 an Basis nicht 
höckerartig, Decken hinter der Basis ohne Querfurche, Thorax- 
seiten hinter dem Vorderrand seitlich zahnartig vorspringend, 
Stirn ohne Punkt oder Furche. Changai, N. -Mongolei (nach 
Reitters Type 7, 5) f'asciculifer Reitt. 

23. Pleurocleonus Mots. 

1. Oberseite kaum sichtbar punktiert (exaratus Gebl., bicari- 
natus Ghl. Seh quadriv ittalus Zubk. 

1'. Oberseite sehr deutlich punktiert, Thorax jederseits mit einer 
dunklen Seitenbinde. 

2. Thorax mit hell behaartem Rücken (squalidus Gyllh., bicari- 
natus Gebl.) sexmaculatus Kryn. 

2'. Thorax mit dunklem, durch eine weifse Querbinde geteilten 
Rücken (Q-maculatus Fhrs. S., obliteratus Fhrs. S., variegatus 
Chv. nee Mots., torpescus Chv.) .... sollicitus Gyllh. 



l ) Nicht gesehen: Leucosomus quadratithorax Desbr. 
Bull, de PAcad. d'Hippone 1884, Note 1. Ist wahrscheinlich wie 
der auf p. 190 als Leucosomus beschriebene insignis ein Gonocleonus. 
jt| , Gonocleonus scabricollis Desbr. Frelon VII, 1898, p. 14 
wird verglichen mit Plagiographus Saintpierrei Chevr., Col. Hefte V, 
18ü9, p. 76. Ob Gonocleonus? 



208 J. Faust: Artlabelle der Cleoninae. 

24. Epilectus nom nov. (Exochus Chvr.). 
A'. Hinterbrusi mindestens so lang als der Abdominalfortsatz breit 
und länger als der Mittelhüftendurchmesser, Abdomiualseg 
meute 3,4,5 mit dunkler basaler Querbinde, äufsere Decken- 
spatien ohne feine schwarze Pünktchen und ohne diesen ent- 
springende schräg abstehende Härchen (ellipticus Fairm.) . . 

gigas Marsh. 

A. Hinterbrust kürzer als der Abdominalfortsatz breit und kürzer 

als der Mittelhüftendurchmesser, Abdominalsegmente 2, 3, 4, 5 

mit dunkler basaler Querbinde, äufsere Deckenspatien mit feinen 

schwarzen Pünktchen und mit diesen entspringenden schräg 

abstehenden Haaren. 

1'. Auf dem Deckenrücken herrscht die dunkle Färbung vor, 

Halsschild kürzer als breit {latus Chv.?) . . Lehmanni Men. 

1. Auf dem Deckenrücken herrscht die helle Färbung vor, 

Thorax nicht kürzer als breit . . .var. consobrinus nov. 

25. lsomerus Mots. 
granosus Zubk. (caspicus Fhr., torosus Fhr.) Länge und Längs- 
wölbung des Halsschildes und Skulptur variieren. 

26. Chromosomus Mots. 

1. Die einfarbigen Schuppen auf den Decken lassen eine grofse 
gemeinsame, nicht scharf begrenzte kahle Kreuzmakel frei, 
die Decken zeigen überhaupt keine anders gefärbte Bekleidung, 
Thorax überall gekörnelt, die Körner auf Rücken zuweilen 
runzlig punktiert 2. 

— Die Decken zeigen aufser der hellen noch eine dunklere, eben- 
falls aus zipfligen Schuppen bestehende Bekleidung auf einer 
viel schmaleren gemeinsamen Kreuzmakel, Thorax nur an den 
Seiten gekörnt, auf dem Rucken mit feinen, dichten und weit- 
läufigen gröfseren Nabelpunkten . . . . o Stent atus n. sp. 

2. Thorax ohne durchgehenden, nur stellenweise angedeuteten 
Mittelkiel, Vordertarsenglied 3 des cT ohne Spur von Schwamm- 
sohle, Decken hinten spitzer gerundet (granulatus Fisch., Slau- 
dingeri Fst., ? rugifer Mots.) Fischer i Fhrs. 

— Thorax mit durchgehendem scharfen Mittelkiel, Vordertarsen- 
glied 3 des $ zur Hälfte mit Schwammsohle, Schenkel dicker, 
Stirn und Rüssel breiter, Decken hinten viel stumpfer gerundet 
und ihre Köruelung bis zur Spitze deutlich . . Schach n. sp. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 209 

27. Bothynoderes Seh. 

1. Bauchsegmente 3, 4, 5 an der Basis mit dunkler Querbinde, 
Hinterbrust zwischen den Hüften kürzer als Abdominalfortsätz 
breit, Decken ohne Eindruck an der Spitze, Vordertarsenglied o 
des cf mit vollständiger Schwammsohle (subg. Menecleonus) . '2. 

— Bauchsegmente 3, 4, 5 an der Basis nie mit dunkler Querbinde, 
Vordertarsenglied 3 des c? mit unvollständiger, selten mit voll- 
ständiger Schwammsohle (subg. Stephanophorus Chvr.) . . 4. 

2. Rücken der Hinterschienen so lang und so abstehend behaart 
als ihre Unterseite, Schuppen der Oberseite einfarbig . . 3. 

— Rücken der Hinterschienen kürzer und weniger abstehend be- 
haart als ihre Unterseite, Schuppen der Oberseite gewöhnlich 
zweifarbig signaticollis Gyllh. 

3. Rüssel länger und schmäler als die Stirn (basigranatus, picti- 
collis Fairm., Wagae Chv., virgatus Ghl. Seh.), Schuppen der 
Oberseite einfarbig anxius Fhr. 

— Rüssel kürzer und breiter als die Stirn 

? var. simp licirostris Chvr. 
4'. Rücken der Hinterschienen so lang und so abstehend behaart 
als ihre Unterseite, selten kürzer und weniger abstehend be- 
haart, dann aber Thoraxrücken ungekörnt, Thoraxseiten und 
Deckenbasis mit Körnern besetzt (Stephanophorus) . . 4b. 

— Rücken der Hinterschienen nie so lang und so abstehend be- 
haart als ihre Unterseite, Thoraxseiten nie gekörnelt, nie auch 
nur mit teilweise umrandeten Punkten, Decken stets ungekörnt 
(Botlujnoderes s. str.) 17. 

4b. Abdomen nicht mit Kahlpunkten irroriert, Segment 1 und 2 
mit gemeinsamer Kahlmakel 4a. 

4a. Helle Beschuppung der Thoraxseiten auf dem Rücken scharf 
begrenzt, Punkte auf den dunklen Teilen der Deckenstreifen 
mit erhabenem Vorderrande, alle Spatien gleich flach, Schup- 
pen meist zweizipflig, Thoraxseiten punktiert, die Punkte mit 
erhabenem Hinterrande (obliquatus Men.) . . fagopus Fhs. 

— Helle Beschuppuog der Thoraxseiten auf dem Rücken nicht 
scharf begrenzt, Punkte in den Deckenstreifen ohne erhabenen 
Vorderrand, Schuppen meist 3- oder mehrzipflig, Halsschild- 
seiten mit wenigen flachen Kahlpunkten 4c. 

4c. Decken einfarbig beschuppt 4d. 

Deutsche Entomol. Zeitschrift 1904. Heft I. 14 



210 J- Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

— Decken zweifarbig beschuppt, Rüssel mit scharfem Mittelkiel 
und 2 Furchen, Decken mit einem Eindruck auf der Basis 
von Spatium 5 . buteo Fhrs. 

4d. Rüssel lang, mit scharfem Mittelkiel und 2 begleitenden Fur- 
chen, Decken mit breiten Schultern, die Spatien 2,4,6 we- 
nigstens an der Basis höher pilipes Fhrs. 

— Rüssel kurz, mit Mittelkiel, von stumpf dreieckigem Querschnitt 
und mit nur angedeuteten Furchen, Decken vorn wenig breiter 
als die Halsschildbasis, keines der Spatien erhabener . . 

Gebleri Fhrs. 

— Abdomen mit Kahlpunkten irroriert, die helle Beschuppung 
der Thoraxseiten auf dem Rücken nie scharf begrenzt, Punkte 
in den Deckenstreifen nie mit erhabenem Rande .... 5. 

5. Rücken des Halsschildes gekörnt, Decken wenigstens an der 
Basis gekörnt 6. 

— Rücken des Hlschldes nicht gekörnt, höchstens gerunzelt . 7. 

6. Halsschild deutlich längsgewölbt, mit durchgehendem Mittel- 
kiel, Decken mit deutlichen Schultern, nur die Rückenspatien 
unmittelbar vor der Basis gekörnt, weiterhin nicht gerunzelt, 
gleichmäfsig dicht beschuppt, die Schuppen 3- und 4-zipflig 

mimosae Oliv. 

— Halsschild ohne Längswölbung, mit oder ohne Mittelkiel, Decken 
mit nur schwachen Schultern, die Körner werden nach hinten 
flacher und gehen in Runzeln über, die an der Spitze kurz 2- 
zipfligen Schuppen lassen 3 unregelmäfsige, nicht scharf be- 
grenzte dunkle Querbinden frei (acjuila Fhrs., austerus Men.) 

verruco sus Gebl. 

7. Halsschildseiten deutlich gekörnt 8a. 

— Halsschildseiten punktiert, höchstens die Punkte mit erhabenem 
Unterrande 12. 

8a. Rücken der Hinterschienen so lang und so abstehend behaart 
als ihre Unterseite 8. 

— Rücken der Hinterschienen kurz und weniger abstehend behaart 
als ihre Unterseite, Decken hinten auf Spatium 4 mit hellem 
Schwielenpunkt 1 Ib. 

(S. Decken bis nahe zur Spitze gekörnelt, Schuppen auf den Decken 
2-zipflig armeniacus Fst. 

— Decken höchstens an der Basis gekörnelt, Schuppen auf den 
Decken 3- und mehrzipflig 9. 

9. Rückenspatien an der Basis, besonders 2, 4, 6 gekörnelt 10. 



J. Faust: Artlabelle der C/eoninae. 211 

— Rückenspatien auch an der Basis nicht gekörnelt . . . 11. 

10. Halsschildrücken mit einer feinen sehr dichten und einer grö- 
beren spärlichen Punktierung, aber ohne Mittelkiel und beider- 
seits der Mitte ohne Eindruck . . . me/a ncholicus Men. 
Halsschildrücken mit dichterer grober Punktierung, die Räume 
zwischen den Punkten runzlig, mit Mittelkiel und beiderseits 
der Mitte mit einem Eindruck (var. p* Men.) var. / ek kensis n. sp. 

11. Decken mit deutlichen Schultern, an der Basis tiefer dreieckig 
ausgeschniten, Spatien etwas gewölbt, Streifen kräftig und dicht 
punktiert, Körner an den Thoraxseiten zahlreich und spitzig, 
Rücken runzlig punktiert und mitMittelkiel absolutus Fst. n.sp. 

— Decken beinahe ohne Schultern, Streifen feiner und weitläufig 
punktiert, alle Spatien flach, Mittellappen des Hlschdes wenig 
gegen das Schildchen vorgezogen . . . . obnoxius Fhrs. 

IIb. Decken mit deutlichen Schultern, ohne kahle Querbinde, Hals- 
schiid rücken mit spärlichen und niedrigen Nabelpunkten (volmt- 
/ws Ghl. Seh.) stratus Gyllh. 

— Decken nur mit angedeuteten Schultern, mit dunkler, kahler 
Querbinde, Halsschildriicken mit zahlreichen und erhabenen 
Nabelpunkten crispicollis Ball. 

12. Punkte an den Halsschildseiten mit erhabenem Unterrande, 
Oberseite ohne abstehende Haare 13. 

— Punkte an den Halsschildseiten ohne erhabenen Rand, Ober- 
seite abstehend behaart, die Haare fein und hinfällig, Schuppen 
auf den Decken hirsekornförmig, diese mit gemeinsamer dunk- 
ler Querbinde . . ; leueop haeus Men. 

13. Hinterbrust zwischen den Hüften deutlich kürzer als der Mittel- 
hüftendurchmesser, Decken beinahe ohne Schultern, aber mit 
deutlicher Längs wölbung aemulus Fst. 

— Hinterbrust zwischen den Hüften mindestens so lang als der 
Mittelhüftendurchmesser, Decken mit deutlichen Schultern, aber 
ohne Längswölbung 14. 

14. Oberseite nahezu einfarbig gelbgrau beschuppt subfuscus Fst. 

— Oberseite graugelb und braun gefleckt. . var. innoeuus Fst. 
17. Helle Bekleidung des Deckenrückens besteht aus hirsekorn- 

förmigen, an der Spitze geschlitzten Schuppen .... 18. 

— Helle Bekleidung des Deckenrückens besteht aus gezipfelten 
Schuppen oder aus 2 oder mehreren pfriemenförmigen, einem 
Punkt entspringenden Haaren 20. 

14* 



212 J. Faust: Arttabelf e der Cleoninae. 

18. Decken an der Basis ganz, oder mit Ausnahme der Spatien 
2, 4, 5 hell beschuppt, an der Basis etwas breiter gerundet, 
die beiden flachen Mittel furchen auf die breitere Stirn fortge- 
setzt, Thoraxseiten ohne schräg abstehende Haare, der Rücken 
mit oder ohne Mittelkiel, mit oder ohne Längseindrücke . 19. 

— Deckenspatien 2, 4, 5, 8, 9 sowie der Seitenrand an der Basis 
dunkel, Decken spitzer gerundet, die beiden Rüsselfurchen nicht 
auf die schmälere und gewölbtere Stirn fortgesetzt, Thorax- 
seiten mit schräg abstehenden Haaren . . Bo hemani Fst. 

19. Rüssel kürzer, Schuppen auf den Decken nicht ganz dicht 
gestellt (cognatus Fhrs. Seh.), Türkei, Ross. m. . . . • • . 

carinieoflis Gyllh. 

— Rüssel länger, Schuppen auf den Decken ganz dicht gestellt 
(bugiensis Mots. et God.) .... var. angnlicollis Chvr. 

20. Die helle Bekleidung des Deckenrückens besteht hauptsächlich 
aus zweizipfiigen Schuppen oder aus 2 einem Punkt entsprin- 
genden Haaren 21. 

— Die helle Bekleidung des Deckenrückens besteht hauptsächlich 
aus 3- oder mehrzipfligen Schuppen oder aus mehr als 2 einem 
Punkt entspringenden Haaren 25. 

21. Basis der Deckenspatien 2,4, 8 sowie des Aufsenrandes dunkel 
gefärbt , 22. 

— Nur die Basis der Spatien 2 und 4 dunkel gefärbt, Halsschild- 
seiten ebenso hell und dicht bekleidet als das Prosternum und 
ohne erhabene Kahlpunkte, Rücken mit basalem tiefen Ein- 
druck vor dem Schildchen, mit vorn und hinten abgekürztem 
Mittelkiel, sowie zwischen diesem und dem Seitenrande meist 
immer mit einem länglichen erhabenen Kahlpunkt . . 24. 

22. Stirn flach gedrückt, Thoraxrücken weifslich, nicht scharf ab- 
gegrenzt, jedes der Bauchsegmente 3 und 4 mit 3 oder 5 in 
eine Querreihe gestellten verschleierten dunklen Makeln, die 
hellen Schuppen auf dem Deckenrücken nur bis zur Mitte 
oder etwas über sie hinaus 2-zipflig 23. 

— Stirn gewölbt, Thoraxrücken dunkel scharf begrenzt, ohne helle 
Zeichnung, jedes der Bauchsegmente 3 und 4 nur mit einer 
dunklen Makel, die hellen Schuppen auf dem Deckenrücken 
bestehen aus 2 einem Punkt entspriugenden Härchen. Cairo. 
9,2 — 11x3 — 4 kahirinus n. sp. 

23. Rüsselmittelkiel und die beiden ihn begleitenden Furchen 
reichen bis zum Scheitel, Stirn und Rüssel schmäler, jener 



J. Faust: Artfabelle der Cleoninae. 213 

höchstens mit kleinem eingestochenen Punkt (fatuus Gyllh., 
?musculus Fhrs. Seh., communis Mots., podolicus Chv.) 

foveicollis Gebl. 

— Rüsselmittelkiel und die beiden ihn begleitenden Furchen 
reichen nur bis zur Rüsselbasis, Stirn und Rüssel breiter, jener 
mit einem tieferen Grübchen (atrirostris Gebl.) 

var. salebr osicollis Fhrs. 
24 Thorax so lang als breit, ohne Längsrunzeln, Abdomen mit 
wenigen feinen schwarzen Pünktchen (? Emgel Strl.) . . . 

Steveni Fst. 

— Thorax wenig kürzer als breit, Rücken mit einigen Längsrunzeln, 
Abdomen mit gröfseren häufigeren Punkten ?var. Emgel Strl. 

unvollständig! 
Aufzählung der Arten siehe am Schlufs der Abhandlung. 

28. Conorhynckus Mots. 
A. Decken mit deutlichen Schultern und parallelen Seiten, Thorax 

mit dunkler Seitenbinde, die selten erloschen ist. 
u. Diese Binde setzt sich über den Kopf bis zur Rüsselspitze fort 

oder ist hier erloschen, dann aber die 3 letzten Bauchsegmente 

an der Basis mit Kahlmakel, Fühlerfurchenoberkante weiter 

unter das Auge gerichtet. 

1. Thorax ohne Mittelkiel und ohne nackte Körnchen auf dem 
Rücken und an den Seiten, höchstens mit angedeuteter ver- 
tiefter Mittellinie. 

2. Jedes der 3 letzten Bauchsegmente mit einer kahlen Basal- 
makel, Stirn quer gewölbt, Decken zur Spitze flach und all- 
mählich abfallend. 

3. Dunkle Seitenbinde deutlich (Barfelsii Fhrs., subeylindricus Fst.) 

conirostris Gebl. 

3'. Dunkle Seitenbinde nahezu erloschen und nur als kurze Makel 
am Vorderrande sichtbar . . . var. pulverulentus Zubk. 

"2'. Die 3 letzten Bauchsegmente ohne basale Kahlmakel, Stirn 
flach gedrückt, nicht breiter als bei cavirosfris, Profillinie von 
Stirn und Rüssel gewölbt, eher etwas eingesenkt, Decken zur 
Spitze steil abfallend lacerta Chvr. 

1'. Thorax mit Mittelkiel jederseits dieses mit 3 in einer Reihe, 
die hellen Seiten mit 4 — 5 in einen nach oben offenen Bogen 
gestellten kleinen Kahlkörnern, 3 letzte Bauchsegmente mit je 
einer kahlen Basalmakel, jedes der Spatien 1, 3, 5 mit einer 
kleinen weifslicheu, 2 und 4 mit einer kleinen dunklen Basal- 
makel. 



214 J Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

4. Die dunkle Thoraxseitenbinde nur bis auf die Schulterschwiele 
fortgesetzt (plumbeicollis Chvr.) .... nigrivittis Pall. 

4'. Die dunkle Thoraxseitenbinde bis zur Deckenmitte oder dar- 
über hinaus fortgesetzt (var. ß Ghl.Sch.) var. liindermanni Fst. 

«'. Die dunkle Thoraxseitenbinde nicht auf Kopf und Rüssel fort- 
gesetzt, 3 letzte Bauchsegmente an der Basis dunkler gerandet, 
ohne Kahlmakel an ihrer Basis, die Fühlerfurchenoberkante 
tangiert nahezu Augenunterkante. 

5. Vorderschienen unten weitläufig gezähnelt candidulus Fst. 
5'. Vorderschienen unten nicht gezähnelt. 

6. Rüsselmittelkiel von der Seite gesehen convex, Profillinie der 
Stirn und des Rüssels an der Basis des letzteren stark einge- 
knickt (gibbirostris Chvr.), Heydeni Desbr 

F aldermanni Fhrs. 
6'. Rüsselmittelkiel von der Seite gesehen nicht convex, Profil der 
Stirn und des Rüssels eine gerade, oder kaum eingebogene 
Linie an der Basis des letzteren bildend. 

7. Halsschild an den Seiten vor der Spitze flach geschweift- 
verengt, Stirn schmäler, Decken zur Spitze flacher abfallend, 
Augen breiter (cretacens Redtb.) . . . dissimulatus Men. 

7'. Halsschild an den Seiten vor der Spitze plötzlich verengt, Stirn 
breiter, Augen schmäler, Decken zur Spitze steiler abfallend 

(? palumbus Oliv.) pistor Chvr. 

A'. Decken ohne Schultern, in oder hinter der Mitte am breitesten. 

8. Thorax mit gerundeten Seiten und doppelter Punktierung, Be- 
schuppung der Decken läfst überall die Körpergrundfarbe er- 
kennen; Stirn hoch gewölbt, 2 abgeriebene $ Coli. Semenow 
aus der Umgegend von Gaschun. . . . globifrons sp. n. 

8'. Thorax mit parallelen oder wenigstens nie mit gerundeten Seiten. 

9. Oberseite nicht abstehend behaart, Thorax beiderseits ohne 
dunkle Rückenbinde. 

10. Thoraxseiten undichter beschuppt als die Decken. 

11. Decken hinten breit gerundet, höchstens 2 mal so lang als der 
Thorax, dieser ohne Mittelkiel, Rücken seitlich mit Querein- 
druck, Profillinie der Stirn und des Rüssels concav, 1 $ Ajegus 
Gebl. Typ. in Mus. Petrop. bezeichnet . . Schrenki Gebl. 

11'. Decken hinten spitzer gerundet, 2^ mal so lang als der Thorax, 
dieser mit feinem Mittelkiel, ohne Quereindruck au den Seiten, 
Profillinie der Stirn und des Rüssels geradlinig arduus sp. n. 

10'. Thoraxseiten ebenso dicht beschuppt als die Decken. 



J. Fausf: Arttabelle der Cleoninae. 215 

12. Abdomen nicht mit schwarzen Punkten bestreut, Bauchsegment 
1 an der Spitze mit einer Kahlmakel, Decken mit der gröfsten 
Breite hinter der Mitte. 

13. Die 4 letzten Abdominalsegmente an der Basis mit schmaler 
dunkler Querbinde, Decken mit gröfster Breite hinter der Mitte 
und mit mehr oder weniger aufgebogenem Basalrande, Thorax 
am Seitenrande mit einer kurzen Querfurche. 

14. Decken in der Basalhälfte mehr oder weniger querrunzlig, die 
Runzeln undichter beschuppt oder kahl, die Basis tiefer drei- 
eckig ausgeschnitten; die Punktstreifen in der vorderen Hälfte 
deutlich (Parreyssi Fhrs.) excavatus Zubk. 

14'. Decken ohne Querrunzeln, überall sehr dicht beschuppt, die 
Punktstreifen nicht sichtbar, die Basis flacher ausgeschnitten 

acentatus sp. n. 

13'. Decken mit der gröfsten Breite in der Mitte, ohne aufgeworfenen 
Basalrand, die 4 letzten Abdominalsegmente ohne dunkle Quer- 
binde, die 3 letzten an der Basis mit je einer, die beiden ersten 
mit einer gemeinsamen runden Kahlmakel, Halsschild am Seiten- 
rande ohne Querfurche argillaceus Mots. 

12'. Abdomen mit schwarzen Punkten bestreut, keins der Segmente 
weder mit Kahlmakel, noch mit dunkler Querbinde .... 

Balassogloi Fst. 
9'. Oberseite schräg abstehend behaart, Thorax beiderseits mit 
einer dunklen Rücken- und einer von oben nicht sichtbaren 
Seitenbinde, zwischen beiden mit einer hellen Binde, die sich 
auf die Deckenspatien 6, 7, 8 bis vor die Spitze fortsetzt. Ab- 
domen kaum sichtbar punktiert . . . . Stauding er i Fst. 

29. subg. Temnorhinus. 
A. Decken mit lanzettlichen oder hirsekornförmigen oder gezipfelten 
Schuppen. 

a. Abdominalsegment 1 und 2 mit einer gemeinsamen Kahlmakel, 
nie irroriert, 3 — 5 an Basis leicht angedunkelt, Decken mit 
hirsekornförmigen Schuppen, Thorax mit meist rhombisch ein- 
gedrückter Scheibe, mehr oder weniger deutlichem Mittelkiel 
und gröberer oder feinerer Punktierung, zuweilen runzelig. 

ß. Stirn schmäler, Decken flacher zur Spitze abfallend (oryx Reitt.) 
cylindric/is mit schwachen Augenlappen, vorn gerunzelten 
Decken, kann nicht gut zu dieser Art gehören elongatus Gebl. 

ß'. Stirn breiter, Decken steiler zur Spitze abfallend nasutus Hocbh. 



216 J. Favsl: Ar Nabelte der C/eoninae. 

a'. Abdominalsegmente irroriert oder wie Segment 1 und 2 mit 
gemeinsamer, 3 und 4 mit je einer basalen Kahlmakel, Decken 
mit 2- oder 3-zipfligen Schuppen; Thoraxscheibe nie rhombisch 
eingedrückt. 

1. Hinterbrust kaum so lang als Mittelhüftendurchmesser, Hinter- 
schienentalus nicht auf den Rücken aufsteigend, Abdomen irro- 
riert, Hintertarsenglied 3 höchstens mit Spuren von Schwamm- 
sohle, Thorax mit runden eingebohrten Punkten. 

2. Thorax ohne Mittelkiel, die eingebohrten Punkte klein und un- 
gleichmäfsig zerstreut, Spitze mit flacher Schweifung verengt 
(Dokrni Fst.) arabs Oliv. 

2'. Thorax mit Mittelkiel, die eingebohrten Punkte grofs, teilweise 
sehr dicht nebeneinander oder auch stellenweise zusammen- 
fliefsend, an der Spitze plötzlich verengt und ziemlich scharf 
abgesetzt perforatus Fst. 

1. Hinterbrust mindestens so lang als Mittelhüftendurchmesser, 
Hinterschienentalus auf den Rücken aufsteigend. 

3. Abdomen und Beine irroriert, Hinterbrust grob punktiert, ohne 
lange, schräg abstehende Haare, Thorax mit einer gröberen, 
nur an Seiten etwas dichteren und mit sehr dichter, feiner 
Punktierung, Augen ganz oder teilweise schmal weifslich um- 
randet, Thorax etwas längsgewölbt, ohne Mittelkiel, zuweilen 
mit einer vorn abgekürzten Mittelfurche (cT orbitalis Fhrs., 
Typus 9x3, Zwerg!) mendicus Gyllh. 

3 . Abdomen nicht irroriert, Segment 1 und 2 mit gemeinschaft- 
licher, die übrigen mit je einer basalen Kahlmakel; Hinterbrust 
fein punktiert, mit langen, schräg abstehenden Haaren. (Kir- 
ghisia nur Typus cT 11x4.) Thoraxrücken flach gedrückt, 
gröber und dichter punktiert als auf den Seiten, hier mit sehr 
breiter, heller Seitenbinde und einer hellen Mittellinie, die Autor 
für eine vertiefte Linie angesehen, vor dem Schildchen mit 
tiefer Grube. Rüssel nicht länger als bei brevirostris, die bei- 
den kurzen Furchen tiefer. Decken hinten an Naht schmal 

dreieckig ausgeschnitten kirghisicus Chvr. 

A'. Decken mit dünneren oder dickeren Haaren bekleidet, Bauch- 
segmente 3 und 4 an der Basis mit 3, Analsegment mit einer, 
ferner 1 und 2 mit einer gemeinsamen dunklen Makel, welche 
sowie die auf 5, die auf 1 und 2 und die äufseren auf 3 und 4 
mitunter sehr undeutlich werden. Beine und Abdomen mehr 
oder minder deutlich irroriert. 



J. Faust: Arllabelle der Cleoninae. 217 

ß. Hintertarsenglied 2 länger als 3, Hinterbrust und Abdomen mit 
zipfligen SchuppeD oder Haarbündeln in den Punkten. 

5. Decken ohne Schultern, hinter der Mitte breiter als an der 
Basis, Thorax überall mit gleich kleinen Punkten ziemlich dicht 
besetzt , . . . . turbinat ns Chvr. 

5.' Decken mit deutlichen Schultern, parallelseitig, Thorax mit 
feinen dichten und gröberen undichten Punkten besetzt. 

5a. Rüssel kürzer als der Kopf mit beinahe ganz verrundeten Sei- 
tenkanten, zur Spitze stark verengt. 

(i. Stirn um die Hälfte breiter als die Rüsselspitze, Rüssel mit 
deutlichem Mittelkiel und 2 kurzen, aber deutlichen Furchen, 
länger als das Auge lang, Thorax mit heller Seitenbinde 
(■$ Saticerottl, $ aegyptius Chvrl , Typen kleine brevirostris, 
ebenso rvfiilus Chvr.) brevirostris Gyllh. 

(>'. Stirn flach, nahezu doppelt so breit als die Rüsselspitze, Rüssel 
ohne deutliche Furchen und Mittelkiel, nicht länger als das 
Auge lang, Thorax ohne helle Seitenbinde und Hinterbrust 

ver ecundus Fst. 

5a'. Rüssel länger als Kopf, zur Spitze wenig verengt, mit ziemlich 
scharfen Seitenkanten, scharfem Mittelkiel und 2 beinahe die 
Spitze erreichenden Furchen, Thorax noch etwas länger als bei 
brevirostris und mit heller Seitenbinde, sehr ähnlich dem brevi- 
rostris gefärbt surdus Gyllh. 

()'. Abdomen und Hinterbrust einfach behaart, höchstens die Seiten- 
stücke der Hinterbrust mit zipfligen Schuppen oder Haar- 
bündeln. 

■'. Körper beinahe kahl, Rüssel länger als Kopf, zur Spitze nur 
wenig verengt, mit 2 Furchen und 1 Mittelkiel, Thorax länger 
als breit, parallelseitig,, vorn plötzlich abgesetzt, mit doppelter 
Punktierung, die feine sehr dicht, die grobe und tiefe undichter, 
zuweilen runzlig, zuweilen auch mit 2 flachen Längseindrücken, 
Decken gestreckt, parallelseitig, hinter der Schwielenstelle mit 
deutlichem Eindruck (vielleicht abgerieben) . longulus Fhrs. 

/. Körper mehr oder weniger dicht' behaart, Rüssel kürzer als 
Kopf, zur Spitze stark verengt. 

7. Behaarung läfst die Körpergrundfarbe erkennen, Hintertarsen- 
glied 2 gleich lang oder länger als 2, Thorax mindestens so 
lang als breit und mit heller Seitenbinde. 

8. Die helle Thoraxseitenbinde setzt sich höchstens bis auf die 
Schulter fort. 



218 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

9. Jede Decke mit 2 dunklen unterbrochenen Schrägbinden, Punkt- 
streifen kahl, Decken hinten gemeinsam gerundet, die Naht 
kaum ausgeschnitten, Hinterbrust wenig kürzer als Mittelhüften- 
durchmesser, Hintertarsenglied 2 deutlich länger als 3 (Djibouti 
bei Bedel <$) seduclus n. sp. 

9'. Decken ohne dunkle Schrägbinden, hinten einzeln kurz zuge- 
spitzt, Hinterbrust etwas länger als Mittelhüftendurchmesser, 
Hintertarsenglied 2 nicht oder kaum länger als 3. 
10. Stirn höchstens um etwa \ breiter als Riisselspitze, Thorax an 
der Basis flach zweibuchtig, oben nicht gerunzelt, Streifen 1 
zuweilen mit hellen Makeln {Jekeli Woll., serieguttatus Desbr.), 
Rüssel ohne eingeritzte Linie zwischen Einkerbungen : Jekeli 

Woll coni cirostris Chvr. 

10'. Stirn beinahe doppelt so breit als Rüsselspitze, Thorax an 
Basis etwas tiefer 2-buchtig, oben fein gerunzelt, Spatien 7, 8 
mit einer Reihe gröfserer heller Makeln. 

8'. Rüssel mit tief eingeritzter Linie zwischen den Einkerbungen, 
cT? Cap Palos (Coli. Bedel) Martini 1 ) n. sp. 

8'. Die helle Thoraxseitenbinde setzt sich bis zur Deckenspitze 
fort, Decken ohne dunkle Schrägbinden, Hintertarsenglied kaum 
länger als 3, Rüssel nicht länger als Kopf, mit deutlichem 
Mittelkiel, Thorax in vorderer Hälfte mit feinerem Mittelkiel, 
Decken hinten einzeln zugespitzt, neben der Naht jederseits 
mit basalem Längseindruck. China 2 <S ■ ■ limbifer n. sp. 

7'. Hintertarsenglied 2 kürzer als 3, die dichte Bekleidung läfst 
die Körpergrundfarbe nicht erkennen, Thorax kürzer als breit, 

ohne deutliche helle Seitenbinde (pacißcus Oliv.) 

hololeucus Pall. 

6. Chromo no tus Mots. 
(Krallen frei, siehe S. 196). 
X. Helle Bekleidung nicht aus zipfligen Schuppen gebildet. 
A. Abdomen nicht irroriert, Segment 1 an Spitze mit deutlicher 
Kahlmakel. 
1. Decken vor der Mitte mit einer scharf begrenzten, nach vorn 
offenen dunklen Bogenbinde, welche die Neigung besitzt, sich 
mit der Schultermakel zu verbinden; Thorax ohne sichtbare 

x ) Decken um Schildchen tiefer eingedrückt, hinten zur Spitze 
beim $ nicht gerundet abfallend, Spatien 7 und 8 mit mehreren 
gemeinsamen hellen Makeln, kleiner Augendurchmesser gröfser als 
bei conicirostris. 



J. Faust: Artlabelle der Cleoninae. 219 

Punkte, mit einer dunklen nach vorn konisch verengten Dor- 
sal- und zwei gleichschmalen Seitenbinden, Rücken der Schienen 
und ungemakelten Schenkel ohne lange Haare . pictus Pall. 
1'. Decken ohne scharf begrenzte Längsbinden, Thorax mit deut- 
licher grober Punktierung, Rücken der Schienen und Schenkel 
mit längeren Haaren. 

2. Thorax mit 3 schmalen hellen Längslinien, von denen die 
beiden äufseren nach vorn mit einer Schweifung konvergieren, 
sodafs die dunklen Seitenbinden nach vorn stark erweitert sind. 

3. Decken mit einer zuweilen einmal unterbrochenen dunklen 
Schulterbinde. 

4. Auf den Decken eine basale Strichmakel auf Spatium 2, eine 
Längsbinde an der Basis von Spatium 6 und 7, die sich auf 
Spatium 5 bis zur hinteren Schwiele fortsetzt und gewöhnlich 
auch der gröfste Teil der Naht dunkelbraun, sonst weifslich, 
Schenkel aufsen braun gemäkelt (leucographvs Fhrs., Mecaspis 
hemigrammus Chv.) vittatus Zubk. 

4'. Decken schwarzbraun, nur der äufserste Seitenrand, sowie 
Spatium 4 und 9 ganz, 3 und 5 an der Basis, 1, 2 und 8 bis 
auf die Basis weifs, Scheitel mit 2 schwarzbraunen Makeln 

var. funestus nov. 

3'. Decken ohne dunkle Schulterbitide, weifs und schwarzbraun 
unregelmäfsig gemäkelt, höchstens einzelne Rückenspatien ganz 
oder in gröfserer Ausdehnung weifs (variegatus Mots., costi- 
pennis Fhrs., suturalis Gebl.) . . . var. interrvptus Zubk. 

3'. Von den 3 hellen Thoraxlinien ist entweder die mittlere oder 
sie sind alle erweitert. 

5. Die weifse Thoraxmittellinie ist mehr oder weniger erweitert, 
sodafs die dunklen Dorsalbinden ganz oder teilweise verschwin- 
den, Decken wie bei intern/plus. . . . var. Zu b koiri Fst. 

5'. Thorax und Decken ganz weifslich bekleidet var. virginalisFst. 
A'. Abdomen irroriert, Segment 1 ohne deutliche Kahlmakel. 
ce. Deckenspatium 4 hinten mit einer weifsen Schwielenmakel auf 
dunklem Grunde. 

1'. Thorax mit dunkler, hell unterbrochener Seitenbinde, die 
sich aber nicht auf die Decken fortsetzt, Spatium 7 und 8, 
ebenso 2 und 3 oder 2 allein mit dunkler Basalmakel, helle 
Schwielenmakel wenigstens hinten dunkel umrandet. 

4. Oberseite gegen das Licht gesehen ohne abstehende Haare, 
Behaarung der Schienenrücken kürzer als die ihrer Unterseite, 
Deckenstreifen ziemlich dicht, deutlich und gleichmäfsig punktiert. 



220 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

5. Deckennaht hell und dunkel gewürfelt, jede Decke in der 
Mitte ihrer Länge mit einer in ihrer Ausdehnung veränder- 
lichen dunklen Schrägmakel, aufserdem unregelmäfsig mehr oder 
minder häufig dunkel gefleckt (humeralis Fhrs., delumbis Fst.) 

humeralis Zubk. 

5'. Deckennaht grösstenteils dunkel, die dunkle Umrandung der 
Schwielenmakel dehnt sich auf Spatium 5 nach vorn aus und 
eine längere dunkle Strichmakel auf Spatium 4 und 5 vereinigt 
sich zuweilen mit dieser und mit der Basalm akel auf 7 und 8, 
die helle Bekleidung zeigt nur im Streifen einige dunkle Punkt- 
makeln (bipunctatus Fhrs.) . . . . var. bipuncta tus Zubk. 

4'. Oberseite gegen das Licht gesehen mit kürzeren oder längeren 
abstehenden Haaren. 

6. Behaarung des Schienenrückens kürzer als die ihrer Unter- 
seite, Thoraxbasis 2-buchtig, Seiten zur Spitze geradlinig ver- 
engt, Decken an der Basis sehr wenig breiter als Thoraxbasis, 
in der Mitte am breitesten, die Streifen weitläufiger und un- 
deutlicher punktiert, aber ebenso gezeichnet als bei humeralis 

margelanicus Fst. 
6'. Behaarung des Schienenrückens mindestens so lang als die ihrer 
Unterseite, Rüssel länger und schmäler als bei humeralis. 

7. Behaarung der Oberseite kurz und schräg abstehend, Thorax- 
basis beinahe abgestutzt, Decken vorn etwas breiter als Thorax- 
basis, sonst ähnlich wie humeralis gezeichnet, Stirn am inneren 
Augenrande ohne Eindruck pilosellus Fhrs. 

8'. Decken ähnlich wie bipustulatus gezeichnet var. proximus Fst. 

7'. Behaarung der Oberseite lang und senkrecht abstehend, Thorax- 
basis deutlich 2-buchtig, Stirn neben dem inneren Augenrande 
mit deutlichem Längseindruck, Decken vorn viel breiter als 
Thoraxbasis mit stumpfwinkligen Schultern und Eindruck inner- 
halb dieser. 

9. Decken ähnlich wie bei humeralis gezeichnet {vehemens Fst.) 

hirsutus Fst. 

9'. Decken ähnlich wie bei biguttatus gezeichnet 

var. Eversru anni Fst- 

(c. Deckenspatium 4 hinten ohne erhabene weifse Schwiele auf 
dunklem Grunde, Thorax zylindrisch mit 3 weifsen Längs- 
furchen und 4 kahleu Längsbinden, Decken mit einer langen 
Rundung oder Schweifung, etwas erweitert, dann parallelseitig, 
hinten gerundet verengt, die Naht ganz oder teilweise dunkel, 
Spatium 7 an der Basis, in der Mitte und an der Spitze mit 
einer kahlen Strichmakel. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 221 

1. Spatium 2 und 3 an der Basis, 5 von der Spitze bis über die 
Mitle der Decken erhaben und kahl (vittatus Hochh.) . . . 

confluens Fhrs. 
]'. Spatien 2, 3, 5 weder erhaben noch kahl var. confluens Fst. 
Y'. Decken ohne Schultern, Thorax mit heller Seitenbinde, die 
zum Rücken hin erweitert, unten dreieckig ausgeschnitten und 
oben, sowie unten, durch eine dunkle Binde sch;irf begrenzt ist, 
die untere dunkle Binde mit heller Punktmakel unter dem 
dreieckigen Ausschnitt der hellen Seiteubinde Staudingeri Fst. 

30. subg. Entymetopus Mots. 
(bei Chromonolus). 
X'. Schuppen gezipfelt, helle Decken mit Schultern. 
«. Vorderhüften dicht aneinanderstofsend. 
1. Oberseite beinahe einfarbig weifsgrau ohne deutliche dunkle 

Zeichnung Perovskyi Fst. 

V. Scheitel, 4 Längsbinden auf dem Thorax, von denen die seit- 
lichen nach vorn erweitert sind, Spatium 1, 5 und 7 beinahe 

ganz dunkelbraun, der übrige Körper gelbgrau 

var. lineolalus Mots. i.l. 

31. subg. Eurysternus Fst. 
a'. Vorderhüften schmal getrennt. 

'■i. Decken unsymmetrisch dunkel gefleckt, Thorax mit undeut- 
lichen dunklen Längsbinden limis Men. 

2'. Die dunklen Flecken auf Decken fliefsen auf Spatium 2, 5, 7 
zu Längsbinden zusammen, der Thorax zeigt auf dem Rücken 
2 breite, an den Seiten je eine schmale, gewöhnlich in der 
Mitte unterbrochene Seitenbinde .... var. indutus Fst. 

32. Ep ir hyn chus Seh. 
A . Tarsenglied 4 einkrallig, Tarsenglied 3 mit Spuren von Schwamm- 
sohle, Spatium 4 hinten mit einer hellen Punktmakel, Decken 
mit 2 hellen Querbinden. 

1. Die basale Vereinigungsstelle der Deckenspatien 6,7,8 unter- 
bricht die Seitenrandlinie nicht, 2 Dorsalbinden des Hlschdes 
sind nur durch eine Makel am Vorderrande angedeutet 
(nigripes Pering.) argus Sparrm. 

]'. Die basale Vereinigungsstelle der Deckenspatien 6,7,8 bildet 
mit der Seitenrandlinie eine stumpfwinklige seitlich etwas vor- 
tretende Ecke und die 2 breiten hellen Dorsalbinden sind voll- 
ständig (argus Pering.) humerosus n. sp. 



222 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

33. subg. Nnm.im.onyx nov. g. 
A'. Tarsenglied 4 zweikrallig, 3 mit vollständiger Schwammsohle, 
Spatium 4 und 5 hinten mit je einer hellen Punktmakel, so- 
wie mit einer hellen Schrägbinde zwischen den Streifen 2 und 7 
auf dunklem Grunde, von den 3 dunklen Thoraxbinden setzen 
sich die äufseren auf die Basis der Spatien 3 und 4, die mitt- 
lere auf das basale Sechstel der Naht fort perturbans n. sp. 



34. Mesocleonus nov. g. 



imp licatus Fst. 



35. Pachy cerus 1 ) Seh. 
A. Decken behaart. 

1. Thoraxseiten ohne zahnförmige Vorsprünge, Decken an der 
Spitze dreieckig ausgeschnitten und ohne Zahnspitzen. 

2. Abdomen und Beine schwarz irroriert (echii Chvr., altaicus 
Gyllh.), Decken überall deutlich gestreift-punktiert .... 

9. s cabrnsus Brüll. 

2'. Abdomen und Beine nicht irroriert, erstes mit Querreihen von 

Kahlpunkten, Decken nur an Basis deutlich gestreift-punktiert 

10. planirostris Gyllh. 

1'. Thoraxseiten zweizähnig, Decken an der Spitze etwas klaffend 

und gegenüber Spatium 1 mit einer Zahnspitze, Abdomen mit 

Kahlpunkten (spinipennis Fairm.: Madag.) . . 11. Badeni Fst. 

A'. Decken mit zipfligen Schuppen bedeckt. 

3. Decken an der Spitze dreieckig ausgeschnitten oder meist ein- 
zeln abgerundet, höchstens an der Basis gekörnelt. 

4. Oberseite ohne abstehende Haare oder Borsten, Schenkel, 
Schienen und Hinterbrust spärlich irroriert. 

5. Abdomen nicht irroriert, selten mit Querreihen von Kahl- 
punkten, Spatien 2 und 4 in ihrer ganzen Länge nicht breiter 
und gewölbter als die anliegenden. 

(3. Thorax deutlich gekörnelt, die Decken in den Streifen nie 
grob punktiert. 

7. Decken nicht weifs gerandet, fein punktstreifig. 

8. Die weifsen Thoraxseiten ziehen sich in der vorderen Hälfte 
weit auf den Rücken hinauf, ohne scharfe Grenzen, Decken 
mit 2 gröfseren ebenfalls nicht scharf umgrenzten Kahlmakeln, 



1 ) Vielleicht können scabrosus, planirostris und Badeni mit 
irroriertem Abdomen zu Rhabdorhynchus gestellt und granulatus als 
Mittelglied zwischen Pachycerus und Rhubdorhynchus angesehen 
werden. 



J. Faust: ArttabeUe der Cleoninae. 223 

eine an Basis auf der Schulter, eine andere quer in der Mitte, 
Schuppen weifs, kurz, 2-zipflig. 
9. Thoraxseiten gerundet, Rüssel schmäler, 2-furchig {segnis Germ.) 

1. cordiger Germ. 
'J'. Thoraxseiten parallel, Rüssel breiter, ungefurcht (Turkestan) 

2. latirost ris Fst. 
8'. Die weifse Seitenlinie des Thorax ist nach oben convex oder 

stumpfwinklig und scharf begrenzt, Decken mit 2 angedeuteten 
von aufsen nach innen schrägen Binden, Schuppen lehmfarbig 
lang 2-haarig (Turkestan) 3. obliquatus Fst. 

7'. Decken ähnlich cordiger gemäkelt, weifs gerandet (Kisil-kum) 

4. deser forum n. sp. 
. 6'. Thorax ohne Körner, Rücken kahl mit doppelter Punktierung, 
die gröbere so grob und tief wie die in den Deckenstreifen, 
die Seiten mit einer breiten, nach oben stumpfwinklig erwei- 
terten scharf begrenzten weifsen Binde, Decken mit 2 breiten 
kahlen Querbinden, einer basalen und einer in Mitte (Bengal) 

5. sellatus n. sp. 

5'. Abdomen irroriert, Spatium 2 und 4 breiter und höher als die 
vorliegenden, Thorax und Decken ziemlich grob punktiert ohne 
Körner, erster mit gerader und scharf begrenzter heller Seiten- 
binde (Peking) 6. costulatus Fst. 

4'. Oberseite mit schräg abstehenden Borstenhaaren, Stirn flach 
gedrückt, die weifse Beschuppung des Prosternums weit auf 
den Rücken als scharf begrenzte stumpfwinklige Erweiterung 
fortgesetzt, Decken hinten einzeln zugespitzt (Senegal, Kordofan) 

7. vestitus Fhrs. 

?>'. Decken an der Spitze gemeinsam breit abgerundet, überall, 
wenn auch ungleichmäfsig, gekörnelt, oder teilweise runzelig 
gekörnt, Thorax mit dicht gekörntem Rücken, jede Decke mit 
einer gröfseren, eine weifse Punktmakel einschliefsende Kahl- 
makel, Abdomen mit Querreihen von Kahlmakeln (Senegal, 

Madagaskar?) , 8. opimus Gyllh. 

u. Decken oval oder länglich oval, Rüssel an der Basis durch 

keine Querfurche abgesetzt; siehe 1., 2., 2'. 
a. Decken lang zylindrisch, Rüsselbasis durch eine Querfurche 
abgesetzt, Segmente schwach irroriert, Thorax punktiert ge- 
runzelt, Rücken kahl mit weifser Mittellinie, Seiten mit nach 
oben erweiterter weifser Binde, Decken grob punktiert-gestreift 
(Cap) 12. grantifatus Oliv. 



224 J. Fernst: Arttabelle der Cleoninae. 

36. subg. Rhabdorhynchus Mots. 

J. Hintertarsenglied 2 länger als 3, Thorax und Decken ohne 
ausgesprochene helle Zeichnung. 

2. Hinterschienen gerade, Fühler dünner und länger (seriegrano- 
sus Chvr.) varius Hrbst. 

2'. Hinterschienen gekrümmt, Fühler dicker und kürzer .... 

Kare fini Fürs. 
V. Hintertarsenglied 2 nicht länger als 3. 

3. Thoraxrücken ohne weifse Kreuzlinien. 

4. Beine und Unterseite mit scharf hervortretenden Nabelpunkten 
dicht besetzt, Thorax quer, nach vorn mehr verengt als nach 
hinten, am breitesten hinter Mitte, die Hinterecken eingezogen, 
nicht dicht gekörnelt, Fühlergeifsel dünner als die schmälste 
Augenstelle, Decken hell ockergelb behaart und weifslich ge- 
scheckt mixt vs F. 

4. Beine und Unterseite mit weitläußgen und verschwommenen 
Punkten besetzt, Thorax viereckig mit gerundeten Seiten, in 
der Mitte am breitesten, Hinterecken nicht eingezogen, Rücken 
dicht runzlig gekörnt, Fühlergeifsel so dick als die gröfste 
Augenbreite (Kaifa 1 c? Reitter) . . . crassicomis n. sp, 

3'. Thoraxrücken mit weifsen Kreuzlinien, die Seiten mit 2 sich 
schneidenden annähernd die Ziffer 3 bildenden weifsen Linien, 
Decken mit hellen Punktmakeln in den Streifen. 

5. Deckenspatien nur in der Basalhälfte gekörnelt(?), die helle 
Zeichnung auf Thorax und Decken besteht aus nicht sehr dicht 
gestellten und von der übrigen Bekleidung nicht sehr abstechen- 
den Behaarung, Abdomen mit nicht zusammenfiiefsenden Kahl- 
punkten. 

0. Rüsselseiten vor den Augen mit tiefem dreieckigen Eindruck, 
Decken weifs punktiert (atomarius Fhrs. Seh.: Turkestan) . 

Menetriesi Gyllh. 

6'. Rückenseiten ohne Eindruck, Decken ohne weifse Punkte 
(crueifer Hochh.?) Grummi Fst. 

.V. Deckenspatien bis zur Spitze gekörnt, die helle Zeichnung der 
Oberseite besteht aus einer sehr dicht gestellten und durch 
die kreideweifse Färbung sehr abstechenden Behaarung, Ab- 
domen mit 9-förmigen Kahlmakeln .... anchusae Chvr. 

37. subg. Asinocleonus nov. 
V. Abdomen irroriert, ohne Querreihen von Kahlpunkten, Decken 
ohne Schultern, mit Haaren bekleidet, Rüssel von der Stirn 



J. Faust: Artlabelle der Cleoninae. 225 

abgesetzt, Fählerschaft kaum länger als die 3 oder 4 ersten 

Geifselglieder, Prosternum mit Höcker, Hintertarsenglied 2 

länger als 3, Thorax und Decken granuliert. 
1. Decken zylindrisch, überall gleichmäfsig gekörnelt, mit hellen 

lanzettlichen Schuppen at.ro x Fst. 

1'. Decken lang oval, nur in der Basalhälfte sehr fein gekörnelt, 

mit Haaren bekleidet tacitumus Fst. 

38. Microcleonus n. gen. 
(neben Isomerus). 
«'. Abdomen mit Querreihen von Kahlpunkten, Decken beschuppt, 
Prosternum ohne Erhöhung vor den Vorderhüften, Decken 
nicht gekörnelt (Sedakovi Bhm.) .... Panderi Fisch. 

39. Mecaspis. 

0. Spatium 2 an der Basis ohne dunkle Makel, Stirn und Rüssel 
von der Seite gegen das Licht gesehen mit etwas abstehenden 
Bekleidungshaaren, Nahtstreifen unterbrochen, tiefer und dun- 
kel gefärbt, dunkle Thoraxbinde parallelseitig, Abdomen ver- 
schleiert irroriert. 

1 . Decken auf der Naht und die 3 ersten Spatien dichter behaart 
als die übrigen, diese Behaarung bildet an ihrer Spitze je eine 
erhabene längere Strichmakel und auf Spatium 4 eine lange 
basale und mehrere kurze Strichmakeln, Rüssel mit Mittelkiel 
zwischen 2 breiten und flachen Furchen, Thorax vor dem 
Schildchen mit einem tieferen Eindruck (palmatus Gyllh.) . 

etnarginatus Fst. 
1'. Decken ohne erhabene Strichmakel auf Naht und den 3 ersten 
• Spatien, Thorax vor dem Schildchen mit flachem Eindruck. 

2. Prosternum neben dem Seitenrande mit heller Punktmakel, 
Geifselglied 2 kürzer als 1, Thorax so lang als breit, zur 
Spitze in flachem Bogen verengt, Deckenrücken mit bis auf 
den nach der Naht nur schwer sichtbaren Streifen, die Spatien 
ganz flach, Augen oval b arbirostris Fst. 

2'. Prosternum neben dem Seitenrande ohne helle Punktmakel, 
Geifselglied 2 länger als 1 , Thorax kürzer als breit, an der 
Spitze mit einer Schweifung verengt, Decken mit deutlichen 
Punktstreifen, die Spatien etwas gewölbt, Augen kurz oval 
Tanger, Marocco : Faust; Tlemcen: Bedel) . . Bedelin. sp. 

Deutsche Entomol. Zeitschr. 1904. Heft L 15 






226 J. Faust: Arttabelle der Cfeoninae. 

0'. Spatium 2 und 4 an der Basis mit dunkler Makel, Stirn und 
Rüssel von der Seite gegen das Licht gesehen ohne abstehende 
Bekleidungshaare. 

A. Seiten des Thorax dichter behaart als das Prosternum. 

A'. Seiten des Thorax nicht dichter behaart als das Prosternum. 

«. Decken einfarbig bekleidet ohne helle oder dunkle Zeichnung, 
höchstens nach aufsen zu etwas dichter behaart als auf Rücken, 
Rüssel mit Mittelkiel und 2 tiefen, meist noch mit 2 flachen 
abgekürzten Furchen, Abdomen mit grofsen und dichten stellen- 
weise zusammenfliefsenden Kahlpunkten irroriert, Thorax mit 
gekörnten Seiten und 6 runzelartigen kahlen Längskielen 
(Jorlesculptus Reitt. i. 1. : Mardin) . . . costicollis Gyllh. 

«'. Decken mit dunkler und heller Zeichnung, nie nach aufsen zu 
dichter behaart als auf dem Rücken, Rüssel nie mit tiefen 
Furchen, Thorax an Seiten nicht gekörnelt und höchstens mit 
2 Längskielen, aber mit 2 mehr oder weniger deutlichen hellen 
Dorsalbinden. 

3. Die helle Bekleidung des Prosternums ist nach oben stumpf- 
winklig erweitert, die anhängende dorsale Kahlbinde am Un- 
terrande dementsprechend ausgeschnitten, Abdomen klar, aber 
mäfsig dicht irroriert, Eindruck hinter Schwielenstelle schwach. 

4. Rücken der Schienen kürzer als ihre Unterseite und nicht ab- 
stehend behaart, Geifselglied 1 bedeutend länger als 2. 

4a. Decken wolkig behaart, in den nicht vertieften Streifen weit- 
läufig punktiert, Thorax ohne scharfe Zeichnung, unten und an 
den Seiten weitläufig grob punktiert, Augen schmal (Reitteri Ret.) 

inci suratus Gyllh. 

4a'. Decken auf der basalen Nahthälfte, sowie die Spatien 2, 4, 6 
etwas vor der Mitte und hinten an der Schwielenstelle kahl, 
Thorax mit einer kahlen Mittel- und 2 Seitenbinden, unten 
und an den Seiten verschleiert, punktiert, Augen breit eiförmig 

obvius Fst. 

4'. Rücken der Schienen ebensolang und abstehend behaart als ihre 
Unterseite, Decken dicht vor der Mitte mit je einer kahlen 
Strichmakel auf Spatium 5 und 7, die mitunter zu einer breiten 
gemeinsamen Querbinde erweitert ist, dann auch noch vor der 
Spitze mit einer grofsen Kahlmakel zwischen den Streifen 3 
und 8, von der sich eine weifse kurze Strichmakel am Ende 
von Spatium 4 abhebt, Thorax auf den kahlen Stellen grob 
runzlig punktiert, Geifselglied 2 nur wenig kürzer als 1, Kör- 
per grofs (Turcmenien) Pallasi Fhrs 



J. Faust: Arttabelle der Cleon'mae. 227 

.'! . Die helle Bekleidung des Prosternums nach oben nicht erwei- 
tert, die anliegende Kahlbinde parallelseitig, Abdomen sehr 
sparsam irroriert, jede Decke mit 3 Kahlmakeln, 1 vor, 1 in 
Mitte, 1 hinter Schwiele, Thorax grob punktiert. 

5. Die beiden vorderen Kahlmakeln liegen zwischen Streifen 3 
und 6 und alle 3 zeigen eine weifse, von der übrigen Beklei- 
dung abstechende Punktmakel, Thorax gewöhnlich mit 2 in der 
Mitte zusammenstofsenden Längsrunzeln, Abdomen klar aber 
sehr sparsam irroriert, Schienen oben und unten lang abstehend 
behaart (Darjeeling) 6-guttatus Rdtb. 

5'. Die beiden vorderen Kahlmakeln liegen zwischen Streifen 4 
und 6 und zeigen keine, die dritte eine helle aber von der 
übrigen Bekleidung nicht abstehende Punktmakel, Thorax vor 
Schildchen mit tiefem Eindruck, ohne Längsrunzeln, Schienen 
weder oben noch unten lang abstehend behaart, Abdomen etwas 
dichter und verschleiert irroriert (1 £ Turkestan) lentus n. sp. 

6. Helle Seitenbinde des Thorax sehr schmal und nur wenig 
dichter behaart als das Prosternum, Decken ohne Kahl- oder 
dünner behaarte Makeln, Spatium 4 mit 4 kurzen hellen Strich- 
makeln, Schildchen linienförmig erhaben und meist kahl (Per- 
sien, Kleiuasien) S-signatus Gyllh. 

6'. Helle Seitenbinde des Thorax breiter, Schildchen nicht erhaben 
und nicht linienförmig. 

7. Abdomen verschleiert irroriert. 

8. Körper kürzer und breiter, Vordertarsenglied 3 mit vollstän- 
diger Schwammsohle, Schienen auf dem Rücken nicht abste- 
hend behaart, Geifselglied 2 nicht oder kaum kürzer als 1, 
Rüssel ohne deutliche Furchen. 

9. Dorsalbinden auf dem Thorax breit und vertieft, Deckenspatien 
1 und 2 ganz, 3 bis auf den Spitzenteil, 7, 8, 9 ganz hell, 4, 5 6 
in helle und dunkle Strichmakeln aufgelöst, die helle Behaarung 
dicht, Decken längsgewölbt (1 $ Teniet el Had: Bedel) . . 

coenobita Oliv. 

9. Dorsalbinden auf dem Thorax schmal, nicht vertieft, höchstens 

Spatium 4 und 5 mit einigen dunklen Nebelflecken, Decken 

flacher quergewölbt. 

10. Thorax feiner punktiert (Corsica, Sicil., Samara) nanus Gyllh. 

10'. Thorax gröber punktiert (nur die Type, £ Lusitanien) . . . . 

var. misellus Gyllh. 

15* 



228 J- Faust: Arttabelfe der Cleoninäe. 

8'. Körper schmal und lang, Schienenrücken lang abstehend be- 
haart, Vordertarsenglied 3 wenigstens beim 9 ohne Schwamm- 
sohle Darwini Fst. 

7'. Abdomen scharf irroriert, Geifselglied 2 kürzer als 1, Schienen- 
rücken ohne abstehende lange Haare. 

11. Körper lang und schmal, Rüssel mit 2 bis wenigstens zur 
Stirnfurche fortgesetzten Furchen, Thorax aufser Mittelfurche 
noch mit 4 vertieften und hell behaarten Längsfurchen, von 
denen die beiden inneren die Spitze nicht erreichen (Beirut) 

Baudii Fst. 
11'. Körper kürzer und breiter, Rüsselfurchen reichen nie bis zur 
Stirnfurche hinauf. 

12. Stirn und Rüssel gleich quergewölbt, Seitenbinde des Thorax 
nach oben erweitert, in der Mitte breiter als an den Enden. 

13. Deckenstreifen dicht punktiert, Spatien 4 und 6 unterbrochen 
hell behaart (hieraus Herbst) alternans Hrbst. 

13'. Deckenstreifen weitläufig punktiert, Decken hinten steiler zur 
Spitze abfallend, jede vor der Mitte mit einer grofsen dunklen 
Makel zwischen Streifen 3 und 8, die aufsen gewöhnlich bis 
zur Schulter verlängert ist (eunetus Gyllh., moerens Fhrs.) . . 

caesns Gyllh. 

12'. Stirn flacher quergewölbt als der Rüssel, daher an der Basis 
von jener tiefer abgesetzt und länger als bei alternans, Thorax- 
seitenbinde überall gleich schmal, Thorax äufserst grob und 
tief punktiert, Decken hinten flacher, zur Spitze abfallend, sonst 
denen von alternans gleich .... albovirgat us Chvr. 

40. subg. Pseudocleonus Chvr. (Oosomus Mots.). 
A. Abdomen irroriert. 

1. Abdomen und Beine deutlich irroriert, Thorax mit schmaler 
Seitenbinde und einem Mittelkiel. 

2. Thorax mit 2 hinten breiteren etwas vertieften Dorsalbinden, 
die davor jederseits durch eine feine Runzel begrenzt sind 
(costalus F.), Rössel mit 2 flachen Furchen cinereus Schrank. 

2'. Thorax ohne Dorsalbinden, jederseits mit einer kurzen erha- 
benen Linie in der Mitte. 

3. Thorax nach vorn gerundet verengt, an der Basis am brei- 
testen (ßmbriatus Chvr.) carinatus Gyllh. 

3'. Thorax vor der Mitte am breitosten . . .var. senilis Rsh. 



J. Faust: Arttabelh der Cleoninae. 229 

1'. Abdomen verschleiert, Beine nicht irroriert, Thorax parallel- 
seitig, mit schmaler heller Seitenbinde, Oberseite ockerfarbig 
bestäubt, Deckenspatium 2 mit einer gelben basalen Punkt- 
makel grammicus Panz. 

A'. Abdomen nicht irroriert. 

4. Decken ziemlich dicht behaart, Thorax im Spitzendrittel mit 
zuweilen fehlendem Mittelkiel. 

5. Thorax mit schmaler, parallelseitiger, vorn nach unten gebo- 
gener heller Seitenbinde, Oberseite dunkelgrau behaart, ge- 
wöhnlich ockerfarbig bestäubt, Rüssel breiter oder schmäler, 
Decken hinten steiler oder flacher zur Spitze abfallend (obso- 
letus Gyllh., fatalis Chvr. [Porocleonus], sinuatus Fst.) 

dauricus Gebl. 

5'. Thorax mit weifser breiter, nach vorn verbreiterter Seiten- 
binde, parallelseitig, Oberseite bis auf den Thoraxrücken weifs- 
grau behaart marginicollis Gyllh. 

4'. Decken nur fleckenweise oder garnicht behaart. 

6. Decken mit gewöhnlicher Lupe gesehen nicht behaart, Thorax 
ohne helle Seitenlinie, Rüssel nur um 4; länger als breit, Ober- 
seite schwarz glänzend glabratus Fst. 

6'. Decken fleckenweise behaart und auf den behaarten Stellen 
rostrot bestäubt, Thorax mit schmaler Seitenbinde, die be- 
haarten Flecke auf den Decken mehr oder weniger vertieft. 

7. Thorax viereckig, ohne Dorsalbinden, vor dem Schildchen 
kaum sichtbar eingedrückt, Decken gereiht-punktiert (Libanon) 

pus tulo sus Chvr 
7'. Thorax länger als breit, mit 2 durchgehenden, stark vertieften 
und dicht behaarten Dorsalbinden. Decken gestreift-punktiert, 
mit unregelmäfsigen Haarflecken auf den Streifen und jeder- 
seits mit einer grofsen vertieften Makel auf der Basis von 
Spatium 2 und 3 und hinter der Basis auf 4. Thorax mit 
hinten breiter und tieferer Mittelfurche (Libanon) .... 

libanicus n. ep. 

41. Monolop hus n. gen. 
Vou Psendocleoinis durch freie Krallen, unbesohlte Tarsen- 
glieder, verlängertes zweites Tarsenglied hauptsächlich ver- 
schieden. Segment 1 mit einer, 2 mit 3, 3 und 4 mit je 5 
Makeln, aufserdem Abdomen weitläulig fein schwarz irroriert 

praeditns Fst, 



230 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

42. Cosmog aster n. gen. 
A. Deckenspatien mit kursen, etwas schräg abstehenden Borsten- 
härchen besetzt, Rüssel mit seine Seitenkanten nie schneiden- 
den oder ganz parallelen Furchen. 

1. Decken mit einer kurzen Schweifung an der Basis erweitert. 

2. Deckenrücken ganz oder gröfstenteils dunkel behaart 

lateralis Gyllh. 
2'. Deckenrücken gröfstenteils hell behaart var. impeditus Fst. u. 
1'. Decken dicht hinter der Basis zuweilen leicht eingeschnürt, 
ohne obige Schweifung. 

3. Deckenrücken gröfstenteils hell behaart . . dentatus Germ. 
3'. Decken mit einer breiten dunklen Querbinde, die nach hinten 

zwischen den dunklen Punktstreifen erweitert ist (virgo Chvr.) 

? var. *) venustus Walk. 
A'. Deckenspatien mit längeren senkrecht abstehenden Borsten- 
härchen beinahe einreihig besetzt; ähnlich gezeichnet wie 
lateralis, Rüssel mit 2 im Stirnpunkt zusammenstofsenden und 
die Rüsselseitenkanten etwa in der Mitte schneidenden Furchen 
(Neocleonus costulatus Chvr., pudendus, thibetanus' 2 ), nossi- 
bianus Fairm.) cor dofan us Fhrs. 

43. Porocleonus Mots. (Cossinoderus Chvr.). 

Deckenspatien 6 und 8 in der Mitte angedunkelt und vertieft, 
jenes mit 2, dieses mit einer erhabenen weifsen Makel, zu- 
weilen auch 2 und 3 wie 6 angedunkelt und weifs gemäkelt. 

1. Spatium 4 und 5 hell beschuppt .... ca ndidus Oliv. 

1'. Spatium 4 und 5 bis auf die Basis und Spitze dunkel . . . 

var. M ar esi Luc. 

44. T richocleonus Mots. 

leucop hyllus Fisch. 

45. Ata ctogast er n. gen. und Nemoxenus. 
A. Decken ohne deutliche Schultern. 

«. Seiten des Prosteraums mit einer dunklen nach hinten ver- 
breiterten Längsbinde, die eine helle Punktmakel einschliefst 
und die Unterkante der hellen Seitenbinde scharf begrenzt. 
1. Geifselglied 2 deutlich länger als 1, Thoraxmittellinie in der 
Mitte eingeritzt. 

') Walker nennt nur das Abdomen with whilish tomentum, 
ohne die dunklen Makeln zu erwähnen, sonst passend. 
2 ) Habe kein weiteres Stück aus Asien gesehen. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 231 

2. Decken an den Seiten wenig erweitert, hinten flach dreieckig 
ausgeschnitten, Thorax mit gerundeten Seiten und gröfster 
Breite in der Mitte Dejeani Fst. 

2'. Decken an den Seiten mehr erweitert, hinten gemeinsam ab- 
gerundet, Thorax mit kaum gerundeten Seiten und gröfster 
Breite an der Basis conjunctus Fst. 

1'. Geifselglied2 nicht länger als l,Thoraxmittellinie nicht eingeritzt. 

3. Die beiden Rüsselfurchen, welche den Kiel einschliefsen, rei- 
chen bis zur Höhe der Fühlereinlenkung, Stirn mit einer ab- 
gekürzten Furche (inßatus Fst.) .... orientalis Chvr. 

3'. Die beiden Rüsselfurchen sind hinter der Mitte abgekürzt, 
Stirn mit einem eingestochenen Punkt . . var. fr actus Fst. 

«'. Seiten des Prosternums ohne dunkle Längsbinde, die helle 
Seitenbinde des Thorax wenig dichter behaart als der Rücken 
und das Prosternum. 

4. Abdomen nicht irroriert, Spatium 2 höher und breiter als die an- 
liegenden, Hinterschienen leicht gebogen, Geifselglied 2 nicht 
verlängert. 

5. Gröfste Breite der Decken hinter der Mitte, die Vereinigungs- 
stelle der Spatien 6, 7, 8 hinter der Basis tritt als abgerun- 
deter stumpfer Winkel seitlich etwas vor, Thorax an der Spitze 
deutlich zusammengezogen , mit scharf abgegrenztem dunklem 
Rücken und doppelten Punktbinden (Zanzibar) insularis n. sp. 

5'. Gröfste Breite der Decken in der Mitte, ohne vortretende 
Vereinigungsstelle der Spatien 6,7,8, Thorax an der Spitze 
nicht zusammengezogen, trapezförmig, Rücken nicht dunkel, 
Geifselglied 2 kürzer als 1 (Vorderindien) suspectus n. sp. 

4'. Abdomen nur verschleiert irroriert, Hinterschienen gerade, 
Geifselglied 2 länger als 1. 

G. Thorax an der Spitze seitlich nicht zusammengezogen, Seiten 
gerundet, hintere dunkle Deckenbinde am Hinterrande durch 
eine grofse helle Makel begrenzt, Vereinigungsstelle von Spatium 
6, 7, 8 hinter der Basis nicht oder kaum, dann aber stumpf 
gerundet vortretend (antennalis, ceylonicus Fst. i. c.) 

finitimus n. sp. 

6'. Thorax an der Spitze seitlich plötzlich abgeschnürt, Seiten 
gerade oder leicht ausgerandet, hintere dunkle Deckenbinde 
am Hinterrande durch keine helle Makel begrenzt, Vereinigungs- 
stelle von Spatium 6, 7, 8 hinler der Basis seitlich als stumpf- 
winkliger Höcker vortretend (nervosipennis Fairm.: Madagaskar) 

consonus Fst. 



232 J. Faust: Arllabelle der Cleoninae. 

A'. Decken mit deutlichen Schultern, Rüssel mit gespaltenem 
Mittelkiel und 2 die Fühlereinlenkungshöhe erreichenden Fur- 
chen, Stirn gefurcht. 

7. Decken an den Seiten gerundet, tief punktirt- gefurcht, Rücken 
dunkel, mit 2 oder 3 Ansätzen zu hellen Querbinden, Geifsel- 
glied 2 kürzer als 1, Hintertarsenglied 2 nur wenig länger als 3 

par aleuco somit s Desbr. 
7'. Decken an den Seiten geradlinig, flach punktiert- gestreift, 
Rücken mit einer breiten dunklen, zuweilen durch eine helle 
Binde geteilten oder gesäumten Querbinde, Hintertarsenglied 2 
nicht länger, eher kürzer als 3, Prosternuni neben dem Seiten- 
rande mit einer hellen Punktmakel, Geifselglied 2 und 1 an 
Länge nicht verschieden, Abdomen irroriert . . Netnoxenus. 

8. Die breite dunkle Querbinde ist durch eine dicht behaarte 
Makel oder Bogenbinde unterbrochen, Decken an der Spitze 
nahezu abgestutzt oder flach stumpfwinklig. 

9. Eine helle nach hinten offene Bogenbinde in der dunklen 
Querbinde erreicht den Aufsenrand und innen noch einen Teil 
der Naht, Körper gröfser . . . . . . . zebra Chvr. 

9'. Eine helle grofse Quermakel in der dunklen Querbinde er- 
reicht weder den Aufsenrand noch die Naht, aufsen höchstens 
den 7., innen den 2. Streifen, Körper kleiner (bisignatus Roelofs 
1873, vagesignalus Fairm. 1879) . . . . bim acuta lus Chvr. 

8'. Die schmale dunkle Querbinde ist durch keine dichtbehaarte 
Quermakel unterbrochen, zeigt aber zuweilen hinter ihrem 
Vorderrande auf Spatium 4 eine helle Punktmakel, Decken an 
der Spitze spitzwinklig ausgeschnitten. . . . affixus Fst. 

46. Calodemas n. gen. 
A. Deckenspatium 4 hinten am Ende mit erhabener heller Schwiele, 
Geifselglied 2 kürzer als 1, Prosternum mit einer hellen Punkt- 
makel in einer dunklen Binde am Seitenrande. 

1. Basale Vereinigungsstelle der Spatien 6, 7, 8 springt seitlich 
nicht vor. 

2. Spatium 4 mit einer hellen Punktmakel in der dunklen Quer- 
binde, diese weder nach vorn noch nach hinten merklich er- 
weitert, 2, 4, 6 höher als die übrigen, Rüssel gebogen. 

3. Rüssel mit 2 angedeuteten kurzen Furchen, die hohe Quer- 
wölbung des Rüsselrückens fällt in der Höhe des oberen 
Augenrandes mit einer kurzen Rundung zur Stirn ab; Decken 
höher gewölbt errans Fhrs. 



J. Faust: Arttabelle der C/eoninae. 233 

3'. Rüssel mit 2 basalen, hinten sehr tiefen und etwas verbrei- 
terten Furchen, die Querwölbung des Rüsselrückens geht all- 
mählich in die Stirnfläche über Nickerli Fst. 

2'. Spatium 4 mit je einer hellen Punktmakel auf Spatien 4 und 5 
in der hinteren dunklen Querbinde. 

4. Decken an der Basis mit durch die geraden Spatien breit 
unterbrochener, flacher Querfurche, die Naht sowie Spatium 2, 
4, 6 viel höher und breiter als die anliegenden, die helle Makel 
auf Spatium 4 gröfser länglich und schräg, Thorax so lang als 
breit, mit kaum gerundeten, zur Spitze leicht konvergierenden 
Seiten, Decken hinten ziemlich breit gerundet, keine der bei- 
den dunklen Querbinden nach vorn erweitert, Rüssel gebogen 

v etuslum n. sp. 

4'. Decken hinter der Basis ohne Querfurche, hinten spitzer ge- 
rundet, alle Spatien gleich hoch, vordere dunkle Binde auf 4, 
die hintere auf Spatium 5 nach vorn erweitert, die helle Makel 
auf 4 in der hinteren Binde ist länger und gerade, Thorax kürzer 
als breit, mit gerundeten Seiten, Rüssel gerade pullum n. sp. 

1'. Die basale Vereinigungsstelle springt stumpfwinklig oder als 
Zahnecke seitlich vor. 

5. Höchster Punkt der hohen Decken-Längswölbung weit hinter 
der Mitte, Spatium 2 kielartig am höchsten gewölbt, Spatium 4 
in der hinteren dunklen Querbiüde mit einer hellen Punktmakel, 
Thorax parallelseitig (nur Typus 2 von Owampo gesehen) . 

dissimile Pering. 
5'. Höchster Punkt der flachen Decken-Längswölbung in der Mitte, 
alle Spatien ziemlich gleichhoch gewölbt, jedes der Spatien 4 
und 5 in der hinteren dunklen Querbinde mit einer hellen 
Makel, von denen die auf Spatium 4 länger und scbräggerichtet 
ist, Thorax mit bis vor die Mitte etwas divergierenden Seiten 

biguttatum n. sp. 
A'. Deckenspatium 4 hinten ohne helle Schwiele, Geifselglied 2 
nicht kürzer als 1. 

6. Geifselglied 2 deutlich länger als 1 , Thoraxseiten und basale 
Vereinigungsstelle der Spatien 6, 7, 8 seitlich tuberkelartig 
vorspringend, Spatium 9 mit runden flachen und hell behaarten 
Erhöhungen, Prosternum ohne oder mit nur am Vorder- und 
Hinterrande angedeuteten dunklen Seitenbinden. 

7. Die tuberkelartigen Erhöhungen auf den Thorax- und Deckeu- 
seiten hoch erhaben, Decken kurz, doppelt so laug als der 
Thorax suillum Gyllb. 



234 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

7'. Die tuberkelartigen Erhöhungen auf den Thorax- und Decken- 
seiten flach erhaben, Decken 2|-mal so lang als der Thorax . 

?var. pro/ix um nov. 

6'. Geifselglied 2 nicht länger als 1 , Thoraxseiten und basale 
Vereinigungsstelle der Spatien 6, 7, 8 seitlich nicht tuberkel- 
artig vorspringend, keines der Deckenspatien mit Erhöhungen, 
Punkte in den wenig vertieften Streifen überall grofs und tief, 
Spatien 2, 4, 6 erhabener als die übrigen. 

8. Prosternum ohne oder mit nur vorn und hinten angedeuteter 
dunkler Seitenbinde, gegen das Licht gesehen ist die Oberseite 
mit kurzen schräg abstehenden Haaren bekleidet, basale Ver- 
einigungsstelle der Spatien 6, 7, 8 seitlich nicht vorspringend, 
dunkle Deckenquerbinde hinter der Mitte zwischen Streifen 3 
und 8 aufsen nicht verschmälert . . . puberulum n. sp. 

8'. Prosternum mit scharf begrenzter dunkler Seitenbinde, Ober- 
seite nicht abstehend behaart, basale Vereinigungsstelle der 
Spatien 6, 7, 8 bildet eine schräg abfallende, stumpfwinklige 
Schulter; Decken mit gröfster Breite und Höhe hinter der 
Mitte, dunkle Querbinde hinter der Mitte zwischen Streifen 2 
und 10 nach aufsen zugespitzt invidum n. sp. 

47. Ephimeronotus n. gen. 
(Schienen des 2 fein gezähnelt). 
Deckenspatien 2, 1,7,8 kahl und mit je 4 gröfseren dicht be- 
haarten hellen Makeln besetzt, von diesen Makeln die vor- 
dersten basal, die hintersten apikal und strichförmig, Thorax- 
seitenbinde bis hinter die Spitze breit, Tarsenglieder (3 erste) 
kurz, 2 nicht länger als 3, nur dieses mit unvollst. Schwamm- 
sohle, Krallen gespreizt, nur am Grunde zusammenstehend 
Piochardi Bris. 1866, Korbi Strl. Cijphocl. 1890) (Mecaspis) . . 

Miegi Fairm. 1855. 

48. Cyphocleonus Mots. 
A. Abdomen einfarbig behaart, nicht irroriert, über Thorax und 
Decken ziemlich gleich grofse Körnchen ungleichmäfsig verteilt. 
1. Rüsselmittelkiel breit und stumpf, seine Längswölbung von der 
Seite gesehen viel höher als die der Seitenkanten, Rüssel ge- 
bogen cenchrus Pall. 

1'. Rüssel nahezu gerade, kürzer und breiter, sein Mittelkiel 
schmal und kaum höher längsgewölbt als die Seitenkanlen, 
Decken hinten stumpfer gerundet, die Körnchen auf ihnen spar- 



J. Faust: Artlabelle der Cleoninae. 235 

licher, Fühler dicker und kürzer (latirostris Fst. i. c.) Persieu, 

Mesopotamien sparsus Fhrs. 

A'. Abdomen stets mit schwarzen Nabelpunkten irroriert. 

2. Rüsselmittelkiel vorn ohne Mittelrinne. 

3. Decken parallelseitig in c?$, Rüsselmittelkiel breit und stumpf, 
Hintorbrust so lang oder deutlich länger als der Mittelhüften- 
durchmesser, Thorax mit heller Kreuzlinie auf dem Rücken, 
Dorsalbinde mit der Seitenraudbinde in der Mitte zusammen- 
hängend, Körnchen der Oberseite an Gröfse wenig voneinander 
verschieden. 

4. Thorax seitlich hinter dem Vorderrand plötzlich abgeschnürt, 
Rüssel in der Höhe des Augenunterrandes von der Stirn ab- 
gesetzt, Augen scheinbar auf der Basis der Rüsselseiten sitzend 
(Europa, W.-Asien, Algier) tigrinus Panz. 

4'. Thorax seitlich hinter dem Vorderrand nicht abgeschnürt, 
Rüssel von der Stirn nicht abgesetzt. 

5. Die beiden tiefen Rüsselfurchen reichen von der Basis bis 
nicht ganz zur Höhe der Fühlereinlenkung, Decken hiuten 
gemeinsam abgerundet, Abdomen weitläufig irroriert (Ungarn? 
S.-Rufsl.: achatosides Chvr.) achates Gyllh. 

5'. Die beiden Rüsselfurchen reichen bis zur Spitze, wenn auch 
hier etwas flacher. 

G. Decken hinten sehr flach dreieckig ausgeschnitten oder abge- 
stutzt, Körper gröfser. 

7. Abdomen dicht irroriert (Mittelmeer-Länder, N. -Afrika). . 

morbillosus Fst. 

7'. Abdomen spärlicher irroriert (Mittelmeer -Länder, N. -Afrika) 
(ibex 1 ) Bhm. ?: Rhodus) var. Hedenb orgi Fhrs. 

6'. Decken hinten gemeinsam abgerundet, Rüssel etwas breiter und 
kürzer, Körper kleiner (Italien, Marocco) var. testatus Gyllh. 

3' Decken wenigstens beim £ länglich oval, Rüsselmittelkiel schmal 
scharf, Rüsselfurchen tief bis zur Spitze reichend, Hinterbrust 
entschieden kürzer als der Mittelhüftendurchmesser, beinahe 
kürzer als der Abdominalfortsatz breit, Thorax ohne helle 
Kreuzlinien, Dorsalbinde mit der Seitenrandbinde in der Mitte 
nicht zusammenhängend, Körnchen der Oberseite an Gröfse 
sehr verschieden voneinander, Abdomen dicht irroriert. 

1 ) Typus cT von der Ins. Rhodus, wie Hedenborgi; Decken mit 
kaum angedeuteten Schultern, hinten stumpfer gerundet, nur auf 
ehr unteren Naht spärlich, sonst nur mit wenigen kaum erhabenen 
Körnchen besetzt, Beine und Abdomen noch spärlicher irroriert. 



"236 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

4. Auf den Decken herrschen die kahlen grob gekörnten Stellen 
vor Lejeunei Fairm. 

4'. Auf den Decken herrschen die behaarten sehr fein gekörnten 
Stellen vor var. exant hematicus Fst. 

2'. Rüsselmittelkiel vorn mit Mittelrinne. 

8. Decken hinten steiler abfallend und spitzer gerundet, nur an 
der Basis gekörnelt, selten mit Spuren von Körnern auch auf 
dem übrigen Teil der Decken, nie aber der Thorax an der 
Spitze halsförmig abgesetzt, Abdomen dicht irroriert. 

9. Decken kürzer innerhalb der Schultern und um das Schild- 
chen kaum bemerkbar, Bekleidungshaare kürzer und dünner 

trisulcatus Hrbst. 

9'. Decken länger, innerhalb der Schultern und um das Schildchen 

deutlicher eingedrückt, Basis von Spatium 2 deutlich erhaben, 

Bekleidungshaare länger und dicker. 

10. Die kürzeren Bekleidungshaare der Oberseite zimmetfarbig- 

die längeren weifslich altaicus Gyllh. 

10'. Die kürzeren und längeren Bekleidungshaare weifsgrau (occullus 

Fbrs. Seh var. adumbratus Gyllh. 

8'. Decken hinten flacher abfallend, überall gekörnelt, Thorax an 
der Spitze halsförmig abgesetzt, Abdomen spärlicher irroriert 
(Syrien, Palästina) . samaritanus Rehe. 

49. Adosomus n. gen. 

A. Hintertarsenglied 2 kaum länger als 3, dieses ohne Schwamm 
sohle oder mit unvollständiger heller Bekleidung der Decken 
schuppenförmig, nur Vorderschienenrand unten leicht gezähnelt, 
Schildchen sichtbar, Rüssel mit 2 deutlichen Furchen . . . 

Samsonovi Gebl. 

A'. Hintertarsenglied 2 nicht länger, eher kürzer als 3, dieses und 
gewöhnlich alle 3 mit vollständiger Schwammsohle, Schildchen 
nicht sichtbar, gröfste Deckenbreite in der Mitte; Vorder- 
schenkel gekeult, alle Schienen unten gekörnelt, Rüssel mit 2 
nur angedeuteten Furchen, oder ohne Zahn. 

1. Decken länglich oval, hinten gerundet-zugespitzt. 

2. Decken bis zur Spitze gekörnt, Abdomen deutlich irroriert. 

3. Helle Thoraxseitenbinde unlen gerade, nicht ausgebuchtet 
(myslicns Fald. i. 1.) granulosus Mauurh. 

3'. Helle Thoraxseitenbinde unten tief ausgebuchtet 

var. mo ng oticus Fald. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 237 

2\ Decken nur in der Basalhälfte und niedriger granuliert, Thorax 
in der hellen unten nicht ausgebuchteten Seitenbinde nur mit 
sehr wenigen kleinen und niedrigen Körnchen, die hellen Be- 
kleidungshaare viel feiner, Abdomen spärlich und verschleiert 
irroriert (China, Japan) melogrammus Mots. 

1'. Decken oblong, hinten stumpf gerundet und bis zur Spitze 
granuliert, Thorax vorn hals?. 

4. Abdomen spärlich und verschleiert irroriert, Decken mit un- 
regelmäfsigen hellen und dunklen Querbinden, Rüssel von der 
Stirn nicht abgesetzt (roridus Fst., Fabricii Gemming.) . . . 

roridus Pall. 
4'. Abdomen deutlich irroriert, Decken hell und dunkel marmo- 
riert, ohne deutliche helle oder dunkle Querbinden, Rüssel von 
der Stirn deutlich abgesetzt. 

5. Rüssel gelb behaart, länger und schmäler weifslich behaart, 
Körnelung der Oberseite feiner (sabuloms Mots., Solskyi Fst. i.e. 
Kirgh., Altai, Sib. occ. et or.) Karelini Fhrs. 

5'. Rüssel kürzer und breiter, Körnelung der Oberseite gröber 

var. sabul osus Mots. 

50. Brachycleonus gen. n. 
]'. Auf jeder Decke sind 3 gelbliche Schrägbinden fronto Fisch. 
1. Decken ohne deutliche Schrägbinden . . var. pudicus Men. 

51. Cleonus i. sp. 

a. Hintertarsenglied 2 nicht länger als 3, Thorax mit breiter, 

heller Seitenbinde, diese zuweilen in 2 schmale aufgelöst, an 

den Seiten ohne Quereindruck, wenigstens der Rücken gekörnelt. 

A. Decken an der Basis auf allen Dorsalspatien gekörnclt, Thorax 

überall gekörnelt, Abdomen scharf irroriert, Körper dicker und 

dichter behaart. 

1. Decken in beiden c?2 hinten steiler abfallend (sn/cirostris L.) 

piger Scop. 
1'. Decken in beiden c?$ hinten flacher abfallend 'impexus Mots.) 

var. scutellatus Bhm. 
A'. Höchstens Spatien 1 und 2 an der Basis mit wenigen Körn- 
chen, Thorax auf der breiten hellen Seitenbinde nicht, sonst 
auch nur sehr undeutlich gekörnt, Abdomen verschleiert irro- 
riert, Körper dünner und undichter behaart jap onicus n. sp. 



238 J. Faust: Artfabelle der Cleoninae. 

a'. Hintertarsenglied 2 wenig länger als 3, Thorax nur mit einer 

einen stumpfen Winkel bildenden schmalen Seitenbinde, an den 

Seiten mit einem Quereindruck , nur an den Seiten gekörnelt. 

2. Rüssel mit durchgehend gefurchtem Mittelkiel sardous Chvr. 

2'. Rüssel nur an der Spitze mit gefurchtem Mittelkiel .... 

var. Raymond) Perr. 

52. Liocleonus Mots. 
(helle und dunkle Längslinien). 
1. Die dunklen Stellen der Oberseite nackt, schwarz glänzend 
auf dem Thorax weitläufig punktiert, auf den Decken äufserst 
fein gerunzelt, die hellen Stellen weifs (leucomelas Fhrs. Seh., 

amoenus Chvr.) .clathratus Oliv. 

]'. Die dunklen Stellen der Oberseite mit doppelter Punktierung 
und feinen lebmfarbigen Schuppenhärchen, die hellen Stellen 
mit lehmfärbigen Schuppen besetzt .... umbrosus Chvr. 

53. Coniocleonus Mots. (Plagioyraphns Chvr.). 

a. Prosternum vor den Hüften mit einer deutlichen spitzen Er- 
höhung, Hintersarsenglied 3 ohne vollständige Schwammsohle, 
Schultern breit. 

A. Mitte der Thoraxbasis gegen das Schildchen spitz vorgezogen, 
Rücken vor dem Schildchen mit abgekürzter Mittelfurche oder 
einem furchenartigen Eindruck, Stirn stets flach oder etwas 
vertieft, Geifselglied 1 so lang als 2+3+4? 

1. Streifen in den dunklen Querbinden der Decken nicht oder 
kaum mehr vertieft als vor oder hinter diese» Binden. 

2. Thoraxrücken jederseits neben dem Mittelkiel auf der vorderen 
Hälfte mit einem Längseindruck. 

3. Prosternum fast kahl, Thorax ohne helle Seiten- und Dorsal- 
binde, äufserst dicht punktiert, Decken hoch quergewölbt, mit 
stumpfwinkligen Schultern, hinten ausgezogen stumpf zwei- 
zpitzig, Streifen sehr fein (carinirostris Gyllh.) 

Schönher ri Gebl. 
3'. Prosternum und Seiten des dicht behaart und auf dem gröfsten 
hinteren Teil der vom Rücken wenig abstehenden Dorsalbinde 
verschmolzen, Rücken weitläufig, aber ebenso grob punktiert 
als die flach gewölbten, hinten nicht ausgezogenen, mit runden 
Schultern versehenen Decken (St. PierreiChvr., Bonnair ei Fairm.) 

variolosus Woll. 



./. Faust: Artlabelle der Cleoninae. 239 

2'. Thoraxrücken ohne deutliche Längseindrücke neben Mittelkiel. 

4. Thorax ohne Seitenbinde, aber mit Dorsalbinde, dicht und ge- 
wöhnlich nicht tief punktiert, Decken mit feiner kürzerer nicht 
fleckiger Behaarung (hexastictus Bhm.) ferrugineus Fisch. 

4'. Thorax mit Dorsal- und Seitenbinde, diese vorn an der Ab- 
schnürungsstelle erweitert oder nach unten und eine kurze Strecke 
rückwärts gebogen, Decken mit dickerer, etwas längerer und 
fleckiger Behaarung cineritius Gyllh. 

1'. Streifen in den dunklen Querbinden der Decken furchenartig 
vertieft, oder die Punkte in ihnen äufserst tief. 

5. Schenkel ohne abstehende lange Borstenhaare oben oder an 
den Seiten. 

6. Thorax mit hellen Seiten- und Dorsalbinden, von denen die 
letzteren von dem zwischen ihnen liegenden Rücken scharf 
abstechen. 

7. Keiner der Streifen an der Basis furchenartig, die helle Seiten- 
binde hängt mit der zuweilen unterbrochenen Dorsalbinde in 
der Mitte zusammen und ist im Spitzenteil nach unten ver- 
breitert, beide sind nicht selten unterbrochen , Stirn über dem 
Punkt gekielt, Streifen 1, 3, 4 an der Basis nicht furchenartig. 

8. Hinterbrust kaum so lang als der Mittelhüftendurchmesser, 
die Deckenbinde vor der Mitte ist quer, Körper kürzer, Pro- 
sternum vor den Hüften ohne deutliche Erhöhung, die Längs- 
eindrücke neben dem Miitelkiel angedeutet. 

9. Decken nur mit einer Querbinde, die Streifen 3 und 4 in ihr 
kurz furchenartig, sonst bis auf die Schwielenplatte und einige 
Makeln die Flecke am Seitenrande gleichmäfsig dicht grauweifs 
behaart (Hollbergi Fhrs.) glaucus F. 

9'. Decken mit 2 Querbinden, die sich in der Färbung mitunter 
weit ausbreiten, die Streifen 1 oder 2 — 4 in der vorderen, 
meist auch noch 1 und 2 vor jeder Binde noch eine kurze 
Strecke furchenartig var. turbatus Fhrä. 

8'. Hinterbrust mindestens so lang als der Mittelhüftendurchmesser, 

Körper gestreckter, Läogseindrücke schräg. 
10. Prosternum vor den Hüften mit spitzem Tuberkel, Decken 
hinten spitzer ausgezogen und einzeln zugespitzt, Schultern 
geradlinig schräg abfallend , die helle Behaarung auf Decken 
vielfach unterbrochen , zuweilen in einzelne rundliche Punkt- 
makeln aufgelöst (carinatus Deg., ericeti Duf., Lethierryi Chvr., 
gultulatus Gyllh nebulosus L. 



240 J. Faust: Arltabelle der Cteoninae. 

10'. Prosternum vor den Hüften mit undeutlichem Tuberkel, Decken 
hinten weniger ausgezogen und einzeln spitz gerundet, Schultern 
gerundet abfallend, die helle Behaarung auf den Decken nicht 

oder wenig unterbrochen Graellsi Chvr. 

7'. Streifen 1,3,4 an der Basis furchenartig, die helle Thorax- 
seitenbinde hängt mit der hellen Dorsalbinde nirgends zusam- 
men, ist überall gleich breit, an der Abschnürungsstelle nach 
unten und rückwärts umgebogen, furchenartig und niemals 
unterbrochen. 

11. Rüsselseiten von der Fühlerfurche bis zur Spitze dicht be- 
haart, Mittellappen der Thoraxbasis gegen das Schildchen nur 
wenig vorgezogen. 

12. Decken mit deutlichen Schultern, ihre Längswölbungslinie im 
Spitzendrittel steiler zur Spitze abfallend, Punktstreifen 2 an 
der Basis nicht furchenartig vertieft (lacunosus Gyllh., megn- 
lographvs Fhrs., labidus Oliv.) ..... excoriatus Gyllh. 

12'. Decken mit kaum angedeuteten Schultern, ihre Längswölbungs- 
linie bis zur Spitze einen gleichmäfsig flachen Bogen bildend. 
Punktstreifen 2 an der Basis furchenartig vertieft und dunkel 
behaart sulcico llis Fhrs. 

11'. Rüsselseiten von der Fühlerfurche bis zur Spitze ebensowenig 
behaart als der basale Teil, Mitte der Thoraxbasis viel weiter 
gegen das Schildchen vorgezogen, Decken mit deutlichen Schul- 
tern, ihre Längswölbungslinie bis zur Spitze in gleichmäfsig 
flachem Boden verlaufend, Punktstreifen 2 an der Basis nicht 
furchenartig vertieft (obliquus F., albirostris Chvr., leucome/as 

Hope) nigro suturatus Goeze. 

6'. Rücken des Thorax zwischen den Dorsalbinden ebenso hell 
wie diese Binden und daher nicht von ihnen abstechend, die 
Seitenbinde vorn weder zurück- noch nach unten umgebogen. 

13. Thoraxseiten ausgerandet, Decken hinten sehr lang in 2 Spitzen 
ausgezogen, Seiten hinter der Schulterecke mit einer Buchtung, 
die die Schulter seitlich scharf vortreten läfst, die beiden lan- 
gen dunklen Schrägbinden nur durch eine schmale helle Schräg- 
binde getrennt fasti giatus Er. 

13'. Thoraxseiten nicht ausgerandet, Decken hinten spitz gerundet, 
Seiten hinter der Schulterecke nicht gebuchtet, die beiden 
Querbinden breit getrennt (ericae Fhrs., arciferus Chvr.) 

caflosus Bach. 



J. Faust: Artta belle der Cleoninae. 241 

5. Schenkel oben und an den Seiten mit langen mehr oder we- 
niger abstehenden Borstenhaaren, Vordertarsenglied 2 wenn 
auch mitunter wenig länger als 3 , Decken mit schräg oder 
gerundet abfallenden Schultern, Hinterbrust mindestens so lang 
als der Mittelhüftendurchmesser. 

14. Die Punktierung der Beine und der Unterseite sowie die 
Zeichnung der Oberseite verschleiert, Streifen in den dunklen 
Deckenbinden tief punktiert, nicht gefurcht, alle Spatien gleich- 
mäfsig flach planidorsis Fairm. 

14'. Beine und Unterseite deutlich schwarz irroriert, Bindenzeich- 
nung der Decken deutlich, Spatium 2 und 4 erhabener als die 
anliegenden. 

15'. Thoraxseiten flach ausgerandet, helle Seitenbinde in ihrer gan- 
zen Länge, Dorsalbinde höchstens in vorderer Hälfte deutlich, 
Deckenstreifen 1 an der Basis furchenartig, dunkle Decken 
hinten gerundet-zugespitzt, Binden schräg, Unterseite behaart 
(signifer Chvr.) crinipes Fhrs. 

15'. Thoraxseiten nicht ausgerandet, Decken hinten abgerundet, 
Spatium 1 an der Basis nicht furchenartig, dunkle Binden quer, 
Hinterbrust und Abdomen mit gegabelten Haaren besetzt. 

16. Oberseite mit einfachen grauen Haaren dicht besetzt, helle 
Seiten- und Dorsalbinde zusammengeflossen, Deckenspatium 4 
bis auf die hintere Schwiele ohne dicht behaarte Erhöhungen, 
Stirn flach jederseits am Augenvorderrande mit flacher Furche, 
wie der Rüssel ohne längere abstehende Haare (Amori Mars.) 

g aditanus Chvr. 

1<>'. Decken mit gegabelten Haaren, nur die Erhöhungen auf Spa- 
tien 4, 6 und 9 mit einfachen Haaren pinsel- oder bürstenartig 
besetzt, die belle Seiten- und Dorsalbinde auf dem Thorax 
nur durch wenige Punkte oder kurze Striche angedeutet, ge- 
kielte Stirn stark vertieft und wie der Rüssel mit längeren 
abstehenden Haaren, oder ohne deutliche Erhöhung, dann aber 
eine helle Dorsalbinde auf dem Thorax vorhanden (fasciculosus 

Reitt.) riffensis Fairm. 

a'. Prosternum vor den Hüften ohne Erhöhung, Thorax ohne helle 
Dorsalbinde, aber mit scharfer Seitenbinde, vorn mit Mittel- 
kiel, aber ohne Furchen, hinten mit flacher Furche, Decken 
mit breiterer Schulter, hinten spitz gerundet, die beiden Binden 
nur schattenartig angedeutet, Spatium 9 neben den Hinter- 

Deutsilie Eiuomol. Zeitschrift 1904. Heft I. 1 G 



242 J. Faust: Art tab eile der Cleoninae. 

hüften mit längerem weifsen Strich {Pelletn Fairm., montalbi- 
cus Costa) tabidus Oliv. 

A\ Mitte der Thoraxbasis kaum gegen das Sehildchen vorgezogen, 
Rücken vor dem Schildchen höchstens mit Spur eines Ein- 
druckes, Stirn deutlich gewölbt, Geifselglied 1 und 2 kaum 
an Länge verschieden, Decken hinten stumpfer gerundet, mit 
gerundeten Schultern , alle Spatien gleich hoch , keiner der 
Streifen furchenartig, die dunkle Zeichnung behaart, nicht kahl. 

17. Hinterbrust kürzer als der Mittelbrustdurchmesser, aber nicht 
kürzer als der Abdominalfortsatz breit ist, Abdomen grob irro- 
riert, die helle Dorsalbinde auf dem Thorax zeigt höchstens 
an der Basis wenige Punkte vittiger Fhrs. 

17'. Hinterbrust etwas länger als der Mittelhüftendurchmesser, 
Abdomen sehr fein irroriert, Dorsalbinde auf dem Thorax 
überall punktiert (Lederi Fst.: Cborasan, Khasia Hills, Mesopot.) 

mesopotamicns Oliv. 

54. Chromoderus Mots. 

1. Thorax ohne dunkle nackte Seitenbinde, diese nur am Vorder- 
rande angedeutet, Decken mit einer basalen und einer medialen 
nackten Querbinde fasciatus Müll. 

1'. Thorax mit dunkler nackter Seitenbinde, die sich auf die Basis 
der Decken fortsetzt und hier mit der vorderen der beiden 
nackten Schrägbinden vereinigt (scalaris Fisch., hamatus Gebl.) 

declivis Oliv. 

55. Leucomigus Mots. 

1. Abdomen sehr dicht kreideweifs behaart. 

2. Auf der Oberseite herrscht die dicht kreideweifse Bekleidung 
vor, selbst auf den weniger dicht behaarten, also dunkleren 
Stellen ist die Behaarung weifslich (quagga Herbst, farinosus 
Oliv.) candidatus Pall. 

2'. Auf der Oberseite sind die dunkleren mehr ausgebreiteten 
Stellen zimmetfarbig bestäubt (tessellatus Luc, var. Lucasi Chvr., 
var. ß Fhrs.) alb ot es sellatus Fairm. 

1'. Abdomen und Beine mehr oder minder fein schwarz punktiert, 
die 4 ersten Abdominalsegmente mit je 2 basalen oliven- 
farbigen Makeln, auf der Oberseite herrscht die dunkle Fär- 
bung vor (Pachycerus Abeillei Chvr.) . tessellatus Fairm. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 243 

56. Stephano cleonus Mots. 

A'. Hintertarsenglied 3 ohne Schwammsohle. 

u. Decken ohne Schultern (Gegensatz: S. 255). 

a'. Thorax und Decken ohne abstehende Borstenhaare (Gegen- 
satz: S. 252). 

ß'. Auf den Decken herrscht die dunkle Färbung vor. 

8'. Ihre Spitze bis vorn über die Schwielenstelle hell bekleidet, 
unter der Schwielenstelle aber mit einer mehr oder weniger 
ausgebreiteten dunklen Makel, Spatien 2, 4, 6 höher und breiter, 
Kopf hinter den Augen hell gefärbt, ohne dunkle Makel, Ab- 
domen nie mit Querreihen erhabener heller Makeln. 

/. Halsschildrücken ganz oder gröfstenteils hell bekleidet. 

1'. Halsschild ganz hell bekleidet, höchstens am Vorderrande mit 
etwas angedunkelten Stellen, der dunkle mitunter wenig ab- 
stechende Teil der Decken einförmig. 

2'. Deckenspatieu 2, 4, 6 ohne Erhöhungen, mit Abdomenzeichnung 
(puncticollis Schönh.) thoracicus Fisch. 

2°. Deckenspatien 2, 4, 6 mit Erhöhungen . . var. leprosus Fst. 

1°. Kopf hinter den Augen mit dunkler Makel, Halsschild am 
Vorder- und Hinterrande mit je 4 dunklen Makeln, die zwei 
äufseren am Vorderrande länger, der vordere dunkle Teil der 
Decken mit kleinen hellen Makel durchsetzt var. Ehnber (ji Fst. 

7°. Hals?childrücken und Schenkelspitze dunkel gefärbt. 

3'. Die helle Bekleidung des Prosternums reicht nicht bis zum 
Seitenrande, oben das Halsschild einförmig dunkel, Spatium 6 
im Basalviertel mit einer hellen Strich makel, Stirn mit heller 
Makel, Vereinigungsstelle von Spatium 6, 7, 8 nicht tuberkel- 
artig vorspringend lactuosus Fst. 

3°. Die helle Behaarung des Prosternums reicht bis auf die Seiten 
des Rückens hinauf, Spatium 6 ohne basale Strichmakel, Stirn 
ganz dunkel, Vereinigungsstelle von Spatium 6, 7, 8 tuberkel- 
artig vorspringend excisus Reitt. 

8. Siehe lobatus 32' und Gegensatz zu 8'. 

ß°. Auf den Decken herrscht die helle Bekleidung vor, die dunkle 
bildet gröfstenteils die Quer- oder Schrägbinde. 

4'". Die helle Thoraxseitenbinde fällt mit der hellen Bekleidung 
des Prosternums zusammen und ist höchstens nur in der Basal- 
hälfte durch eine Strich- oder Quermakel von dieser getrennt 
oder diese Binde fehlt ganz (4" siehe S. 247). 

iü* 



244 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

5a'. Die helle Bekleidung der Decken aus lanzettlichen, ovalen oder 
rundlichen Schuppen bestehend. 

5'. Helle Thoraxseitenbinde ganz oder in halber Länge mit der 
hellen Bekleidung zusammenfallend. 

6'. Stirn mit einem länglichen Grübchen, wenigstens die Hinter- 
schenkel an der Spitze dunkel, dunkle Bindenzeichnung auf 
den Decken scharf, helle Dorsalbinde auf dem Thorax in ihrer 
ganzen Länge sichtbar. 

7'. Mittelfeld des Thorax zwischen den Binden ganz dunkel, grobe 
Punkte äufserst sparsam, helle Schuppen auf den Decken lang 
lanzettlich trifasciatus Fst. 

7°. Thorax nahe der Basis mit einer breiten, nicht scharf be- 
grenzten Querbinde, die die Seitenbinde erreicht, grobe Punkte 
viel häufiger, helle Schuppen auf den Decken rundlich (bei 
Renardi) p ersi milis n. sp. 

6°. Stirn mit einem unter der Beschuppung versteckten Pünktchen, 
Hinterschenkel an der Spitze nicht dunkel, Bindenzeichnung 
auf den Decken nur angedeutet, helle Dorsalbinde auf dem 
Thorax nur am Vorderrande durch einen schmalen kurzen 
Strich angedeutet opportunus Fst. 

5°. Die helle Thoraxseitenbinde fehlt ganz oder ist wie auch die 
helle Dorsalbinde von den nur sehr wenig dunkleren runden 
Schuppen der ganzen Oberseite nicht gut zu unterscheiden. 

8'. Die hellen Seiten- und Dorsalbinden auf dem Thorax fehlen 
ganz, Schenkel und Abdomen weitläufig irroriert. 

9'. Decken ohne gemeinsame dunkle Basalmakel, nur weit hinter 
der Mitte mit einer schattenartigen, gemeinsam durch die Naht 
unterbrochenen Bogenbinde Jacobsoni n. sp. 

9°. Die helle Thoraxseitenbinde fehlt, die Dorsalbinde ist nur am 
Vorderrande angedeutet, Decken mit scharfer dunkler Zeich- 
nung, namentlich mit einer gemeinsamen dunklen Basalmakel, 
Aufsenrand, Spatien 9 und 8 sowie die helle Bekleidung 
kreideweifs. 
10'. Die gemeinsame dunkle Basalmakel liegt zwischen dem 5ten 
Streifen, ist hinten gerundet und nimmt an den Seiten ^ der 
Deckenlänge ein, Schenkel an der Spitze nicht dunkel gefärbt 

Sahlbergi Fst. 

10°. Die gemeinsame dunkle Basalmakel reicht hinten gerundet und 

in der Mitte kaum \ der Deckenlänge einnehmend, von Basis 

zu Basis von Spatium 6, Schenkel an der Spitze kahl . . . 

Semenovi Fst. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 245 

8°. Beide Binden auf dem Thorax nicht gut von der nur wenig 
dunkleren Beschuppung der Oberseite zu unterscheiden, der 
ganze Körper wie matt glasiert, mit kleinen runden perlgrauen 
Schuppen dicht besetzt und mit kleinen nur wenig weifslichen 
Fleckchen hier und da bestreut, Schenkel ohne schwarze Spitze 
und wie das Abdomen nicht schwarz irroriert {argillaceus 

Fst. olim) ' Köppeni n. sp. 

5a. Helle Bekleidung der Decken dünner oder dicker haarförmig. 

11'. Decken gegen das Licht gesehen ohne abstehende kurze 
Borstenhaare. 

12'. Jede Decke mit einer grofsen 4eckigen dunklen Basalmakel 
zwischen den Streifen 3 und 9, die deutlich länger als breit 
ist, auf dem Thorax ist die helle Dorsal- und Seitenbinde ganz 
mit der hellen Bekleidung des Prosternums verschmolzen, die 
Mitte mit angedunkelter Längsbinde, die etwas breiter als der 
Rüssel ist, Deckenspatien 2, 4, 6 höher und breiter, Schenkel- 
spitze nicht dunkel (fasciatus Mots. i. 1., thoracicus Fst.) . 

Waldh eimi n. sp. 

12°. Decken ohne grofse dunkle Basalmakel, höchstens einige 
Spatien an der Basis schmal dunkel. 

13'. Stirn flach oder in ganzer Breite gleichmäfsig eingesenkt. 

14'. Alle Schenkel bekleidet ohne Kahlmakel an der Spitze, Decken 
mit ziemlichen scharfen dunklen Binden. 

«'. Rüssel mit zur Basis konvergierenden stumpf kielförmigen 
Seitenkanten, Thoraxrücken hell behaart, die Innenkante der 
hellen Dorsalbinde wenig von dem hellen Rücken abstechend 

audax Fst. 

«. Rüssel zur Basis nicht verengt. 

15'. Thoraxrücken mit 3 kahlen und 2 hellen nicht gekrümmten 
Dorsalbinden, die Basis der Deckenspatien hell, höchstens die 
Basis einiger Streifen furchenartig und dunkel, Spatien 2, 4, 6 
breiter und erhabener, die Streifen 1 und 2 zwischen der Basis 
und vorderer Schrägbinde furchenartig und dunkel, Bekleidung 
schuppenartig, kommaförmig {frontalis Fisch.) flaviceps Fald. 

15°. Thoraxrücken ohne kahle Dorsalbinden. 

15a'. Thoraxrücken in der Basalhälfte, mitunter auch die Mitte der 
Spitzenhälfte dunkel, selten jederseits eine dunkle Makel am 
Seiten- und Vorderrande und an der Basis, welch letztere die 
mit dem hellen Seitenrande in der Mitte zusammenhängende 
geknickte Dorsalbinde vortreten läfst, Spatien 1, 2, 3, 5 an der 
Basis, mitunter die ganze Basis bis auf Spatium 6 schmal 



246 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

dunkel, Streifen 1 und 2 zwischen der Basis und der vorderen 
Schrägbinde weder furchenartig noch dunkel, Rüssel mit 2 
deutlichen Furchen (foveolatus Fisch.) . . fenestratns Pall. 

15a. Mitte des Thoraxrückens und 2 Dorsalbinden etwas dunkler, 
aber keines der dorsalen Deckenspatien an der Basis dunkel 
gefärbt, Rüssel nur an der Basis mit 2 angedeuteten Furchen. 

15b'. Deckenstreifen nur in den dunklen Binden vertieft .... 

impressicollis Fhrs. 

15b. Deckenstreifen überall vertieft .... var. loqvans nov. 

14°. Alle Schenkel beinahe ganz kabl oder nur an der Spitze mit 
Kahlmakel, Decken nur mit angedeuteten dunklen Binden, 
hell und dunkel gefleckt, sodafs die helle Thoraxseitenbinde 
hinter dem Vorderrand hakenförmig nach unten gebogen und 
durch eine basale Kahlbinde von der hellen Bekleidung des 
Prosternums getrennt erscheint. 

14a'. Seitenbinde des Thorax überall, die dorsale vorn und hinten 
vertieft, ferner jederseits neben dem Mittelkiel, sowie in der 
Mitte vor dem Schildchen ein Längseindruck, Decken hinten 
spitz gerundet, Furchen mit flacher Ausrandung gleich hinter 
der Basis, Schenkel mit Kahlspitze . paradoxus Fhrs. 

14a. Dorsalbinde fehlt ganz, Seitenbinde auf dem Thorax nicht 
vertieft, Decken hinten stumpf gerundet, Seiten hinter der Basis 
nicht, Thoraxbasis in der Mitte leicht ausgerandet, alle Schen- 
kel kahl, Körper kurz elliptisch. 

14b'. Thoraxrücken äufserst fein und dicht punktiert mit kaum be- 
merkbaren und zerstreuten wenig gröfseren Punkten, Seiten- 
binde in der Mitte nach oben scharfwinklig gebogen, Eindruck 
vor dem Schildchen sehr flach spissus n. sp. 

14b. Thoraxrücken aufser der feinen Punktierung mit eingestreuten 
groben und tiefen Punkten, Seitenbinde nach oben nicht wink- 
lig gebogen, Eindruck vor dem Schildchen sehr tief dubius n.sp. 

14c. Helle Thoraxseiten- und Rückenbinde fehlen ganz, Körper lang 
elliptisch, Deckenseiten dicht hinter der Basis ausgerandet, 
Thoraxbasis nach hinten in flachem Bogen gerundet favens Fst. 

13°. Stirn flach, trichterförmig eingedrückt. 

16'. Schenkel ohne Kahlmakel an der Spitze, Decken schmal 
elliptisch, hinten spitz gerundet. 

16a'. Stirn tiefer eingedrückt, Deckenspatium 2 und 4 mit einer 
kurzen, die Naht und Spatium 9 auf einer längeren Strecke 
an der Basis dunkel. 



J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 247 

17'. Die beiden kahlen Schrägbinden auf den Decken nicht scharf 
und die Streifen in ihnen höchstens in der vorderen leicht 
vertieft; Thorax quer und beinahe 2 mal so breit als lang, mit 
geknickter heller Dorsalbinde, die helle Seitenbinde in der 
Basalhälfte unten nicht oder durch eine kahle Linie begrenzt 
{rnarginegut latus Chvr.), Körper länger, Nahtstreif weder kahl 
noch vertieft hexagrammus Fhrs. 

17°. Die beiden kahlen Schrägbinden auf den Decken scharf, die 
Streifen in ihnen tiefer eingedrückt, Thorax höchstens um die 
Hälfte breiter als lang, Körper kürzer, Nahtstreifen bis über 
die Mitte vertieft und kahl var. ? feritus nov. 

16a. Stirn flach eingedrückt, nur Spatium 4 an der Basis mit Kahl- 
makel, Rüssel an der Basis mit Andeutung von Furchen, in 
der Mitte dachartig mit kahler First, Thorax so lang als breit, 
von der Basis bis zur Abschnürung leicht verbreitert, Decken- 
streifen vertieft, Streifen 1 im Basalviertel und die in den 
dunklen Schrägbinden furchenartig . . . . confessus n. sp. 

16°. Schenkel au der Spitze mit Kahlmakel, Thorax mit 2 geknick- 
ten hellen Dorsallinien, Deckenspatium 9 auf längere Strecke 
an der Basis dunkel, Decken ohne scharf gezeichnete dunkle 
Binden. 

18. Die Längseindrücke konvergieren nach hinten und vereinigen 
sich hinter dem Mittelkiel, laufen vor der Mitte parallel, Rüssel 
stark gekrümmt, Decken lang elliptisch hinten stumpfer ge- 
rundet, Spatien 2 und 4 an der Basis ohne Kablmakel . 

versutus n. sp. 

18°. Die Längseindrücke stofsen sowohl vor als hinter dem Mittel- 
kiel zusammen, Rüssel kaum gekrümmt, Decken nach hinten 
spitzer gerundet, Spatium 2 und 4 an der Basis mit Kahlmakel 
(Seitenbinde des Thorax variabel! siehe 30) Jo hannis Reitt. 
4". Die helle Thoraxseitenbinde fällt höchstens am Vorderrande 
mit der ebenso dichten hellen Bekleidung des Prosternums 
zusammen, ist im übrigen von ihr durch eine dunkle Binde 
begrenzt, Naht sowie Deckenspatien 2,4,8,9 an der Basis 
mit dunkler Makel. 

19'. Stirn in der Mitte etwas gewölbt und mit eingedrücktem Punkt, 
Rüsselmittelkiel breit und stumpf, Thorax nicht oder wenig 
breiter als lang, ungleichmäfsig punktiert, Decken mit rinnen- 
artig vertiefter Naht, Streifen in den dunklen Schrägbinden 
furchenartig, Schenkelspitze kahl . . . leucopt erus Fisch. 



248 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

19. Stirn ganz flach ohne eingedrückten Punkt, Rüsselmittelkiel 
schmal und scharf, Thorax quer dicht grob punktiert, Decken 
mit ebener Naht, Streifen in den dunklen Biuden nicht furchen- 
artig, Schenkel ohne Kahlmakel an der Spitze jucundvs Fst. 

4'. Die helle Thoraxseiteubinde hängt zwar mit der Bekleidung 
des Prosternums zusammen, ist aber wie auch die Dorsalbinde 
nur wenig dichter behaart, daher gewöhnlich nur schwer zu 
unterscheiden. 

20'. Rüsselmittelkiel überall gleich schmal und wie die Stirn nicht 
dicht behaart. 

21'. Rüssel ohne Furchen, Thorax zur Spitze nicht verbreitert, seine 
Basis beiderseits schräg abgestutzt, Decken kurz oval, hinten 
dreieckig ausgeschnitten, alle Spatien gleich flach ferox Fst. 

21. Rüssel mit deutlichen Furchen, Thorax nach vorn verbreitert, 
seine Basis beinahe gerade abgestutzt, Decken hinten elliptisch 
gemeinsam gerundet, Spatien 2 und 4 erhabener als die übri- 
gen deutlich gewölbten, Bekleidung der Oberseite einfarbig 
weifsgrau, Decken ganz ohne oder mit kaum angedeuteten 
dunklen Querbinden, c? Schenkel unten lang behaart, Abdomen 
ohne aufgerichtete Haare bicostatus Gebl. 

20. Rüsselmittelkiel von der Stirnfurche ab verbreitert und schon 
in halber Rüssellänge so breit als der Rüssel und ganz flach, 
dieser sowie die Stirn äufserst dicht behaart, Thorax hinten 
flach 2 buchtig, Decken eiförmig hinten zugespitzt, Naht und 
gerade Spatien breiter und erhabener . . planirostris Fst. 

4. Die helle Thoraxseitenbinde sticht von dem dunkleren Pro- 
sternum mehr oder weniger ab. 

22". Helle Seiten- und Dorsalbinde des Thorax fliefsen in ihrer 
ganze Länge zusammen Hammer strömi Fst. 

22'. Beide Binden fliefsen in ihrer Mi.'te auf eine kürzere Strecke 
zusammen. 

23'. Mittelkiel des Rüssels breit stumpfkantig, Stirn etwas gewölbt, 
in der Mitte etwas eingedrückt und mit grofsem tiefen grüb- 
chenartigen Punkt, Augen um die Breite der Schaftspitze vom 
Vorderrande der Stirn entfernt, Schenkel an der Spitze kahl, 
Bekleidung dreieckig perseif us Fst. 

23. Mittelkiel des Rüssels scharf, mit Spuren von Nebenkielen, 
Stirn ganz flach in der Mitte mit einem kleinen flachen Grüb- 
chen, Augen ganz nahe an den Vorderrand der Stirn gerückt, 
Thoraxbasis beinahe abgestutzt, Deckenbasis breiter als die 
Thoraxbasis fossulutus Fisch.) . . var. connectus Fst. 



J. Faust: Arttabelle der Cfeoninae. 249 

22 Beide Thoraxglieder sind getrennt, in der Mitte mehr oder 
weniger genähert, selten hier durch einen kurzen Querstrich 
miteinander verbunden. 

24'. Stirn mehr oder weniger hoch gewölbt und mit eingestochenem 
Punkt, Thoraxseitenbinde nicht oder kaum breiter als die 
dorsale und vorn nach unten und hinten runzlig. 

25'. Stirn um den eingestochenen Punkt nicht oder nur wenig ein- 
gedrückt, Rüsselmittelkiel bis zur Spitze verlängert und hier 
in einer dreieckigen matten punktierten Fläehe endigend, 
Deckenstreifen vertieft, alle Spatien gewölbt, 2 und 4 sowie 
die Naht an der Basis dunkel. 

26'. Der gebogene Rüssel zeigt aufser dem Mittelkiel noch 2 zum 
Stirnpunkt konvergierende mehr oder weniger deutliche Kiele, 
aber keine Furchen, 2. und o. Dorsaltarsenglied des c? mit 
vollständiger Schwammsohle (niveus Chvr.) Henningi Fhrs. 

26. Der mehr gerade Rüssel ohne nach hinten konvergierende 
Seitenkiele, abpr mit 2 deutlichen Furchen, nur Vordertarsen- 
glied 3 mit vollständiger Schwammsohle. 

27'. Rüssel mit tiefen Furchen, Stirn bis zum Scheitel ohne Kiel, 
die 3 Eindrücke auf dem Thorax deutlich, Schienen dicker . 

Korini Fhrs. 

27. Rüssel mit flacheren Furchen, Stirn bis Scheitel mit flachem 
Kiel, die 3 Eindrücke auf dem Thorax, namentlich die beiden 
vorderen, undeutlich, Schienen dünner. . . simulans Fst. 

25. Stirn um den eingestochenen Punkt flach trichterartig einge- 
drückt, der Eindruck erreicht aber nicht den Seitenrand der 
Stirn, Rüsselmittelkiel nicht deutlich bis zur Spitze verlängert, 
Augen vom Stirnvorderrande abgerückt. 

28'. Rüssel mit deutlichen Furchen, Stirn um mindestens die Hälfte 
breiter als die Stirn, Decken mit vertieften Streifen, Spatien 
leicht, gewöhnlich 2 und 4 in vorderer Hälfte mehr erhaben, 
2 Schrägbinden dunkel timidus Fst. 

28. Rüssel ohne Furchen, aber aufser Mittelkiel mit angedeuteten 
nach hinten konvertierenden Nebenfurcben, Deckenstreifen 
nicht vertieft, alle Spatien flach, vor der Binde fehlend, hinten 
schattenartig angedeutet ignobilis Fst. 

24. Stirn in ganzer Breite trichterartig vertieft oder ganz abge- 
flacht, flach oder vertieft. 

29'. Stirn trichterartig vertieft, Thoraxseitenbinde deutlich breiter 
als die dorsale. 



250 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

30. Rüssel gebogen und dicht lang schräg aufstehend behaart, 
Schenkel ohne Kahlmakel an der Spitze {Edithae Chvr.) . . 

dep ortatus Chvr. 

30. Rüssel gerade anliegend und nicht dicht behaart, Schenkel 
mit Kahlmakel an der Spitze (siehe 18°) Jo hannis Reitt. 

29. Stirn in ganzer Breite abgeflacht oder gleichmäfsig flach 
vertieft. 

31 . Von den hellen Thoraxbinden sind die dorsalen höchstens nur 
auf der vorderen, die lateralen nur als Punktmakel auf der 
breitesten Stelle sichtbar, Thorax mit nach vorn gerade diver- 
girenden Seiten, hinter dem Vorderrand plötzlich abgeschnürt, 
Vordertarsenglied 2 deutlich länger als 3, Stirn gekielt. 

32'. Decken ohne dunkle Querbinden, sparsam gelbgrau geädert 
auf dunklem Grunde, eine gröfsere Punktmakel auf der Basis 
von Spatium 6, je eine Strichmakel weit hinter der Mitte auf 
Spatien 2,3,4 sowie eine Punktmakel an der Spitze von Spatium 
4 dicht hell behaart, jedes der kahlen Segmente 1 — 4 mit einer 
Reihe gelber erhabener Punktmakeln, Deckenstreifen 1 und 2 
aus furchenartigen Strichen in oder vor der Hälfte zusammen- 
gesetzt, Schenkel und Schienen des <$ ohne Auszeichnung 
(siehe auch ö!) lobatus Chvr. 

32. Decken hell behaart mit 2 dunklen Querbinden, in denen die 
Streifen leicht furchenartig vertieft sind, Spatien 1 und 2 ohne 
Furchenstärke, Abdomen schwarz irroriert; Hinterschenkel und 
Schienen des cT lang zottig behaart, Analsegment des ^ hinten 
ebenso breit und flach gerundet wie die Decken, jedes des 
Segmente in der Mitte mit schräg aufstehenden gegeneinander 
gerichteten Haaren hirtipes Mnnrh. i. 1. 

31. Beide Thoraxbinden in ihrer ganzen Ausdehnung sichtbar, 

selten etwas verschwommen. 
33'. Rüssel sie weiter vorstehend bei a audax Fst. 

33. Rüssel zur Basis nicht oder kaum verengt, parallelseitig. 

34'. Rüsseiseitenkanten vor den Augen tief eingekerbt, Mitte der 
Stirn mehr oder weniger beulig aufgetrieben und gekielt, die 
Seiten tiefer liegend als der Augenvorderrand, Rüsselmittelkiel 
. auch von der Basis hoch erhaben und plötzlich steil zur Stirn 
abfallend, Abdominalsegment 1 und 2 am Aufsenrande mit 
nackter Makel. 

35'. Eine basale Querbinde am Vorderrande der vorderen Quer- 
binde und eine schräge am Hinterrande der hinteren Schräg- 



./. Fousf: Arttabelle, der Cleoninac. 251 

binde dichter behaart und daher heller als der Teil zwischen 
den dunklen Binden, Decken hinten länger und spitzer ausge- 
zogen, die Punkte in den Streifen kleiner und flacher, Vorder- 
tarseuglied 2 nicht länger als 3, Körper oval comicus n. sp. 

35. Rücken der Decken zwischen den nur angedeuteten Binden 
ebenso dicht behaart als die Teile vor und hinter den Binden, 
Decken hinten weniger lang ausgezogen, Punkte in den Streifen 
gröber und tiefer, Vordertarsenglied deutlich länger als 2, 
Körper länglich oval . . corrugans Fst. 1 ). 

34. Rüsselseitenkanten vor den Augen nicht oder kaum bemerkbar 
gekerbt, Abdominalsegment 1 und 2 am Aufsenrande ohne 
nackte Makel. 

36'. Der sehr stumpfe Mittelkiel des Rüsels reicht bis zum Scheitel, 
Abdominalsegmente 2, 3, 4, 5 neben dem Aufsenrande mit hell 
behaarter Makel, Thorax mit 6 hellen Längsbinden, Decken 
ohne scharf ausgesprochene Bindenzeichnung, alle dunklen 
Stellen auf Thorax und Decken kahl, die hellen vertieften 
bestehen aus stabförmigen Schuppen (tessellalus Mnnrh. i. 1.), 
Schenkel, Schienen und Hüften des <$ ohne Auszeichnung . 

Mann er heirni Chvr. 

36. Rüsselmittelkiel stumpf oder scharf, im ersten Falle nie auf 
der Stirn fortgesetzt. 

37'. Thoraxseiten hinter der Spitze nicht abgesetzt, helle Thorax- 
seitenbinde ist nach vorn nicht verbreitert, erreicht aber den 
Vorderrand, Körper sehr klein. 

38'. Stirn flach vertieft, ihre Seitenränder erhabener, in der Mitte 
mit kurzer strich förmiger Vertiefung, Thorax beinahe sc lang 
als breit, das Mittelfeld zwischen den wenig gebogenen Dorsal- 
binden hell behaart, Decken hinten einzeln zugespitzt, Spatien 
2 und 4 an der Basis nicht dunkel, Streifen 1 an der Basis 
futchenartig, Grundfarbe der Beine rötlich, helle Bekleidung 
oben haarförmig brunnipes n. sp. 

38. Stirn abgeflacht, in der Mitte mit kaum bemerkbaren Pünkt- 
chen, Thorax stark quer, Rücken dunkel mit stark geknickter 
Dorsalbinde, Decken hinten gemeinsam abgerundet, Spatien 2 
und 4 an der Basis dunkel, Streifen 1 nicht furchenartig, helle 
Bekleidung schuppenartig, Grundfarbe der Beine schwarz . 

exiguus n. sp. 

*) Mufs möglicherweise in die Gruppe impressicollis gestellt 
werden; die Exemplare waren nicht gut genug erhalten. 



252 •/. Faust: Arttabelle der C/eoninae. 

37. Thoraxseiten hinter der Spitze abgesetzt, die helle Thorax- 
seitenbinde nach vorn verbreitert, aber nicht den Vorderrand 
erreichend, oder nach unten um- und nach hinten zurück- 
gebogen. 

39'. Rüssel gekrümmt, aufser dem Mittelkiel mit noch 2 nach hinten 
stark konvergierenden Seitenkielen, Deckenspatium 2 an der 
Basis hell, Streifen 1 an der Basis sowie 2 hinter ihr furchen- 
artig, oben die helle Bekleidung kommaformig (frontatus Gyllh., 
lineirostris Chvr.) tricarinatus Fisch. 

39. Rüssel ohne Nebenkiel oder mit solchen, dann aber Schenkel 
an der Spitze mit Kahlmakel und Deckenbasis breiter als 
Thoraxbasis. 

40. Der Miitelkiel ist hoch und fällt hinten plötzlich schräg zur 
Stirn ab, die stumpferen und weniger erhabenen Seitenkiele, 
die hinten in den stumpf erhabenen Seitenrand der Stirn über- 
gehen, sind an der Rüsselbasis leicht eingekerbt, Stirn beinahe 
doppelt so breit als der Rüssel, Thorax an der Spitze ge- 
schweift-verengt, Deckenspatium 2 nicht unmittelbar an, son- 
dern erst eine Strecke hinter der Basis und dann bis zur Mitte 
erhaben, Basis flach winkelig ausgeschnitten, Körper gestreckt, 
hinten schlank verengt, helle Bekleidung haarförmig .... 

coelebs Fst. 

40. Mittelkiel fällt nie plötzlich, sondern ganz allmählich zur Stirn 
ab, helle Bekleidung kommaformig. 

41'. Hinterschienen unten in der Mitte nicht wadeuförmig, ohne 
abstehende Borsten. 

42'. Rüssel gerade oder kaum gebogen. 

a°. Decken mit kürzeren schräg abstehenden Borstenhärchen. 
/. Körper lang gestreckt, nahezu parallelseitig, Rüssel parallel- 
seitig mit bis zum Stirnpunkt reichenden Mittelkiel, dieser an 
der Spitze nicht erweitert; Thorax mit parallelen, in der Mitte 
ausgerandeten Seiten, ohne helle Seitenbinde, aber mit einer 
dorsalen, die etwa in der Mitte durch einen Ast mit der hellen 
Bekleidung des Prosternums zusammenhängt, Decken beinahe 
3 mal so lang als der Thorax, die Vorderecken seitlich tuber- 
kelartig gerundet, grob gestreift -punktiert, Spatien gewölbt, 
2,4,6 breiter und etwas höher; Abdomen mit 2 haarigen Bün- 
deln, grau; Decken mit schmalen, länglichen, weifsgrauen 
Schuppchen bekleidet, die vor der Mitte eine breite, hinter der 
Mitte eine schmale dunkle Binde freilassen. Schenkel und 
Schienen schwarz punktiert; Analsegment des S am Hinter- 



j. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 253 

rande mit 2 senkrecht hintereinander aufgesetzten, in der 
Basalhälfte verwachsenen, etwa 1 mill. langen Dornen . 

chinensis n. sp. 

11. Decken gegen das Licht gesehen mit kurzen abstehenden 
Borstenhaaren, Naht sowie Spatien 2 und 4 an der Basis 
dunkel, die geraden Spatien erhabener, mit 2 dunklen Quer- 
binden, Schenkel grob irroriert, ohne dunkle Makel an der Spitze 

Potanini Fst. 

y°. Oberseite von der schlanken Form des thoracicus; Rüssel 
länger als der Thorax, im Spitzendrittel verbreitert, gerade, 
seine Seiten scharfkantig, aber nicht gekielt; Rücken mit 
feinem bis zum Scheitel reichenden und an der Spitze drei- 
eckig erweiterten Mittel- und jederseits einem bis zur Basis 
reichenden Seitenkiel; Stirn jederseits in der Mitte flach ein- 
gedrückt; Thorax kaum kürzer als an der Basis breit, nach 
vorn wenig beinahe geradlinig verengt, seitlich hinter dem 
Vorderrand ziemlich scharf abgesetzt, Basis ziemlich flach ge- 
rundet, Rücken flach längsgewölbt, mit sehr dichter feiner und 
undichter grübchenartiger Punktierung, Mittelkiel vom Vorder- 
rand bis über die Mitte reichend, dann bis zur Basis mit 
flachem Längseindruck , vorn beiderseits des Mittelkiels flach 
eingedrückt, an den Seiten mit einer dicht weifs behaarten, 
beinahe geraden, schmalen, nach vorn wenig verbreiterten 
Längsbinde, auf dem Rücken mit 2 hinten abgekürzten, nach 
vorn mit Schweifung konvergierenden weifsen Linien; Decken 
schmal elliptisch, reichlich 2 mal so lang als der Thorax, an 
der Spitze flach dreieckig ausgeschnitten, an den scharfwink- 
ligen Vorderecken mit kurzer flacher Schweifung erweitert, 
höher längsgewölbt afs der Thorax, ziemlich grob gestreift- 
punktiert, weifslich- scheckig behaart, die Behaarung meist 
rundliche Erhabenheiten bildend, die die Seiten von oben ge- 
sehen unduliert erscheinen lassen, an der Basis aber jederseits 
eine gröfsere Makel zwischen Streifen 1 und 7 bildend, die 
an der Basis von Spatium 3 und 5 je eine dunkle Punktmakel 
einschliefst; Unterseite ziemlich dicht graugelb behaart und 
an den Seiten weitläufig irroriert, Beine spärlicher weifslich 
abstehend behaart; Analsegment des $ an der Spitze flach 
gerundet und ausgerandet. — Huascar (Granada), 1 (5* Coli. 

Bedel. 9,5X3,7 sejunctus n. sp. 

Von allen Arten dieser Gattung durch den langen und ver- 
hältnismäfsig schmalen Rüssel ausgezeichnet. 



254 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

Der längere vorn deutlich verbreiterte Rüssel und die auf- 
fallend abstehende Behaarung des Käfers halten mich davon 
ab, diese Art für Plagiographus obesvlus Desbr. anzusehen, 
der wohl nach einem sehr breiten $ (8xG) beschrieben wurde. 
43'. Schenkel an der Spitze behaart, Unterkante der Thoraxseiten- 
binde geradlinig, Oberkante gebogen, mit höchstem Punkt in 
der Mitte, Rüsselmittelkiel sehr fein, Stirn etwas vertieft, aber 
ganz flanz und sehr dicht punktirt, Decken schmal elliptisch, 
Streifen 1 an der Basis furchenartig .... eruditus Fst. 

43. Schenkel an der Spitze kahl, Unterkante der Thoraxseiten- 
binde nicht geradlinig, Deckenstreifen 1 an der Basis nit ht 
furchenartig, Rüsselmittelkiel an der Basis schmal nach vorn 
verbreitert. 

44'. Körper oblong, Thorax neben dem Mittelkiel und vor dem 
Schildchen kaum eingedrückt, die groben Punkte dicht, die 
Seitenbinde ist vorn hakenförmig nach unten umgebogen und 
ihr gerader Teil läuft mit der dorsalen nahezu parallel. . . 

Jakovlevi Fst. 

44. Körper breit oval, Thorax mit tiefen Eindrücken, die groben 
Punkte sehr undicht, Seitenbinde gebogen, vorn und nach 
unten verdickt, die dorsale im entgegengesetzten Sinne ge- 
bogen, in der Mitte der lateralen ganz nahe und gewöhnlich 
mit ihr durch einen kurzen Ast verbunden Albina e Reitt. 

42. Rüssel gekrümmt. 

45'. Rüssel ohne Spur von Nebenkielen, Thoraxbasis flach 2 buch- 
tig, Decken an der Basis nicht breiter als die Thoraxbasis, 
hinten ziemlich steil zur Spitze abfallend, Spatien 2, 4, 6 und 
die Naht erhabener als die andeien, Schenkel an der Spitze 
bekleidet. Analsegment c? beinahe ganz aufgeschlitzt, das 2 
an der Spitze dreieckig eingekerbt (^ vagabundus Fst.) . . . 

aneeps Chvr. 

45. Rüssel mit rudimentären zur Basis konvergierenden Neben- 
kielen, Thoraxbasis beinahe abgestutzt, Deckenbasis breiter als 
die Thoraxbasis, hinten kürzer und flach zur Spitze abfallend, 
alle Spatien an der Basis gleich flach, Schenkel an der Spitze 
kahl, Analsegment $ an der flachen Spitze flach ausgerundet, 
das $ meist ohne Auszeichnung, selten mit 3 flachen Längs- 
eiudrücken (rubifrons Fisch., scriptus Fhrs.) f'ossulatus Fisch. 

41. Hinterschi^nt-n unten in der Mitte wadenförmig und mit ab- 
stehenden Borsten auf der wadenförmig verdickten Stelle; 



J. Faust: Arttabelfe der Cfeoninae. 255 

Thoraxseiten und dorsale Binde in der Mitte meist immer durch 
einen Ast verbunden. 
46'. Thorax an der Basis abgestutzt und in der Mitte ausgerandet, 
Mittelbrustfortsatz gewölbt, gleichseitig dreieckig, Stirn mit 
einem länglichen, von heller Behaarung umrahmten Grübchen, 
Schienen länger, Analsegment $ an der Spitze sehr flach ge- 
rundet, in der Mitte kaum bemerkbar ausgerandet, Hinter- 
schienen auf der wadenförmigen Stelle unten ohne Haarbüschel 
und ohne dichter abstehende Vorder- und Mittelhüfteu, wie 
auch Mittelbrustfortsatz abstehend behaart, Dorn der Mittel- 
schienen gewöhnlich dornförmig (rnarginatvs Boh. Seh.). 

46. Thorax an der Basis flach gerundet und ohne Ausrandung in 
der Mitte, Mittelbrustfortsatz flach, breiter trapezförmig und 
wie die Mittelhüften auch beim <$ nicht abstehend behaart, 
Hinterschienen des <j> auf der Wadenstelle mit dicht gestellten 
und abstehenden Borstenhaaren. 

47'. Stirn mit heller Behaarung und einem länglichen kahlen Grüb- 
chen, Decken hinten spitzer gerundet und zur Spitze flacher 
abfallend, Schienen kürzer, ^ Analsegment an der Spitze flach 
eingekerbt, Mittelschienen mit gewöhnlichem Enddorn, Hinter- 
schienen wie die des 2 marginutus Fisch. Typus, sonst wie 
ntibilus gezeichnet, die Streifen in den dunklen Stellen tiefer. 

47. Stirn nur mit einem feinen Punkt in der Mitte und nur am 
Augeninnenrande behaart, Decken hinten breiter gerundet und 
steil zur Spitze abfallend, gewöhnlich mit leicht wulstiger 
Basis, Schienen länger, ^ Analsegment tief gleichseitig drei- 
eckig ausgeschnitten, Mittelschienen mit breit spatenförmigem 
und den Talus beinahe ganz bedeckenden Enddorn, Hinter- 
schienen unten auf der Wadenstelle und an der Spitze mit je 
einem grofsen Bündel lang abstehender Haare (semicostatus Chvr.) 

nuh ilus Fhrs. 
u°. Decken mit Schultern (subg. Eurymetopus). 

1 . Decken nicht abstehend beborstet. 

2. Stirn flach quergewölbt, mit eingestochenem länglichen Punkt, 
Thoraxbasis flach 2 buchtig, Decken anliegend behaart, gestreift- 
punktiert, Spatien flach micro grammus Gyllh. 

2'. Stirn abgeflacht oder vertieft. 

3. Thoraxseitenbinde mit der Bekleidung des Prosternums ver- 
schmolzen und nicht oder nur wenig von dieser abstechend. 

4. Deckenbekleidung aus kommaförmigen Schuppen bestehend, 
Rüsselmittelkiel endigt vor oder dicht vor dem kleinen einge- 



256 J. Faust: Ar Ilabelle der Cleoninae. 

stochenen Stirnpunkt, Decken kürzer oder länger elliptisch, 
ohne Körnchen. 

5. Thoraxseiten hinter dem Vorderrand plötzlich abgesetzt, Dor- 
salbinden des Thorax in der Spitzenhälfte mit flacher Schwei- 
fung konvergierend und durch einen Ast mit der Seitenbinde 
verbunden, das Mittelfeld dunkel, beinahe kahl, Mittelkiel 
kräftig, Furche vor dem Schildchen mäfsig tief, Abdominal- 
segmente 1 — 4 jederseits mit einer Gruppe von schwarzen 
Punkten, Rüssel hinten mit zwei tiefen Furchen, Deckenbinde 
wie bei Itkae, Körper sehr grofs .... co/ossus n. sp. 

5'. Thoraxseiten hinter dem Vorderrand nicht abgesetzt, Mittel- 
kiel nur angedeutet, Abdomen unregelmäfsig fein irroriert, 
Rüssel hinten mit 2 flachen Furchen, Körper klein. 

G. Thoraxbasis gerade abgestutzt, in der Mitte vor dem runden 
und erhabenen Schildchen mit kurzer tiefer Furche, Decken- 
spatien 2, 4, 6 an der Basis sowie der Seitenrand der Stirn 
und Rüssel mit schräg abstehenden Haaren besetzt, Stirn selbst 
etwas vertieft setinasus Fst. 

6'. Thoraxbasis beiderseits schräg abgestutzt, vor dem Schildchen 
mit kaum angedeuteter Furche, Decken, Stirn und Rüssel ohne 
abstehende Haare, Stirn nur abgeflacht, nicht vertieft. 

7. Thoraxrücken ohne oder mit dunkler Dorsalbinde, zwischen 
den bellen und beinahe geknickten Dorsalbiudeu grau behaart, 
die vordere dunkle Deckenbinde setzt sich bis zur Basis vom 
vertieften Spatium 5 fort, Naht und Spatium 2 und 4 an der 
Basis dunkel, Streifen vertieft und dicht punktiert, äufsere 
Spatien teilweise kahl, Schienen breiter . . . Itkae Reitt. 

7'. Der ganze Käfer dicht grauweifs bekleidet, die helle Dorsal- 
binde auf dem Thorax kaum zu unterscheiden, die dunklen 
Binden auf den Decken nur als leichte Schatten angedeutet, 
Spatium 5 an der Basis vertieft und zuweilen angedunkelt, 
Punkte in den Streifen nicht sichtbar var. melandarivs nov. 

4'. Deckenbekleidung aus Haaren bestehend, Rüsselmittelkiel auf 
der Stirn gabelförmig gespalten, Decken sehr breit oval, die 
Spatien teilweise mit sehr kleinen Körnchen besetzt, Thorax 
schon von*|der Mitte au nach vorn verengt, Dorsalbinde sehr 
schmal linienförmig, Mittelkiel an der Spitze mitunter ange- 
deutet, Mittelfeld zwischen den Dorsallinien in der vorderen 
Hälfte weifslich, in der hinteren Hälfte mit 2 hellen Punkt- 
makeln, Decken punktiert-gestreift, Spatien eben, die dunklen 



J. Fat/sf: Arttabelle der Cleoninae. 257 

Binden nur angedeutet, Banchsegment 1 an der Spitze mit 
grofser dunkler Makel, Abdomen fein irroriert (West-Victoria) 

acerbus n. sp. 
3 . Thoraxseitenbinde von der Bekleidung des Prosternums scharf 
abstechend. 

8. Diese Binde ist an der Spitze nach unten verbreitert. 

9. Die helle Dorsalbinde des Thorax geknickt und etwa in der 
Mitte mit der Seitenbinde zusammenhängend, Rücken grob und 
tief punktiert, Schultern mit heller Strichmakel, von der Seite 
gesehen ist die Stirn oben am Scheitel etwas beulig. 

10. Stirn in der Mitte mit ovalem flachen Grübchen, Thoraxseiten 
an der Spitze plötzlich abgesetzt, basale Mittelrinne bis zur 
Mitte, tief, apikaler Mittelkiel fein aber deutlich, Decken mit 
unter der Schulter "2 buchtigem Seitenrande, Spatium 1 an der 
Basis furchenartig, Seiten gegenüber den Hinterhüften mit 
halbkreisförmiger Kahlmakel, deren Basis eine helle Makel 
auf Spatium 9 zeigt; wird mit labiatus verwechselt (Yamati, 
Kuku-noor, Gan-ssu, Amdo) suspiciosus sp. n. 

10'. Stirn in der Mitte mit eingestochenem Punkt, Mittelrinne nur 
an der Basis angedeutet, Mittelkiel nicht sichtbar, Decken- 
seiten nicht gebuchtet, Seiten gegenüber den Hüften ohne halb- 
runde Kahlmakel. 

10a'. Stirn flach und eben, etwas vertieft, Thoraxseiten vorn nicht 
plötzlich abgesetzt, Thoraxbasis flach abgerundet, Decken ge- 
streift-punktiert, zur Spitze allmählich abfallend, an der Spitze 
gemeinsam abgerundet, Binden undeutlich . suffusus n. sp. 

10a. Stirn trichterförmig vertieft, Thoraxseiten vorn plötzlich abge- 
setzt, Thoraxbasis spitzer gerundet, Decken punktiert-gestreift, 
an der Spitze einzeln abgerundet, zur Spitze steiler abfallend, 

Binden dunkel behaart tardus n. sp. 

9'. Die helle Dorsalbinde hängt nicht direkt mit der lateralen 
zusammen, Rücken nicht tief punktiert, Stirn mit eingestoche- 
nem Punkt und basaler dreieckiger, dunkler Makel, Rüssel- 
furchen nur an der Basis angedeutet. 

11. Die hellen 4 Thoraxbinden sind durch eine etwas undichtere 
helle Behaarung des Thoraxrückens miteinander verbunden, 
nur vorn ist die dunkle Trennung der dorsalen und lateralen 
Binde vollständig, alle Spatien gleich flach, Körper lang 
elliptisch. 

Deutsche Entomol. Zeitschr. 1904. Heft I. 17 



258 J. Faust: Arltabelle der Cleoninae. 

12. Deckenbinden nicht vorhanden oder nur angedeutet, weder 
kabl noch eins der Spatien an der Basis dunkel (foveifrons Chvr.) 

indutus Chvr. 

12'. Deckenbinden schräg, sehr deutlich, Naht und Spatium 4, 

zuweilen auch 3 und 5, an der Basis mit dunkler Makel, 

Körper kleiner var. brevicollis nov. 

11'. Die helle Dorsalbinde läuft im gröfsten Teil mit der Oberkante 
der lateralen parallel und ist von ihr durch eine dunkle Längs- 
binde getrennt, Decken mit angedeuteten Binden, die geraden 
Spatien breiter und erhabener, der Körper eiförmig .... 

felicitanus Reitt. 

8'. Thoraxseitenbinde vorn nach unten nicht verbreitert, eher in 

der Mitte nach oben etwas verbreitert und in ihrer ganzen 

Länge von der Dorsalbinde durch eine dunkle Binde getrennt. 

13. Deckenseiten gegenüber den Hinterhüften ohne halbkreis- 
förmige Kahlmakel, Thoraxseiten vorn nicht plötzlich abge- 
setzt, Rücken mit wenigen gröberen Punkten, Deckenspatien 
2 und 4 sowie die Naht an der Basis dunkel, selten auch 
Spatium 3 dicht hinter der Basis dunkel. .Chevrolati Fst 

13'. Deckenseiten gegenüber den Hinterhüften mit halbkreisförmiger 
Kahlmakel, Decken von oben gesehen hinter der Schulter oval 
ziemlich tief gebuchtet, Spatium 2 und 4 an der Basis nie 
dunkel, Thoraxseiten vorn plötzlich abgesetzt. 

14. Stirn oben, von der Seite gesehen, am Scheitel beulig, Schild- 
chen nicht sichtbar oder undeutlich, Körper länglich oval. 

15. Stirn und Rüssel, von der Seite gesehen, abstehend behaart, 
Decken hinten spitzer gerundet, Stirn mehr vertieft und breiter, 
oben am Scheitel ungekielt, Thorax nicht runzlig punktiert, 
Schienen kürzer und dicker, aufsen an der Spitze nicht erweitert 

labilis Fst. 

15'. Stirn und Rüssel nicht abstehend behaart, Decken hinten 
stumpfer gerundet, Stirn weniger vertieft und schmäler, oben 
am Scheitel stumpf gekielt, Thorax mehr oder weniger runzlig, 
Schienen länger und dünner, aufsen an der Spitze etwas erweitert 

Przio alskyi Fst. 

14'. Stirn breit, weniger flach, von der Seite gesehen nicht beulig, 
Schildchen grofs dreieckig, dicht hell behaart, Körper kurz 
eiförmig, Thorax an den Seiten abstehend behaart, Vorder- 
schienen aufsen stark erweitert, Rüssel kürzer, Decken dichter 
bekleidet als bei labilis ....,.'... . Mex n. sp. 



J. Faust: Arllubelle der Cleoninne. 259 

1'. Deckenspatien 2, 4, 6 erhabener abstehend beborstet und mit 

Haarfascikeln besetzt fascicularis Gebl. 

A. Hintertarsenglied 3 mit vollständiger Schwammsohle, Pro- 
sternum vor den Hüften mit Tuberkel, Scbildchen nicht sicht- 
bar, Thorax mit 4 gleichschmalen hellen Längsbinden, Mittel- 
furche tief und lang, Mittelkiel fein und hoch, Decken an der 
Spitze dreieckig ausgeschnitten, mit kleinen Schultern, fein 
punktiert-gestreift, Spatien gleich-flach, Streifen 3 und 4 vor 
der Mitte mit je einer kurzen tiefen dunklen Furche, hintere 
dunkle Binde nicht bemerkbar oder schattenhaft angedeutet 
(concinnus Gyllh tetrag rammns Pall. 

57. Xanthochelus Chvr. 

A. Rüssel mit deutlicher Mittelfurche. 
a. Rüssel dreifurchig. 

1. Thoraxseitenbinde nicht dichter behaart als das Prosternum 
und mit der Behaarung dieses verschmolzen. 

2. Thoraxrücken mit nicht scharf begrenztem rhombischeu Ein- 
druck, sowie mit vorn und hinten abgekürztem Mittelkiel, 
Spatium 2 an der Basis auf eine längere Strecke erhaben und 
gekörnelt Eversmanni Fhrs. 

2'. Thoraxrücken ohne rhombischen Eindruck und ohne Mittel- 
kiel, dagegen mit in der Mitte breit unterbrochener oder ganz 
durchgehender Mittelfurche, Spatien 1 und 3 mit heller Makel. 

3. Thoraxrücken mit feinen und gröberen Körnern, Spitzen ge- 
rundet, Thoraxmittelfurche nur vorn und hinten deutlich, die 
Streifen deutlich und ziemlich dicht punktiert, Decken an der 
Basis gekörnt, Spatium 2 an der Basis mehr oder weniger 
erhaben, Schenkel und Schienen deutlich schwarz punktiert. 

4. Rüsselmittelfurche bis zum Scheitel verlängert, Schenkel und 
Schienen fein irroriert cinctiv ent ris Fhrs. 

4'. Rüsselmittelfurche reicht nur bis zum Stirnpunkt, Schenkel 
und Schienen grob irroriert . . var. Marmottani Ch. Bris. 

3'. Thorax ohne gröfsere Körner, parallelseitig, mit durchgehender 
vertiefter Mittellinie, Deckenstreifen kaum sichtbar, fein und 
weitläufig punktiert, Spatium 2 an der Basis nicht erhabener, 
Schenkel und Schienen kaum sichtbar irroriert (postumus Fst.) 

longus Chvr. 

1'. Thoraxseitenbinde nicht dichter behaart als das Prosternum 
und auf die Basis von Spatium 9 fortgesetzt, Streifen 9 an 
der Basis mehr vertieft. -,n* 



260 J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 

5. Rüsselmittelfurche von der Basis zur Spitze allmählich ver- 
breitert, Decken in der Vorderhälfte fein gekörnt, an der Spitze 
dreieckig ausgeschnitten oder einzeln abgerundet, jede mit 2 
mehr oder minder deutlichen dunklen Schrägbinden, Schenkel 
und Schienen fein und weitläufig irroriert. 

6. Naht in ihrer ganzen Länge beinahe zweireihig gekörnelt, die 
Körnchen nehmen zur Spitze an Höhe ab und werden punkt- 
förmig (firmus Gyllh., montivagus Chvr.) . . . nomas Pall. 

6'. Naht nur an der Basis gekörnelt (?faunus Oliv., coelestis Chvr.) 

per latus F. 

5'. Rüsselmittelfurche bis vor die Spitze gleich breit, Decken 
höchstens an der Basis körnig punktiert, jede auf der hinteren 
Hälfte mit grofser viereckiger, dunkler Makel. 

7. Thorax mit nach vorn konvergierenden Seiten, Schenkel an der 
Aufsenseite hinter der Spitze ohne schwarzen Punkt, die 
dunkle Deckenmakel ist weder vorn noch hinten ausgeschnitten. 

8. Thorax vorn seitlich halsförmig abgeschnürt, auf den Decken 
nur Streifen 9 an der Basis furchenartig, jede vor der Mitte 
noch mit einer zur Schulter ziehenden Schrägbinde, hinter der 
Schwielenstelle kaum eingedrückt .... tropicus n. sp. 

8'. Thorax vorn nicht halsförmig abgeschnürt, auf den Decken 
alle Streifen aufser 6, 7, 8 und 10 an der Basis furchenartig, 
ohne Schrägbinde vor der Mitte, hintere Schwielenstelle tief 

eingedrückt beatusn. sp. 

7'. Thorax parallelseitig, vorn seitlich halsförmig, die dunkle 
Deckenmakel ist vorn und hinten dreieckig ausgeschnitten, 
Schenkel an der Aufsenseite hinter der Spitze mit schwarzem 

Punkt nepotalis n. sp. 

a. Rüssel einfurchig, Körper Larinus-art\g bestäubt, Thorax vorn 

seitlich halsförmig abgesetzt. 
9. Die helle Thoraxseitenbinde setzt sich auf die Basis der 5 
äufseren Spatien fort, Streifen 9 an der Basis nicht furchen- 
artig, Geifselglied 2 etwas länger als 1 (Larinus inquinatus 
Gyllh, mixtus Bhm., major Hrbst. . . superciliosus Gyllh. 
9'. Die helle Thoraxseitenbinde setzt sich auf die Basis von 
Spatium 9 fort, Streifen 9 an der Basis furchenartig, Geifsel- 
glied 2 etwas kürzer als 1 (coelestis Fst.) p ermtitatus Fst. 
A'. Rüssel ganz ohne oder höchstens an der Spitze mit Spuren 
einer Mittelfurche (hierher möglicherweise u. a. Lixus spini- 
rraawws, discolor Bhm., Schönherri Rdtb.). 






J. Faust: Arttabelle der Cleoninae. 261 

10. Die Behaarung der hellen Thoraxseitenbinde von der des Pro- 
sternums nicht zu unterscheiden. 

11. Decken an der Basis nicht gekörnelt, Thoraxrücken ohne 
Mittelkiel, mit 3 Längseindi ucken, die alle nach vorn verengt, 
von denen aber die äufseren flacher und schmäler sind als der 
mittlere. 

IIa. Thorax von seitlich balsförmig abgesetzt, Geifselglied 2 kürzer 
als 1, Decken 3 mal so lang als der Thorax, Schenkel und 
Schienen nicht dicht irroriert assamensi s n. sp. 

IIa'. Thorax vorn seitlich nicht balsförmig abgesetzt, Geifselglied 2 
wenig länger als 1, Decken 2 mal so lang als der Thorax, 
Schenkel und Schienen garnicht irroriert. . insubidus n. sp. 

1 2. Decken dicht weifslich behaart, hinter der Mitte ohne grofse 
viereckige Kahlmakel, die helle Bekleidung der Thoraxseiten 
auf Spatium 8 und 9 fortgesetzt, Deckenbasis ohne Eindrücke 
(canescens Chvr.) (Lixns) vulneratus Bhm 

12'. Decken hinter der Mitte mit grofser viereckiger Kahlmakel, 
ihre Basis mit 3 tiefen Eindrücken, die helle Bekleidung 

der Thoraxseiten auf Spatien 7, 8, 9 fortgesetzt 

figuratus Ancey i. 1. 

11'. Decken an der Basis gekörnelt, Thorax nur vor dem Schild- 
chen mit länglichem Eindruck, Decken dünn und fleckig grau 
behaart; siehe IIa. 

10'. Helle Thoraxseitenbinde viel dichter behaart als das Prosternum. 

12a. Thorax mit einem in der Mitte breiteren, nach beiden Enden 
verschmälerten und zugespitzten Längseindruck. 

13. Dieser Längseindruck ist tiefer, seitlich ziemlich scharf begrenzt, 
Unterkante der bellen Seitenbinde in der Mitte tief dreieckig 
ausgeschnitten, Decken an der Basis mit 3 Eindrücken, Spatium 
2 an der Basis erhaben (dorsalis Fst. i. 1.) . in solens n. sp. 

13'. Dieser Längseindruck ist flacher, seitlich nicht scharf begrenzt, 
Unterkante der hellen Seitenbinde nahezu gerade, Decken an 
der Basis ohne Eindrücke, Spatium 2 an der Basis nicht er- 
haben misce Hanns Fst. 

12a. Thorax höchstens mit schmaler, kaum vertiefter und äufserst 
fein gekielter Mittellinie, Decken an der Basis mit 3 Ein- 
drücken, die 2 ersten Bauchseiimente irroriert. eruditus Fst. 



262 J. Faust: Katalog der Cleonides. 

Katalog der Cleonides 

mit Angabe der Länge und Breite der Arten in mm. 

(Die Arten mit * haben dem Autor in typischen Exemplaren vorgelegen.) 

Leucochromus Mots. Bull. Ac.Petr. II, 1860, p. 539. 
itnperialis Zubk. Bull. Mose. 1837, p.71, t.4, f. 5. 

Tureomania 14-21,5X6-11 

Pentatropis n. gen. 
*formosits Fhrs.S.VI, 2, p.121 (Pacht/ cerus) Cap b.sp. 10,5-12x4-5 
? sparstis Fhrs. Seh. (Pachijc.) VI, 2, p. 120 (denominandus Cbvr.) 

Cap. b. sp., Namaqual. 12,5-15,5X4,8-5,5 
*cristatus Chvr. Mem.Soc. Liege V, 2, 1873, sep. 98 (Leucomiyus) 

Transvaal, Orlog riv. 
blandus n. sp. Karroo (Capland) 8,5X3,8 

Porocleonus Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, p. 539. 

(Cossinoderus Chvr. Mein. Soc. Liege V, 2, 1873, sep. 49.) 
candidus Oliv. Ent. 1883, p. 266, t.30, f.449. — Fhs.Sch. VI, 2, p. 71. 

Aegypt., Arab., Biskra 10,5-12x3,5-4,7 
* scrobicollis Mots. i. 1. 
var. Maresi Lue. Ann. Fr. 1857, p. 56. Alg. mer. 

Trichocleonus Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, p. 539. 
*leucophyllns Fisch. Horae Ent. Ross. II, p. 232, t. 44, f. 6. — 

Bhm. Sch.VI, 2, p. 73. Turcom., Turkest. 8-11,5X2-3,9 

Chr omonotus Mots. 1. c. p. 539. 
piclus Pull. Icon. p. 35, t. H, f. 18. Russ. m. 6,5-10x3-4 

vittafns Zubk. Bull. Mose. 1829, I, p. 163, t. 5, f. 3. 

Russ. m., Turkest., Cauc. 9,8-12x2,0-5,3 
*leuco(jraphus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 100. 
* hemigrammus Chvr. (Mecaspis) Ann. Fr. 1876, p. 149. 
var. funestus nov. 

var. inlerruplus Zubk. Bull. Mose. 1829, 1, p.162, t. 5, f. 2. 
variegalus Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, II, p. 542. 
suluralis GM. Bull. Mose. 1830, II, p. 164. 
*coslipennis Fhrs. Seh. VI, 2, p. 99. 



J. Faust: Katalog der Cleonides. 263 

var. Zubkovi Fst. Stett. ent. Z. 1883, p. 95. 
var. virginalis Fst. 1. c. 
* albolineatus Men. Mem. Ac. Petr. 1849, p. 252, t. 5, f. 3. 

Buchara, Turkest. 7,5-10x2,7-3,5 
Menetriesi Fst. Stett.Z. 1884, p.458. Turcom., Turkest. 10-12x3,6-4 

var. sellatus Fst. D. E. Z. 1894, p. 64. 
humeralis Zubk. Bull. Mose. 1829, p. 165. 

Russ. m., Sibir., Mongol. 5-8,6X2,5-3,7 
* humeralis Fhrs.Sch. VI, 2, p. 101. 
delumbis Fst. Stett. ent. Z. 1883, p. 100. 
Inpnitctatus Zubk. Bull. Mose. 1829, p. 164, t. 5, f. 4. 

Russ. m., Sibir., Mongol. 5-8, 2X2,5-3, s 
margelanicus Fst. Stett.Z. 1883, p. 97. Turkest., Gan-ssu 7,5-9x3-4 
pilosellus Fhrs. Scb.VI, 2, p. 97. 

Russ. m., Turkest., Songaria 5-8x2,5-3,2 
var. proximus Fst. Stett. ent. Z. 1883, p. 97. 

hirsutus Fst. St. ent.Z. 1883, p.97. Russ. m., Aschabad 5,8-8,3X2,8-3 

vehemens Fst. 1. c. p. 97. 
var. Eversmanni Fst. 1. c. p. 98. 
*conflueiis Fhrs. Seh. VI, 2, p. 82. Turcom., Turkest. 5,5-6,2X2,8-4,8 

riltatus Zubk. Bull. Mose. 1858, p. 34. 
var. conßuens Fst. Stett. ent. Z. 1883, p. 88. 

Monolophus n. gen. 
praeditus Fst. D. E. Z. 1883, p. 202. Ala-tau 9,5-13,2X3,4-5 

Pleurocleonus Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, p. 539. 

quadrivit latus Zubk. Bull. Mose. 1829, p. 161. 

Kirgis. desett., Russ. in., Dauria 6-10x2,2-4 
exaratus Gebl. Ledeb. Reise II, p. 158. 
*bicarinatus Gyllh. Seh. II, p. 212. 
*sollicitiis Gyllh. Seh. II, p. 211. 

Russ. m., Sibir., Dauria, Amur 7,3-10,7X3.2-5 
* sexmaculatus Fhrs. Seh. VI, 2, p. G2. 

* obliteratus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 64. Sibiria 

*torpescus Chvr. Mem. Soc. Liege V, 2, 1873. Sibir., Mongolia 
variegatns Chvr. (non Mots.) 
sexmaculatus Kryn. Bull. Mose 1832, p. 153. 

Baschkir., Sibir. 9,5-13x4-6. 
*squalidus Gyllh. Seh. II, p. 210. Irkutsk 



264 J. Faust: Katalog der Cleonides. 

Königius Heyd. D. E. Z. 1899, p. 255. 
*palaestinus Heyd. 1. c. p. 256. Palaestina, Aegypt. 9-14x4,2-6,5 
superciliosus Bedel BulJ.Soc.Ent.Fr. 1903, p.284 (teste Bedel) 

Gonocleonus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 63. 
*Helferi Chvr. Grev. Ic. p. 144. Sicilia 10-15x5,5-8 

heros Chvr. Mem. Liege 1873, sep. 66 (Leucos.) Alger. 18-20x8-9 

* 3 multico Status Chvr. Ann. Fr. 1882, bull. p. 172. 
*tfMunieri Bedel Ann. Fr. 1874, bull. p. 162. 

*QMunieri Bedel 1. c. 14-17x6 5-8 

var. foveatus nov. 15x7 5 

insignis Desbr. Ann. Fr. 1875, bull. p. 138. Alg., Biskra 15-18x6-8 

scalptus sp. n. Sicil., Daya 11-13x5-6,3 

*margarilifer Luc. Rev. zool. 1844, p. 267. Alger., Oran 9-12,5X4-6,5 
*angulatus Chvr. 1. c. sep. p. 64. 
*fuscifrons Mots. 1. c. 1876, p. XC. 

*cristulatus Fairm. Rev. zool. 1859, p. 59. Alger., Oran 6,5-9x3-4,2 

* Weiset Reitt. Verh. Brunn 1873, p. 1 1 Sai'da 

Leucosomus Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, p. 539. 
pedestris Poda Ins. Mus. Graecens. 1761, p. Europ.m. 10,5-15x5-7 

Momus Scop. Ent. Carn. 1763, p. 33. 

4-punctatus Schrank Naturf. XXIV, 1789, p. 71. 

ophthalmicus Rossi Fhrs. Seh. VI, 2, p. 12. 

distinetus F. Ent. Syst. I, 2, p. 459. 
*ocellatus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 12. 
var. paslicus Germ. Seh. II, p. 134. Italia 

var.* prvinosus Gyllh. Seh. II, p. 173. Russ.m. 

?coccus Desbr. Bull. Ac. Hip. 1874, p. 156. Alger. 

var.* Martorelli Fairm. Ann. Fr. 1879, bull. p. 244. Hisp. 

Isomer us Mots. Bull. Ac. Petr. II, 1860, p. 539. 
granosus Zubk. Bull. Mose. VI, 1833, p. 333. 

Turcom., Turkest., Kirgis. 9-17x4-7 
*caspicus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 29. Mare casp. 

■Uorosns Fhrs. Seh. VI, 2, p. 42. Buchara 

Microcleonus n. gen. 
*Pandcri Fisch. Bull. Mose. VIII, 1835, p. 162, t. 6, f. 4. 

Tataria magna 6,5-8,5X2,8-3,9 
*Sedakovi Böhm. Seh. VI, 2, p. 67. Irkutsk 



3. Faust: Katalog der Cleonides. 265 

Epilectus (Exochus) Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. p. 2. 
*gigas Marsh. Abeille 1866, p.91. Alger. mer. 21-27,9X9-13 

*ellipticus Fairrn. Ann. Fr. 1866, p. 49. Alger. mer. 
*Lehmanni Men. Mem. Ac. Petr. 1849, p. 251, t. 5, f. 2. 

Kirgis., Turkest., Aulie-ala 13-19x5,5-7,8 
? latus Chvr. Mem. Soc. Liege 2, V, 1873, sep. p. 3. 
var. n. consobrinus. 

Eumecops Hoch. Bull. Mose. 1851, p. 46. 
lüllaryi Hochh. Bull. Mose. 1851, p. 47. 

Kirgis. desert., Chanskaja-Storka 11-13x4-5 
*?tuberculatus Gebl. Ledeb. Reise 1830, p. 165. — Gyllh.Sch. II, p. 1 75. 

Sibiria 15x5,7 
*lululentus Fairm. (Cossinod.) Ann. Fr. 1887, p.321. Somali 1 1,5X4,7 
9 fasciculifer Reitt. Wien.ent. Z. 1895, p. 281, t. II, f. 3. Mongol. 7,5 

Calodemas n. gen. 
errans Fhrs. Öfv. Stock. Ac. 1871, p. 224. Caffrar., Poryi 10x4,5 
Nickerli Fst. Ann. Blg.94,p.614.Zambesi,Buluwayo 10,5-12,5X4,8-5,3 
vetustum sp. n. Angola, N'Gami, Omurambo 10-12x4-5 

pul/itm sp. n. D.-O.- Afrika 10x4 

* suilltim Ghl. Seh. Cap b. sp., Zambesi 10,5-13,5X4,6-5 

?var. prolixum sp. n. Namaqua 15-17,5X6,8-7 

dissimile Per. Trans. S.Afr. Phil. Soc. 1892, p. 75. 

Buluwayo 13-14x5-7 
pnberulum sp. n. Nilus albus 8,5X3,2 

iiwidvm sp. n. O.-Afrik. 10,5X4 

bigultatum sp. n. - Masinde 11,5X4,1 

A m b lg somus gen . n. 
*brevis Fhrs. Seh. VI, 2, p. 83. Kilimanjaro, Nubia, 

Abess., Kwai 12-19x5,i-S 
* contrarius Fairm. i. 1. Keren (Bogos) 

? crassiusculus Fairm. Ann. Belg. XXXV, p.CCXCIX (Bothynod.) 

O. -Afrika 

Coniocleonus Mots. Bull. Ac. Petr. II, 1860, p. 539. 
(PlagiograpliMS Chvr.) 

Schönherri Gebl. Nouv. Mem. Mose. 1830,p.63. Sib.or. 13-19x4,0-5,9 
* carinii- o st ris Gyllh. Seh. II, p. 176. 
*rariolosus Woll.Cat.Canar.Col.p. 323. Fuerteventura 10,5-12x3,6 4 



266 ./. Faust: Katalog der Cleonides. 

* Saint pierr ei 4 Chxr. Col. Heft. V, 1869, p.76. Alger., Marocco 

* Bonnair ei Fairm. Ann.Belg. 1883, Compt. Rend. p. XLVI. 
* ferrugineus Fisch. Fhrs. Seh. VI, 2, p. 24. 

Sibir. or., Gan-ssu, Dauria 10-15x3,9 6 
"* hexastictus Böhm. Seh. VI, 2, p. 25. 
*cineritius Gyllh. Seh. II, p. 177. Mongol., Dauria 10 13x4-5 

glaueus F. Mont. Ic. I, p. 114 Europ., Sibir. 10-12,5X4-5 

*Hallbergi Fhrs. Seh. VI, 2, p. 10. 
var. *furbatus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 9. 8,5-11x3,5-4 

* glaueus Gyllh. Seh. II, p. 179. . 

nebulosus L. Ent. nat.ed.X, p.385. — Fhrs. Seh. VI, 2, p. 8. 

Europ. 11-13x4-5 
* ' Lethierry Chvr. Mem. See. Liege 2, V, p. 24. 
ericeti Dufour Bull. Soc. Sei. de Pau 1843, sep. 80. 
var. * gutlulatus Ghl. Seh. II, p. 178. Fennia, Germ. b. 

?incanescens Panz. Ent. Germ. 1795, p. 312. 
*Graellsi Chvr. Mem. Soc. Liege 2, 5, 1873, sep. 25. 

Hispan., Tunis 10-12,5X3,8-4,5 
*excoriatus Gyllh. Seh. II, p. 194. Syria 9-1 3x3,5-5 

*lacunosus Gyllh. Seh. II, p.194. Hispan. (PariseiMus.) Alger. 

* megalographus Fhrs. Seh. VI, 2, p.33. Tunis, Canar. Ins. 
*tabidns Gyllh. Seh. II, p. 192. — Woll. Cat. Canar. Col. p. 324. 

Sicil., Egypt. 
*sulcicollis Fhrs. Seh. VI, 2, p. 33. Corsica, Sardin. 

nigrosuturatus Goeze Ent. Beitr. I, 1777, p. 381. 

Ind.or. Turcom. Turkest. Europ. m. 10,5-14x3,4X5 
obliquus F. Ent. Syst. I, 2, p. 460. Algeria, Tunis 

* albirostris Chvr. Mem. Soc. Liege 2, V, sep. 23. 
leueomefanus Hope Fhrs. Seh. VI, 2, p. 32. 

fasligiatus Er. Wagn. Reise III, 1841, p. 187, t. 8. 

Algeria, Oran 13-16x3,9-5 
callosus Bach Käferf. II, 1854, p. 230. Europ. m. 9,5-13x3,9-4,5 
*ericae Fhrs. Seh. VI, 2, p. 36. 
arcifertis Chvr. Ann. Soc. Esp. Hist. nat. III, p. 158. — 
Abeille XVII, 2, p. 68. 
*planidorsis Fairm. Rev. zool. 1879, p. 212. — Pet. Nouv. VI, 

1874, p. 388. Souff, Cairo, Cyrenaica 1 1-19x3,7-6 
* crinipes Fhrs. Seh. VI, 2, p. 35. Caucasus 8,5-11x2,8-4 

*signifer Chvr. Ann. Fr. 1876, p.XLVII. Algeria 

?cicatricosus Hoppe Enum. Ins. circa Erlangam indigen. 

1795, p. 61. 
Ispinosus Ponza Mem. Ac. TurinXIV, p. 63 (1804/5). 



J, Faust: Kutaloy der Cleonides. 267 

*quaditanus Chvr. Col. Heft. 1869, p. 76 u. 125. 

Cadix, Span., Portugal 8,5X3,5 
Amori Marsh. Abeille V, 1868, p. 199. Syria 

*riffensis Fairm. Naturaliste 1884, p. 446. 

Marocco, Andalus. 10,5-13x4-4,5 
* fosciculosus Reitt. D. E. Z. 1890, p. 157. 
tabidus Oliv. Encycl.meth. V, p. 534. 

Ital., Sardin.,Corsica, Marocco 12-15x4-5 
*Pelleti Fairm. Ann. Fr. 1859, bull. p. 52. — Chevr., Col. Hefte 
V, 1869, p. 77. 
montalbicus Costa Ac. Napoli 1886, II, p. 2 u. 8. — Fauna Sard. 
VI, 1885, p. 26. 
•einiger Fhrs.Sch. VI, 2, p. 11. Dauria, Rhodus, Syria 9,5-14x3,5 5,7 

frenatus Reiche et Saulcy, Cat. des esp. Col. 1854, N.545. 
* mesopotamicus Oliv. Ent. V, 1883, p.264, t. 30, f. 446. 

Mesopot, Araxes, Persia 10,5-15x3,6-5 
Ledert Fst. Trudy Rossk. ent. Obsch. 1891, p. 398. Armen. Geb. 

Stephanocleonus Mots. Bull.Ac.Petr.il, I860,p.539. 

*t/wracicus Fisch. Bull. Mose, VIII, 1835, p. 161, t. 6, f. 3. 

Changai, Mongol., Kjachta, Dauria, Sib.or. 8-11x3,2-5 
* pnncticollis Bhm. Seh. VI, 2, p. 15. 
var. leprosus Fst. Horae Soc. Ent. Ross. 1895, p. 181. 
Ehnbenji Fst. Öfv.Finsk.Vet.Soc. 1890, p.35. Mongol. 9,5-13x3,7-5,3 
lucluosus Fst. Hör. Soc. Ent. Ross. 1895, p.99. 

Sib.or., See Schiro, Changai 11x5 
* excisus Reitt. Wien. e. Z. 1895, p. 286, t. II, f. 9. Mongol. 1 2-1 4x5-f> 
trifascialus Fst. Trud. Rossk. ent. Obsch. 1891, p.397. 

Minussinsk. 8,5X4 
persimilis sp. n. Mongol. 8-9x3,8-4,2 

opportunus Fst. Öfv. Fiusk. Vet.Soc. 1890, p.26. Mongol. 9x3,2 
spoliafus Fst. i. 1. Mongol. 10,5-1 1,5X4,5-5 

Sahlbergi Fst. Öfv. Finsk. 1890, p. 34. Mongol. 7,5-13x3,4-5,5 

Semenowi Fst. D. E. Z. 1883, p. 196. Mongol. 12,5-17x5,3-7 

Köppeni sp. n. Mongol. 12,5-14,5X6-6,8 

chinensis sp. n. China centr. 11,5X4,5 

Waldheimi sp. n. Irkutsk, Dauria 9x3,8 

fasciatus Mots. i. coli. 
audax Fst. D. E. Z. 1883, p. 197. Turkest. 8-12x3,5-5 

flaviceps Pal). Ic. 1781, p. 34, t, II, 1". 17. Selenga 6,2-9x4,5-8,3 
frontatus Fisch. Ent. Ross. II, p.232, t.44, f.7. Barnaul. 



268 J. Faust: Katalog der Cleonides. 

fenestrattis Pall. Ic. 1781, p. 33, t. B, f. 16. 

Selenga, Kjachta, Dauria, Changai 8-1 1x3,8-5,8 
*foveolatus Fisch. Ent.Ross. II, p.232,t.44,f.4. Dauria. 
*paradoxus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 28. Mongol. 9-10,5X4,5-5 

/'avensFst.Steü. Z.84,p.464. Mongol., Urga^langom 11-13x5-5,5 
seminudus Reitt. i. coli. 
* impressicollis Fhrs.Sch. VI, 2, p.27. Sibir. , Dauria 6,7-10x3-4,8 

var. loquans nov. 
* hexagrammus Fhrs.Sch. VI, 2, p. 26. Mongol., Dauria 8-9,5X3,3-4,5 
*marginegultatus Chvr. Mem.Soc. Liege 1873, sep.28 Kjachta. 
var. feritus nov. Dod-nor. 

confessus sp. n. Tr. Baikal, Tarbagatai 10,4-11x4-4,5 

versutus sp. n. Dauria 10,5X4,5 

•JoAcmnw Reitt. W.ent.Z. I895,p.284,t.ll, f. 7. Mongol. 9,5-11x4,2-5 
Potanini Fst. Trud. Ross.ent.Ob. 1890, p.465. Gan-ssu 8-11x3,2-4 
"leucoplerus Fisch. Ent.Ross.II,p.231,t.44,f.3. Sibir. 14-16x6-7 
>c?mrfwsFst.Öfv.Finsk.Ak.Vorh.l890,p.28. Mongol. 11-13x4-5,5 
feroxYst. D. E.Z. 1 883, p. 195. Dauria, Changai, Mong. 7-11x3,5-5,5 
bicostalus Gebl. Bull. Mose. 1833, p. 297. Sibir., Ugeew 9-10x4-4,2 
planirostris Fst. D.E. Z. 1883, p. 198. Mongol. 7-10x3,5-4,8 

Ilammerslrömi Fst. Öfv.Finsk. 1890, p. 3 1 . Mongol. 11-15x4,5-6 
perscitus Fst. D. E. Z. 1883, p. 127. 

Thian-shan, Turkest., Issyk-kul 12-16x4,7-6,5 
*[ossulatus Fisch. Ent. Ross. II, p. 233, t. 44, f. 8. 

Dauria, Mongol. 9,5-14x4-6 
rubifrons Fisch. 
*scriptus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 19. 
var. connectus Fst. Stett. ent. Z. 1890, p. 14. 
*/7emun9*Fhrs.Sch.VI,2, p. 33. Sibir., Altai 13 — 14x5-5,5 

*niveus Chv. Mem. Soc. Liege 1873, sep.33. Sibir. 
"Korini Fhrs. Seh. VI, 2, p. 21 (habe deportatus für Korini angesehen) 

Mongol. 12,5-14x5,2-6 
simulans Fst. D.E. Z. 1883, p. 193. Turkest. 11-15x4,8-6 

timidus Fst.l. c.87,p. 320. Turkest., Mongol., Kuku-nor 8-11x3,2-4,5 
ignobilis Fst. 1. c. 83, p. 126. Orenburg 11-14x4,5-5,5 

"deportatus Chv. Mem.Soc. Liege 1873, sep. 29. — 
Korini Fhrs. Öfv. Finsk. Ak. Vorh. 1890, p. 31. 

Sibir., Amur, Kjachta, Changai 7,5-95X3-4 
Edithae Reitt. Wien. ent. Z. 1895, p.283, t.II, f. 5. 
*lobatusChv. Mem.S.Liege73,sep.31. Sib.or., Kjachta 9-13x4-6 



J. Faust: Kalaloij der Cfeonides. 269 

hirtipes sp. n. Dauria, Changai 6,5-10x2,6-4,5 

*hirlipes Mnnh. ic. 
comicus sp. n. Mongol. 10,5X4,5 

corrugans Fst. D.E. Z. 1883, p. 135. Ala-tau 9-12x3,5-5,5 

8 Mannerheimi Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 32. 

Urga, Sib.or., Kjachta, Mongol. 8.5-12,5X4-5,5 
brunnipes sp. n. Nan-shan 7x3 

exiguus sp. n. Chan-gai 5,5X2,5 

* tricarinatns Fisch. Ent. Ross. II, p.233, t.44, f.9. 

Amur, Kjachta, China bor., Dauria, Altai 7-10x3,3-4,6 
*frontafus Gyllh.Sch. 

* lineirostris Chvr. Mem. Soc. Liege 2, V, 1873, sep. 30. 
coefcbs Fst. D. E. Z. 1883, p. 194. Ala-tau 10-12,3X3,7-4,7 

eruditus Fst. Öfv.Finsk. Ak.Vorh. I890,p. 30. Mongol. 6,5-10x2.5-4 
Jakovlevi Fst. D. E. Z. 1893, p.202. Irkutsk 11,5X5 

*Albinae Reitt. W. ent. Z. 1895, p. 285, t.II, f. 8. Mongol. 9— 1 2x4,5-5,5 
*anceps Chvr. Mem. Soc. Liege 2,V, 1873, sep. 27. 

Mongol., Dauria, Kjachta 9,5-11x3,8-5 
vagabimdus Fst. Öfs. Finsk. Ak. Vorh.1890, p.33. 
*marginatus Fisch. Ent. Ross. 2, p. 231, t.44, f. 2. Dauria. 
*nubilusFhrs. Seh. VI, 2, p. 13. Irkutsk. 10-12,5X4,8-6,8 

* semicostatus Chvr. Mem.Soc. Liege 1873, sep. 33. 
sejunetus sp. n. Huascar 9,5X3,7 

*microgrammus Gyllh. Seh. II, p. 187. Russ. m. 9x3,5 

colossus sp. n. Chan-gai 17-20x8-8, s 

■7/kc Reitt. Wien. ent. Z. 1895, p. 282, t.II, f. 4. Mongol. 7,8X3,5 
?var. melandarins sp. n. 6-7x2,9-3,1 

acerbus sp. n. Victoria West 13-17x6,8-8,5 

suspiciosits sp. n. Amdo, Yamati, Kuku-nor 7-7,8X3-3,5 

setinasus Fst. Öfs. Finsk. Ak.Vorh. 1890, p. 24. Mongol. 9-10x4-4,5 
suffusus sp. n. Mongol. 8x3,8 

tardus sp. n. Mongol. 10x4,8 

*indtitns Chvr. Mem.Soc. Liege 1873, sep. 35. 

Kjachta, Baikal, Mongol. 7,5-10,5X3-4,5 
*foveifrons Chvr. I. c. sep. 34. Mongol. 

var. brericol/is nov. 
Veftc^anas Reitt. W.e.Z. 1895, p.283,t.II, f. 6. ürga,Mong. 8x4,2 
Chevrolati Fst. D.E.Z.1883, p. 194. Turkest. 9,5-11x4,3-4,9 

labilis Fst. Hör. Soc. Ross. XXIX, 1895, p.99. 

Gan-ssu, Amdo, Kuku-nor 8-12x3,4-5 



270 J. Faust: Katalog der Cleonides. 

Przewalskyi V 'st. 1. c. XX, 1886, p. 265. Mongol. 12-13x5,5-6,5 

illex sp. n. Mongol. 9,5-11,5X4,9-6 

fascicularis Geb. Bull. Mose. 1833, p. 295. Kirgis.,Sibir. 9-11x4,5-5 

Eucleonus subg. 

telragrammns Pall. Ic. 1771, p. 29, t. B, f. 10. 

Russ. m., Caue. 11-14x4,5-6 
*concinnus Gyllh. Seh. 

Epirhynchus Seh. 
*?argus Sparrm. 12-13x6-6,5 

*nigripes Per. Trans. S. Afr. Phil. Soc. 1888, p. 173. Capstadt. 
humerosus sp. nov. Cap b. sp. 12-13x5,2-6,2 

Nomimonyx gen. n. 
perturbans sp. nov. Cap b. sp. 12x4,8 

Brachyc leonus gen. n. 
*fronto Fisch. Bull. Mose. 1835, p. 162, t. 6, f. 7. Turcom. 7-10x3,3-5 
var. '"pudicus Men. Mem. Ac. Petr. VI, p. 253, t. 5, f. 4. 

Pycnodactylus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep.50. 
cretosus Fairm. Ann. Fr. 1868, p. 496. Biskra. 

*tomentosus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 65. Kordofan, Alger. 9-13x3,1-4,8 
fuseoirroratus Chvr. Men.Soc. Liege 1873, sep.51. Arab., Djedda 
var. n. ephippium Aden 

■'albogihus Gyllh. Seh. II, p. 196. 

Bogos,Madras,Kurrachee,Kallao, Senegal 8,5-12x3,5-5 
var. *ophinotus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 104. 

Ceylon, Belgaum, Malabar, Senegal, Timbnktn 

*interstitialis Kolbe Berl.Ent.Z. 1883, p. 32. — Nov. Act. Leop.-Carol. 

1887, p.333. Sansibar, Tanganjika, Chinchoxo 1 1,5X4,5 

tibialis sp. n. D.-O.-Afrika 10,5-13x4-5,s 

var. grisescens nov. Mpala 

*milis Gerst. Wiegm. Archiv 1871,1, p.73. 

Lake Iipe, Dar-es-salaam 12,5-18,5X4,5-7 
:;: /"wwos?/sFhrs.Sch.VI,2,p.47. Sansib.,Seneg., Cap b.sp. 9-14x3,7-5,*; 

*mßrostris Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep.74. 
*hypocritus Chvr. I.e. sep. 75. Ind. or., Karatschi 10,5-11,5X4-4.5 



J. Faust: Katalog der Cleonides. 271 

Cosmog aster gen. n. 

*lateralis 6hl. Seh. II, p. 198. Nubia, Abessyn., Massaua, 

Dongola, Senegal, Karatschi 8,5X3,7 
var. impedilus nov. 

dealbatus 6erm. Seh. II, p.22l. — Fhrs.Sch.VI, 2, p. 3.— Ann. Fr. 
1884, bull. LXIX. Egypt.,Obok, Massaua, Seneg. 10-16x3,5-5,» 
?var. rennst us Walk. List. Col. coli. J. K. Lord Esq. in 
Egypt. Arab. etc. London 1871, p. 17. 
virgo Chvr. 
*cordofant/s Fhrs. Seh. VI, 2, p. 72. Kordofan 7-9x2,7-3,6 

* costulatus Chvr. Mem. Soc. Liege 2, V, 1873, sep. p. 69. 
* pudendus Chvr. 1. c. Kordofan 

*thibetanus Chvr. I.e. p. 71. Thibet 

*nossibianus Fairm.Ann.Belg. 1896, p.468. Nossi-be 

Atactogaster gen. n. 

Dejeani Fst. (Leucos.) Ann. Belg. 1894, p 615. Ind.or. 9-11,5X3,4-4,6 
conjtmctus Fst. D. E. Z. 1898, p. 273. Belganm 1 1x5 

* Orientalis Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 72. 

China, Ind.or. 9,5-14x4-5,5 
inßatus Fst. D.E.Z. 1898, p.274. Dalhouse, Ind. or. 
x ax.fr actus Fst. 1. c. p. 275. Madras 

suspectus Fst. n. sp. Belgaum, Madras 12x5,5 

insularis n. sp. Sansibar 11x4,9 

ßnitimus n. sp. Madras, Calcutta 10-14x4,1-6 

consonvs Fst. Ann. Belg. 1894, p. 613. ' Madag. 8,5-11,5X3,6-5 
*nerrosipennis Fairm. 1. c. 1897, p. 168. Madag. 
*?para/eucosornus Desbr. I.e. 1891, p. 8. Bengal. occ. 14x6 

Nemoxenus gen. n. 

*zebra Chvr. Mem. Soc. Liege 2, V, 1873, sep. 73. 

Ind.or., Ceylon 10,5-14,5X4,5-6 
* bimaculatus Chvr. 1. c. sep. 72. Sumatra, Borneo, Ceylon, 

Cambodja, China, Japan 8-11x3-4 
tinducens Walk. Ann. Nat.Hist. 1859, p.263. Ceylon 
*bisignatus Roelfa Ann. Belg. XVI, p. 181. Japan 
* vagesignattts Fairm. 1. c. p. 31. China centr. 

afßxus Fst. Ann. Belg. 1894, p. 616. 

Niam-Niam, Ashante 8,5-11x3,2-4,2 



272 J. Faust: Katalog der Cleonides. 

Neocleonus Cbvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 6G. 
mucidvs Germ. Mag. I, 1, 1813, p. 132. 
sannio Herbst Käf. VI, p. 104. Cap b. sp. 6-12x2-5 

*velatns Gyllh. Seh. II, p. 196. 

*Coquereli Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 69. Cap b.sp , Caffr. 
bis Arab. Maden, Namaqua, Transvaal, Uzagwa, Nil alb. 15x5,5 
? trifasciatus Cbvr. I.e. sep. 76. 
* consimilis Cbvr. I.e. sep. 68. 

? subsignatus Walk. List. Col. Egypt. Arab. London 1871, p. 17. 
var. n. modestus. Senegal. 

apicalis Buquet i. 1. 
var. "frater Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 67. Hindost., Pondichery 
var. v 'arenarius Gyllh. Seh. II, p. 200. Capvorde Ins., Nubbi, Epypt. 
murinus Dej. Cat. 
*maculipes Gyllh. Seh. II, p. 197. 
modestus Fst. olim. 

Phaulosomus gen. n. 
*mus Kolbe Berl. ent. Z. 1883, p. 32. — Nov. Act. 

Leop.-Carol. 1887, p.333. Kamerun 9x4 

signatellus sp. n. Masinde, Kuilu 9-9,5X3-4 

kilimanus sp. n. Kilimanjaro 10-11x4,2-4, 

var. sansibaricus Sansibar ,. 

Tetragonothor ax Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 63. 

retusus F. Syst. El. II, p. 515. — Fhrs. Seh. VI, 2, p. 84. 

Abessyn., Guinea 8,5-16x3,6-6,3 
curvipes sp. n. Abessyn. 10,5X4 

*senectus Gyllh. Seh. VI, 2, p. 87. Aegypt. 15x6 

parvulus sp. n. Scioa 7,5-11x3-4 

* quadraticollis Fhrs. Seh. VI, 2, p. 80. Nubia, Aegypt. 12,5X5 
Gyllenhali Fst. Stett. ent. Z. 188g, p. 288. — 

Ann.Belg. 1894, p. 617. 9-11x3,5-4,8 

*macilentus Gyllh. Seh. II, p. 243. Bengal., Dahomey? 
var. Herbsti n. Burmah 

einer eus Herbst Käf. VI, p. 79, t. 64, f. 10. Ind. or. 8-8,5X3-33 

macilentus Oliv. Ent. V, 1883, p. 270, t. 24, f. 340. 
*cinerifer Fhrs. Seh. VI, 2, p. 103. 
Feae Fst. Ann. mus. civ. Genova 1894, p. 224. Birma 12x4 
*angulicollis Fhrs. Öfs. Stock. Ak. 1871, p. 223. 

Caffr., Natal 10-1 1,5X3,6-4,2 



J. Faust: Katalog der Cleonides. 27 3 

Dicranotropis gen. u. 

*hieroglyphicus Oliv. Ent. V, 1883, p. 258, t. 20, f. 258. 

Aegypt.,Massaua, Senegal 1 1-17x4,2-7 
* senegalensis Gyllh. Seh. II, p. 174 u. 181. 
*molüor Gyllh. Seh. 1. c. 
quadrimaculatus Mots. Bull. Ac. Petr. II, 1860, p. 541. 

Kirgis., Turkest. 9,5-13x4-5,5 
Ganglbaueri sp. n. Persia 17x6,5 

aschabadensis Fst. Stett. ent. Z. 1884, p. 459. 

Turcomen., Bangalor, Karatschi 11-17,5X5-7 
braliminus Fst. 1. c. p. 460. 

Ep hinter onot us gen. n. 
*Miegi Fairm. Ann. Fr. 1855, p. 317. Hispania 10x3,9 

*Piochardi Bris. I.e. 1866, p. 390. 
*Korbi Strl. Mitth. Schw. ent. Ges. VIII, p. 242. 

Pachycer us Seh. 
madidus Oliv. Ent. V, 1883, p. 253. 
cordiger Germ. Bedel Fn. 265. Europ. m. 9-10x3,5-4 

segnis Germ. Ins. sp. nov. p. 398. — Fhrs. Seh. VI, 2, p. 123. 
latirostris Fst. D.E. Z. 1891, p. 117. Turkest. 10x3,8 

obliquatus Fst. 1. c. 1883, p. 119. Turkest. 8-11x3-4 

desertosum sp. n. Kisil-kum 9x4 

sellatus sp. n. Bengal. 9x4 

costulatus Fst. D. E. Z. 1890, p. 258. Peking 8,5X3 

*vestitus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 49. Senegal, Kordofun 9x3,4 

*opimus Gyllh. Seh. II, p. 185. Senegal, Madag. 9,5-12x4,5-5,3 

scabrosus Brüll. Exp. Mor. III, p. 243. Europ. m. 8,5-11x3,5-4,6 

*Echii Chvr. et albarius Gyllh. Seh. Mem.Soc. Liege 1873, sep.81. 
— Gyllh. Seh. II, p. 246. 
* planirostris Gyllh. Seh. II, p. 199. — Bhm. Bull. Mose. 1829, p. 129. 

Sicil., Russ. m., Germ. m. 6-12x2,6-5 
Badeni Fst. (Gonocl.) Stett. ent. Z. 1888, p. 289. Madag. 7-8,5X2,5-3 
* spinipennis Fairm. Ann. Belg. 1897, p. 168. 
*granulatus Oliv. Ent.V, 1883, p. 278, t. 25, f. 365. Cap b.sp. 10x5,4 

Rhabdorhynchus Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, p. 539. 
varius Herbt Käf. VI, p. 252, t. 78, f. 7. — Gyllh. Seh. VI, p. 245. 

Amasia, Aschabad, Oran, Europ. m. 9-12x3,1-4,8 
* seriegranosus Chvrl. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 86. 

Deutsche Entomoi. Zeitschrift 1904. Heft I. 18 



274 J. Faust: Katalog der Cleonides. 

*Karelini Fhrs. Seh. VI, 2, p. 1 19. Russ. m., Cauc. 12-15x3,5-5 

mixtusF. Ent. Syst. 1, 2, p. 4 17. Alp. mar., Teniet-el-Had 10-14x4-4,3 
crassicornis sp. n. Haifa. 15x5,2 

*Menetriesi Gyllh.Sch. II,p. 118. Jord.,Sicil., Kasan, Turkst. 10x3,6 
*atomarius Fhrs. Seh. VI, 2, p. 122. Sicil. 

Grummi Fst. Horae Soc. Ross. 1886, p. 167. Turkest. 13-15x4,8-5 

?crucifer Hochh. Armen. 

*anchusae Chvr. Rev. Zool. 1854, p. 480, pl. VII, f. 2. 

Mardin, Syria 10-17x3,3-5,3 

Anisocleonus gen. n. 
atrox Fst. D. E. Z. 1891, p. 468. Madagascar 17x5 

taciturnus Fst. Stett. ent. Z. 1885, p. 166. Turkest. 15-20x5,3-8 

Dinoclens Cas. Ann. N.York Ac. 1891, p. 176, vol. VI, 3. 
Centrocleofius Lee. Rhynch. X. of Mexico 1876, p. 145. 
angularis Lee. Col. of Kansas 1859, p. 17. Calif. 10-12x4-4,9 

Apleurus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep.78. 

Cleonurus Lee. Rhynch. X. of Mexico 1876, p. 152. 
*fossus Chvr. I.e. sep. 78. Mexico 7,5-12x3-4,7 

Enttjmetopus Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, p. 539. 
Perofskyi Fst. D. E. Z. 1883, p. 124. Kirgis. 7-10x2,6-3 

var. lineolatus Mots. i. litt. 

Eurtjsternus Fst. Stett. ent. Z. LV, p. 359. 

*limis Men. Mem. Ac. Petr. VI, p. 259. 

Baschk., Turcom., Turkest. 6-12x1,8-4 
var. indutus Fst. 

Chromosomus Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, p. 539. 
*Fischeri Fhrs. Seh. VI, 2, p. 74. Turcm. , Turkst., Pers. 10,5-25x4,5-9 6 
* granulatus Fisch. Ent. Ross. II, p. 231, t. 44, f. 1. 

Staudingeri Fst. i. 1. 
?rugifer Mots. Bull. Mose. 1845, p. 103. 
Schach sp. n. Persia 19x8 

ostentatus sp. n. Turcom. 16x6,8 

Stephanop horus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, p. 39. 

*lagopus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 98. Turkest. 9-14x4-6 

* ohliquatus Men. Moni. Ac. Pofvnp. VI. p. 257. 
*pilipes Fhrs. Seh. VI, 2, p.81. Cauc. 15-l«X,^ 5 -7,4 



J. Faust: Katalog der Cleonidcs. 275 

* buteo Fhrs. Seh. VI, 2, p. 78. Altai, Lib., Mare casp. 10x4 
•Gebleri Fhrs. Seh. VI, 2, p. 77. Turcom. 1 1 x4,s 
*mimosae Oliv. Ent. V, 1883, p. 256, t. 20, f. 252. 

Bagdad, Mesopot., Halbins. Sinai 20-24x9-10 
verrucosus Gebl. Ledeb. Reise II, 3, p. 166. 

Russ.m.occ., Kirgis., Turcom. 9-19x3-7 
*aquila Fhrs. Seh. VI, 2, p. 75. Mare casp. 

"austertis Men. Mem. Ac. Petr. VI, p. 254, t. 5, f. 6. Turcom. 
armeniacus Fst. Stett. ent. Z. 1884, p. 451. Armen. 13-16,5X5-7 

* melancholicus Men. Mem. Ac. Petr. VI, p. 255, t. 5, f. 8. 

Turcom. 14-17,5X6-7 
var. tekkensis nov. 

absolutus sp. nov. Chorasan 17x7 

*strabvs Gyllh. Seh. II, p. 230. 9,s-20x3,s-7,7 

*vohulus Gyllh. Seh. (sparsus) II, p. 240. 

Odessa, Dauria, Cauc., Ross. m. 

? var. crispicol/is Ball. Bull. Mose. 1878, p. 112. Turkst. 12,5-18x4,5-7,5 

*obnoxius Fhrs. Seh. VI, 2, p. 88/ Dauria 10-13x4,2-5 

aemulus Fst. n. sp. (D. E. Z. 1894, p. 62) Turkst., Turcm. 1 1-14,5X4,2-6 

subfuscus Fst. D.E.Z.1S83, p. 100; 1894, p.61. 

Samarkand, Turkest. 13,5-19x5-7,5 

var. innoeuus Fst. 1. c. p. 101. 

Ballioni Fst. 1. c. p.101. 17-19x6,5-7,5 

*leucophaeus Men. Mem. Ac. Petrop. VI, p.254, t.5, f. 7. 

Kirgis., Turkest. 9-13x3,5-4,5 

Menecleonus subg. n. 
signaticollls Ghl. Seh. II, p. 232. — Faldm. Fn. trnsc. II, p. 195, t. 5, f. 10. 

Transcauc, Baku 13,5-14,5X5,8-6 
*«/mwsGhl.Sch.II, p.227. — Faldm.Fn. trnsc. II,p. 227, t 5, f.ll. 

Turcom., Pers., Cauc, Alger. 13-18,5X5,5-8,7 
?var. * simplicirostris Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 3. 

Bothynoderes Seh. 

(Die Zusammenstellung der Arten dieser Gattung ist nur auf 
Vorarbeiten Fauat's basiert.) 

melancholicus Men. Mem. Ac. Petr. VI, p. 255, t.5, f.8. Turcom. 

subfuscus Fst. D. E. Z. 1883, p. 99; 1894, 61. 

Chodschent, Samgor, Samarkand 
var. innoeuus Fst. 1. c. 100. Alabuga, Boss-Ssu, Samarkand 

var. Ballionis Fst. 1. c. 100. Chodschent 

18* 



276 



J. Faust: Katalog der Cleonides. 



(absolutus Fst. i. 1. Chorasan) 

leucophaeus Men. Mem. Ac. Petr. VI, p.254, t.5, f. 7. Turcom. 

buteo Fhrs. Schönh. Gen. Cure. VI, 2, p. 78. Mare easp. 

Gebiert Fhrs. 1. c. p. 77. Turcom. 

ambiguus Fhrs. 1. c. p. 95. 

vexatus Gyllh. 1. c. II, p.240 ; Fhrs. Seh. 1. c. II, p. 229. Tauria 

(pusio, amoenus, solutus, ominosus Fst. i. 1. Cbanskaja) 

carinifer Fhrs. Seh. VI, 2, p.92; Chvr. Mem. Liege 1873, p.17. 

sareptensis Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, p. 8. Sarepta 

limphatus Fhrs. Schönh. GeD. Cure. VI, 2, p.88. Mare casp. 

albicans Gyllh. Seh. Gen. Cure. II, p. 239; Fhrs. Seh. VI, 2, p. 110. 
mus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, p. 20. 
maculicollis Chvr. 1. c. p. 15. 

meridionalis Chvr. 1. c. p. 13. Gall. mer. 

farinosus Fhrs. Seh. Cure. VI, 2, p. 93; Chvr. Mem. Liege 1873, p. 14. 

(impudens, velox Fst. i. 1. Chanskaja) 

securus Fst. Trudy Hör. Ent. Ross. XXIV, p. 402. Amdo 

punetiventris Germ. Ins. spec. nov. 387; Fauna Ins. Eur. 13, 14. 

betavorus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, p. 9. Caucas., Taur. 

stigma Sturm Catalog 1826, p. 110. Hungar. 

*lugens Besser 1 ) Ullrich Catalog 1843, p. 198. Podol. 

nubeculosus Gyll. Schönh. Gen. Cure. II, p. 231. . Ross. mer. 

= caucasicus Mots. i. 1. 

irroratus Men. Mem. Ac. Petr. VI, p. 257. 
*uniformis Chvr. Mem. Liege 1873, p. 12. 

(astrachanicus Faust i. 1. 

tenebriosus Gyllh. Schön. Gen. Cure. II, p. 232. 

Menetriesi Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, p. 9. 
= Raddei Fst. i. 1. 

(salinus, dissensus Fst. i. 1. 

caucasicus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, p. 10. 

duplicarina Chvr. Bull. Soc. Ent. Frc. 1876, p. CXLVII. 

lineiventris Chvr. 1. c. p. CXLVT. 
= malationus Fst i. 1. 
*luscus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, p. 9. 

amicus F'st. Horae Ent. Ross. 1891, p. 393. 

(amandus Fst i. 1.) 

libitinarius Fst. Stett. ent. Z. 1886, p. 148. 



Hispan. 

Turkestan) 

Ross. m. 

Turkestan 

Kirgis.) 

Ger man.? 
Caucas. 

Kirgis. 
Pamir, Alai 

Kashgar 



l ) Faust gibt bei dieser Art, die er nach Vergleich mit dem 
Typus für eine oigonc hält, Besser als Autor an; woher dh i se 
Angabe stammt, gelang nicht zu ermitteln. 



J. Faust: Katalog der Cleonides. 277 

(aequicollis Fst. i. 1. Alai, regulvs Fst. i. 1. Kirgis., svpplex Fst. i. c. 

Orenburg, Helleri Fst. i. c. Kirgis.) 
carinalus Zubk. Bull. Mose. 1833, p. 266, t. 5, f. 6. 
var. ornatus Zubk. 
*= halophilus Gebl. Ledeb. Reise 1830, II, p. 159. 
kispanus Chevr. Mern. Liege 1873, p. 12. Hispau. 

partitus Fst. Stett. ent. Z. 1885, p. 164. Turkestan 

obsoletofasciatus Men. 
carinicollis Gyllh. Schönh. Cure. IV, 2, p. 241, VI, 2, p. 95. Sibir. 

cognatus. 
angulicollis Chevr. = carinicollis var. 

Bohemani Fst. Horae Soc. Ent. Ross. 1891, p. 395. Federovskaja 

foveicollis Gebl. Schön. Gen. Cure. II, p. 234. Sibir. 

var. communis Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, p. 542. Kirgis. 

salebrosicollis Boh. Schönh. Cure. VI, 2, p.90, VIII, 2, p.428. Sibir. 
kahirinus Fst. n. sp. (siehe p. 212) Kairo 

Sleveni Fst. Horae Soc. Ent. Ross. 1891, p. 394. Caucas. 

var. Emgei Strl. Mitt. Schweiz. Ent. Ges. VIII, p. 272. Graecia 

Conorhynchus Mots. Bull. Ac. Petr.1860, p.539. 

coniroslris Gebl. Ledeb. Reise II, p. 156. Mongol., Turkest., 

Sibir., Kirgis., Russ. m. or. 9,5-14x3,5-5,5 
* Barlelsi Fbrs. Seh. VI, 2, p. 108. 
subeylindriens Fst. 
var. puherulentus Zubk. Bull. Mose. 1829, p. 167, t. 5, f. 7. — Kryn. 
Bull. Mose. 1832, p. 152. 
*lacerta Chvr. Mem. Liege 1873, sep. 46. Armen. ,Pers. 10-14x4-5,5 
nigrivitlis Pall. Ic 1781, p. 31, t. B, f. 12. 

Desert. Casp., Cauc, Russ. m. or. 11-15x4,5-5,5 
*pltimbeicollis Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 46. — 
Stett. ent. Z. 1890, p. 113. 
var. Kindermanni nov. Transbaical. 

* Faldermanni Fhrs. Seh. VI, 2, p. 107. Turcm., Turkst. 9-12,5X3,5-5 
Hey dem Desbr. Opusc. p. 17. 
* gibbirostris Chvr. Mem. Liege 1873, sep. 47. 
* dissimulatus Men. Mem. Ac. Petr. VI, p.258, t.5, f.9. 

Turcom., Pers. 9-12x4-5,2 
*crelaceus Rdtb. Denksehr. Wien. Ac. 1, 1850, p. 49. 
candiduhis Fst. Stett. ent. Z. 1890, p. 1 13. Kirgis. 6,5-10x2,5-4 

*pisfor Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep.47. Syria 12,5X5 

?palumbus Oliv. Ent. V, 1883, p.268, t.20, f. 256. 



278 ./. Faust: Katalog der Cleonides. 

excavatus Zabk. Bull. Mose. 1833, p. 332. Kirgis, Turcm. 14-18x5-6,8 

*Parreyssii Fhrs. Seh. VI, 2, p. 109. 
acentatus sp. n. Kirgis., Turcom., Turkest. 15,5-17x6-6,5 

?*Schrenki Gebl. Bull. Ac.Petr. III, 1845, p. 104. 

See Balchost, fl. Ajagus 13x5 
arduus sp. nov. Mongol. 13x5 

'■ * argillaceus Mots. Bull. Ac.Petr. 1845, p. 543. Kirgis. 15x5,8 

globifrons sp. n. Mongol. 19x7,2 

Balassogloi Fst. D.E.Z.1883,p. 122 (Bothyn.) Turkest. 12,5 14x5-5,8 
5/awrf»:w i 9eriFst.D.E.Z.1894,p.63(CAromono<.)Margel. 10-13x4-5 

Temnorhinus Chvr. subg. 
*arabs Oliv. Ent.V, p. 257, t. 20, f. 255. Arab., Turkest. 12-17x5-7 
Dohrni Fst. D. E. Z. 1883. p. 121. 
perforatvs n. sp. 16x6,2 

*mendicusGy\\h. Scb. II, p.238. Ital., Tunis, Alg., Gall. m., 

Span., Capb. sp. 9-16x4-6 
* orbitalis Fhrs. Seh., bispinosus Chvr. VI, 2, p. 1 1 1. 

* kirghisievs Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep.43. Kirgis. 13x4,5 
*turbinalns Chvr. Col. Heft. V, 1869, p.72. Oran, Alger. 10x3 
*brevirosfris Gyllh. Seh. II, p. 237. Gall. m., Abess. 10-13x3-4,5 

*Saucerotti Chvr. Mem. Liege 1873, sep.44. Sennaar. 
*aegyptius Chvr. 1. c. sep. 45. Egypt. 

*rufvlits Chvr. 1. c. sep. 43. 
vereeundus Fst. D. E. Z. 1883, p. 123. Turkest. 9,5-13x3-4,4 

seduetus sp. nov. Djibouti 11,5X4 

conicirostris Oliv. Ent.V, p. 264, t.30,f.447. Gall. m.,Hisp., Oran, Armen. 
Jekeli Woll. Ann. nat.hist. 1862, p. 441. Canar. 7,2-11x2,3-4 

serieguttatiis Desbr. Opusc. entom. p. 16. 
Martini sp. nov. Cap Palos 11x3,7 

hololeucus Pall. Ic. 1781, p.35, t.H, f. 19. 

Turcm. Russ. m.or. 9-10,5X3,7-4 
*pacißcus Oliv. Ent. V, p. 268, t. 20, f. 256. Persia. 
limbifer sp. nov. China 9,2X3,1 

elongatns Gebl. Bull. Ac. Petr. 1845, p. 104. 

Kirgis., Cauc., Turkest. 14,5-20x4,7-6 s 

* oryx Reitt. D. E. Z. 1897, p. 223. Mongol. 
?var. nasutus Hochh. Bull. Mose. 1874, p. 483. — 

Faust Stett. ent. Z. 1885, p. 163. 
surdits Gyllh. Seh. II, p. 235. Cap b. sp. 13,5-15,5X4,5-5,7 

longulus Fhr^. Seh. VI, 2, p. 103. Caffr., Capland 13-16,5X4,5-6,2 



J. Faust: Katalog der Cleonides. 279 

Mecaspis Seh. 
costicollis Gyllh. Seh. II, p. 172. Pers. occ, Mardin 10-13x4,5-5,4 
*incisuratus Gyllh. Seh. II, p. 215. Dauria, Caucas. 8,5-10x3-4 

*Reitteri Retowski Wien. ent. Z. 1887, p. 130. 
*Pallasi Fhrs. Seh. VI, 2, p. 30. Turcm., Turkest. 12-17x4,5-6 

* obvius Fst. D. E. Z. 1 883, p. 281. Samarkand 1 1 ,5X4,5 

*sexgultatus Rdtb. Hug. Kaschm. VI, 2, 1848, p. 546. 10,5-12x4,2-4,6 
lentus sp. n. Turkestan 12,3X5 

emarginaius F. Mant.1, 1787, p. 1 14. Ital., Gall. m., Hisp. 7-9x2,4-3,2 
palmatus Gyllh. Seh. II, p. 213. 

barbatus Fst. Wien. ent. Z. 1887, p.31. Syria 8,7X3,4 

Bedeli sp. n. Oran, Tanger 7-8,5X2,5 3,8 

*octosignalus Gyllh. Seh. II, p. 2 14. Pers.,Malatia,Amas. 10,5-13x3,8-5 
coenobita Oliv. Ent. V, p. 253, t. 24, f. 33 1 . 

Syria, Sicil., Ital. 9-10x3,9-4,2 
*nunus Gyllh. Seh. II, p. 216. Russ. m., Ital., Hisp. 6,5-9,9X2,5-4 
var. *mi$ellus Gyllh. Seh. II, p. 217. Lusit. 

Darwini Fst. D. E. Z. 1883, p. 199. Turkest. 8-9x2,5-3,2 

? angustulus Desbr. Frelon III, p. 7. Kustendje 

Baudii Fst. Wien. ent. Z. 1887, p. 208. Beyrut 9,5-10x3,5-3,7 

allernans Hrbst. Käf. VI, p. 85, t. 65, f. 2. E. m. 8,5-1 3x3,6-5 

lurcans Hrbst. Käf. VII, p. 14. 
*caesus Gyllh. Seh. II, p.217. Russ. m., Austria, Gall. 8-9,4X3,2-3,7 
*cunctus Fhrs. Seh. II, p. 218. 
*moerens Fhrs. Seh. VI, 2, p. 40. Dauria 

*albovirgatusChxr.Mem. Liege 1873, p. 87. Alger., Tanger 11-13x3-5 

Pseitdo cleonus Chvr. 
cinereus Schrank Enum. Ins. Austr. p. 122. Sicil. 7,5-13x3-5,5 
costatns F. Syst. El. II, p. 514. 
*carinatus Gyllh. Seh. II, p. 172. Tanger, Daga 10-16x4-6,5 

*ßmbriatus Chvr. Rev. Zool. 1860, p. 32. 
var. senilis Rosenh. Thiere Andalus. 1856, p. 250. 

Graecia, Sicil., Marocco 
grammicus Panz. Naturf. 24, p. 21, t. 1, f. 28. Eur. m. 10-11x3,6-4,4 
dauricus Gebl. Ledeb. Reise 1830, p. 157.— Stett.ent.Z. 1890, p. 115. 
Mesopot., Kuldsha, Sibir., Dauria 8-14x3,6-5,3 
*obsoletus Gyllh. Seh. II, p. 182. 

sinuatus Fst. Stett. ent. Z. 1884, p. 291. 
*falalis Chvr. Ann. Fr. 1884, bull. p. 67. Sibir. 

(Porocleonus superciliosus Chvr.) 



280 J. Faust: Katalog der Cleonides. 

marginicollis Fhrs. Seh. VI, 2, p. 41. Krim, Sarepta 9,5-13x4-4,8 
glabratus Fst. D. E. Z. 1883, p. 200. Persia 9,5X3,6 
*pustuiosus Chvr. Ann. Fr. 1876, bull. p. 149. Syria 10x3,7 

libanicus sp. n. Libanon 11x4,9 

Xenomacrus gen. n. 
glacialis Hrbst. Käf. VII, p. 9, t. 96, f. 3. — Gyllh.Scb.II, p. 173. 

Capb.sp. 11-15x4-8,8 
nebulosus Sparrm. Act. Holm. I, p. 48, t. 2, f. 18. 
var. *Thunbergi Fhrs. Seh. VI, 2, p. 66. ?Ind. or. 

*insidiosus Chvr. Mem. Liege 1873, sep. 61. ?Russ. m. 
assimilis Fst. Ann. Belg. 1894, p. 618. Cap b.sp. 

* quadrimaculatus Pering. Trans. S. Afr. Phil. Soc. 1888, p. 174. 

Namaqualand 16-18x7-8 

Chromoderus Mots. Mem. Ac. Petr. II, 1860, p. 539. 
fasciatus Müller Zool. Dan. Prodr. 1776, p. 86 (Bedel) 

Europ., Sibir. 7-10,5X2,8-3,3 
afßnis Schrank Enum. Insect. Austr. 1781, p. 121. 
niveus Boisd. Cure. Suec. II, p. 21, f. 6. Suecia 

albidus F. Mant. I, 1787, p. 114. 
berolinensis Gmel. et Linn. I, 4, p. 1799. 
declivis Oliv. Ent. V, 1883, p. 272, t. 21, f. 288. 

Russ. m., Hungar., Sibir. 7-11x2,5-3,6 
sca/aris Fisch. Bull. Mose. VIII, 1835, t. 6, f. 5. 
hamalus Gebl. Ledeb. Reise II, 3, 1830, p. 160. 
*picipes Fhrs. Seh. VI, 2, p. 1 12.— Fst.Stett.ent.Z. 1884, p. 229. 

Cyphocleonus Mots. Bull. Ac. Petr. II, 1860, p. 539. 

cenchrus Fall. Icon. 1781, p. 29, t. B, f. 9. — Gyllh.Sch.II, p. 207. 

Russ. m., Turcom., Turkest. 7,7-13x2,1-4 
*sparsus Gyllh. Seh. II, p. 205. Pers., Ital., Macedon., 

Mardin, Mesopot. 10,5-15x3,8-5,3 
tigrinus Panz. Naturf. 24, 1789, p. 21, t. 1, f. 29. 

Europ. m., Caucas., Pers. 8-14x2,6-4,5 
marmoratus F. Ent. Syst. I, 2, p.485. — Gyllh.Sch.II, p.206. 
*ackates Fhrs. Schönh. VI, 2, p. 5. 

Smyrna, Ungarn, Senegal, Teneriffa 9,5-15,5X3-5,« 
* achatesid.es Chvr. Mem. Liege 1873, sep. 90. — 

Armitages Woll. Cat. Canar. Col. 1864, p.32l. 
morbillosus F. Ent. Syst. I,2,p.457. — Gyllh.Sch.II, p.208. 

Ital., Gall. m., Alger., Marocco 9-20x3-6,1 



J. Faust: Katalog der Cleonides. 281 

?*ibex Bhm. Schönb.VI, 2, p. 426. 
var.* Hedenbor gi Fhrs. Seh. VI, 2, p.6. Egypt., Graec, Alger. 
var. * testatus Gyllh. Seh. II, p. 209. Etruria, Sicil., Marocco. 
*Lejeunei Fairm. AnD. Fr. 1866, p. 65. Alger. 16-19x5,5-6,8 

v&r.*exanthematicus Fairm. Rev. Zool. 1886, p. 211. 
trisulcatus Erbst. Käf.VI, p.89, t. 65, f. 5. — Fhrs. Seh. VI, 2, p. 37. 

Europ. m. 8-11x3,5-4 
:: altaicus Gebl. Ledeb. Reise II, 3, p. 154. 

Altai, Samark., Sarepta, Orenburg, Sib. 12-13x4-4,8 
var. *adumbratus Gyllh. Seh. II, p. 220. 9-1 2x3,5-4 

occvltus Fhrs. Seh. VI, 2, p. 50. 
samaritanns Reiche Ann. Fr. 1857, p. 671. (var.?) 

Palästina, Ital. 13-16x4-6 

Adosomus gen. n. 

Samsonovi Gebl. Bull. Ac. Petr. 1 845,p. 103. — Bhm. Sch.VI, 2, p. 425. 

Sibir. occ., Kirgis. 15-17x6,7-6, y 
*gramilosus Mnnrh. Hummel Ess. IV, 1825, p. 35. — Gllh. Seh. VI,2,p.69. 
Sib.or., Amur, Mongol., Dauria 11-17x4,9-6 
var. mongolicus F. Mem. Ac. Petr. II, 1835, p. 423. 

Japan, Peking, Mongol., Dauria. 
melogrammus Mots. Etud. ent. III, 1854, p. 64. 

Japan, Shangai 12,5-14x5-5,9 
roWtf?<s Pall.Icon. 1781 ,p. 28. Russ.m.,Cauc., Austr.,Ital. 9,5-16x3,3-6 
roridus F. Ent. Syst. I, 2, p. 457. — Gyllh. Seh. II, p. 204. - 

Hrbst. Käf.VI, p. 82, t. 64, f. 13. — Fst. Stett. Z. 1889, p. 229. 
* Karelini Fhrs. Sch.VI, 2, p. 38. Sibir.occ, Altai 11,5-18x4,2-6 

Solskyi Fst. i. coli. 
\-ar.*sabulosus Mots. Bull. Mose. 1845, 1, p. 102. Kirgis. 

Cleonus Seh. 
piger Scop. Ent. Carniolica 1763, p. 23, f. 65. 

Bengal., Eur., Sicil., Alger. 10-19x4-5,9 
sulcirostris L. Syst. nat. ed. 12, p. 617. 
var.* scutellatus Bhm. Nouv. Mem. Mose. I, 1829, p. 130. 
impexus Mots. Bull. Ac. Petr. 1860, p.446. Songoria 
japonicus sp. o. Japan 13x4,5 

*sardous Chvr. Col. Heft. V, 1869, p. 75. Sardin. 13-16X4,2-5,2 

var. Raymondi Perris Abeille VII, 1870, p. 22. 

Meso cleonus geu. n. 
implicatus Fst. Entom. Nachr. 1885, p.90. 11. Quango 12-14x4,8-6 



282 J. Faust: Katalog der Cleonides. 

Leucomigus Mots. Bull.Ac. Petr.II, 1860, p.539. 
Mitt. ent. III, 1861, p. 446. 
candidatus Pall. Icon. 1781, p. 28, t. B, f. 7. 

Russ. m., Turcom., Turkest., Cauc. 9-18x3,5-6 
quugga Hrbst. Käf. VII, p. 10, t. 96, f. 4. 
var. *Lncasi Chvr. Mem. Liege 1873, sep.53. Turkest., Russ. tu., Alger. 
tessellatus Luc. Rev. zool. 1855, p. 290. 
* albolessellatm Fairm. Ann. Fr. 1868, p. 497. 
'* var. Fhrs. Seh. VI, 2, p. 79. 
*tesse/latusFairm. Ann. Fr. 1849, p. 424. Hispan.,Gallm. 12-14x4,7-5,5 
Abeitlei Chevr. (Pachyc.) Mem. Liege 1873, sep. 82. 

Cn emodontus Chvr. 
*gypsatas Chvr. Cap b.sp., Orlogflufs 9,5-14x4,7-5 

*$ oblongus Chvr. 
pauper Fst. Capland 9,5-14x3,5-5 

arnbitiosus sp. n. Cap b. sp. 7x2,4 

*limpidus Gyllh. Seh. Cap b. sp. 11-15x2,8-5 

natalensis sp. n. Natal 10,5-12,5X4-4,9 

? scrobicollis Fhrs. Schönh. VI, 2, p. 51. 

Liocleonus Mots. Bull. Ac. Petr.III, 4, p. 446. 
clat hratus Oliv. Ent.V, 83, p. 256, 1. 18, f. 219.— Ghl.Sch.ILp. 171. 

Egypt., Alger. 10-21x3,2-6 

* leucomelas Fhrs. Seh. VI, 2, p. 52. — 

Luc. Expl. Alg. p. 422, t. 36, f. la-d. Cauc. Thibet. 
*amoenus Chvr. Ann. Fr. 1876, Bull. p. 143. 
* ambro sus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, p. 57. Ind. or. 16-17x5,5 

Centrocleonus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 62. 
*fallax Fhrs. Seh. VI, 2, p. 56. Port Elisabeth, Cap b.sp. 11-14x4-5 

Prionorhinus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 91. 
canus Wiedm. Zool. Mag. II, 1823, p. 123. Cap b.sp. 10,5-14,5X3,8-5 

* lacrtjmosits Gyllh. Seh. 

* guttata s Chvr. 

lacrimalis sp. n. S. -Afrika 15x5 

*stillatus Gyllh. Seh. II, p. 191. Cap b.sp. 8-14x2,7-5,6 

sulciroslris Sparrm. Acl. Holm. 1785, p. 49, t. II, fig. 19. 
Peringueyi sp. n. Betschuana 13x4,6 



J. Paust: Katalog der Cleonides. 283 

* compressithorax Boh. Seh. VI, 2, p. 70. Cap b.sp. 9X3,5 

liligiosus Fst. Ann. Belg. 1894, p. 617. 

Xanthochelus Chvr. 

*Eversmanni Fhrs. Scb. VI, 2, p. 58. — Stett. ent. Z. 1885, p. 166. 

Rnss. m. or., Buchara 12-16x5-7 
omogeron Hrbst. Käf. VII, p. 11, t. 96, f. 5. 
" cinetiventris Fhrs. Seh. VI, 2, p. 54. Egypt. 12-17x4,7-6,8 

yar. *Marmottani Ch.Bris. Ann. Fr. 1866, p. 391. Arranjuez 
Vongus Chvr. Mera. Soc Liege 1873, sop. 96. Syria 13-16x5 6,7 
postumus Fst. D.E.Z. 188.'?, p. 203. Asia min. 

nomas Pall. Icon. p. 27, t.B, f. 6. Himalaya, Sibir., Cauc., 

Mare casp., Turcom., Turkest. 1 1-20x4,4-7,5 
*firmus Gyllb. Seh. II, p. 203. Cauc. 

*montivagus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, p.97. Sibir. 
perlahts F. Mant. I, p. 1 14. — Gyllh. Seh. II, p. 204. 

China 10-14x4-5,8 
coelestis Chvr. Mem. Liege 1873, p.97. China 

tropicus sp. n. Uzagara 11X4 

?scutiventris Quedenf. Berl. ent. Z. 1888, p. 293.. 
beatus sp. n. D.-O.-Afr., Zambesi, Transvaal 11-13X4,5-4,9 

nepotalis sp. n. Mikindani, Ugogo, Dar-es-salaam 13,5X5 

favnus Oliv. 

*snperciliosus Gyllh. Seh. II, p. 202. Java 10-17x4,3-7,2 

*mixtiis Fhrs. Seh. VI, II, p. 69. Ind.or. 

major Hrbst Käf. VI, p. 88, t. 65, f. 4. Ind. or. 

inquinatvs Gyllh. Seh. (Larinus)Vl, p. 1 10. Ind.or. 
sutphvfif'er Chvr. Ind.or. 

permutafus nom. nov. 13-14x5,5-5,8 

coelestis Fsf . nee Chvr. Stett. ent. Z. 1 892, p. 48. China 
*vulneratus Böhm. Scb. II, p. 201 (Lixus) 

Egypt., Natal,Caffr., Sierra Leone 12.5-16x4,4-5,8 
"canescens Chvr. Mera. Liege 1873, p. 95. Egypt. 
figurafus sp. n. Uzagara 12,5-13x5-5,2 

insolens sp. n. Niam-Niam 12-13x4,6-5,5 

dorsiger Fst. 
miscellaneus Fst. Ann. Mus. civ. Gen. 1894, p.226. 

Carin-Cheba, Barway, Pegu 11,3-13,5X4,3-5,4 
eruditus Fst. 1. e. p. 226. Carin-Cheba 10,5-12X4-4,7 

assamensis sp. n. Assam 13x5 

insubidus sp. n. Ind. or. 10x4, 2 



284 J. Faust: Katalog der Cleonides. 

Trachydemus Chvr. Mem. Soc. Liege (2) V, 1873, sep. 59. 
rugosus Luc Expl. Alg. 1849, p.423, t. 3G, f. 3a-d. 

Oran, Alger., Sicil., Span. 9,5-14x4-6 
* basalis Chvr. Rev. Zool. 1860, p. 80 (Larinus). 

Lixomorphus gen. n. 
ocularis F. Ent. Syst. I, 2, p. 450. Ital., Hisp., Alger. 13,5-17x5-6,5 

Cylindropterus Chvr. Mem. Soc. Liege 1873, sep. 57. 
*Luxerii Chvr. 1. c. sep. 58. Egypt., Syria, Cairo, Suez 18-20x5,8-6,6 

Aparotopus gen. n. 
*cribrosus Fairm. (Pachyc.) Ann. Belg. 1896, p. 468. 

Madagascar 7,5-10X3-4 
madagassus Fst. (Larinus) Abh. Dresd. Mus. 1899, p. 8, 70. 

Cleonidius Cas. Ann. N. York Ac.VI, 3, 1891, p. 176. 
apleurus Chvr. ex part. 
vitlalus Kirby Faun. Bor. Am. IV, 1837, p. 199. Am. bor. 8x2,6 



Alphabetischer Index 
zu Faust's Revision der Cleonides vrais. 

Zusammengestellt von 
Prof. Dr. K. M. Heller. 

Wir glauben die Benutzung der Faust'schen Arbeit wesentlich 
dadurch zu erleichtern, dafs wir ihr einen erschöpfenden Index 
der Gattungs- und Artennamen beigeben. Unter letztere werden 
auch die solcher Arten aufgenommen, die noch nicht von Faust 
charakterisiert, wohl aber mit einem nom. i. lit. versehen worden 
sind, weil diese Namen in vielen Sammlungen verbreitet sein 
dürften und sonst nur durch mühsamen Suchen zu eruieren ist, ob 
die Arten beschrieben worden sind , dies betrifft namentlich die 
Bolhynoderes- Arten. Artnamen, die nicht in der synoptischen 
Tabelle Faust vorkommen, ferner Synonyme und nomina in lit. 
werden durch Einrücken kenntlich gemacht. Die eingeklammerten 
Seitenzahlen des Gattungs- Index verweisen auf den Katalog der 
Cleonides. 



Dr. K. M. Heller: Gattung sin dex der Cleonides. 



285 



Index der Gattungen. 



Adosomvs 

Amblysomiis 

Anisocleonus 

Aparotopns 

Apleurus 



Seite 
188, 189,236(281) 
185,204(265) 
. . 185(274) 
. . 190(284) 
. . 190(274) 



Atactogasler 185, 188, 230 (271) 



Bothynoderes 
Brachycleotius 

Calodemas 

Centrocleonus 

Chromoderus 

Chromonotus 

Chromosomiis 

Cleonidius 

Cleonus 

Cnemodontus . 

Conioc/eonns 

Conorhynchns 

Cosmogaster . 

Cossinoderus 

Cylindropterus 

Cyplwcleonus 

Dicranotropis 
Dinocleus 

Entymetopus . 
Ephimeronolus 
Epileclus . 
Epii hynchvs . 
Enc/eonus 
Eumecops 
Eurysternus . 

Gonocleonus . 

Isomerus . 

König ins . 



182, 



184, 



184, 209 (275) 
190,237(270) 

185,232(265) 
189, 198(282) 
187,242(280) 
196,218(262) 

184, 208 (274) 
. . 190(284) 
188,237(281) 
189, 199(282) 
187,238(265) 
189,213(277) 
. . 185(271) 

182, 195 (262) 
. . 190(284) 
187,234(280) 

186,203(273) 
. . 190(274) 

184,221(274) 
187,234(273) 
183,208(265) 
186,221 (270) 
. . 188(270) 

185, 207 (265) 
184,221 (274) 

183, 205 (264) 
183, 208 (264) 
181,194(264) 



Leiicomigus . 
Leucochromus 
Leucosonnts . 
Liocleonvs 
Lixomorphus 

Mecaspis . 
Menecleonus . 
Mesocleonus . 
Microcleonus 
Monolophus 

Nemoxenus 
Neocleotius . 
Nomimonyx . 

Pachycerus . 
Pentatropis . 
Phaulosomus . 
Pleurocleonus 
Porocleonus (= 

Prionor/iinus 

Pseudocleonus 

Pycnodactylus 



Seite 

188,242(282) 
181,191 (262) 
183, 204 (264) 
190, 238 (282) 
. . 189 (284) 

188,225(279) 
184, 189 (275) 
189,222(281) 
183,198,225(264) 
182, 196,229(263) 

. 188,230(271) 
. 187, 201 (272) 
. . . 186(270) 

. 187,222(273) 
. 181,192(262) 
. 186,204(272) 

182,196,207(263) 

-Cossinoderns) 

195,230(262) 
. 190, 200 (282) 
. 186,228(279) 
. 187, 202 (270) 



Rhabdorhynchus 188, 224 (273) 



Stephanocleonus 

184, 185, 
Stephanophoriis . 

Temnorhinns 
Tetragonothor/ix 
Trachydemus 
Tricho cleonus 182. 

Xanthochelus 187, 
Xenomacrus . 



189, 243 (267) 
. . 184(274) 

189,215(278) 
186, 197 (272) 
. . 188(284) 
196,230(262) 

190,259(283) 
186,201 (280) 



286 Dr. K. M. Heller: Arienindex der Cleonides. 

Index der Arten. 

Seite 

Abeillei Chrv. = Leucomigus tesse/atus Fairm 242 

absolut us Fst. Bothynoderes 211 

acentatus Fst. Conorhynchus . .215 

acerbus Fst. Stephanocleonus 257 

achates Gyllb. Cyphocleonvs 235 

achatesides Chvr. = Cyphocleonus achates Gyllh. . . . 235 

adtimbratus Gyll. var. v. Cypfwcleonus altaicus Gebl 236 

aeqyptius Chvr. = Temnorhinus bretnrostris Gyllh. . . .217 

aemulus Fst. Bothynoderes 211 

aequicollis Fst. i. 1. Bothynoderes Seh. . . . ' . . . . 277 

affixns Fst. Nemoxenus 232 

affinis Schrank = Chromoderus fasciatus Müller . . (242) 280 
ajegus Gebl. i. 1. = Conorhynchus Schrenki Gebl. . . . 214 

albarius Gyllh. = Pachycerus scabrosus Brüll 222 

albicans Gyllh. Bothynoderes 276 

albidas F. = Chromoderus fasciatus Müller . . . (242) 280 

albinae Reitter Stephanocleonus 254 

albirostris Chvr. = Coniocleonus nigrosuluratus Goeze . 240 

albogilvus Gyllb. Pycnodactulus 202 

albolineatus Men. Chromonotus 263 

albotessellatus Fairm. var. v. Leucomigus candidatus Pall. . . 242 

albovirgatus Chvr. Mecaspis 228 

altaicus Gyllh. Cyphocleonus 236 

allernans Herbst Mecaspis . 228 

amandus Fst. i. 1. Bothynoderes 276 

ambiguus Fährs. Bothynoderes 276 

ambitiosus Fst. Cnemodontus 199 

amicus Fst. Bothynoderes 276 

amoemis Chvr. = Liocleonus clathralus Oliv 238 

amoenus Fst. i. 1. bothynoderes 276 

Amori Marsh. = Coniocleonus gaditanus Chevr 241 

aneeps Chvr. Stephanocleonus 254 

anchusae Chvn Rhabdorhynchus 224 

angularis Lee. Dinocleus 274 

angulatus Chvr. Gonocleonus 206 

angulicollis Chvr. var. v. Bothynoderes carinicollis 212 

anq'u licollis Fhrs. Tetragonothorax 198 

angustulus Desbr. = ? Mecaspis Darwini Fst 279 

antennalis Faust i. c. = Atactogaster finitimus Fst. . . . 231 



Dr. K. M. Heller: Artenindex der Cleonides. 287 

Seite 

anxius Fhrs. Bothynoderes (Menec/eonus) 209 

apicalis Bouquet i. 1. = Neocleotius sannio v. modestus . 20] 

aquila Fhrs. = Bothynoderes verrucosus 210 

nrabs Oliv. Temnorhinus 216 

arciferus Chvr. = Coniocleonus callosvs Bach .... 240 

arduits Fst. Conorhynchus 214 

arenarius Gyllh. var. v. Neocleonus sannio Herbst 201 

argillacevs Mots. Conorhynchus . .215 

argillaceus Fst. = Stephanocleonus Köppeni Fst. . . . 245 

argus Sparrm. Epirhynchus 221 

armeniacus Fst. Bothynoderes 210 

aschabadensis Fst. Dicranotropis 204 

assamensis Fst. Xanthochelus 2G1 

assimilis Fst. = Xenomacrus glacialis var. Thunbergi Fhrs. 201 

astrachanicus Fst. Bothynoderes 276 

atomarius Fhrs. = Rhabdorhynchus Menetriesi Gyll. . . 224 
atrirostris Gebl. = Bothynoderes salebrosicollis Boh. . .213 

atrox Fst. Anisocleonus 225 

audax Fst. Stephanocleonus 245, 250 

austerus Men. = Bothynoderes verrucosus . . . . . .210 

Badeni Fst. Pachycerus 222 

Balassogloi Fst. Conorhynchus , . . • 215 

Ballionis Fst. var. v. Bothynoderes subfuscus Fst. . . . 275 

barbatus Fst. Mecuspis 279 

barbirostris Fst. Mecaspis 225 

Bartelsi Fhrs. Conorhynchus 213 

basalis Chvr. = Trachydemus ritgosus Luc 284 

basigranatus Fairm. Bothynoderes 209 

Baudii Fst. Mecaspis 228 

beatus Fst. Xanthochelus 260 

Bedeli Fst. Mecaspis 225 

berolinensis Gmel. = Chromoderus fasciatus Müller . . 280 

belavorus Chevr. Bothynoderes 276 

bicarinatus Gyllh. Pleurocleonus '. • 207 

bicostatus Gebl. Stephanocleonus 24 «S 

bigibbosus Desbr. Eututomatus 180 

biauttatum Fst. Calodemas 233 

bimaculatus Chvr. Nemorenus 232 

bipunctatus Znbk. u. Fhrs. var. v. Chromonotus humeralis Zubk. 220 
bisig nat us Roelofs = Nemoxenus bimaculatus Chvr. . . 232 



288 Dr. K. M. Heller: Artenindex der CleonideS. 

Seite 

blandus Fst. Pentatropis 193 

Bohemani Fst. Bothynoderes 212 

Bonnairei Fairm. = Coniocleoniis variolosus Woll. . . . 238 

brahminus Fst. = Dicranotropis 204 

brevicollis. Fst. var. v. Stephanocleonus indut.us Chvr 258 

brevirostris Gyll. Temnorhinus 217, 278 

brevis Fhrs. Amblysomus 204 

brunnipes Fst. Stephanocleonus 251 

buteo Fbrs. (Bothynoderes) Stephanocleonus 210 

caesus Gyllh. Mecaspis 228 

callosus Bach Coniocleoniis 240 

candidatus Pall. Leucomigus 242 

candidulus Fst. Conorhynchus 214 

Candidas Oliv. (Porocleonus) Cossinoderus 195, 230 

canescens Chevr. = Xanthochelus vulneratus Boh. . . . 261 

canus Wied. Cnemodontus 200 

carinatus Deg. == Coniocleonus nebulosus L 239 

carinatas Gyllh. Pseudocleonus 228 

carinatus Zubk. Bothynoderes 277 

carinifer P'hrs. Bothynoderes 276 

carinicollis Gyllh. Bothynoderes 212 

carinirostris Gyllh. = Coniocleoniis Schönherri Gehl. . 238 

caspicus Fhrs. Isomerns 208 

cenchrns Pall. Cyphocleonus 234 

ceylonicus Fst. i. c. = Atactoijaster finifimus Fst. . . .231 

chinensis Fst. Stephanocleonus 253 

Chevrolati Fst. Stephanocleonus 258 

cinctiventris Fhrs. Xanthochelus 259 

einer eus Herbst Tetragonothorax 198 

cinereus Schrank Pseudocleonus 228 

cinerifer Fhrs. = Tetragonothorax cinereus Herbst . .198 

cineritius Gyllh. Coniocleonus 239 

clathratus Oliv. Liocleonus 282 

coecus Desbr. =?Leucosomus pedestris var. pruinosus Gyll. 204 

coelebs Fst. Stephanocleonus 252 

coeleslis Chvr. = Xanthochelus per latus F. . . ... 260 

coelestis Fst. = Xanthochelus permutatus Fst 260 

coenobita Oliv. Mecaspis 227 

cognatus Schönh. = Bothynoderes carinicollis Chevr. . 212 

colossus Fst. Stephanocleonus 256 



Dr. K. M. Hefler: Artenindex der Cleonidue. 289 

Seite 
comicus Fst. Stephanocleonus 251 

communis Mots. var. v. Bothynoderes f'oneicollis Gebl. . .213 

compressithorax ßoh. Prionorhinus 200 

concinnus Gyllh. = Eucleonus tetragrammus Pall. . . . 259 

confessus Fst. Stephanocleonus 247 

conßuens Fhrs. Chromonotus 221 

conßuxus Fst. var. v. Chromon. conßuens 221 

conicirostris Chevr. Temnorhinus 218 

conirostris Gebl. Conorhynchus 213 

conjunctus Fst. Ataclogaster .231 

connectus Fst. var. v. Stephanocleonus perscitus 248 

consimilis Chevr. = Neocleonns sannio Gyllh 272 

consobrinus Fst. var. v. Epi/actus Lehmanni 208 

consobrinus Fst. Leucochromus .191 

consonus Fst. Atactogaster 231 

conspersus Dej 201 

contractus Fairm. i. 1. = Amblysomus brevis 204 

coquereli Chevr. = Neocleonus sannio Herbst .... 201 

cordiger Germ. Pachycerus 223 

cordofanus Fhrs. Cosmagaster 230 

corrugans Fst. Stephanocleonus 251 

costatus = Pseudocleonus einer eus Schrenk 228 

costicollis Gyllh. Mecaspis 226 

costipennis Fhrs. Chromonotus 219 

costulatus Chvr. = Cosmogaster cordofanus Fhrs. . . . 230 

costulatus Fst. Pachycerus 223 

crassicornis Fst. Rhabdorhynchus 224 

crassiusculus Fairm. = ? Amblysomus brevis 204 

cretaceus Redtb. — Conorhynchus dissimulatus Men. . . 214 

cretosus Fairm. Pycnodactylus 270 

cribrosus Fairm. Aparatopus 284 

crinipes Fhrs. Conioc/eonus 241 

crispicollis Ball. Bothynoderes 211 

crisfatus Chvr. = Pentatropis sparsus Fhrs 192 

cristatus Fairm. Gonoc/eonus 206 

crueifer Hochh. = ? Rhabdorhynchus Grummi Fst. . . . 224 

cunclus Gyll. = Mecaspis caesus Gyllh 228 

eurvipes Fst. Tetragonothorax 197 

cylindricus Reiche? = Temnorhinus elong atus Gebl. . . 215 

Deutsche Entomol. Zeitschr. 1904. Heft I. 19 



290 Dr. K. M. Heller: Artenindex der Cleonidae. 

Seite 

Jtarwini Fst. Mecaspis 228 

dauricus Gebl. Pseudocleonus 229 

dealbatus Germ. Cosmogaster 271 

declivis Oliv. Chromoderus 242 

Dejeani Fst. Afactogaster 231 

dehimbis Fst. Chromonotus 220 

denominandus Chvr. = Pentatropis sparsus Fhrs. . . . 192 

dentatus Germ. Cosmogaster 230 

deportatus Chevr. Stephanocleonus 250 

deser forum Fst. Pachycerus 223 

disco/or Boh. Lixus 260 

dissensus Fst. i. 1. Bothynoderes 276 

dissimile Pering. Calodemas 233 

dissimnlatus Men. Conorhynchus 214 

distmctns F. = Leucosomus pedestris Poda 204 

Dohrni Fst. = Temnorhinus arabs Oliv 210 

dorsalis Fst. i. 1. = Xantkochelns insolens Fst 261 

dubius Fst. Stephanocleonus 246 

duplicarina Chevr. Bothynoderes 276 

JEchii Chvr. = Pachycerus scabrosvs Brüll 222 

Edilhae Reitter = Stephanocl. deportatus Chvr. . . . 250 

Ehnbergi Fst. Stephanocleonus 243 

ellipticus Fairm. Epilecfi/s 208 

elongatns Gebl. Temnorhinus 215 

emarginatus F. Mecaspis 225 

Emgel Stierl. var. v. Bothynoderes Slepeni Fst 213 

ephippium Fst. var. v. Pycnodactylus tomentosus ...... 202 

errans Fhrs. Calodemas 232 

ericae Fhrs. = Coniocleonus callosns Bach 240 

criceti Diif. = Coniocleonus nebulosus L 239 

eruditus Fst. Stephanocleonus .254 

eruditns Fst. Xanthochefus 261 

Eversmanni var. v. Chromonotus hirsutus 220 

Eversmanni Fhrs. Xanthochelus 259 

exanthematicus var. v. Cyphocl. Lejeunei 236 

excavatus Fst. Conorhynchus . . .215 

exaratus Gebl. Pleurocleonus 207 

excisns Reitt. Stephanocleonus 243 

exiguus Fst. Stephanocleonus 251 

excoriatus Gyllh. Coniocleonus 240 



Dr. K. M. Heller: Arienindex der Cleonides. 291 

Seite 

JFaldermanni Fhrs. Conorhynchus 214 

fallax Fhrs. Centrocleonus 198 

farinosus Fhrs. ßolhynoderes 276 

farinosus Oliv. = Leucomigus candidatus Pall 242 

fasciatus Mots. i. 1. = Stephanocl. Waldheimi Fst. . . 245 

fascicularis Gebl. Stephanocleonus 259 

fasciatus Müll. Chromoderns 242 

fasci cn Ufer Reitter Eumecops 207 

fasciculosus Reitt. = Coniocleonus riffensis Fairm. . .241 

fastigiatus Er. Coniocleonus 240 

falalis Chevr. = Pseudoc/eonus dauricus Gebl 229 

fatuns Gyllh. ßolhynoderes 213 

fatinus Oliv. Xanthochelus 260 

favens Fst. Stephanocleonus 246 

Feae Fst. Tetragonotkorax 198 

felicitanus Reitt. Stephanocleonus 258 

fenestralus Pall. Stephanocleonus 246 

feritus Fst. var. ? v. Stephanocleonus hexagrammus Fhrs. . . 247 

ferox Fst. Stephanocleonus 248 

ferrugineus Fisch. Coniocleonus 239 

ßguratus Fst. Xanthochelus 261 

ßmbriatus Chevr. = Pseudocleonus carinatus Gyllh. . . 228 

ßnitimus Fst. Atactogaster 231 

ßrmus Gyll. = Xanthochelus nomas Pall 260 

Fischeri Fhrs. Chromosomus 208 

flavieeps Fald. Stephanocleonus 245 

formosus Fhrs. Pentatropis 192 

fortesculptus Reitt. i. 1. = Mecaspis costicollis Gyllh. . . 226 

fossulatus Fisch. Stephanocleonus 248, 254 

fossus Chvr. Apleurus 274 

foveatus Fst. Gonocleonus var. v. Munieri Bed 206 

foveicnllis Gebl. ßolhynoderes 213 

foveifrons Chevr. = Stephanocl. indutus Chevr 25S 

foveolatus Fisch. = Stephanocl. fenestralus Pall. . . . 246 

fractus Fst. var. v Atactogaster Orientalis Chvr 231 

fraler Chevr. var. v. Neocleonus sannio Gyllh 201 

frenatus Reiche = Coniocl. viltiger Fhrs. 242 

frontatus Fisch. = Stephanocl. flavieeps Pall 245 

frontat us Gyllh. = Stephanocl. tricarinatus Fisch. . . . 252 

fronto Fisch, ßrachycleonus 237 

fumosus Fhrs. Pycnodaclylus 203 

19* 



292 Dr. K. M. Heller: Artenindex der Cleonides. 

Seite 

fnneslus var. v. Chromonotus vittatus Zubk 219 

furcifrons Marsh. = Gonocleonus margaritifer Luc. . . 206 
fuscoirroratus Chvr. = Pycnodactylus tomentosus Fhrs. . 202 

gaditanus Chvr. Coniocleonus 241 

Ganylbaueri Fst. Dicranotropis 203 

Gebleri Fhrs. {Bothynoderes) Stephanophorus 210 

gibbirostris Chvr. = Conorhynchus Faldermanni Fhrs. . 214 

gigas Marsh. Epilactus 208 

glacialis Herbst Xenomacrus 201 

glabratus Fst. Pseudocleonus 229 

glaucus F. Coniocleonus 239 

globifrons Fst. Conorhynchus 214 

Graellsi Chvr. Coniocleonus 240 

grammicus Panz. Pseudocleonus 229 

granosus Zubk. Isomerus 208 

granulatus Fisch. Chromosomus > . . . 208 

granulutus Oliv. Pachycerus 223 

granulosus Mannrh. Adosomus 236 

grisescens Fst. var. v. Pycnodactylus tibialis Fst 200 

Grummi Fst. Rhabdorhynchus 224 

guttatus Chvr. = Prionorhinus canus Wied 200 

guttulatus Gyllh. var. v. Coniocleonus nebulosus L. . . 239 

Gyllenhali Fst. Tetragonothorax 198 

gypsatus Chvr. Cnemodonlus 199 

Hamatus Gebl. = Chromoderus declivis Oliv 242 

Hammarströmi Fst. Stephanocleonus 248 

Hedenborgi Fhrs. var. v. Cyphocl. morbillosus 235 

Helferi Chevr. Gonocleonus 205 

Helleri Fst. i. 1. Bothynoderes 277 

hemigrammus Chvr. Chromonotus 219 

Henningi Fhrs. Stephanocleonus 249 

Herbsti var. v. Tetragonothorax Gyllenhali Fst. 198 

heros Chevr. Gonocleonus 205 

hexagrammiis Fhrs. Stephanocleonus 247 

hexastictus Boh. = Coniocl. ferruyineus Fisch 239 

Heydeni Desbr. = Conorhynchus Faldermanni Fhrs. . .214 

hieroglyphicus Oliv. Dicranotropis 203 

hirsntiis Fst. Chromonotus 220 

hirlipes Fst. Stephanocleonus 250 

hispanus Chvr. Bothynoderes 277 

Hollbergi Fhrs. = Coniocleonus glaucus F 239 



Dr. K. M, Heller: Artenindex der Cleonides. 293 

Seite 

hololeucus Pall. Temnorhimis 218 

humeralis Zubk. Chromonotus 220 

humeralis Fhrs. Chromonotus 220 

humerosus Fst. Epirhynchus 221 

hypocritus Chvr. Pycnodactylus 203 

ibex Bob. = ?Cyphocleonus morbillosus F 235 

ignobilis Fst. Stephanocleonus 249 

illex Fst. Stephanocleonus 258 

impeditus Fst. var. v. Cosmogaster lateralis Gyllh 230 

imperialis Zubk. Leucochromus 191 

impexus Mots. = Cleonus piger var. scutellatus Boh. . . 237 

implicatus Fst. Mesocleonus 222 

impressicollis Fhrs. Stephanocleonus 246 

impudens Fst. i. c. ßothynoderes 276 

incanescens Parry = Coniocl. nebulosus var. guttatus Gyll. 239 

incisuratus Gyllh. Mecaspis 226 

indicus Fst. i. c. = Pycnodactylus albogilvus Gyllh. . . 202 

inducens Walk. = ?Nemoxenus bimaculutus Chvr. . . . 271 

indutus Chvr. Stephanocleonus 258 

indutus var. v. Eurytemnus limis 221 

inßalus Fst. = Atactogasl er Orientalis Chevr 231 

innocuus var. v. ßothynoderes subfuscus 211 

inquinatus Gyllh. = Xanthochelus superciliosus Gyllh. . 260 

insidiosus Chvr. = Xenomacrus glacialis var. Thunbergi Fhs. 201 

insignis Desbr. Gonocleonus 206 

insolens Fst. Xanthochelus 261 

insubidiis Fst. Xanthochelus 261 

insularis var. v. Phaulosomus kilimanus 205 

insulutis Fst. Ataclogaster 231 

interstitia/is Kolbe Pycnodactylus 202 

interruptus Zubk. var. v. Chromonotus viltatus 219 

invidum Fst. Calodemas 234 

irroralus Men. Bothynoderes 276 

Jlhae Reitt. Stephanocleonus 256 

•Wakobsoni Fst. Stephanocleonus 244 

Jakovleri Fst. Stephanocleonus 254 

japonicus Fst. Cleonus 237 

Jeke/i Walk. Temnorhimis 218 

Johannis Reitt. Stephanocleonus 247, 250 

juncundus Fst. Stephanocleonus 2 IS 



294 Dr. K. M. Heller; Artenindex der Cleonides, 

Seite 

hahirinus Fst. Bothynoderes 212 

Karelini Fhrs. Adosomus ...«". 237 

Karelini Fhrs. Rhabdorhynchvs 224 

Kilimamis Fst. Phaulosomns 205 

Kindermanni Fst. var. v. Conorhynchus nigrimttis 214 

kirghisicus Chevr. Temnorhinus 216 

Kitfaryi Hochh. Eumecops 207 

Köppeni Fst. Stephanocleonus 245 

Korbi Stierl. = Ephimeronotus miegi Fairm 234 

Korini Fhrs. Stephanocleonus . . . 249 

Mabilis Fst. Stephanocleonus 258 

labronicus Lopez Cleonus 180 

lacerta Chevr. Conorhynchus . 217 

lacrimalis Fst. Cnemodontus 200 

lacrimosiis Gyllh. = Prionorhinus canus Wied 200 

lacunosus Gyllh. = Coniocleonus excoriatus Gyllh. . . 240 

lagopns Fhrs. Bolhynoderes (Stephanophortis) 209 

lateralis Gyllh. Cosmogaster 230 

latirostris Fst. Pachycerus 223 

latirostris Fst. i. c. = Cyphocleonus sparsus Fhrs. . . . 235 

latus Chvr. Epilectus 208 

Lederi Fst. Coniocleonus mesopotamicus Oliv 242 

Lehmanni Men. Epilectus 208 

Lehmanni Men. Leucochromus 191 

Lejeunei Fairm. Cyphocleonus 236 

lentus Fst. Mecaspis 227 

leprosus Fst. var. v. Stephanocleonus thoracicus Fisch. . . . 243 

Lethierryi Chevr. = Coniocleonus nebulosus L 239 

leucograplws Fhrs. Chromonotus 219 

leucomelas Hope = Coniocleonus nigrosuluratus Goeze . 240 

leucomelas Fhrs. = Liocl. clathratus Oliv 238 

leucophaeus Men. Bothynoderes 211 

leucophyllus Fisch. Trichocleonus 196, 230 

leucopterus Fisch. Stephanocleonus 247 

libanicus Fst. Pseudocleonus 229 

libitinarius Fst. Bothynoderes 276 

limbifer Fst. Temnorhinus 218 

Units Men. Eurytemnus 221 

limphatus Fhrs. Bolhynoderes . 276 

limpidus Gyllh. Cnemodontus 199 

lineiroslris Chevr. = Stephanocleonus tricarinalus Fisch. . 252 



Dr. K. M. Heller: Artenindex der Cleonides, 295 

Seite 

lineiventris Chevr. Bothynoderes 276 

lineolatus Mots. i. 1. var. v. Entymetopus Perovskyi Fst. . . .221 
litigiosus Fst. = Prionorhinus compressithorax Boh. . . 200 

lobatus Chvr. Stephanocleonvs 250 

longipilis Fairm. Mycotrichius 180 

longuhis Fhrs. Temnorhinus 217 

longus Chvr. Xanthochelus 259 

loquans Fst. var. v. Stephanocleonus impressicollis Fhrs. . . 246 
Lucasi Chvr. var. v. Leucomigus candidatvs Pall. . . . 242 
lucrans Herbst = Mecaspis altern ans Herbst . . . .228 

luctuosus Fst. Stephanocleonus 243 

lugens Besser Bothynoderes 276 

luscus Chevr. Bothynoderes 276 

lutulentus Fairm. Eumecops 207 

Luxerii Chvr. Cylindropterus 284 

tnacilentus Gyllh. = Tetragonothorax Gyllenhali Fst. . 198 

macilentus Ol. = Tetragonothorax cinereus Hrbst. . . 198 

macuUcollis Chvr. = Bothynoderes albicans Gyll. . . . 276 

maculipes Gyll. = Neocleonvs sannio arenarius Gyllh. . 201 

madagassus Fst. = Aparatopus cribrosus Fairm. . . . 284 

madidus Oliv. Pachycerus 273 

major Herbst = Xanthochelus superciliosus Gyllh. . . 260 

Manner heimi Chvr. Stephanocleonus 251 

maresi Luc. var. v. Porocleonus (Cossinoderes) Candidas Ol. 195, 230 

margaritifer Luc. Gonocleonus 206 

marge/anicus Fst. Chromonotus 220 

marginatus Fisch. Stephanocleonus 255 

mar gineguti latus Chvr. = Stephanocl. hexagrammus Fhrs. 247 

marginicollis Gyll. Pseudocleonus 229 

marmoratus F. = Cyphoc/eonus tigrinus Panz 235 

Marmottani Chvr. var. v. Xanthochelus cinctiventris Fhrs. . 259 

Martini Fst. Temnorhinus 218 

Martorelli Fairm. var. v. Leucosomus pedestris 204 

megalographus Fhrs. = Coniocleonus excorialns Gyll. , 240 

melancholicns Men. Bothynoderes 211 

melandarius Fst. var. v. Stephanocleonus Ithae Reitt. . . . 256 

melogrammus Mots. Adosomus 237 

mendicus Gyll. Temnorhinus 216 

Menelriesi Chvr. Bothynoderes 276 

Menefriesi Fst. Chromonotus 263 

Menelriesi Gyllh. Rliabdorhynchus 224 



296 Dr. K. M. Heller: Artenindex der Cleonides, 

Seite 

meridionalis Chvr. Bothynoderes 276 

mesopotamicus Oliv. Coniocleonvs 242 

microgramtnus Gyll. 255 

miegi Fairin. Ephimeronotus 234 

mimosae Oliv. Stephanophorus 210 

miscellanus Fst. Xanlhochelus 261 

misellus Gyllh. var. v. Mecaspis nanus 227 

mitis Gerst. Pycnodactylus 203 

mixtus F. Rhabdorhynchus 224 

mixtus Fhrs. — Xanlhochelus superciliosvs Gyllh. . . . 260 

modestus Fst. var. v. Neocleonus sannio Herbst 201 

moerens Fhrs. = Mecaspis caesus Gyllh 22S 

molitor Gyllh. = Dicranotropis hieroglyphicus Oliv. . . 203 

momus Scop. = Leucosomus pedestris Poda 204 

monyolicus Faldm. var. v. Adosomus granulosus 236 

montalbicus Costa = Coniocleonvs tabidus Ol 242 

montivagus Chevr. = Xanlhochelus nomas Pall. . . . 260 

nwrbillosus Fst. Cyphocleonus 235 

mueidus Germ. Neocleonus 201 

mnlticostatus Chevr. = <$■ Gonocleonvs heros Chevr. . . 205 

M unier i Bedel Gonocleonvs 205, 206 

murinus Dej. Cat. = Neocleonus sannio var. arenarius Gyll. 201 

mus Chvr. = Bothynoderes albicans Gyllh 276 

rnvs Kolbe Phaulosomus 204 

musculus Fhrs. Bothynoderes 213 

mysticus Fald. i. 1. = Adosomus granulosus Mannerb. . . 236 

nanus Gyllh. Mecaspis 227 

nasutus Hochh. Temnorhinus 215 

natalensis Fst. Cnemodontus 199 

nebulosus L. Coniocleonus 239 

nebulosus Sparrm. = Xenomacrus glacialis Hrbst. . . .201 
nepotalis Fst. Xanlhochelus 260 

nervosipennis Fairm. = Atactogaster consonus Fst. . .231 
Nickerli Fst. Calodemas 233 

nigripes Pering. = Epirhynchus argus Sparm 221 

nigrivittis Pall. Conorhynchus 214 

nigrosuturalus Goeze Coniocleonus 240 

niveus Boisd. = Chromoderus fasciatus Müller .... 242 

niveus Chevr. = Stephanocleonus Henningi Fhrs. . . . 219 
nomas Pall. Xanlhochelus 260 



Dr. l\. M. Heller; Artenindex der Cleonides. 297 

Seite 

nossibianus Fairm. = Cosmogaster cordofanns Fhrs. . . 230 

nubeculosus Gyll. Bothynoderes 27G 

nubilus Fhrs. Stephanocleonus 255 

obliquatus Fst. Pnchycervs 223 

obliquatus Men. Stephanophorus 209 

obliquus F. = Coniocleonus nigrosuluratus Goeze . . . 240 

obliteratus Fhrs. Pleurocleonus 207 

oblongus Chevr. = Cnemodontus gypsalus Chevr. . . .199 

obnoxius Fhrs. Bothynoderes 211 

obsolelofasciatus Men. Bothynoderes 277 

obsoletus Gyllh. = Pseudocleonvs dauricns Gebl. . . . 229 

obvivs Fst. Mecaspis 226 

ocellatus Fhrs. = Leucosomus pedestris Poda .... 204 

oclosignalus Gyll. Mecaspis 227 

ocularis F. Lixomorphus 284 

ocullus Fhrs. = Cyphocl. altaicus var. adumbratus Gebl. . 23G 

ominosus Fst. i. c. Bothynoderes 276 

omogeron Herbst = Xanthochelus Eversmanni Fhrs. . . 259 

ophinotus Fhrs. var. v. Pyenodactyhis albogilmis 202 

ophthalmicus Rossi = Leucosomus pedestris Poda . . . 204 

opiinus Gyllh. Pachycerus 223 

opportunus Fst. Slephanocleonus 244 

orbitales Fhrs. = Temnorhinus mendicus Gyllh.. . . .216 

orienlalis Chevr. Atactogaster 231 

omatus Zubk. var. v. Bothynoderes carinatus Zubk. . .277 

oryx Reitt. = Temnorhinus elongatus Gebl 215 

ostentutus Fst. Chrömosomus 208 

pacificus Ol. = Temnorhinus ho/ofeucus Pall 218 

palaestinus Heyd. Königius 195 

Pallasi Fhrs. Mecaspis 226 

palmatus Gyllh. Mecaspis 225 

palumbus Oliv. = Conorhynchus pistor Chevr 214 

Panderi Fisch. Microcleonus 198, 225 

paradoxus Fhrs. Slephanocleonus . 246 

paraleucosomus Desbr. Atactogaster 232 

Parreyssi Fhrs. = Conorhynchus excavatus Zubk. . . .215 

partitus Fst. i. 1. = Bothynoderes obsolelofasciatus Men. . 277 

parvulus Fst. Tetragonothorax 197 

pasticus Genn. var. v. Leucosomus pedestris Poda . . . . 204 

pauper Fst. Cnemodontus 199 






298 Dr. K. M. Heller: Arienindex der Cleonides, 

Seite 
pedestris Poda Leticosomus 204 

Pelleti Fairrn. = Coniocleonus tabidus Chevr 242 

perforatus Fst. Temnorhinus 216 

Peringueyi Fst. Cnemodontus 200 

perlatus F. Xanthochelus 260 

permutatus Fst. Xanthochelus 260 

Perovskyi Fst. Entymetopus 221 

perscitus Fst. Stephanocleonus 248 

persimilis Fst. Stephanocleonus , ... 244 

perturbans Fst. Nomimonyx 222 

picipes Fhrs. = Chromoderus declivis Oliv 242 

picticollis Fairm. Bothynoderes 209 

pictus Pall. Chromonotus 219 

piger Scop. Cleonus 237 

pilipes Fhrs. (Bothynoderes) Stephanophorus 210 

pilosellus Fhrs. Chromonotus 220 

Piochurdi Ch. Bris. = Ephimeronotus Miegi Fairm. . . 234 

pislor Chvr. Conorhynchus • 214 

planidorsis Fairm. Coniocleonus 241 

planirostris Fst. Stephanocleonus 248 

planirostris Gyllh. Pachycerus 222 

plumbeicollis Chevr. = Conorhynchus nigrivitlis Pall. . . 214 

podolicus Chevr. = Bothynoderes foveicollis 213 

postumus Fst. = Xanthochelus longus Chvr 259 

Potanini Fst. Stephanocleonus .......... 253 

praeditus Fst. Monolophus 196, 229 

prolixum var. v. Ca/odemas suillum Gyllh 233 

proximus Fst. var. v. Chromonotus pilosellus Fhrs 220 

pruinosus Gyllh. var. v. Leucosomus pedestris Poda .... 204 

Przewalskyi Fst. Stephanocleonus 258 

puberulum Fst. Calodemas 234 

pudendus Chvr. = Cosmogasler cordofanus Fhrs. . . . 230 

pudens Fst. i. 1. Bothynoderes obsoletofasciatus Men. . . 277 

pudicus Men. var. v. Brachycleonus fronlo Fisch 237 

pullum Fst. Calodemas 233 

pulverulenlus Zubk. var. v. Conorhynchus coniroslris Gebl. .213 

puncticol/is Boh. = Stephanocleonus thoracicus Fisch. . 243 

punctiventris Germ. Bothynoderes 276 

pusio Fst. i. 1. Bothynoderes 276 

pusiulosus Chvr. Pseudocleonus 229 



Dr. h. M, Heller: Artenindex der C/eonides. 299 

Seite 
fjtiadraticollis Fhrs. Tetragonothorax 

(vorn irrtumlich quadratilhorax) . .197 

quadratithorax Desbr. Gonocleonus? 207 

quadrimaculatus Pering. Xenomacrus 201 

quadrimaculatus Mots. Dicranotropis 203 

qaadripunctatus Schrank = Levcosomus pedestris Poda . 204 

qua drivit latus Zubk. Pleuroc/eonus 207 

quagga Herbst = Leucomigus candidatus Pall. . . . . 242 

MSaymondi Perr. yar. v. C'leonus sardous Chevr 238 

regulus Fst. i. c. Bothynoderes 277 

Reitteri Ret. = Mecaspis incisuratos Gyllh 226 

r et usus F. Telragonothorax 197 

riffensis Fairm. Coniocleonus 241 

roridus Pall. Adosomus 237 

rubifrons Fisch. = Stepkanocleonus fossulatus Fisch. . . 254 

rußrostris Chevr. Pycnodactylus 203 

ruf'ulus Chevr. = Temnorhinus brevirostris Gyllh. . . .217 

rugifer Mots. ? = Chromosomus Fischeri Fhrs 208 

rugosus Luc. Trachydemus 

Sabtdosus Mots. var. v. Adosomus Kare Uni Fhrs 237 

Sahlbergi Fst. Stepkanocleonus 244 

Saintpierrei Chvr. = Coniocleonus variolosus Woll. . . 238 
salebrosicollis var. v. Bothynoderes foveicollis 213 

salinus Fst. i. 1. Bothynoderes 276 

samaritanus Reiche Cyphocleonus 236 

Samsonovi Gebl. Adosomus 236 

sannio Herbst Neocleonus 201 

sansibaricus var. v. Phaulosomus kilimanus Fst. . . . 205 
sardous Chvr. Cleonus 238 

sareptensis Chevr. Bothynoderes 276 

Saucerot ti Chvr. = Temnorhinus brevirostris Gyllh. . . 217 
scabrosus Brüll. Pachycerus 222 

scabricollis Desbr. Gonocleonus"? 207 

scalaris Fisch. = Chromoderus dec/ivis Oliv 242 

scalptus Fst. Gonocleonus 206 

Schach Fst. Chromosomus 208 

Schönher ri Gebl. Coniocleonus 238 

Schönherri Redtb. Xanthochelus 260 

Schrenhi Gebl. Conorhynckus 214 

scriptus Fhrs. = St ephano cleonus fossulatus Fisch. . . 254 



300 Dr. [{. M. Heller: Arienindex der Cleonides. 

Seite 
scrobicollis Fhrs. = ? Cnemodonlus natalensis Fst. . . . 282 
scrobicollis Mots. i. 1. = Cossinoderus candidus . . .195 
sculptus Fst. Atactogaster 

scutellatus Boh. var. v. Cleonus piger Scop . . 237 

scutiventris Quedenf. = ? Xanthochelus tropicus Fst. . . 260 

securus Fst. Bothynoderes 27 G 

Sedakovi Boh. Microcleonus 198, 225 

seductus Fst. Temnorhinus 218 

segnis Germ. = Pachycerus cordiger Germ 223 

sejunctus Fst. Stephanocleonus ' 253 

sellatus Fst. var. v. Chrornonotus albolineatus Men. . . 263 

sellatus Fst. Pachycerus 223 

Semenovi Fst. Stephanocleonus . 244 

semicostatus Chevr. = Stephanocleonus nubilns Fhrs. . . 255 
semintidus Reitt. i. coli. = Stephanocleonus favens Fst. . 246 

senectus Gyllh. Tetragonothorax 197 

senegalensis Gyllh. = Dicranotropis hieroglyphicus Oliv. 203 

senilis Reiche var. v. Pseudocleonus carinalus 228 

seriegranosus Chevr. = Rhabdorhynchus varius Herbst . 224 
seriegutlatus Desbr. = Temnorhinus conicirostris Oliv. . 218 

setinasus Fst. Stephanocleonus 256 

setipes Kirsch Hypsonotus 180 

sexguttatus Redtb. Mecaspis 227 

sexmaculatus Kryn. u. scamaculalus Fhrs. Pleurocleonus . . 207 

signatellus Fst. Phaulosomus 204 

signaticollis Gyllh. Bothynoderes (Menecleonus) 209 

signifer Chevr. = Coniocleonus crinipes Fhrs 241 

simplicirostris Chevr. var.? v. Bothynoderes anxius .... 209 

simulans Fst. Stephanocleonus . 249 

sinuatus Fst. = Pseudocleonus dauricus Gebl 229 

sollicitus Gyllh. Pleurocleonus 207 

Solskyi Fst. i. 1. = Adosomus Karelini Fhrs 237 

sparsus Fhrs. Pentatropis 192 

sparsus Fhrs. Cyphocleonus 235 

spinimanus Boh. Lixus 260 

spinipennis Fairm. = Pachycerus Badeni Fst 222 

spissus Fst. Stephanocleonus 246 

spoliatus Fst. i. 1. Stephanocleonus 267 

squalidus Gyllh. Pleurocleonus 207 

Slaudingeri Fst. Conorhynchus 215 

Staudingeri Fst. Chromosomus 221 

Steveni Fst. Bothynoderes . 213 



Dr. K. M. Heller: Arienindex der Cleonides. 301 

Seite 

Stigma Sturm Bothynoderes 276 

stillatus Gyllh. Cnemodontus 200 

strabus Gyllh. Bothynoderes 211 

subcylindricus Fst. Conorhyncfrus 213 

subfuscus Fst. Bothynoderes 211 

subsignatus Walker = ? Neocleonus sannio Herbst . . . 201 

suffiisws Fst. Stephanocleonus 257 

svillum Gyllh. Calodemas . . . . 233 

sulcicollis Fhrs. Coniocleonus 240 

sulcirostris L. = Cleonus piger Scop 237 

sulcirostris Sparrm. = Prionorhinus stillatus Gyllh. . . 200 

sulphurifer Chevr. = Xanthochelus superciliosus Gyllh. . 260 

sTiperciliosus Bedel — Koenigius palaestinus Heyd. 195, 264 

superciliosus Chevr. = Pseudocleonus dauricus Gebl. . . 260 

superciliosus Gyllh. Xanthochelus 283 

supplex Fst. i. 1. Bothynoderes 277 

surdus Gyllh. Temnorhinus 217 

suspectus Fst. Atactogaster 231 

suspiciosus Fst. Stephanocleonus 257 

suturalis Gebl. Chromonotus 219 

sycophanta Fairm. Cleonus 180 

tabidus Gyllh. = Coniocleonus excoriatus Gyllb. . . . 240 
tabidus Oliv. Coniocleonus 240, 242 

taciturnus Fst. Anisocleonns 225 

tardus Fst. Stephanocleonus 257 

tekkensis Fst. var. v. Bothynoderes melancholicus 211 

tenehriosns Gyllh. Bothynoderes 276 

tessellatus Fairm. Leucomigus 242 

tessellatusJjMc = Leucomigus albolesselatus var. LucasiChvr. 242 

tesselalus Mnnrb. i. 1. = Stephanocl. Manner heimi Chevr. . 251 

testatus Gyllh. var. v. Cyphocleonus morbil/osus 235 

tetragrammas Pall. Stephanocleonus 259 

thibetanus Chvr. = Cosmogaster cordofanvs Fhrs. . . . 230 
thoracicus Fisch. Stephanocleonus 243 

thoracicus Fst. = Stephanocl. Waldheimi 245 

Thunbergi var. v. Xenomacrus glacialis 201 

tibialis Fst. Pycnoductylus 202 

tigrinus Panz. Cyphocleonus 235 

timidus Fst. Stephanocleonus 249 

tomentosns Fhrs. Pycnodactylus 202 

torosus Fhrs. Isomerus 208 



302 Dr. K. M. Heller: Artenindex der Cleonides, 

Seite 
torpescus Chvr. Pleurocleonus 207 

tricarinatus Fisch. Stephanocleonus ......... 252 

frifasciatus Chvr. = Neocfeonus ?sannio Gyllh. . . . 201 

trifascialus Fst. Stephanocleonus 244 

trisulcatus Herbst Cyphocleonns 236 

tropicus Fst. Xanthochelus 260 

tubercii/atus Gebl. Enmecops 207 

lurbntiis Fhrs. var. v. Coniocleonns glaucns F . 239 

turbinatus Chevr. Temnorhinus 217 

wmbrosus Chevr. Liocleonus 238 

uniformis Chvr. Bothynoderes 276 

vagahundus Fst. = Stephanocleonus anceps Chvr. . . . 254 

vagesignatus Fairm. = Nemoxenvs bimaculaliis Chevr. . 232 

variegatus Chvr. (nee Mots.) Pleurocleonus ..... 207 

variegatus Mot8. Chromonolus 219 

variolosus Woll. Coniocleonvs 238 

varius Herbst Rhabdorhynchus 224 

vehemens Fst. = Chromonotus hirsulus Fst 220 

velatus Gyllh. = Neocleonus sannio Hrbst 201 

velox Fst. i. 1. Bothynoderes 276 

nennst us var. v. Cosmogaster dentatns 230 

vereeundus Fst. Temnorhinus 217 

verrucosus. Gebl. Bothynoderes 210 

versulus Fst. Stephanocleonus 247 

vestilus Fhrs. Pachycerus 223 

vetustum, Fst. Calodemas 233 

vexatus Gyllh. Bothynoderes 276 

virgatus Gyllh. Bothynoderes 209 

nirginalis Fst. var. v. Chromonotus vit latus Zubk 219 

virgo Chevr. = Cosmogaster dentatns var. venustus . . 230 

vit latus Hochh. = Chromonotus confluens 221 

vittatus Kirby Cleonidius 284 

vit tat us Zubk. Chromonotus 219 

vittiger Fhrs. Coniocleonus 242 

volvulus Gyllh. = Bothynoderes strabus . 211 

vulneratus Boh. Xanthochelus 261 

Wagae Chvr. Bothynoderes 209 

Waldheimi Fst. Stephanocleonus 276 

Weisei Reitt. = Gonocleonus cristatus Fairm. •. 206 

Zebra Chvr. Nemoxenus 232 

Zubkowi Fst. var. v. Chromonolus vittatus Zubk. . . . . 219 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft I.] 303 

Leptura rubra L. cf Hermaphrodit. 
Von H. Biokhardt, Frankfurt (Main). 



Von Herrn von Aiand, einem eifrigen hiesigen Coleoptero- 
logen, wurde mir vor kurzem ein eigenartiges Männchen von 
Leplnra rubra übergeben. 

Das Tier ist verhältnismässig grofs, hat die normale gelbe 
Farbe der Flügeldecken und zeigt auch auf der Unterseite keine 
Abweichungen von einem normalen <$. Dagegen weist das Hals- 
schild eine wunderbare Färbung auf. Die linke Seite ist genau 
bis zur Mitte der Scheibe rot, also weiblich, gefärbt, die rechte ist 
von normaler schwarzer Farbe. Aehnlich verschiedenartig ist die 
Form der Fühler. Der linke Fühler hat weibliche Kennzeichen, 
er hat kürzere und rundliche kaum gesägte Fühler, während der 
rechte Fühler die normale männliche Gestalt, also längere und 
deutlich gesägte Fühlerglieder aufweist. Die Länge beträgt 16^ mill. 
Eine Untersuchung der Genitalien habe ich nicht vorgenommen, da 
ich mich nicht dazu entschliefsen konnte, das Tier zu verstümmeln. 

Der Zwitter wurde im württembergischen Schwarz wald in der 
Nähe von Tübingen Anfang September 1903 gefunden. 

Jetzt in meiner Sammlung. 



Berichtigung und Nachträge. 

Bolhrorrhina Nickerli, von mir in dieser Zeitschrift 1903 p. 167 
und 1904 p. 12 veröffentlicht, ist gleichzeitig von L. Fairmaire im 
»Naturaliste« vom 15. Dezember 1902 als Bolhrorrhina rufo- 
nasuta beschrieben worden; dieser Name hat daher die Priorität. 

Dem in dieser Zeitschrift 1903 p. 405 — 410 gebrachten Ver- 
zeichnis der Faust'schen Publikationen sind folgende Titel hinzu 
zu fügen: 

1885 Ueber Bubalocephalus, Macrotarsus und Verwandte. — Beil. 

Ent. Zeitschr. XXIX, 115—118. 
Neue Rüsselkäfer aus Algerien. — 1. c. 233 — 244. 

1886 Berichtigung meiner Bemerkungen über die Gattungen Ctjclo- 

maurus und Auchmeresthes. — 1. c. XXX, 97 — 98. 
Ueber die systemat. Stellung der Gattung Aosseterus und 

Rhadinosomus. — 1. c. 99 — 102. 
Insecta in itinere Cl. N. Przewalskii in Asia centr. novissime 
lecta. — H. R. XX, 250—267. 
1897 Neue Arten und Gattungen der Celeuthiden-Gruppe. — E. St 

LVIII, 229—298. n ,. ., H ,, ' 

' Dr. K. M. Helle r« 



304 [Deutsche Entomologisehe Zeitschrift 1904. Heft I.] 



Neue Literatur. 

Everts, Dr. Ed. : Coleoptera Neerlandica. De schildvleugelige 
Insecten van Nederland en het aangrenzend Gebied. Deel II, 
mit 8 platen en 62 boutsneefiguren in den tekst, benevens een 
literatur-overzicht. Tweede Gedeelte. s'Gravenhage 1903. G n , 
S. 401—798. M. Nijhoff. 

Der erste Teil des IL Bandes (S. 1—400) wurde in D. E. Z. 
1902 [I], S. 244 besprochen. Jetzt liegt bereits der Schlufsteil 
(S. 401 — 798) dieses vortrefflichen Werkes vor, über dessen ganze 
Anlage bei Besprechung des I. Bandes in D. E. Z. 1898 [II], S. 211 
eingehend berichtet wurde. 

Der vorliegende Teil umfafst den Schlufs der Chrysomelidae, 
sodann die Bruchidae, Platyrhinidae, Nemonychidae, Curculionidae, 
Scolylidae und Platypidae. 

Das sorgfältig durchgearbeitete Werk wird namentlich durch 
seine Bestimmungstabellen auch für deutsche Coleopterologen von 
grofem Nutzen sein. 



Als „Supplement" zu den „Coleoptera Neerlandica" 
erschien soeben noch (während der Drucklegung dieses Referates) 
ein Heft von 138 Seiten mit 6 Tafeln, enthaltend eine über- 
sichtliche Schilderung des Körperbaues, der Entwick- 
lung und Lebensweise der Käfer, zugleich mit einer kurzen 
Anleitung zum Sammeln und Präparieren derselben. Auch dieser 
Teil ist ganz vortrefflich durchgeführt und viel inhaltreicher, als 
man bei dem bescheidenen Titel eines „Supplements" erwarten 
sollte. Die vergleichende Morphologie der Coleopteren, so. 
wohl die äufsere als die innere 1 ), wird hier so gründlich behandelt, 
dafs dadurch das Werk von Everts auch für die allgemeine 
Zoologie einen hohen Wert erhält. Möge das Werk von Dr. 
Everts auch unter den deutschen Coleopterologen viele Freunde 
finden, damit die zwischen den sogenannten akademischen 
Zoologen und den systematischen Entomologen früher be- 
stehende Kluft sich allmählich — zum Vorteil beider — schliefse. 

E. Wasmann S. J. 



a ) Bei den Analdrüsen der Coleopteren wären die vortrefflichen 
Arbeiten von Dierckx (la Cellule, T. XVI u. XVIII) noch zu 
erwähnen gewesen. 



Gegen Einsendung des Betrages sind franco von Dr. G. Kraatz zu 

beziehen : 

Frühere Jahrgänge der Deutschen Entomologischen Zeitschrift, 
(Preis 14— 20 Mark) für die Mitglieder (bei Abnahme von mehreren Jahr- 
gängen billiger) ä 10 Mk. 

Inhalts-Verzeichnifs der Deutschen Entomologischen Zeitschrift. 
Jahrg. 1893—99, zusammengestellt von R. Lohde. l^aMk. 

Frühere Inhalts-Verzeichnisse 1 Mk. — lVaMk. 

C hronol. Verz. der Arbeiten der einzelnen Autoren von 1857 — 1880 1 Mk. 

Naturgeschichte der Insekten Deutschlands. Bd. III, Abth. 2, Heft L. 
Clavigeridae, Pselaphidae, Scydmaenidae von Edm. Reilter. 4 Mk. 50 Pf. 
Bd. III, Abth. 2, Heft 2. Silphidae von Edm. Reiner. 6 Mk. 

Bd. IV. Buprestidae — Elateridae — Lymexylidae von v. Kiesenwetter. 12 Mk. 
Bd. V, Abth. 1, Heft 1. Anobiadae, Cioidae von v. Kiesenwetter. 4 Mk. 

— — Heft 2—4. Tenebrionidae von Dr. G. Seidlitz. 18 Mk. 

— Abth. 2, Heft 1. Alleculidae von Dr. G. Seidlitz. 9 Mk. 
Bd. VI. Chrysomelidae von J. Weise. 33 Mk. 

Frühere Bände zu herabgesetzten Preisen. 

Catalog der Coleopteren von Sibirien mit Einschlufs der benach- 
barten Länder. Bearbeitet von Lucas von Heyden. Berlin 1880 — 83. 
24 u. 224 S. (9 Mk.) 8 Mk. 

Catalog der Coleopteren von Sibirien. Nachtrag I. Berlin 1893 
bis 1896. 217 S. (9 Mk.) 8 Mk. 

Catalog der Coleopteren von Sibirien. Nachtrag II u. III. Berlin 
1898. 84u.24S. 6 Mk. 

Catalogus Coleopterorum Europae et Caucasi, auctoribus Dr. L. 
v. Heyden, Ed. Reitter et J. Weise, ed. III, 1883. 6 Mk. 

Konow. Tenthredinidae Europae u. Catalogus Tenthredinidarum Europae 2 Mk. 

Hörn und Roeschke, Monographie der paläarct. Cicindelen. Berlin 1890. 

7.50 Mk., für Mitglieder 5 Mk. 

Von den vor Jahren auf "Wunsch mir befreundeter Entomologen her- 
gestellten 

Photographien bekannter Entomologen 

sind noch folgende (z. Th. nur noch in 1 — 2 Ex.!) ä 50Pfg. abzugeben: 

Linne, Lederer, Heer, Solsky, Brisout de Barneville (zusammen mit 
Discontigny u. H. de Bonvouloir), Steinheil, Manderstjerna, Mniszech, Thorey, 
Em. Mocquerys, Hampe, Ehlers, Klingelhöffer, Pascoe, Bilimek, Murray, 
Westermann, Vollenhoven, Bianconi, Eversmann, Graells, Schmidt (Laibach), 
Parreyss, Nietner, Mäklin, Küster, Prof. Peters (Berlin), Jekel, Loew, Javet, 
Thunberg, Boisduväl, Menetries, Flohr, Schmidt-Goebel, Schiner, Rosenhauer 
Keferstein, Aube, Kraatz-Koschlau, Bates. Dr. W. Hörn. 

Berlin W., Schlüterstr. 60. 
Auch mir werden die Photographien von Entomologen, die ich noch 
nicht besitze, im Tausch willkommen sein. Dr. G. Kraatz. 

Linkstr. 28. 



Vorstand der Deutschen Entomologischen Gesellschaft. 

I. Präsident: Dr. G. Kr a atz, Berlin W. 9, Linkstrafse 28. 

II. Präsident: J. Weise, Berlin N. 37, Griebenowstrafse 16. 

I. Secretär: J. Schilsky, Berlin N. 58, Schönhauser Allee 29. 

II. Secretär: Dr. W. Hörn, Berlin W., Schlfiterstr. 60. 

Rendant: Georg John, Pankow, Florastrafse 45. 

Bibliothekar: O. Schwarz, Friedrichsfelde, Berlinerstr. 11/12. 

Sitzungen: Montags von 9 — 11 Uhr, Restaurant Siechen, 

Behrenstr. 

Auszug aus den Statuten. 

Der Zweck des Vereins ist, das Studium der Entomologie zu 
fördern. Das geschieht: 

1) durch Herausgabe einer Zeitschrift unter dem Titel : 
„Deutsche Entomologische Zeitschrift", welche in periodischen 
Lieferungen erscheint; 

2) durch Herausgabe nicht periodischer, entomologischer 
Druckschriften, welche als Beihefte etc. erscheinen ; 

3) durch periodische Zusammenkünfte in Berlin, um einen 
näheren Verkehr zwischen den Mitgliedern zu erleichtern; 

4) durch Anlegung einer entomologischen Bibliothek (durch 
Ankauf und Schriften-Austausch etc.), welche für alle Mitglieder 
frei benutzbar ist. 

Zum Eintritt als ordentliches Mitglied ist erforderlich : 

1) dafs der Betreifende durch 2 Mitglieder vorgeschlagen wird ; 

2) dafs in einer von mindestens 6 Mitgliedern besuchten 
Monats-Versammlung (d. i. die erste Sitzung jedes Monats) durch 
geheime Zettelwahl über die Aufnahme abgestimmt wird. Eine 
öffentliche Besprechung kann vorhergehen oder folgen. Der A uf- 
zunehmende soll während der Abstimmung nicht anwesend sein; 

3) dafs kein Mitglied gegen die Aufnahme begründeten Wider- 
spruch erhebt. 

Jedes neue Mitglied erhält gegen Erstattung von Jt 1,50 ein 
Mitglieds-Diplom und ein Exemplar der Satzungen. 

Jedes Mitglied hat einen Vereins-Beitrag von Jt 10 pro Jahr* 
zu zahlen. 



Der Preis der beiden ersten Hefte jeden Jahrgangs der 
Deutschen Entomol. Zeitschrift beträgt im Buchhandel 
meist 20 Mark; frühere Jahrgänge der Deutschen Entomologischen 
Zeitschrift werden an Mitglieder für 7 — 10 Mark abgegeben. 



Buchdruckerei A.W. Schade, Berlin N., Schulzendorferstr. 26. 



AUG. 2fJ 1904 

Deutsche 

Entomologische Zeitschrift 

herausgegeben 
von der 

Deutschen Entomologischen Gesellschaft 

in Verbindung 

mit Dr. G\ Kraatz. 

Jahrgang 1904. 
Zweites Heft (S. 1— 4, 305—464) 

ausgegeben Juli 1904. 
Mit zwei Holzschnitten. 



Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 10 Jlark. 



Redacteure: Dr. Gr. Kraatz und J. Weise. 



London. Berlin 1904. Paris. 

O. E. Janson, Nicolaische Verlags- P. Klincksieck, 

24 Great Rassel Str. Buchhandlung R. Stricker. 52 Rue des Ecoles. 

Deutsche Entomologische Gesellschaft. 



Aus der Bibliothek eines verstorbenen Entomologen sind abzugeben: 
Annales de la Societe Entomologique de Belgique. I — XXXII. 
Annales de la Societe Entomologique de France. 1843, 45 — 50, 54, 

56 — 59, 65, 76—78. 
Assmus, Monsttositates Coleopterorum. 
Berichte über die Leistungen im Gebiete der Entomologie. 
Berliner Entomologische Zeitschrift. I— XVIII (1857—74). 
Bulletin de la Soc. Imp. des Naturalistes de Moscou. 1845 — 66. 
Chaudoir, Viele Cicindeliden- und Carabicinen-Separata. 
Deutsche Entomol. Zeitschrift. 1875 — 1885. 
Dejean et Aube, Species general des Coleopteres. 6 vol. 
Erichson, Schaum, Kraatz, v. Kiesenwetter, Naturgeschichte der 

Käfer Deutschlands. 4 vol. 
Gemminger und Harold, Catalogus Coleopterorum. Complet und 

mehrere Bände. 
Germar, Zeitschr. für Entomologie. 5 vol. compl. und einzelne Bände. 
Gestro, Separata über Cetoniden. 
G redler, Käfer von Tyrol. 

v. Harold, Goleopterologische Hefte. Complet und einzelne Bände. 
Kaup, Monographie der Passaliden. 
Kolenati, Meletemata entomolögica. 
Kraatz, Sammlung von Separaten. 
Lacordaire, Genera des Coleopteres. Mehrere Bände mit color. und 

uncolor. Tafeln. 
Linnaea entomolögica. I — IX. 

Lucas, Explor. scient. de l'Algerie, Ins., Arachn., Crust., pl. col. 
Mohnike, Separata über Cetoniden. 
Motschulsky, Etudes Entomologiques. I— VIII, XI. 
Mulsant, Coleopteres de France. Die meisten Bände. 
— Opuscules Entomologiques, complet und einzelne Hefte. 
Reiche et Saulcy, Coleopteres de Syrie. 
Scblesische Entomologische Zeitschrift, 
v. Seidlitz, Peritelus, Otiorrbynchiden. 
S chmidt-Goebel, Faunula Coleopterorum Birmaniae. 
Solier, Heteromeres Collapterides, compl. 1035 pg., 31 pl. (1834 — 1841). 
Stettiner Entomologische Zeitung. 1840—1860, 67—69, 75—81. 
Sturm, Käfer Deutschlands. 23 vol. und einzelne Bände. 
Suffrian, Chrysomelen, Cryptocephalen. 

Transactions of the Entomological Society of London. I— V (sehr selten). 
Verhandlungen der K. K. Zool.-Bot. Gesellsch. in Wien. 1851—72, 75. 
Wiener Entomologische Monatschrift. Mehrere Bände. 

Wollaston, Entomological Papers. 

Dr. G. Kraatz, Linkstr. 28. 



Jahrgang 1893—1900 (ä 5 M) dieser Zeitschrift ist gegen Einsendung 
des Betrages von mir abzugeben. J, Sc hilsky, Schönhauser Allee 29. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft IL] 305 

Revision der Pycnocerini Lacord. 

(Coleoptera Heteromera.) 

Schluß. 
Von 

Hans Gebien, Hamburg. 

Mit nachstehender Gattung beginnt die zweite Abteilung der 
Pycnocerinen. Es mag befremden, dafs Calostega und Odontopezus 
getrennt werden, da ja Harold und andere Entomologen ihre nahe 
Verwandtschaft betonen. Harold sagt, Calostega sei nur auf den 
Mangel der Punktierung gegründet. Das ist ein Irrtum. Die ganz 
andere Bildung der Mandibeln, die flache Ausrandung des Clypeus 
scheinen mir doch Kriterien von hervorragender Bedeutung zu sein. 
Entwicklungsgeschichtlich betrachtet, haben wir es hier und bei 
den folgenden Gattungen mit Tieren zu tun, die noch stark in der 
Bildung von Arten begriffen sind. Die Variationsfähigkeit der 
hierher gehörigen Käfer ist vorläufig noch eine aufserordentliche- 
Aus diesem Grunde bereiten die Pycnocerinen s. str. auch dem 
Systematiker viel Kopfzerbrechen. Es ist oft schwer, die Grenzen 
zwischen den hier angenommenen Arten zu ziehen. 

Odontopezus Alluaud. 

Bull. Soc. ent. Fr. (6) IX, p. XLV, 1889. 
dontop us Silberm. Rev. ent. I, 1833, No. 3; Lacord.: Genera des 

Coleopt. V, p. 401. 
Pezodontus Dej. Cat. 3. ed. 

Kopf viel schmaler als der Halsschild, hinter den Augen zu 
einem Hals verengt, stets ohne Tuberkeln, höchstens grob skulp- 
tiert. Clypeus vor der Stirn durch eine schwach gebogene, an den 
Enden in Gruben auslaufende Furche getrennt, sein Vorderrand 
höchstens in Form eines Viertelkreises ausgebuchtet, seine Seiten 
nach vorn verengt, seine Vorderecken rechtwinklig. Die Augen 
sind grob fazettiert , sodafs sie auch dem blofsen Auge durch ihre 
von der umgebenden Kopfpartie abweichende Skulptur auffallen. 
Die Oberlippe ist quer, ihr Vorderrand gerade oder sanft ausge- 
buchtet. Die Fühler reichen über die Mitte des Halssch., das 
dritte Glied ist länger als das vierte, die ersten 6 sind perlig, 
glänzend, die folgenden schwach quer, oder fast so lang wie breit, 

Deutsche Entomol. Zeitschrift 1904. Heft II. 20 



306 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

durch Toment matt, das letzte lang, mit eingedrückter Teilungs- 
linie. Das Mentum ist breit herzförmig, ungekielt, ungehöckert 
sein Vorderrand eingebuchtet. Die Ligula ist frei bis zum Grunde 
der Palpen, viel schmaler als das Mentum, nur so breit wie dieses 
an der Basis, ihre Seiten sind gerade, die Vorderecken deutlich, 
der Vorderrand gerade oder seicht gebuchtet. Zwischen den Palpen, 
deren Endglied eiförmig ist, steht eine stark erhabene, abgesetzte, 
runde Tuberkel, die nach vorn in die Vorderecken der Ligula 
verläuft. Hypopharynx gut entwickelt, zahnartig vortretend, und 
dann oft den Vorderrand der Ligula gezähnt erscheinen lassend, 
wenn die büschelartig überstehende Behaarung der Mundkiele ab- 
genutzt ist. Beide Laden der Maxillen stark beborstet, die in- 
nere mit kaum vortretender, stumpfer, ungeteilter Spitze; die 
squama palpigera ist sehr klein, spitzhöckerig. Das letzte Glied 
der Maxillarpalpen ist beilförmig, viel breiter als das vorletzte. 
Die Mandibeln mit häutigem Zwischensatz in der grofsen in- 
neren Bucht; sie sind in der Aufsenkante gekniet, in der Basal- 
hälfte grob runzelig, in der Spitzenhälfte spiegelglatt. Das Ende 
ist ungeteilt, meifselförmig, scharf, breit: an der Oberseite, entfernt 
von dem Ende befindet sich eine mehr oder weniger deutliche, 
winklige Erweiterung, den Verlauf der Innenkante unterbrechend; 
an dieser Stelle geht quer durch die Mandibel eine deutliche Quer- 
lamelle an der Innenseite parallel der Endschneide. Der Mahlzahn 
ist an der Oberseite durch eine scharfe Furche abgesetzt, seine 
Kaufläche hat zwei scharfe, parallele, stark nach unten gekrümmte 
Kauleisten. Die seitlichen Buchten des Submentums wenig tief, 
neben den Maxillen haben die Seitenloben einen rechtwinkligen 
Zahn. Der Halsschild ist quer, Vorder- und Hinterrand gerade, 
der Seitenrand gezähnt oder krenuliert. Er ist rings gerandet. Das 
Schildchen grofs, halbkreisförmig; Flügeldecken viel breiter 
als der Halsschild, mit kräftigen Schultern (Flügel vorhanden!) Sie 
sind nach . hinten bauchig. Die Oberfläche mit wenigen angedeu- 
teten Streifen oder verworren punktiert. Die Basis ist gerade, die 
Epipleuren sind schmal, an der Basis plötzlich verbreitert, an der 
Spitze furchig vertieft. Alle Schenkel schlank. In der Regel 
fällt ein grofser winkliger Zahn an der Innenseite der Hinter- 
schenkel auf, bei vielen Tieren ist er aber nur klein, ja er kann 
ganz schwinden. Die andern Schenkel sind ungezähnt. Die 
Schienen sind mehr oder minder flachgedrückt, ziemlich gerade. 
Die Vorderschienen bei den Männchen der Stammform meist mit 
kräftigem, winkligen Zahn vor der Spitze, die Hinterschienen oft 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 307 

am Innenrande gesägt. Alle Schienen mit 2 sehr kleinen Enddornen. 
An den Tarsen ist das Klauenglied so lang wie die andern zu- 
sammengenommen. Die Klauen sind grofs, halb so lang wie das 
Klauenglied, ein Onychium fehlt. Die Sohlen sind steif behaart, 
die ersten Glieder büschelig, das letzte zweizeilig beborstet. Das 
Prosternum ist zwischen den Vorderhüften einfach, etwas breiter 
und flacher als bei den vorhergehenden Gattungen, ohne Kiel, 
hinter den Hüften einfach niedergebogen. Die Hinterbrust ist 
wegen der gut entwickelten Flügelmuskulatur lang, der Abstand 
der Mittel- von den Hinterhüften ist viel gröfser als der zwischen 
den Hinterhüften. Das Abdomen ist nicht kontinuierlich gewölbt, 
sondern das dritte und vierte Segment sind am Hinterrande wulstig 
aufgetrieben. Analsegment ungerandet. 

Ein geschlechtlicher Dimorphismus ist bei der Stammform 
cupreus in der Regel vorhanden und zwar an den Vorderschienen. 
Die winklige Erweiterung an den Vorderschienen der Männchen 
ist aber manchmal schon bei Tieren undeutlich oder verschwunden, 
die unzweifelhaft zur Stammform gehören und fehlt bei den an- 
dern Formen mit Ausnahme von lucens m. ganz. 

Die äufseren Anhänge der weiblichen Genitalien sind wie bei 
CaJoslega doppelt, sie laufen in 2 mehrgliedrige Griffel aus; das 
letzte Glied der Parameren steht am Ende und ist nach hinten 
gerichtet. Das zum Teil häutige Basalstück mitgerechnet, findet 
man 5 Glieder, von denen aber nur die letzten beiden frei, die 
andern durch Häute verbunden sind. 

Odontopezus ist eine Gattung, die auf das mittlere Afrika 
beschränkt ist; sie findet sich am besten in Westafrika entwickelt. 



Odontopezus cupreus Fabr. 

Tenebrio cupreus F. Ent. Syst. I, p. 110; Syst. El. I, p. 144. 
Odontopus cupreus Westw. Trans, zool. Soc. III, 1843, p. 218. 
Odontopus violaceus Silberm. Rev. Ent. I, No. 5, t. 4. 
Odontopus tristis Westw. Proc. zool. Soc. 1841, p. 67; Trans, zool. 
Soc. III, p. 218. 
subspez. lucens nov. 

regalis Har. Mitt. Münch. Ent. Ver. II, p. 107; Col. Hefte 
XVI, 1879, p. 119. 
syn. major Fairm. Ann. Soc. ent. Fr. 1891, p. 258. 

asper Alluaud {Odontopezus) Bull. Soc. ent. Fr. 1892, 

p. CCXXXVIII. 
obsoletus Thoms. Arch. Ent. II, 1858, p. 90. 

20* 



308 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Es dürfte wenig Käfer oder sogar Insekten geben, die an 
Variationsfähigkeit an diese Art heranreichen. Alle bisher be- 
schriebenen Arten müssen zu einer einzigen zusammengezogen 
werden, wenn man nicht auf fast jedes Individuum eine Art auf- 
stellen will. Es ist leicht, aus einer Reihe von 100 Odontopezus 
cupreus 50 Tiere zusammenzustellen, die spezifisch gut geschieden 
erscheinen. Ein grofses Material an Odontopezus, das mir von 
verschiedenen Seiten zugegangen ist und aus allen Gegenden 
Mittelafrikas stammt, vom Senegal bis zum Kongo, vom Atlanti- 
schen bis zum Indischen Ozean, ein Material von mehreren hundert 
Tieren, scheint mich aber zu berechtigen, eine Vereinigung der 
bekannten Arten zu einer einzigen vorzunehmen, die sich augenblick- 
lich in viele scheidet. Am besten scheint noch Od. obsoletus Thoms. 
begrenzt; es finden sich aber namentlich in dem vorzüglichen Ma- 
terial des, Pariser Museums so viele Uebergangsstücke, dafs auch 
diese Art nicht haltbar ist. Die Veränderlichkeit erstreckt sich 
auf folgende Punkte: 

1) Farbe der Oberseite, 

2) Skulptur derselben, 

3) Form der Flgd. und des Hlschd., namentlich des letzteren, 

4) Bewaffnung des Seitenrandes des Hlschd., 

5) Behaarung des Vorderkörpers und der Beine, 

6) Vorhandensein oder Fehlen der sekundären Geschlechts- 

merkmale des Männchens, 

7) Zahn am Hinterschenkel, 

8) Form und Bewaffnung der Hintertibien. 

Weiter unten sind 5 Rassen angenommen, die mir die Reprä- 
sentanten der Hauptformen zu sein scheinen. Man kann aber auch 
ohne grofse Schwierigkeiten die doppelte Zahl annehmen. Inner- 
halb dieser Rassen finden sich zahlreiche Varietäten, die sich auf 
Farbe, Skulptur etc. gründen. Da es sich bei dieser Art um grofse, 
farbenprächtige und verbältnismäfsig häufige Tiere handelt, so dürfte 
dieselbe in den Händen der Liebhaber noch lange nicht zur Ruhe 
kommen. 

Kopf uneben, mehr oder weniger grob punktiert, bei den 
feiner punktierten Rassen zuweilen ziemlich fein, bei asper dagegen 
stark runzlig. Stirn gegen den Clypeus durch eine ziemlich gerade 
Furche abgesetzt, Clypeus sehr flach, etwa in Form eines Viertel- 
kreisbogens ausgerundet. Die Farbe der Oberseite entspricht stets 
der des Hlschd. Fühler bis über die Mitte des Hlschd. reichend, 



//. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 309 

die ersten 6 — 7 Glieder glänzend, mit einzelnen Borsten besetzt 
oder nackt, die letzten matt, tomentiert, Glied 3 ca. 1^ mal so lang 
als 4, die folgenden konisch, nach und nach an Dimensionen zu- 
nehmend. Hals schild rings gerandet, breiter als lang, zuweilen 
nur 1-g-mal, zuweilen bis zu 2 mal. Seine Seitenränder entweder 
gleichmäfsig gerundet oder hinter der Mitte vorgezogen, seine gröfste 
Breite liegt in der Mitte oder vor oder hinter derselben. Die 
durch die Form des Seitenrandes bewirkten Gestaltsunterschiede 
des Hlschd. sind bedeutend. Dazu ist der Seitenrand entweder 
kräftig und spitz gezähnt oder zuweilen nur sanft wellig, die Zahl 
der Zähne ist oft an beiden Seiten verschieden. Die Oberfläche 
ist matt, wie der Kopf gefärbt, nicht sehr dicht, bei den rauhen 
Rassen sehr grob punktiert. Tiefe, meist symmetrische Eindrücke 
sind wie bei anderen Gattungen individuell. Schildchen grofs, 
halbkreisförmig, sehr fein skulptiert, von der Farbe des Hlschdes. 
Flügeldecken beim Männchen etwa parallelseitig, beim Weibchen 
mehr bauchig, die Naht nach hinten auf zwei Drittel der Länge 
sanft ansteigend, dann in einem Winkel von ca. 45° in die nicht 
vorgezogene Spitze abfallend. Die Farbe ist sehr variabel, sie 
durchläuft bei cupreus und regalis, weniger bei asper alle Farben- 
stufen und ist auch bei obsoletus und lucens beträchtlichen Schwan- 
kungen unterworfen. Sie korrespondiert mit der Farbe des Vorder- 
körpers, sodafs die matte Farbe des letzteren bei den Flgd. ins 
Lebhafte, Metallische übertragen wird. Die häufigsten Farben sind: 
kupfer, grünlich (Type im Kopenhagener Museum), rotmetallisch, 
golden, violet, mattgrün, grünglänzend, braunbronce, schwarz. 
Auch die Skulptur ist bei den Formen sehr verschieden; bei der 
cupreus-Kasse und bei lucens sind die Flgd. grob punktiert, d. h. 
die Punkte sind auch in gröfserer Entfernung dem blofsen Auge 
sichtbar, bei asper sind die Flgd. ganz grob runzlig punktiert, bei 
obsoletus und regalis dagegen sehr fein. Ueber jede Fld. laufen 
aufser der glatten Naht vier glatte Streifen, von denen die äufseren 
meistens undeutlich sind. Die Streifen sind dem blofsen Auge 
deutlicher als dem bewaffneten, da sie sich unter der Lupe schlecht 
begrenzt zeigen. Die Zwischenräume der Punkte sind fein gerun- 
zelt, die Runzelchen gehen strahlig von den Punkten aus. Schul- 
tern gebeult. Die scharfe Seitenkante läuft über die Schultern 
hinüber. Die Epipleuren sind bei den Hinterhüften schmal, nach 
hinten verbreitern sie sich wieder um ein geringes. Sie sind nur 
im vorderen Drittel deutlich, aber immer fein, selbst bei asper nicht 
gröber als bei obsoletus skulptiert. Unterseite und Beine schwarz, 



310 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

trübglänzend. Die Schenkel schlank, entsprechend der Oberseite 
skulptiert, also bei asper am rauhesten, bei regalis und obsohlus 
fast glatt, unpunktiert. In seltenen F'ällen haben alle Schenkel 
einen Zahn oder eine wulstige Erweiterung vor dem Ende der 
Unterseite; in der Regel fehlt diese Bildung an den Mittelschenkeln, 
oft an den vorderen. Sehr grofs ist meistens der spitze Zahn an 
der Körperseite der Hinterschenkel, namentlich bei den Männchen 
der cupreus- und Zwcens-Gruppe , bei den Weibchen ist er kleiner, 
zuweilen fehlt er ganz (trislis Westw.) Sämtliche Schienen de- 
prefs, an der Aufsenkante mit langer Furche, sie sind gekrümmt 
und zwar die vorderen am stärksten, diese sind bei den Männchen 
der cupreus- und Zwcens-Gruppe unmittelbar vor der Spitze mit 
einem auffallenden, winkligen Zahn versehen. Dieser Zahn wird 
innerhalb dieser Rassen allmählich undeutlicher und verliert sich 
schliefslich ganz, er fehlt bei den südlichen und ostafrikanisshen 
Formen. Die Mittelschienen sind einfach. An den Hinterschienen 
findet sich (wiederum bei cupreus und zwar am männlichen Ge- 
schlecht am stärksten) eine verbreiterte, leistenartig abgesetzte 
Innenkante, die in der Mitte plötzlich aufhört; von hier ab ist der 
Innenrand ausgebuchtet, krenuliert und am Ende abermals ver- 
breitert. Auch die Deutlichkeit dieses Merkmals verwischt sich 
allmählich, namentlich beim Weibchen: kleine Weibchen von obso- 
letus haben vollständig einfache Hinterschien. An den Enden aller 
Schienen findet sich, die sehr kleinen, gleichen Enddornen verber- 
gend, eine kurze, borstige Behaarung, ähnlich derjenigen der Tarsen- 
sohlen. Die Unterseite ist schwarz, glänzend, die Epimeren der 
Vorderbrust rauh runzlig punktiert. Prosternum punktiert, am 
Ende niedergebogen, oft mit der Andeutung einer Dreiteilung. Die 
Hinterbrust mit vorn abgekürzter Längsfurche, an den Seiten bei 
den Mittelhüften gekörnt, die Epimeren grob punktiert. Abdomen 
fein lederartig gerunzelt, glänzend, in der Mitte glatt, an den Seiten 
ist jedes Segment durch einen unregelmäfsigen Eindruck uneben. 

Die Formen lassen sich auf folgende Weise auseinander halten. 
Es ist dabei zu bemerken, dafs die Merkmale natürlich nur für die 
typischen Formen gelten, für die Uebergangsstücke nur in gerin- 
gerem Mafse; solche Stücke finden sich aber zwischen einer Form 
und einer beliebigen anderen, nicht nur zwischen den beiden For- 
men, die hier als die nächstverwandten angenommen sind. 

I. Vorderkörper und Schenkel kräftig abstehend schwarz behaart, 
Flügeldecken wie bei der Rasse cupreus grob punktiert, röt- 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 311 

lieh oder gelbgoldig, die Männchen mit winkligem Zahn an 
den Vorderschienen. Lg. 27 — 32 mill. Kamerun, Bas Ogooue 

lucens nov. 

— Vorderkörper und Schenkel nicht oder schwach behaart IL 

IL Flügeldecken grob punktiert, die Skulptur aus gröfserer Ent- 
fernung dem blofsen Auge auffallend III. 

— Flügeldecken fein punktiert, die Skulptur nur in geringer Ent- 
fernung sichtbar IV. 

III. Westafrikanische Form. Männchen meist mit winkligem Zahn 
vor der Spitze der Vorderschienen. Flügeldecken meist violet, 
grün, grünbronce, purpurn, blau etc. Länge 27-| — 38 mill. 
Senegal (Konakry), Liberia (Region au Sud de Kissidongou 
et de Beyla), Gr. Bassam, Assinie, Ashante, Togo, Akkra, 
Old Calabar, Buguma, Klein Popo, Bassin du Niger, Hte Niger, 
franz. Sudan, Hte Sangha (Reg. du Tsad), Kamerun (Barombi), 
Gabun, Congo (Bangul, Borna, Banana, River N'Gami), Niam- 
Niam. Also weitaus die verbreitetste Form . cupreus Fabr. 

— Ostafrikanische Foim. Männchen ohne Zahn an dem Ende 
der Vorderschienen. Körper sehr rauh skulptiert. Flügel- 
decken kupferig, violett, purpurn, grün, bläulich, schwarz, 
Länge 32—40 mill. Dar-es-Salaam, Ost-Usambara (Nguelo). 
Tanga, Buloa Tanga, Tschinde, Tanganyika (Mpala) . . . 

asper Alluaud. 

IV. Kleinere Form mit mattgrünem Halsschild und broneegrünen 
Flügeldecken, ohne Zahn an den Vorderschienen des Männ- 
chens. Länge 26 — 32 mill. Gabun, Congo franc., Bas Ogooue, 
Bassin du Tsad, Territ. du Chari (entre le Bar Sara et la 
Haute Sangha), Sibange, Loango, Libreville, Riv. S. Benito, 
Mayumbe, Ebene des Issango, nördl. vom Albert Edward See, 
Atjangara-Fähre, südl. vom Albert- Nyansa obsoletus Thoms. 

— Gröfsere Form, mit sehr verschieden gefärbten Flügeldecken, 
ohne geschlechtlichen Dimorphismus. Länge 30 — 36 mill. 
Congo: Beni-Bendi, Lukungu, Luluaburg, Kassai, Zonge, 
Kassongo (Stanley-Falls), Ibembo (Hte. Itimberi), Hte Maringa, 
Quango; Congo franc., Insel Sesse im Victoria- Nyansa. — 
Ein Stück aus dem belgischen Museum von Ashante ($) 
scheint ein regalis zu sein, ist aber vielleicht nur ein auffallend 
skulptiertes Stück der cupreus-Form .... regalis Har. 



312 //. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Metallonotus Westwood. 
Trans, zool. Soc. III, 1843, p. 220; Lacord.: Genera V, p. 402. 
Aspidosternum Mäkl. Act. Fenn. 1864, p. 392. 
Odontopus pars Pasc. 

Diese Gattung ist in ihrem Umfange erst von Alluaud erkannt 
worden, der in den Bull. Soc. Ent. Fr. 1889, p. XLII darauf auf- 
merksam macht, dafs Metallon. denlicollis und die vielen als Aspido- 
sternum bezeichneten Arten generisch nicht verschieden sind. Die 
Verwandtschaft ist aber noch eine gröfsere: Aspid. antiquum (= ru- 
gulosum Fairm.) ist nur Varietät des alten Metallonotus denlicollis. 
Da die in diese Gattung gehörenden Tiere an manche andere Gat- 
tungen erinnern (M. denticollis Gray und M. aerugineus Gerst. wurden 
als Lagrien beschrieben, M. metallicus als Helops, M. asperatus, 
Pascoe's Arten als Odontopus) und da andererseits die Arten ganz 
aufserordentlich variieren, so ist die Klarstellung ihrer Grenzen 
keineswegs leicht. Es waren 14 Arten bekannt, davon sind 7 
Varietäten oder Synonyme; nur 1 neue Art wird hier aufgestellt, 
deren Berechtigung keinem Zweifel unterliegt. 

Kopf schmaler als der Halsschild, ohne aufstehende Tuber- 
keln, nur durch Punktierung rauh. Clypeus schmal, durch eine 
breite, flache, undeutlich begrenzte Furche von der Stirn abgesetzt; 
diese Furche ist an den Seiten vor dem gut entwickelten Canthus 
vertieft. Augen grofs, grob facettiert, in der Mitte sehr schwach 
eingeschnürt. Clypeus gerade abgestutzt, oder sehr schwach aus- 
geschnitten, die Aufsenwinkel deutlich, rechtwinklig. Oberlippe 
quer, nach dem Grunde zu ziemlich stark verengt, mit abgerundeten 
Aufsen winkeln; Vorderrand gerade, gelb beborstet. Fühler ver- 
schiedenartig, mit runden oder depressen Gliedern, drittes Glied 
stets, oft sehr beträchtlich länger als das vierte, das letzte matt, 
ohne eingedrückte TeiluDgslinie. Die Bildung des Labiums ist 
für die Unterscheidung der Arten von besonderer Bedeutung. In 
der Regel liegt die Ligula weit vor dem Mentum, dieses ist schmal, 
so lang wie breit oder etwas quer, die vordere Hälfte ist einfach 
oder doppelt hoch gehöckert, der Vorderrand ist nicht ausgebuchtet, 
sondern gerade oder in sanftem Bogen nach vorn gezogen, Vorder- 
ecken fehlen. Die Verbindung mit der Ligula ist meist eine sehr 
lockere; gewöhnlich ist die verbindende Membran breit und sicht- 
bar. Ligula grofs, so breit oder kaum schmaler als das Mentum, 
der Grund der Palpen ist frei, nur bei denticol/e zeigt sich vielfach 
die Ligula als unter dem Mentum liegend, sodafs auch das erste 
Palpenglied bedeckt ist. Die Labialpalpen, deren letztes Glied 



//. Gehren: Revision der Pycnocerifii Lac. 313 

abgestutzt oder abgerundet birnförmig ist, steben bei den Arten in 
einer sebr verschieden umrandeten Grube. Hinter der Insertion 
der Palpen ist die Ligula allmählich, oder plötzlich, oder nicht in 
einen Hals verengt. Hypopbarynx stets als spitze Tuberkel aus- 
gebildet, die aber weit zurückliegt; der Vorderrand der Ligula sanft 
ausgerundet und mit langen Wimperhaaren versehen. Maxillen 
sehr kurz, die äufsere Lade ist kurz dreieckig und überragt die 
innere kaum, beide sind lang behaart, die innere Lade hat ein 
kaum vorragendes, nicht hakenförmiges Ende. Squama palpigera 
gut entwickelt. An den Maxillarpalpen sind Glied 3 und 4 an 
Gröfse wenig verschieden; das letzte Glied ist breit dreieckig, 
gerade abgestutzt. Mandibeln mit abgerundet rechtwinkliger 
Aufsenkante, deren Grundhälfte grob, gerunzelt und beborstet ist, 
das Ende ungeteilt, glatt, meifselartig scharf. Parallel dem Ende 
laufen an der Innenseite zwei Querlamellen, eine ziemlich entfernt 
von der Spitze, die andere in der grofsen Einbuchtung; letztere 
tritt an der Oberseite winklig vor und wird meist durch einen 
grofsen Hautbeutel verdeckt. Mahlzahn kaum länger als breit, sein 
oberer Teil wie bei den anderen Pycnoceriden vertieft. 2 Quer- 
leisten, die unter sich parallel laufen, divergieren mit der Unter- 
kante der Mandibel, die oft mit der unteren Leiste zusammenläuft. 
Diese Kauleisten sind meist stark abgenutzt. Ich habe von dieser 
Gattung mehr als 20 Mundteilpräparate gemacht, und immer eine 
starke Abnutzung gefunden. In geringerem Mafse findet sich die 
Abnutzung des Mahlzahnes auch bei den anderen Pycnoceriden mit 
meifselartigen Kiefern. Die Hauptarbeit bei der Zerkleinerung der 
Nahrung hat hier also der Mahlzahn, bei den ersten Gruppen 
(siehe die Bemerkung bei Chiroscelis) fällt die Haupttätigkeit den 
mehrzähnigen Spitzen zu. Da der Mahlzahn aber auch die Nahrung 
feiner mahlen kann als die Spitzen, so erklärt sich auch die nicht 
unbeträchtliche Reduktion der inneren Lade der Maxillen, deren 
Arbeitsleistung eine viel geringere ist, als bei den ersten Gattungen. 
Die seitlichen Loben des Submentums treten nicht über die ver- 
längert gedachte Basis des Mentums hinaus. Kehle nicht das 
Submentum berührend, vorn im Bogen abgerundet mit 2 Einstichen 
in diesem Bogen und gewöhnlich 2 anderen, vom Vorderrand des 
Prosternums bedeckten, am Grunde der Kehle. Halsschild 
schmaler als die Flügeldecken, breiter als der Kopf, quer, oft be- 
trächtlich. Er ist rings sehr fein gerandet, seine Seitenränder 
krenuliert oder glatt. Schildchen deutlich, halbkreisförmig oder 
dreieckig. Die Flügeldecken sind für die Unterscheidung der 



.314 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

Arten sehr wichtig. Sie haben deutliche Schultern (Flügel vor- 
handen!), die Seiten sind parallel oder divergierend, die Flugei- 
decken sind dementsprechend flach oder mehr oder weniger gebaucht. 
Die Scheibe hat Rippen in verschiedener Zahl oder Punktreihen 
oder ist verworren punktiert. Der Seitenrand ist von der Schulter 
oder der Basis an scharfkantig abgesetzt, bei allen bis jetzt be- 
kannten Arten vor der Spitze sanft geschwungen. Epipleuren sehr 
schmal, hinten rinnenartig vertieft. Schenkel ziemlich schlank, 
am Ende jederseits (wenigstens bei den meisten Arten) mit einem 
kleinen, oft undeutlichen Zähnchen, Unterseite gekantet, wenigstens 
in der apikalen Hälfte. Schienen schlank, rund oder zusammen- 
gedrückt, ungezähnt, gerade oder gekrümmt, ohne Enddornen. Die 
ersten Fufsglieder gleich grofs, das Klauenglied so lang wie die 
andern zusammen. Die Sohle lang bürstig behaart, das Klauen- 
glied sparsam zweizeilig. Klauen grofs, gespreizt. Onychium fehlt. 
Unterseite des Körpers glänzend. Die Brust sehr breit, der 
Raum zwischen den Hüften viel breiter als der Durchschnitt einer 
Hüfte. Prosternum hinter den Vorderhüften sehr breit und flach 
niedergebogen, nicht vortretend. Mittelbrust breit ausgerandet, 
wulstig oder zwischen den Hüften flach. Hinterbrust flach, mit 
eingedrückter Längslinie. Abdomen flach, nur das dritte und vierte 
Segment hinten in der Mitte gewölbt. Analsegment ungerandet. 

Sekundäre G eschlechtsmerkmale scheinen zu fehlen aufser 
einer nicht sehr scharf ausgeprägten Differenz im Habitus. Der 
Forceps der Arten ist grofs oder sehr grofs und beträgt V4 — 1 /3 
der Körperlänge; besondere Auszeichnungen an demselben fehlen. 
Die chitinösen Anhänge der weiblichen Geschlechtsorgane in zwei 
viergliedrige Griffel ausgezogen, deren erste Glieder durch Häute 
verbunden sind; das Basalstück ist sehr schmal, und da oft nur 
das letzte Gliedchen der Parameren die Zweiteilung dokumentiert, 
andererseits meist das ganze Organ sehr schmal cylindrisch ist, so 
gleichen diese Anhänge täuschend einem Forceps. 

Die Gattung hat Vertreter im ganzen mittleren Afrika. 
Tabelle zur Bestimmung der Arten: 
Sämtliche Schenkel mit je einer langen Chitinleiste an der Körper- 
und Aufsenseite aufser den leistigen Unterkanten . . . .1. 
Die Schenkel ohne diese Leisten oder dieselben sind nur im api- 
kalen Viertel angedeutet 3. 

1. Flügeldecken gebaucht, Naht nach birjten aufsteigend . . . 

aerugineus Gerst. 
Flügeldecken subparallel, Naht flach 2. 



H. Gebien: Revision der Pijcnocerini Lac. 315 

2. Halsschild gleichmäfsig gerundet, seine gröfste Breite in der 
Mitte, Epipleuren mit starken Punkten, Mittelbrust zwischen 
den Hüften niedergedrückt, Vorderschenkel gekeult, d h. ihr 
Durchmesser ist etwa */3 ihrer Länge tenuecostatus Fm. 1 ) 
Halsschild vor der Mitte am breitesten, Epipleuren unpunktiert, 
Mittelbrust nicht niedergedrückt, Vorderschenkel schlank, ibre 
Dicke beträgt weniger als 74 ihrer Länge splendens n. sp. 

3. Alle Schenkel ungezähnt, Hinterkörper stark bauchig aufge- 
trieben physopterus Har. 

Schenkel gezähnt, Hinterkörper flach oder schwach bauchig 4. 

4. Endglied der Fühler so lang oder länger als die beiden vorher- 
gehenden zusammen, ihr drittes Glied so lang oder länger als 
die .beiden folgenden zusammen. Halsschild ungezähnt . . 5. 
Endglied und drittes Glied der Fühler kürzer als die beiden 
vorhergehenden resp. folgenden. Halsschild zuweilen gezähnt G. 

5. Flügeldecken grünlich, nur die beiden letzten Segmente des 
Abdomens in der Mitte fein punktiert, die übrigen sehr fein 

lederrunzlig asperatus Pasc. 

Flügeldecken violett, alle Segmente sehr fein punktiert, die 
vorderen nicht lederrunzlig violaceus Fairm. 

6. Flügeldecken bauchig, die Naht ansteigend, Halsschild glänzend, 
in der Mitte undicht punktiert, Fühler und Schienen ziemlich 

rund denficollis Gray. 

Flügeldecken flach, ihre Naht nicht ansteigend, Halsschild 
trübglänzend, auch in der Mitte grob und dicht punktiert, 
Fühler und Schienen deprefs metallicus F. 



1. Metallonolus aerugineus Gerst. 

Monatsber. Akad. Wissensch. Berlin 1855, p. 639; Peters' Reise, 1862 

p. 294, Taf. 17, Fig. 9 (Lagria! aerug.). 

physodes Pasc. (Odontopus!). Ann. a. Mag:. Nat. Hist. (4), VIII, p.355. 

var. festivus Gerst. Arch. f. Naturg., XXXVII, p.64; Decken's Reise, 

III, 2, p.192, Taf. 10, Fig. 4; Harold Col.Hefte XVI, 1879, p.130. 

pvrpurinus Fairm. Ann. Soc. Entom. Belg. 1894, p. 325. 

Diese ostafrikanische Art ist an den gebauchten Flügeldecken 
und den gekanteten Schenkeln leicht kenntlich. 

Färbung der Stammform sehr variabel. Stücke von der Dela- 
goa-Bay haben fast immer prächtig goldene Beine, Fühler und 



x ) Hierher gehört M. cariosus, der sich von dieser Art durch 
ungezähnte Vorderschenkel unterscheiden soll. 



316 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Episternen der Hinterbrust; Kopf, Halsschild und Spitzen der 
Flügeldecken sind purpurn oder violet; die Flügeldecken sind grün 
und die Unterseite purpurn mit grünen Reflexen. Oft sind die 
ganzen Flügeldecken violett oder rötlich. 

Kopf sehr grob und dicht, vorn zusammenfliefsend punktiert, 
nackt, nur am Clypeus mit wenigen schwarzen Borsten. Die Stirn 
ist bei den Augen breit und flach eingedrückt, doppelt gefurcht 
und zwar ist die obere Querfurche die gewöhnliche, den Clypeus 
absetzende, während davor eine zweite liegt, die denselben stark 
verschmälert; beide übrigens schlecht begrenzten Furchen fliefsen 
oft zu einer breiten, flachen, muldigen, grob skulptierten Grube 
zusammen. Clypeus also sehr schmal, vorn gerade mit unmerklich 
vortretenden, abgerundeten Aufsenecken. Seiten des Kopfes vor 
dem Canthus fast rechtwinklig ausgeschnitten. Oberlippe schwach 
ausgebuchtet, gelb bewimpert. Fühler zusammengedrückt, Glied 2 
am kürzesten. Glied 3 so lang wie 4 und 5 zusammen, jedes 
folgende an der Spitze grubig vertieft, quer, mit 4 deutlichen Ecken, 
Glied 11 ist mattschwarz, lV2rnal so lang als 10, am Ende gerade 
abgestutzt mit deutlichem Innen- und rundem Aufsenwinkel. Alle 
Glieder sind sparsam schwarz beborstet, die ersten Glieder sind 
grob, die andern allmählich feiner punktiert. Mentum etwas quer, 
seine Seitenränder sind scharf, der Vorderrand ist gerade und hat 
deutliche Aufsenecken. In der vorderen Hälfte stehen zwei grofse 
Höcker dicht beieinander, die Oberfläche ist grubig punktiert und 
in den Gruben mit abstehenden schwarzen Borsten besetzt. Zwischen 
Ligula und Mentum steht eine Membran. Ligula also weit ent- 
fernt, mit Hals, der im Bogen abgeschnürt ist, ihre Vorderkante 
ausgebuchtet mit langen, gelben Borsten. Die Labialpalpen, deren 
letztes Glied kugelig mit kleiner, aufgesetzter Spitze ist, stehen in 
kreisförmigen Gruben. Diese Gruben sind durch eine schmale 
Cbitinfalte getrennt, die in die Vorderecken läuft und den Vorder- 
rand wulstig erscheinen läfst. Submentum mit sparsamen, groben 
Punkten. Kehle sehr fein gerunzelt, zwischen den Einstichen mit 
andersgefärbtem Spiegelfleck. Halsschild quer, lV2mal so breit 
als lang. Der groben Skulptur wegen ist die Randung nur an den 
Seiten deutlich. Vorderecken fehlen, die Hinterecken sind stumpf- 
winklig. Seiten in gleich mäfsigem Bogen stark gerundet mit der 
gröfsten Breite eben vor der Mitte. Oberfläche mit tiefen, groben, 
an den Seiten zusammenfliefsenden Punkten; die Propleuren mit 
groben, freistehenden Punkten und Runzeln bedeckt, an den Hüften 
aber glatt. Schildchen dreieckig, glatt. Flügeldecken mit 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini /,ae. 817 

Schultern, ihre Seiten divergierend; in der Form bauchig, beim 
Weibchen mehr, beim Männchen minder, die Naht, von der Seite 
gesehen, vom Skutellum an aufsteigend, hinter der Mitte am höch- 
sten, dann steil abfallend. Oberfläche grob verworren punklirt; 
gewöhnlich sind, nur den unbewaffneten Augen deutlich, ein paar 
Streifen ausgebildet. Jederseits neben der Naht läuft ein schmaler, 
glatter Streifen, der ein paar weitläufige, viel feinere Punkte trägt. 
Spitze der Flügeldecken schwach vorgezogen. Seitenrand an der 
Schulter beginnend, an der Basis kaum angedeutet. Epipleuren 
glatt, an der Innenkante mit einem Saum von hinten her einge- 
stochener Punkte. Sämtliche Schenkel mit 4 Kanten, zwei kre- 
nulierteu an der Unterseite der apikalen Hälfte, die in je ein Zähn- 
chen auslaufen, je einer an der Körper- und Aufsenseite; diese 
beiden letzteren sind glatt, scharf und laufen wenigstens 2 /3 der 
Schenkellänge entlang. Die Oberfläche der Schenkel ist nackt und 
hat grobe, nicht zusammenfliefsende, von hinten her eingestochene 
Punkte, ihre Basis ist querrunzlig. Schienen flachgedrückt, oft 
an der Aufsen- und Körperseite rinnenartig vertieft; die Innenkante 
gerade oder schwach gekrümmt und gegen das Ende fein gelb 
tomentiert, die Aufsenecke schräg abgeschnitten und der Abschnitt 
durch Kanten begrenzt, glatt, die Schienen sonst fein lederrunzlig. 
Auf dem Prostern um läuft eine tiefe Furche jederseits neben der 
Hüfte, so dafs die Mitte gewölbt hervortritt; das Ende ist breit, 
flach, ungerandet. Die Mittelbrust ist wulstig, vorn breit ausge- 
randet, steil abschüssig; der abschüssige Teil durch eine Furche 
begrenzt und in der Mitte zwischen den Hüften sattelförmig ein- 
gedrückt. In diesem Sattel steht ein feiner Längskiel, der am 
Vorderrande der Brust oft höckerartig vortritt. Hinterbrust spiegel- 
glatt, nur an den Seiten querrunzlig und neben den anders ge- 
färbten, grob punktierten Episternen mit einigen groben Punkten 
versehen, die Mitte mit eingedrückter Längslinie. Abdominal- 
segmente in der Mitte spiegelglatt, äufserst fein lederrunzlig, das 
Analsegment fein aber deutlich punktieit, die Seiten der vorderen 
Segmente durch flache Eindrücke, feine Runzeln und Punkte uneben. 

cf. Schlanker, weniger bauchig. Forceps verhältnismäfsig klein, 
1 /i der Körperlänge betragend. 

$. Mit stark gebauchten Flügeldecken. Die äufseren Anhänge 
der weiblichen Geschlechtsorgane sind sehr auffallend. Beide An- 
hänge bilden einen etwa cylindrischen bis auf die feinen Endglieder 
der Parameren zusammengewachsenen Körper, dessen Basalglied 
sehr schmal ist, aber sich am Mittelstück stark höckerartig absetzt. 



318 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

Die Mittelstücke sind sehr lang, wenigstens 8 mal so lang als das 
freie Endglied, das in den schräg abgeschnittenen grubig vertieften 
Enden des vorletzten Gliedes steht. 

Länge lö 1 /^ — 21 mill. In den südlicheren Teilen von Ost- 
afrika. Mosambik, Delagoa-Bay (hier häufig). 

Die Varietät festivus Gerst, von ihm als eigene Art (Aspido- 
sternum) aufgefafst und später noch einmal von Fairmaire als 
Aspidosternum purpurinum beschrieben, ist eine durch grünen Kopf 
und Halsschild, grünblaue Fühler und Beine und wundervoll purpur- 
rote Flügeldecken, deren Seiten oft violette Reflexe zeigen und 
deren Spitze zuweilen metallisch ist, ausgezeichnete nördliche Form. 
Ihre Unterseite ist grün metallisch. 

Länge 17 — 23 mm. In Deutsch-Ostafrika häufig. Dar-es-Salaam, 
Kiriama, Sansibar, Usaramo, Usambara, Bagamoyo, Mrogoro (pur- 
purinum nach Fairmaire). 

2. Metallonotus splendens n. sp. 

Körper flach, grün metallisch, lebhaft glänzend, Beine und 
Fühler mit blauem Schimmer. 

Kopf sehr grob, zusammenfliefsend punktiert. Clypeus nur 
durch eine breite Furche abgesetzt, schmal, Vorderkante fast 
gerade; die Seiten vor den Augen tief ausgeschnitten, dann voll- 
kommen parallel. Oberlippe mit verrundeten Aufsenwinkeln, vorn 
gerade, bewimpert. Falten am Innenrande der Augen undeutlich. 
Fühler flachgedrückt, Glied 3 so lang wie 4 und 5 zusammen, 
Glied 11 P/2 mal so lang als 10, matt, ohne Aufsenwinkel, aber 
mit Innenwinkel, die ersten Glieder glänzend, beborstet, die ersten 3 
grob, die folgenden fein punktiert und zwar die letzten kaum wahr- 
nehmbar. Mentum mit schwach gerundeten Seiten, so breit wie 
lang, durch zwei grofse Tuberkeln in der Mitte der Vorderhälfte 
hoch gehöckert, sehr grob punktiert und schwarz beborstet, sein 
Vorderrand gerade. Die Ligula ist so breit wie das Mentum, 
nach hinten kaum verschmälert, dem Mentum fast bis zum Grunde 
der Palpen nahegerückt, ihr Vorderrand ist tief ausgebuchtet und 
jederseits lang behaart. Tuberkel zwischen den Palpen nicht sehr 
grofs, ihr Verlauf in die vollkommen abgerundeten Vorderecken 
der Ligula nicht sehr deutlich; das letzte Glied der Labialpalpen 
ist umgekehrt birnförmig. Aeufsere Lade der Maxillen schief 
dreieckig, die innere wenig überragend. Submentum durch in- 
einanderfliefsende Punkte grob skulptiert, mit den beiden Einstichen 
am Vorderrand, zwischen denselben nur trübglänzend. Halsschild 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 319 

l'/ß mal so breit wie lang, seine Seiten vor der Mitte am breitesten 
und dort abgerundet winklig, nach hinten hin geradlinig verengt. 
Die Vorderecken fehlen, die Hinterecken sind deutlich. Er ist 
ringsum deutlich gerandet, seine Oberfläche ist grob, auf der Scheibe 
unregelmäfsig, nach den Seiten zu dichter punktiert, durch einen 
mittleren Längseindruck und seitliche Eindrücke ganz uneben. Die 
Pleuren des Pronotums aufsen grob punktiert, nahe den Hüften 
glatt. Schildchen gerundet dreieckig, blaugrün. Naht der Flügel- 
decken von der Seite gesehen bis auf 2 /z ihrer Länge ganz wage- 
recht, dann nicht sehr steil in die nicht besonders vorgezogene 
Spitze abfallend. Die Seiten divergieren beim cT mehr, beim 2 
weniger. Die Oberfläche ist sehr grob und dicht punktiert, die 
Punkte sind viel gröfser als ihre Zwischenräume. Neben der Naht 
bilden die Punkte eine furchig vertiefte Reihe, sodafs ein glänzender 
Nahtstreif entsteht. Der leistenartig abgesetzte Seitenrand beginnt 
schon jenseits der Schulter. Die Epipleuren sind glatt, eine Punkt- 
reihe hart neben dem Innenrand ist kaum wahrnehmbar oder fehlt. 
Sämtliche Schenkel schlank, die Unterseite der apikalen Hälfte 
mit zwei scharfen, krenulierten Längsleisten, die mit einem Zähn- 
chen enden. Aufserdem finden sich an der Aufsen- und Körper- 
seite (an dieser aber an den beiden hinteren Schenkelpaaren nur 
angedeutet) je eine leistig abgesetzte Kante von wenigstens halber 
Schenkellänge. Die Schenkel sind sehr fein und flach punktiert, 
ihre Basis querrunzlig. Alle Schienen schwach gekrümmt, flach 
gedrückt, das Ende der Innenkante gelb tomentiert, die Aufsen- 
kante nicht lang schräg abgestutzt. Unterseite schwarzgrün, die 
Seiten des Abdomens metallisch. Prosternum zwischen den Hüften 
jederseits aufgebogen, das Ende niedergedrückt, flach, gerunzelt, 
ungerandet. Mittelbrust wenig steil abfallend, einfach sattelförmig 
eingedrückt, der abschüssige Teil vorn nicht begrenzt. Hinterbrust 
spiegelglatt, mit scharfer Längsfurche, ihre Seiten mit feinen Punkten, 
die je eine Borste tragen, die Episternen grob punktiert. Abdomen 
flach, sein 3. und 4. Segment am Hinterrand gewölbt, die Seiten 
uneben und punktiert, das Analsegment in der Mitte fein und weit- 
läufig, an den Seiten gröber punktiert. 

cf. Schlanker, die Seiten der Flügeldecken subparallel. 

$. Flügeldecken an den Seiten divergierend. Die Anhänge 
der weiblichen Geschlechtsorgane von denen der vorigen Art ver- 
schieden. Der Grundteil kaum dicker und ebenso breit wie das 
Mittelstück, am Ende gehöckert, von den folgenden Gliedern ist 
das erste kurz, kaum halb so lang wie das folgende (an der Innen- 



320 //. Gebien: Revision der Pycnoceririi Lac. 

kante gemessen), dieses viermal so lang als das dritte. Letzteres 
(das vorletzte) am Ende schon frei und nur bis zur Mitte durch 
Häute verbunden. Die Endglieder sind länglich, pinselartig behaart, 
die vorhergehenden beborstet. 

Länge 17 — 21 mill. 2 Ex. cT, $ von Nguelo, Usambara (von 
Heyne, Berlin) in meiner Sammlung, 2 andere, cT $» des Berliner 
Museums sind bezettelt: Ostafrika, Kärger V. 

3. Metallonotus tenuecostatus Fairm. 
Ann. Soc. Ent. Fr. 1897, p. 130. 

Kopf grob, zusammenfliefsend punktiert, am Clypeus feiner 
und weitläufiger; statt der Furche finden sich nur einige grubige 
Vertiefungen. Die Seiten des Kopfes vor den Augen stark nach 
vorn verengt. Vorderrand des Clypeus gerade, seine Aufseneeken 
stumpf aber deutlich. Die Fühler sind kurz und kräftig, kaum 
flachgedrückt; das dritte Glied ist so lang wie das vierte und fünfte 
zusammen, die folgenden sind quer und haben deutliche Ecken 
aber keinen Eindruck an der Spitze, das letzte ist ca. P/amal so 
lang wie das zehnte, mattschwarz, während die übrigen glänzend 
blau sind. Borsten fehlen an den Fühlern und dem übrigen Kopf. 
M ent um quer, seine Seiten gleichmäfsig, sanft gerundet, der Vorder- 
rand gerade, auf der grob punktierten, nicht beborsteten Oberfläche 
stehen 2 starke, konische Höcker, die einen tiefen Zwischenraum 
zwischen sich lassen, sie stehen etwa in der Mitte, dem Vorder- 
rande ein wenig näher als dem Hinterrande. Ligüla etwas schmaler 
als das Mentum, weit von demselben entfernt, nach hinten geradlinig 
verengt, ihr Vorderrand sanft ausgebuchtet. Zwischen den Palpen 
steht eine scharfe Wand, die nach vorn leistenförmig in die Vorder- 
ecken läuft, aber den Vorderrand in der mittleren Partie freiläfst. 
Kehle fast glatt, mit Spiegelfleck neben den Einstichen. Der 
Halsschild ist stark quer, fast doppelt so breit wie lang, stark 
gewölbt, die Randung wenig deutlich. Die Seiten sind ungezähnt, 
in ganz gleichmäßigem Bogen gerundet, in der Mitte am breitesten; 
Vorder- und Hinterecken sind verrundet. Die Oberfläche ist an 
den Seiten ganz dicht, auf der Scheibe unregelmäfsig grob punktiert, 
Propleuren grob und dicht punktiert. Schildchen quer, mit 
schwach vortretender Spitze, durch Eindrücke und Punkte uneben. 
Die Farbe des Kopfes, Halsschildes und Skutellums ist ein dunkles, 
glänzendes Grün. Die Flügeldecken grünbronze, stark glänzend, 
sehr stark gewölbt, die Seiten nahezu parallel. Die Naht ist auf 
3 /i der Länge annähernd wageiecht und fällt dann ziemlich steil in 



H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 321 

die nicht vorgezogene Spitze ab. Die Seitenleiste beginnt unter- 
halb der Schulterbeule, fehlt also an der Basis. Die Oberfläche 
ist sehr grob und dicht punktiert, die Punkte sind gröfser als ihre 
Zwischenräume. Diese bilden nach der Naht zu deutliche Rippen, 
während die Seiten verworren punktiert sind. Alle Schenkel mit 
4 Kanten, zwei krenulierten Unterkanten, die in winzige Zähnchen 
auslaufen, und den beiden Seitenleisten. Die vorderen sind etwas 
keulig verdickt, ihr Durchmesser beträgt etwa V3 ihrer Länge. Die 
Oberfläche der Schenkel ist undicht, nicht sehr stark punktiert, 
stark glänzend blau wie die Schienen. Diese sind flachgedrückt, 
die vorderen kräftig gekrümmt, die hinteren beiden Paare schwach, 
ihre Aufsenkante unten schräg abgeschnitten, die Innenkanten gegen 
das Ende fein gelb tomentiert. Das Prosternum ist jederseits 
an den Hüften furchig vertieft, die Mitte gewölbt, das Ende nur 
schwach gerundet, beinahe gerade, längsrunzlig, ungerandet. Mittel- 
brust sattelförmig eingedrückt, vorn schwach abfallend, ungekielt. 
Hinterbrust spiegelglatt, mit schwacher, mittlerer Längsfurche, die 
Seiten zuerst sehr fein gekörnt und dann grob punktiert. Das Ab- 
domen ist wie bei den anderen Arten skulptiert. 

Länge 14 mill. Für diese Beschreibung hat mir nur ein Tier 
au3 dem Berliner Museum vorgelegen von Malange (Pogge), das 
die Bezeichnung »Aspidostemum svbstriatum Kolbe n. sp.« trug. 

Fairmaire's Type vom Congo habe ich nicht gesehen. Es ist 
also nicht über allen Zweifel erhaben, dafs die obige Beschreibung 
richtig auf Fairmaire's Art bezogen ist. 

4. Metallonotus cariosus Fairm. 
Ann. Soc. Ent. France 1897, p. 130. 

Diese Art ist mir unbekannt geblieben. Nachstehend die Ori- 
ginalbeschreibung Fairmaire's. 

Long. 13 — 15 mill. Oblongum, postice haud sensim ampliatum, 
sal convexum, caendeum, modice nitidum, ehjtris obscure purpureis, 
sublus magis fusco-caerulescens , nitidius, pedibus magis caeruleis, 
capite deitse parietal orugoso, antice leviter impresso, antennis modice 
crassis, prothoracis basin atlingentibus <$, brevioribus £, apicem 
versus vix crassioribus, articulo tertio duobus sequentibus conjunetis 
aequali, ultimo oblongo, praecedenti paulo longiore, haud crassiore, 
prolhorace transverso, elgtris angusliore, lateribus rotundato, dorso 
dense punetato-rugoso, medio longitudindliter impresso, angulis valde 
obtusis, anticis fere rotundatis ; scvtello obtuso, impressiusculo ; ehjtris 
oblongis, ad humeros rotundalim angulatis, dorso forliter ac dense 

Deutsche Entoraol. Zeitschrift 1904. Heft II. 21 



322 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

punctato-cariosis, costulis interruptis, suturam versus magis distinctis, 
sed extus confusis; subtus fere laeve, segtnentis ventralibus basi et 
lateribus (ultimo apice) punctulatis , pedibus sat validis, ruguloso- 
punctatis, femoribus intus lineola elevata signatis, tibiis paulo com- 
pressis, quatuor anticis leviter curvatis. — Guinee. — Ma collection. 
Bei der Beschreibung von tenuecostatum , welche Art er mit 
cariosum vergleicht, sagt er noch von dieser Art: „Chez le cariosum 
les points (der Flügeldecken) sont plus gros et entament bien plus 
les cötes, ce qui les rends plus ondulees." „ — les femurs (von 
tenuecostatuni) anterieurs presentent en dessous ä l'extremite 2 tres 
petites dents, qui n'existent pas chez le cariosum.* 

5. Metallonotus physopterus Harold. 
Mitt. Münchn. Ent. Ver. IV, 164. 

Diese Art ist an den ungezähnten Schenkeln und dem ziemlich 
einfarbigen, hinten hoch aufgetriebenen Körper sofort kenntlich. 

Ganz grün bronzeschimmernd. Kopf und Halsschild glänzend. 
Kopf zwischen den Augen schwach aber deutlich gewölbt, in der 
Mitte längsgefurcht. Die den Clypeus absetzende Furche einfach, 
wenig scharf, an den Enden grubig vertieft; nur bei einigen Männ- 
chen doppelt, und dann ist die vordere Furche scharf. Augenfalten 
undeutlich; Oberfläche grob und undicht, etwas dichter in den 
Furchen punktiert; Clypeus schmal, aber viel breiter als bei 
aerugineus, feiner punktiert, sein Vorderrand fast gerade abgestutzt, 
seine Vorderecken stumpfwinklig aber scharf, der Seitenrand nach 
vorn vom Canthus an ziemlich geradlinig verengt. Fühler mit 
cylindrischen, kaum wahrnehmbar depressen Gliedern, ihr drittes 
Gied etwas kürzer als das vierte und fünfte zusammen, vom vierten 
an so lang wie breit, mit verrundeten Winkeln, alle an der Basis 
punktiert und mit einem die Spitze überragenden Borstenkranz 
versehen. Das letzte Glied ist l^mal so lang wie das zehnte, in 
der Form nicht sehr konstant, meist rbomboidisch, d. h. mit spitzem 
Innen- und stumpfen Aufsenwinkel, das Ende nicht gerade abge- 
stutzt. Dieses Glied ist mattscbwarz, die anderen sind dunkel- 
grünblau glänzend. Das M ent um ist vorn kräftig gehöckert. Die 
beiden Höcker sind aber oft kaum von einander getrennt; dann 
bildet sich eine aufgetriebene Beule vor der Mitte. Die Seiten 
sind stark gerundet, die gröfste Breite liegt vor der Mitte, die Ver- 
engung nach hinten ist geradlinig, der Vorderrand ist gerade, die 
Oberfläche ist sehr grob, ineinanderfliefsend punktiert und mit 
schwarzen Borsten besetzt. Die Ligula liegt frei, sie ist schmaler 



H. Gebien: Revision der Pijcnocerini Lac. 323 

als das Mentum, nach hinten allmählich in einen Hals verengt. 
Die Gruben, in welchen die Palpen eingesetzt sind, sind grofs, flach 
und durch einen schmalen, geraden Kiel getrennt; dieser verbreitert 
sich nach vorn und bildet einen dicken, breiten Saum des Vorder- 
randes. Der Rand ist in der Mitte ausgebuchtet, gelb bewimpert, 
seine Vorderecken sind scharf. Letztes Glied der Labialpalpen 
gerade abgestutzt. Die äufsere Lade der Maxi 11 en ist etwa gleich- 
seitig dreieckig, das letzte Glied der Palpen bildet auch etwa ein 
gleichseitiges Dreieck mit verrundeten Ecken. Die matte, glatte 
Kehle hebt sich von dem grob punktierten Unterkopf scharf ab, 
sie ist vorn breit verrundet, fast halbkreisförmig. Hals Schild an 
der Basis so breit wie lang, an der breitesten Stelle vor der Mitte 
ca. l^mal. Die sehr feine Randung ist vorn in der Mitte unter- 
brochen. Der Seitenrand ist uneben , aber nicht gezähnt. Ober- 
fläche ziemlich grob und weitläufig punktiert, die Mitte der Länge 
nach vertieft und jederseits mit einigen Unebenheiten. Schildchen 
dreieckig, zuweilen mit Quereindruck. Flügeldecken mit stumpf- 
winkligen Schultern, dicht hinter dem Schildchen etwas deprefs, 
dann steigt die Naht bis etwas hinter die Mitte stark an; hier ist 
der Käfer (und zwar das viel bauchigere Weibchen) ca. 14 mm 
hoch; dann fällt die Naht in die schwach vorgezogene Spitze steil 
ab. Die Oberfläche ist dicht und verworren punktiert, doch sind 
zuweilen, nur dem blofsen Auge deutlich, vier glatte Längsstreifen 
bemerkbar. Die Seiten sind vor der Spitze schwach ausgeschweift. 
Der Seitenrand ist über die Schulter hinaus deutlich, er liegt unter 
der gröfsten Flügeldeckenbreite , ist also von oben nicht sichtbar. 
Epipleuren mit einzelnen kleinen Körnchen besetzt. Die Schenkel 
sind sehr schlank und zart, die Körper- und Aufsenseite ohne 
leistenförmige Kanten, die Unterseite mit kurzen Kanten, die nicht 
in Zähne auslaufen. Die Oberfläche ist durch Längsrunzelung und 
grobe Punktierung matt, die Basis ist querrunzlig. Alle Schienen 
seitlich etwas zusammengedrückt, schwach gekrümmt, gegen das 
Ende verschmälert, glänzend, punktiert, nur die äufserste Spitze 
der Innenkante gelb tomentiert. Prosternum am Ende breit, 
flach, ungerandet, zwischen den Hüften flach. Mittelbrust zwischen 
den Hüften breit eingedrückt, an denselben gewulstet, in der Mitte 
schwach längsgekielt. Die Hinterbrust ist spiegelglatt, der gan- 
zen Länge nach durch eine eingedrückte Linie geteilt, die Seiten 
fein querg^strichelt, die Episternen und Epimeren grob punktiert. 
Das Abdomen ist in der Mitte glatt und flach, nur das 3. und 

21* 



324 H. Gebien : Revision der Pycnocerini Lac. 

4. Segment sind hinten gewulstet. Die Seiten und das Anai- 
segment durch Punktierung, Körnelung, Strichelung und flache 
Eindrücke uneben. 

<j\ Die Männchen sind viel schlanker, schwächer gewölbt als 
die Weibchen. Der Forceps ist etwas über 4; der Körperlänge, 
seine Spitze ist dünn und lang abgesetzt. 

$. Die Weibchen sind an den stark gebauchten Flügeldecken 
sofort zu erkennen. Die äufseren Anhänge der weiblichen Ge- 
schlechtsorgane sind zwei lange, sehr zarte, mit den Enden stark 
gegeneinander gerichtete Griffel. Ihr Endglied ist etwas kürzer 
und wenig schmaler als das vorletzte, dieses so lang wie das 
zweite Glied. 

Länge 18 — 26 mill. Selten. In. den Sammlungen der Museen 
Paris, Brüssel, Stettin, Berlin und in der eigenen. Revidiert 13 Ex. 

Hab. Oberginea bis Kamerun: Ashantis (Asente Akem), Cöte 
d'Ivoir (Reg. de San Pedro), (Haute Cavally); Alt- u. Neu-Calabar; 
Kamerun (Mundame a. Mungo). 

6. Melallonotus denticollis Gray. 

Griff. Anim. Kingd. II, 1832, t. 80, f. 4. — Westwood, 
Trans. zool.Soc. III, p. 220. 
gibbosus Gray. 1. c. p. 789, tab. 74, f. 4. 
melallonotus Gray 1. c. p. 35. 

var. antiquus Harold. Mitt. Münchn. Ent. Ver. II, p. 107. — Col. 
Hefte XVI, p. 130, t. I, f. 7. 
rugulosvs Fairm. Ann. Soc. Ent. Fr. 1897, p. 129. 
var. rugosus m. 

Diese grofse, grüumetallische Art ist ganz aufserordentlich 
variabel. Wem nur typische Stücke von dem alten denticollis aus 
Oberguinea und solche von antiquus Har. vom Congo vorliegen, 
der wird schwer verstehen können, wie man so verschiedene Tiere 
zu einer Art vereinigen kann. Zahlreiche Uebergangsformen, die 
mir besonders von Kamerun vorliegen, zwingen aber zu dieser 
Mafsnahme. 

Kopf glänzend; grob, aber sehr weitläufig, nur in der Quer- 
furche etwas dichter punktiert; diese ist einfach, tief, schlecht be- 
grenzt; oft ist die ganze Stirn vorn grubig ausgehöhlt; zwischen 
den Augen steht ein grubiger Längseindruck, Augenfalten fehlen. 
Kopf an den Seiten vor den Augen nicht parallel, sondern kräftig 
nach vorn verengt. Clypeus vorn in sanftem Bogen ausgeschnitten, 
seine Vorderecken etwas spitz vortretend; Epistom selbst breit, 



//. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 325 

wulstig. Fühler nur in den letzten Gliedern etwas deprefs, 
Glied 4 — 6 perlig, die folgenden eckig und mehr aneinander- 
sehliefsend, die Basis der Glieder mit Borstenpunkten, Borsten 
schwarz, drittes Glied etwas kürzer als das vierte und fünfte zu- 
sammen, das letzte Glied mattschwarz, meist mit etwa recht- 
winkligem Innen- und abgerundetem Aufsenwinkel, seine Gestalt 
und Gröfse schwanken ganz bedeutend sowohl in der Stammform 
als auch in der Varietät anliquvs Har. Bei Tieren, die sich sonst 
in nichts unterscheiden, finden wir oft ganz verschieden gestaltete 
Endglieder der Fühler. Bei einem Stück meiner Sammlung aus 
Akkra ist das letzte Glied so breit wie lang und wird nach dem 
Ende zu breiter, ein Tier aus Togo hat ein parallelseitiges ver- 
längertes Endglied. Zuweilen ist der Innenwinkel spitz vorgezogen, 
zuweilen fast abgerundet. Mentum quer, breiter als die Ligula, 
mit stark gerundeten Seiten, vor der Mitte am breitesten, hinter 
derselben nicht eingezogen, die vordere Hälfte der Scheibe mit den 
charakteristischen beiden Höckern, Vorderrand gerade, Oberfläche 
bei den Höckern grob skulptiert, hinten glatt. Ligula fast stets 
bis zur Basis der Fühler, ja vereinzelt darüber hinaus, unter dem 
Mentum liegend, die Verbindung zwischen den beiden Teilen des 
Labiums also ziemlich fest; Vorderrand seicht ausgebuchtet, fast 
gerade, gelb bewimpert, Vorderecken breit verrundet. Die Tuberkel 
schiebt sich eis stumpfes Dreieck von vorn zwischen die Palpen, 
deren letztes Glied breit oval ist. Die äufsere Lade der Maxillen 
bildet ein gleichseitiges Dreieck, sie überragt die innere Lade um 
ein Geringes. Submentum mit Grübchen in der Mitte. Kehle 
breit dreieckig, mattschwarz, zwischen den Einstichen mit Spiegel- 
fleck. Der Halsschild ist in mancher Hinsicht variabel. Die 
Stammform hat meist einen stark queren (2 mal so breit wie lang) 
Halsschild, dessen Seitenränder deutlich gezähnt sind. Manche Tiere, 
die nach Wölbung und Skulptur der Flügeldecken unzweifelhaft 
zur Stammform gehören, zeigen aber einen fast glatten, nur schwach 
gewellten. Seitenrand, ein Stück meiner Sammlung zeigt jederseits 
einen spitzen Zahn, etc.; es greift also dieses Merkmal, das bisher 
als wichtiges Kriterium der Art denticollis s. str. galt, nicht durch. 
Die Randung ist deutlich, aber sehr fein und schmal und geht an 
den Seiten den Zähnen nach. Oberfläche glänzend, mit kräftigen, 
weitläufigen Punkten, die an den Seiten dichter und unregelmäfsig 
stehen und einigen groben, verschieden angeordneten Eindrücken. 
Vorderwinkel sehr stumpf oder verrundet, ebenso die Hinterwinkel, 
diese letzteren zuweilen durch eine kleine Einschnürung vor der 



326 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Basis rechtwinklig. Schild chen ogival, uneben, von der Farbe 
des grünlichen Halsschildes. Flügeldecken metallisch, mit 
schrägen Schultern, bauchig, die Naht bis zur Mitte oder eben 
dahinter ansteigend und dann steiler in die nicht oder unmerklich 
vorgezogene Spitze abfallend, sodafs dort ein etwa halber rechter 
Winkel entsteht. Der scharf abgesetzte Seitenrand beginnt schon 
an der Basis. Die Oberfläche ist glänzend, durch grobe, unregel- 
mäfsige, zusammenfli> fsende Punkte oder Grübchen rauh, diese 
Grubchen sind meistens stellenweise in Reihen geordnet, sodafs 
Rippen angedeutet sind. Im Grunde der Grübchen stehen Körn- 
chen, die bei frischen Stücken schwarze Börstchen tragen. Meistens 
findet man jedoch ganz nackte Tiere, die nur an den Sei'en der 
Hinterbrust Doch Spuren von Beborstung zeigen. Epipleuren glatt, 
ohne Punktsaum am Im:enrande, höchstens mit ganz vereinzelten 
Körnchen. Alle Schenkel mit zwei äufserst kleinen Zähnchen 
vor dem Ende der kurzen, krenulierten Unterkanten. Leisten an 
der Aufsen- und Körperseite fehlen. Die Schenkel sind deutlich, 
oft stark und längsrunzlig punktiert und bei frischen Stücken 
schwarz beborstet. Die Schienen sind in der Stammform meist 
ganz rund. Einige Stücke des Brüsseler Museums vom Congo 
zeigen aber deutlich depresse Schienen, die man bei antiquus fast 
ausschliefslich findet. Die Schienen sämtlicher Beine sind gekrümmt, 
die der hinteren am schwächsten; ihre Skulptur ist die der Schen- 
kel. Unterseite grün m< tallisch. Mitte der Brust spiegelglatt. 
Prosternum niedergebogen, ungerandet, jederseits der Hüfte mit 
schwachem Eindruck. Mittelbrust steil abfallend, der Abfall scharf 
begrenzt, die Mitte nicht sattelförmig eingedrückt. Hinterbrust mit 
scharfer Mittelfurche, die Seiten und die Anhänge punktiert und 
beborstet. Abdomen in der Mitte spiegelglatt, aber äufserst fein 
längsrunzlig, die Seiten und das Analsegment punktiert und uneben, 
das letztere oft scharf gezunzelt. 

Sekundäre Geschlechtsmerkmale scheinen zu fehlen. 

cf. Der Forceps ist aufserordentlich grofs und beträgt 4- der 
Körperlänge, ist also der gröfste bei der ganzen Subfamilie der 
Pycnoceriden. 

$. Die chitinösen Bestandteile der weiblichen Geschlechts- 
organe sind denen der vorigen Arten ähnlich, aber gut verschieden 
durch die Gröfsenverhältnisse ihrer Glieder und die Beweglichkeit 
der Enden. Der Basalteil ist verhältnismäfsig breit, von da ab 
verengt sich das Organ ganz beträchtlich, das letzte, vorletzte und 
die Spitze des zweiten Gliedes der Parameren sind frei. Alle 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 327 

Glieder sind etwa gleich lang, nur das pinselartig behaarte End- 
glied ist etwas kürzer. 

In einem der untersuchten Weibchen fanden sich ca. 80 — 100 
reife Eier, die täuschend kleinen Gerstenkörnern glichen, da sie 
auf der einen Seite eine Furche hatten. Ihre Länge beträgt 1 mill. 

Als Stammform denticollis Gray fasse ich solche Tiere auf, 
deren Halsschild stark quer und an den Seiten meist gezähnt oder 
gewellt ist. Die Flügeldecken sind gehöckert, die Naht ist also 
nicht in regelmäfsiger Kurve gebogen, ihre höchste Höhe liegt etwa 
in .der Mitte, ihre Oberfläche hat die Grübchen in unregelmäfsigen 
Reihen stehend. Oberfläche grünbronze. 

Länge 21 — 24 mill. Häufig. In den meisten Sammlungen. 
Gesehen 30 Expl. 

Vorkommen: Ashantis (Asente Akem), Togo, Akkra (Gold- 
küste), Buguma, Kamerun, Gabun, Loulouaburg, Lukungu, Beni 
Bendi (Sankuru), Zonge (Mokuanguay), Region des Tanganyika. 

Abart rugosus m. Diese Form nimmt eine Zwischenstufe 
zwischen der Stammform und der folgenden Abart ein, namentlich 
inbezug auf die Wölbung der Flügeldecken. Diese sind überdies 
ganz verworren punktiert, ohne Rippenbildung, der Seitenrand des 
Halsschildes ist glatt oder schwach gewellt. 

Länge 22 — 24 mill. In den Sammlungen des Berliner, Stettiner, 
Brüsseler und Stockholmer Museums und in der eigenen. Gesehen 
10 Expl. 

Kamerun (Yaunde-Station, Barombi-Station), Fernando-Poo, 
Ibembo, Matadi, Congo. 

Abart antiquus Har. (von Fairmaire noch einmal als Asp. 
rugulosvm beschrieben). Bei dieser Form sind die Flügeldecken 
in schwächerem, ziemlich regelmäfsigem Bogen gewölbt, meist auch 
verhältnismäfsig länger; auf ihrer Oberfläche finden sich ziemlich 
regelmäfsige fast bis an die Spitze deutliche, erhabene Streifen, die 
unregelmäfsige Doppelreihen grober Punkte einschliefsen. Der 
Seitenrand des Halsschildes (welcher übrigens meist schmaler ist) 
ist ungezähnt, höchstens uneben. 

Länge 19 — 29 mill. In den meisten Sammlungen. Revidiert 
29 Expl. 

Niam-Niam, Loulouaburg, Beni -Bendi (Sankuru), Popoca- 
bacca, Stanley-Fälle, Abessynien, Buguma (Neu-Calabar), Liberia, 
Asente -Akem (Ashantis). Diese Form ist also ebensoweit ver- 
breitet wie die Stammform. 



328 H. Oebien: Revision der Pycnoeerini Lac. 

7. Metallonolus metallicus F. 

Syst. El. I, p. 157. 
ci/aneusF. Ent. Syst. IV. App. p. 439. — Mäklin Act. Fenn. 1863, 

p. 548. 
speciosus Bertolini Nov. Comm. Ac. Bonon. X, 1849, p. 426. — Pascoe 

Ann. a. Mag Nat. Hist. (4). VIII, p. 356. 
var. elegans m. 
var. ffloriosus m. 
var. sumptuosus Har. Mitt. Münchn. Ent. Ver. II, p. 107, Col. Hefte 

XVI, p. 130. 
var. prasinus m. 
var. Simulator m. 

Auch diese Art ist sehr variabel, wenn auch nicht in dem 
Mafse wie die vorhergehende, da sich die Veränderlichkeit haupt- 
sächlich nur auf die Farbe und die Skulptur der Oberseite bezieht. 

Kopf ziemlich gleichmäfsig und dicht punktiert, auf dem 
Scheitel nicht weitläufiger, zwischen den Augen nicht muldig ver- 
tieft. Furche zwischen Kopfschild und Clypeus ziemlich schmal 
und deutlich, einfach, an den Seiten grubig vertieft. Clypeus vorn 
gerade abgestutzt mit stumpfwinkligen, nicht vortretenden Winkeln, 
an den Aufsenecken mit einigen schwarzen Borsten. Fühler etwas 
flach, die Glieder gut aneinanderschliefsend, nicht eingedrückt, 
drittes Glied etwas kürzer als das 4. und 5. zusammen, mit einigpn 
grob °n Punkten, die folgenden fein punktiert, glänzend, mit langen, 
anliegenden, schwarzen Haaren, Glied 11 unregelmäfsig rechteckig, 
l^mal so lang als das zehnte, mattschwarz, dicht punktiert. 
Mentum schmal, von der Breite der Ligula, die beiden Höcker 
sind niedrig, weit voneinander entfernt, fast in den Vorderecken 
liegend, und verflachen sich nach hinten allmählich bis in die 
Hinterecken, die scharfkantigen Seiten sind kaum gerundet, nach 
hinten schwach verengt. Die Oberfläche des Mentums ist schwarz 
beborstet, zwischen den Höckern sehr rauh, die Seiten und die 
hintere Partie sind glatt. Ligula vom Mentum entfernt, nach 
hinten plötzlich und stark in einen Hals verengt; ihr Vorderrand 
ist seicht gebuchtet und behaart und hat abgerundete Vorderecken. 
Die Tuberkel schiebt sich als stumpfes Dreieck zwischen die Pal- 
pen und verflacht und verliert sich nach dem Grunde zu; das letzte 
Glied der Labialpalpen ist dreieckig mit verrundeten Winkeln. Die 
äufsere Lade der Maxillen bildet ein rechtwinkliges Dreieck, 
dessen geschwungene Spitze in einen längeren Haarschopf ausläuft, 
sodafs auf den ersten Blick ein Hornhaken vorhanden zu sein 
scheint. Sub mentum nicht sehr grob punktiert, quergerunzelt. 



H. Gebicn: Revision der Pycnocerini Lac. 329 

Kehle breit, vorn abgerundet, durch feine und dichte Punktierung 
matt, mit Spiegel fleck zwischen den Einstichen. Halsschild stark 
quer, über doppelt so breit als lang, mit gleichmäfsig gerundeten, 
ungezähnten Seiten, deren gröfste Breite in der Mitte liegt. Ran- 
dung überall fein, aber deutlich, hinten an den Seiten etwas ab- 
gesetzt, Vorderecken verrundet. Oberfläche dicht und grob, an den 
Seiten fast zusammenfliefsend punktiert. Die grobe Punktierung 
der Pleuren tritt fast an die Hüften heran. Schildchen ogival, 
uneben, unpunktiert. Flügeldecken flach, ihre Naht steigt (aus- 
genommen im ersten Viertel) nicht an und fällt hinten in sanftem 
Bogen vom letzten Drittel an in die nicht vorgezogene Spitze ab; 
Seiten nach hinten etwas divergierend. Naht jederseits glatt. Die 
Skulptur der Oberfläche besteht aus dichten, groben, gleichmäfsigen, 
isoliert stehenden Punkten, die stellenweise unregelmäfsige Reihen 
bilden. Ein Paar Streifen sind angedeutet und besonders dem 
blofsen Auge auffallend. Seitenrand schon an der Basis deutlich. 
Die Seiten und die Spitze der Flügeldecken sind bei frischen 
Stücken mit schwarzen Borsten besetzt. Epipleuren spiegelglänzend, 
ihr Innenrand mit einer Reihe sehr flacher und dadurch undeut- 
licher Punkte. Alle Schenkel mit 2 kleinen Zähnchen vor den 
Enden (Pascoe giebt für seinen Odontopus speciosus, der sicher 
nichts anderes als die vorliegende Art ist — siehe auch Bates, 
Ent. Monthly Mag. IX, 99 — , nur einen Zahn an, doch liegt hier 
offenbar ein Vergehen vor). Die beiden Unterkanten sind in der 
Apikaihälfte deutlich krenuliert, die Körper- und Aufsenseite ohne 
Chitinkante, die Oberfläche mit groben, von hinten her eingestoche- 
nen Punkten und schwarzen Borsten besetzt, der Basalteil mit 
Querfalten. Alle Schienen sehr schwach gekrümmt, seitlich zu- 
sammengedrückt und in der Mitte gar rinnig vertieft, die Aufsen- 
kante schräg abgeschnitten, aber viel schwächer als bei den vor- 
hergehenden Arten. Die Innenkante anliegend rostrot behaart, wie 
die Sohlen der Tarsen. Die Skulptur der Schiene ist diejenige 
der Schenkel. Unterseite spiegelglatt; Prosternum zwischen den 
Hüften jederseits mit tiefer, rauher Falte, hinten gerade abgestutzt, 
ungerandet, uneben. Mittelbrust bis zur Ebene der Sterna nieder- 
gedrückt, nur bei den Hüften ist sie wulstig. Hinterbrust in der 
Mitte sph gelglatt, unpunktiert, mit halber Längsfurche, die Seiten 
flach punktiert und fein beborstet; hart neben den grob punktierten 
Episternen läuft eine unregelmäfsige Doppelreihe grober, tiefer 
Punkte. Abdomen in der Mitte spiegelglatt, seine Seiten uneben 
und wie das Analsegment mit Borstenpunkten, die von hinten her 



330 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

eingestochen sind; auch das vorletzte Segment ist in mehr oder 
minder ausgedehntem Mafse punktiert. 

<$. Forceps von \ Körperlänge. 

$. Die weiblichen Geschlechtsorgane mit breitem Basalteil, 
dann plötzlich verengt, die Anusseite muldig vertieft, die Gliederung 
ist durch dichte Beborstung undeutlich; erstes und zweites Glied 
sehr kurz, das dritte lang, mehr als doppelt so lang wie das End- 
glied, und wie dieses frei. 

Die Stammform metallicus F. hat breiten Halsschild, violetten 
oder blaugrünen Körper, purpurne, grob punktierte Flügeldecken, 
sodafs die Punkte der Basalhälfte gröfser sind als ihre Zwischen- 
räume, die Scheibe mit 3 — 4 glatteren Streifen (aber nicht quadri- 
costatis, wie Mäklin angibt). 

Länge 20 — 23 mill. In allen Sammlungen. Revidiert 40 Expl. 

Senegal bis zur Goldküste: Bissao , Liberia, Togo, Grand 
Bassam, Bassin merid. du Tschad et H te Sangha, Niam-Niam, 
Abessvnie. 

Varietät eler/ans m. Aus Kamerun liegt mir eine gröfsere 
Anzahl von Stücken vor (meine Sammlung, von Staudinger), die 
sich durch stark glänzende, prächtig goldgrüne Flügeldecken aus- 
zeichnet, bei einigen offenbar älteren Stücken ist d>'e Färbung 
stumpfer, schwärzlicher. Die Punkte der vorderen Hälfte sind 
kleiner als ihre Zwischenräume, Hal^schild breit. Das Uebrige 
wie bei der Stammform. 

Länge 20—23 mill. Gesehen 30 Expl. 

Varietät Simulator m. ist in der Färbung der westafrikanischen 
Stammform nahe (wurde daher von Fairmaire und Bertoloni als 
diese, von Ostafrika angegeben) und gleicht auch täuschend der 
Varietät fes/inus von aemgineus , von der sie sich ja durch die 
ungekanteten Schenkel und die platten Flügeldecken unterscheidet. 
Aber der Halsschild ist schmaler, nur ca. l^mal so breit als lang, 
die Flügeldecken sind matter, die Unterseite ist viel stärker punk- 
tiert, das vorletzte und letzte Segment grob und dicht, alle andern 
in der ganzen vorderen Hälfte deutlich 

Länge 19 — 24 mill. Gesehen 9 Expl. Museum Paris, Kol- 
lektion Gebien. 

Ostafrika: Uzagara, Dar es Salaam, Bagamoyo, Barikiwa 
(Dmde-Gebiet), Mosambik (nach Bertolini), Lukuledi. 

Die Varietät prasinns m. bilden einfarbig grüne, wenig glän- 
zende Stücke mit grünen, blaugrünen oder bläulichen Fühlern und 
Beinen. Halsschild wie bei der Stammform stark quer. Ein paar 



H. Gebien: Rerisio?} der Pycnocerini Lac. 331 

Rippen, die unregelmäfsige Doppelreihen von Punkten einschliefsen, 
sind angedeutet, hören aber schon vor der halben Flügeldecken- 
breite auf. Vorderkörper ziemlich deutlich, kurz, schwarz beborstet. 

Länge 18— 29 mill. Deutsch-Ostafrika, Dar es Salaam, Luku- 
ledi. Gesehen über 150 Tiere. Tn den Sammlungen Stockholm, 
Stettin, Berlin, Gebien. 

Varietät sumptuosus Har. Steht der vorigen sehr nahe, ist 
aber viel glänzender, violett, blau oder smaragdgrün, Flügeldecken 
zuweilen goldig. Die Rippenbilduog geht viel weiter als bei der 
vorigen Varietät und erstreckt sich fast über die ganze Breite der 
Flügeldecken. 

Länge 20—23 mill. Mus. Stockholm, Brüssel, Berlin, Kollekt. 
Gebien. — Congo: Lulua, Quango Gebiet, Marungu. 

Varietät gloriosus m. ist neben dem elegans die prächtigste 
mehrfarbige Form. Sehr rauh, ohne Rippenandeutung, Punkte 
gröfser als ihre Zwischenräume. Flügeldecken prachtvoll smaragd- 
grün, purpurbläulich, Halsschild rotbronze, die sehr rauhen Beine 
goldig, Unterseite mit violetten und rotgoldigen Reflexen 

Länge 21—23 mill. 5 Expl. meiner Sammlung (von Staudinger 
als Metall aertxßneus erhalten). Delagoa-Bay. 

8. Metallonotus violaceus Fairm. 
Notes Leyd. Mus. X, p. 266. 

Ich bin nicht ganz sicher, ob das einzige mir vorliegende Tier 
von Kamerun (Sjöstedt) bestimmt auf die Fairmaire'sche Art be- 
zogen werden kann. Aufser der anderen Farbe (blau statt „aeneus") 
ist das Expl. durch zwei spitze, nach hinten gerichtete Höcker am 
Hinterkopf ausgezeichnet, von denen Fairmaire nichts erwähnt. 
Die andere Farbe dürfte aber kaum ein Grund sein, eine andere 
Art anzunehmen, da die meisten Arten in der Färbung variieren, 
einige ganz bedeutend. 

Kopf dicht und grob, vorn fast runzlig punktiert, zwischen 
den Augen mit zwei schwachen Eindrücken, hinter denselben mit 
zwei spitzen, nach hinten gerichteten Höckern (wenigstens bei dem 
vorliegenden Expl.). Die den Clypeus absetzende Furche ist ein- 
fach, schlecht begrenzt, die Seiten des Clypeus sind parallel, die 
Vorderecken rechtwinklig, der Vorderrand fast gerade. Oberlippe 
fein und dicht punktiert. Fühler lang, bis zur Basis des Hals- 
schildes reichend, Glied 3 solang wie 4 und 5 zusammen, fast etwas 
länger, die folgenden eckig, grob punktiert, Glied 10 und 11 matt- 
schwarz, das letzte Glied lang, etwas länger als die beiden vorher- 



332 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

gehenden zusammen, parallelseitig, mit deutlichem Innen- und ab- 
gerundetem Aufsenwinkel. Die ganzen Fühler kaum bemerkbar 
deprefs, die Glieder bis auf die letzten violett. Mentum so lang 
wie breit, die Seiten schwach gerundet, die Vorderecken abgerun- 
det; in der Milte der stark erhöhten Vorderhälfte stehen zwei 
spitze, gut getrennte Tuberkeln, die sich nach hinten kielförmig 
verflachen. Obeifläche grob punktiert, gelb beborstet. Ligula 
schmaler als das Mentum, ihr Vorderrand sehr sanft ausgebuchtet, 
die Vorderecken abgerundet, nach hinten ziemlich geradlinig ver- 
engt; Tuberkel zwischen den Palpen spitz dreieckig, letztes Glied 
derselben kurz oval. Kehle runzlig, die Nähte vor den Einstichen 
nach innen eingezogen. Halsschild wenig quer, die Seiten winklig 
erweitert, die gröfste Breite liegt vor der Mitte, nach vorn stark 
verengt mit runden Vorderecken, nach hinten schwach mit recht- 
winkligen Hinterecken. Die Oberfläche ist dicht punktiert, nament- 
lich nach den Seiten hin, die Mitte längsgefurcht, die Randung 
ringsum fein, aber überall deutlich, die Seiten ungezähnt. Die 
Punktierung der Pleuren ist grob uod tritt fast bis an die Hüften. 
Schildchen dreieckig, glatt. Flügeldecken deprefs, violett, an den 
Seiten purpurschimmernd, die Seiten nach hinten divergierend. 
Schultern stumpfwinklig. Die Oberfläche mit 9 deutlichen, nach 
den Seiten zu gewellten Rippen, die unregelmäfsige Doppelreihen 
grober Punkte einschliefsen; die beiden ersten Rippen gehen bis 
zur Spitze, die andern sind abgekürzt; die Naht ist jederseits ge- 
wölbt, ihr Streifen bis zur Spitze deutlich. Epipleuren vorn grob 
punktiert, der Seitenrand erst von der Schulter an scharfkantig 
abgesetzt. Sämtliche Schenkel am Ende mit 2 spitzen Zähnchen, 
die am schwächsten bei den Hinterbeinen entwickelt sind. Die 
Schenkel sind ziemlich robust, die vorderen sogar schwach keulig, 
Innen- und Aufsenseite ungekielt, Oberfläche schwach punktiert, 
blau, die Basis nicht quergeiunzelt, sondern glatt. Die Schienen 
sind etwas deprefs, ihre Innenkante fast gerade, die Aufsenkante 
wie bei anderen Arten schräg verengt, die Oberfläche äufserst fein 
längsrunzlig punktiert, die untere Hälfte (nicht nur das äufserste 
Ende), namentlich an der Innenkante, ebenso die Tarsen auf der 
Oberseite fein gelb behaart, die Sohlen lang gelb beborstet. Unter- 
seite braun, an den Seiten violett schimmernd. Pro Stern um 
zwischen den Vord* rhüften schmal, wenig breiter als eine Hüfte, 
durch grobe Skulptur uneben. Mittelbrust flach, in der Mitte wenig 
eingedrückt. Hinterbrust etwas gewölbt, in der Mitte spiegelglatt, 
an den Seiten grob und dicht punktiert und gerunzelt. Abdomen 



//. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 333 

glänzend, aber mit sehr feinen, scharfen, weitläufigen Punkten, 
auch auf den vorderen Segmenten. Das Analsegment und die Seiten 
der anderen punktiert und uneben. 

Länge 15 mill. 1 Expl. des Stockholmer Museums von Kamerun 
(Sjöstedt). Fairmaire's Tier stammt vom Kongo. 

9. Metallonotus asperatus Pasc. 

Annais a. Mag. Nat. Hist. (4), VIII, p. 355; F. Bates, Ent. Monthly 

Mag , IX, p. 99. 
Fairmaire, Ann. Soc. Ent. Fr. 1897, p. 128. 
costatus Har. Col. Hefte XVI, p. 131, Note. 

Diese Art schliefst sich wegen der geringen GröTse, und wegen 
der Bildung der Fühler und des Halsschildes am leichtesten an die 
vorige Art, von der sie sich aber besonders durch die Bildung der 
Ligula ganz unterscheidet. 

Blaugrün oder blau, die Flügeldecken grünlich. 

Kopf unregelmäfsig punktiert, auf der Stirn grob und undicht, 
auf dem Clypeus viel feiner. Die Furche zwischen Epistom und 
Stirn ist eine breite, flache, grobgerunzelte Grube. Augenfalten 
fehlen; die Stirn ist schwach der Länge nach gefurcht, im Nacken 
finden sich Andeutungen von zwei Tuberkeln. Clypeus in sanftem 
Bogen ausgeschnitten, die Seiten parallel, die Vordei ecken daher 
etwas spitzwinklig. Fühler schwach zusammengedrückt, Glied 1 — 9 
bläulich, grob punktiert, 10 und 11 mattschwarz, fein punktiert. 
Das dritte Glied 2 — 2^mal so lang wie das vierte. (Harold gibt 
für seinen costatus an „3mal so lang wie das folgende", das ist die 
einzige Differenz zwischen der Beschreibung des costatus und des 
asperatus. Da aber die Länge des dritten Gliedes schwankt und 
da Harold auch bei antiquus [var. von clenticollis] die Fühlerglieder 
reichlich gemessen hat, so scheint mir diese Angabe Harold's nicht 
von hervorragender Wichtigkeit.) Letztes Glied länger als die 
beiden vorhergehenden zusammen, parallelseitig, schräg abgestutzt, 
mit verrundetem Aufsenwinkel. M ent um etwas quer, in der Mitte 
am breitesten, in ganz gleichmäfsigem Bogen von vorn über die 
Vorderecken hinaus nach hinten gerundet. Die spitzen Höcker 
sind durch eine tiefe Furche getrennt, aber einander genähert, sodafs 
der Seitenrand frei bleibt. Oberfläche grob skulptiert, schwarz 
beborstet. Ligula so breit wie das Mentum, in der Bildung sehr 
ausgezeichnet. An der Unterseite findet sich ein scharfer, spitz 
vortretender Hypopharynx, der den andern Arten (auch dem viola- 
ceus) fehlt. Auf der Oberseite findet sich ein Querwulst entfernt 



334 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac, 

vom Vorderrande. Von diesem Wulst gehen die gelben Wimper- 
borsten aus, die sich bei den andern Arten am dicken Vorderrande 
selbst befinden. Dieser Querkamm ist den Palpen, zwischen welche 
sich die Mitte desselben als glänzende, runde Tuberkel schiebt, in 
gewisser Weise in ihrer Bewegung nach vorn hinderlich. Letztes 
Glied der Labialpalpen lang oval, am Ende etwas abgestutzt. 
Vorderrand der Ligula sanft ausgebuchtet, die Vorderecken ver- 
rundet, die Seiten nach hinten plötzlich im Bogen in einen Hals 
verengt. Halsschild l^mal so breit wie lang, schmal längsgefurcht 
und jederseits der Furche mit einigen Eindrücken versehen; die 
Oberfläche grob, unregelmäfsig, nach den Seiten zu dichter punktiert, 
unbehaart, die gröfste Breite eben vor der Mitte, von dort nach 
vorn in gleichmäfsigem Bogen und nach hinten ziemlich geradlinig 
in die deutlichen Hinterecken verengt; Vorderecken fehlem Die 
Randung überall deutlich, die Seiten ungezähnt. Schild chen drei- 
eckig mit verrundeter Spitze, zuweilen fast halbkreisförmig, etwas 
gewölbt, in der Skulptur sehr variabel, entweder glatt oder mit 
einem Eindruck oder punktiert. Flügeldecken grün, goldgrün 
oder blaugrün, unbehaart, flach, die Seiten nach hinten kaum di- 
vergierend; Schultern stumpfwinklig; Nahtstreifen gewölbt und bis 
zur Spitze deutlich. Oberfläche mit 9 unregelmäfsigen Doppel- 
streifen abwechselnd stehender, grober Punkte, deren Zwischen- 
räume (besonders stark der zweite an der Spitze) rippenartig 
hervortreten; meist sind die abwechselnden Rippen gewellt. Seiten- 
rand an der Schulterbeule beginnend, an der Basis also fehlend. 
Epipleuren mit Punktsaum und einigen groben Punkten an der 
Basis, sonst glatt. Schenkel kräftig, die vorderen sogar schwach 
keulig, am Ende der Unterkante jederseits mit zwei spitzen Zäbn- 
chen, die an den Vorderschenkeln etwas gröfser und deutlicher 
sind. Innen- und Aufsenseite ungekantet, doch findet sich nicbt 
selten im apikalen Viertel die Andeutung einer Kante, niemals 
jedoch eine abgesetzte Leiste von grofser Länge wie bei den Arten 
der ersten Gruppe. Oberfläche unbehaart, glänzend glatt, höchstens 
mit einigen sehr schwachen Punkten. Alle Schienen sehr schwach 
gekrümmt, ihre Innenkante fast gerade, die Aufsenkante am Ende 
schräg abgeschnitten. Die Skulptur ist denen der Schenkel gleich. 
Das Ende ist, namentlich an der Innenseite, mit weichen, glän- 
zenden, gelben Härchen besetzt, ebenso die Oberseite der Tarsen, 
deren Sohle gelb bebürstet ist. Prosternum verhältnismäfsig 
schmal, ziemlich glatt. Mittelbrust nur an der Hüfte gewulstet, die 
Mitte niedergedrückt, Hinterbrust gewölbt, spiegelglatt, längsgefurcht, 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 335 

die Seiten mit wenigen zerstreuten Borstenpunkten, der äufserste 
Rand und die Anhänge mit groben Punkten. Hinterleib glatt, 
äufserst fein lederrnnzlig, nur die beiden letzten Segmente sehr fein 
punktiert wie die Seiten, die durch Eindrücke uneben sind. 

<5\ Kleiner, Flügeldecken mehr parallelseitig, flach. Forceps 
klein, etwa \ der Körperlänge, seine Seiten gleichmäfsig verengt, 
seine Spitze also nicht lang und schmal abgesetzt. 

$. Gröfser, Flügeldecken etwas bauchig. Die äufseren weib- 
lichen Geschlechtsorgane denen der ersten Gruppe (aerugineus, 
splendens) sehr ähnlich, sehr schmal. Der Basalteil am Ende 
höckerig abgesetzt. Die beiden griffeiförmigen Anhänge sehr schmal, 
lang, aber nur in den beiden ersten Gliedern durch eine Chitin- 
zunge verbunden, die beiden Endglieder frei. Glied 1 kürzer als 2, 
beide glatt, stark glänzend, Glied 3 so lang wie 2, aber stark 
punktiert und beborstet, Endglied viel kleiner als die andern, pinsel- 
förmig behaart. An der Anusseite ist das erste Glied sehr kurz, 
höchstens i des zweiten lang, da es schuppenförmig auf der Unter- 
seite liegt, unten also ganz zurücktritt. 

Länge 15^ — 21 mill. Revidiert 18 Expl. In den Museen 
Brüssel, Stockholm, Berlin, Kollektion Gebien. 

Guinea: Akkra, Begora, Asente Akem (Ashantis), Kap Palmas 
(nach Harold), Usigne (Kamerun). 



Pycno cerus Westwood. 

Trans, zool. Soc. III, 1843, p. 217; Lacordaire: Genera V, p. 406. 
Iphicerus Dej. Catalog. III. ed., p. 225. 
Pachylocerus Hope: Coleopt. Manual III, p. 186. 
subgen. Amorphochirus, subgen. nov. 
subgen. Dinoscelis, Peters Reise 1862, p. 291. 

Diese Gattung ist in manchen Beziehungen eigentümlich und 
von den verwandten gut geschieden. 

Geflügelt, mit Ausnahme des Subgenus Amorphochirus. Kopf 
ohne auffallende Tuberkeln. Stirnfurche gebogen, seitlich in ziem- 
lich grofse Gruben vor dem Canthus auslaufend. Augen grob fa- 
cettiert, von vorn her wenig eingeschnürt, oberer und unterer Teil 
etwa gleich, am Innenrande mit Augenfältchen. Clypeus flach 
ausgeschnitten, seine Mitte meist durch eine undeutliche Beule be- 
zeichnet, seine Seiten parallel oder nach vorn verengt. Oberlippe 



336 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

mit abgerundeten Vorderwink ein, gerade abgestutzt oder sehr 
schwach ausgebuchtet, Vorderrand gelb bewimpert. Fühler robust, 
bis zur Mitte des Halsschildes reichend, ihr zweites Glied am 
kürzesten, das dritte l^mal so lang als das vierte, die folgenden 
perlig, allmählich breiter werdend, Glied 9 ziemlich plötzlich und 
oft breiter als 10. (Westwood gibt daher nicht ganz unrichtig an: 
„club formed of 3 joints"; Harold verwirft den Ausdruck. In 
vielen Fällen kann man aber wirklich von einer Fühlerkeule reden, 
doch bildet dieselbe weder ein generi-ches noch artliches Kriterium, 
sondern ist individuell.) Glied 11 tomenfiert, mit eingedrückter 
Teilungslinie. Mandibeln mit abgerundet rechtwinklig gekrümm- 
ter Aufsenkante, nur das Ende glatt, der ganze Grund bis über 
den Winkel hinaus grob runzlig aber unbehaart; Spitze glatt, un- 
geteilt, meifselförmig scharf; in der grofsen Ausbuchtung ist ein 
Hautbeutel vorhanden. Die tief unterbrochene Oberkante des Mahl- 
zahnes ist dreimal so breit als die Unterkante; die äufseren Chitin- 
leisten (also die am Grunde und die nahe der pars membranacea) 
stark gebogen und divergierend, die Kauleisten parallel, so dicht 
aneinanderstehend, dafs man bei flüchtigem Beobachten nur eine 
zu sehen glaubt. Der ganze Mahlzahn durch scharfe Furche vom 
übrigen Kiefer abgesetzt. Die Mandibeln greifen (wie ja auch ihre 
Spitzenbildung vermuten läfst) gegen- und nicht übereinander. Auch 
hier geht die Abnutzung derselben oft so weit, dafs der Mund durch 
dieselben nicht mehr geschlossen wird. Mentum klein, herzförmig, 
mit geradem oder schwach ausgebuchtetem Vorderrande; seine Mitte 
und der Aufsenrand gewulstet. Die Ligula liegt frei, ihr Vorder- 
rand ist gerade oder undeutlich gebogen, lang gelb beborstet, die 
Mundseite zweizeilig gelb behaart; die Tuberkel zwischen den 
Palpen langgestreckt. Erstes Glied der Labialpalpen lang, bis 
zum Ligularande gehend, letztes Glied oval. Die beiden Laden 
der Maxillen stark borstig behaart, die innere oft so sehr, dafs 
die hakenförmige, ungeteilte Spitze ganz versteckt ist. Die squama 
palpigera ist eine kleine, stumpfe Tuberkel. Glied 2 der Palpen 
gröfser als 3, letztes Glied länger als breit, schwach dreieckig. 

In der Angabe der Mundteile von Pycnocerus (Iphicerus) finden 
sich bei Gerstaecker in „Peters Reise nach Mossambique" 1862, 
p. 291 mehrere Irrtümer. Die innere Lade der Maxillen ist bei 
dieser Gattung nicht mit Stacheln versehen, sondern behaart. Die 
Lippe ist nicht am Vorderrande zugespitzt, sondern breit abgestutzt. 
Zu dem Irrtum ist Gerstaecker vermutlich dadurch gekommen, dafs 
die langen Haarbüschel an der Mundseite, welche den Vorderrand 



H Gehirn: Revision der Pt/cnocerini Lac. 337 

der Ligula überragen, gegeneinander gerichtet sind und durch 
Speisereste oft dornförmig zusammenkleben; der Umstand erklärt 
auch Gerstaeckers irrige Angabe über die Beschaffenheit der Maxillen. 
Auch in der Bildung der lelzten Glieder der Maxillarpalpen zeigt 
sich kein greifbarer Unterschied. Es scheiden also aus Ger- 
staeckers Diagnose von Dinoscelis wichtige Kriterien aus, und es 
bleiben nur solche, die höchstens eine subgenerische Trennung 
rechtfertigen. 

Submentum mit einem schwach vorspringenden, recht- 
winkligen oder spitzen Zahn neben den Maxillen. Kehle sehr 
breit dreieckig mit tiefen, grofsen Einstichen an der Spitze des 
Dreiecks, welche mit dem Submentum durch eine Naht verbunden 
ist. Ha.lsschild rings gerandet, Seitenrand ungezähnt, höchstens 
gewellt, beim c? stark, beim $ schwach trapezförmig, bei den erste- 
ren mit ziemlich geraden, bei den letzteren mit gerundeten Seiten. 
Oberfläche kissenartig gewölbt. Auf den Pleuren des Halsschildes 
findet sich stets eine kurze Längsfalte über den Hüften, die zu- 
weilen sehr tief und scharf ist. Schildchen beinahe halbkreis- 
förmig mit kaum vortretender Spitze. Flügeldecken mit Schul- 
tern, in geringerem Mafse selbst beim ungeflügelten hercules Frm., 
und bei dieser Art nach hinten schwach divergierend, bei allen 
andern Arten parallelseitig , stark gewölbt, mit 9 tiefen Punkt- 
streifen, deren Zwischenräume rippenartig vortreten. Epipleuren 
bis hinten deutlich und dort rinnenartig vertieft, vorn nur schwach 
verbreitert. Seitenrand von oben sichtbar, von der Schulter an 
leistenförmig abgesetzt. Von den Schenkeln sind die vordersten 
die stärksten, beim subgenus Dinoscelis keulig und in der Regel 
mit grofsem medianen Zahn, bei allen Arten mit einem oder zwei 
apikalen Zähnchen. Mittel- und Hinterschenkel schlank mit 2 Zähn- 
chen vor dem Ende oder ohne dieselben. Alle Schenkel an der 
Unterseite mit Rinne. Schienen sehr verschiedenartig, gerade 
oder krumm, mit einem grofsen Zahn oder vielen kleinen oder 
ganz ohne Auszeichnung etc. Die beiden Enddornen sind aufser- 
ordentlich klein. Tarsen grofs, von mehr als halber Schienen- 
länge. Klauenglied ohne Klaue so lang oder länger als die übrigen 
Glieder zusammen; Sohle stark behaart, das Klauenglied zweizeilig, 
bei Pycnocerus s. str. einzeln und oft undeutlich, bei Dinoscelis dicht 
und stark. Das zwischen den Klauen vorragende Stück des Klauen- 
gliedes ist ziemlich lang und gerade abgestutzt; ein Onychium fehlt; 
Klauen grofs, gespreizt. Prosternum zwischen den Vorderhüften 
ziemlich breit (aber nicht breiter als der Durchschnitt einer Hüfte), 

Deutsche Entomol. Zoitschr. 1904. Heft II. 22 



338 H. Gebien: Revision der Pijcnocerini Lac. 

am Ende flach und breit niedergebogen. Hinterbrust lang (Flügel 
vorhanden!), d. h. der Abstand der Hinterhüften von den mittleren 
ist gröfser als derjenige zwischen den Mittelhüften. 

Gescblechtsdimorpbismus zeigt sich in der Form des Hals- 
schildes, wie oben angegeben. 

Der Forceps ist klein (nur etwa -^ — <y der Körperlänge), seine 
Spitze abgeschnürt. Ebenso sind die hornigen Bestandteile der 
weiblichen Geschlechtsorgane im Gegensatz zu denen aller vorher- 
gehenden Gattungen aufserordentlich klein. Ihr Basalstück ist breit 
und grofs, das Mittelstück am kleinsten, lang und dicht beborstet, 
die Endglieder sind lang, so grofs (Dinoscelis) oder länger (Pycno- 
cerus) als das zweite Glied, zapfenförmig und mit wenigen Borsten 
versehen. 

Die Synonymie der Arten ist, soweit Pycnocerus s. str. inbe- 
tracht kommt, eine sehr verwickelte. Das kommt daher, dafs die 
alten Autoren den Tenebrio sulcatus F. entweder nicht kannten oder 
nicht richtig deuteten; und doch kann, wie Lacordaire und Harold 
richtig ausführen, kein Zweifel darüber bestehen, dafs diese Art 
in die vorliegende Gattung gehört. Hope bezieht ohne ersichtlichen 
Grund Fabricius' Art auf Nyctobates. Silbermann kannte dieses 
Tier nicht. Lacordaire sagt, dafs coslatus (er kennt ja nur costatus 
Silb.) vielleicht identisch ist mit Tenebrio sulcatus F. Die betreffende 
Notiz bei ihm lautet: „Le Tenebrio sulcatus de Fabr. (Syst. El. I, 
p. 145) rentre probablement dans ce genre et correspond peut-etre 
au costatus M. Hope (The Col. Manual III, p. 73) le rapporte 
aux Nyctobates." In dem ersten Satz steht also costatus am Ende 
und unmittelbar dahinter: M. Hope. Bei flüchtigem Lesen könnte 
man also Hope als Autor von costatus zitieren. Dieses Versehen 
ist offenbar Harold passiert, der von einem costatus Hope spricht. 
Dieser selbst aber kennt nur seinen Pycnocerus (Pachylocerus) 
Westermanni. Da Harold überdies mit der Angabe der Skulptur 
als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal einen unglücklichen Griff 
getan hat, so hat seine Arbeit die Verwirrung noch vermehrt. Dazu 
kommt noch, dafs in der Westermannschen Sammlung in Kopen- 
hagen, die in grofsartiger Ordnung bisher verwaltet wurde, jetzt 
aber in die Hauptsammlung eingereiht wird, zwei Tiere als Pachy- 
locerus Westermanni stecken, die unzweifelhafte sulcatus sind und 
daher auch von Westermann mit der Synonymie versehen wurden: 
Ten. sulcatus F., P. Westermanni Hope. Wollte man auf diese Tiere 
als sogenannte typische Stücke grofsen Wert legen, so würde die 
Reihe der Versehen noch vergröfsert. Ob der dänische Entomo = 






//. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 339 

löge die ihm dedizierte Art nicht gekannt hat, oder ob ein Ver- 
sehen anderer Art vorliegt, läfst sich natürlich jetzt nicht mehr 
feststellen. — Westwood hat aber in seiner vorzüglichen Arbeit in 
den Trans, zool. Soc. 1843 durch genaue Beschreibung der Hope- 
schen Typen wenigstens diese Art {Westermanni) ganz klar gestellt. 
Die Synonymie, die mir nach genauem Vergleich der Beschrei- 
bungen und des vorliegenden Materials die richtige zu sein scheint, 
ist die folgende: 

Pycnocerus sulcatus Fabricius, Lacordaire, Harold. 

syn. costatus Silbermann, Castelnau, Westwood, 
syn. splendidus Dejean. 
var. exaratus Harold. 
Pycnocerus Westermanni Hope, Westwood, 
syn. impressicollis Dohrn. 

Die Unterscheidung der Arten bei Pycnocerus s. str. ist keine 
leichte, da Merkmale, die man als konstant anzusehen gewohnt 
ist, nicht geringen Schwankungen unterworfen sind. Vielleicht 
erweist sich auch die Zähnchenbildung am Ende der Schenkel, auf 
die alle Autoren und auch die gegenwärtige Arbeit Wert legen, als 
unbrauchbares Merkmal, dann hätten wir es mit einer einzigen Art 
zu tun, die beinahe ebenso variabel wäre wie das Nonplusultra aller 
Veränderlichkeit: Odontopezus cupreus F. Diese Frage könnte na- 
türlich nur durch ein sehr grofses Material entschieden werden. 

Tabelle zur Bestimmung der Arten: 

Geflügelt, mit deutlichen Schultern, Fld. parallelseitig. Mittel- und 

Hinterschenkel mit 2 Endzähnchen oder ohne dieselben . . 1. 

Ungeflügelt, Seiten der Fld. nach hinten etwas auseinanderlaufend, 

mit undeutlichen Schultern, Mittel- und Hinterschenkel mit einem 

Zahn subgen. Amorpho chirus m. 

Schwarz, mit starkem, medianem Zahn an den Vorderschenkeln 

her eules Fairm. 

1. Vorderschenkel stark keulig verdickt mit Mittelzahn und einem 
grofsen Endzahn; ostafrikanische Arten 

subgen. Dinoscelis Gerst. 2. 
Vorderschenkel normal, mit kleinem Endzahn; westafrikanische 
Arten subgen. Pycnocerus Westw. 4. 

2. Mittel- und Hintertibien gesägt, 2. — 4. Abdominalsegment nicht 
gewulstet, sondern einfach gewölbt, Vorderschenkel mit kleinem, 

22* 



340 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

medianen Zahn, Vorderschienen ohne Basalzahn, nur doppelt 

ausgebuchtet cyanescens Fairm- 

Nur die Hintertibien gesägt. 2. — 4. Abdominalsegment stark 
gewulstet und quergerieft. Medianer Zahn der Vorderschenkel 
von der Gröfse des apikalen Zahnes. Vorderschieuen mit ba- 
salem, winkligem Zahn an der Hinterkante 3. 

3. Kopf zwischen den Augen beulig aufgetrieben, Vorderschenkei 
an der Basis stark gekrümmt, Halsschild auf der Scheibe glän- 
zend validus Fairm. 

Kopf zwischen den Augen schwach gewölbt, Vorderschenkel 
nicht gekrümmt, Halsschild matt . . . Passerinii Bei'toloni. 

4. Mittel- und Hintertibien mit gesägter Innenkante gracilis n. sp. 
Mittel- und Hintertibien mit glatter Innenkante 5. 

5. Mittel- und Hinterschenkel am Ende ungezähnt, mit fein kre- 

nulierter Unterkante -6. 

Mittel- und Hinterschenkel jederseits mit einem kleinen Zähn- 
chen, Unterkante nahezu glatt, Epipleuren glatt, Halsschild 
glänzend, fein punktiert sulcatus F. 

6. Halsschild stark glänzend, Punktierung desselben für das blofse 
Auge nicht wahrnehmbar, Epipleuren fast glatt, Zwischenräume 
der Streifen auf den Fld. so breit wie die Streifen .... 

Westermanni Hope. 
Halsschild trübe, seine Punktierung für das blofse Auge deut- 
lich, Epipleuren gekörnt, Zwischenräume viel schmaler als die 
Streifen rugosus n. sp. 

1. Pycnocerus sulcatus F. 

Ent. Syst. I, p. 110; Lacordaire: Genera V, p. 407 nota; Harold, 

Col. Hefte XVI, P . 122. 
costatus Silb. Rev. entom. I, 1833, no. 4; Casteln. Hist. nat. II, 

p. 213; Westwood, Trans, zool. Soc. 1843, p. 217. 
splendidus Dej. Cat. 3. ed. p. 225. 
var. exaratus Har. Col. Hefte XVI, p. 120. 

Geflügelt; metalliseh glänzend. 

Kopf ziemlich glatt, glänzend, wie der Halsschild dunkelgrün 
oder schwärzlich erzfarben. Stirn hinter den Augen mit gebogenem 
Eindruck, etwas aufgetrieben. Clypeus sehr schwach ausgeschnitten, 
fast gerade, Vorderecken abgerundet, kaum vortretend, in der Mitte 
der Ausrandung steht, dieselbe unterbrechend, ein kleines Beulchen. 
Oberlippe leicht ausgerandet. Fühlerglied 1 — 10 glänzend, dun- 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 341 

kelgrün oder blau, unpunktiert, perlig, drittes Glied am längsten, 
die folgenden allmählich breiter werdend, Glied 9 oft so stark, 
dafs eine Art Keule gebildet wird. Glied 1 1 mattschwarz, tomen- 
tiert, länger als breit, wenig zugespitzt, der Innenrand vor der 
Spitze nicht ausgeschweift. Mentum etwa so breit wie lang, grob 
skulptiert, mit gewul steten Rändern, Vorderrand eingezogen. Vorder- 
rand derLigula gerade, jederseits mit einem Büschel langer gelber 
Haare, welche die Mitte freilassen. Die grofse Mitteltuberkel, an 
deren Seite die Palpen entspringen, geht mit ihren Kanten in die 
Vorderecken der Ligula. Letztes Glied der Maxillarpalpen nackt. 
Halsschild stark gewölbt, ringsgerandet, seine gröfste Breite 
hinter der Mitte (tf) oder in der Mitte ($). Oberfläche äufserst 
fein und. zerstreut, an den Seiten etwas deutlicher punktiert. Tiefe 
Eindrücke, z. B zwei oder mehr Punkte, Gruben, Furchen, die 
symmetrisch angeordnet erscheinen, sind individuell; doch sind in 
der vorderen Hälfte des Diskus in der Regel zwei Grübchen vor- 
handen Schildchen dreieckig mit stark gerundeten Seiten, glatt. 
Flügeldecken mit 9 tiefen Punktstreifen, deren Stärke variabel 
ist. Die nördlichsten Stücke, die sich in den Sammlungen meistens 
als costatus Silb. bezeichnet finden, sind meist ziemlich glatt, die 
südlichste Form (var. exaratus Har.) dagegen tief gestreift. Die 
Zwischenräume sind rippenförmig; im apikalen Drittel der Fld. 
sind dieselben nicht in einzelne Punkte und Längsfältchen aufgelöst, 
sondern in der Regel vollständig glatt, höchstens finden sich an 
den Seitenwänden der Rippen Körnchen. Eine gleichmäfsige Reihe 
feiner Körnchen steht auf der letzten Rippe. Streifen so breit 
oder schmaler als die Zwischenräume, von denen der sechste der 
kürzeste ist. Die Bildung der Streifen ist hier wie bei den näch- 
sten Verwandten eine sehr interessante. Die Streifen bestehen aus 
dicht aneinander gedrängten queren Gruben, auf deren schmalen 
Zwischenwänden je ein Körnchen steht. Epipleuren fast glatt, 
höchstens in der Basalhälfte schwach skulptiert. Femora schlank, 
spiegelblank, unpunktiert, die vorderen etwas robuster, sämtlich 
an der Spitze mit 2 kleinen Zähnchen, einem an jeder Schenkel- 
seite, ihre Unterseite mit Furche. Vorderschienen mit sehr 
schwacher, winkliger Erweiterung des Innenrandes, die oft ganz 
fehlt und nur bei einem der mir vorliegenden Stücke (von Konakry, 
Mus. Paris) die Stärke wie bei den andern Arten erreicht. Diese 
Erweiterung findet nur an der einen Kante statt. An den Mittel- 
tibien sind beide Innenkanten erweitert und zwar die der Körper- 
seite näher der Basis, und die der Aufsenseite nahe der Mitte, 



342 //. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

sodafs ein eigentümlich gestalteter Ausschnitt entsteht. Im übrigen 
sind Mittel- und Hinter schienen ungezähnt, gerade. Hintertibien 
ohne Auszeichnung. Unterseite wie die Beine dunkelblau oder 
schwärzlich grün, glänzend, glatt, die Abdominalsegmente am 
Hinterrande nicht gewulstet. 

cT mit subtrapezoidalem Halsschild, Forceps mit verengter, 
parallelseitiger Spitze. 

$. Der Halsschild ist an den Seiten fast gleichmäfsig gerundet, 
in der Mitte am breitesten. 

Länge 26 — 32 mill. In den meisten Sammlungen. Gesehen 
22 Expl. 

Senegal, Liberia, Guinea, Konakry, Ashantis (Asente Akem), 
Goldküste (Akkra), Bangala, Kotonon, Gabun. 

Als Varietät exaratus Harold sind die südlichen, namentlich 
im Kongogebiet vorkommenden Stücke aufzufassen. Sie sind in 
der Regel kleiner, 23 — 32 mm lang, schärfer skulptiert, sodafs die 
Streifen auf dem Diskus breiter sind als die Zwischenräume. Alle 
andern von Harold angegebenen Merkmale schwanken bedeutend; 
man kann also diese Form nicht als besondere Art ansehen. Auch 
die Färbung ist variabel, doch finden sich meist dunkelgrüne oder 
erzgrüne Stücke. — Revidiert 31 Expl. 

Congo, Haute Maringa, Beni Bendi (Sankuru), Ibembo (H te Itim- 
biri), Umangi, Mukenge, Lunda, Zonge Mokuanguey, Kassongo, 
Loulouaburg, Lukungu, H te Sanga (Congo francais), Bas Ogooue. 

2. Pycnocerus Westermanni Hope. 

The Coleopt. Manual III, p. 186. — Westwood, Trans, zool. Soc. 

III, p. 217, t. 15, f. 2; Harold, Col. Hefte XVI, p. 122. 
Pycnocerus impressicollis Dohrn. Stett. entom. Zeitg. 1876, p. 117. 

Auch diese Art ist in Gröfse und Färbung sehr variabel. 
Westwood beschreibt a. o. O. die drei Tiere, welche Hope als 
Typen vorgelegen, noch einmal; alle 3 Stücke sind ziemlich ver- 
schieden voneinander. Eine ähnliche Beobachtung kann ich an den 
mir vorliegenden 11 Stücken machen. 

In der Bildung des Kopfes mit den Antennen zeigt sich kein 
greif barer Unterschied zwischen dieser Art und der vorhergehenden. 
Der Hals Schild ist stark glänzend, weitläufig, ziemlich fein (für 
das blofse Auge schwerlich sichtbar) punktiert, gegen die Seiten 
hin stärker. Verschieden gestaltete, oft starke Eindrücke sind 
individuell. Auf ein Stück des Stettiner Museums von Liberia, das 






H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 343 

diese Eindrücke besonders tief zeigt, ist impressicollis Dohrn ge- 
gründet. Die Flügeldecken sind in der Skulptur bei den mir 
vorliegenden Tieren einigermafsen konstant; sie sind stärker skulp- 
tiert als bei sulcatus (Stammform). Im apikalen Viertel vereinigen 
sieb die abwechselnden, rippenförmig hervortretenden Zwischen- 
räume vor der Spitze; sie schliefsen die schwächeren, durch Punk- 
tierung unterbrochenen, wellenförmigen anderen Zwischenräume ein. 
Auf den letzten höheren Rippen stehen wie bei sulcatus feine 
Körnchen in einer regelmäfsigen Reibe. Epipleuren glatt. Nur die 
Vorderschenkel mit einem deutlichen Zahn vor der Spitze; die 
Zähne am Ende der anderen Schenkel fehlen, dafür ist aber die 
Krenulierung der Unterkante viel stärker und fällt besonders an 
den Mittelschenkeln auf. Die gekrümmten Vorderschienen zeigen 
in der Mitte des inneren Vorderrandes eine starke, stumpfwinklige 
Erweiterung; Breite der Schiene am Zahn gemessen doppelt so 
grofs als vor demselben. Das Uebrige ist wie bei sulcatus. 

Länge 22^ — 29 mill. In den Museen: Berlin, Paris, Brüssel, 
Stettin; Kollektion Gebien. Revidiert 11 Ex. 

Liberia (Junkriver), Cöte dTvoir (Region de San Pedro), 
Ashantis, Assinie, Niger-Küste, Ibembo (H te Itimbiri). Hope gibt 
an: Sierra Leone, Harold: Kap Palmas und Gabun. 

3. Pycnocerus rugosus n. sp. 
Wie der Name sagt, ist diese Art durch die rauhe Oberseite 
ausgezeichnet. Kopf zwischen den Augen grob, oft runzlig, 
Clypeus einfach aber tief punktiert. Die Fühler, welche wie bei 
den vorhergehenden Arten drei ziemlich deutlich abgesetzte End- 
glied» r haben, sodafs man von einer Art Keule sprechen kann, 
sind durch das kurze letzte Glied ausgezeichnet, welches so breit 
wie lang, oder breiter als lang ist. Der Hals Schild ist durch 
dichte, grobe (d. h. dem blofsen Auge sichtbare) Punktierung etwas 
trübe glänzend. Flügeldecken sehr rauh. Sämtliche Streifen, 
auch die ersten, viel breiter als die schmalen, rippenartigen Zwi- 
schenräume. Sämtliche Rippen unterbrochen, die abwechselnd 
schwächeren an den Seiten oft ganz aufgelöst. Die Epipleuren 
zeigen in der breiten Basalhälfte viele grobe Punkte. Sämtliche 
Schenkel wie bei Westermanni gebildet, mit wenigen flachen 
Punkten, die vorderen mit einem isolierten Zahn vor dem Ende 
der Unterkante, die mittleren und hinteren ohne Zähne; alle sind 
an der Unterseite deutlich krenuliert. Zuweilen ist das letzte 
Zähnchen der Krenulierung wie bei Westermanni etwas deutlicher, 



344 //. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

aber es ist weder isoliert, nocb weicht es auffallend durch die 
Gröfse ab. Die Vorder schienen haben in der Mitte der Innen- 
seite einen grofsen, stumpfwinkligen Zahn. Das Uebrige wie bei 
den vorhergehenden Arten. 

Länge 24—30 mill. In den Museen Brüssel, Paris, Hamburg, 
Stockholm. — Revidiert 10 Ex. 

Congo, Lukungu, H te et Moyen Ogooue (Congo francais), Zambi. 

4. Pycnocerus gracilis n. sp. 

Diese kleine Art ist durch die Beinbildung sehr bemerkens- 
wert; sie vermittelt der gezähnten Hinterschienen wegen den Ueber- 
gang zur nächsten Untergattung. 

Oberseite blaugrün. Kopf glatt, aber durch Punktierung, die 
viel gröber ist als die der vorhergehenden Arten, ausgezeichnet. 
Clypealfurche breit und schlecht begrenzt, in der Mitte kaum ein- 
gedrückt, an den Seiten grub'g vertieft. Augenfalte undeutlich; der 
gleichmäfsig grob aber nicht dicht punktierte Clypeus hat etwas 
vortretende Vorderecken und ist in ganz gleichmäfsigem Bogen 
ausgeschnitten; es fehlt also das mittlere Beulchen. Oberlippe 
nicht gröber punktiert als der übrige Oberkopf. Fühler ziemlich 
grob punktiert, die ers'en Glieder perlig, die fo'genden quer, das 
zehnte über doppelt so breit als lang, das elfte kurz, so breit wie 
lang, mit ganz verrundetem Aufsenw : nkel und deutlicher, einge- 
drückter Furche. Mentum stark quer, die Vorderecken deutlich, 
die Vorderkante schwach eingezogen, die Seiten glatt, wulstig, die 
Mitte beulig erhaben, grob und ineinanderfliefsend punktiert. Ligula 
quadratisch, ihr Vorderrand gerade, jederseits mit Haarbüschel, der 
Hypophaiynx unter dem Vorderrande spitz zahnförmig vorttetend, 
die Mitteltuberkel scharfkantig, höckerig, schmal. Halsschild 
schwach quer, die Randung überall fein aber deutlich, Vorder- und 
Hinterecken veirundet, die Oberfläche mit tiefen und ziemlich gro- 
ben Punkten ziemlich dicht bedeckt, namentlich an den Seiten, aber 
glänzend. Schild chen ogival, mit ein paar feinen Punkten. 
Flügeldecken parallel, stark gewölbt, mit 9 tiefen Streifen, die 
breiter sind als die Zwischenräume. Die Streifen auch an den 
Seiten sehr gleichmäfsig aus quergestellten Grübchen gebildet, auf 
deren Zwischenwänden feine Körnchen stehen. Isolierte grobe 
Punkte (mit kleinen Körnchen am Vorderrande) stehen an der 
Spitze und auf den letzten Rippen. Epipleuren grob punktiert. 
Unterseite und Beine blau. Die Schenkel dicht, gleichmäfsig 
und grob punktiert; der Zahn an der Unterseite nahe dem Ende 



Fl. Gebiert: Revision der Pi/eiweerini Lac. 315 

stumpf und wenig deutlich; Untei kante eicht krenuliert. Vorder- 
schienen schwach gekrümmt, ihre Innenkante ohne Zahn. Die 
Mitfei- und Hinterschienen sehr ausgezeichnet, da sie an der Innen- 
kante mit einer Anzahl deutlicher, mit je einer Seta versehenen 
Zähnen ausgestattet sind, die sonderbare Kantenbildung an den 
Mittelschienen, die den vorhergehenden Arten e ; gentümlich ist, fehlt 
also. Auch die Schienen wie die Oberseite der Füfse dicht und 
ziemlich grob punktiert. Unterseite blauschwarz, glänzend. Pro- 
sternum zwischen den Hüften mit Längswulst, Hinterbrust jeder- 
seits neben der spiegelglatten Mitte mit einzelnen Körnchen, die 
äufsersten Seiten mit groben Punkten. Die Segmente des Abdomens 
in der Mitte spiegelglatt, am Vorderrande sehr fein punktiert, die 
Seiten und das Analsegment grob punktiert, die Seiten überdies 
uneben. 

Länge 191 — 23 null. 

Das gröfsere c? mit subtrapezoidalem Halsschild im Museum 
Berlin von der Goldküste (Heyne), das kleinere $ mit gleichmäfsig 
verrun^etem Halsschild im Museum Brüssel vom Congo 

5. Pycnocerus (Dinoscelis) cyanescens Fairm. 
Cnmpt. rend. Soc. Ent. Belg. 1882, p. LH. 

Dieses Lt eine durch die geringe Gröfse, die prachtvoll blaue 
Färbung, den glatten Kopf und die Beinbildung ausgezeichnete Art. 

Kopf zwischen den Augen ganz flach; Falte am Innenrande 
der Augen undeutlich; die den Clypeus abtrennende Furche nicht 
sehr tief, da weder dieser noch der Hinterkopf aufgetrieben sind; 
das mir vorliegende Ex. zeigt übrigens diese Furche doppelt, die 
zweite schwächere Furche liegt am Hinterrande des Clypeus. Ober- 
fläche des Kopfes weilläufig, ziemlich grob aber flach punktiert; 
das Epistom gerade abgeschnitten, seine Vorderwinkel zahnförmig 
vortretend. Die Fühler sind ziemlich robust, perlig, Glied 1 — 10 
stark glänzend, äufserst fein punktiert, das letzte gelbgrau tomen- 
tiert; das dritte Glied ist wenig länger als das vierte, die folgenden 
breiter als lang, das neunte stark quer mit deutlichen Winkeln, 
das zehnte noch breiter und gröfser, das elfte Glied so lang wie 
breit, mit rechtem Innen- und ganz abgerundetem Aufsenwinkel. 
Mentum wenig breiter als lang, sein Vorderrand gerade, Seiten- 
ränder und Mitte wulstig, die Oberfläche grob aber flach skulptiert. 
Ligula mit geradem Vorderrande; letztes Glied der Maxillarpalpen 
birnförmig, nicht gerade abgestutzt. Halsschild l^mal so breit 



346 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

wie laug, stark gewölbt, matt, namentlich an den Seiten; seine 
Oberfläche mit flachen und weitläufigen, an den Seiten etwas dichter 
stehenden Punkten; Vorder- und Hinterrand gerade, alle Winkel, 
besonders die hinteren, verrundet. Die Punktierung des Halsschildes 
läfst wie bei den folgenden Arten die Mitte frei. Schild chen 
ogival, flach, mit wenigen Punkten. Flügeldecken mit Schultern, 
zylindrisch, wie der Halsschild prachtvoll blau, mit neun tiefen 
Punktstreifen, deren deutliche Punkte dicht stehen; ihre Zwischen- 
räume hoch gewölbt, sämtlich mit einer Reihe weitläufig stehender, 
feiner Körnchen, der siebente mit ein paar tief eingestochenen 
Punkten, der Raum neben dem letzten Streifen und die Spitze mit 
Nabelpunkten. Epipleuren fast glatt. Vorderschenkel plötzlich 
und stark, viel kräftiger als bei den verwandten Arten gekeult; 
der mediane Zahn schwach, viel schwächer als der gekrümmte, 
kantige, apikale, vordere Zahn; der hintere apikale Zahn wie bei 
den anderen Arten winzig. Mittel- und Hinterschenkel schwach, 
nicht verdickt, wie die vorderen stark glänzend blau, ihre zwei 
apikalen Zähne an der Unterseite klein aber deutlich. Die Unter- 
kante aller Schenkel mit einer durch fein krenulierte Leisten be- 
grenzten Furche. Vordertibien sehr robust und breit, ihre 
leistenartige, vordere Innenkante mit einem breiten, flachen bogigen 
Ausschnitt, der von der Basis bis zur Mitte reicht; hinter diesem 
Ausschnitt sieht man eine kurze, kräftige, halbkreisförmige Aus- 
buchtung der hinteren Innenkante , überdies ist die Hinterseite 
schmaler als die Vorderseite und das Ende springt schwach zahn- 
förmig nach innen vor. Die Bildung der Vorderschienen ist also 
sehr kompliziert und charakteristisch. Die beiden hinteren Tibien- 
paare sind gekrümmt und zeigen am Vorderraude ungefähr 6 mit 
je einer Borste versehene Zähne; eine Erweiterung nahe der Basis 
fehlt an den mittleren Schienen. Die ganze Unterseite ist glän- 
zend, nur die Propleuren sind matt. Prosternum hinter den Vor- 
derhiiften glatt, halbkreisförmig gerandet. Metasternum glatt, 
ohne Mitteltuberkeln, nur mit eingedrückter mittlerer Längslinie- 
Abdomen in der Mitte spiegelglatt, drittes und viertes Segment am 
Hinterrande einfach gewölbt wie bei Pycnocerus s. str., nicht ge- 
wulstet und gerieft, das Analsegment fein punktiert, die Seiten der 
übrigen Segmente fein lederartig gerunzelt und flach punktiert. 

Länge 24 — '26 mill. 

Ostafrika: Uruguru (Bloyet 1885). 1 Exemplar im Museum 
Paris. Nach Fairmaire: Zanzibar. 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 347 

6. Pycnocerus (Dinoscelis) Passerinii Bertol. 

Nov. Com. Ac. Bonon. 1849, X, p. 418, t. 9, f. 7. ?. — Gerstäcker: 

Peters' Reise 1862, p. 291. 
caeruleatus Fairm. Cornpt. rend. Soc. Ent. Belg. 1884, p. LXXV; 

Ann. Soc. Ent Fr. 1887, p. 290. 

Kopf zwischen den Augen flach gewölbt, mit 2 deutlichen 
Falten am Innenrande der Augen. Die den Clypeus abirennende 
Furche ist wenig scharf, läuft aber seitlich in zwei tiefe Grubeu 
vor den Augen aus. Clypeus wulstig, nicht sehr dicht und flach 
punktiert, aber deutlicher als der Hinterkopf, die Vorderecken spitz- 
winkelig vorgezogen und niedergebogen, die Mitte des etwa im 
Achtelkreis ausgeschnittenen Vorderrarides durch ein schwaches 
Beulchen vortretend. Fühlerglied 1 — 10 glänzend, 11 matt, 
drittes Glied 14; mal so lang als das vierte, die folgenden perlig, 
glatt, allmählich etwas eckiger werdend, Glied 10 quer, das letzte 
so lang wie breit, grau tomentiert mit rechtwinkligem Innen- und 
ganz abgerundetem Aufsenwinkel, Vorderkante dieses Gliedes nicht 
geschwungen. Mentum herzförmig mit kaum eingezogenen Seiten, 
in der Mitte schwach zurücktretendem Vorderrand und ganz ver- 
rundeten Vorderecken, die Seiten wulstig, die Mitte kielförmig 
erhaben, jederseits derselben grubig vertieft , die ganze Oberfläche 
granuliert. Ligula am ganzen geraden Vorderrande lang gelb 
behaart; die zwischen den Palpen stehende Tuberkel kielförmig in 
die abgerundet rechtwinkligen Vorderecken laufend, Labialpalpen 
wenigstens am Grunde rötlich, Endglied birnförmig. Halsschild 
und Flgd. dunkel erzgrün, blaugrün oder blau. Ersterer so breit 
wie die Flgd., stark gewölbt, ringsgerandet, beim cT subtrapezoidal 
mit ziemlich geraden Seitenrändern, beim $ mit gerundeten Seiten, 
sämtliche Winkel abgerundet. Oberfläche matt, ziemlich weitläufig 
und nicht sehr fein punktiert; die Mittellinie ist in der Regel durch 
fehlende Punktierung oder durch einen sehr schwachen Kiel ange- 
deutet. Schildchen dunkler, glatt, flach, halbkroisförmig. Flügel- 
decken mit Schulterbeule, die 9 Punktstreifen sind ziemlich tief, 
die feinen Nabelpunkte in ihnen stehen auf dem Diskus in einer, 
an den Seiten in zwei unregelmäfsigen Reihen. Die gewölbten 
Zwischenräume sind in den seitlichen Streifen im ganzen Verlauf, 
in den übrigen im apikalen Drittel mit einer Reihe sehr feiner, 
weitläufig stehender Körnchen versehen. Die Streifen laufen ent- 
weder einzeln vor der Spitze aus, oder sie vereinigen sich und zwar 
in sehr verschiedener Weise. Sämtliche Schenkel matt, dicht vor 
dem Ende der Unterkante jederseits mit einem Zahn; bei den keulig 



348 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

verdickten aber nicht gekrümmten Vorderschenkeln ist der obere 
Zahn sehr stark und nach vorn gerichtet, fpifz; aufserdem findet 
sich noch ein ebenso grofser medianer Zahn, der am Ende schräg 
abgeschnitten ist und dort oftmals eine schwache Zweiteilung zeigt; 
dieser ist nach aufsen und unten gerichtet. Alle Schenkel an der 
Unterseite mit einer durch nicht krenulierte Leisten begrenzten 
Furche. Vorderschienen im obersten Drittel stark gekrümmt, 
die Unterkante schmaler als die obere, gefurcht, nahe der Basis 
mit einem starken Zahn und dicht unter derselben mit kurzem, 
bogigen, kräftigen Ausschnitt. Mitteltibien gerade, am Vorderrande 
ungezähnt; das basale Viertel plötzlich schmaler; beide: Innen- und 
Aufsenkante, bogig und zwar in verschiedener Weise ausgeschnitten; 
dadurch bekommt die furchig vertiefte Vorderkante ein eigentüm- 
liches Aussehen; nahe der Spitze steht ein einzelnes Zähnchen. 
Hintertibien schmal, gegen die Spitze breiter werdend, an der Vor- 
derseite mit ca. 8 — 10 spitzen Zähnchen; ein letzter, isoliert stehen- 
der Zahn steht dicht vor der Sp'tze. Das äufserste Ende aller 
Schienen ist fein goldgelb tomentiert. Die ganze Sohle der Tarsen 
ist lang goldgelb behaart, das Klauenglied aber fein zweizeilig. 
Die Unterseite hat die Färbung der Oberseite, nur dunkler. 
Prosternum hinter den Hüften einfach niedergebogen , undeutlich 
gerandet. Hinterbrust fein quergerieft, in der Mitte mit zwei dicht 
beieinander stehenden Tuberkeln, hinter denselben mit Längsfurche. 
Abdomen matt, nur in der Mitte glänzend, zweites Segment mit 
einer Schwiele jederseits der Mitte, drittes und viertes mit wulsti- 
gem, fein q u ergerieften Hinterrand. Die ersten Segmente sind an 
den Seiten rauh gekörnt, das Abdominalsegment punktiert, glänzend- 
Lange 28—37 mill. — Revidiert 120 Exemplare. 
In Ostafrika gemein ; in den meisten Sammlungen. 
Zanguebar (Mpouapuo), Kondoa, Bagamoyo, Tanga, Nguelo 
(Usambara), Tschinde, Mozambique, Zanzibar, Usagara, Somali, 
Zambeze. 

7. Pycnocerus (Dinoscelis) validus Fairm. 
Ann. Soc. Ent. Fr. 1887, p. 289. 

Diese Art siebt der vorigen sehr ähnlich, nähert sich aber 
mehr der nächsten durch die Bildung des letzten Fühlergliedes und 
der Vorderschenkel. 

Kopf zwischen den Augen beulig aufgetrieben, am Clypeus 
ziemlich dicht, nicht so grob punktiert; die denselben abtrennende 
Furche sehr tief. Augenfalten deutlich. Vorderwinkel des Clypeus 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 349 

sehr spitz vortretend, die Mitte des ziemlich tiefen Bogens kaum 
angedeutet. Antennen ganz wie bei Passerini, nur ist das letzte 
Glied länger als breit, mit spitzem, nicht rechtwinkligem Innen- 
winkel und sanft geschwungener Innenkante. Mentum trapezisch 
mit abgerundeten Vorderecken, die ganz gerade V T orderkante lf mal 
so lang als die Basis, Seitenränder nicht gewulstet, Oberfläche 
beiderseits der stumpf gekielten Mitte grubig, rauh skulptiert. 
Ligula an der ganzen Vorderkante lang gelb behaart, die grofse 
Mitteltuberkel tritt bis an den Vorderrand, sodafs derselbe drei- 
buchtig erscheint. Halsschild und Flgd. schwarz mit etwas 
grünlichem Schimmer, ersterer glänzend, nur an den Seiten matt, 
stark gewölbt, breiter als die Flgd. an der Basis, Hinterrand un- 
eben und in der Mitte etwas nach vorn gezogen, Vorderrand fast 
gerade. Die Oberfläche ist fein und weitläufig, an den Seiten 
kaum deutlicher punktiert; die Punktierung läfst die Mitte hinten 
frei; alle Winkel sind verrundet. Die Propleuren des Thorax sind 
dick geschwollen, entsprechend der starken Muskulatur, welche die 
kräftig entwickelten Vorderschenkel bewegt; die Schwellung ist so 
stark, dafs sie die Breite des Prosternums erreicht. Schildchen 
halbkreisförmig, etwas gewölbt, glatt. Flügeldecken mit Schul- 
tern, auf dem Diskus etwas flach gedrückt, Oberfläche mit neun 
Punktstreifen, deren Zwischenräume im Gegensatz zu den andern 
Arten flach gewölbt sind, ebenso sind natürlich die Streifen flach ; 
die Graneln in den Streifen sind sehr fein und stehen in einer 
unregelmäfsigen Reihe. Die Zwischenräume tragen eine regel- 
mäfsige Reihe weitläufiger, feiner Körnchen. Epipleuren glatt. 
Schenkel matt, am Ende jederseits mit einem Zähnchen, der 
Vorderzahn am Ende der Vorderschenkel ist sehr grofs, nach 
aufsen gerichtet, aber kleiner als der mediane, welcher nicht sehr 
spitz, schwach zweiteilig ist; apikaler und medianer Zahn haben 
gleiche Richtuug. Die Vorderschenkel sind nahe der Basis kräftig 
gekrümmt. Furche an der Unterseite sämtlicher Schenkel mit nicht 
krenulierten Kanten. Der Zahn an der Basis der Vorderschienen 
ist sehr klein. Die Schienen selbst sind kaum gekrümmt, die 
Innenkante im ersten Drittel schwach erweitert, die Spitze mit 
starkem, nach innen gerichtetem Endzahn. Die vier hinteren Ti- 
bien und die Tarsen wie bei Passerini, ebenso iot die Unterseite 
wie bei der vorigen Art gebildet, nur ist sie rauher, glänzend und 
die Wülste an den Hinterrändern des zweiten bis vierten Abdomi- 
nalsegments sind viel stärker und sehr stark gerieft. 

Länge 31 — 36 mill. Ein Exemplar meiner Sammlung diente 
mir zur Ergänzung von Fairmaire's Beschreibung. 
Zanzibar. 



350 H. Gebiert: Revision der Pycnocerini Lac. 

8. Pycnocerus (Amorphochirus) hercules Fairm. 
Ann. Soc. Ent. Fr. 1887, p. 289. 

Schwarz, fettglänzend, mit schwach entwickelten Schultern 
(Flügel fehlen!). 

Kopf sehr unregelmäfsig, dicht und grob punktiert und ge- 
runzelt. Seiten des Kopfes vor den Augen dick geschwollen, Augen- 
falten undeutlich, Stirn schwach gewölbt. Clypeus durch die wink- 
lig vortretende Mitte zweibucbtig; die Aufsenwinkel schwach, etwa 
rechtwinklig vortretend. Die Furche auf dem Kopfe tief, undeut- 
lich begrenzt, in zwei glatte Gruben auslaufend. Oberlippe und 
Clypeus sehr rauh. Fühler schwarz, wenig glänzend, Glied 3 
1^ mal so lang als 4, die folgenden perlig, rund, Glied 9 quer mit 
deutlichen Winkeln, Glied 10 stark quer, matt; es schliefst sich 
eng an das ebenfalls matte elfte Glied; dieses ist so lang wie breit, 
mit spitzem Innen- und ganz abgerundetem Aufsenwinkel, seine 
Innenkante ist geschwungen. Mentum breit herzförmig, vorn breit 
und tief ausgebuchtet, die Seiten vor der Basis kaum eingezogen, 
die Ränder gewulstet, die Mitte kielförmig erhaben, die ganze 
Oberfläche rauh skulptiert. Die mittlere Tuberkel der Ligula 
geht breit bis an die Mitte des Vorderrandes, der lang gelb be- 
bürstet ist und schwach dreibogig erscheint. Letztes Glied der 
Maxillarpalpen länglich, am Ende abgestutzt. Der häutige Teil 
der Mandibeln ist an dem von mir untersuchten Exemplar aufser- 
ordentlich grofs und füllt die ganze grofse Ausbuchtung der Man- 
dibeln aus, doch ist diese Bildung möglicherweise individuell. Der 
Halsschild ist stark gewölbt, viel breiter als die Flgd. an der 
Basis, wenig breiter als lang, die ganze Oberfläche, namentlich 
nach den Seiten hin lederartig gerunzelt. Der Vorderrand ziem- 
lich gerade und etwas gewulstet; der Hinterrand in der Mitte ziem- 
lich stark nach vorn gezogen, eine mittlere Längslinie ist ange- 
deutet. Vorderwinkel deutlich, Hinterwinkel verrundet. Schild- 
chen stark aufgetrieben, rauh. Flügeldecken an der Basis viel 
schmaler als der Halsschild, mit angedeuteten Schultern, die Seiten 
nach hinten etwas divergirend, die Oberfläche stark gewölbt. Die 
neun Streifen sind matt und haben feine Körnchen, die in den 
Streifen auf dem Diskus in einer, an den Seiten in zwei Reihen 
stehen; die stark gewölbten, rippenartigen Zwischenräume sind 
glänzend und tragen eine regelmäfsige Reihe sehr feiner Körnchen; 
alle Streifen sind aufserdem fein und unregelmäfsig gerunzelt. Epi- 
pleuren rauh. Die Beinbildung ist sehr charakteristisch. Die vor- 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 351 

deren Schenkel sind robust und in etwa einem Viertelkreisbogen 
gekrümmt, in der Mitte der Unterkante steht ein sehr grofser, 
krummer, an der Spitze abgestutzter Zahn, das Ende hat nur 
einen grofsen Endzahn an der Innenseite, der aber kleiner als der 
mediane Zahn ist; auch die vier hinteren Schenkel haben nur einen, 
den inneren Endzahn. Alle Schenkel sind matt, fein reibeisenartig 
rauh, die Furche an der Unterseite ist lang, ihre Grenzleisten sind 
nicht krenuliert. Die Vordertibien sind ziemlich gerade, nur 
die Hinterkante ist in flachem Bogen ausgerandet, aufserdem findet 
sich direkt an der Basis ein kurzer, kräftiger Bogen, der eine 
winklige Erweiterung bildet; dieser Winkel findet sich an der 
Innen- und Aufsenseite. Die Hinterkante ist von der Mitte ab 
allmählich verengt, bis sie beim Fufsansatz sehr dünn ist; das Ende 
ist gerade abgestutzt und mit schmalem Filzsaum besetzt. Mittel- 
tibien schwach gekrümmt, die Aufsenseite in der Mitte schwach 
erweitert, die Innenseite an derselben Stelle im Bogen verengt, 
sodafs man von innen die blattartige Aufsenseite sieht; unterhalb 
des erwähnten Bogens finden sich ein paar spitze Zähnchen; das 
Ende gerade abgestutzt mit Filzsaum, in welchem ein kleines Zähn- 
chen steckt, das bei den andern Arten entfernt vom Ende steht 
und gröfser ist. Hintertibien (Fig. 27) stark gekrümmt, das apikale 
Drittel durch einen winkligen Zahn stark erweitert, aber nur an 
der Innenseite; die Aufsenseite dort fast gerade, im oberen grofsen 
Bogen mit ca. 4 spitzen Zähnchen, ebenfalls mit Filzsaum am Ende, 
in welchem ein Zähnchen steckt. Sämtliche Tibien rauh, an der 
Hinterkante mit angedeuteter Tarsalfurche. Die ganze Unterseite 
schwarz, fettglänzend. Die Parapleuren des Halsschildes stark ge- 
schwollen zur Aufnahme der grofsen Beinmuskulatur. Prosternum 
hinter den Vorderhüften flach niedergedrückt, fein gerandet, schwach 
vortretend. Hinterbrust durch eine Anzahl Querfalten uneben, 
ohne Mitteltuberkeln. Das erste Abdominalsegment zeigt jederseits 
der glatten Mitte des Hinterrandes einen schwach gekörnten Wulst, 
ebenso, und viel stärker, das zweite Segment, drittes und viertes 
Segment sind am ganzen Hinterrand stark gewulstet; Wulste quer 
gerieft. Die Seiten der Segmente und das Analsegment sind stark 
lederrunzlig. 

Forceps einfach, vor der Spitze einfach verjüngt, nicht einge- 
schnürt. 

Länge 40 — 46 mill. — Im Pariser Museum 1 Exemplar von 
Gueliidi (Somali), woher auch das mir nur aus der Beschreibung 
bekannte Tier stammt, das Fairmaire vorgelegen hat. 



352 H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Catamerus Fairm. 
Ann. Soc. Ent. Fr. 1887, p. 290. 

Diese Gattung ist neben Pycnocerus zu stellen, mit der sie 
nahe verwandt ist. Die Tiere sind aber ungeflügelt, und ihre Fld. 
sind dementsprechend oval, ohne Schultern. Aufserdem finden sich 
noch manche andere wichtige Unterschiede. 

Kopf etwa halb so breit wie der Halsschild, ohne Höcker, 
nach hinten schwach zu einem Hals verengt; die den Clypeus ab- 
setzende Furche flach, seitlich grubig vertieft, Clypeus höchstens 
im Achtelkreisbogen ausgeschnitten, in der Mitte nicht unterbrochen, 
seine Seiten parallel. Augen grob facettiert, in der Mitte schwach 
verengt. Fühler perlig, die Mitte des Halsschildes erreichend, 
Glied 3 doppelt so lang wie 2, die vorletzten Glieder quer. Ober- 
lippe quer, mit geradem, undeutlich beborstetern Vorderrand. Men- 
tum quer, nach hinten ziemlich stark verengt, die Vorderkante 
schwach ausgebuchtet. Ligula frei, viel schmaler als das Mentum, 
nach hinten kaum verengt, etwa quadratisch; Vorderrand gerade 
oder gar etwas nach aufsen gebuchtet, ganz bewimpert. Von den 
verrundeten Vorderwinkeln schiebt sich die Mitteltuberkel als breites 
Dreieck zwischen die Palpen; Endglied der letzteren oval, etwas 
abgestutzt. Der Hypopharynx i-t ein scharfer, stark zurücktreten- 
der Kiel, dessen Ende nicht zahnförmig vortritt, also unter dem 
Vorderrand der Ligula nicht zu sehen ist. Die squama palpigera 
der Maxillen ist sehr klein und leicht zu übersehen. Endglied der 
Maxillarpalpen breit oval, am Ende abgestutzt; die äufsere Lade 
überragt die innere stark, beide sind stark beborstet, die innere 
ist ungeteilt, spitz. Mandibeln sehr stark, aber nicht rechtwink 
lig, gekniet, ihre Enden ungeteilt, meifselförmig scharf, gegenein- 
ander greifend. Die Aufsenseite bis über die Mitte hinaus sehr 
grob gerunzelt, unbeborstet. An der Innenseite befindet sich ent- 
fernt von dem Ende, aber diesem parallel, eine Querleiste; die 
grofse Ausbuchtung mit häutigem Sack. Mahlzahn mit schmaler 
Ober- und breiter Unterkante, trapezoidal; die unter sich, aber nicht 
mit der Endkante parallen Kauleisten stehen dicht aneinander und 
sind oft so stark abgenutzt, dafs man nur eine Leiste zu sehen 
glaubt. Submentum mit einem schwach vorspringenden, recht- 
winkligen Zahn neben den Maxillen. Kehle breit dreieckig, an 
der Spitze abgerundet und quergefaltet, die Spitze mit dem Sub- 
mentum durch eine tiefe Furche verbunden. Halsschild quer, 
sehr stark gewölbt, ringsgerandet, ohne Vorder- und Hinterwinkel. 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 353 

Skutellum deutlich, dreieckig. Flügeldecken oval (<^) oder 
breit oval ($), ohne Schultern (es fehlen die Flügel!); Oberfläche 
mit neun Punktstreifen , Seitenrand von oben nirgends sichtbar. 
Epipleuren sehr schmal, auch an den Schultern. Schenkel keulig, 
besonders die vorderen, die hinteren beiden Paare mit 2 Zähnchen 
am Ende, die vorderen nur mit einem an der Vorderkante. Die 
vorderen Schienen schwach deprefs, gekrümmt, die hinteren an- 
nähernd gerade, rund, beide Paare am Innenrand gesägt beim <^, 
oder glatt beim §. Diese Eigentümlichkeit ist Fairmaire entgangen, 
der in der Beschreibung sagt: „les tibias sont legerement arques, 
inermes". Enddornen gleich, sehr klein. Tarsen robust, Klauen- 
glied so lang wie die übrigen zusammen; Onychium fehlt, Sohle 
bebürstet und zwar steht an jeder Seite ein Haarbüschel, das täu- 
schend einem spitzen Dorn gleicht. Prostern um zwischen den 
Vorderhüften sehr schmal, kielförmig, am Ende mit Tuberkel. 
Mittelbrust flach ausgebuchtet, wenig steil, in der Mitte sattel- 
förmig eingedrückt. Hinterbrust sehr kurz (wegen der Flügel- 
losigkeit!); der Abstand zwischen Mittel- und Hinterhüfte ist kürzer 
als der zwischen den Mittelhüften. Die Hinterbrust ist quergewul- 
stet und hat keine Längsfurche. Hinterhüften weiter auseinander 
stehend als die Mittelhüften, drittes und viertes Abdominalsegment 
gewölbt, nicht gewulstet, Analsegment ungerandet. 

Bei wenig Tieren dürfte der geschlechtliche Dimorphismus so 
verschiedenartig ausgeprägt sein wie hier; er findet sich: 1. im 
ganzen Habitus ((^ schlank, ihre Flgd. lang oval; $ robust, ihre 
Flgd. breit oval); 2. in der Bildung der Vorderschenkel (beim c? 
dick geschwollen und mit sehr starkem apikalen Zahn versehen, 
beim $ schwach verdickt mit kleinem Zahn); 3. in der Bildung 
der Tibien (Mittel- und Hintertibien beim <3* gesägt, beim Q glatt, 
Vorderschienen mit zwei verschiedenartig geschwungenen Innen- 
kanten beim ö\ beim $ einfach). Forceps normal, d. h. sehr klein, 
weniger als ^ der Körperlänge erreichend. Die äufseren Anhänge 
der weiblichen Geschlechtsorgane aufserordentlich zart, sodafs ihre 
Präparation selten gelingt; sie sind noch winziger als diejenigen 
bei Pycnocerus, denen sie sehr ähneln. In einem der untersuchten 
Weibchen fand ich den Hinterleib ganz mit Eiern angefüllt, sodafs 
der Verdauungskanal, der, wie die geringwertige Nahrung (Baum- 
mulm etc.) vermuten läfst, stets prall mit Nahrungsstoffen gefüllt 
ist, auf ein Minimum beschränkt war. Die Zahl der Eier betrug 
128. Sie waren 1 mill. lang, genau elliptisch, ungefurcht (siehe 
auch bei Metallonotus denticollis). 

Deutsche Eutomol. Zeitschrift 1904. Heft II. 23 



354 //. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 

Die Gattung mit der einzigen Art scheint auf Ost- und Süd- 
afrika beschränkt zu sein; sie kommt der gleichfalls ostafrikani- 
schen Untergattung Dinoscelis am nächsten. 

Catamerus Revoili Fairm. 

Ann. Soc. Ent. Fr. 1887, p. 290, t. II, f. 12. 

var. laevis var. nov. 

var. transvaalensis Per. Trans. S.Afr. Phil. Soc. VI, 2, p. 125 (März 1892) 
syn. Fairmairei Alluaud Bull. Soc. Ent. Fr. 1892, p. CCXXXIX 

(November 1892) 
var. intermedius Gahan Proc. zool. Soc. 1893, p. 742 nota. 
var. rugosus Gahan 1. c. p. 741. 

Die obigen Varietäten, ausgenommen laevis, waren als Arten 
beschrieben. Fairmairei und transvaalensis sind sicher identisch 
Uebrigens ist diese Form nichts weiter als eine schwarze Varietät 
der Stammform. Peringuey sagt von seiner Art: „Differs only in 
colour, is however smaller". Das auf die Gröfse bezügliche Merk- 
mal ist hinfällig; es haben dem Autor nicht einmal besonders kleine 
Stücke vorgelegen. Eine gröfsere Anzahl Exemplare irgend einer 
Form (mir liegen von transvaalensis 9 Tiere vor und zwar sogar 
von einer Lokalität) zeigt, dafs auch die Skulptur Schwankungen 
unterworfen ist. Cat. intermedius ist nur eine rauhere, violette 
Varietät von Revoili; und von Cat. rugosus Gahan, den ich aller- 
dings nicht gesehen habe, gibt der Autor als einzigen wichtigen 
Unterschied nur die rauhe Skulptur an; mit seiner Form inter- 
medius stellt er aber am gleichen Orte einen Uebergang zwischen 
der Stammform und rugosus her. Als glatteste Form ist hier laevis 
vom Somalilande aufgestellt. 

Kopf halb so breit wie der Halsschild, zwischen den Augen 
gewölbt, mit kurzen Fälteben am Innenrande derselben, die Quer- 
furche schlecht begrenzt, in der Mitte nach oben gezogen, an den 
Seiten breit und flach grubig vertieft; Punktierung unregelmäfsig, 
an den Gruben und Augenfulten gröber. Seiten des Epistoms 
parallel, Vorderrand schwach ausgebuchtet , die Vorderecken vor- 
tretend. Fühlerglieder bis auf das letzte oder die beiden letz- 
ten glänzend, sehr fein punktiert, wie der ganze Körper unbehaart, 
die Glieder viereckig perlig, das vorletzte quer, das letzte so lang 
wie breit, mit rechtem Innenwinkel, Glied 3 so lang oder etwas 
länger als 4 und 5 zusammen. Mentum quer, Vorderrand seicht 
ausgebuchtet, die Seiten gerundet und gewulstet, die gröfste Breite 
etwas vor der Mitte, die Oberfläche grob gerunzelt. Ligula etwa 



H. Gebien: Revision der Pycnocerini Lac. 355 

quadratisch, Jnsertionsstelle der Palpen vom Vorder- und Hinter- 
rand etwa gleich weit entfernt; die Tuberkel glatt, der Raum vor 
ihr sehr rauh. Kehle hinten fein lederrunzlig, vorn grob quer- 
runzlig. Die Furche, welche die Kehle nach vorn fortsetzt, mit 
Querfalten. Halsschild quer, l^mal so breit als lang, beim c? 
wenig, beim 2 viel schmaler als die Flgd. Er ist sehr stark ge- 
wölbt, etwas trübglänzend, fein und weitläufig, an den Seiten etwas 
dichter und gröber punktiert. Seitenränder gleichmäfsig und stark 
gebogen, ohne Ecken, glatt oder sehr schwach krenuliert; Randung 
überall deutlich. Pleuren des Pronotums vor den Hüften stark 
geschwollen (wegen der Muskulatur, welche die starken Vorder- 
schenkel zu bewegen hat); nach dem Seitenrande zu sind dieselben 
grob gerunzelt und punktiert und mit einem Eindruck versehen 
(wie bei' Dinoscelis). Schildchen dreieckig, gewölbt, glatt oder 
punktiert, tiefliegend. Flügeldecken oval ((?) oder breit oval (2), 
die Schultern nur angedeutet; Oberfläche mit 9 sehr tiefen Punkt- 
streifen und mehr oder weniger gewölbten Zwischenräumen. Die 
Punkte der Streifen sind einfach, rund, nicht sehr grofs, dichtstehend. 
Von den Streifen sind der fünfte und sechste am kürzesten und in 
der Regel hinten vereinigt. In dem Raum neben dem Seitenrand 
finden sich weitläufig stehende, sehr tiefe, grobe Punkte. Die Fld. 
sind stark gewölbt, sodafs der Seitenrand von oben nirgends zu 
sehen ist. Epipleuren schmal, glatt. Vorderschenkel etwas 
verdickt beim $, stark geschwollen beim <3*, bei dem ersteren mit 
einem kleinen etwa rechtwinkligen Zahn, beim <$■ dagegen mit 
einem zapfen förmigen, stark gekrümmten Zahn, der in der Ruhe- 
lage über die angezogenen Schienen hinausreicht. Mittel- und 
Hintei Schenkel schlank, am Ende der Unterseite mit zwei Zähn- 
chen, die Unterkanten schwach entwickelt. Alle Schenkel glän- 
zend, fein punktiert. Die Vorderschien etwas deprefs, mit zwei 
Innenkanten, die in verschiedener Weise geschwungen sind: beide 
Kanten mit winkliger Erweiterung, die innere unterhalb derselben 
schwach, die äufsere stärker eingebogen. Diese Schienenbildung 
findet sich nur beim $, Vorderschienen des 2 kaum gekantet, 
einfach. Mittel- und Hinterschienen am Innenrande beim r? ge- 
sägt, jeder der 10—12 Sägezähne mit einer Borste, beim $ glatt 
oder etwas rauh. Am Ende der Innenkante stehen bei beiden 
Geschlechtern zahlreiche kurze, schwarze Borsten. Sohle der Tarsen 
zweilig, kurz gelb behaart. Prosternum zwischen den Vorder- 
hüfien schmal, viel schmaler als der Durchschnitt einer Hüfte, 
durch zwei parallele Längsfurchen gekielt, am Ende rauh und mit 

23* 



356 H. Gebien: Revision der Pycnocerint Lac. 

Tuberkel versehen. Hinterbrust sehr kurz, in der Mitte glatt, seit- 
lich grob gerunzelt und querwulstig. Hinterleib glänzend, äufserst 
fein lederrunzlig, die letzten Segmente fein punktiert, die Seiten 
rauh. 

Die Art ist, was Farbe und Skulptur anbetrifft, sehr verän- 
derlich. Als Stammform sehe ich die in den deutschen Museen 
häufigste Form aus Deutsch Ostafrika an. Dieselbe ist verhältnis- 
mäfsig schmal, mit glatten, stark gewölbten Zwischenräumen der 
Flügeldecken; Farbe: dunkel grünblau oder blaugrün. 

Länge 20—26 mill. 

Deutsch Ostafrika: Mpapwa, Tabora, Massai, Eduard -See, 
Uhehe, Viktoria-Nyansa, Lukuledi. 

Gesehen 14 Exemplare. In den Museum Berlin, Hamburg, 
Brüssel, Coli. Gebien. 

Varietät laevis nov. aus dem Somalilande und Nguru ist sehr 
breit und hat glatte, flache Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen. 
Oberfläche goldgrün. 

Länge 21 — 24 mill. 3 Stück im Stettiner Museum. 

Varietät transvaalensis Per. (= Fairmairei All u au d) ist schwarz 
und der Stammform am ähnlichsten, aber etwas rauher und bildet 
dadurch den Uebergang zur nächsten Form. 

Transvaal, Rhodesia, Tabora; also weit verbreitet. Die Form 
wird sich zweifelsohne auch in den dazwischen liegenden Gebieten 
finden. 

Länge 18 — 22 mill. Gesehen 9 Exemplare. 

Coli. Oberndorffer und Gebien. 

Varietät intermedius Gahan. Tief dunkelblau mit ziemlich 
rauhen Zwischenräumen. 

Länge 20 — 22 mill. 2 Exemplare im Kopenhagener Museum. 
Zambesi, Rhodesia. 

Varietät rugosus Gahan aus Britisch Centralafrika von der 
Farbe der Stammform, von welcher sie sich leicht durch die der 
ganzen Länge nach rauhen Zwischenräume der Flügeldeckenstreifen 
unterscheidet. 

Länge 19—21 mill., Breite 7—9 mill. 

Ist mir unbekannt geblieben. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft IL] 357 

Synonymische Bemerkungen 

zn Gorham, Biologia Centrali-Americana, Vol. VII. 

Coccinellidae. 

Von 

J. Weise. 



In dem vorliegenden prächtig ausgestatteten Bande werden 
die mittelamerikanischen Coccinellen von p. 151 — 246 und 258 — 265 
behandelt, in der Art, dafs die bereits bekannten in der Regel nur 
mit Literatur- und Fundortsangaben versehen, die neuen dagegen 
ausführlich und, wie von Hrn. Gorham nicht anders zu erwarten 
war, klar beschrieben sind; aufserdem hat der Autor auf 6 Tafeln 
112 Arten ganz vorzüglich abbilden lassen. Diese Arbeit nahm 
ungefähr 8 Jahre in Anspruch, denn die erste Lieferung p. 151 — 160 
erschien im Mai 1891, die letzte, p. 258— 265, im Februar 1899. 
Ich habe zwar schon vor längerer Zeit einen Probedtuck der Ta- 
feln von Hrn. Champion geschenkt erhalten, aber den Text erst 
jetzt von Hrn. Dr. Kraatz leihen können, sodafs ich nicht früher 
die folgenden Punkte berühren durfte, die eine Berichtigung nötig 
machen. 

1. Coccinella maculosa Gorh. p. 159, t. 9, f. 5 von Oaxaca 
(Höge) mufs nach Beschreibung und Abbildung mit unserer euro- 
päischen C. conglobata L. identisch sein. 

2. Den Namen der Coccinella pantherina Gorh. p. 161 
(März 1892) ändere ich wegen C. pantherina L. 1758 und Degeer 
1775 in Gorhami um. 

3. Die unbenannte Coccinella No. 18 p. 161 kann sehr wohl 
eine dunkle Form von conglobata L. sein. 

4. Auf p. 169 wird der Name Neocalvia 12-guttata F. 1787 
wieder eingeführt, obwohl derselbe schon von Gmelin mit Recht 
wegen der gleichnamigen Art von Poda 1761 in cayennensis ab- 
geändert wurde. An diesem Versehen trägt die auch an anderen 
Stellen der Arbeit hervortretende absolute Anlehnung an Crotch, 
Revision, die Schuld. 

5. Die Abbildung von Cycloneda Sallei Muls., Gorham 
p. 170, t. 9, fig. 21, gehört nicht zu dieser Art, welche hinter der 
Basis der Flgd. nur einen schwarzen Fleck auf der Schulter 



358 J. Weise: Synonymische Bemerkungen 

trägt, sondern ist vielleicht unter Cycloneda (Daulis) separata Muls. 
zu zitieren, die ich aus Central- Amerika besitze. Allerdings fehlt 
derselben der achte schwarze Fleck jeder Decke dicht vor der 
Spitze, welchen Gorham zeichnen liefs. 

6. Das Vorkommen von Cycloneda callispilota Guer. in 
Mexiko ist unwahrscheinlich; es ist bis jetzt nur aus Brasilien 
nachgewiesen worden. 

7. Die Zusammenziehung von Cycloneda rubida und vigilans 
Muls. mit pallidula wird durch die kurze Bemerkung Gorham's 
p. 171 nicht bestätigt, denn es ist ausgeschlossen, dafs die lebhaft 
korallenrote Färbung der kleinen rubida -vigilans aus der grünen 
oder blafsgelben Farbe der gröfseren pallidula durch Verbleichen 
nach dem Tode des Tieres entstehen kann. Wahrscheinlich dürften 
die beiden erstgenannten, wie es Crotch bereits p. 164 und 165 
angab, eine Art, und die pallidula, deßorala, gul/icoflis Muls. und 
pomacea Ws. die andere Art bilden, aber es müfste durch die 
Penisform erst bewiesen werden. 

8. Gorham sagt p. 175 unter der Gruppenbezeichnung Cliilo- 
corides „Crotch has included Plalynaspis, and that genus agrees 
with the rest of the subfamily in structure of the clypeus, and on 
this ground I include Corysles". Dies ist ein Irrtum, denn der 
Klipeus von Corysf.es läuft nicht in die Augen hinein, wie in 
den Chilocorini, sondern endet am Innenrande derselben. Die 
Gattung gehört unzweifelhaft zu den Hyperaspinen. 

9. Unter Exochumns mar gini pennis Lee bringt Hr. Gor- 
ham p. 177 ohne Grund das Synonym: Brumus septentrionis Ws. 
(sec. Hörn Trans. Am. XIII, Proceed. Ent. Sect p. XIV). Der 
genannte Brumus ist von der Hudsons-Bay beschrieben und kommt 
südlich bis Mexiko vor; er ist in seinen dunklen Formen dem 
europäischen oblongns Weidenbach ähnlich und eine in Nordamerika 
an Nadelholz häufige Art, die ich später namentlich von den Black 
Mountains und von El Paso, Texas, July 8—9, 3700—3800 feet 
(Wickham) zahlreich erhalten habe. Durch den letztgenannten 
Fundort kam ich auf die Vermutung, dafs Exochomus Högei Gorh. 
meine Art sein könnte, da Casey unter dieser, in der Revis. 1899 
p. 108, ebenfalls Texas, El Paso, angibt. Ein Vergleich der Be- 
schreibungen und der Abbildung bestätigt die Richtigkeit dieser 
Vermutung. Die Art ist in der Zeichnung der Flgd. sehr verän- 
derlich. A. a. O. habe ich zufällig ziemlich die Grundform be- 
schrieben: Fld. rot, eine gemeinschaftliche, in der Spitze erweiterte 






zu Gorham, Biologia Cenlrali-Americana: Coccinellidae. 359 

Nahtbinde, sowie zwei Makeln auf jeder einzelnen schwarz, die 
eine auf der Schulter, die andere hinter der Mitte. Epipleuren 
rot, Kopf, Thorax und Unterseite einfarbig schwarz, oder ein un- 
bestimmter Fleck in den Vorderecken des Halssch. sehr verloschen 
rötlich. Bei meinem zuerst beschriebenen Exemplare waren die 
beiden Makeln etwas vergröfsert, namentlich die hintere, sie sind 
gewöhnlich klein, gerundet, und dürften zuletzt, nebst dem Naht- 
saume, auch völlig verschwinden. 
Es erweitern sich allmählich: 

a) Makel 1 nach innen, bis sie sich mit dem Nahtsaum ver- 
bindet und eine gemeinschaftliche Querbinde bildet, die aufsen ab- 
gekürzt ist; 

b) auch Makel 2, anfangs in der Regel nach aufsen bis neben 
oder an den Seitenrand, wo sie mit einer Erweiterung des Naht- 
saumes in Verbindung tritt, welche einen breiten Spitzensaum 
bildet, endlich auch nach innen bis in den Nahtsaum. Die Flgd. 
sind nun in der kleineren vorderen Hälfte rot, nur die Naht und 
eine gemeinschaftliche Querbinde schwarz, in der gröfseren hinteren 
Hälfte schwarz, öfter noch ein nach hinten verengter Seitensaum 
und stets eine Makel von verschiedener Form, hinter der Mitte, 
näher der Naht als dem Seitenrande, rot; 

c) die schwarze Basalbinde verbindet sich an den Seiten mit 
der schwarzen Färbung der Spitzenhälfte, und es bleibt auf jeder 
Decke eine zweite rote Makel nahe der Naht vor der Mitte übrig. 

d) Diese Makel verschwindet und die Querbinde dehnt sich, 
ausgenommen in den Schulterecken, bis zur Basis aus. Flgd. 
schwarz, eine Humeralmakel über dem schwarzen Seitenrande an- 
fangs bis in oder hinter die Mitte ausgedehnt, zuletzt kurz, sowie 
eine Makel auf der Scheibe hinter der Mitte, der Naht näher als 
dem Seitenrande, rot: ab. californicus Casey. 

Exochomus fasciatus und rotundatas Casey 108 sind selbstver- 
ständlich unbedeutende Färbungsvarietäten, von denen die erstere 
zu marginipennis gehören dürfte. 

Beide Arten sehen folgendermafsen aus: 
Exochomus marginipennis Lee. Ann. Lyc. I, 173, t. 11, f. 15. — 
Muls. Spec. 485. -- Gorh. Biol. Centr. Am. VII, 
177, t. 10, f. 5,6. — Casey Revis. 108. 

Amer. bor. 
praetextatus Melsh. Proc. Ac. Phil. III, 178. 
ab. fasciatus Casey 1. c. 108. 
ab. aethiops Bland. Proc. Ent. Soc. Phil. III, 1864, 72. 



360 J. Weise: Synonymische Bemerkunyen 

Brumus septentrionis Ws. Stett. ent. Z. 1885, 230. Amer. bor. md. 
Högei Gorh. 1. c. 180, t. 10, f. 11 (Exochomus). — 

Casey 1. c. 108. 
ab. californicus Casey 1. c. 107 (Exochomas). 
? ovoideus Casey 107. 
desertorum Casey 108. 
subrolundus Casey 108. 

10. Auf p. 185 zieht Gorham, wie mir scheint mit Recht, die 
Brachyacantha bipartita Muls. 521 als das $ zu Westwoodi Muls., 
die Dach einem tf beschrieben wurde, stellt jedoch p. 186 zwei 
neue Arten, Aymardi und cryplocephalina auf und bildet sie Taf. 10 
Fig. 18 und 19 ab, obwohl beide nur Färbungsstufen von West- 
woodi sein dürften. Zu dieser Ansicht, die sich völlig nur durch 
reichliches Material beweisen läfst, gelange ich durch zwei Stücke 
von Atlixo in Mexiko (Dr. A. Fenges), die ich als Bindeglied 
zwischen Aymardi und cryplocephalina Gorh. ansehen mufs und 
spezifisch nicht von Westwoodi zu trennen vermag. Beides sind 
kleine $, 2,8 — 3,3 mill. lang, schwarz; Fühler und Taster, Knie, 
Schienen und Tarsen rötlich gelbbraun, die Stirn, mit Ausnahme 
des Vorder- und Augenrandes, sowie ein nach hinten verschmä- 
lerter Seitensaum des Thorax gelblich rot, die Flgd. gesättigter rot, 
ein Nahtsaum, hinter dem Schildchen in eine gemeinschaftliche 
Makel erweitert, die Kante des Seitenrandes, ein Spitzensaum und 
zwei (1, 1) oder drei kleine Makeln (1, 2) auf jeder Decke schwarz: 
Brach. Westwoo di ab. pulchella. - 

Diese Form weicht von cryptocephalina durch die Färbung 
von Kopf und Thorax, sowie die gemeinschaftliche schwarze Naht- 
makel der Fld. ab, von Aymardi durch die Form des roten Seiten- 
saumes am Thorax, welcher nicht eine Quermakel bildet, sondern 
vorn breit beginnt und nach hinten verengt ist. Bei dem einen 
Exemplare mit 3 Makeln jeder Fld. (ähnlich cryptocephalina) ist 
dieser Seitensaum breit, nimmt den Vorderrand von der Ecke bis 
über die Mitte jedes Auges ein und verschmälert sich mäfsig nach 
hinten, wo er dicht vor dem Basalrande wieder erweitert ist; bei 
dem andern Stücke, mit 2 Makeln jeder Decke (ähnlich, nur kleiner 
als die von Aymardi) ist der Seitensaum bald hinter dem Vorder- 
rande plötzlich verengt und dann stark verschmälert, sodafs er 
nicht die Hinterecken erreicht. Die gemeinschaftliche Nahtmakel 
ist nicht rhombisch, wie in Figur 18 bei Gorham, sondern quer 
viereckig, fast um die Hälfte breiter als lang und dem Schildchen 
etwas mehr genähert. 



zu Gorham, Biologin Centrali-Aii/ericana : Coccinellidae. 3G1 

Brachyacantha Westicoodi Muls. Spec. 520 cf Mexico 

bipartita Muls. 1. c. 521 2 

ab. Aymardi Gorh.Biol. Centr. Am. VII, 186, 1. 10, f. 18. 
ab. pulchella Ws. 
ab cryptocephalina Gorh. 1. c. t. 10, fig. 19. 

11. Brachyacantha erythrocephala Crotch, Revis. 211, 
Gorbam 188. Der Bezug dieses von Fabricius gegebenen Namens 
auf eine mexikanische Art, die Brach, bistripustulata F., läfst sich 
durch nichts rechtfertigen, besonders nachdem Mulsant das typische 
$ der erythrocephala F. in den Securip. 1846 p. 182 genau be- 
schrieben und dies Tier als europäische Art nachgewiesen hat. 
Später machte Kraatz, Berl. ent. Zeitschr. 1874, 301, nochmals auf 
diesen Punkt aufmerksam, aber Crotch hat weder Mulsant noch 
Kraatz beachtet. Die Coccinella erythrocephala F. (Hyperaspis 
Fabricii Muls.) gehört zu Oxynychus Lee, mit einfachen Klauen, 
und ist eine in Sibirien, dem Kaukasus und Ungarn verbreitete 
Art, die sicher noch in sandigen Gegenden Deutschlands gefunden 
werden wird. 

12. Brachyacantha cachensis Gorh. 190 ist so kurz be- 
schrieben, dafs eine Abbildung notwendig gewesen wäre. Wir 
erfahren von der Zeichnung der hell gelblich weifsen Flgd. nur: 
v elytris sutura maculisque duabus in singulo nigris"', dagegen nichts 
von der Lage und Form dieser Flecke. In der Halsschildzeichnung 
mufs die Brach, aperta Ws. D. E. Z. 1903, 208 ähnlich sein. 

13. Der Autor von Hyperaspis connectens (Gorh. 195) ist 
nicht Schönherr, sondern Thunberg. 

14. Hyperaspis Kunzii Gorh. Taf. 11 Fig. 5 $. Die Art 
heifst Kunzei und ist aus der Sammlung von Germar-Schaum be- 
schrieben, aus der auch mein typisches Ex. stammt. Dieses hat 
zwar auch keine Vaterlandsbezeichnung, ist aber von Pallas ge- 
fangen worden, also eine europäisch-sibirische Art, unter welcher 
Gorham doch wohl Weise, Best.-Tabellen II, 1885, p. 59 hätte 
citiren müssen. Die von ihm gegebene Abbildung hat mit Kunzei 
Muls. absolut nichts zu tun; sie zeigt ein Tier mit vier gelben 
Makeln jeder Fld., von denen die Humeralmakel einen Saum bis 
zur Mitte bildet, wo sie etwas erweitert ist. Diese mir unbekannte 
Art befindet sich unter der Rubrik Gorham's: „Elytra with three 
yellow spots" an falschem Platze; ebenso ist 

15. Hyperaspis diversa Gorh. p. 198, mit 2 gelben Flecken 
auf jeder Decke, versehentlich unter die Ueberschrift „elytra with 
one yellow spot" geraten. 



362 J. Weise: Synonymische Bemerkungen 

16. Hyperaspis elegans Muls. gehört sicher zu undulala Say, 
wahrscheinlich auch ftmbriolata Melsh., rufomarginata Muls., bei der 
nur die gelbe Scheibenmakel jeder Decke fehlt. Wenn Gorham's 
Tier aus Mexiko sich wirklich von der Mulsant'schen Art unter- 
scheidet, müfste es als neu beschrieben werden. 

17. Hyperaspis adelaida Gorh. 201 Taf. 11 Fi». 13 wird 
etwas ähnlich der triacanlha Muls. genannt; sie gleicht jedoch in 
Körperforrn, Farbe und Zeichnung am meisten der seplennaria aus 
Columbien. 

18. Die Worte der Beschreibung von Hyperaspis albicollis 
Goih. 201 passen ebensogut auf helle Stücke der folgenden Art, 
subsignata Crotch. Bei dieser sind die Vorderschienen genau so 
erweitert und ebenso liegt auf den Fld. eine Reihe dunkel durch- 
scheinender Punkte neben der Naht und dem Seitenrande. Wo- 
durch unterscheiden sich denn beide Tiere in Wirklichkeit? 

19. Hyp eraspiditts Crotch, Gorh. = Hyperaspis. 

20. Von p. 211 ab wird die Einteilung der Familie und die 
Verteilung der Arten in die einzelnen Gattungen etwas unsicher. 
Die Einteilung dieser oberseits behaarten Tiere, die Hr. Gorham 
p. 206 ein „augenblicklich noch ungelöstes Problem" nennt, ist nach 
dem einzig brauchbaren Merkmale, der Kopfbildung, bereits von 
Mulsant recht gut gelöst worden und mufs nur noch übersicht- 
licher gestaltet werden. Ich schliefse mich durchaus Gorham's 
Meinung an, dafs sich die Exoplectrinen unmittelbar an die Chilo- 
corinen angliedern müssen, aber der Autor durfte Azya und Ladoria, 
die keine Augenleiste haben, nicht in diese Gruppe rechnen, bei 
der alle Gattungen (Eroplectra, Chnoodes, Coeliaria, Dapolia etc.) 
eine scharfe, innen niedrige, aufsen ansteigende Augenleiste besitzen. 

21. Die neue Gattung der Ortaliinen, Neaporia Gorh. p. 217 
scheint mir weder scharf begründet noch einheitlich zu sein. Eine 
Coccinelle ist nur an zwei Merkmalen zu erkennen, abgesehen von 
den scheinbar dreigliedrigen Tarsen, nämlich 1., am Ductus ejacu- 
latorius, welcher (im Gegensatze zu allen übrigen Coleopteren) 
hier die Funktion des Penis übernommen hat, 2., an den Bauch- 
linien des ersten Segmentes. Gorham's Liebe sind nun diese 
„Plaques abdominales" Mulsant's niemals gewesen, denn er hat 
sich über dieselben wiederholt absprechend geäufsert, und es ist 
daher nicht zu verwundern, dafs er die Einrichtung derselben falsch 
auffafst. Er erklärt 1. c. den Ausdruck „abdominal plates complete" 
so: die Bauchlinie „reach the hind margin of the segment"; aber 
Mulsant hat damit einen ganz andern Begriff verbunden, nämlich, 



zu Gor harn, Biologin Centrali-Amencana: Coccinellidae. 3G3 

die Schenkellinien bilden einen mehr oder weniger halbkreisförmi- 
gen Bogen, dessen äufserer Schenkel den Vorderrand des erslen 
Bauchringes erreicht. Sonach schweben die neuen Gattungen von 
Gorham in der Luft, weil sie eins der beiden fundamentalen Merk- 
male der Coccinellen aufser Acht lassen. Auch in Neaporia wird 
nichts über die Form der Bauchlinien angegeben, sie sollen nur 
„den Hinterrand des 1. Segmentes nicht berühren", aufserdem soll 
die Gattung durch „antennae perbreves, palpi longi, robusti" und 
„the claws simple" ausgezeichnet sein. Ohne Ansicht der Tiere 
läfst sich schwer ein bestimmtes Urteil fällen, aber soviel möchte 
ich doch erwähnen, dafs Neaporia, vielleicht mit Ausschlufs von 
plagioderina, ■indugator' 1 ) und coerulea, kaum etwas anderes 
sein kann als Prodiiis Muls. Spec. 898. Zwar nennt Gorham 
die Klauen einfach, aber das kleine Basalzähnchen von Prodiiis 
läfst sich gar leicht übersehen, namentlich, wenn nicht mit sehr 
scharfer Lupe gearbeitet wird; ich glaube, keinen Fehlgriff zu tun, 
wenn ich künftig citiere: 

Prodiiis Muls. 1851, non Crotcb, Rev. 276 
Neaporia Gorh. 1S97. 
Prodiiis trennt sich sehr leicht von den übrigen Ortaliinen-Gattungen 
durch die vollständigen Bauchlinien; die erste Art, pnllidifrons, 
beschrieb Mulsant ohne Gröfsenangabe, holte dies sehr unangenehme 
Versehen später nicht nach und auch Crotch und Gorham, die den 
Typ einsahen, haben sich nicht darum gekümmert. 

Eine zweite Art, nach der wohl auch die falsche Gattungs- 
diagnose Revis. 276 entworfen ist, beschrieb Crotch als margini. 
thorax. Dieselbe hat nicht etwa, wie aus dem Namen zu schliefen 
wäre, einen gerandeten, sondern einen ungerandeten Thorax 
und wird von Gorham wohl mit Recht p. 208 zu Poria gebracht. 

22. Das letzte Wort der Beschreibung von Neap. plagioderina 
p. 218 helfet nicht coxae (die sich nicht in Vertiefungen der Epi- 
pleuren der Fld. einlegen können), sondern knees; in der Diagnose 
werden die Fld. von Neap. indagalor „crebre punctatis", in der 
Beschreibung dagegen „sparsely punctured" genannt. Letzteres 
scheint richtig zu sein.. 

23. Aus der Beschreibung von Scymnus f e r r u g in eu s Gorh. 227 
ist nicht klug zu werden; er wird zwar zu Pullas als erste Art ge- 

1 ) Gorham's Angabe, dafs Neap. cribrala p. 219 dieselbe Form 
als indagalor haben soll, ist unverständlich, denn die Abbildung 
Taf. 12 Fig. 4 zeigt den normalen Körperumrifs der Prodilis-Arien, 
die hinter der Mitte der Fld. am breitesten sind, Fig. 3 dagegen 
die Körperform einer Chnoodes. 



364 J. Weise: Synony mische Bemerkungen. 

stellt, aber mit dem Bemerken: „It appear to me to belong to the 
same section as Sc. apicalis", also ohne Untersuchung der Bauch- 
linien. Sodann soll die Art von ähnlicher Form als apicalis, nur 
kleiner sein (beide sind aber 2 mill. lang), er soll „von allen mir 
bekannten bräunlichen Scymnen der gröfste und breiteste" sein, 
„der europäische abielis ist länglicher und gewölbter". Letzterer 
ist jedoch 2,5 — 3 mill. lang, also nebst impexus, den Gorham doch 
auch kennen mufs, viel gröfser als sein ferrugineus. Auf p. 231 
wird der Diomus tardus Muls. ebenfalls als Pullus angesprochen! 

24. Scymnus Jansoni Gorh. p. 229 dürfte, wenn es wirklich 
ein Pullus ist, unmittelbar neben Pilatei Muls. gehören und würde 
sich von diesem vielleicht durch den roten Seitenrand des Thorax 
unterscheiden. Die Exemplare ohne helle Längsmakel jeder Fld. 
sind dem Pullus thelys Muls. gleich gefärbt. Wodurch unterscheidet 
sich denn Högei Gorh. 230 von Jansoni Gorh. und Pilatei Muls.? 

25. Scymnus pictus Gorh. 231 = bilucernarius Muls. Spec. 
1851, 997. Letzterer ist nach einem $ beschrieben worden. 

Scymnus tardus ist sicher nicht die Art Mulsant's aus Brasilien. 
Sc. granum Gorh. 233 dürfte sich nicht von atomus Muls. unter- 
scheiden. 

26. Gorham meint p. 235 unter Vedalia: „Die Vereinigung 
dieses Genus mit den Exoplectriden ist völlig irrig". Ganz recht, 
aber Mulsant hat Vedalia zu den Ortaliinen gestellt. 

Vedalia Sieboldi hat ein „Abdomen mit 6 sichtbaren Segmenten 
beim $ (?) und 5 beim cT (?)". Diese Meinung ist bestimmt falsch, 
denn wenn bei irgend einer Coccinelle Unterschiede in der Zahl 
der sichtbaren Segmente zu Tage treten, dann hat das c? stets ein 
Segment mehr als das 2, nicht umgekehrt. 

27. Epilachna pustulifera Gorh. p. 237 Anm. (1897) = bituber- 
culata Waterh. Cist. Ent. II. 1879, 429. Medellin in Columbien, nicht 
Ecuador. 

28. Epil. nigrocincta Muls. Gorh. 239 var. b, Taf. 13 Fig. 6 
= ab. scripta Ws. 

29 Epil. calligrapta Gorh. 240 Taf. 13 Fig. 8 ist nur eine 
Form von vincla Crotch, Gorh. Taf. 13 Fig. 7. Ich besitze ein Stück 
von Costa Rica: Turrialba (Schild-Burgdorf), bei dem die Fld. einen 
durchgehenden schwarzen Saum neben der Naht und einen breiten 
schwärzlichen Seitensaum haben; an den Beinen sind die Knie, Schie- 
nenspitzen und Tarsen mehr oder weniger hell gefärbt. In beiden Ab- 
bildungen sind die drei schwarzen Flecke, welche eine schräge Quer- 
reihe in ^ der Länge auf den Fld. bilden, zu weit nach hinten gerückt. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft IL] 3G5 

Neuheiten der schlesischen Käferfauna 
aus dem Jahre 1903. 

Von J. Gerhardt-Liegnitz. 



Ophonus brevicollis Dej. var. nigripes m. Beine schwarz. 
Neifse (Generalmajor Gabriel). 

Ag otiii m Mülleri Hbst. var. libiale Heer. Hirschberg (Dr. 
Schubert). 

1. Homalota clavig era Scriba. Schweinsdorf Kr. Neustadt, 
aus einem Pilz (Gabriel). 

2. Neuraphes carinatus Muls. Kaltwasser (Landgerichts- 
rat Kossmann). 

Anthrenus scrop hulariae L. var. gravidus Küst. Neifse 
und im Wölfeisgrunde (Gabriel). 

Anthaxia nitidula L. var. signalicollis Kryn. Liegnitz 
(Kossmann). 

Agrilus sputalor L. var. brevis Cand. Quanzendorf Kr. 
Nimptsch (Gabriel), det. Schwarz. 

Cis hispidus Payk. var. albohi spidulus Rttr. Hochwald 
bei Brieg, Schweinsdorf, Altvater-, Glatzer- und Waldenburger 
Gebirge. 

3. Isomira arenaria Gerhardt n. sp. Sandgegenden auf 
Gras und Kräutern. Niederschlesische Haiden, Trebnitzer Hügel, 
Bögenberge, Waldenburger Gebirge. Von Letzner irrtümlich mit 
umbellatarum identifiziert (s. die Beschreibung). 

4. Ceuthorrhynchus silesiacus Schze n. sp. Vom Amts- 
richter von Varendorff bei Guhrau gefunden. 

5. Polygraphus grandiclava Thoms. Seidorf am Fufse 
des Riesengebirges (Lehrer R. Scholz -Liegnitz), Waldenburger Ge- 
birge bei Neuhaus (Gerh.), je 1 Ex. 

Chrysomela carpalhica Fufs var. Gabrieli Weise. Alt- 
vatergebirge (Gabriel). 

Ein niederschlesisches Stück der Cr epidodera femorata Gyll. 
mit ganz schwarzen Decken benenne ich nach seinem Finder und 
um das Andenken des Verstorbenen zu ehren var. liossmanni. 

Weiterer Beobachtung vorbehalten bleibt eine von mir bei 
Kaltwasser auf einer Torfwiese gestrichene Cka etoc7iema- Art mit 
aufsergewöbnlich dicht und sehr fein punktiertem Halsschilde, die 
zu keiner der bekannten Beschreibungen pafst, von der Gröfse der 
C07ifusa; leider nur in 1 Ex. 



366 [Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft II] 



Eine neue deutsche Käfer-Art. 

Beschrieben von 
J. Gerhardt- Liegnitz. 



Isomira arenaria n. sp. 

Oblonga-ovata, nigra; pedibus teslaceis, pube sericea-testacea; 
prothorace lateribvs rolundalo convergentibus, opaco densissime sub- 
tililer pimctato, inier puncto, subtilissime reticu/ato ; ehjtris parcius 
af tarnen dense punctalatis, fere opacis, minime reliculatis; antennis 
simplicibvs. 

<$: Tarsis anterioribus partim dilalatis; segmento venlrali quinlo 
subtruncalo, sexto profunde lateque emarginalo, peni triangulariter 
mucronato. 

$: Tarsis pedes anterioribus simplicibvs, segmento venlrali 
ultimo i ulundato. 

Var. : Elytris testaceis. 

Long. 4 — 6 mill. 

Europa media, in locis arenariis. 

Eine der südlicheren Isomeria semißava Küst. (Kiesw.) sehr 
nahe stehende und mit ihr bisher vermengte Art. Sie stimmt im 
Wechsel der Färbung ihrer Oberseite, in Form, Punktierung der 
Unterseite und Bilduug der Fühler, Beine und Mundwerkzeuge 
mit ihr überein, unterscheidet sich aber von ihr durch die sehr 
dichte Punktierung des Hlssch., matten Glanz, dichtere Behaarung, 
kleineren Körper, andere Geschlechtskennzeichen und anderes Vor- 
kommen. 

Die runden Halsschildpunkte stehen so dicht, dafs ihre nach 
dem Kopfe zu gelegenen Kanten sich berühren und deshalb, seitlich 
gesehen, mehr oder weniger regelmässige Querreihen bilden. Ueber 
die Basalkante der Punkte, die etwas tiefer liegt und flacher ist, 
gehen die Haare. Von hinten nach vorn gesehen erscheint das La- 
ger der gelblichen Haare unterm Mikroskop als äufserst zart reti- 
kulierte, deshalb matt glänzende, kurze Fläche. Unter der Lupe 
ist Chagrin nicht wahrnehmbar. — Bei semißava stehen die Hals- 
schildpunkte so weit von einander als wie die Deckenpunkte bei 
arenaria, ihre Interstitien sind nicht chagriniert, daher glänzender 
und deutliche Flächen bildend. — Bei beiden Arten sind die Punkte 
auf den Decken kleiner als die Halsschildpunkte. 



,/. Gerhardt: Eine neue deutsche Käfer- Art. 367 

Die Fld. von arenaria sind stets mit einem an der Spitze 
kräftig eingedrückten, oft erst an der Basis sich verlierenden Naht- 
streifen versehen, gewöhnlich ist noch ein zweiter schwächerer vor- 
handen, zuweilen sogar noch ein dritter, vierter und höchstens 
fünfter. Bei semiflava konnte ich an einigen wenigen Stücken sogar 
acht Streifen zählen. In den Streifen der arenaria sind flache Ein- 
drücke, quasi gröfsere Punkte wahrnehmbar, die bei semiflava fehlen. 
Die Streifen werden nach aufsen hin gradatim kürzer und schwächer. 

Die Farbe der Beine ist bei semiflava bald gelb, bald schwarz, 
bei arenaria nur gelb. 

Das <$■ von arenaria hat die schwach erweiterten Vordertarsen 
von semiflava, aber ein tiefer und breiter ausgerandetes sechstes 
und ein stets flach eingedrücktes fünftes Abdominalsegment. Der 
Penis von semiflava ist in der Apicalhälfte seiner Zuspitzung 
cyliuderförmig, bei arenaria dagegen, ähnlich einer gewöhnlichen 
Stahlfederzuspitzung, gleichmäfsig verjüngt. Seitlich gesehen biegt 
sich die äufserste Spitze des Penis bei semiflava nach oben, bei 
arenaria nach unten. 



Isomira semiflava 



Isomira arenaria 



Durchschnittlich ist arenaria 1 mill. kürzer als semiflava. 

Ihr Vorkommen hier bei Liegnitz beschränkt sich auf das 
sandige Gebiet, womit im N. und NW. der Stadt die niederschle- 
sischen Haiden beginnen. Es liegen mir aber auch Exemplare aus 
anderen Teilen Schlesiens, aus der Mark, von Bornholm und ein 
Stück von Kiesenwetter, mit semiflava mir gesendet, vor. 

Möglich, dafs Küster unter seiner icteropoda unsere arenaria 
meint, was aber durch seine knappe Diagnose nicht zu erweisen 
ist. Letzner hielt die arenaria für umbellatarum Ksw. ; ich ver- 
band sie mit semiflava (s. Seidlitz, Ins. Deutschi. Bd. 5). 

Für semiflava würde eine erweiterte Diagnose sich empfehlen. 



368 J. Gerhardt: Eine neue deutsche Käfer- Art. 

Isomira semiflava Küst. Ksw. 

Oblong a-ovata, nigra; pedibus piceis vel tesfaceis; pube sericea- 
lestacea; prothorace dense subtiliter punclalo, lateribus rolundatis 
convergentibus , interstitiis punctorum subnitidis, non reticulalis; 
elytris parcius punctnlatis, subnitidis, non reticulatis, 

$.: Tarsis anterioribus subdilalatis , segmenta ventrali quinto 
apice truncato, sexto vtrimque conspicuo dente obtuso apicem pilosulum 
prodticlo; mucroni penis Iriangulari in dimidio ultimo ctjlindriformis. 

2.: Tarsis anterioribus simplicibus ; segmento ventrali quinto 
apice rotundato. — Long. 5 — 7 mill. — Europa mediterranea. 

Berichtigung. 

Im Jahrgang 1903 p. 240 bezieht sich alles von Zeile 11 v. o. 
bis Z. 7 v. u. über die Zusammengehörigkeit des Acritus nigricornis 
mit A. seminulum Gesagte auf Bacanius rhombophorvs Aube, 
den ich einst als A. seminulum von Bertolini erhielt und dessen 
Schildchen und Pygidium erst nach sorgfältiger Reinigung sichtbar 
wurden. J. Gerhardt. 



Herr Vorbringer schickte mir eine Reihe von Exemplaren 
(davon 2 J 1 ) der Hap tos celis melanocep hala Panz., die von 
ihm im Juli 1903 bei Königsberg i. Pr., im Jägerstale in der Ro- 
mintener Haide gesammelt worden waren. Ihr Fang ist dem von 
Galeruca laticollis ähnlich, den ich D. E. Z. 1901, p. 86 schilderte. 
Herr Vorbringer schreibt darüber: „Als ich auf die eben gemähten 
Wiesen kam, fand ich bei stundenlangem Umwenden der Schwaden 
nur 2 oder 3 Exemplare des Tieres. Am nächsten Tage war bei 
dem trocknen Wetter das Heu schon zu hohen Haufen zusammen- 
gesetzt; ich prefste deshalb einen aufgespannten Schirm an die 
Haufen und bearbeitete diese, von oben angefangen, mit meinem 
Stocke. Dadurch erhielt ich in kurzer Zeit mehrere Dutzend Stücke, 
aber was purzelte nicht aufserdem noch alles in den Schirm! 
Aufser seltenen Käfern, z. B. Chlaenius A-sulcalus, fiel mir die 
grofse Anzahl von Spinnen auf, wie ich sie in solcher Mannig- 
faltigkeit nach Gröfse, Form und Farbe noch nie gesehen." 

Die Form von Königsberg und der Küste der Ostsee ist von 
der bisher bekannten aus Oesterreicb, Dalmatien, Ungarn und den 
Donaustaaten recht abweichend, schlanker gebaut, die Fld. gewölb- 
ter, im letzten Drittel namentlich mehr verengt, sodafs jede hinten 
mehr abgerundet als abgestutzt erscheint; die Gruben des Hals- 
schildes sind flacher, kleiner, und das Schildchen ist in der Mitte 
stets der Länge nach furchenartig vertieft Diese nördliche Form 
mag den Namen var. baltica führen. j, Weise. 



[Deutsche Entomologische Zeitschrift 1904. Heft II.] 369 



Neue Rüsselkäfer ans Ostafrika. 



Beschriebeu von 
P. Hartmann. 



71. 


Blosyrus Haroldi 


94. 


72. 


Sy n aptop lus dentipen nis 


95. 


73. 


Tapinomorphus n. g. selosus 


96. 


74. 


metallicus 


97. 


75. 


HeteroStylus elongatus 


98. 


76. 


Dicasticus lateralis 


99. 


77. 


Paraplesius n g. plebejus 


1 00. 


78. 


Sy states collaris 


101. 


79. 


denticollis 


102. 


80. 


tuberculifer 


103. 


81. 


Chaunoderus sternalis 


104. 


82. 


apicalis 


105. 


83. 


Sphrigodes variegatus 


106. 


84. 


vicinus 


107. 


85. 


Ell'imenistes atnoenus 


108. 


86. 


Myllocerus plebejus 


109. 


87. 


Molytophilus n. g. carinatus 


110. 


88. 


Lixus Weisei 


111. 


89. 


Bagous fastosus 


112. 


90. 


Apion tropicum 


113. 


91. 


kwaiense 


114. 


92. 


sulcatipenne 


115. 


93. 


vetulum 


116. 



Apion amabile 

Conapion constricticolle 
cognatum 

Piezotrachelus foveicollis 
vicinus 

Acalyptops n. g. ornatus 

Megarhinus tanganus 
distinclus 
frater 
interstitialis 

Derelomus fasciatus 
l^allidus 

Apsophus n. g. fasciatus 

Aphyomerus n. g. obliquus 

Scotoephilus n. g. odiosus 

Metialma usambarica 

Isomicrus n. g. castaneus 

Baris minima 

Limnobaris lineigera 

Pseudomimus n. g. corpulentus 

Mimus usambaricus 

Cossonus corvinus 
brevinasus 



71. Blosyrus Haroldi Fat. i. 1. n. sp. Blosyro angulato Gerst. 
statura et magnitudine valde cognatus, sed rostro medio no?i sulcato, 
thorace breoiore et latiore et interstitiis alternis elytrorum non eleva- 
tioribus, ab ille distincte diversus. — Long. 8 — 9, lat. 4 — 5 mill. 
Usambara, Tanga, Kwai (Coli. Faust et Hartmann). 



Deutsche Entomol. Zeitschr. 1904. Heft II. 



24 



370 F. Harlmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

Der Rüssel, bei angulatus breit und tief gefurcht und in der 
Furche gekielt, ist bei Haroldi in der Mitte eben, der feine Kiel 
manchmal vor der den Rüssel vom Kopf absetzenden Querfurche 
abgekürzt; die Oberseite zwischen dem Kiel und den Seitenkanten 
mit mehr oder weniger deutlichem flachen Längseindruck. Hlschd. 
um die Hälfte breiter als lang, an den Seiten stark gerundet, mit 
hinten und vorn abgekürztem, flachem, etwas undeutlichem Kiel 
und mit der gröfsten Breite vor der Mitte. Beim <$ ist das Hlschd. 
auf der Oberseite vorn undeutlich, in der Basalhälfte deutlicher 
flach gerunzelt, beim 9 grob und mäfsig dicht, runzlig gekörnt. 
Die Fld. sind kaum länger als breit, mit abgerundeten Schultern 
und von da bis zur Spitze regelmäfsig gerundet verengt. Die 
Streifen sind ziemlich fein punktiert, die abwechselnden Zwischen- 
räume nicht erhabener wie die übrigen; der 2. 4. und 6. gegen die 
Spitze mit einigen kleinen mit längeren Börstchen besetzten Tuber- 
keln, die beim $ stärker hervortreten als beim cf- Die Fühler 
sind dünner wie bei angulatus, das zweite Glied der Geifsel länger 
und nicht so dick wie das erste. Aufserdem unterscheiden sich 
die beiden Geschlechter noch durch die beim <$■ mehr aschgraue 
Beschuppung und den fast abgestutzten Basalrand der Decken, 
während die Beschuppung beim $ mehr bräunlich und der Basal- 
rand vom 2. Zwischenraum gegen die Aufsenecke zu nach vorn 
mehr oder weniger vorgezogen ist. Die von der Schulter schräg 
zum 1. Spatium sich hinziehende helle Binde ist beim $ sehr 
deutlich, beim $ undeutlich oder ganz verschwunden. 

72. Synaptoplus dentipennis n. sp. Elongatus , sat latus, 
niger 1 brevisslme setosus; capite, rostro, thoracis margine antico et 
postico, apice et marginibus elgtrorum, sublusque ex parte dense carneo, 
ceterum dense sordide-griseo squamosus . Rostro subquadrato, parallelo, 
medio breviter carinato et ulrinque sulcis duabus obliquis impresso; 
horace transverso , lateribus valde rotundato , subnoduloso , vageque 
punctato; elytris latitudine longioribus, a basi ad humeros ampliatis, 
dein sensim attenuatis, ante apicem acute tuberculaiis, remote seriato- 
punctatis, interstitiis planis, primo ad apicem incrassato ; femoribus 
postice albo maculatis, episternis metathoracis angustis. 

c$ major, supra subtusque deplanato, inierstitio secundo postice 
valde tuberculato, sexto pone medium lateraliter ampliato et in tuber- 
culum acutum excurrente, femoribus omnibus, tibiisque posticis incras- 
s atis. — Long. lo£, lat. 7 null. 



F. Hart mann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 371 

9 minor, convexior, interstitio 2°, 4°, et 6° postice subtilius 
tubercuJato, femoribus tenuioribus. — Long. 10£, lat. 5^- raill. 
Kilwa (Coli. Hartmann). 

Diese in einem Pärchen vorliegende Art kann schon wegen 
der den beiden Geschlechtern eigenen Auszeichnung der Fld. mit 
keiner der bis jetzt beschriebenen Arten verwechselt werden. 

Der dreieckig ausgeschnittene Spitzenteil des Rüssels ist mit 
grünlichen Schuppen sparsam besetzt, während die Beschuppung 
sonst überall eine dichte ist, und zwar ist sie auf dem Kopf, mit 
Ausnahme des Scheitels, auf dem Rüssel, dem Vorder- und Hinter- 
rand des Hlschd., auf den Seiten und der Spitze der Fld., auf den 
Hüften und der Unterseite zum Teil fleischfarben, im übrigen aber 
schmutzigbraun, an den Seiten des Hlschd. und auf den Schultern 
weifslich. Hinter dem Spitzenausschnitt des mit zerstreuten Punkten 
besetzten Rüssels befindet sich in der Mitte ein kurzes Kielchen, 
das in einer mehr oder weniger deutlichen flachen Vertiefung steht; 
an den Seiten befinden sich zwei kurze nach hinten divergierende 
Furchen. Die beiden ersten Fühlerglieder sind von gleicher Länge 
3 — 6 unter sich gleich lang und breit, das 7. so lang wie das 2. 
Das Hschld. ist beinahe um die Hälfte breiter als lang, oben ziem- 
lich flach, an den Seiten stark gerundet erweitert, die gröfste Breite 
befindet sich etwas vor der Mitte und am Vorderrande ist es so 
breit wie an der Basis. Seine Oberfläche ist mit abgeflachten, 
groben Runzeln besetzt und sehr zerstreut punktiert. Ein äufserst 
kleines, glattes und glänzendes Schildchen ist bemerkbar. Die Fld. 
sind lj mal so lang wie breit, von der Basis gegen die Schultern 
schief erweitert und der Spitze zu allmählich geradlinig verschmälert; 
der erste Zwischenraum an der Spitze schwielig verdickt. Die 
gereihten Punkte stehen ziemlich weitläufig, die der Marginalreihen 
sind gröfser als die auf dem Rucken. Die Seiten der Decken 
zwischen dem G. Zwischenraum und der 9. Punktreihe hinter 
der Mitte gröber und verworren punktiert; die Schenkel vor der 
Spitze weifslich gemäkelt. Die Hinterbrustepisternen äufserst 
schmal, linienförmig. 

Beim cf sind die Fld. und der Bauch abgeflacht. Der zweite 
Zwischenraum trägt oberhalb der Spitze einen starken und spitzen 
Tuberkel, das 6. Spatium ist von der Deckenmitte ab seitlich 
scharfkantig erweitert und endigt gleichfalls in eine scharfe Spitze. 
Alle Schenkel, besonders die hinteren, sind verdickt, ebenso die 
an der Spitze stark erweiterten Hinterschienen. Die Hinterschen- 
kel erreichen das Ende des letzten Ventralsegmentes. 

24* 



372 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

Das kleinere $ ist oben und unten mehr gewölbt, die Schenkel 
sind nicht verdickt und die hinteren erreichen die Mitte des Anal- 
segments; der 4 — 7. Zwischenraum der Decken auf der Schulter 
mehr oder weniger schwielig verdickt, der 2. 4. und 6. hinten mit 
je einem Tuberkel besetzt. Der auf dem 2. Spatium ist der gröfste 
und der Spitze am nächsten stehende, die auf dem 4. und 6. sind 
kleiner und stehen schief zu einander gegen den Seitenrand der 
Decken zu. 

Tapinomorphus n. g. Brachy derinorum. 

Rostrum breve, subparallelum, supra deplanatum, a fronte sulco 
arcuato sejunctum. Pterygia lateraliler paulo prominentes. Scrobes 
longe ante oculos subtus ductae. Scapus prothoracis marginem anteri- 
orem attingens, paulo curoatus, apice incrassatus ; funiculus 7 arti- 
culatus, articulis l u et 2° aequilongis, 3 — 7 moniliformes, clava 
ovata, acuminata. Thorax transversus , antice posticeque truncatus. 
Sctitellum nullum. Elytra ovata, 10-striata, Stria decima integra 
basi thoraöe aequilato et truncato. Metathorax brevissimus, diamelro 
coxarum mediarum brevior. Processus abdominalis latus, antice trun- 
catus. Segmentum seeundum abdominale a primo suturam arcuatam 
disjunclum, tertio quartoque aequilongum. Femora clavata, mutica, 
angulus internus tibiarum mucronatus; unguiculi liberi, corbulae tibi- 
arum posticarum apertae. 

Diese Gattung, deren Vertreter in bezug auf Gestalt und 
Gröfse Aehnlichkeit mit Brachysomus echinatus Bonsd. haben, ist 
neben Macrostylus einzureihen. Obiger Diagnose ist noch beizu- 
fügen, dafs die Stirne abgeflacht ist und die Augen mäfsig hervor- 
ragen. Die Gliederung der Keule konnte trotz angewandter starker 
Vergröfserung nicht festgestellt werden. Die Mittelhüften sind 
sehr wenig, die Hinterhüften weit getrennt. Das 3. Tarsenglied 
tief zweilappig, das Krallenglied fast so lang wie die drei vorher- 
gehenden Glieder zusammengenommen. 

73. Tapinomorphus setosus n. sp. Brevis, late ovatus, niger } 
nitidus, parce maculatim albido squamosus et setosus, antennis, coxis, 
pedibusque pieeis, clava obscura. Rostro longitudine capitis, utrinque 
obsolete subcarinulato et sat grosse punetato; antennis longe sparseque 
pilosis, articulo primo incrassato, seeundo ie?iui; thorace longitudine dimi- 
dia parte latiore, grosse remoteque punetato, lateribus valde rotundato- 
ampliato, pone apicem utrinque obsolete impresso, medio linea albida 
ornato; elytris latitudine paido longioribus, convexis, humeris rotun- 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Oslafriha. 373 

dalis, apicem versus rotundato-altenuatis , grosse striato-punctatis, inter- 
stitiis levüer convexis, 2°, 4° 6° que paulo latioribus], setis albidis 
adspersis. — Long. 2f_ — o, lat. 1^ — 1|- mill. 

Usambara (Coli. Faust und Hartmann). 
Die nicht überall gleich dicht angeordnete, aus dicken, weifs- 
lichen, mit grünlichen Schuppen vermischte Beschuppung läfst die 
Skulptur der Oberseite deutlich erkennen, diese sowie die Unter- 
seite mit den Beinen mit hellen abstehenden Börstchen mäfsig 
dicht besetzt. Die nahe der Seitenkante des Rüssels befindlichen 
feinen Kielchen manchmal schwer erkennbar. Die Keule ist dicht 
behaart und von schwarzbrauner Färbung und ebenso gefärbt sind 
zuweilen die Schenkel in der Spitzenhälfte. Die gröfste Breite des 
Hlschd. befindet sich in der Mitte, bei reinen Stücken bemerkt man 
eine feine hellbeschuppte Längsbinde in der Mittellinie. Die Fld. 
sind doppelt so breit als das Hlschd., ziemlich grob gestreift punk- 
tiert, der Länge nach stark gewölbt und gegen die Spitze senkrecht 
abfallend. Der 2., 4. und 6. Zwischenraum sind etwas breiter, aber 
kaum erhabener wie die übrigen, der 8. tritt vorn unter der 
Schulter etwas winklig hervor. Beim c? ist diese winklige Er- 
weiterung von oben sichtbar und die Fld. sind gegen die Spitze 
etwas schneller verengt als beim $, aufserdem ist das erste Bauch- 
segment des c? äufserst fein querrunzlig und von mattem Glänze, 
während es beim £ fein punktiert und glänzend ist. 

74. Tapinomorphus metallicus n. sp. Der vorigen Art 
nahes' ehend, von ihr durch folgende Merkmale unterschieden: Die 
Beschuppung ist rötlich oder grünlich metallisch glänzend, der 
Rüssel etwas kürzer, die Stirne mehr oder weniger deutlich einge- 
drückt, das Hlschd. ist schmäler, seitlich weniger gerundet und 
feiner punktiert. An dessen Seiten und in der Mittellinie stehen 
die Schuppen dichter beisammen, die Fühlerkeule ist nicht dunkler 
gefärbt, sondern rostrot wie die Geifselglieder und der Schaft. 
Die Börstchen der Oberseite sind kürzer und weniger deutlich 
bemerkbar wie bei setosus. Die Schultern der Fld. sind beim c? 
ganz verrundet, beim 5 sind die Decken von der Basis nach aufsen 
schief und schwach buchtig erweitert, wodurch die Schultern winklig 
hervortreten. Aufserdem ist der 4. und 5., beim c? nur der 5. 
Zwischenraum hinten schwielig verdickt. Die Beschuppung ist auf 
den Fld. stellenweise, beim c? deutlicher als beim $, zu kleinen 
Flecken und hinter der Mitte zu einer schiefen, beiderseits abge- 
kürzten Querbinde verdichtet, die noch dadurch mehr hervorge- 



374 F. Hartmann: Nene Rüsselkäfer ans Ostafrika. 

hoben wird, dafs hinter und vor ihr die Schüppchen weniger dicht 
beisammen stehen. Erstes Bauchsegment an seinem Vorderrande 
mit einer groben, gekrümmten Punktreihe, hinten undeutlich ge- 
rundet und äufsert fein punktiert. — Long. 2 — 2f, Breite 14; bis 
lf mill. 

Kwai (Coli. Faust und Hartmann). 

75. HeteroStylus elongatus n. sp. .Niger, subopacus, squamulis 
cupreo-micantibus, albidis immixtis, undique dense tectus. Eoslro pa- 
rallelo, capite dimidio longiore, supra piano, medio obtuse carinato, 
capite sulcato ; thorace longitudine haud latiore, lateribus poslice paral- 
lelo, antrorsum attenuato, medio sulcato, basi modice bisinuato; scutellum 
rotundatum; elytris thorace fere duplo latioribus, latiludine dimidio 
longioribus, basi singulatim rotundato-producto , humeris rotundatis, 
lateribus attenuatis, apice subacuminatis, subtiliter remole striato punc- 
tatis, interstitio 6° medio albo; femoribus incrassatis, tibiis longe 
pilosis. — Long 9^, lat. 4 mill. 

Britisch Ostafrika (Coli. Hartmann). 

Von argenteolus Fst. durch längere und schmälere Gestalt, 
längeren Kopf, andere Rüsselbildung und andersfarbige Beschuppung 
verschieden. 

Breite, schwach kupferglänzende Schuppen, untermischt mit 
solchen von weifslicher Färbung, bedecken dicht alle Körperteile 
mit Ausnahme der Fühler und Tarsen, die mit langen, schmalen 
grauen Schuppen bekleidet sind. Der 6. Zwischenraum der Fld. 
ist etwas vor der Mitte weifs gemäkelt, ebenso auch der Raum 
hinter der Schulterbeule. Die Seitenkante des oben flachen, in der 
Mitte stumpf gekielten Rüssels ist scharf, dieser 1^- mal so lang 
als der in seiner ganzen Länge gefurchte Kopf. Augen stark 
hervorragend. Das Hlssch. ist hinter dem Vorderrande flach und 
quer niedergedrückt, neben der Mittelfurche befindet sich auf jeder 
Seite ein nach vorn bis zur Mitte reichender schwacher Eindruck. 
Die Oberseite ist sehr weitläufig punktiert. Die Fld. sind in der 
Längsrichtung sehr flach gewölbt, fallen zur Spitze fast senkrecht 
ab und sind an dieser einzeln stumpf und flach zugespitzt. Der 
abfallende Teil der Decken ist mit anliegenden, schwer sichtbaren, 
bräunlichen Borstenschuppen weitläufig besetzt; die Schultern sind 
gerundet und etwas verdickt. Die Zwischenräume der Punktstreifen 
auf dem Rücken eben, gegen die Spitze zu schwach convex. Die 
Schenkel sind viel dicker als bei argenteolus Fst. und nabab Chevr. 
und wie die Schienen weitläufig punktiert; letztere lang hell behaart, 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 375 

die vorderen gerade, die hintern am Aufsenrande schwach ausge- 
huchtet und an der Spitze stark erweitert. 

76. Dicasticus lateralis n. sp. Niger, $ angustior, 2 latior, 
capite, rostroque, thoracis lateribus, elytris laleraliter et partein apicalem, 
femorum apice dense albo squamosus. JRostro capite dimidio longiore, 
fere piano, subtilissime carinato; fronte sulcata: articulo 1° funiculi 
secundo longiore, clava angustata; thorace in $ subquadrato, in $ 
paulo transversa, lateribus leviter rotundato, medio remote granulato; 
elytris minus convexis , ad humeros oblique ampliatis et apicem versus 
sensim angustatis , postice indistincte tuberculatis , striato-pnnctatis, 
punctis remotis, squamula viridula gerentibus, interstitiis planis et vage 
setosis, margine laterali subtilissime squamoso, fere nudo; pedibus 
cupreo squamosus et vage punctatis. — Long. 1\ -9^, lat. 3^ — 5 mill. 
Usambara (Coli. Faust und Hartmann)^ 

Diese Art ist neben tuberculatus Fst. einzureihen, mit dem sie 
in der Körperform und den hinten seitlich etwas komprimierten 
Decken übereinstimmt, sich von ihm jedoch durch andersfarbige 
Beschuppung, hinten undeutlich tuberkulierte Decken und durch 
andere Längenverhältnisse der beiden ersten Fühlerglieder unter- 
scheiden läfst. Der Kopf mit dem Rüssel, eine Längsbinde auf 
jeder Seite des Hlssch., die sich über die Schultern und der Seiten- 
kante der Decken bis zu ihrer Mitte fortsetzt, und fast die ganze 
Spitzenhälfte, die Naht, die Basis in mehr oder weniger grofser 
Ausdehnung, sowie die Schenkelspitze dicht weifs, das Hlsschd. auf 
der Unterseite, die Seiten der Mittel- und Hinterbrust, die Schenkel, 
Schienen und die Bauchsegmente rötlich beschuppt. Die Schuppen 
auf dem Kopf und dem Rücken der Decken zeigen bisweilen einen 
röthlichen Schimmer. Die Mitte des Hlsschd., die Naht an der 
Basis und eine Makel jeder Decke, sowie der ganze Marginalrand 
der letzteren nur sparsam beschuppt, beinahe nackt. Von den 
Hinterhüften ab bis zur Spitze dehnt sich diese kahle Fläche nach 
innen bis zum 7. Zwischenraum aus. Das erste Fühlerglied ist 
\ mal länger als das zweite, die Keule ziemlich schmal. Das 
Hlsschd., beim (^ so lang wie breit, beim 2- weniger breiter als 
lang, ist nach vorn etwas mehr als nach hinten verengt mit fast 
geraden Seiten, in der Mitte mit einigen glänzenden, groben, an 
den Seiten feineren Körnchen, hinter dem Vorderrande mit obso- 
leter Querdepression. Die Fld. sind beim <$ fast doppelt, beim 2 
lj mal so lang als breit, mit feinen, kurzen Börstchen weitläufig 
besetzt; beim 2- ist der 7. Zwischenraum auf der Schulter etwas 



376 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer m/s Ostafrika. 

schwielig verdickt. Der erste Punktstreifen ist an der Basis mit 
einigen groben Körnern besetzt, die Punkte der Streifen stehen 
ziemlich entfernt und in jeden Punkt des Deckenrückens ist ein 
grünlich glänzendes Schüppchen eingepflanzt. Die Zwischenräume 
sind hinten gegen die Spitze beim 2 deutlicher, beim ^ weniger 
deutlich mit flachen Höckerchen besetzt; Schenkel und Schienen 
weitläufig punktiert und mit hellen Borstenhaaren besetzt, aufserdem 
die Vorderschienen innen gegen die Spitze mit einigen Dörnchen 
bewehrt. 

Paraplesius n. g. Oosominorum. 
Rostrum capite paulo longior, antrorsum dilatatum, supra sub planum; 
scrobes ad oculorum medium ductae. Scapus curvatus, prothoracis 
medio atlingens; articuli funiculi elongati, secundo primo paulo longiore, 
clava 4 articulata. Thorax subcylindricus, basi subtruncatus. Scu- 
tellum mdlum. Elytra ovata, decem striata, basi leviter emarginata, 
humeris rotundata. Sutura episternalis metathoracis postice abbreviata. 
Segmentum primum abdominale medio justice leviter sinuatum, secun- 
dum 3° 4° que brevior. Unguiculi basi connati. 

Der 10-streifigen Decken und der hinten abgekürzten Naht 
der Metathoraxepisternen wegen eine mit Amphitmetus Kolbe ver- 
wandte Gattung; sie unterscheidet sich aber von dieser hauptsächlich 
durch längeren Fühlerschaft und längere Geifsel, nicht tuberku- 
liertes Mesosternum, gegen die Mitte der Augen gerichtete Fühler- 
furche und die nur an der Basis verwachsenen Krallen. Die 
Hinterbrust ist zwischen den Hüften so lang wie der Durchmesser 
der Mittelhüften und die Hinterschenkel erreichen die Mitte des 
Analsegmentes. Das zweite Fühlerglied ist etwas länger als das 
erste, das 3. — 7. unter sich von gleicher Länge und jedes einzelne 
halb so lang als das zweite. 

77. Paraplesius plebejus n. sp. Ovatus, subnitidis, niger, 
variegatim brunneo-griseoque squamosus et parce setosus , antennis 
pedibusque obscure piceis. Bostro rugoso, medio indistincte carinidato, 
fronte sulcata, capite rugoso-punctato ; thorace subcylindrico, longitu- 
dine vix latiore, lateribus j> os tice parallelo, anlice sensim attenuato, 
dense granulato , granulis planatis; elyiris latitudine dimidio longi- 
oribus, basi leviter emarginatis et paulo marginato-elevaiis, humeris 
rotundatis , subtiliter striato-punctatis , 'mterstitiis planis et granulis 
remotis indistinctis ob suis , antennis tibiisque longe pilosis , his intus 
vage granulatis. — Long 6 — 7, lat. 2f- — 3 mill. 
Usambara (Coli. Faust et Hartmann). 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafr'ikä. 377 

Dieses Tier sieht einem grofsen Peritelus sphaeroides Germ, 
recht ähnlich. 

Die Beschuppung ist entweder einfarbig bräunlich oder bräun- 
lich und grau gescheckt; gut erhaltene Exemplare zeigen auf der 
Basis des zweiten Zwischenraumes eine kleine, weifslich beschuppte 
Makel. Die auf den Fld. vorhandenen zerstreuten Böi stehen sind 
gegen die Deckenspitze zu deutlicher und länger; die Fühler 
und Schienen sind mit langen Borstenhaaren mäfsig dicht besetzt. 
Der Rüssel ist kaum länger als der Kopf; die Furche, die beide 
Organe voneinander trennt, ist an den Seiten vor den Augen tief ein- 
geschnitten und wird auf der Oberseite etwas undeutlich. Die Stirn 
ist flach und liegt mit dem Rüssel in einer Ebene. Die höchste 
Längswölbung des Hlschd. liegt in dessen Mitte, seine Oberseite ist 
mit ganz flachen Körnchen dicht bedeckt, an den Seiten ist es grob 
punktiert. Der Basalrand der Fld. ist schwach dreieckig ausge- 
schnitten und etwas erhaben gerandet, die Naht im Basalteil mit 
einigen mehr oder weniger deutlichen, grofsen Körnern, die Zwischen- 
räume mit kleinen Körnchen sparsam besetzt. Die gröfste Erhe- 
bung zeigen die Fld. hinter der Mitte, gegen die Spitze fallen sie 
senkrecht ab; die Naht ist im Spitzendrittel etwas über die umge- 
benden Zwischenräume emporgehoben. Die Augen sind ziemlich 
grofs und mäfsig vorragend. Die zerstreut punktierten Schenkel 
sind auf ihrer Unterseite vor der Spitze plötzlich tief abgesetzt, 
die Schienen fein kielartig längsgerunzelt und auf der Innenseite 
weitläufig gekörnt. In jeden Punkt der Deckenstreifen ist ein 
helles Börstchen eingepflanzt. Beim cT sind die Hinterbrust und 
das erste Bauchsegment breit eingedrückt, die Spitze des Analseg- 
mentes mit einem kleinen Grübchen, das seitlich von zwei kleinen 
Höckerchen begrenzt ist; sämtliche Segmente sind körnig-runzlig 
punktiert und matt; beim $ ist der Bauch schwach convex und 
glänzend, das Analsegment beiderseits neben der Mittellinie etwas 
niedergedrückt. 

78. Systates collaris n. sp. Elongato-ovalis, niger, subnitidus, 
undique sat dense sordide griseo squamosus, elyiris parce breviterque 
setosis. Bostro capite paulo longiore, supra piano, medio subtilüer 
carinato et rugoso-punetato, fronte sulcato ; antennis pieeis, articulis 
duobus primis elongatis, aequilongis, clava apice testacea; thorace 
tutnido, longitudine rix latiore, lateribus valde rotundatis, sat confertim 
grosse granulato, granidis squamigeris; elyiris basi elevato marginatis, 
striato-punetatis, interstitiis convexis et coriaeeis, interstitio 2" ad basin 



378 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer ans Osla/'rika. 

densiore squamoso ; femoribus anticis clavalis, posticis sublinearibus; 
tibiis anticis ante apicem introrsum fractis et in fractaraw profunde 
sinuatis, mediis in partem apicalem leviter sinuatis et dentatis, posticis 
longioribus et curvatis, intus subiiliter crenulatis. — Long 7 — 9, lat. 
2|— 3£ mill. 

Usambara (Coli. Faust et Hartmann). 

Diese Art liegt in 6 Stücken vor; bei sämtlichen Exemplaren 
ist die Hinterbrust und das erste Abdominalsegment sehr flach, 
aber deutlich eingedrückt und das Analsegment in der Mitte seicht 
läügsge furcht; es sind daher wohl alle Stücke als cf anzusprechen. 

Amplicollis Gerst. hat ähnlich gebaute Vorderschienen; die neue 
Art unterscheidet sich aber von ihm durch viel gröfseren, gröber 
granulierten Thorax, weniger deutlichere und dünnere Borsten auf 
den Fld. und durch längere mehr gekrümmte Hinterschienen. 

Der Körper ist schwarz, die Fühler pechfarben, bisweilen ist 
die Schaftspitze, die Spitze der Fühlerglieder und die Keule an 
der Basis dunkler, die Keulenspitze, das 4. Tarsenglied im Spitzen- 
teil und die Klauen dagegen rostrot. Die Stirn ist wie der Rüssel 
runzlig punktiert. Das Hlsschd., seitlich stark gerundet erweitert 
und an der Basis gerandet, ist sowohl der Länge als der Quere 
nach stark gewölbt und fällt gegen die Basis steiler ab als nach 
vorn. Seine Oberseite ist bedeckt mit ziemlich dicht stehenden, 
groben Körnchen, wovon jedes eine feine Schuppenborste trägt. 
Sein Vorderrand ist etwas schmäler als dessen Basis. Die Fld. 
sind kaum um die Hälfte breiter als das Hlsschd., nicht ganz 1^- 
mal so lang als breit, mit der gröfsten Breite etwas vor der Mitte. 
Nach hinten sind sie schneller verengt als bei amplicollis, die 
Börstchen sind fein und kurz und gegen die Spitze deutlicher be- 
merkbar. Die Beine sind mit dichtstehenden, langen Borsten be- 
setzt. Die Hinterschenkel überragen das Leibesende beträchtlich, 
sind linear und stark dem Körper zu gekrümmt; die vorderen sind 
viel kürzer und stark, die mittleren schwach gekeult. Die Vorder- 
schienen sind im Spitzendrittel plötzlich winklig einwärts geknickt, 
in der Krümmungsstelle tief ausgerandet und lang gefranst. Der 
zwischen der Ausrandung und der Spitze liegende Teil ist etwas 
zusammengedrückt und innen scharfkantig. Mittelschienen mit 
einem in der Mitte des Innenrandes schief abstehenden, stumpfen 
Zahn, zwischen diesem und der Spitze mäfsig tief ausgebuchtet. 
Die Hinterschienen sind so lang wie die Schenkel, stark einwärts 
gekrümmt und innen fein krenuliert. 



F. Hartman«,: Nene Rüsselkäfer aus Ostafrika. 379 

79. Systates denticollis n. sp. Von collaris durch geringere 
Gröfse, weniger aufgetriebenen Thorax, dessen Hinterecken stumpf 
tuberkuliert sind, regelmäfsiger ovale und kräftiger beborstete Fld. 
und anders gebildete Vorderschienen hauptsächlich zu unterscheiden. 

Unter sämtlichen 19 mir vorliegenden Exemplaren ist kein 
einziges Stück, bei dem die Beschuppung auf dem Deckenrücken 
vollständig intakt geblieben ist, doch läfst sich aus den vorhandenen 
Spuren schliefsen, dafs dieser wie der übrige Körper mit grauen 
Schuppen ziemlich dicht bedeckt ist. Die Schuppenborsten auf 
den Fld. sind hell, abstehend, mäfsig lang und auf der ganzen 
Oberfläche deutlich bemerkbar. Der Rüssel ist so lang wie der 
Kopf, wenig, aber deutlich gebogen und in der Mitte gekielt; 
zwischen dem Mittel- und den Seitenkielen fein runzlig punktiert. 
Die Stirn ist flach und gefurcht. Die den Kopf vom Rüssel 
trennende Querfurche ist tief eingegraben und gerade. Die Fühler 
sind ziemlich dünn und von rostroter Färbung, der Schaft an der 
Spitze verdickt und angedunkelt; das 2. Fühlerglied um etwa 
|- kürzer als das erste, Geifsel und Keule lang abstehend 
behaart. Das Hlsschd. so lang als breit, an den Seiten mäfsig 
gerundet, die Oberseite ziemlich dicht mit kleinen borstentragenden 
Körnchen besetzt, bisweilen ist ein flacher Mittelkiel mehr oder 
weniger angedeutet. Am Seitenrande unmittelbar vor der Basis steht 
ein bald spitzerer, bald stumpferer etwas nach hinten gerichteten Tu- 
berkel. Die Fld. sind beim ^ über 1^ mal, beim $ 4 mal länger als 
breit, regelmäfsig gerundet verengt, beim <$ weniger längsgewölbt als 
beim $; bei diesem ist die Wölbungslinie gegen die Spitze zu 
etwas eingezogen, während beim tf der Deckenabsturz fast senk- 
recht ist. Die Schienen sind beim J 1 innen lang hell bewimpert, 
die vorderen im Spitzendrittel stärker, die hinteren schwächer ein- 
wärts gekrümmt und an der Basis innen schwach erweitert, die 
hinteren aufserdem fein krenuliert; beim 2 siod nur die Vorder- 
schienen an der Spitze schwach gebogen, die hinteren gerade, beide 
innen ebenfalls fein krenuliert. Hinterbrust und erstes Bauch- 
segment des c? breit grubig eingedrückt und fein runzlig punktiert. 
Die Fld. sind regelmäfsig gestreift punktiert, die Zwischenräume 
schwach konvex, beim J 1 so breit, beim $ breiter als die Punkt- 
streifen. 

80. Systates tuber culijer n. sp. Elongatus, niger, subopacus, 
sat dense flavido- squamosus , antennis tarsisque pieeis. Rostro capite 
paido longiore, medio carinato ; capite canaliculato ; scapo leviter 



380 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

ctirvato, articulo primo funiculi secitndo parum longiore; thorace 
subquadrato , lateribus modice rotundatis, granulk nitidis setig eris 
sat dense obsitis, angulis posticis paulo eallosis; elytris in $ latiludine 
fere duplo, in $ tertia parte longioribus, maculatim squamosis, sub- 
tiliter striato-punctatis, seriebus punctorum indistincte geminatis, dorso 
tuberculis parvis numerosis setigeris adspersis; femoribus omnibus 
clavatis, ante apicem flavido-annulatis, tibiis tarsisque, praecipue in tf 
longe pilosis; tibiis posticis maris intus in medio dilatalis et subtiliter 
unidentatis, apicem versus curvatis et profunde emarginatis, in feminae 
fere rectis. — Long. 6—6^, lat. 2|— 3 mill. 
Usambara (Coli. Faust et Hartmann). 

Vom Aussehen eines Dicasticus tuberculatus Fat., bezüglich der 
Gröfse und der in beiden Geschlechtern verschieden breiten Decken 
dem Systates denticollis nahestehend, von diesem aber durch den 
tuberkulierten Deckenrücken und andere Bildung der männlichen 
Hinterschienen gut unterschieden. 

Die Beschuppung ist nicht besonders dicht und besteht aus 
gelblichen, untermischt mit bräunlichen Schüppchen, die sich auf 
dem Hlsschld. und den Fld. zu kleinen Fleckchen verdichten und 
diesen Organen ein gesprenkeltes Aussehen verleihen. Auf den 
Decken bemerkt man aufserdem noch dünn gestellte, helle, ab- 
stehende Börstchen, die zwischen die den Tuberkeln entspringenden, 
kräftigen Borsten eingestreut sind. Der Rüssel ist kaum länger 
als der Kopf, dieser der ganzen Länge nach gefurcht und wie der 
Rüssel runzlig punktiert. Das Hlsschld. so lang wie breit, am 
Vorderrande so breit wie an der Basis, an den Seiten regelmäfsig 
gerundet, grob und mäfsig dicht gekörnt; die Körchen lassen eine 
mehr oder weniger deutlich bemerkbare schmale, glatte Mittellinie 
frei; die Hinterecken sind, wenn auch sehr schwach, doch deutlich 
etwas schwielig verdickt. Die Fld., beim cT schmäler und gegen 
die Spitze schneller verengt als beim $, sind an der Basis abge- 
stutzt und auf dem Rücken mit zahlreichen stumpfen, glänzenden, 
gereiht angeordneten Tuberkeln besetzt. Die in doppelten Reihen 
gedrängt stehenden Punkte sind auf dem Deckenrücken schwer, 
an den Seiten dagegen gut zu unterscheiden. Im Spitzendrittel ist 
die Naht etwas dichter beschuppt. Sämtliche Schenkel sind gekeult 
und vor der Spitze dicht beschuppt; die hinteren erreichen beinahe 
das Körperende. Die männlichen Vorderschienen sind fast gerade, 
im Spitzenteil schwach ausgerandet, die hinteren in der Mitte nach 
innen erweitert, dann gekrümmt und ziemlich tief ausgerandet. 
Am Anfange der Ausrandung nahe der Schienenmitte steht ein 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer ans Ostafrika. 381 

stumpfes Zähnchen. Die Hinterbrust und das erste Abdominal- 
segment mit breitem Eindruck. Beim Weibeben sind die Schienen, 
besonders deutlicb die mittleren, fein gekörnelt und fast gerade, 
die hinteren in der Mitte etwas breiter und gegen die Spitze äufserst 
schwach ausgebuchtet; das 2. Tarsenglied schwächer entwickelt 
als beim cf, das 3. bei beiden Geschlechtern bis zum Grunde 
gespalten. 

81. Chaunoderus sternalis n. sp. Niger, snbnitidus, reticulatus, 
supra, subtusque parcissime albido, mesothoracis episternis, metaslerno 
ante coxas posticas deine albo-squanwsus. JRosIro capite fere duplo 
longiore, rugoso-punetato, medio obluse carinato; fronte profunde sul- 
cata, ante verticem parum depressa; thorace transverso , antrorsum 
valde rolundato-attenuato, basi leviter bisinuato, confertim subtiliter 
rugoso punetato ; scutello transverso ; elytris latitudine quarta parte 
longioribus, basi paulo emarginaüs, ad humeros oblique ampliatis, 
ad apicem rotundato-angustatis , apice parum dehiscentibus , dorso 
punetato- striatis, seriebus punetorum postice et laleraliter impressis, 
interstitiis planis et transversaliter rugosis; pedibus crassis, tibiis anticis, 
mediisque intus aculeatis, posticis intus longe pilosis et spiarsim tuber- 
culatis; segmento primo abdominale medio impresso. — Long. 13, 
lat. 7| mill. 

1 cT. Ohne nähere Fundortsangabe (Coli. Faust et Hartmann). 

So grofs wie subglaber Fst. und wie dieser mit gerundeten, 
nicht tuberkulierten Schultern; sternalis unterscheidet sich aber 
von ihm durch die dicht weifs beschuppten Mittelbrustepisternen, 
längeren Rüssel, breiteres und dicht punktiertes Hlsschld. und 
breitere, feiner punktierte Fld. 

Die weifslichen, feinen Schüppchen sind auf der Oberfläche 
sparsam verteilt; auf dem 6. Zwischenraum stehen in Schulterhöhe 
einige gröfsere Schuppen dicht beisammen, wodurch ein kleiner 
Fleck deutlicher herausgehoben wird. Der Rüssel ist beinahe 
doppelt so lang als der Kopf, beiderseits neben dem Mittelkiel 
flach vertieft und runzlig punktiert, die Seitenkiele sind abgeflacht. 
Die ziemlich ebene und ebenfalls runzlige Stirn ist von dem 
Scheitel durch eine Querdepression abgesetzt; dieser mehr glänzend 
fein und zerstreut punktiert. Das Hlsschld. ist um die Hälfte 
breiter als lang, an der Basis schwach zweibuchtig, im Basaldrittei 
mit der Andeutung einer feinen Furche. Die gröfste Breite liegt 
hinter der Mitte, nach vorn ist es stark gerundet verengt, seine 
Oberfläche ist dicht und fein runzlig punktiert. Das Schildchen 



382 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

ist quer und freistehend, d. h. es tritt mit dem Basalrand der Fld. 
nicht in Berührung, wie es beim subglaber der Fall ist. Die Decken 
sind lang eiförmig, \ mal so lang wie breit, an der Basis schwach 
ausgeschnitten, der Basalrand zwischen der Naht und dem zweiten 
Spatium wulstig verdickt; die gröfste Breite liegt zwischen den 
Schultern, die Seiten nach hinten gerundet verschmälert, an der 
Spitze steht die Naht etwas auseinander. Auf dem Deckenrücken 
stehen die Punkte dicht in Reihen, die gegen die Spitze zu und 
an den Seiten in vertiefte Streifen übergehen; die Zwischenräume 
sind flach, in der vordem Hälfte fein querrunzlig, hinten glatt und 
mit zerstreuten feinen Punkten besetzt; der Zwischenraum zwischen 
dem 9. und 10. Streifen im Basaldrittel verbreitert und etwas 
gewölbt. Die Schenkel sind stark gekeulr, der Länge nach fein 
nadelrissig, mit Borstenschuppen mäfsig dicht bedeckt. Die Schienen 
dichter beborstet und gegen die Spitze verbreitert; die der beiden 
vorderen Beine auf der Innenseite mit schwarzen Stacheln besetzt, 
die hinteren innen lang behaart, weitläufig gekörnt und auf der 
Unterseite in der Basalhälfte gefurcht. Die Tarsenglieder stark 
verbreitert, das 2. doppelt so breit wie lang. Das erste Bauch- 
segment in der Mitte mit einem flachen Längseindruck. Das 
2. Fühlerglied etwa -^ länger, das 3. wenig kürzer als das erste, 
4 — 7 etwas länger als breit und gerundet. Das Prosternum hinter den 
Hüften mit einer zwischen diese hineinragenden länglichen Leiste. 

82 Chaunoderus apicalis n. sp. Niger, subopacus,reticulalus, 
dense albido , elytris postice et lateraliter mar ■garitaceo- squamosus. 
Rostro capite duplo longiore, tricarinato, fronteque rugoso-punctato ; 
antennis sat brevibus, articulis duobus primis subaequalibus ; thorace 
transversa, ontrorsum valde rotundato-attenuato , lateribus cultrato, 
con/ertim rugoso-punctato, medio subtilissime carinato, basi subbisinuato ; 
elytris latis, humeris rotundatis, seriato-punctatis, seriebus postice leviter 
impressis, punctis remotis, sutura in declivitatem paulo cristata, inter- 
stitiis 4° vel 6 Ü que postice macula margaritaceo ornatis; pedibus maris 
incrassatis, metasterno, segmento primoque abdominale late impressis. 
— Long. 11 — 13, lat. 6-7 mill. 1 <?, 2 ?. 

Ohne nähere Fundortsangabe (Coli. Hartmann). 

Wie die vorige Art hat auch apicalis gerundete und nicht 
tuberkulierte Schultern; er unterscheidet sich von Sternalis durch 
kürzere Fühler, nicht von der Stirn abgesetzten Scheitel, das an 
den Seiten scharfkantige Hlsschd., kürzei eiförmige Decken mit 
hinten wulstig hervortretender Naht und durch die überall dichte 



F. Hartmann: Nene Rüsselkäfer aus Ostafrika. 383 

Beschuppung, die auf dem Deckenrücken weifsgrau, am Marginal- 
saum und an der Spitze noch dichter angeordnet und perlmutter- 
glänzend ist. 

Die beiden Seitenkiele des Rüssels divergieren etwas nach 
vorn, der Raum zwischen diesen und der Seitenkante flach längs- 
gefurcht. Die Stirn mit feiner Furche und wie der Rüssel grob- 
runzlig punktiert. Die Augen ziemlich stark vorragend. An den 
Fühlern ist das 1. und 2. Glied beinahe von gleicher Länge, das 3. 
etwas kürzer als das erste, die übrigen kaum länger als breit. 
Das Hlsschd. ist doppelt so breit wie lang, mit der gröfsten Breite 
vor der Basis, mäfsig fein runzlig punktiert mit schwachem, mehr 
oder weniger deutlichen, vorn abgekürztem Mittelkiel. Der Seiten- 
rand ist kantig und auf der Unterseite scharf abgesetzt. Das quere 
Schildchen an den Basalrand der Decken anstofsend. Fld. an der 
Basis fast abgestutzt, gegen die Mitte zu gerundet erweitert und 
nach hinten schnell verengt, etwa \ länger als breit, oben der Länge 
nach flach gewölbt und zur Spitze senkrecht abfallend. Die Naht 
ist auf der abschüssigen Stelle schwielig emporgehoben. Die in 
Reihen angeordneten feinen Punkte stehen ziemlich weit ausein- 
ander und gehen gegen die Spitze zu in vertiefte Streifen über. 
Die Zwischenräume sind eben; auf dem 4., 5. und 6. bemerkt man 
hinten eine aus dichter stehenden Schuppen gebildete gemeinsame 
Makel, die noch dadurch deutlicher sichtbar wird, dafs die davor 
befindlichen Schüppchen dünner stehen und den dunklen Unter- 
grund hervortreten lassen. Die Beine sind beim $ stärker verdickt 
als beim 2, die Schenkel bei beiden Geschlechtern fein längsnadel- 
rissig, die Schienen stärker punktiert. Die Vorder- und Hinter- 
schienen des 3 innen mit einer Körnchenreihe, die Tarsen ver- 
breitert, das 2. Glied ungefähr 1^ mal so lang wie breit. Beim 2 
sind die Vorder- und Mittelschienen innen hell bestachelt, die hinteren 
fein gekörnelt Prosternalfortsatz hinter den Vorderhüften stumpf 
tuberkelartig. 

83. Sphrigodes varieg atus n. sp. Elongato-obovatus, niger, 
subopacus, dense variegatim albido-brunneoque squamosus. Eostro 
capite fere duplo longiore, tricarinato, fronte subtiliter canaliculato , 
oculis rotundalis, squamulis virescenti-albidis cinetis ; antennis valde 
elongatis, pieeis; thorace transcerso , lateribus antrorsum rotundato- 
attenualo, basi subbisinuato, convexo. remote foveolato-punctato, linea 
media albido squamoso, lateraliter albido-maculato ; elytris latiludine 
paulo longioribus, basi elevato marginatis, et leviter triangulariter 



384 F. Harfmann: Nene Rüsselkäfer ans Ostafrika. 

emarginatis, humeris rotundatis, lateribus rotundato-ampliatis et an- 
ustatis , longitudinaliter modice convexis, postice oblique declivibus, 
15-striatis, slriis subtiliter punctatis, interstitiis angustis; femoribus 
clavatis, vage punctatis et albo-maculatis, tibiis parce setosis, anticis 
apice introrsum curvatis, pedibus tarsisque piceis; thorace subtus, 
lateribus mesothoracis dense, segmentis abdominalibus minus dense 
viresce?iti-albido squamosis. — Long. 8, lat. 4 — 4^ mill. 
Ohne nähere Fundortsangabe (Coli. Hartmann). 

Von margaritaceus Gerst., den ich unter dem Namen Embrithes 
miser und plagiatus Fst. erhalten habe, schon durch die bräunlich 
und weifs gefleckte Beschuppung, den längeren Rüssel und viel 
längere Fühler, etwas gestrecktere Körpergestalt und hauptsächlich 
durch 15-streifige Decken verschieden. 

Der Rüssel ist verlängt, beinahe doppelt so lang wie der Kopf, 
der Mittelkiel etwas höher als die beiden Seitenkiele. Unten wird 
die Fühlerfurche von einem geraden Längskiel begrenzt, der, da 
der Rüssel auf der Oberseite schmäler als auf der Unterseite ist, 
von oben bemerkt werden kann. Zwischen den Kielen und unten 
ist der Rüssel grünlich beschuppt, die rundlichen Augen sind ebenfalls 
ringsum mit grünlichen Schüppchen eingefafst, gleichfarbige Schuppen 
befinden sich auf der Unterseite und teilweise auch oben auf dem 
Kopfe. Das Hlschd. ist um die Hälfte breiter als lang, an den 
Hinterecken etwas eingezogen, nach vorn stark gerundet verschmälert, 
hinter dem Vorderrande zuweilen mehr oder weniger deutlich ein- 
geschnürt, der Länge nach stark gewölbt und mit grubigen Punkten 
mäfsig dicht besetzt. Jeder Punkt enthält eine runde Schuppe. 
Die Beschuppung der Unterseite ist dicht grünlich weifs, bei ge- 
wisser Ansicht mit rötlichem Schimmer; die Seiten sind weifslich 
gemäkelt und auf dem Rücken bemerkt man eine hellbeschuppte 
Längslinie. Die kurzen, verkehrt eiförmigen Fld. sind mit bräun- 
lichen und weifslichen Schuppenflecken besetzt, die Zwischenräume 
hinter der erhaben gerandeten und seitlich etwas eingezogenen 
Basis hell beschuppt; die Decken sind kaum etwas länger als breit, 
mit der gröfsten Breite hinter der Mitte, der Rücken flach gewölbt 
und zur Spitze schief abfallend. Die feinen Punktstreifen werden 
nach hinten etwas tiefer, die Zwischenräume nur wenig breiter als 
die Streifen und schwach convex. Die Mittel- und Hinterbrust, 
sowie die Schenkel vor der Spitze dicht, der Bauch weniger dicht 
weifslich beschuppt; die Schuppen mit perlmutterartigem Glänze 
und bisweilen mit rötlichem Schimmer. Die Schenkel sind stark 
gekeult, die Vorder- und Mittelschienen an der Spitze etwas ein- 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 3S5 

wärts gebogen, die hinteren gerade, alle innen mit starken Stachel- 
borsten besetzt. Der Fühlerschaft wird gegen die Spitze zu all- 
mählich dicker; er sowie die stark verlängerten Fühlerglieder sind 
mit anliegenden, hellen Schuppenbörstchen bekleidet. 

84. Sphrigodes vicinus n. sp. Sphrig. margaritaceo Gerst. 
magnitudine et statura valde affinis, ab dlo squamositate obscwe 
cinerea, rostro antennisque longioribus , tarsis latioribus fere unice 
diversus. — Long. 5^ — 8, lat. 3^ — 5 mill. 
Mikindani, Ikutha (Coli. Hartmann). 

Neben margaritaceus Gerst. einzureihen und von diesem haupt- 
sächlich durch die oben angegebenen Merkmale zu unterscheiden. 

Schwarz, glänzend, Fühler und Tarsen, manchmal auch die 
Schienen dunkel pechbraun; der Fühlerschaft mit länglichen Schuppen, 
die Geifsel und die Tarsen mit Borstenhaaren ziemlich dicht be- 
setzt. Sämtliche Geifselglieder sind länger als breit und beinahe 
so lang wie beim variegatus. Alle übrigen Körperteile mit fein 
gerieften, breiten, dunkel aschgrauen Schuppen dicht, das Hlsschd. 
etwas sparsamer bedeckt. Der zwischen den Augen etwas flach- 
gedrückte Kopf ist fein längsgefurcht, die ihn vom Rüssel trennende 
Querfurche winklig gebogen. Der Rüssel 1^ mal so lang wie der 
Kopf, mit scharfem Mittel- und ebensolchen Seitenkielen. Der von 
oben sichtbare, auf der Seite des Rüssels liegende, die Fühlerfurche 
nach unten begrenzende Längskiel ist nach unten ausgebogen und 
steigt nach hinten bis zur Höhe des oberen Augenrandes auf. 
Zwischen der Fühlereinlenkungsstelle bemerkt man ein feines läng- 
liches Grübchen und bei wohlerhaltenen Exemplaren ist der Apikal- 
teil des Rüssels mit etwas helleren ovalen Schüppchen besetzt. 
Das Hlsschd. ist an der Basis am breitesten, nach vorn gerundet 
stark verschmälert, am Vorderrande halb so breit wie an der 
Basis, sowohl der Länge als der Quere nach stark gewölbt und 
ziemlich dicht und fein punktiert. Fld. so lang als breit, fast kreis- 
rund, ihre Basis schwach erhaben und seitlich etwas eingeschnürt; 
die in Reihen stehenden und flache Zwischenräume einschliefsen- 
den Punkte sind vorne etwas gröber und werden nach hinten 
feiner, ohne dafs sich hier die Reihen vertiefen; die erste Punkt- 
reihe unmittelbar hinter der Basis mit einem kahlen, glänzenden 
Fleckchen. Die Vorderschienen sind an der Basis stark einwärts 
gekrümmt, die hinteren innen lang hell bewimpert und mit stumpfen 
Tuberkeln reihig besetzt; Mittelschienen in der Spitzenhälfte aus- 
gebuchtet, sämtliche Tarsenglieder ziemlich stark verbreitert. 

Deutsche Entomol. Zeitschr. 1904. Heft II. 20 



386 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

85. Ellimenistes amoenus n. sp. Niger, dense silaceo, elytris 
fusco- squamosus, squamulis inierdum rosaceo-micantibus ; elytris sutura 
antice, fascia lata mediana obliqua, in dorso plag am silaceam inter- 
rupta, meso- et metasterni medio, ventreque virescenti- albido squamosis. 
Eostro capite vix longiore, inter insertionem antennarum subtiliter 
canaliculato, parce seioso ; fronte sulcata, oculis planis, antennis pictis 
et setosis, scapo crasso, subrecto; thorace subquadrato, apice parum 
late emarginato, lateribus ante medium leviter rotundato, disperse setoso 
et punctato, ante basin utrinque impressione obsoleta inscidpto, vittis 
tribus fuscis, angustis, duabus lateralibus , tertia in medio, ornato; 
elytris obovatis, basi truncatis, laiitudine dimidio longioribus, longi- 
tudinaliter valde eonvexis, subtilissime striatis, striis indistincte punc- 
tatis, interstitiis subplanis et parce setosis. Pedibus sat dense setosis, 
femoribus medio fusco-maculatis. — Long. 4-£ — ö^-, lat. 1^ — 2^ mill. 
Usambara, Kwai (Coli. Faust et Hartmann). 

Die dachziegelförmig übereinander liegenden Scbuppen dieser 
hübschen Art sind hell ockerfarbig, an der Basis und hinter der 
Mitte der mit einer weifsen, schiefen Querbinde gezierten Fld. 
dunkelbraun; gegen die Spitze geht die dunkle Färbung allmählich 
in eine hellere bis gelblichweifse Farbe über. Die weifse Quer- 
binde wird auf dem Deckenrücken durch eine ockerfarbige, beider- 
seits bis zum 4. Zwischenraum reichende, rundliche Makel unter- 
brochen, die Naht zwischen der Basis und dem Vorderrande dieser 
Makel weifs beschuppt. Die Bauchsegmente, die Mitte der Hinter- 
und Mittelbrust und zum Teil auch noch die Hüften mit grünlich 
weifsen, die Seiten des Meso- und Metasternums dagegen mit 
ockerfarbigen Schuppen besetzt, die bisweilen auf allen Teilen 
einen rosenroten Schimmer zeigen. Die Schuppenborsten auf den 
Fühlern und dem Rüssel, Hlsschd., den Decken und den Beinen 
sind von schmutzigbräunlicher Farbe und ziemlich dick, auf den 
Schienen sind sie dichter angeordnet. Von den drei dunkelbraunen 
Längsbinden des Hlsschd. liegen zwei ziemlich in der Mitte des 
Seitenrandes, die nach vorn hie und da abgekürzte dritte auf dem 
Rücken ist etwas breiter als die seitlichen und der Länge nach 
durch eine helle Längslinie geteilt. Der Halsschildrücken ist in 
der Längsrichtung vollständig eben, der neben der Mittellinie beider- 
seits vor der Basis liegende mehr oder weniger tiefe Eindruck ist 
seitlich durch ein feines Längsfältchen begrenzt; der Vorderrand 
unten vor den Hüften durch eine feine eingedrückte Querlinie ab. 
gesetzt. Der Fühlerschaft ziemlich dick, fast gerade, das zweite 
Geifselglied fast um die Hälfte länger als das erste, das 3., 4. und 



F. Harfmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 387 

5. etwas länger, das 6. und 7. so lang als breit, die Keule kurz 
und zugespitzt. Die feinen Streifen der stark längsgewölbten, ver- 
kehrt eiförmigen Fld. undeutlich punktiert, die inneren Zwischen- 
räume an der Basis etwas heller beschuppt. Von der Basis zu 
den verrundeten Schultern sind die Decken geradlinig schief er- 
weitert, die gröfste Breite befindet sich vor der Mitte und vor 
der Spitze sind sie seitlich etwas komprimiert. Der Marginal- 
saum vom 2. Bauchsegment ab gegen die Spitze unbeschuppt. 
Die Vorderschienen des $ sind an der Spitze schwach einwärts 
gekrümmt, beim $ gerade; aufserdem sind beim J* die Hinterbrust 
und das erste Abdominalsegment, sowie die Spitze des Analseg- 
ments äufserst flach eingedrückt; der Körper des <$■ ist schmäler 
als beim $. Die Oberkante des Rüssels ist schwach convex, die 
ihn vom Kopf trennende Querfurche ist nicht deutlich wahrzunehmen. 

86. Myllocerus p leb ejus n. sp. Parvus, niger, antennis, elytris, 
pedibus, segmentis ventralibus tribus ultimis rufis, squamulis cinereis, 
äeme tectus, supra breviter setosus. Rostro longitudine capitis, antice 
sat profunde sulcato, fronte convexa, ocidis parum prominulis ; antennis 
elongatis et pilvsis, scapo valde curvato, prothoraeis medium attingente, 
apice incrassato, funiculi articulo primo secundo quarta parte longiore, 
3 — 7 sensim brevioribus, quam latitudine longioribus ; thorace longi- 
tudine paulo latiore, lateribus rotundato, dense rugoso-punctato, dorso 
trivittato, ante basin utrinque impressione obsoleta insculpto; scutello 
nitido, quadrato; elytris tliorace dimidio latioribus, lateribus parallelis 
sensim rotundato-angustatis, subtiliter striato-punctatis, interstitiis planis, 
dispterse punctatis et sat confertim seriato setosis; femoribus subtiliter 
dentatis, tibiis rectis. — Long. 3^ — 4, lat. 1^— lf mill. 
Usambara, Kwai (Coli. Faust et Hartmann). 

Oben sowohl als unten dicht mit aschgrauen Schuppen bedeckt, 
die auf dem Halsschildrücken längs der Mittellinie und neben dem 
Seitenrande etwas dünner stehen, wodurch drei dunklere mehr oder 
weniger deutliche Längsbinden gebildet werden. Die Decken, die 
Fühler, die Beine und die drei letzten Hinterleibssegmente sind 
rostrot, die Fld. bisweilen dunkler; der Rüssel ist so breit wie 
der Kopf, die zwischen der Fühlereinlenkung befindliche Furche 
beiderseits durch ein feines kielartiges Längsfältchen begrenzt; die 
Augen sind mäfsig vorragend, die Stirn ist schwach gewölbt. 
Hinter dem Vorderrand ist das Hlsschd. leicht eingeschnürt, der 
obsolete Eindruck vor der Basis beiderseits neben der Mitte bald 
rundlich, bald mehr länglich. Die Basis der fast doppelt so langen 

*25 



388 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Östafrika. 

wie breiten Decken ist abgestutzt, die Schultern rechtwinklig, an 
den Seiten bis hinter die Mitte parallel, dann gerundet verengt 
mit gemeinsam abgerundeter Spitze. Der Marginal säum biegt sich 
an der Spitze etwas nach oben. Die Börstchen , mit denen die 
Oberseite bedeckt ist, sind hell, stehen etwas schief ab und sind 
ziemlich kurz. Die fein gezähnten Schenkel sind gegen die Spitze 
plötzlich stark keulig verdickt; das 3. Tarsenglied tief zweilappig 
und doppelt so breit wie das 2. Glied. Die Mittelhüften sind ein- 
ander bis fast zur Berührung genähert. 

Bei zwei schlecht erhaltenen Stücken von Kwai sind die 3 
letzten Fühlerglieder nicht länger als breit; weitere Unterschiede 
zwischen diesen und den mit Usambara bezettelten Stücken konnten 
nicht festgestellt werden. 

Molytophilus n. g. Molytinorum. 

Rostrum subcylindricum , curvatum, thorace fere aequilongum. 
Scrobes fere ad oculorum marginem inferiorem duclae, scapus oculos 
attingens. Antennae 7-articulatae, ante medium rostri insertae, breves, 
articulus secundus elongatus, 3 — 7 transversales, sensim latiores, sep- 
timus ad clavam adnexus; clava 4-articulata. Thorax subquadratus, 
basi truncatus, lateribus rotundatus, lobis ocularibus distinctis. Scu- 
tellum parvum, deprimatum. Elytra thorace aequilatiora, basi trun- 
cata, lateribus parallela. Metathorax inter coxas diametro coxarum 
mediarum brevior. Processus abdominalis angastus, antice rotundatus, 
segmentum secundum duabus sequentibus multo longior, a primo 
suturam arcuatam disjunctum. Femora mutica, clavata, angulus externus 
tibiarum verticaliter mucronatus, unguiculi liberi, parvi. 

Es ist noch beizufügen, dafs die Fühlerfurchen auf der Unter- 
seite des Rüssels nur durch einen schmalen Kiel geschieden und 
die Augen an ihrem Vorderrande durch eine tiefe Furche, die nicht 
auf die Oberseite des Rüssels übergreift, von diesem getrennt sind. 
Das erste Keulenglied ist so lang wie die übrigen Glieder zu- 
sammen, die Keule kurz und wenig breiter als das 7. dicht an- 
geschlossene Geifselglied. Zwischen den Hüften ist der Abdominal- 
fortsatz so breit wie die Hinterbrustlänge und an den Tarsen ist 
nur das 3. Glied mit Bürstensohle versehen, das erste und zweite 
Glied an den Seiten mit langen Borsten besetzt. Der 10. Decken- 
streifen ist in Hinterhüftenhöhe abgekürzt. 

87. Molytophilus carinatus n. sp. Niger, subnitidus, antennis, 
pedibusque piceis. Rostro sat crasso, supra subtiliter, lateribus fortiter 
punctato, fronte foveola parva insculpta; articulo primo funiculi breve 



F. [{artmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 389 

crasseque, secundo tribus sequentibus fere aequilongo; ihorace sub- 
quadralo , basi leviter marginato , lateribus leviter rotundato, anlice 
subito angustato et constricto, confertim grosse punctato, angulis posticis 
acutis; elytris reticidatis, thorace aequilatis et quam latitudine tertia 
parte longioribus, lateribus parallelis, rotundato- angustatis, apice con- 
junctim lale rotundatis, striato-foveolato-punctatis, interstitiis alternis 
carinatis et posüce subtiliter disperse punctatis. Femoribus sat dense 
punctatis; tibiis posticis extus sinuatis, omnibus in partem apicalem 
leviter emarginatis et tuberculatis. — Long 6| — 7, lat. 2^ — 3 mill. 
Usambara (Coli. Hartmann). 
Einem Plinthus caliginosus ähnlich sehend. Der glänzende, 
regelmäfsig gebogene, an der Spitze etwas dünnere und im vorderen 
Drittel kaum merklich abgeflachte Rüssel oben fein und zerstreut, 
an den Seiten und der Basis dichter und gröber punktiert; die 
Längswölbungslinie zwischen dem ebenfalls fein punktierten Kopfe 
und dem Rüssel auf der Rüsselbasis etwas eingesenkt. Die Fühler 
sind kurz und kräftig, der Schaft gegen die Spitze allmählig ver- 
dickt. Das erste Geifselglied dick und kurz, das zweite fast doppelt 
so lang wie das erste und fast so lang wie 3, 4 und 5; die Glieder 
sind vom dritten ab quer, werden nach aufsen allmählich breiter und 
sind dicht aneinander geschlossen. Das Hlsschd. ist oben ziemlich 
flach gewölbt, vor der fein gerandeten Basis etwas quer nieder- 
gedrückt; der hinter der Spitze abgeschnürte Vorderrand ist glatt 
und glänzender als die übrige Oberfläche. Die gedrängt stehenden 
runden Punkte sind grofs und ziemlich flach, in jedem ist ein 
äufserst feines staubartiges Härchen eingepflanzt. Das punkt- 
förmige Schildchen ist glatt und glänzend und steht etwas tiefer 
als die Basis der Naht. Die Fld. sind an der Basis so breit wie 
das Hlsschld., hinter dieser beiderseits schwach eingeschnürt; die 
Seiten sind fast parallel, an der Spitze breit gemeinsam abgerundet, 
der Länge nach flach, der Quere nach stark gewölbt. Die Naht 
ist etwas verdickt, die abwechselnden Zwischenräume gegen die 
Spitze etwas stärker kielartig erhaben, der zweite verbindet sich 
hinten mit dem sechsten, der vierte vor deren Vereinigungsstelle 
abgekürzt. Alle Spatien in der hintern Hälfte deutlicher, fein und 
zerstreut punktiert. Die grubigen Punkte der Streifen sind dicht, 
quer viereckig und tragen, wie auch die Punkte der Deckenspatien, 
ein feines, helles, staubartiges Härchen. Die Schenkel sind dicht 
punktiert und verdickt; alle Schienen innen in der Spitzenhälfte 
flach ausgerandet und mit einigen Tuberkeln besetzt, die hinteren 
auch am Aufsenrande etwas ausgebuchtet. Die ganze Unterseite 



390 F. Hartmann : Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

mit Ausnahme des 3. und 4. Bauchsegmentes mit grofsen flachen 
Punkten dicht besetzt; erstes Ventralsegment beim cf mit schwacher 
Längs-, das Analsegment mit seichter Querdepression; beim $ ist 
der Rüssel etwas dünner und länger als beim <^. 

88. Lixus Weiset Fst. i. 1. n. sp. Elongatus, niger, nitidus, 
dense griseo-tomentosus. Rostro in <$ thorace paulo breviore, subrecto, 
in 5 thorace aequilongo et leviter curvaio, basi carinulato, utrinque 
longitudinaliter subtiliter aciculato, fronte foveola parva oblonga in 
sculpto; antennis nigris , articulis duobus primis funiculi elongatis, 
secundo primo paulo longiore, clava articulis 3 — 7 aequilonga; lobis 
ocularibus magnis, late rotundatis; thorace latit.udine longiore, medio 
abbreviatim subcanaliculato, dorso dense rugoso et punctato, rugis 
obliquis, lateribus sublaevi et utrinque tuberculo obtuso foveolaque 
sat profunda insculpto ; elytris subcylindricis, lateribus rix ampliatis 
vel parallelis, basi obtuse singulatim rotundato ■ j^i'oductis et mox pone 
cavitatem scutellarem callosis, post callositatem leviter impressis, fortiter 
striato-punctatis, apice singidatim obtuse rotundatis ; pedibus elongatis, 
femoribus inermibus, anlicis leviter incrassatis; segmento 1° et "2" ab- 
dominale maris medio profunde canaliculato. — Long. 12 — 14, lat. 
3^—4^ mill. 

Usambara (Coli. Faust et Hartmann). 

Eine in die auritus Gruppe gehörende Art; sie ist durch den 
langen, beiderseits neben dem Basalkiel fein längsgestreiften Rüssel, 
das tiefe Grübchen unter dem Tuberkel an den Halsschildseiten 
und die schwielig verdickte Basis des ersten und zweiten Decken- 
zwischenraumes leicht erkennbar. Der Rüssel ist so dick wie die 
Vorderschenkel an der dicksten Stelle, beim cT fast gerade und 
etwas kürzer, beim $ so lang wie das Hlsschd. und leicht gebogen. 
In der Spitzenhälfte ist er beim cT etwas dichter, beim $ weniger 
dicht punktiert und erscheint daher beim $ glänzender. In der 
Mitte, über der Fühlereinlenkung, befindet sich eine kurze feine 
Furche, dahinter beginnt der bis zum Stirngrübchen reichende und 
sich nach hinten zuspitzende scharfe Kiel, der beiderseits von 
feinen, gedrängt stehenden Längskielchen umgeben ist. Kopf dicht 
und fein, etwas runzlig punktiert. 

Der Vorderrand des etwa \ länger als breiten Hlsschd. ist in 
der Mitte breit vorgezogen, die Augenlappen ziemlich stark vor- 
ragend und breit gerundet. Zwischen den schief gegen die Mitte 
gerichteten Runzeln des Rückens ist es mehr oder weniger deutlich 
punktiert, mit einer feinen vorn und hinten abgekürzten, bisweilen 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 391 

undeutlichen Längsfurche. Die Seiten sind nach vorn geradlinig 
verschmälert, fein und äufserst weitläufig punktiert, nur hinter dem 
Vorderrande bemerkt man einige gröbere, dichter stehende Punkte. 
Unter dem seitlichen stumpfen Tuberkel befindet sich ein ziemlich 
tief eingegrabenes rundes Grübchen. Die Fld. sind fast dreimal 
so lang wie das Hlsschd., bald mehr parallel, bald schwach bauchig 
erweitert, zur Spitze herabgezogen und an dieser einzeln stumpf 
abgerundet. An der Basis sind sie nach vorn etwas erweitert und 
auf der hier durch den 1. und 2. Zwischenraum gebildeten schwie- 
ligen Verdickung dicht und runzlig punktiert; dahinter ist die Naht 
und das erste Spatium mäfsig tief eingedrückt. Die Punktreihen 
bestehen aus dicht gestellten, kräftigen Punkten, die gegen die 
Spitze .zu feiner werden und hier in vertieften Streifen stehen. 
Die 3., 4. und 5. Punktreihe ist an der Basis tief eingedrückt. 
Die Zwischenräume sind schmal und äufserst fein gerunzelt; die 
Deckenschwiele an der Spitze mäfsig tief abgesetzt. Die Schenkel 
sind unbewehrt, die vorderen etwas dicker als die übrigen. Die 
feine und kurze greise Behaarung ist bei reinen Stücken gleich- 
mäfsig über die ganze Körperfläche angeordnet. 

89. Bag ous fastosus Fst. i. 1. n. sp. Niger, sat latus, indu- 
mento luteo-nigroque dense variegatim tectus. Rostro longitudine 
thoracis, leviter arcuato, dense punctato, ante basim utrinque longi- 
tudinaliter impresso; fronte profunde sulcato, capite sat fortiter rugoso- 
granuloso; antennis piceis, articulis duobus _prä«?'s elongatis, primo 
obconico,pau\o incrassato, clava magna ; thorace subquadrato, lateribus 
parallelo, intra apicem profunde constricto, dorso foveolis nonnullis 
impresso; scutello punctiforme ; elytris basi subtruncaüs, thorace fere 
duplo latioribus, parallelis, pone basin leviter oblique impressis, ante 
apicem depressis, callo apicale producto , interstitiis alternis paulo 
elevatioribm et convexis, 2° pone medium tuberculo obtuso munito; 
articulo terlio tarsorum secundo latiore, apice sat profunde emarginato. 
— Long. 44, lat. 2 mill. 

1 d\ Dar-es-Salaam (Coli. Hartmann). 

Dem Bag. binodulus Hbst. nahestehend, mit ihm in der Gröfse, 
Körpergestalt und den Deckentuberkeln übereinstimmend, aber 
deutlich unterschieden durch längeren Rüssel, tiefere Stirnfurche, 
mehrfach grubig eingedrücktes Hlsschd. und durch den schiefen 
Eindruck hinter der Deckenbasis. 

Die ganze Körperoberfläche ist mit schmutziggelben und schwärz- 
lichen Schuppen dicht fleckig bedeckt, hinter der Deckenmitte ist 



392 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

am Seitenrande eine weifsliche Makel mehr oder weniger deutlich 
herausgehoben. Der Rüssel ist mäfsig gebogen, so lang als das 
Hlsschd. und dicht punktiert. Zwischen der Basis und der Mitte 
ist er am oberen Seitenrande beiderseits fein längsgefurcht; die 
Seitenunterkante mit einer kielartigen scharfen Leiste, die mit der 
unteren Kante der Fühlerfurche hinten zusammenstöfst und hier 
einen sehr spitzen "Winkel bildet. Der Kopf fein, etwas runzlig 
gekörnelt, die Stirn mit einer tiefen Furche. Die Augenlappen 
des Hlsschd. stark entwickelt, sein Vorderrand etwas aufstehend, 
breit und stark eingeschnürt. Der Halsschildrücken ist uneben 
mit mehreren, mehr oder weniger tiefen grübchenförmigen Ein- 
drücken, von denen sich die gröfsten vor dem Schildchen und hinter 
dem Vorderrande befinden. Die Fld. sind nahezu um die Hälfte 
länger als breit, auf dem Rücken flach, von der Basis zu den 
etwas schwielig verdickten Schultern schief erweitert, an den Seiten 
parallel, und vor der Spitze seitlich schwach zusammengedrückt. 
Im Basaldrittel bemerkt man einen schief von der Schulter gegen 
die Naht zu verlaufenden, schwachen Eindruck; der zweite Zwischen- 
raum trägt hinter der Mitte einen vorn weifsen, hinten schwarzen, 
stumpfen Tuberkel, das 4. Spatium ist hinten ebenfalls beulig 
verdickt. Die geraden Zwischenräume sind flach , die ungeraden 
etwas gewölbt und stärker emporgehoben, die Streifen sind sehr 
fein und weitläufig punktiert. In der Basalhälfte sind die Schenkel 
dünn, an der Spitze plötzlich stark keulig verdickt; die Vorder- 
schienen an der Spitze ziemlich stark nach innen gekrümmt. Das 
3. Tarsenglied breiter, aber kaum länger als das zweite, an der 
Spitze tief ausgerandet. Hinterbrust und erstes Bauchsegment 
des cT mit breitem und tiefem, das Analsegment mit sehr flachem 
Eindruck. 

90. Apion tropicum n. sp. Eine ziemlich kurze, gedrungene 
Art. Heller bis dunkler rostrot, Augen, Schildchen und Klauen 
schwarz, der Vorderrand des Hlsschd., die Spitze und Basis des 
Rüssels etwas angedunkelt, der ganze Körper mit weifslichen, fast 
anliegenden Schuppenbörstchen sparsam bedeckt. Der Rüssel ist 
gebogen, beinahe so lang wie Kopf und Hlsschd. zusammen, an 
den Seiten in der Basalhälfte fein kielartig längsgestreift, da- 
zwischen grob, gegen die Spitze etwas feiner punktiert. Die Fühler 
sind unmittelbar hinter der Rüsselmitte eingelenkt, der Schaft an 
der Spitze verdickt und so dick, wie das erste Geifselglied, das 
ungefähr 1^- mal so lang als breit ist. Das 2. Geifselglied dünner 



F. Harfmann: Nene Rüsselkäfer aus Ostafrika. 393 

und kürzer als das erste, das 3. bis 7. unier sich gleich und so 
lang als breit. Keule dick, kurz eiförmig und mit abstehenden 
Haaren besetzt. Augen mäfsig stark vorragend, die Stirn flach, 
dicht und grobrunzlig punktiert; hinter den Augen ist der Kopf 
deutlich eingeschnürt. Das Hlschd. etwas breiter als lang, die 
Seiten nach vorn schwach gerundet verengt, an den Hinterwinkeln 
schwach eingezogen; die Basis flach zweibuchtig, vor ihr in der 
Mittellinie mit der Andeutung einer äufserst feinen Furche. Die 
Oberseite ist sehr grob, mäfsig dicht runzlig punktiert. Das Schild- 
chen ist schmal, doppelt so lang wie breit, in der Mitte tief ge- 
furcht. Fld. kurz, verkehrt eiförmig, der Länge nach sehr stark 
gewölbt, die Wölbungslinie bis zum Vorderrande des Hlsschd. un- 
gebrochen fortlaufend, etwa 1^ mal länger als breit, an der Spitze 
zusammen breit abgerundet. Die Basis ist fast abgestutzt, die 
Schultern etwas schwielig und nahezu rechtwinklig; Oberseite tief 
gefurcht, in den Furchen weitläufig, grob punktiert, die Zwischen- 
räume sind schwach convex und kaum breiter als die Furchen. 
Die Beine sind kräftig, die Schenkel stark gekeult, die Schienen 
gegen die Spitze etwas verbreitert. Die Klauen einfach und stark 
auseinandergespreizt. — Länge lf-, Breite 1 mill. 
Kwai, Usambara (Coli. Faust et Hartmann). 

91. Apion kwaiense n, sp. Mit meinem tanganum verwandt, 
von ihm durch seitlich stärker gerundeten, dicht punktierten Thorax, 
dünnere Beschuppung und feiner gestreift punktierte Fld. deutlich 
unterschieden. 

Schwarz, etwas glänzend mit schwachem grünlichen Schimmer; 
die. Oberseite mit langen, schmalen, weifslichen Schuppenbörstchen 
weitläufig, auf den Mesosternalepimeren dicht bedeckt. Der Rüssel 
ist gebogen, beim <$ so lang, beim $ 1^ mal so lang als Kopf 
und Hlsschd., oben zerstreut und grob punktiert, zwischen der 
Basis und Fühlereinlenkung mehrfach gestrichelt, in der Spitzen- 
bälfte seitlich fein längsgekielt; beim 2 wird er nach vorn dünner 
und ist feiner und weitläufiger punktiert. Stirn zwischen den 
mäfsig vorragenden Augen schmäler als der Rüssel und grob 
runzlig punktiert. Die Fühler pechbraun, dicht hinter der Rüssel- 
mitte eingefügt, das erste Geifselglied so dick wie die Schaftspitze, 
das zweite etwas länger, die übrigen so lang wie breit. Die Keule 
eiförmig und zugespitzt. Das Halsschild kaum kürzer als breit, 
hinter^ dem Vorderrande breit tubuliert, dann gerundet erweitert, 
vor den seitlich etwas vortretenden Hinterecken ziemlich tief aus- 



394 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

gebuchtet. Der Länge nach ist es gewölbt, an der Basis zwei- 
buchtig, vor dem breiten Mittellappen mit sehr feiner, vorn abge- 
kürzter Furche; die Punktur der Oberfläche ist grobrunzlig, etwas 
flach und gedrängt. Das Schildchcn ist ziemlich lang und drei- 
eckig. Fld. kurz oval, Schultern winklig vortretend und schwielig 
verdickt, die Punktstreifen sind fein und scharf eingeschnitten, nur 
halb so breit, wie die ganz flachen, runzlig punktierten Zwischen- 
räume. Diese sind aufser den anliegenden Schuppenbörstchen noch 
mit äufserst feinen, abstehenden Härchen unregelmäfsig reihig be- 
setzt. Die Längswölbungslinie der Decken ist etwas gestreckter 
und bildet mit der des Hlsschd. an der Basis einen flachen Winkel. 
Beine kräftig, Tarsen dunkelpechbraun, Klauen mäfsig gespreitzt, 
am Grunde mit einer feinen Afterklaue. — Länge 2, Breite 1 mill. 
Usambara (Coli. Faust und Hartmann). 

92. Apion sulcatipenne n. sp. In Gröfse und Körperform, 
ebenso in der Beschuppung mit dem vorigen übereinstimmend 
unterscheidet es sich von ihm durch näher der Basis eingefügte 
Fühler, schmäleres, beinahe der ganzen Länge nach gefurchtes, 
nicht punktiertes Hlsschd. und tief gefurchte Fld. mit kielartig er- 
habenen Zwischenräumen. 

Schwarz, schwach glänzend. Der in der Basalhälfte gerade, 
im Spitzenteil gebogene Rüssel so lang wie Kopf und Hlsschd., 
in der Mitte der Länge durch eine schwache Querlinie etwas ein- 
geschnürt, oben uod an den Seiten runzlig, ziemlich grob punktiert, 
dazwischen beiderseits fein längsstreifig. Fühler pechbraun , der 
Basis näher als der Mitte eingefügt, erstes Geifselglied oval und 
so dick wie der Schaft an der Spitze, zweites Glied halb so lang 
und schmäler als das erste. Stirn kaum schmäler als die Rüssel- 
basis und mit einigen starken Punkten besetzt; die Augen mäfsig 
vorragend und nach oben etwas über die Rüsselbasis emporge- 
wölbt. Hlsschd. so lang wie breit, an der Spitze breit tubuliert, 
nach hinten gerundet erweitert und vor den stark seitwärts her- 
vortretenden Hinterecken schwach ausgerandet; Basis zweibuchtig, 
vor dieser mit feiner linienförmiger Querdepression, in der Mittel- 
linie mit flacher, vor der Basis stärker eingedrückten Furche, 
Oberfläche fein retikuliert, nicht punktiert und in der Längsrichtung 
ziemlich gewölbt. Schildchen läüglich dreieckig. Fld. kurz oval, 
etwas höher längsgewölbt, als bei kwaiense, die Wölbungslinie 
bildet mit der des Hlsschd. ebenfalls einen stumpfen Winkel. 
Schultern schwielig verdickt. Die Punkte der stark vertieften, 



F. Hartmann: Neue Rüsselhafer aus Ostafrika. 395 

gegen die Spitze etwas flacher werdenden Furchen sind grofs und 
stehen ziemlich weitläufig; die Zwischenräume sind nicht breiter 
als die Furchen, convex und beinahe kielförmig erhaben. Beine 
etwas kürzer und schwächer entwickelt als bei der vorigen Art. 
— Länge 2, Breite 1 mill. 

1 cf (Coli. Hartmann). 

93. Ajiion vetulum n. sp. Unserm Ap. pubescens Kirby nahe 
verwandt; es unterscheidet sich von ihm durch weniger gebogenen, 
längeren Rüssel, längeres unpunktiertes Hlsschd. und etwas kräfti- 
gere, pechbraune Beine. 

Schwarz, fast matt; die weifslichen Schuppenhaare sind etwas 
dicker und gerade so dicht angeordnet wie bei pubesceus. Der 
Rüssel schwach gekrümmt, länger als Kopf und Hlsschd. zusammen, 
seitlich fein kielartig längsgestreift und dazwischen fein, im Spitzen- 
theil zerstreuter punktiert und glänzender. Die Stirn so breit wie 
die Rüsselbasis, fein dreikielig, die Augen stark convex. Die Ein- 
lenkungsstelle der pechbraunen Fühler befindet sich zwischen Basis 
und Mitte des Rüssels, Schaft an der Spitze verdickt, und von 
gleicher Dicke wie das erste Geifselglied, die übrigen Glieder länger 
als breit. Keule verlängt und scharf zugespitzt. Hlsschd. kaum 
merklich etwas länger als breit, im Spitzendrittel cylindrisch. nach 
hinten schwach gerundet erweitert und vor der zweibuchtigen Basis 
durch eine feine quere Linie etwas abgeschnürt; Oberseite fein 
retikulirt, m der Mitte lassen die Härchen eine schmale Längs- 
linie frei, an der Basis ist ein feines Grübchen angedeutet, die 
Längswölbungslinie beinahe ganz flach. Schildchen länglich drei- 
eckig. Die Fld. etwa 1|- mal so lang wie breit, hinter den stumpfen 
Schultern gerundet erweitert und an der Spitze breit abgerundet. 
Die groben, entfernt stehenden Punkte der Streifen mit einem 
Schuppenhaar, die flachen, schwach runzligen Zwischenräume zwei- 
reihig behaart und etwas breiter wie die Streifen. Die Längs- 
wölbung zwischen Hlsschd. und Decken nur äufserst schwach 
unterbrochen. Die Schuppenhaare sind auf den Schienen reihig 
angeordnet; die Mittelbrust und die Episternen der Hinter brüst 
dicht weifs beschuppt. — Länge 2, Breite f mill. 

Usambara (Coli. Hartmann). 

94. Apion amabile n. sp. Schwarz, wenig glänzend, mit 
weifslichen, mitunter etwas metallisch glänzenden Schuppenhaaren 
mäfsig dicht, auf den Zwischenräumen der Decken und der Mittel- 
brust dichter bedeckt. 



39G F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer ans Ostafrika. 

Der gebogene, vorn an den Seiten fein längsstreifige Rüssel 
ist beim c? kaum so lang wie Kopf und Halsschd., runzlig und 
grob punktiert und in seiner ganzen Länge behaart, beim £ länger 
als diese beiden Organe, etwas dünner, weniger dicht behaart und 
feiner punktiert. Die Stirn ist zwischen den Augen etwas schmäler 
als die Rüsselbasis und wie der Scheitel grobrunzlig punktiert; 
die Augen weuiger vorragend und flacher gewölbt. Die Fühler 
sind in der Mitte zwischen Basis und Rüsselmitte eingefügt, das 
erste Geifselglied verdickt und ^ länger als breit, das zweite dünner 
und kürzer als das erste, die übrigen so breit wie lang, Keule an 
der Basis schnell verbreitert und scharf abgesetzt, doppelt so lang 
wie breit. Hlsschd. flach gewölbt nicht länger als breit, hinter 
dem Vorderrande auf J der Länge cylindrisch, dann gerundet er- 
weitert und gegen die Basis verschmälert; die Hinterecken sind 
rechtwinklig, die leicht zweibuchtige Basis äufserst schwach, quer 
niedergedrückt, A T or ihr in der Mittellinie befindet sich ein feines 
furchenartiges Längsgrübchen; die Oberseite ist mäfsig dicht, etwas 
flach runzlig punktiert. Fld. beim <$ kurz, beim $ etwas länger 
oval, 1^ mal so lang als breit, weniger stark längsgewölbt, die 
Wölbungslinie bildet mit der des Hlsschd. nur eine schwache Ein- 
senkung. Die mehrreihig, dicht behaarten flachen Zwischenräume 
heben sich von den tief eingegrabenen, mit groben Punkten mäfsig 
dicht besetzten glänzenden Streifen scharf ab; jeder Punkt der 
Streifen trägt ein langes Schuppenhaar. Schultern schwach schwielig 
und gerundet. Beine pechbraun, Schenkel stark gekeult, Klauen 
wenig gespreizt; beinahe parallel; zwischen ihnen befindet sich ein 
Anhang, der fast so lang wie die Klaue ist; drittes Tarsenglied 
tief 2-lappig, Klauenglied kräftig. Schildchen gerundet, so lang wie 
breit. Die Behaarung im basalen Viertel des 2. Deckenspatiums 
ist dichter, wodurch dieses Spatium von den andern deutlich ab- 
sticht. 

95. C onaj)ion constricticolle n. sp. Schwarz, glänzend, 
mit sehr feinen, staubartigen Härchen äufserst sparsam bedeckt. 
Der Rüssel kaum so lang wie Kopf und Halsschild, schwach ge- 
bogen, kräftig, gegen die Spitze zu sowohl schmäler als auch 
dünner werdend, beiderseits mit einer feinen, etwas über die Rüssel- 
mitte hinausreichenden Furche, mäfsig dicht und stark längsrunzlig 
punktiert und dazwischen chagriniert. Augen ziemlich flach gewölbt. 
Stirn zwischen ihnen der ganzen Breite nach tief eingedrückt, etwas 
mehr als halb so breit wie die Rüsselbasis und wie der Scheitel 
fein chagriniert. Die Fühler sind nahe der Rüsselmitte eingefügt, 



F. Flartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafriha. 397 

der Schaft sehr kurz und verdickt, das erste Geifselglied so dick 
wie der Schaft und etwas länger als breit, das zweite so lang wie 
das erste aber schmäler, die übrigen gegen die Spitze zu kürzer 
und breiter werdend und allmählich in die Keule übergehend; diese 
doppelt so lang wie breit und zugespitzt. Das Hlsschd. ist cylin- 
drisch, etwas länger als breit, hinter der Spitze und vor der Basis 
seitlich ziemlich tief zusammengedrückt, Seiten zwischen den beiden 
Eindrücken gerundet erweitert, Vorderrand abgestutzt, Mitte der 
Basis gegen das Schildchen gerundet vorgezogen, in der Mitte mit 
mehr oder weniger deutlicher, vorn abgekürzter feiner Furche, 
Oberseite äufserst flach und weitläufig runzlig punktiert. Schildchen 
gerundet, glatt und glänzend, wenig gewölbt. Basis der ovalen 
Fld. wenig breiter als das Hlsschd., Schultern schwach beulig ver- 
dickt, an den Seiten gerundet erweitert, vor der Spitze seitlich 
etwas komprimiert, der innerhalb des Spitzenrandes liegende 
Zwischenraum wulstig verdickt. Die Streifen zwischen den ebenen, 
breiten und fein retikulierten Zwischenräumen sind undeutlich 
punktiert. Die Decken der Länge nach stark konvex, der höchste 
Punkt liegt etwas vor der Mitte. Die Beine sind schlank, die 
Schenkel schwach gekeult, erstes und zweites Tarsenglied verlängert, 
das zweite wenig kürzer als das erste, das dritte fast bis zum 
Grunde gespalten; die Klauen stark gespreizt, an ihrer Basis mit 
einem scharfen Zahn. — Länge 2, Breite 1 mill. 

3 <$. Zanzibar, Usambara (Coli. Faust und Hartmann). 

96. Conapion cognatum n. sp. Von der vorigen Art durch 
etwas schlankere Gestalt, breitere, weniger vertiefte Stirne, längere 
Fühlerglieder und schmälere Keule, längere Schenkel, deutlich 
punktiertes Hlsschd. und schmälere, weniger flache Deckenzwischeu- 
räume gut unterschieden. 

Schwarz, glänzend, mit schwachem grünlichen Schimmer. Der 
schlanke, ziemlich dünne, gebogene Rüssel ist etwas länger als 
Kopf und Hlsschd., über der Fühlereinlenkungstelle kaum merk- 
lich verbreitert, und gegen die Spitze schwach verschmälert. Er 
ist weder punktiert, noch mit kielartigen Längsstreifen versehen 
sondern nur fein retikuliert und daher matterscheinend. Die Stirne 
so breit wie der Rüssel über der Fühlergrube, mit flachem Ein- 
druck, der beiderseits neben dem Augeninnenrande durch ein 
stumpfes Längsfältchen begrenzt ist. Die Fühler sind unmittelbar 
hinter der Rüsselmitte eingelenkt, ziemlich verlängt, der Schaft 
und das erste Geifselglied gleich dick, der Schaft nur wenig länger 
als Glied 1, zweites Glied halb so breit und fast so lang wie 



398 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Oslafriha. 

das erste, die übrigen länger als breit, nach vorn nur wenig an 
Länge abnehmend; das siebente dicht an die Keule geschlossen 
und an der Spitze so breit wie die Basis des ersten Keulengliedes; 
die Keule 2^ mal so lang wie breit. Das Hlsschd. ist ähnlich 
gebaut wie bei der vorigen Art, nur ist die Punktierung deutlicher; 
vor der Basis befindet sich eine über die ganze Breite verlaufende 
Querdepression, in der vor dem Schildchen ein flaches, rundes 
Grübchen bemerkbar ist, an das sich bisweilen nach vorn eine 
mehr oder weniger deutliche feine Furche anschliefst. Das Schild- 
chen ist abgerundet und punktiert, etwas versenkt. Die Flügel- 
decken ähnlich wie bei constricticolle , aber etwas schmäler, 
die Zwischenräume namentlich im Basaldrittel convex und die 
Streifen deutlich punktiert. Die Naht sowie der Marginalsaum an 
der Spitze wulstig verdickt und schwach niedergedrückt, wodurch 
der Spitzenrand etwas aufgebogen erscheint, während dieser bei 
constricticolle nach abwärts gebogen ist und von der Seite gesehen 
die Spitze selbst scharf erscheint. Die Naht bei cognatum an der 
Spitze schwach winklig ausgeschnitten. Die Schenkel sind etwas 
länger als bei der vorigen Art und wie die Schienen und Tarsen 
pechbraun. Klauen am Grunde fein gezähnt. Die Oberfläche mit 
staubartigeu , äufserst weitläufig angeordneten Härchen besetzt. — 
Länge lf, Breite f mill. 

Dar-es-Salaam (Coli. Hartmann). 

97. Piezotrachelus foveicollis n. sp. Schwarz, glänzend, 
manchmal mit schwachem, grünlichem Schimmer und sehr kurzen, 
feinen Härchen weitläufig bedeckt. Rüssel bei beiden Geschlechtern 
länger als das Halsschild, in der Basalhälfte weniger, gegen die 
Spitze mehr gebogen und dünner werdend, beim d" vor den Augen 
mit einer kurzen Längsfurche, fein chagriniert mit dazwischen ein- 
gestreuten feinen Punkten, beim 2 an der Basis ohne Furche, nach 
vorn glätter und glänzender. Stirn etwas schmäler als die Rüssel- 
basis, flach gedrückt, beiderseits am inneren Angenrande mit einem 
stumpfen Längsfältchen , in der Mitte mit der Andeutung eines 
flachen Kielchens und wie der vor der Abschnürung befind- 
liche Teil des Kopfes mäfsig stark, etwas runzlig punktiert. Das 
in der Längslinie mäfsig gewölbte Halsschild ungefähr l^mal so 
lang wie breit, an der Basis beinahe abgestutzt und etwas breiter 
als an der Spitze. Etwas vor der Mitte sind die Seiten ziemlich 
tief ausgerandet, der zwischen der Ausrandung und der Spitze 
liegende Teil gerundet, der hintere Abschnitt gegen die Basis mit 



F. Hart mann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 399 

geraden Seiten. Vor den Hinterwinkeln befindet sich beiderseits 
ein schräg gegen die Basis zu gerichteter mehr oder weniger tiefer 
Eindruck. Die Oberseite ist fein chagriniert und sehr zerstreut 
flach punktiert, vor der Basis ist ein tiefes rundes Grubchen ein- 
gedrückt, an der sich nach vorn hie und da eine feine, kurze Furche 
anschliefst. Schildchen über zweimal so lang wie breit, schmal, 
der Länge nach gefurcht. Von der Seite gesehen steht es kamm- 
förmig etwas über die Fld.- Basis empor. Basalrand der ovalen Fld. 
so breit wie die Halsschildbasis, Schulterbeule deutlich vortretend, 
die Seiten hinter ihr mit leichter Ausrandung, dann gerundet er- 
weitert und an der Spitze breit zugerundet. Der Spitzensaum 
wulstig verdickt, hinter der Spitzenschwiele leicht eingedrückt. Die 
konvexen Zwischenräume fein querrunzlig, die Streifen ziemlich 
tief und undeutlich , weitläufig punktiert. Die Längswölbungslinie 
der Decken weniger hoch und in regelmäfsigem Bogen verlaufend. 
Beine mitunter dunkel pechbraun, ziemlich kräftig, Klauen am 
Grunde sehr fein appendikuliert. Die der Rüsselmitte näher als 
der Basis eingefügten Fühler sind pechbraun; Schaft etwas gebogen 
und an der Spitze verdickt. Das erste Geifselglied so dick und 
etwas kürzer als der Schaft, 2, 3 und 4 länger, 5, 6 und 7 so 
lang wie breit, das 7. rund und nicht dicht an die zugespitzte 
Keule angeschlossen. --- Länge lf — 24^, Breite f— 1 mill. 
Usambara (Coli. Faust und Hartmann). 

98. Piezotrachelus vicinus n. sp. Diese Art steht dem mir 
unbekannten colonus Fst. nahe, mufs sich aber von ihm durch den 
von der stark lä'ngsgewölbten Stirn scharf abgesetzten Rüssel, vor 
der Abschnürung nicht parallelseitigen Spitzenteil des Hlsschdes 
und feiner punktiert- gestreifte Fld. unterscheiden lassen. 

Schwarz, glänzend, mit grünlichem Metallschimmer, alle Punkte 
mit einem feinen staubartigen Härchen besetzt. Der cylindrische 
Rüssel ist gebogen, ziemlich kräftig, so lang wie Kopf und Hals- 
schild zusammen, matt, wie der Kopf fein und zerstreut punktiert. 
Vor den Augen befinden sich zwei durch einen Kiel getrennte und 
bis zur Fühlerwurzel reichende Längsfurchen, von denen die obere 
mit einigen groben Punkten besetzt ist. lieber der Fühlereinlen- 
kungsstelle ist der Rüssel schwach verbreitert und seicht quer 
eingedrückt. Die Stirn ist nur wenig schmäler als der Rüssel 
und stark längsgewölbt, sie bildet mit der Rüsselbasis eine 
ziemlich tief abgesetzte Einsenkung. Zwischen den mäfsig ge- 
wölbten Augen befinden sich zwei flache , nach vorn kouver- 



400 F. Hart mann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

gierende Längseiudrücke. Der hinter den Augen liegende Teil 
des Kopfes ist beinahe doppelt so breit wie die Stirn. Das 
Halsschild l^mal so lang wie breit, mäfsig längsgewölbt. Basis 
abgestutzt, hinter dem Vorderrande tief eingeschnürt, der abge- 
schnürte Teil an den Seiten gerundet, nach hinten geradlinig er- 
weitert, vor der Basis mit äufserst flachem, länglichem Eindruck, 
mäfsig dicht und fein punktiert. Schildchen kurz dreieckig. Fld. 
so breit wie der Thorax, von der Basis bis zur Schulterbeule 
schwach, nach hinten stärker gerundet erweitert und an der Spitze 
breit abgerundet. Sie sind ungefähr um die Hälfte länger als breit, 
hoch längsgewölbt, mit der höchsten Erhebung in der Mitte. Die 
vorn schwach gewölbten, hinten flachen und breiten Zwischenräume 
sind kaum gerunzelt mit einzelnen eingestreuten Punkten. Die 
feinen, wenig tief eingedrückten Streifen mit entfernt stehenden 
Punkten besetzt. Beine schwarz, die Schenkel kräftig gekeult, 
Klauen schwach appendikuliert. Die Fühler sind direkt hinter der 
Rüsselmitte eingefügt, robust uud ziemlich lang; das erste Geifsel- 
glied kaum kürzer als der Schaft und so lang wie das zweite, 3 
und 4 etwas länger, 5 bis 7 so lang wie breit; Keule schlank, 
2^ mal so lang wie breit und zugespitzt, ihr Basalglied verkehrt 
konisch, verlängt, an der Basis so breit wie das 7. Geifselglied. 
— Länge 2^, Breite l\ niill. 

1 cT- Usambara (Coli. Hartmann). 

Acalyptops n. g. Anthonominorum. 

Rostrum subcylindricum, modice curvalum. Caput globosum, 
oculi sat prominuli. Scrobes ad oculorum marginem inferiorem ductae. 
Antennae in medio rostri insertae, 7 - articulatae , articulis duobus 
primis elongatis; clava 4 - articulala , magna. Thorax transversus, 
antice truncatus, postice bisinuatus, subconicus, lateribus rotundatus. 
Scutellum triangulum. Elytra thorace latiora, breves, parallela, 
humeris rectangulatis. Femara clavata, acute spinosa; tibiae ad basin 
sinuatae, apice horizontaliter, acuteque mucronatae. Coxae medianae 
valde distantes. Processus abdominalis late rotundatus. Segmentum 
secundum a primo suturam arcuatam disjunctum, tertio quartoque 
simul sumptis secundo paulo brevioribus. 

Des nicht ausgerandeten Prosternalvorderrandes wegen neben 
Acalyptus zu stellen, von dem sich die neue Gattung hauptsächlich 
unterscheidet durch vor den Vorderhüften kürzeres Prosternum, 
kräftigeren, weniger gebogenen Rüssel, scharf bedornte Schenkel, 
an der Basis ausgebuchtete Schienen mit horizontal nach innen 



F. Hart mann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 401 

gerichtetem Hornhaken und appendikulierten Klauen. Hinzu zu 
fügen wäre noch, dafs das 3. Tarsetiglied sehr tief gespalten und 
jeder der beiden Lappen so breit ist wie das zweite Tarseuglied. 
Der Fühlerochaft erreicht gerade den Vorderrand der Augen. 

99. Acalyptops ornatus n. sp Parvus, nitidus, rufiis, 
elytris area basali, fascia lata mediana, meso-, metasterno, abdomineque 
nigris, squamulis albidis parce, in metasterno, episternisque metathoracis 
densius tectus, elytris albido setosis. Bostro thorace paulo longiore, 
basi subtiliter subtricarinulato, antice sublaevi et vage punctato; funi- 
culi artiado primo incrassato, secundo aequilongo, clava elongato-ovata ; 
thorace transverso, dimidia parte latiore quam longiore, intra apicem 
leviter constricto, antrorsum rotundato-angustato, confertim grosseque 
punctato; scutello dense albido - squamoso; elytris basi trisinuatis, 
latitudine paulo longioribus , apice conjunctim rotundatis, punctato- 
sulcatis, interstitiis subplanis et uniseriatim albido-setosis. — Long. 1 ^ 
bis lf, lat. 1 — 1| mill. 

Usambara (Coli. Faust und Hartmann). 

Die schwarze Färbung der Deckenbasis dehnt sich seitlich bis 
zum 5. Zwischenraum und nach hinten über ein Viertel der Decken- 
länge aus; die schwarze Binde wird an den Seiten etwas breiter, 
ebenso ist der Seitenrand in mehr oder weniger grofser Ausdehnung 
schwarz gefärbt. Die weifsen Schüppchen stehen auch auf der 
Stirne, hinter den Augen und an der Halsschildbasis etwas dichter, 
die auf der Halsschildmitte sind in die Höhe gehoben. Der kuge- 
lige, grob punktierte Kopf ist ziemlich grofs, die Stirne zwischen 
den stark hervorgequollenen Augen etwa f so breit wie der Rüssel. 
Dieser ist in der Basalhälfte fein dreikielig, vorn glatt mit einigen 
eingestreuten Puukten. Die Fühlerglieder sind dicht aneinander- 
geschlossen, nach aufsen nehmen sie an Länge allmählich ab. Hlsschd. 
sowohl der Breite als der Länge nach gewölbt, die gröfste Breite 
liegt an der Basis. Fld. um die Hälfte breiter als das Hlsschd., 
Basalrand schwach zweibuchtig, Schultern rechtwinklig, abgerundet, 
Seiten bis zur Mitte parallel, nach hinten gerundet verschmälert, 
die Punkte in den tief eingedrückten Furchen stehen etwas entfernt, 
die Zwischenräume schwach convex mit einer weitläufig angeord- 
neten Borstenreihe. Die Schenkel sind kräftig gekeult, die Mittel- 
und Hinterschenkel etwas schwächer als die vorderen bedornt; die 
Schienen an der Basis innen, sowie der Aufsenrand ausgebuchtet 
und gegen die Spitze etwas verbreitert. Die weifsliche Bekleidung 
der Beine abstehend. Unterseite dicht und grob, runzlig punktiert. 

Deutsche Eutomol. Zeitschrift 1904. Heft II. 2G 



402 F. Bar/mann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

100. Megarrhinus tanganus n. sp. Elongato-rhomboidalis, 
sulnitidus, rufus; antennis, capite, rostro, tibiis tarsisque nigris, supra 
parce, subtus derisius flavido- squamosus. Rostro crasso, subrecto, thorace 
breviore, antice paulo dilatato, basi subüliter subcarinulato, capiteque 
dense rugoso-punctato ; antennis crassis. Thorace magno, hititudine 
paulo breviore, valde convexo, basi profunde bisinuato, intra apicem 
late constricto, lateribus antrorsum valde rotundato-anguslato, ante 
scutellum depresso, supra confertim subtiliterque rugoso-punctato ; scutello 
subcordi forme, dense puncto to et squamoso; elytris basi thorace partim 
latioribus, cuneatis, margine basali utrinque fortiter productis, apice 
singulatim rotundatis, profunde sulcatis, sulcis indistincte punctatis, 
interstitio 1° subplano, caeteris cariniformibus ; femoribus mediocriier 
dentatis, tibiis compressis, anticis valde arcuatis, posticis apicem versus 
dilatatis. — Long. 6, lat. 4 mill. 
Tanga (Coli. Hartmann). 
Die gelbliche, aus mehrfach gespaltenen Schuppen bestehende 
Bekleidung ist auf der Oberseite des Hlsschld. und der Decken, 
dem Rüssel und den Beinen dünn, auf den beiden ersteren etwas 
fleckig; am Vorderrand des Hlschld. seitlich, auf dem Schildchen, 
dem Pygidium, auf dem Abdomen, der Mittel- und Hinterbrust 
samt deren Seitenstücken stehen die Schuppen dichter beisammen, 
auch die flachen Augen sind dichter schuppig umsäumt. Dazwischen 
sind noch helle, abstehende, kurze Börstchen eingestreut. Der kurze, 
dicke Rüssel ist beiderseits vor den Augen etwas flachgedrückt, 
wird nach vorn zu breiter und ist an der Spitze etwas abgeflacht. 
Die Unterkante ist gerade, die Oberkante flach gebogen. Die 
Punktierung ist wie die der ebenen Stirne eine grobe, etwas längs- 
runzlige; in der Mitte des Basalteiles bemerkt man die Andeutung 
eines feinen Längskieles. Scheitel fein punktiert. Der Fühlerschaft 
erreicht die Rüsselbasis, er ist uur wenig kürzer als die gedrungene 
Geifsel mit der Keule. Die Geifsel sehr kurz, so lang wie die 
Keule; die beiden ersten Glieder so lang wie breit, die übrigen 
quer, unter sich eng aneinandergeschlossen; Keule 3 mal länger als 
breit. Das Hlsschd. ist etwas kürzer als breit, an den Seiten dicht, 
vor den Hinterwinkeln schwach beulig, davor leicht ausgerandet 
und zur Spitze schnell gerundet verschmälert. Die zwischen den 
Punkten stehenden Runzeln verlaufen alle in querer Richtung. 
Das grofse Schildchen ist breit herzförmig. Die Fld. kürzer als 
zwischen den Schultern breit, diese selbst abgerundet, die Decken- 
seiten nach hinten geradlinig, kurz konisch, an der Spitze einzeln 
abgerundet. Der beiderseits neben dem Schildchen liegende Basal- 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 403 

rand gerundet vorgezogen und etwas eingedrückt. Die breiten, 
dreieckig eingedrückten Deckenfurcben am Grunde undeutlich, die 
Zwischenräume deutlich fein punktiert und, mit Ausnahme des 
ersten, schwach gekielt, die Kiele glatt und glänzend. Die Vorder- 
beine sind länger als die hintern, alle grobrunzlig punktiert. Vorder- 
schienen stark gebogen und an der Basis innen schwach winklig 
abgesetzt; Mittel- und Hinterschienen im Basaldrittel innen aus- 
gerandet und gegen die Spitze zu verbreitert. Der Schenkelrücken 
der beiden hintern Beinpaare stark gekrümmt, Vorderschenkel mehr 
linear. Die Vorderhüften sind nach unten schildartig erweitert, 
die Erweiterung endigt in einem stumpfen und glatten Zapfen; in 
Folge dieser Bildung sind sowohl die Trochanteren als auch die 
Schenkelwurzel von vorne nicht sichtbar. 

101. Megarrhinus distinctus Fst. i. 1. n. sp. Meg. tangano 
affinis; subnitidus, obscure rufus vel niger, supra parcissime pilosus, 
subtus parum densius albido-squarnosm. Rostro curvato, thorace aequi- 
longo, sub-tricarinulato , capiteque dense rugoso-punctato, apicem versus 
paulo-dilataio ; antennis gracilioribus, funiculo clava longiore ; thorace 
longitudine latiore, lateribus valde rotundato-ampliato et angustato, 
intra apicem constricto, dense grosseque rugoso-punctato; scutello trans- 
verso, medio leviter excavato; elutris breviter cuneatis, basi th,orac e 
latioribus, humeris prominulis et rotundatis, punctato-sulcatis, inter- 
stitiis carinatis, apice singulatim rotundatis ; femoribus clavatis, anticis 
for titer dentatis et pone dentem tuberculo obtuso instructo, tibiis an- 
ticis basi valde arcuatis, intus profunde sinuatis, medio angulatis, 
margine exteriore prope apicem tuberculo elongato, obtuso munito. — 
Long. '6 — 3^, lat. 2 — 2j mill. 

Dar-es-Salaam (Coli. Faust und Hartmann). 

Mit tanganus verwandt, aber kleiner, flacher und hauptsächlich 
durch längeren, stärker gekrümmten Rüssel, schlankere Fühler 
und durch ganz anders gebildete Vorderbeine ausgezeichnet. 

Der nach vorn etwas verbreiterte und dünnere Rüssel so lang 
wie das Hlsschd., grob und runzlig punktiert, in der Basalhälfte 
mit einem undeutlichen Mittel- und daneben je einem Seitenkiele. 
Die Stirne ist flach, grob punktiert, die Längswölbungslinie bildet 
mit der Rüsselbasis eine undeutliche Einsenkung. Das erste Geifsel- 
glied verdickt, etwas länger als das zweite, die übrigen allmählig 
breiter und kürzer; die Keule zweimal so lang wie breit und zu- 
gespitzt. Das Hlsschd. an der Basis tief zweibuchtig, fast 1^- mal 
so breit wie lang, die Punktiprung ist auf dem abgeschnürten 

26* 



404 F. Hart mann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

Spitzenteil feiner und nicht so dicht; jeder Punkt trägt ein weifs- 
liches Schuppenhaar. Fld. kaum so lang als zwischen den Schultern 
breit, Basalrand hinter dem Schildchen etwas wulstig verdickt, der 
vorgezogene Teil vorne abgestutzt. Die stark vortretenden Schultern 
sind abgerundet, die Deckenseiten geradlinig nach hinten verschmälert 
und an der Seitze einzeln abgerundet. Die tiefen Furchen deutlich 
punktiert, dieZwischenräume gerunzelt, die ungeraden etwasschwächer 
gekielt als die geraden und mit äufserst feinen kurzen Börstchen 
sparsam besetzt. Pygidium gewölbt und grob punktiert. Sämt- 
liche Schenkel stark gekeult, die vordem mit grofsem, die hintern 
vier mit kleinem Zahne. Neben dem Vorderschenkelzahn befindet 
sich noch ein schwacher stumpfer Höcker. Die Vorderschienen sind 
in der Basalhälfte stark gekrümmt und innen tief ausgerandet, in 
der Mitte des Innenrandes stark winklig erweitert; Spitzenhälfte 
innen reihig beborstet. Neben der Aufsenecke der Schienenspitze 
steht, etwas schief zur Längsachse, ein verlangter mit dunkeln 
Börstchen besetzter stumpfer Tuberkel. Mittel- und Hinterschienen 
gegen die Spitze verbreitert und vor dieser am Aufsenrande leicht 
ausgebuchtet. Tarsen heller rötlich gefärbt. Bei gut erhaltenen 
Stücken ist der Hinterrand des 2., 3. und 4. Bauchsegmentes mit 
einer abstehenden Schuppenreihe besetzt. 

102. Megarrhinus frater n. sp. Dem vorigen sehr nahe- 
stehend, von ihm durch folgende Merkmale zu unterscheiden: Bei 
gleicher Körperbreite ist er etwas länger, schwarz, mit mehr oder 
weniger dunkelroten Fühlern und Beinen. Die Bekleidung der 
Unter- und Oberseite besteht aus weitläufig gestellten weifslichen 
Härchen. Der Rüssel ist schwächer gebogen, dicker, kürzer als 
das Hlsschd., zwischen Basis und Stirn nicht sattelförmig einge- 
senkt, die basalen Seitenkiele sind deutlicher ausgeprägt. Die Fühler- 
glieder 3 — 7 gegen die Keule nur weuig verbreitert, die Keule 
selbst dick und nur 1^ mal so lang wie breit. Halsschildlänge der 
Breite fast gleich, Seiten gerundet erweitert, gegen die Basis etwas 
verschmälert, die gröfste Breite liegt vor dieser näher der Mitte, 
hinter der Spitze nur sehr schwach eingeschnürt; Punktierung weniger 
grob. Schildchen gröfser als wie bei distinctus, seine ganze Ober- 
fläche schwach vertieft, beinahe eben und grob punktiert. Form 
und G-röfsenverhältnisse der Fld. wie bei dislinctus; Oberseite feiner 
gestreift punktiert, nur der 4., 6. und 3. Zwischenraum kielförmig, 
die andern flach mit grober, runzliger Punktierung. Schenkel stark 
gekeult, die vordem mit einfachem, grofsem Zahn; Vorderschienen 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 405 

etwas länger und weniger breit, die basale Ausrandung und Krüm- 
mung wie bei der vorigen Art, die winklige Erweiterung des Innen- 
randes befindet sich jedoch näher bei der Basis als an der Spitze; 
der auf dem Scbienenaufsenrande aufgesetzte Tuberkel ist kürzer 
und spitzer, auch weiter von der Spitze entfernt als es bei distinctus 
der Fall ist. — Long. 3£, Breite 2| mill. 
Britisch Ostafrika (Coli. Hartmann). 

103. Megarrhinus interstitialis n. sp. Breviter ovalis, 
subopacus, totus ater, pärcissime breviterque setosus. Rostro modice 
arcuato, tenui, subcylindrico , longitudine thoracis aequilongo , basi 
subcarinulato , capiteque dense rüg o so -punctata ; thorace longitudine 
latitudine aequale, lateribus antrorsum rotundato-angustato, intra apicem 
levisissime constricto, dense varioloso-punciato ; scutello transverso, late 
rolundato; ehjtris breviter cuneatis, humeris prominulis, rotundatis, 
margine basali singulatim producto, subtiliter striato-punctatis, inter- 
stitiorum marginifais)subelevatis, spatiis indistincte punctatis; femoribus 
clavatis, unidentatis; tibiis anticis basi arcuatis et intus sinuatis, medio 
angalatim dilatato, angulo apicaJe externo fasciculo obscuro ornäto; 
unguimlis testaceis. — Long. 3|, Breite 2^- mill. 
Britisch Ostafrika (Coli. Hartmann). 

Aus der Verwandtschaft des distinctus', Körpergestalt weniger 
rhombisch, mehr länglich oval, tief schwarz, wenig glänzend, fast 
matt, Fühler dunkelpechbraun, Klauen gelb. Der Rüssel mäfsig 
gebogen, so lang wie das Hlsschd., fast zylindrisch, an der Spitze 
nur sehr schwach verbreitert, Basis undeutlich mehrkielig, grob- 
runzlig punktiert. Stirne etwas feiner und seicht punktiert, mit 
der Rüsselbasis eine schwache Einsenkung bildend. Die beiden 
ersten Geifselgliedei fast von gleicher Länge, das "2. verkehrt konisch, 
die übrigen allmählich verbreitert und dicht aneinander stehend; 
das 7. doppelt so breit wie lang, Keule mäfsig verdickt, um die 
Hälfte länger als breit. Das Hlsschd. ist an der Basis am breitesten, 
so lang wie breit, nach vorn regelmäfsig gerundet verschmälert, 
hinter der Spitze nur äufserst schwach eingeschnürt. Die dichte 
Punktierung ist narbig und ziemlich flacb, die Zwischenräume der 
Punkte geglättet, am Seitenrand sind sie in weitläufig gestellte 
kleine Körnchen aufgelöst. Der beiderseits vorgezogene Basalrand 
der Fld. ist flach abgerundet, beinahe abgestutzt, die Schultern 
rund, die Seiten gegen die Spitze in flachem Bogen verschmälert. 
Die feinen Punktstreifen sind scharf eingegraben, die Ränder der 
die Streifen begrenzenden Zwischenräume sind fein kielartig erhaben, 



406 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

glatt und glänzend; die reinig punktierten Spatien erscheinen da- 
durch der Länge nach flach furchig eingedrückt. Jeder Punkt 
trägt ein feines und kurzes Börstchen. Pygidium flach, grob und 
dicht punktiert. Die gekeulten Schenkel gezähnt; Vorderschienen 
in der Basalhälfte gekrümmt, innen ausgebuchtet und in der Mitte 
mit stumpfer, winkliger Erweiterung, Spitzenhälfte etwas verbreitert, 
auf der Innenseite mit einigen stumpfen Höckerchen; Spitzenaufsen- 
winkel fascikuliert. Beine abstehend beborstet; die mittleren Bauch- 
segmente mit einer dünnen Querreihe weifser Schuppenhärchen 
besetzt. 

104. Derelomus fasciatus n. sp. Angustus, testaceus, clava, 
elytrorum basi et fascia arcuata mediana nigris. Rostro paulo arcuato, 
tenue, capite thoraceque longiore, opaco, longitudinaliter subcarinulato ; 
fronte capiteque fortiter punctato; oculis prominulis; thorace subqua- 
drato, intra apicem constricto, basi truncato, lateribus parallelo, apicem 
versus leviter angustato , dense punctato; scutello rotundato , albido 
squamoso; elytris latitudine fere duplo longioribus, basi subtruncatis, 
lateribus parallelis, apice conjunctim rotundatis., subliliter striato-punc- 
tatis, interstitiis subplanis et coriaceis; femoribus clavatis, tibiis rectis- 
— Long. 24;— 2^, lat. 1 — 1| mill. 

Usambara (Coli. Faust und Hartmann). 

Bei gleicher Länge schmäler und etwas gewölbter als chamaeropis 
Fab. und schon durch die schwarze Deckenzeichnung gut von dieser 
Art unterschieden. 

Der dünne, fast zylindrische, mäfsig gebogene, matte Rüssel 
länger als Kopf und Hlsschd., zwischen Fühlereinlenkung und 
Basis mit mehreren feinen kielartigen Längslinien, dazwischen fein 
und zerstreut punktiert. Die Stirn zwischen den hochgewölbten 
Augen so breit wie die Rüsselbasis, dicht und grob punktiert. Die 
Fühlereinlenkung befindet sich im Spitzendrittel; das erste Geifsel- 
glied um die Hälfte länger als das zweite, die übrigen kaum länger 
als breit, die stumpf zugespitzte Keule schwarz. Hlsschd. matt, 
oben flach, auf der Scheibe bisweilen mit einem mehr oder weniger 
deutlichen, runden und seichten Eindruck; die Seiten parallel, im 
Spitzendrittel geradlinig und schwach verschmälert. Die Schultern 
der doppelt so langen wie breiten Fld. rechtwinklig und abgerundet, 
die Seiten dahinter äufserst schwach ausgerandet, fast parallel, zur 
Spitze gerundet verschmälert. Die fein punktierten Streifen werden 
nach hinten zu allmählich flacher, die Zwischenräume sind fast eben 
und fein gerunzelt. An der Basis ist der 2., 3. und 4. Zwischen- 



F. Hartmann: Diene Rüsselkäfer aus Ostafrika. 407 

räum schwarz gefärbt, die Naht bleibt hell, hie und da wird auch 
noch die Schulterbeule vorne von der dunkeln Färbung ergriffen. 
Die schwarze Querbinde beginnt in der Mitte des Seitenrandes, 
biegt sich auf dem 3. Zwischenraum scharf nach vorn und gegen 
die Naht zu, wo sie sich mit der der andern Seite vereinigt und 
einen halbkreisförmigen Bogen bildet. Seiten des Abdomens und 
der Hinterbrust stärker und dichter punktiert als deren Mitte; 
sämtliche Punkte der Ober- und Unterseite tragen ein äufserst 
feines und kurzes, helles Börstchen. Beim <$ ist die Hinterbrust 
schmal und tief, das erste Bauchsegment breit und seicht eingedrückt. 

105. Derelomus pallidus n. sp. Etwas kleiner als der 
vorige, von einfarbig strohgelber Färbung; Fiihlerkeule und Hinter- 
brust etwas angedunkelt, Seitenstücke der Mittelbrust, sowie Epi- 
sternen der Hinterbrust dunkelbraun bis schwärzlich. Der Rüssel 
etwas mehr gebogen und kürzer als bei fasciatus, so lang wie das 
Hlsschd., oben mit mehreren feinen, kielförmigen Längslinien, wie 
der Kopf fein punktiert. Die Fühler sind weniger schlank wie 
bei der vorigen Art, das 2. Geifselglied kaum halb so lang wie 
das erste, die übrigen quer, dicht zusammenstehend, die Keule 
schmal und spindelförmig. Hlsschd. etwas breiter als lang, dicht 
und etwas runzlig punktiert, hinter dem Vorderrande ziemlich tief 
eingeschnürt, an der Basis flach gerundet und hier breiter als vorne. 
Der Seitenrand bildet eine scharfe Kante, die in der Mitte winklig 
abgesetzt, sich zur Basis wieder etwas erweitert und vor den 
Hinterwinkehi seitlich schief abgestutzt ist. Oberseite vor der 
Basis mit deutlichem, unregelmäfsigein Eindruck. Schilde!. en länglich- 
rund und beschuppt. Fld. mit schwächeren Schultern, Seiten da- 
hinter nicht ausgerandet, in der Mitte leicht gerundet erweitert 
und gegen die Spitze allmählich verengt; Naht hier etwas winklig 
ausgeschnitten. Die Punktstreifen sind feiner und die Zwischen- 
räume schmäler als bei fasciatus. Die dicht punktirten Beine sind 
bedeutend kürzer als bei diesem, die Hinterschenkel erreichen nicht 
das Ende des zweiten Bauchsegmentes. Sämtliche Punkte tragen 
auf der Oberseite ein sehr feines, auf der Unterseite ein gröberes, 
helles Haarschiippchen. — Länge 2— 2£, Breite f— 1 mill. 
Usambara, Kwai (Coli. Faust und Hartmann). 

Apsophus n. g. Menemachinorum. 
Metasternum inter coxas quam segmentum primum abdominale 
brevior. Coxae anticae anguste separatae. Processus abdominalis 



408 F. Harfmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

obtuse triangulär is. Segmentum secundum ventrale 3° 4° que vix 
longior. Oculi approximati. Femora antica quam posticis crassiora 
et fortius dentata. Tibiae anlicae valde curvatae, posticae sublinearis, 
apice mucronatae. Antennae 7-articulatae, articulus primus secundo 
brevior, clava ellyptica. Prothorax transcersus, subbisinuatus, elytra 
breves et parallela. Rostrum curvatum , antrorsum paido tenuatum. 
Episterna metathoracis subparallela. Scutellum conspicuum. Pfj'ji- 
dium obtectum. 

Diese Gattung ist bei Menemachus einzureihen. Obigem ist 
noch beizufügen, dafs der Hornhaken an der Schienenspitze fast 
senkrecht zur Spitzenfläche aufgesetzt ist, dafs der Talus der 4 
Hinterschienen weit aufsteigt, dafs das erste Keulenglied nicht 
hornig und das 7. Geifselglied nicht dicht an die Keule angeschlossen 
ist. Die Naht zwischen dem ersten und zweiten Bauchsegment 
ist fast gerade. 

106. Apsophus fasciatus n. sp. Brevis, convexus, piceus, 
undique squamulis ochraceis albidisque dense tectus, macula parva 
postscutellari , fascia mediana, utrinque abbreviata, atro-holosericea 
ornatus. Bostro thorace longiore, medio longitudinalüer subcarinidato , 
dense punctato; thorace duplo latiore quam longiore, antrorsum valde 
rotundäto-angustato et intra apicem utrinque constricto , dense sat 
grosse punctato, scutello rotundato, confertim squamoso ; ehjtris thorace 
fere dimidio latioribus., latitudine parum longioribus, humeris rectangu- 
latis, lateribus parallelis, apice late rotundatis, striatis, striis indistincle 
remoteque punctatis, interstitiis planis, dense rugoso-punctatis. — Long. 
3|— 4 mill., lat. 2— 2£ mill. 

Usambara, Kwai (Coli. Faust und Hartmann). 

Dunkel ockerfarbige und weifse Schuppenhaare bedecken ziem- 
lich dicht den Körper, der wie der Rüssel, die Fühler und die 
Beine rötlich gefärbt ist. Bei den Schuppen der Unterseite herrscht 
die weifsliche, bei den auf der Flügeldeckenbasis und auf dem 
Schildchen mehr die ockergelbe Färbung vor. Eine rundliche 
Punktmakel hinter dem Schildchen ist sammtschwarz, ebenso in 
der Deckenmitte eine Querbinde, die beiderseits bis zum 6. Zwischen- 
raum reicht. Der Hinterrand dieser Binde ist leicht gebogen, der 
Vorderrand innerhalb des 2. Zwischenraumes ausgebuchtet und auf 
dem 4. zackig ausgeschnitten. Hinten wird die Querbinde durch 
ein mehr oder weniger deutliches Band weifslicher Schüppchen be- 
grenzt, das sich bisweilen bis zum Seitenrand der Fld. ausdehnt. 
Der fast zylindrische gegen die Spitze etwas verdünnte Rüssel ist 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika. 409 

mäfsig gebogen, länger als das Hlsschd., dicht, etwas längsrunzlig 
punktiert, in der Mitte mit einem feinem Längskiel. Die flachen Augen 
sind nur sehr schmal getrennt, dazwischen mit einer feinen Lä'ngs- 
linie; Kopf dicht punktiert. Die gröfste Breite des doppelt so 
breiten wie langen, mäfsig konvexen Hlsschd. liegt an der Basis, 
nach vorn ist es stark gerundet verengt, hinter der Spitze beider- 
seits etwas eingeschnürt, mit schwach zweibuchtiger Basis und ab- 
gestutztem Vorderrand. Bei reinen Exemplaren ist die Beschuppung 
dunkler mit angedeuteter feiner, weifslichen Mittellinie. Basis der 
Fld. breiter als das Hlsschd., Schultern abgerundet, rechtwinklig, 
Seiten parallel, gegen die Spitze breit zugerundet. Die Naht an 
der Spitze fein winklig ausgeschnitten. Der Länge nach sind die 
Decken mäfsig gewölbt, der Basalrand sowohl als auch die Decken 
dicht hinter der schwarzen Punktmakel schwach quer niedergedrückt, 
wodurch ein flacher Wulst hervorgehoben wird. Die Beine sind 
dicht, mäfsig grob punktiert und beschuppt. Der Rücken aller 
Schenkel stark bogig geschwungen. Wölbungslinie zwischen Rüssel 
und Stirn an der Rüsselbasis etwas eingesenkt. 

Aphyomerus n. g. M enemachinorum. 

Metasternum inter coxas quam segmentum primum abdominale 
multo brevior. Coxae anticae contiguae. Processus abdominalis sub- 
truncalus. Segmentum seeundum ventrale 3°, 4 {) que simul sumptis 
longior. Femora aequalia, aculeata, tibiae apice horizontalster mucro- 
natae. Oculi late separati. Antennae 7 articulatae, articulus seeun- 
dus primo longior et tenuior; clava ovata, acuminata. Prothorax 
subquadralus, basi sub-bisinuatus. Elytra thorace paulo latiora, 
breviter ovalia. Pijgidium obtectum Rostrum fere rectum, subcylin- 
dricum. Episterna metathoracis postice leviter dilalata. 

Diese Gattung schliefst sich wegen der kurzen Hinterbrust der 
vorigen nahe an, unterscheidet sich von ihr aber hauptsächlich durch 
die weit getrennten Augen, zusammenstofsende Vorderhüften, unter 
sich gleich dicke Schenkel mit dünnem, dornartigem Zahne, an der 
Basis gekrümmte, aufsen ausgeschweifte und innfn winklig erweiterte 
Schienen, deren Spitze abgestutzt ist. Aufserdem ist noch anzu- 
führen, dafs das erste Keulenglied nicht hornig, Geifselglied 7 nicht 
an die Keule angeschlossen, die Naht zwischen dem 1. und 2. 
Bauchsegment gebogen und der Vorderrand des Prosternums schwach 
ausgerandet ist. 

107. Aphyomerus obliquus n. sp. Subnitidus. piceus vel 
niger, antennis, humeris, pedibus, segmentisque tribus idtimis ventrali- 



410 F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Ostafrika, 

bus rufis, sat confertim setosus et albido squamosus. Eostro fere 
recto, tkorace capiteque aequilongo , dense longitudinaliter rugoso- 
punetato; fronte deplanata, interdum obtuse impressa; oculis leviter 
convexis, pone marginem exteriorem plaga ex squamulis aureis insignita. 
Prothorace subquadrato , antrorsum leviter angustato et intra apicem 
constrictö, dense rugoso-punctato, medio linea, lateribus vitta alba 
ornato ; scutello elongato, dense albo-squamoso ; elytris basi thorace 
latioribus, latüudine parum longioribus, humeris rotundatis, lateribus 
leviter rotundato-ampliatis et postice angustatis, striato-punctalis, inter- 
stitiis planis et remote tmiserialim punctatis, dorso in dimidia parte 
basali subnudo, medio fascia obliqua nigra, denudata, utrinque ab- 
breviata, ornatis; pectore et segmentis abdominalibus dense punctatis. 
Long. 1^—2^- mill., lat. 1— lf mill. 

Usambara, Kwai (Coli. Faust und Hartmann). 
In der Gröfse und Färbung variabel; letztere geht von einem 
helleren pechbraun bis ins schwärzliche über, immer aber bleiben 
die Fühler, Beine, die 3 letzten Bauchsegmente, die Schultern und 
eine hinter diesen schief bis zur Naht verlaufende Linie, die mit 
weifslichen Haarschuppen besetzt ist, heller rötlich gefärbt. Sämt- 
liche Körperteile sind mit abstehenden, dunklen, ziemlich langen 
und mäfsig dicht stehenden Börstchen besetzt. Die anliegende 
Bekleidung besteht aus schmalen, weifslichen und gelblichen Schüpp- 
chen, die auf der Mitte des Hlschd. eine feine Längslinie bilden; 
an den Seiten und im Spitzendrittel der Decken stehen stehen sie 
dichter beisammen. Die Schuppen der weifsen Längsbiude auf der 
Halsschildseitenkante und auf dem Schildchen sind breit und dick. 
Innerhalb des fünften Zwischenraumes ist die Basalhälfte der Decken 
fast nackt, dahinter befindet sich eine ebenfalls nackte, dunkle, 
beiderseits bis zum 5. Spatium reichende schiefe Querbinde, die 
von dem denudierten Basalraum durch die oben erwähnte beschuppte, 
rötliche Querlinie getrennt wird. Der Kopf ist dicht punktiert, 
die Stirne flach, bisweilen mit einem flachen Eindruck, die Rüssel- 
basis vor den Augen nicht eingesenkt. Das 3. und 4. Fühlerglied 
so lang wie breit, 5 — 7 kugelig. Neben dem Aufsenrande der 
schwach convexen Augen befindet sich ein aus übereinanderliegen- 
den goldgelben Schüppchen gebildeter Fleck. Die gröfste Breite 
des Hlsschd. ist an seiner Basis, Seiten nach vorn leicht ver- 
schmälert und hinter der abgestutzten Spitze leicht eingeschnürt. 
Es ist sowohl der Länge als auch der Quere nach mäfsig gewölbt. 
Die kaum etwas länger als breiten Fld. sind an der Spitze flach 
einzeln abgerundet, die Längswölbungslinie fällt nach hinten schief 






F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Oslafriha. 411 

ab; die Zwischenräume einreihig punktiert. Die Tarsen ziemlieh 
kurz, das 3. Glied doppelt so breit wie das zweite, tief gespalten 
und am Rande mit langen weifsen Haaren besetzt. 

Scotoephilus n. g. Menemachinorum. 

Metasternum int er co.vas segmentum primum abdominale fere 
aequilongum. Coxae anticae medioeriter separatae. Processus abdo- 
minalis subrotundatus. Segmentum seeundum ventrale 3°. 4°que simul 
sumjitis longior. Oculi contigui. Femora subaequalia . fortiter den- 
tata, tibiae tenues, reetae, basi arcuatae, apice sub-verticaliter mucro- 
natae. Rostrum curvatum, subeylindricum. Antennae 1-articulatae, 
articulus seeundus primo longior; clava late ellyptica. Prothorax 
subqüadratus; elytra thorace laiiora, breviter ovalia. Tarsi elongati, 
articulus primus tribus ultimis parum brevior, tertius leviter dilatatus. 

Das siebente Geifselglied ist nicht an die sebarf abgesetzte 
Keule angeschlossen, erstes Keulenglied hornig; die Naht zwischen 
Bauchsegment 1 und 2 fast gerade. 

Von den beiden vorhergehenden Gattungen unterscheidet sich 
Scotoephilus durch ganz zusammenstehende Augen, längere Hinter- 
brust, weiter abstehende Vordeihüften und besonders durch die 
langen, schlanken Tarsen, deren erstes Glied fast so lang wie die 
3 folgenden ist, während sowohl bei Apsophus als auch bei Aphyo- 
meriis das erste Tarsenglied kaum so lang wie Glied 2 und 3 ist. 
Aufserdem ist bei diesen beiden Gattungen das 3. Tarsenglied stark 
erweitert. 

108. Scotoephilus odiosus n. sp. Niger, subnitidus, squa- 
mulis piliformibus ßavidis et sordide brunneis sat dense variegatim 
tectus. Rostro, scapo, funiculo, pedibusque rujis vel pieeis, femoribus 
medio plus minusve infuscatis. Rostro apiceni versus levissime dila- 
tato, thorace aequilongo , confertim punetato ; thorace subquadrato, 
antrorsum leviter angustato , basi lisinuato, apice truncato , dense 
subtiliter rugoso-punetato, lineis tribus ßavidis longitudinaliter ornato ; 
scutello oblongo; elytris thorace dimidiö latioribus, basi bisinualis 
latitudine paulo longiöribus, humeris rotundatis, apicem versus sensim 
rotundato-angustatis, subtiliter striatis, striis indistinete punetatis, 
interstitiis planis et dense rüg oso - punetatis , macula suturali post- 
scutellari, fascia postmediana flavida signatis. — Long. 2^ — 2|- mill., 
at. li— 1£ mill. 

Usambara, Kwai (Coli. Faust und Hartmann). 

Dem oben beschriebenen Aphyom. obliquus in Körpergestalt 



412 F. Hartmann: Nene Rüsselkäfer ans Ostafrika. 

und Gröfse recht ähnlich, bei gleicher Breite jedoch etwas länger 
und anders gezeichnet. 

Der Rüssel, die Schenkelwurzel- und Spitze, Schienen und 
Tarsen, der Fühlerschaft und die Geifsel rot bis pechbraun, Keule 
und Schenkelmitte schwärzlich. Die haarförmigen, gelblichen 
Schuppen sind mit schmutzigbraunen untermischt und geben der 
Oberseite ein gesprenkeltes Aussehen Bei gut erhaltenen Stücken 
bemerkt man auf dem Halsschildrücken drei schmale, gelbliche 
Längslinien, auf den Decken hinter dem Schildchen eine längliche 
Suturalmakel und hinter der Mitte eine verwaschene, schmale, gelb- 
liche Querbinde, deren auf der Naht lipgender Teil dichter be- 
schuppt ist und dadurch deutlicher wird. Die Unterseite und die 
Schenkel sind fein und zerstreut punktiert und jeder Punkt trägt 
ein weifsliches Schuppenhärchen. Beim cT ist das erste Bauch- 
segment in der Mitte flach grubenförmig eingedrückt. Das erste 
Glied der dicht vor der Rüs c elmitte eingelenkten Fühler ist dick 
und etwas kürzer als das zweite, das dritte quadratisch, die 4 letzten 
kugelig und unter sich gleich breit. Das Hlsschd. ist der Länge 
nach ziemlich gewölbt, eo lang wie breit, hinter dem Vorderrande 
äufserst schwach eingeschnürt; der kugelige Kopf dicht und fein 
punktiert. Die Naht ist zwischen dem Schildchen und der gelb- 
lichen Längsmakel etwas niedergedrückt; die feinen Streifen sind 
sehr undeutlich punktiert und die rechtwinkligen Schultern abge- 
rundet. Das längliche Scbildchen dicht gelblich beschuppt. 

109. Metialma usambarica n. sp. Diese Art hat mit saeva 
Fst. grofse Aehnlickeit, sie ist wie diese dicht mit schmutzig weifsen 
und gelblichen, auf der Unterseite noch dichter angeordneten Schuppen 
bedeckt, dazwischen sind noch solche von dunklerer Färbung ein- 
gestreut, wodurch die Bekleidung ein etwas fleckiges Aussehen 
bekommt. Usambarica unterscheidet sich aber von der Faust'schen 
Art durch längeren Rüssel, robustere Fühler und Vorderschenkel, 
breiteres Hlsschd. und längere, nach hinten mehr verengte Fld. 

Der Körper ist schwarz, Fühlerschaft und Geifsel rot. Der 
mäfsig gebogene, zwischen der Fühlereinlenkung und der Spitze 
etwas dünnere Rüssel ist so lang wie Kopf und Hlsschd. zusammen, 
glänzend, fein und zerstreut punktiert. In der Basalbälfte ist er 
fein gekielt, neben dem Kiele befinden sich beiderseits noch zwei 
mehr oder weniger regelmäfsige, kielartige feine Längslinien. Der 
Fühlerschaft ist an der Spitze keulig verdickt, das zweite Fühler- 
glied schmäler und kaum etwas länger als das erste, 3. uod 4. 



F. Hartmann: Neue Rüsselkäfer aus Osia/'rika. 413 

gleich laug, fast quadratisch, 5 — 7 allmählich breiter werdend und 
gerundet. Hlsschd. so breit wie lang, mit der gröfsten Breite 
hinter der Mitte, nach vorn gerundet verengt, mit leichter Ein- 
schnürung hinter der Spitze, Basis zweibuchtig, der Skutellarlappeu 
ziemlich lief ausgerandet und sehr dicht gelbweifs beschuppt. Die 
Oberseite ist gedrängt und fein, etwas runzlig punktiert und flach 
längsgewölbt. Schildchen länglich oval. Fld. zwischen den ge- 
rundeten Schultern am bieitesten, ein drittel länger als breit, nach 
hinten allmählich schwach gerundet verschmälert, an der Spitze breit 
und flach abgerundet. Beim ^ smü " die Decken etwas schmäler 
als beim $. Die feinen scharf eingegrabenen Streifen sind weit- 
läufig punktiert, die breiten und flachen Zwischenräume dicht und 
fein punktiert. Bei saeva ist der Deckenrückeu in der Schildchen- 
gegend etwas niedergedrückt, bei usambarica sind die Decken oben 
überall eben. Aufsenseite der Schenkel vor der Spitze dunkel ge- 
mäkelt, Vorderschenkelzahn sehr grofs, Vordertibien kräftiger und 
innen an der Basis stärker ausgerandet als bei saeva. Der Basal- 
saum des Hlsschd. ist beiderseits neben dem Skutellarlappeu fein 
gerandet und schwach vertieft. — Länge 6^ — 7 mill., Breite 2|- — 
3 mill. 

Usambara (Coli. Faust und Hartmann). 

Isomicrus n. g. I sorrhynchinorum. 

Coxae anticae disjunctae; rima pectoralis post coxas anticas 
evanescens. Rostrum rectum, carinatum. Articulus primus anten- 
narum incrassatus, elongatus, secundo aequilongus, reliquis brevibus, 
clavam versus parum incrassatis, clava acuminata. Femara mutica, 
subtus sulcata, posticis apicem segmenti ultimi non attingentibus ; 
tibiae rectae, apice subtilissime mucronatae; unguiculi liberi. Processus 
abdominalis latus, subtruncatus. Thorax conicus, lobo mediano modice 
producto. Elytra thorace latioribus, humeris productis. 

Die runden Augen sind durch eine schmale Schuppenlinie ge- 
trennt. Der Rüssel ist gerade und nach vorn äufserst wenig ver- 
breitert, an der Spitze etwas flachgedrückt, die Hinterhüften sind 
weiter von einander entfernt als die mittleren. Von Lobotrachelus 
unterscheidet sich diese neue Gattung durch die Fld., die breiter 
als der Thorax sind und deutliche Schultern haben, sowie durch 
andere Längen Verhältnisse der Fühler, von Isotrachelus durch die 
getrennten Vorderhüften, die verschieden weit von einauder ent- 
fernten Mittel- und Hinterhüften und durch den Mangel der Platte 
auf dem 1. Abdominalsegment. 



414 F. Hartmann: !\ T ette Rüsselkäfer aus Ostafrika. 

110. Isomicrus castaneus n. sp. Subelli/pticus , convexus, 
nitidus, castaneus vel obscure piceus, antennis, tarsis, tibiisque testaceis, 
supra pilis albidis semierectis parce vestitus, subtus albido squamoso, 
capite subtiliter vage punctulato. Rostro thoraee vix longiore, per 
totam longitudinem carinato; thoraee transverso, conico, valde con- 
vexo, dense punetato, lobo scutellari rotundato-produeto; scutello 
roiundato; elytris ovatis, thoraee latioribus, a basi ad humer os am- 
pliatis, dein apicem versus rotundato-angustatis, subtiliter striatis, in 
striis vage punetatis, interstitiis planis, pilis albidis uniseriatim vestitus; 
femoribus paulo incrassatis, seriato-pilosis. 

^ metastemo, segmento primo abdominale late impresso. 

Long. 1,2— 1,5 mill., lat. 0,9—1 mill. 
Usambara (Coli. Faust und Hartmann). 

Den Punkten der Oberseite und den Augen entspringen ziemlich 
lange, weifsliche, halbaufgerichtete Härchen, die auf den Zwischen- 
räumen der Fld. und auf den Schenkeln reihenweise angeordnet 
sind. Die Unterseite ist mit weifsen Schüppchen mäfsig dicht be- 
deckt, bei gut erhaltenen Exemplaren ist der Rüssel, das Schild- 
chen, die die Augen trennende Linie, der Vorderrand des Hlsschd. 
auf den Seiten und die Epimeren der Miltelbrust dicht weifs be- 
schuppt. Die Schienen werden bisweilen dunkler, während die 
Fühler auch bei dunkler gefärbten Exemplaren ihre helle Färbung 
beibehalten. Das Hlsschd. ist au der Basis doppelt so breit wie 
in der Mitte lang, nach vorn geradlinig verschmälert, dicht punk- 
tiert und der Länge nach mit den Fld. in einer ununterbrochenen 
Linie gewölbt. Die Fld. an der Basis abgestutzt, 1^ mal so lang 
wie breit, mit deutlichen Schultern, gegen die Spitze allmählich ge~ 
rundet verengt und an dieser breit zusammen abgerundet. Der 
Spitzenrand mehr oder weniger heller rötlich gefärbt. Die Zwischen- 
räume doppelt so breit wie die feinen, scharf eingegrabenen Punkt- 
streifen. Fühler und Keule abstehend behaart, 5. bis 7. Geifsel- 
glied kugelig, erstes Keulenglied beinahe von halber Keulenlänge, 
Fühlerschaft gegen die Spitze allmählich verdickt. 

111. Baris minima n. sp. Ellypticus, ater , subnitidus, un- 
guiculis rufis, squamulis albidis parcissime adspersus, interstitiis elij- 
trorum uniseriatim dispositis. Rostro arcuato, crasso, longitudine 
thoracis, in cT basi rugoso, in $ subtiliter vage punctulato; thoraee 
longitudine paulo latiore, a basi ad apicem valde rotundato-angustato, 
intra apicem constricto, dense grosseque punetato, basi leviter bisi- 
nuato; scutello rotundato; elytris thoracis basi aequilatioribus, humer is 



F. Harfmann: Neue Rüsselkäfer ans Ostafrika. 415 

productis, latitudine duplo longioribus, lateribus subparallelis , apice 
rotundatis, striato-punctatis, interstitiis planis, uniseriatim punctatis et 
squamosis; metasterno , pedibusque fortiter et con/ertim , segmentis 
abdominalibus subtiliter vageque punctatis; tarsis piceis. — Long. 
1,5—1,6 mill., lat. 0,9—1 mill. 

Kwai (Coli. Faust und Hartmann). 
Tief schwarz mit schwachem Glänze und spärlicher weifser 
Beschuppung, die auf den Zwischenräumen der Fld. halbahstehen